Spaziergänger in Saarbrücken (Archivbild) | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Saarland muss Ausgangssperre lockern ++

Stand: 29.04.2020 00:05 Uhr

Der saarländische Verfassungsgerichtshof hat Teile der Einschränkungen gekippt. In den USA haben sich mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Spanien plant Lockerungen. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Spanien: In vier Schritten aus dem Lockdown
  • Russland verlängert arbeitsfreie Zeit bis 11. Mai
  • Frankreich kündigt Lockerungen an
  • Reproduktionszahl beträgt wieder 0,9
  • Berlin zieht nach - Maskenpflicht im Einzelhandel jetzt bundesweit
  • Alle Schüler in Deutschland sollen noch vor den Ferien wieder in die Schulen
29.4.2020 • 00:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

28.4.2020 • 22:33 Uhr

IWF gewährt Nigeria Milliardenhilfe

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Nigeria Nothilfe in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar gewährt. Der westafrikanische Staat sei sowohl vom drastischen Verfall der Ölpreise als auch von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen, erklärte der IWF. Die Unterstützung des Fonds solle helfen, Wirtschaft und Währung in Afrikas bevölkerungsreichstem Staat zu stabilisieren, hieß es weiter.

Der IWF unterstützt wegen der Coronavirus-Pandemie zahlreiche Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Finanzierung für Nigeria ist das bislang größte IWF-Hilfspaket für ein einzelnes Land. Sobald die Krise überstanden sei, müsse Nigeria seinen Staatshaushalt wieder konsolidieren, um eine zu hohe Verschuldung zu vermeiden, mahnte der IWF.

28.4.2020 • 22:14 Uhr

US-Vizepräsident Pence verzichtet bei Klinikbesuch auf Maske

US-Vizepräsident Mike Pence hat ungeachtet einer entsprechenden Vorschrift bei einem Klinikbesuch keine Atemschutzmaske getragen. Die Klinik schrieb auf Twitter, Pence sei vor seiner Ankunft über die Richtlinie zum Tragen von Masken informiert worden, löschte den Tweet aber nur wenige Minuten nach der Veröffentlichung wieder. Seit Mitte April verlangt die Klinik von allen Patienten und Besuchern, eine Atemschutzmaske zu tragen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Vizepräsident Pence leitet die Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Die Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt seit Anfang April, dass im Kampf gegen das Coronavirus auch gesunde Menschen ohne Symptome Stoffmasken in der Öffentlichkeit tragen sollten. Dies gelte vor allem für Situationen, in denen es schwierig sei, stets genügend Distanz zu anderen Menschen zu halten.

US-Vizepräsident Mike Pence beim Besuch einer Klinik.  | AP

Pence hatte entgegen der Vorschrift auf das Tragen einer Maske verzichtet. Bild: AP

28.4.2020 • 21:10 Uhr

Saarland: Verfassungsgerichtshof kippt Beschränkungen

Im Saarland müssen die im Zuge der Corona-Pandemie verfügten Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs gelockert werden. Es gebe "aktuell keine belastbaren Gründe für die uneingeschränkte Fortdauer der strengen saarländischen Regelung des Verbots des Verlassens der Wohnung" mehr, so die Verfassungsrichter. Begegnungen in Familien sowie das Verweilen im Freien unter Wahrung der notwendigen Abstände und Kontaktbeschränkungen sind demnach wieder möglich. Den Angaben nach gelte der Beschluss der Verfassungsrichter ab sofort.

Ein saarländischer Bürgers hatte Verfassungsbeschwerde eingelegt und eine einstweilige Anordnung gegen die Beschränkung beantragt. Er sah sich laut Gericht in seinem Grundrecht der Freiheit der Person verletzt. Seit 21. März durften die Saarländer ihre Wohnung wegen der Corona-Pandemie nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche.

28.4.2020 • 20:44 Uhr

Tschechien verlängert Ausnahmezustand bis 17. Mai

Entgegen früherer Ankündigungen hat Tschechien den Ausnahmezustand noch einmal verlängert. Er gilt nun bis zum 17. Mai. Der Notstand erlaubt es der Regierung unter anderem, das weitgehende Einreiseverbot für Ausländer vorerst aufrechtzuerhalten und medizinische Güter ohne Ausschreibung zu beschaffen.

Die Regierung in Prag hatte ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt stark gelockert. So wurden die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben und die meisten Geschäfte wieder geöffnet. Weiterhin gelten eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit und ein Verbot von Versammlungen mit mehr als zehn Personen.

28.4.2020 • 20:35 Uhr

Mehr als eine Million Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Dienstag 1.002.498 Infektionen registriert. Mehr als 57.000 Menschen starben bisher an dem Virus.

Die USA sind mit Abstand das Land mit den meisten bestätigten Infektionen weltweit. Die dort nachgewiesenen Fälle machen rund ein Drittel aller bestätigten Infektionen weltweit aus. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

28.4.2020 • 20:16 Uhr

US-Militär bedankt sich in Corona-Krise mit Formationsflügen

Das US-Militär hat sich mit Formationsflügen bei den Menschen bedankt, die gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus kämpfen. Zwölf Militärflugzeuge flogen über die östlichen Bundesstaaten New York, New Jersey und Pennsylvania. "Wir hoffen, den Amerikanern damit eine bewegende Demonstration der Entschlossenheit zu geben, die diejenigen ehrt, die an vorderster Front gegen Covid-19 kämpfen", sagte John Caldwell, Oberstleutnant der Luftwaffe.

Die Bundesstaaten New York und New Jersey sind bislang besonders stark von der Pandemie betroffen. In den kommenden Wochen sollen ähnliche Formationsflüge in anderen Teilen des Landes stattfinden.

Formationsflug über der Manhattan Bridge | REUTERS

Bild: REUTERS

28.4.2020 • 19:00 Uhr

Spanien: In vier Schritten aus dem Lockdown

Der spanische Premierminister Pedro Sanchez hat seinen Plan zum Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen bekanntgegeben. Das Land, das weltweit mit am meisten von der Pandemie betroffen ist, soll demnach in vier Phasen bis Ende Juni eine "neue Normalität" erreichen. Jede Phase werde zwei Wochen dauern, wobei nach und nach immer mehr Geschäfte, Lokale und Kirchen sowie später Fitnessstudios, Kinos, Theater und Hotels geöffnet werden sollen.

Die Lockerungen sollen Anfang Mai beginnen und regional unterschiedlich gestaltet werden. Ausschlaggebend seien Infektionsraten, die Kapazitäten der Intensivstationen und wie Abstandsregeln eingehalten werden.

28.4.2020 • 18:46 Uhr

British Airways will bis zu 12.000 Stellen streichen

Die nationale Fluggesellschaft des Vereinigten Königreichs, British Airways, will wegen der Corona-Krise bis zu 12.000 Stellen kürzen. Der Mutterkonzern der Airline, die IAG-Gruppe, begründete die Entscheidung damit, dass es voraussichtlich mehrere Jahre dauern werde, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert habe. Allein im ersten Quartal des Jahres habe der Verlust 535 Millionen Euro betragen. Zur IAG-Gruppe gehören auch die Fluggesellschaften Iberia und Vueling.

28.4.2020 • 18:15 Uhr

Mehr als 200.000 Infektionen in Italien

In Italien haben sich seit Beginn der Pandemie 201.505 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl stieg innerhalb eines Tages um 2091, Tags zuvor lag der Anstieg bei 1739. Auch die Zahl der Todesfälle stieg um 382 auf 27.359 an. Am Montag waren es 333 neue Todesopfer.

Die Zahl aktuell Erkrankter sank hingegen um rund 600 auf 105.205. Auch liegen weniger Menschen wegen einer Covid-19-Behandlung in italienischen Intensivstationen.

28.4.2020 • 18:05 Uhr

EU will Kreditvergaben ankurbeln

Die EU-Kommission will mit einer Reihe von Maßnahmen sicherstellen, dass Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise leichter an Kredite kommen. Dafür sollen Regeln vorübergehend gelockert werden, wie aus dem Bankenpaket hervorgeht, das Kommissionsvize Valdis Dombrovskis vorstellte.

Die vorgesehenen Kapitalentlastungen für die Banken sollen dafür sorgen, dass Kredite bis zu 450 Milliarden Euro ausgegeben werden können. Die Kommission betonte, dass die Banken den zusätzlichen Spielraum nicht für Dividenden- und Bonuszahlungen verwenden sollten. Die EU-Staaten und das EU-Parlament müssten bis Juni zustimmen, damit die Erleichterungen ihre volle Wirkung entwickeln.

28.4.2020 • 17:23 Uhr

Russland verlängert arbeitsfreie Zeit bis 11. Mai

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, die arbeitsfreie Zeit bis zum 11. Mai zu verlängern. Eigentlich hätten die Maßnahmen bis Ende des Monats gelten sollen. Russland habe den Höhepunkt der Infektionszahlen aber noch nicht erreicht, sagte Putin. Das russische Coronavirus-Krisenzentrum hatte zuvor einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Ansteckungen sei binnen 24 Stunden um 6411 auf insgesamt 93.558 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 867.

Putin sagte weiter, die Regierung solle Wirtschaft und Bürger des Landes mit weiteren Maßnahmen unterstützen. Außerdem sollen Empfehlungen erarbeiten werden, wie die Einschränkungen schrittweise aufgehoben werden können.

Ein Mann in einem Schutzanzug vor einem Krankenwagen einer Moskauer Klinik | AFP

Die Zahl der Neuinfektionen stieg in Russland zuletzt an. Bild: AFP

28.4.2020 • 16:35 Uhr

Luxemburg will gesamte Bevölkerung testen

Im Kampf gegen das Coronavirus startet Luxemburg diese Woche mit groß angelegten Tests. Die freiwilligen Tests der gut 600.000 Einwohner sowie von Grenzgängern aus Deutschland, Frankreich und Belgien sollen die Lockerung von Kontaktbeschränkungen begleiten, teilte Forschungsminister Claude Meisch mit. 8500 Schüler und Lehrer sollen noch vor Wiederöffnung der Schulen am 4. Mai getestet werden. Pro Tag seien mindestens 20.000 Tests geplant.

Meisch sagte: "Das Ziel ist, dass die gesamte Bevölkerung getestet werden kann, zum Teil mehrmals." Wegen der überschaubaren Zahl könne man das "innerhalb kurzer Zeit" machen. Als erstes Land der Welt werde Luxemburg somit einen kompletten Überblick über die Anzahl an infizierten Bürgern bekommen. Derzeit darf man Haus oder Wohnung nur zum Einkaufen, Arbeiten und Besuchen beim Arzt verlassen.

28.4.2020 • 16:19 Uhr

Frankreich lockert Ausgangssperre schrittweise ab 11. Mai

Frankreich will die seit sechs Wochen geltende Ausgangssperre ab dem 11. Mai schrittweise lockern. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe in einer Regierungserklärung an. Damit einher gehe eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine massive Ausweitung der Corona-Tests auf rund 700.000 pro Woche. Zudem soll es eine App zur Nachverfolgung der Infektionswege geben. Auch die ersten Grundschulen und Krippen sollen ab dem 11. Mai auf freiwilliger Basis öffnen.

"Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben", unterstrich der Regierungschef. Durch die strikte Ausgangssperre seit dem 17. März seien mehr als 60.000 Todesfälle vermieden worden, betonte der Premier. Eine Fortsetzung der Maßnahmen würde aber das "Risiko eines Zusammenbruchs" der Wirtschaft mit sich tragen. Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes um acht Prozent. Das Parlament hat bereits ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro gebilligt.

28.4.2020 • 15:57 Uhr

Merkel: Nach Pandemie "nicht am Klimaschutz sparen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu aufgerufen, beim wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie dem Klimaschutz einen festen Stellenwert einzuräumen. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden der Pandemie erwarte sie eine schwierige Verteilungsdiskussion, sagte Merkel beim Petersberger Klimadialog. "Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, immer den Klimaschutz ganz fest im Blick zu haben und deutlich zu machen, dass wir nicht etwa am Klimaschutz sparen, sondern dass wir in zukunftsfähige Technologien investieren."

Merkel betonte weiter, man dürfe auch nicht nur national an sich selbst denken. Vielmehr gehe es darum,"dass wir auch unsere internationalen Verpflichtungen weiter stark nach vorne bringen, weil das essenziell dafür ist, dass wir einen globalen Erfolg im Klimaschutz haben".

28.4.2020 • 15:27 Uhr

Ansteckungsrate nun wieder bei 0,9

Das Robert Koch-Institut hat nach neuester Lageeinschätzung die Corona-Ansteckungsrate wieder mit 0,9 angegeben. Die sogenannte Reproduktionszahl ist demnach mit Datenstand 28. April 2020, 0.00 Uhr wieder gesunken, nachdem sie zuvor auf 1 gestiegen war. Vom Wert 1 hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstagvormittag auch in einer Pressekonferenz berichtet. Er betonte dabei, die Reproduktionszahl dürfe bei der Bewertung des Epidemieverlaufs nicht isoliert betrachtet werden.

28.4.2020 • 15:09 Uhr

Venedig ruft: Kommt!

Venedig hat zur Unterstützung des Tourismus aufgerufen. "Jedem, der sich in den kommenden Monaten bewegen kann, sage ich: Kommt nach Venedig", erklärte Bürgermeister Luigi Brugnaro. Die Stadt arbeite daran, die Strände wiederzueröffnen. Im September finde auch das internationale Filmfest statt. Brugnaro stellte ein Dokument vor, das 65 Verbände unterzeichnet haben. Darin rufen sie Rom dazu auf, klare Vorgaben zu machen, wie und wann zum Beispiel Hotels die Arbeit wieder aufnehmen können.

Venedig ist vom Tourismus abhängig. Derzeit ist die Stadt wegen der strikten Ausgangssperren und Reisebeschränkungen, die für ganz Italien gelten, komplett leer. Venedig hatte auch schon vor der Corona-Krise mit einem Einbruch der Touristenzahlen zu kämpfen, weil ein Hochwasser die Stadt im November schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte. Normalerweise wird die Unesco-Stadt von Besuchern überlaufen.

28.4.2020 • 15:01 Uhr

Tausende Tote in britischen Pflegeheimen

Allein in England und Wales sind 4343 Heimbewohner in zwei Wochen (10. bis 24. April) gestorben, wie die nationale Statistikbehörde ONS mitteilte. Die Betreiber der Einrichtungen fürchten, dass der Höhepunkt der Pandemie in ihren Häusern noch nicht erreicht ist. In den Heimen nehme die Zahl der Toten deutlich zu, warnten sie.

In den täglich von der Regierung veröffentlichte Statistiken zu den Covid-19-Toten werden nur Sterbefälle in Krankenhäusern erfasst. Bislang sind demnach mehr als 21.000 Menschen an den Folgen ihrer Ansteckung in den Kliniken gestorben. Kritiker hatten stets eine hohe Dunkelziffer vermutet, auch wegen des Mangels an Corona-Tests.

28.4.2020 • 15:01 Uhr

Kubicki kritisierte RKI scharf: Zahlen "politisch motiviert"

Vize-FDP-Chef Wolfgang Kubicki hat das Robert Koch-Institut RKI und seinen Präsidenten Lothar Wieler wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen scharf kritisiert. Diese "vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert", sagte Kubicki. Er wies insbesondere auf den Reproduktionszahl hin, die nach RKI-Angaben bundesweit von 0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Während Ministerpräsident Markus Söder für Bayern, das Land mit den meisten Infektionen, einen R-Wert von 0,57 verkünde, melde das RKI bundesweit einen Wert von 1, sagte Kubicki. "Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten."

Dass Wieler auf einen Methodenwechsel bei der Berechnung des Wertes und nunmehr auf seine abnehmende relative Bedeutung hinweise, sei erstaunlich. "Es trägt nicht dazu bei, die täglichen Wasserstandsmeldungen des Instituts noch für seriös zu halten." Hinzu komme, dass die vom Helmholtz-Zentrum und der TU Ilmenau ermittelten Werte deutlich von den Schätzungen des RKI abwichen, sagte Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist."Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der R-Wert des RKI steigt ausgerechnet zur Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten, bei der vor weiteren Lockerungen gewarnt werden soll."

28.4.2020 • 14:43 Uhr

Gottesdienste auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder erlaubt

In den Kirchen, Synagogen und Moscheen in Mecklenburg-Vorpommern können vom 4. Mai an wieder Gottesdienste abgehalten werden. Pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche dürfe eine Person am Gottesdienst teilnehmen, teilte Landesjustizministerin Katy Hoffmeister mit. Der Mindestabstand von 1,50 Meter müsse eingehalten werden. Außerdem müssten Teilnehmerlisten geführt werden, um im Fall einer Corona-Infektion die Kette nachvollziehen zu können.

28.4.2020 • 14:41 Uhr

Lockerungspläne im Saarland

Im Saarland sollen ab dem 4. Mai zwar Kontaktbeschränkungen bestehen bleiben. "Allerdings wird es künftig kein Verbot zum Verlassen der Wohnung mit Erlaubnisvorbehalt geben, sondern das Verlassen der Wohnung wird grundsätzlich erlaubt sein", teilt die Regierung mit. Künftig würden dann Einzelverbote für Handlungen ausgesprochen, sofern dies aus Hygiene- und Pandemie-Gründen erforderlich sei.

28.4.2020 • 14:38 Uhr

Online-Befragung in 18.000 Pflegeeinrichtungen

Ein Forschungsteam der Universität Bremen will herausfinden, vor welchen Herausforderungen Pflegeeinrichtungen angesichts der Corona-Pandemie stehen. Per E-Mail werden mehr als die Hälfte aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland kontaktiert, insgesamt 18.000, wie die Universität mitteilte. Ziel seien Handlungsvorschläge für die Landes- und die Bundespolitik. Die Forscher wollen ermitteln, an welchen personellen und materiellen Ressourcen es mangelt und welche Änderungen der Rahmenbedingungen sich entlastend auf die Pflegeeinrichtungen auswirken könnten.

28.4.2020 • 14:30 Uhr

Berlin zieht nach - Maskenpflicht nun bundesweit

Wie schon in Bussen und Bahnen gilt nun auch im Einzelhandel bundesweit eine Maskenpflicht. Berlin führt sie als letztes Bundesland ein, wie der Senat nach Medieninformationen beschloss.

28.4.2020 • 14:19 Uhr

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Bayern verlängert die geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett in München entschieden. Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste von maximal einer Stunde und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

Zudem wurde vereinbart, dass der grundsätzliche Mindestabstand im Freien 1,5 Meter zu betragen habe, in Gebäuden zwei Meter. Jeder Teilnehmer habe die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Davon ausgenommen sei, wer liturgische Texte spreche oder predige. Kirchen und Glaubensgemeinschaften seien zudem angehalten, Infektionsschutzkonzepte zu erstellen.

28.4.2020 • 14:17 Uhr

Lockerungen? Am 6. Mai wird geguckt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält trotz der wieder gestiegenen Reproduktionsrate am Kurs vorsichtiger Lockerungen fest. "Das ist ein wichtiger Faktor, aber auch die absolute Zahl ist wichtig", sagte er mit Blick auf die Reproduktionsrate und andererseits die Gesamtzahl der Erkrankten. "Wir haben eine absolute Zahl erreicht, mit der wir besser umgehen können."

In der kommenden Woche wollten Bund und Länder über Lockerungen für die Gastronomie und den Tourismus beraten. "Der 6. Mai ist jetzt das Datum, an dem wir gucken, ob und welchen Schritt wir gehen können."

28.4.2020 • 14:05 Uhr

Kultusminister: Schüler sollen tageweise zur Schule

Keine rasche Rückkehr zur Normalität im Schulbetrieb: "Es wird vor den Sommerferien kein reguläres Unterrichtsgeschehen mehr stattfinden können", sagt die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig. Es sei von den Landesministern aber vereinbart worden, dass alle Schüler "wochen- oder tageweise" vor den Sommerferien in die Schulen zurückkommen und dort Präsenzunterricht erhalten sollten. Am Donnerstag wollen Bund und Länder über das KMK-Konzept beraten.

28.4.2020 • 13:47 Uhr

Seniorenverbände fordern Ende von Besuchsverboten in Pflegeheimen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen hat an Bund und Länder appelliert, die Besuchs- und Ausgehverbote für Menschen in Pflegeeinrichtungen zu beenden. "Viele Menschen in Pflegeeinrichtungen leiden massiv unter der erzwungenen Einsamkeit", erklärte Franz Müntefering, der Vorsitzende des Dachverbands von 120 Seniorenverbänden. Die Seniorenverbände kritisierten, die seit sechs Wochen geltenden Besuchs- und Ausgehverbote seien mit Abstand der schwerste Eingriff in die Grundrechte in der aktuellen Corona-Situation. Ein gewisses Maß an persönlichen Kontakten zu den nächsten Angehörigen und Mitbewohnern müsse gewährleistet werden.

28.4.2020 • 13:45 Uhr

Mallorca vor ungewisser Tourismussaison

Die Balearen sind stark vom Tourismus abhängig. Durch Corona könnte ein Drittel der Jobs wegbrechen. Die letzte Hoffnung für den Sommer liegt auf Gästen aus dem eigenen Land.

28.4.2020 • 13:15 Uhr

"Mit dem Green Deal aus der Krise ein Chance machen"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dafür geworben, in der Corona-Krise an den Klima- und Umweltplänen der EU festzuhalten. "Wenn wir den europäischen Green Deal als Kompass nutzen, können wir aus der Krise dieser Pandemie eine Chance machen", sagte die Politikerin in einer Videobotschaft. "Unsere Chance, unsere Volkswirtschaften anders zu gestalten und sie widerstandsfähiger zu machen. Und wir können unseren Kindern diese Welt als einen besseren Ort übergeben."

Am Montag und Dienstag berieten Minister aus rund 30 Ländern unter Leitung der Bundesregierung darüber, wie sich die Wiederbelebung der Wirtschaft in der Krise und Klimaschutz zusammenbringen lassen. Der jährliche Petersberger Klimadialog fand erstmals als Videokonferenz statt.

28.4.2020 • 13:07 Uhr

Altmaier will Beteiligungen im Gesundheitssektor stärker prüfen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will in der Corona-Krise die Kontrolle ausländischer Investitionen im Gesundheitssektor verschärfen. So soll die Übernahme deutscher Firmen in strategisch wichtigen Bereichen erschwert werden. Dabei geht es um Unternehmen, die etwa Impfstoffe, Medikamente, Schutzausrüstung oder ähnliches entwickeln beziehungsweise produzieren. Hier soll es künftig ab Beteiligungen von zehn Prozent durch Investoren außerhalb der EU Prüfungsmöglichkeiten des Staates geben.

"Wir müssen von kritischen Unternehmenskäufen aus Drittstaaten im Gesundheitssektor rechtzeitig erfahren und diese prüfen können", begründete Altmaier die Änderung. Es gehe nicht darum, den offenen Investitionsstandort Deutschland in Frage zu stellen. Aber die Bundesregierung müsse genauer hinschauen können. "Denn so können wir verhindern, dass medizinisches Know-how und Produktionskapazitäten, die für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung essenziell sind, ins Ausland abfließen."

28.4.2020 • 13:00 Uhr

Schweigeminute für gestorbene Ärzte und Pfleger in Großbritannien

Mit einer Schweigeminute haben Briten der etwa 100 Ärzte und Pfleger gedacht, die an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind.

In Großbritannien mangelt es beim Kampf gegen die Pandemie an Schutzausrüstungen. Ärzte und Pfleger kritisieren, dass sie sich nicht ausreichend vor dem Coronavirus schützen könnten, da es an Masken und geeigneten Kitteln fehle. Die Regierung kündigte an, die Familien der an Covid-19 gestorbenen Ärzte und Pfleger mit je 60.000 Pfund (knapp 69.000 Euro) zu unterstützen.

28.4.2020 • 12:55 Uhr

Kretschmann: Länder wollen die 800-qm-Grenze gemeinsam regeln

Die Bundesländer streben nach Angaben von Baden-Württembergs Winfried Kretschmann eine gemeinsame Regelung für die umstrittene 800-Quadratmeter-Grenze für die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften an. Die in dieser Woche geplante Ministerpräsidenten-Konferenz werde sich mit Konsequenzen aus den jüngsten Gerichtsurteilen befassen. "Ob wir weitere Arrondierungen machen, das besprechen wir jetzt am Donnerstag", sagt Kretschmann nach einer Sitzung der Landesregierung.

28.4.2020 • 12:32 Uhr

Apotheken trotzen Corona

Frühe und umfassende Schutzmaßnahmen der Apotheken wie Plexiglas, Abstandsregeln, Desinfektion und Zugangsbeschränkungen haben offenbar funktioniert. Bundesweit mussten bislang nur 30 der etwa 19.000 Apotheken wegen Corona-Infektionen oder Verdachtsfällen unter den Beschäftigten zeitweise schließen. Damit blieben 99,8 Prozent aller Apotheken geöffnet. Das ergab eine Umfrage von NDR Info unter den 17 Landesapothekerkammern.

28.4.2020 • 12:22 Uhr

Massentest in Hochhäusern: Fünf Bewohner mit Coronavirus infiziert

Fünf Bewohner des abgeriegelten Hochhauskomplexes im nordrhein-westfälischen Grevenbroich sind mit dem Coronavirus infiziert. Alle anderen Ergebnisse der insgesamt 377 getesteten Bewohner seien negativ, teilte der Rhein-Kreis Neuss mit. Den Bewohnern waren am Sonntag in einem aufwendigen Verfahren Proben für die Tests entnommen worden. Seitdem durften sie das Gelände nicht verlassen.

Der Massentest war notwendig geworden, weil laut Behörden infizierte Bewohner die Quarantäne nicht eingehalten hatten. Der Kreis erklärte, bei den positiv Getesteten handele es sich um eine alleinstehende Person sowie vier weitere Infizierte aus drei Familien. Voraussichtlich kann im Laufe des Tages die Quarantäne für die anderen Hausbewohner aufgehoben werden.

28.4.2020 • 12:19 Uhr

Türkei liefert Schutzausrüstung in die USA

Die Türkei unterstützt die USA bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie mit medizinischer Schutzausrüstung. Ein türkisches Militärflugzeug bringt 500.000 chirurgische Masken, 4000 Schutzanzüge, Desinfektionsmittel und Schutzbrillen in die Vereinigten Staaten. Die Türkei liefere die Hilfsgüter auf Ersuchen des NATO-Verbündeten, teilen die Behörden mit. Die US-Botschaft sprach von einer "großzügigen Spende", die zeige, dass die Beziehung zwischen den USA und der Türkei stark sei.

Zuletzt waren die Beziehungen allerdings belastet etwa durch Streitigkeiten über den türkischen Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems, die US-Sanktionen gegen den Iran und den Syrien-Konflikt.

28.4.2020 • 12:03 Uhr

Kurzarbeit für mehr als die Hälfte deutscher Firmen

Knapp 55 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben bereits Kurzarbeit angemeldet, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mitteilt. Dies hätten gut acht von zehn Firmen getan, die von der Pandemie stark betroffen seien. Allerdings hätten auch 29 Prozent der Firmen Kurzarbeit eingesetzt, denen die Coronavirus-Krise "bislang nicht oder nur wenig zusetzt - ein Indiz dafür, dass die Firmen vorbereitet sein wollen, wenn die wirtschaftliche Lage sich zuspitzt".

Von den Firmen, die Kurzarbeit in Anspruch nehmen, zahlen demnach 32 Prozent einen freiwilligen Zuschuss und sechs Prozent einen tariflich oder betrieblich vereinbarten Zuschuss.

28.4.2020 • 11:54 Uhr

In Spanien sinkt Zahl der Neuinfektionen

Das spanische Gesundheitsministerium hat aktuell einen Anstieg bei den Ansteckungen um 1308 auf insgesamt 210.773 gemeldet. Am Vortag waren es noch 1831. Die Zahl der Todesfälle legte um 301 auf 23.822 zu und damit ebenfalls etwas langsamer als am Vortag, als 331 Verstorbene gemeldet worden waren. Die Zahlen liegen zudem deutlich unter den Höchstwerten von Anfang April, als zeitweise mehr als 900 Todesfälle täglich gemeldet wurden.

28.4.2020 • 11:04 Uhr

RKI: Weiter an Regeln halten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat davor gewarnt, sich bei der Beurteilung der Dynamik der Corona-Pandemie allein auf die Reproduktionszahl zu konzentrieren. Sie sei ein "wichtiger Faktor", aber "nur eine Messzahl unter vielen", betonte RKI-Präsident Lothar Wieler. Es sei "nicht hilfreich, wenn auch in der Öffentlichkeit immer nur auf einen Faktor bezogen wird". Wichtig seien etwa auch die Neuinfektionen.

28.4.2020 • 10:57 Uhr

Viele Deutsche melden sich als Opfer im Tirol-Ermittlungsverfahren

Mehr als 250 deutsche Urlauber haben sich einem Ermittlungsverfahren zur Ausbreitung des Coronavirus in Tirol angeschlossen. "Bislang haben 285 Personen aus mehreren Ländern erklärt, sich als Opfer dem Verfahren anzuschließen - etwa 90 Prozent davon kommen aus Deutschland", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr "Focus Online". Die Behörde ermittelt derzeit wegen "Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten".

Das österreichische Bundesland Tirol war in den vergangenen Wochen als eine Keimzelle des Coronavirus in die Schlagzeilen geraten. Vor allem im Wintersportort Ischgl sollen sich viele Menschen aus verschiedenen Ländern mit dem Virus infiziert haben. Dem Land und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein.

28.4.2020 • 10:45 Uhr

SAP und Telekom arbeiten an Corona-App

SAP und Deutsche Telekom springen der Bundesregierung bei der Entwicklung einer Corona-App zur Seite. "Ja, wir sind zusammen mit der Telekom an Bord", sagte ein Sprecher des Walldorfer Softwarekonzerns der Nachrichtenagentur Reuters. Die Telekom teilte mit, von der Bundesregierung gefragt worden zu sein, das Projekt zur Entwicklung einer App zur Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten zu unterstützen. Auch die Bundesregierung bestätigte, beide Unternehmen zur Erarbeitung der App ins Boot geholt zu haben.

Zuvor hatte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber den dezentralen Ansatz bei der geplanten App gelobt. Dieses Modell sei "aus Datenschutzgründen das bessere", sagte er im ARD-Morgenmagazin.

Kanzleramtsminister Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatten am Sonntag mitgeteilt, dass die App die benötigten Daten nur auf den Mobilgeräten der Teilnehmer speichern soll. Damit wurden frühere Überlegungen Spahns zu einer zentralen Datenspeicherung verworfen, die viel Kritik ausgelöst hatten.

28.4.2020 • 10:35 Uhr

Bundesregierung sagt Tag der offenen Tür ab

Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Die Veranstaltung war für das Wochenende 15. und 16. August geplant gewesen - jedoch sind wegen der Pandemie Großveranstaltungen noch bis 31. August verboten. Der Kampf gegen das Coronavirus habe "unvermeidbare Auswirkungen auch auf die Veranstaltungsplanung der Bundesregierung", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert dazu.

28.4.2020 • 10:26 Uhr

Bahn verlängert Kulanzregelung

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, teilte die Bahn der Deutschen Presseagentur mit. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt.

Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun außerdem: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen - sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.

28.4.2020 • 10:23 Uhr

Hygiene-Experte für Öffnung von Kitas und Grundschulen

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene fordert eine sofortige Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen. "Unter einem Schutzschild sollte es unbedingt wieder losgehen, um die teils untragbaren Situationen für unzählige Familien zu beenden", sagte Vorstandssprecher Peter Walger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Datenlage rechtfertige eine schrittweise Wiederöffnung von Kitabetreuung und Beschulung, sagte der Infektiologe und Intensivmediziner weiter.

Er verwies auf Erkenntnisse aus China, Modellierungen aus London sowie auf die Vorveröffentlichung einer Studie von Schweizer Forschern. "Die pauschalen Warnungen, Kita- und Schulöffnungen würden zu einem Hochschnellen der Infektionszahlen führen, sind definitiv übertrieben", sagte Walger. "Das würde nur dann passieren, wenn die Übertragungsrisiken unbeeinflusst blieben." Wo Testung und Maskenschutz gewährleistet seien, solle "ab sofort" wieder geöffnet werden.

28.4.2020 • 09:48 Uhr

Hausärzte protestieren gegen Mangel an Ausrüstung

Mit einer ungewöhnlichen Aktion fordern Hausärzte mehr Unterstützung bei der Beschaffung von Schutzausrüstung: Sie lassen sich nackt in ihren Praxen fotografieren und posten die Bilder unter dem Stichwort #blankebedenken auf der gleichnamige Homepage sowie in sozialen Netzwerken.

Dazu schreiben sie: "Wir sind Ihre Hausärztinnen und Hausärzte. Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir und unser Team Schutzausrüstung. Wenn uns das Wenige,  was wir haben,  ausgeht, dann sehen wir so aus."

28.4.2020 • 09:16 Uhr

Ifo-Institut: Beschäftigungsbarometer auf historischem Tief

Dem deutschen Arbeitsmarkt droht in der Corona-Krise nach Einschätzung des Ifo-Instituts nach der Kurzarbeit auch ein Stellenabbau. "Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor", fasste das Münchener Forschungsinstitut das Ergebnis einer Umfrage zusammen.

Das anhand der Erhebung ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer sei im April auf ein Rekordtief von 86,3 Punkten abgestürzt, von 93,4 Punkten im März. "Die Arbeitslosigkeit in Deutschland werde steigen", schlussfolgern die Wirtschaftsforscher. Die Entwicklung dürfte alle Bereiche der deutschen Wirtschaft betreffen. Demnach sollte es auch im Dienstleistungssektor erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 wieder zu Entlassungen kommen.

Insgesamt sei die deutsche Wirtschaftsleistung während der Corona-Schließungen um 16 Prozent eingebrochen. "Damit dürfte das Bruttoinlandsprodukt bereits im ersten Vierteljahr um 1,9 Prozent gesunken sein und dann im zweiten um 12,2 Prozent einbrechen", sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen. "Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um kalenderbereinigt 6,6 Prozent schrumpfen."

28.4.2020 • 09:11 Uhr

Verwirrung über Lufthansa-Rettungspaket

Die Verhandlungen über ein milliardenschweres Rettungspaket für die Lufthansa in der Coronavirus-Krise sind Insidern zufolge doch noch nicht abgeschlossen. "Es gibt keine Einigung", hieß es in Unternehmens- und Regierungskreisen übereinstimmend.

Zuvor hatte das Online-Magazin "Business Insider" berichtet, der Bund wolle sich mit rund neun Milliarden Euro an dem Konzern beteiligen und solle dafür eine Sperrminorität sowie ein oder zwei Aufsichtsratsmandate erhalten.

28.4.2020 • 08:56 Uhr

DIHK schlägt Apps zur Regelung von Besucherströmen vor

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert eine verstärkte Digitalisierung im Kampf gegen die Corona-Krise. "Digitale Lösungen helfen, im Alltag Abstand zu halten, ohne zu Hause bleiben zu müssen", zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus einem Konzeptpapier, das der DIHK am Wochenende an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Spitzen der Koalitionsparteien übermittelt hat.

Demnach schlägt der DIHK unter anderem vor, den Zugang zu Fußgängerzonen, Geschäften und Hotels über Tickets zu begrenzen, die über eine App ausgegeben werden könnten. Ein solches System könne auch bei der Wiederöffnung von Restaurants und Cafés helfen. Zudem könnten mit Echtzeit-Positionsdaten laut DIHK Personenströme entzerrt werden. Wenn die Personendichte zum Beispiel in Bus oder Bahn schon sehr hoch ist, könnten Smartphone-Nutzer per Push-Benachrichtigung gewarnt werden.

28.4.2020 • 08:51 Uhr

Österreich öffnet im Mai Hotels und Lokale

Österreich hebt ab Mai die strengen Ausgangsbeschränkungen auf. Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, müssen aber einen Mindestabstand von einem Meter einhalten, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Darüber hinaus sind ab Mai wieder Versammlungen von bis zu zehn Personen erlaubt. Auch Demonstrationen sollen unter bestimmten Voraussetzungen dann wieder möglich sein. Die Maßnahmen gelten vorerst bis Ende Juni.

Ab dem 29. Mai dürfen zudem die Hotels wieder öffnen. Ab dem 15. Mai sogar auch Lokale - unter Einhaltung von Regeln.

Seit Mitte März war es den Österreichern nur bei triftigem Grund erlaubt, das Haus zu verlassen. Dazu gehörten unbedingt nötige Besorgungen. Allerdings war Bewegung im Freien - Spaziergänge und zum Beispiel auch Radfahren - von Anfang an ebenfalls gestattet. Die Ausgangsbeschränkungen waren bis Ende April befristet und laufen nun am 30. April aus.

28.4.2020 • 08:41 Uhr

Altmaier denkt über Rettungsschirm für Gastronomie und Hotellerie nach

Die Bundesregierung ist nach Aussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier darauf vorbereitet, Gastronomen und Hoteliers zu helfen. "Wir wollen, dass alle Geschäfte und Gaststätten öffnen können", sagte er im ARD-Morgenmagazin. Dafür brauche man aber vernünftige Konzepte, über die man eventuell bereits noch in dieser Woche in der Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten werde.

Gleichzeitig warnte der Wirtschaftsminister aber vor voreiligen Schritten. "Jetzt, wo die Ansteckungsrate wieder gestiegen ist, müssen wir sehr vorsichtig vorgehen, damit wir die Lockerungen nicht wieder zurücknehmen müssen", sagte er. Für den Fall, dass Gaststätten und Hotels nicht in absehbarer Zeit öffnen können, schloss Altmaier ein Hilfspaket für diese Branchen nicht aus. "Sollte es wider Erwarten noch länger dauern, bis eine volle Öffnung möglich ist, brauchen wir so etwas wie einen Rettungsfonds auch für die Gastronomie."

28.4.2020 • 08:06 Uhr

Giffey fordert Kita-Öffnung vor August

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringt auf eine breitere Öffnung von Kitas noch vor dem Hochsommer. Es gehe um das Kindeswohl und den Kinderschutz. "Und deswegen bin ich der Meinung, dass wir wirklich konsequent überlegen sollten, und das ist auch das, was wir mit den Ländern besprochen haben, wie wir zu weiteren Schritten von mehr Normalität kommen können, und nicht erst am 1. August", sagt sie im Deutschlandfunk. "Das ist ein zu langer Zeitraum für das Kindeswohl und für die Frage, wie können Eltern das managen." Da müsse es schnellere Schritte geben. Konkrete Daten könne sie noch nicht nennen. Aber es sei wichtig, dass alle sich bemühen, "möglichst zügig auch flexible Lösungen zu finden".

28.4.2020 • 08:03 Uhr

Brasilien entwickelt sich zum Corona-Hotspot

Kein Land in Lateinamerika ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als Brasilien: Mittlerweile hat das größte Land der Region mehr als 66.000 Infizierte registriert, 4205 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bereits gestorben. Dies geht aus den jüngsten Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums in Brasilia hervor. Die Dunkelziffer ist nach Schätzung von Wissenschaftlern weitaus höher: Demnach könnten bereits mehr als eine Million Brasilianer infiziert sein.

Krankenhäuser sind überlastet und es gibt Anzeichen dafür, dass Opfer nun vermehrt zuhause sterben. In Rio de Janeiro gab es keine Intensivbetten in öffentlichen Hospitälern mehr. In der Amazonas-Metropole Manaus wurde ein Kühlcontainer vor einem großen Hospital aufgestellt, um die Leichen zu lagern. Massengräber wurden ausgehoben.

28.4.2020 • 07:57 Uhr

Absage der Olympischen Spiele denkbar

Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf Sommer 2021 verschobenen Olympischen Spiele sollen nach Veranstalterangaben im Fall einer dann weiter andauernden Pandemie abgesagt werden. Die Spiele könnten nicht über 2021 hinaus verschoben werden, sagte Japans Chef-Organisator Yoshiro Mori der Zeitung "Nikkan Sports". "In dem Fall werden sie abgesagt."

28.4.2020 • 07:52 Uhr

Offenbar steht das Lufthansa-Rettungspaket

Die Lufthansa und die Bundesregierung haben sich einem Medienbericht zufolge auf einen Rettungsplan geeinigt. Der Bund beteilige sich mit rund neun Milliarden Euro an dem durch die Corona-Krise schwer gebeutelten Konzern, berichtete das digitale Wirtschaftsmagazin "Business Insider" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dafür erhalte der Staat eine Sperrminorität und ein bis zwei Aufsichtsratsmandate.

Laut dem Bericht soll der Deal heute noch besiegelt werden. Lufthansa lehnte einen Kommentar ab.

28.4.2020 • 07:10 Uhr

Delfine zeigen sich wieder im Bosporus

Wegen des Coronavirus herrschen in vielen türkischen Städten Ausgangssperren. Dadurch gibt es in Küstennähe weniger Autolärm, auch der Fährverkehr am Bosporus ist eingeschränkt. Ein Paradies für Delfine: Ihr Lebensraum hat sich wieder vergrößert.

28.4.2020 • 06:59 Uhr

UN: 90 Milliarden Dollar zum Schutz der Ärmsten

Nach Angaben der Vereinten Nationen könnten mit 90 Milliarden US-Dollar 700 Millionen Menschen aus den ärmsten Ländern der Welt während der Corona-Pandemie geschützt werden. Dies sei nur ein Prozent der acht Billionen Dollar umfassenden Wirtschaftspakete, die die 20 reichsten Länder der Welt wegen der Corona-Pandemie verabschiedet haben, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock. Damit könnte den Menschen aber Nahrung, Gesundheitsversorgung und eine Einkommensunterstützung gegeben werden.

Die meisten Experten stimmten darüber überein, dass die Coronavirus-Pandemie in den ärmsten Teilen der Welt noch nicht den Höhepunkt erreicht habe, so Lowcock. Wahrscheinlich sei ein Höhepunkt in den nächsten drei bis sechs Monaten. Etwa 700 Millionen Menschen - zehn Prozent der Weltbevölkerung - gehören Lowcock zufolge zu den Gefährdetsten. Sie lebten in 30 bis 40 Ländern, die bereits humanitäre Hilfe erhalten. Durch die Ausbreitung des Virus erwartete Lowcock einen großen Einkommenseinbruch.

28.4.2020 • 06:48 Uhr

1144 Neuinfektionen in Deutschland, Reproduktionszahl leicht gestiegen

In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 156.337 gestiegen. Es sind 1144 Fälle mehr registriert worden als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legte um 163 auf 5913 zu. Rund 117.400 Menschen sind nach Schätzungen wieder genesen.

Bereits gestern hatte das RKI mitgeteilt, dass die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus wieder leicht gestiegen ist. Die sogenannte Reproduktionszahl liege nun bei 1,0. Das heißt, dass jeder Infizierte statistisch gesehen nunmehr einen anderen Menschen ansteckt. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3, in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite.

Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse diese Reproduktionszahl unter 1 liegen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen deutlich gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl erhebliche Folgen haben können.

28.4.2020 • 05:53 Uhr

Boeing: Flugzeugbranche wird Jahre zur Erholung brauchen

Die Luftfahrtbranche wird nach der Corona-Pandemie dem US-Flugzeugbauer Boeing zufolge mehrere Jahre brauchen, um sich zu erholen. "Wir sind in einer unvorhersehbaren und sich schnell veränderten Umgebung, und es ist schwierig, einzuschätzen, wann die Situation sich stabilisieren wird", sagte Boeing-Chef David Calhoun Aktionären per Videoschalte. Wenn es soweit sei, "wird der kommerzielle Markt kleiner und die Bedürfnisse der Kunden anders sein".

28.4.2020 • 05:28 Uhr

Trump lässt Entschädigungsforderungen an China wegen Virus prüfen

US-Präsident Donald Trump will möglicherweise Entschädigungen von China für die Corona-Pandemie einfordern. Seine Regierung prüfe derzeit, wie Peking für die Verbreitung des Coronavirus "zur Rechenschaft gezogen" werden könne, so Trump. Er äußerte sich nicht dazu, welche Entschädigungssumme seine Regierung verlangen könnte. Es handle sich um eine "sehr substanzielle" Summe, sagte Trump lediglich.

28.4.2020 • 04:55 Uhr

Zwei Drittel der Deutschen wollen sich an Schutzmasken-Pflicht halten

Zwei Drittel der Deutschen wollen sich an die seit Montag in fast allen Bundesländern geltende Schutzmaskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr halten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 67 Prozent, dass sie sich vollständig an die Regeln zur Abdeckung von Mund und Nase halten wollen, um sich gegen das Coronavirus zu schützen.

15 Prozent wollen dies nur teilweise tun, vier Prozent wollen die Maskenpflicht boykottieren. Weitere sieben Prozent gaben an, dass sie keine Möglichkeit haben, sich an die Pflicht zu halten - etwa weil sie sich keine Maske kaufen oder selbst anfertigen könnten. Allerdings reicht ein einfaches Tuch oder ein Schal als Schutz aus.

28.4.2020 • 04:48 Uhr

Wo ist Seehofer?

Vertreter von FDP und Grünen vermissen in der Corona-Krise öffentliche Stellungnahmen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Es sei im Innenausschuss ein Thema, "dass man den Minister derzeit schlicht nicht wahrnimmt", sagte der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Lage sei "innenpolitisch mega ernst, und das Bundesinnenministerium ist einfach nicht auf dem Platz". Der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle sagte den Funke-Zeitungen, während sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor jede Kamera stelle, sei Seehofer seit Wochen abgetaucht.

28.4.2020 • 04:20 Uhr

Ferienhausverband: Ohne Sommersaison ist für viele Anbieter Schluss

Nach Aussagen aus der Politik, dass Sommerurlaub in gemieteten Ferienwohnungen und -häusern trotz der Corona-Pandemie durchaus möglich ist, hat der Deutsche Ferienhausverband ein Konzept gefordert. "Was es jetzt braucht, ist Planungssicherheit für Urlauber und Vermieter", sagte Geschäftsstellenleiterin Michelle Schwefel der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich warnte sie vor weitreichenden Folgen für die Branche, falls Reisebeschränkungen länger bestehen blieben. "Wenn die Sommersaison ausfällt, ist für viele Anbieter Schluss mit der Vermietung. Dann wird es Ferienhausurlaub, wie wir ihn kennen, nicht mehr geben", betonte Schwefel.

28.4.2020 • 03:40 Uhr

Kaliforniens Gouverneur warnt vor Gedränge an Stränden

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat an die Bürger des US-Bundesstaates appelliert, Gedränge an den Stränden künftig zu unterlassen. "Das Virus macht am Wochenende keine Pause", sagte Newsom am Montag in einer Online-Pressekonferenz. Alarmiert hat den Gouverneur der Andrang an einigen Stränden bei sonnigem Wetter am vergangenen Wochenende. In den südkalifornischen Bezirken Orange und Ventura waren am Sonntag bei Temperaturen von über 30 Grad zahlreiche Menschen an die Strände geströmt. Die dortigen Strände sind im Gegensatz zu jenen im benachbarten Los Angeles nicht geschlossen.

Der Huntington Beach bei Los Angeles am Sonntag - komplett überfüllt, Corona zum Trotz. | AFP

Der Huntington Beach südlich von Los Angeles am Sonntag - komplett überfüllt, Corona zum Trotz. Bild: AFP

28.4.2020 • 03:31 Uhr

Deutscher Einzelhandel erwartet bis zu 50.000 Insolvenzen

Der deutsche Einzelhandel erwartet wegen der Corona-Krise bis zu 50.000 Insolvenzen in der Branche. Während der vierwöchigen Schließungen von Geschäften aus dem Nicht-Lebensmittel-Bereich habe die Branche bereits rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren, der auch nicht wiederzubekommen sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies seien rund eine Milliarde Euro täglich gewesen.

Zudem sei seit der Wiedereröffnung vieler Geschäfte am Montag vergangener Woche der Kundenverkehr verhalten. Aktuell verliere der Handel täglich weiterhin "einen hohen dreistelligen Millionenbetrag", konstatierte Genth.

28.4.2020 • 03:31 Uhr

Mehr als drei Millionen Infektionen weltweit

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist weltweit auf über drei Millionen gestiegen. Rund 80 Prozent der Fälle entfallen auf Europa und die USA. Die Zahl der Todesfälle weltweit stieg auf mehr als 210.000. Europa ist mit etwa 1,4 Millionen Infektionsfällen und mehr als 126.000 Todesfällen immer noch der am stärksten betroffene Kontinent. In den USA breitet sich das Coronavirus am schnellsten aus. Dort wurden bislang mehr als 987.000 Infektions- und knapp 56.000 Todesfälle gemeldet.