In einem Büro hängen Masken an einem Aktenschrank. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Maskenpflicht in Berliner Büros ++

Stand: 29.09.2020 23:15 Uhr

Berlin geht mit seinen Corona-Regeln über die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels hinaus. Frankreich und Großbritannien melden hohe Zahlen von Neuinfizierten. Der Virologe Drosten ist dafür, dass Schulen im Herbst und Winter möglichst offen bleiben. Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Drosten: "Es reicht, einzelne Klassen zu schließen"
  • UN fordert mehr Geld für IWF für den Kampf gegen Virus
  • 8051 neue Fälle in Frankreich / 7143 neue Fälle in Großbritannien
  • Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränkt
  • EU-Länder tauschen Daten der Corona-Warn-Apps aus
23:07 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit beenden wir unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

23:15 Uhr

Disney entlässt 28.000 Mitarbeiter

Der Disney-Konzern will in seiner Freizeitpark-Sparte rund 28.000 Mitarbeiter entlassen. Grund sind die stark gesunkenen Besucherzahlen wegen der Pandemie. Fast alle Parks sind inzwischen wieder geöffnet. Etwa zwei Drittel der betroffenen Mitarbeiter seien Teilzeitkräfte, teilte das Unternehmen mit.

22:56 Uhr

CureVac startet nächste Phase der Impfstudie

Das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac hat den nächsten Schritt bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten CVnCoV bekannt gegeben. Der erste Teilnehmer an einer klinischen Phase-2a-Studie sei geimpft worden, heißt es in einer Pflichtmitteilung. Die Studie werde in Peru und Panama vorgenommen - mit insgesamt 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten würden im vierten Quartal erwartet.

22:44 Uhr

Italienische Wirtschaft leidet stärker unter Pandemie

Die von der Pandemie schwer getroffene italienische Wirtschaft wird nach offizieller Schätzung stärker schrumpfen als bislang erwartet. Die Regierung geht nun von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um neun Prozent aus, wie das Finanzministerium mitteilte. Zuvor hatte die Prognose bei einem Minus von acht Prozent gelegen. Das Staatsdefizit werde mit 10,8 Prozent allerdings kleiner ausfallen als bislang erwartet (11,9 Prozent).

22:10 Uhr

Pharmakonzern GlaxoSmithKline glaubt an Impfstoff im kommenden Jahr

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline zeigt sich zuversichtlich, dass 2021 ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. "Ich teile den Optimismus, dass wir im nächsten Jahr eine Lösung haben werden", sagte GlaxoSmithKline-Chefin Emma Walmsley. Der Konzern entwickelt einen Impfstoff zusammen mit seinem französischen Partner Sanofi. Im Fall von positiven Ergebnissen bei einer klinischen Studie war zuletzt ein Zulassungsantrag im ersten Halbjahr 2021 geplant.

21:41 Uhr

Berlin beschließt Maskenpflicht im Büro

Berlin geht mit seinen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie über die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels hinaus. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller kündigte nach einer Sondersitzung des Senats an, dass vom kommenden Samstag an Höchstgrenzen für private Zusammenkünfte wie etwa Partys gelten. Dazu komme eine Maskenpflicht in Büros und in Verwaltungsgebäuden.

Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz sollen Höchstgrenzen erst gelten, wenn die Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 in sieben Tagen - 35 erreicht. Dieser Wert liegt in Berlin derzeit unter 30. Der Senat beschloss jedoch, bereits jetzt die Einschränkungen in Kraft zu setzen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sagte, es gelte nun für private Feiern in Räumen eine Höchstgrenze von 25 Teilnehmer, für "draußen" von 50. "Wir sehen, dass sich die Leute in Parks überall in Gruppen zusammentun und dort die Abstände teilweise nicht mehr einhalten. Deswegen ziehen wir jetzt eine ganz ganz klare Grenze bei diesen privaten Feierlichkeiten." Sollte die Inzidenz auf 50 steigen, dürften an Partys im Innenraum nur noch zehn Personen teilnehmen, unter freiem Himmel 25.

Die neuen Regeln für Büros und Verwaltungsgebäude sehen vor, dass eine Maske tragen muss, wer sich in den Gebäuden bewegt. An einem festen Platz, also dem eigenen Schreibtisch, könne die Maske abgenommen werden, sagte die Senatorin.

21:35 Uhr

Branchenverband: Rückgang im Luftverkehr um 66 Prozent

Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) hat ihre Prognose zum Luft-Verkehrsaufkommen 2020 nach unten korrigiert. Das Verkehrsaufkommen werde dieses Jahr 66 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen. Grund sei das "düstere Ende der Sommerreisesaison" wegen Reisebeschränkungen in einigen Ländern, erklärte der Verband. Bisher hatte er mit einem Rückgang von 63 Prozent gerechnet.

Laut IATA nahm der Luftverkehr im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 75 Prozent ab. Der Verband schätzt, dass der weltweite Luftverkehr nicht vor 2024 das Vorkrisenniveau erreichen wird.  

21:04 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich binnen 24 Stunden verdoppelt

Frankreich meldet 8051 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern hatte es 4070 neue Fälle gegeben. Die Zahl der Todesfälle sei um 85 auf insgesamt 31.893 gestiegen, berichten die Behörden.

20:15 Uhr

Thiago mit dem Coronavirus infiziert

Der vom FC Bayern zum FC Liverpool gewechselte spanische Fußballprofi Thiago ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 29-Jährige hat sich umgehend in Quarantäne begeben, wie Liverpool, der Club des deutschen Trainers Jürgen Klopp, mitteilte. Beim 3:1 der Reds am Montagabend gegen den FC Arsenal hatte Thiago gefehlt. Der Spanier habe "leichte Symptome" gezeigt, sei aber bei guter Gesundheit, teilte Liverpool mit.

18:45 Uhr

Drosten: " Es reicht, einzelne Klassen zu schließen."

Der Virologe Christian Drosten plädiert im Corona-Podcast dafür, dass Schulen über den Herbst und Winter möglichst offen gehalten werden. Aus seiner Sicht reicht es, einzelne Klassen zu schließen, wenn früh genug auf vereinzelte Corona-Fälle reagiert werde. "Ein Schulausbruch schaukelt sich über Wochen hoch. Da ist Zeit zum Reagieren."

Drosten geht es vor allem um den Schutz von Risikogruppen. Problematisch werde es, wenn die Schulkinder zu Hause die Eltern anstecken, also Erwachsene im mittleren Alter. Denn in dieser Altersgruppe gebe es Risikopatienten, die möglicherweise im Krankenhaus und auf den Intensivstationen landen. "Das müssen und können wir vermeiden, wenn wir die Schulsituation transparent im Auge behalten", betont Drosten. Er fordert daher mehr Daten zu der Rolle der Kinder im Infektionsgeschehen ein.

18:20 Uhr

UN fordert mehr Geld für IWF für den Kampf gegen Virus

UN-Generalsekretär Antonio Guterres fordert eine Aufstockung der Mittel für den Internationalen Währungsfonds, um stark von der Pandemie betroffenen Ländern besser zu helfen. Zudem tritt er dafür ein, die Aussetzung der Rückzahlung von Schulden für die 20 ärmsten Länder der Welt über das Jahresende hinaus zu verlängern und diese Maßnahme auf alle bedürftigen Entwicklungs- und Schwellenländer auszudehnen.

17:57 Uhr

Tausende Gläubige brechen Corona-Regeln am Jom Kippur-Feiertag

Trotz des Lockdowns in Israel versammelten sich Tausende Gläubige am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Dichtgedrängt und ohne Masken kamen sie in die Synagogen. Es gibt mehrere Gründe dafür, berichtet Benjamin Hammer.

17:50 Uhr

In New York starker Anstieg positiver Corona-Tests

In New York liegt die Zahl der positiven Corona-Tests laut Bürgermeister Bill de Blasio das erste Mal seit Monaten über drei Prozent. In den vergangenen sieben Tagen lag der Schnitt bei 1,38 Prozent. De Blasio kündigt Geldstrafen für Menschen an, die keine Maske tragen.

Passanten mit Mundschutz überqueren eine Straße in New York City. | dpa

New Yorks Bürgermeister kündigte Bußgelder für Masken-Verweigerer an. Bild: dpa

17:49 Uhr

7143 neue Fälle in Großbritannien

In Großbritannien sind heute zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 7000 neue Corona-Fälle gezählt worden. Insgesamt gab es 7142 Neuinfektionen, wie die zuständige Regierungsbehörde mitteilte. Zudem verdoppelte sich die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb einer Woche: Lag die Zahl der Todesfälle mit einer Corona-Infektion in der vergangenen Woche noch bei 37 Fällen an einem Tag, waren es am Dienstag 71 Todesfälle. Auch die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern stieg merklich an.

17:25 Uhr

Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränkt

Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten.

In privaten Räumen soll es demnach keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. In dem Beschluss heißt es, es werde dringend empfohlen, in privaten Räumen keine Feierlichkeit mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen.

17:06 Uhr

36 Bewohner in Pflegeheim in Niedersachsen sind infiziert

Erneut hat das Coronavirus in einer privat geführten Altenpflegeeinrichtung Bewohner und Pflegende infiziert. In dem "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf ist bisher bei 36 Bewohnern und zehn Pflegenden Covid-19 festgestellt worden, wie ein Sprecher des Landkreises Harburg bestätigte. Alle Bewohner und Pflegekräfte seien getestet worden. Lediglich "eine handvoll" Ergebnisse stünden noch aus.

Das Haus mit seinen 124 Einzelzimmern stehe unter strikter Quarantäne, sagte der Sprecher. Das Gesundheitsamt habe strenge Hygienemaßnahmen angeordnet. Die Senioren dürften ihre Zimmer derzeit nicht verlassen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Besuchern bleibe der Zutritt bis auf weiteres verwehrt. Der Sprecher betonte, dass die Versorgung der Bewohner sichergestellt sei.

17:04 Uhr

Großbritannien will Umschulungsprogramm für Erwachsene starten

Großbritannien erwartet wegen der Corona-Pandemie einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit - und will dieser mit einem Weiterbildungsprogramm für Erwachsene begegnen. "Während alte Formen der Arbeit wegfallen, eröffnen sich neue Möglichkeiten mit atemberaubender Geschwindigkeit", sagte Premierminister Boris Johnson bei der Ankündigung eines neuen Programms zur Umschulung und Weiterbildung von Erwachsenen. Die Pandemie habe den Trend zum Online-Shopping und zu neuen Formen der Kommunikation massiv beschleunigt.

17:02 Uhr

Nürnberger Spielwarenmesse auf Sommer 2021 verlegt

Die Nürnberger Spielwarenmesse, weltweit größter Treffpunkt der Branche, wird im kommenden Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt im Januar stattfinden. Das teilte die Spielwarenmesse eG als Veranstalterin in Nürnberg mit. Stattdessen soll die Messe im Sommer kommenden Jahres in Nürnberg abgehalten werden. Ein genauer Termin wurde zunächst nicht genannt. "

Eine kurzfristige Lösung des weltweiten Corona-Problems ist nicht gegeben. Die maßgeblich veränderten Rahmenbedingungen und die Sorge um die Gesundheit von allen Beteiligten lassen eine Durchführung und die gewohnte Qualität der Spielwarenmesse Ende Januar kaum gewährleisten", hieß es zur Begründung. Die Spielwarenmesse gilt als größte Fachmesse der Branche weltweit. Knapp 3000 Aussteller und Zehntausende Fachbesucher kamen dafür bisher jährlich nach Franken.

16:18 Uhr

Kretschmer will keine Verschärfung der Corona-Auflagen in Sachsen

Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) Verschärfungen der Auflagen in seinem Land eine Absage erteilt. "Das ist eine Diskussion, die kommt aus anderen Bundesländern", sagte Kretschmer im Mitteldeutschen Rundfunk. Dort seien Gesundheitsämter offensichtlich nicht mehr in der Lage, "die Erkrankungen nachzuvollziehen". Es sei "richtig, dass dort mit anderen Methoden gearbeitet werden muss", betonte Kretschmer. Er fügte hinzu: "Es ist kein Thema, was den Freistaat Sachsens betrifft, und deshalb wird es hier in Sachsen diese Verschärfung auch nicht geben."

16:16 Uhr

EU-Länder tauschen Daten der Corona-Warn-Apps aus

In elf EU-Staaten können Nutzer von Corona-Warn-Apps noch in diesem Herbst ihre Kontakt-Daten anonym länderübergreifend abgleichen und sich so vor möglichen Infektionen warnen lassen. Weitere Länder sollen bald folgen. Eine entsprechende Schnittstelle für Smartphones in einer ersten Staatengruppe sei seit Anfang dieser Woche aktiv, hieß es aus Kreisen der Europäischen Kommission in Brüssel. Das Gateway soll am 17. Oktober mit den Datenbeständen der jeweiligen nationalen Corona-Warn-Apps verbunden werden.

Man habe das neue System zunächst mit sechs Ländern getestet - Ziel sei es, bis Mitte oder Ende Oktober dann elf EU-Mitglieder in einer "ersten Welle" dabei zu haben. Zuerst sollen Deutschland, Italien und Irland verknüpft werden. Danach sind den Angaben zufolge Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Lettland, die Niederlande, Polen und Spanien an der Reihe. Die Reihenfolge hänge von den technischen Entwicklungen der unterschiedlichen Warn-Apps und regulatorischen Fragen in den jeweiligen Ländern ab.

15:42 Uhr

Polen verschärft Auflagen

Die polnische Regierung hat beschlossen, dass Gaststätten in den am schlimmsten vom Coronavirus betroffenen Gebieten früher schließen müssen. Gesundheitsminister Adam Niedzielski erklärte, Restaurants und Bars dürften dort bis maximal 21.00 Uhr geöffnet bleiben.

Die Zahl der Personen, die an Hochzeiten teilnehmen, soll noch stärker eingeschränkt werden. Das Tragen von Gesichtsmasken wird in stark betroffenen Gebieten in der Öffentlichkeit obligatorisch sein.

15:31 Uhr

Millionen Arbeitslose in Südafrika durch Pandemie

Während der Corona-Beschränkungen haben in Südafrika rund 2,2 Millionen Menschen ihre Arbeitsplätze verloren. Zwar ging die offizielle Arbeitslosenquote im zweiten Quartal von 30,1 Prozent im Vorquartal auf nun 23,3 Prozent zurück, teilte die Statistikbehörde Stats SA mit. Der Grund liegt aber in der Definition der Quote: Sie bezieht sich auf Menschen, die aktiv eine Arbeitsstelle suchen - was zeitweise unmöglich war.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas erlebt zurzeit verheerende Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf die Wirtschaft, die sich schon vor der Virus-Krise in der Rezession befand. Millionen Menschen kämpfen dort ums Überleben, die Armut ist in wenigen Wochen dramatisch angewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 16 Prozent, hatte Stats SA zuvor bereits mitgeteilt.

15:03 Uhr

Rekord bei Neuinfektionen in den Niederlanden

In den Niederlanden haben sich in den vergangenen 24 Stunden 3011 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Das Gesundheitsministerium erklärte, die Zahlen stiegen derzeit in allen Regionen und über alle Altersgruppen hinweg.

Angesichts steigender Fallzahlen haben die Niederlande strengere Maßnahmen eingeführt. Für zunächst drei Wochen müssen Gaststätten und Bars um 22.00 Uhr schließen und bei Sportveranstaltungen sind keine Zuschauer erlaubt. Ministerpräsident Mark Rutte rief zudem dazu auf, möglichst wenig zu reisen und bevorzugt von zu Hause aus zu arbeiten.

14:35 Uhr

Verbraucherpreise sinken

Die Inflation in Deutschland ist im September erneut unter die Nullmarke gerutscht. Die Verbraucherpreise lagen um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Eine negative Jahresinflation hatten die Wiesbadener Statistiker bereits im Juli mit minus 0,1 Prozent errechnet, im August stagnierten die Verbraucherpreise.

Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer dämpft den Preisauftrieb. Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln. Von August auf September 2020 sanken die Verbraucherpreise nach Berechnungen des Bundesamtes ebenfalls um 0,2 Prozent.

14:16 Uhr

Apotheker: Zu wenige Menschen planen Grippe-Impfung

45 Prozent der Erwachsenen, die zu einer Risikogruppe gehören, wollen sich einer Umfrage zufolge nicht gegen Grippe impfen lassen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) unter Verweis auf eine repräsentative Umfrage mit. "Dabei ist die Impfung sicher und gut verträglich", sagte Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands. "Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere vor Ansteckung." 

Die Grippeschutzimpfung wird laut ABDA vor allem für Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen Menschen, die älter als 60 Jahre sind, chronisch Kranke, Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen und jeder, der beruflich Kontakt zu vielen Personen hat.

Wegen der Corona-Pandemie raten Experten in diesem Jahr besonders zur Grippeimpfung, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Im Rahmen von Modellprojekten dürfen bestimmte Apotheken in einigen Regionen Deutschlands nach medizinischer Schulung ab diesem Herbst selbst gegen Grippe impfen. So sollen auch die Menschen erreicht werden, die nicht zum Arzt gehen wollen oder können. 

14:03 Uhr

EU will Versorgung mit Remdesivir sichern

Die EU-Kommission will in den kommenden Tagen einen weiteren Vertrag mit dem Unternehmen Gilead abschließen, um sicherzustellen, dass die EU-Staaten ab Oktober die Arznei Remdesivir nachbestellen können. Remdesivir war am 3. Juli als erstes Mittel zur Behandlung von Covid-19 zugelassen worden, und zwar für Patienten ab 12 Jahren, die an einer Lungenentzündung erkranken und zusätzlich Sauerstoff benötigen.

Das Mittel kann eine Covid-19-Erkrankung zwar nicht bekämpfen, aber mildern. Das Medikament wurde eigentlich zur Behandlung von Ebola entwickelt.

13:49 Uhr

Steuerzahlerbund: Zu viele Schulden für Corona-Krise

Der Bund der Steuerzahler hält die staatliche Neuverschuldung zur Bekämpfung der Corona-Krise für zu hoch. Es sei richtig, die Wirtschaft zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu erhalten, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel dem SWR: "Gleichwohl frage ich mich, ob die Größenordnungen richtig sind."

Im laufenden Jahr nimmt der Bund 218,5 Milliarden Euro an frischen Schulden auf. Nächstes Jahr sollen es nach dem Etatplan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz 96,2 Milliarden Euro sein. "Das halte ich angesichts der Krise dennoch für zu hoch", warnte Holznagel.

13:44 Uhr

Kein musikalischer Stillstand trotz Auftrittsverbot

Künstler und Musiker mussten in der Corona-Zeit auf Auftritte verzichten - doch untätig war die Musikszene nicht. BR-Klassik-Reporterin Svenja Wieser war über den Sommer auf Reise durch Deutschland, auf der Suche nach einer Antwort: Wie können sich Publikum und Künstler wieder näherkommen?

13:36 Uhr

Es läuft auf Empfehlungen hinaus

Dass sich heute alle Länderchefs gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine einheitliche Linie bei weiteren Corona-Maßnahmen einigen, ist aus Sicht von ARD-Korrespondent Oliver Köhr ziemlich unwahrscheinlich. Realistischer scheint da der Kompromiss einer Empfehlung, wie auf bestimmte Entwicklungen in der Corona-Pandemie reagiert werden soll.

13:22 Uhr

Boris Johnson: Fitter dank Gewichtsverlust

Anfang April kam der britische Premier Boris Johnson für mehrere Tage auf die Intensivstation, weil der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Während seiner Erkrankung purzelten auch die Pfunde, wie Johnson heute auf einer Pressekonferenz sagte.

Dadurch, dass er abgenommen habe, fühle er sich nun wesentlich fitter, so Johnson weiter. Immerhin habe er vorher 112 Kilogramm gewogen, zu viel für seine Größe von 1,78 Meter. Was er mittlerweile auf die Waage bringt, wollte Johnson aber nicht verraten.

13:05 Uhr

Kretschmann befürwortet strengere Auflagen

Baden Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich für deutlichere Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ausgesprochen. Neben einer begrenzten Gästezahl auf privaten Feiern führte der Grünen-Politiker auch die Kontaktdaten an, die Besucher in Restaurants angeben sollen. Vieler der Angaben seien nicht brauchbar:

Wir werden das unter Umständen rigoros verschärfen müssen zum Beispiel durch die Vorlage des Personalausweises. Es geht nicht, dass man da irgendwelche Spaßgeschichten aufschreibt wie Darth Vader oder Prinzessin Leia.

Kretschmann warnte davor, dass das Virus außer Kontrolle gerate, denn dann "werden wir zum Spielball des Erregers".

12:58 Uhr

Spaniens Gesundheitssystem gerät erneut an Belastungsgrenzen

Die wieder steigenden Zahlen in Spanien schüren die Sorgen in Kliniken und bei Medizinern. Denn schon jetzt geraten erste Krankenhäuser wieder an ihr Limit. Die Schuld sehen die Ärzte auch bei der Politik.

12:55 Uhr

Erschwerte Geschäftsbedinungen durch Corona-Krise

Monatelang durften Deutsche nicht nach China einreisen, mittlerweile ist es aus beruflichen Gründen teilweise wieder erlaubt. Die Beschränkungen bringen einige Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten, wie Ruth Kirchner berichtet.

12:47 Uhr

Russland will Ende Oktober Ergebnisse von Impfstoff-Test veröffentlichen

Als erstes Land überhaupt hatte Russland bereits im August seinen Corona-Impfstoff "Sputnik V" zugelassen. Derzeit wird er an Tausenden Probanden getestet. Die Ergebnisse dieser Testphase will das Gamaleya-Institut, das den Impfstoff entwickelt hat, Ende des kommenden Monats veröffentlichen.

Dieses Tempo sei notwendig, da die Pandemie kriegsähnliche Zustände verursache, sagte Alexander Gintsburg, Leiter des Gamaleya-Institut der Nachrichtenagentur Reuters: "Die Menschen sterben wie in einem Krieg." Das bedeute nicht, dass beim Impfstoff Abkürzungen genommen würden. Bei den Tests für die Sicherheit und Wirksamkeit würden alle Anforderungen erfüllt, betonte Gintsburg.

International bestehen große Zweifel an der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Sputnik V.

12:39 Uhr

Umstrittene Spendenaktion in der Slowakei

Der slowakische Regierungschef Igor Matovic hat eine kuriose Aktion ins Leben gerufen: Bürger sollen ihr Schicksal in der Corona-Krise schildern. Wen es besonders hart getroffen hat, dem winkt finanzielle Unterstützung. Doch dafür sollen die Teilnehmer eine Menge preisgeben.

12:15 Uhr

Reaktionen auf Scholz' Haushaltspläne

Im Bundestag haben die Oppositionsparteien sich unterschiedlich zur corona-bedingten geplanten Schuldenaufnahme für das kommende Jahr geäußert. So kritisierte die FDP Lücken in der Finanzplanung der Regierung. Der Finanzminister wisse nicht, wie er in den kommenden Jahren seine geplanten Schulden bedienen könne, sagte Haushälter Otto Fricke. Die AfD lehnt ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse ab - mit der Begründung, die Pandemie verursache überhaupt keine Notsituation.

Die Linkspartei fordert dagegen die Abschaffung der Schuldenbremse und eine Vermögensteuer für Millionäre. "Wir als Linke halten die Schuldenbremse für ökonomischen Unsinn", sagte Finanzexpertin Gesine Lötzsch. Und die Grünen warnten vor einem harten Sparkurs nach der Krise. "Es darf kein Kaputtsparen nach Corona geben", betonte Haushälter Sven-Christian Kindler.

11:16 Uhr

Corona-Verdacht auf "Mein Schiff 6" - Crewmitglieder negativ getestet

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" wird seine Reise fortsetzen können - vermeintliche Corona-Fälle bei zwölf Crew-Mitgliedern an Bord haben sich als Fehldiagnose des zuständigen Labors herausgestellt. Die Seeleute waren erneut getestet worden, und zwar sowohl von der Reederei Tui Cruises als auch zwei Mal von den griechischen Behörden. Die Ergebnisse waren dabei stets negativ, teilte Tui Cruises mit.

Auch die Ergebnisse der abschließenden dritten Testreihe der griechischen Behörden stellten sich schließlich am Dienstagmittag als negativ heraus, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete.

An Bord des Schiffes, das mittlerweile im Hafen des griechischen Pinäus liegt, befinden sich mehr als 920 Urlauber und etwa 660 Crew-Mitglieder. Zunächst mussten alle auf den Schiff bleiben, bis die griechischen Gesundheitsbehörden sämtliche Kontrollen beendet haben.

10:39 Uhr

Scholz verteidigt geplante Staatsschulden

In seiner Rede bei der Bundestagsdebatte über den Haushaltsetat 2021 hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz betont, dass neue Schulden aufgrund der Corona-Krise nötig wären.

Wenn Deutschland im kommenden Jahr nicht noch einmal rund 100 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehme, riskiere es, später noch viel mehr Geld auszugeben und die Zukunft des Landes aufs Spiel zu setzen, so Scholz: "Nicht handeln wäre viel teurer als handeln." Hilfsprogramme, wie etwa die Kurzarbeit, müssten fortgesetzt werden.

10:35 Uhr

Barmer rät zur Grippe-Impfung

Die Krankenkasse Barmer hat dazu aufgerufen, sich in diesem Herbst gegen die Grippe impfen zu lassen. Die Impfung sei in diesem Jahr "wichtiger denn je, um mögliche schwerwiegende Doppelerkrankungen mit Covid-19 zu vermeiden und um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten", sagte der sächsische Barmer-Landesgeschäftsführer Fabian Magerl.

Insbesondere Angehörige von Risikogruppen wie Ältere, Schwangere oder chronisch Kranke sollten sich demnach zeitnah impfen lassen. Die Grippesaison dauert in der Regel von Anfang Oktober bis Mitte Mai. Nach der Impfung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis der vollständige Schutz aufgebaut ist.

10:29 Uhr

Guterres schockiert über "betäubende" Todeszahl

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der weltweiten Todeszahl von mehr als einer Million Opfern gemahnt, diese Grenze dürfe nicht nur eine reine Zahl bleiben.

Das seien "Mütter und Väter, Ehefrauen und -männer, Brüder und Schwestern, Freunde und Kollegen" gewesen. Und der Verlust falle in Corona-Zeiten besonders schwer, denn wie solle man Abschied nehmen, "ohne die Hand des anderen halten zu können".

10:15 Uhr

Erneut mehr als 8000 Neuinfektionen in Russland

In Russland wurde binnen 24 Stunden bei mehr als 8200 Einwohnern eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen. Die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn der pandemie stieg damit auf mehr als 1,6 Millionen an.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden des Landes starben innerhalb eines Tages 160 Menschen, die sich zuvor mit dem Erreger angesteckt hatten. Damit zählt Russland mittlerweile mehr als 20.500 Corona-Tote.

10:10 Uhr

"Das Virus ist der Spielverderber"

Im Interview mit den TV-Sendern ntv und RTL hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak die Corona-Politik der Bundesregierung und Beschränkungen wegen der Corona-Krise verteidigt:

Wir machen das ja nicht, weil wir jemanden ärgern wollen. Wir sind auch nicht die Spielverderber, sondern der Spielverderber ist das Virus.

Für Ziemiak ist es genau der richtige Zeitpunkt, über Auflagen für privaten Feiern und ein mögliches Alkoholausschankverbot zu diskutieren, denn: "Dort, wo ziemlich hart vorgegangen wird, also wo man schnell Maßnahmen ergreift und nicht nur herumdiskutiert, dort funktioniert es auch wieder, das Coronavirus in den Griff zu bekommen."

09:44 Uhr

Viele Bußgelder in Berlin nicht einkassiert

In Berlin drohen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln, wie etwa der Maskenpflicht, Geldstrafen. Doch die meisten der bislang verhängten Bußgelder wurden noch gar nicht eingefordert, wie der rbb berichtet.

09:28 Uhr

Mitspracherecht für Schüler bei Corona-Maßnahmen?

Die Bundesschülerkonferenz fordert direkte Mitsprache bei Verhandlungen über Corona-Maßnahmen im Bildungsbereich. "Beratungen auf Bundesebene, wie beispielsweise der Schulgipfel in der letzten Woche im Bundeskanzleramt, dürfen nicht ohne Beteiligung der direkt Betroffenen stattfinden", erklärte die Organisation gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk. Nur so könnten "soziale und kindheitspädagogische Aspekte berücksichtigt und Anregungen sowie Bedenken der Schülerinnen und Schüler bestmöglich mit einbezogen werden."

09:26 Uhr

Virologe Streeck rechnen mit Anstieg der Fallzahlen im Herbst

In den Herbstmonaten werden die Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland den Erwartungen des Virologen Hendrik Streeck zufolge weiter ansteigen. Allerdings sieht er das Gesundheitssystem gut für eine solche Zunahme gewappnet.

08:59 Uhr

Friseurbesuch kostet mehr

Der Besuch beim Friseur ist teurer geworden, seitdem die Friseure im Mai ihren Betrieb nach den coronabedingten Schließungen wieder aufnehmen konnten. Im vorigen Monat mussten Kunden im Schnitt 6,3 Prozent mehr bezahlen als im August 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Der Grund sind aber nicht nur zusätzliche Kosten durch die Hygieneauflagen in der Corona-Krise. Auch der Mindestlohn wurde erhöht. Zudem dürfen keine Trockenhaarschnitte mehr angeboten werden, was wegen der zusätzlichen Haarwäsche insbesondere die durchschnittlichen Preise für Schnitte bei Kindern (+9,4 Prozent) und Männern (6,5 Prozent) nach oben trieb. Frauen mussten 5,8 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.

08:51 Uhr

Streit um nächsten Bundesetat

Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant auch im kommenden Jahr mit neuen Schulden, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Heute debattiert der Bundestag über seinen Haushaltsentwurf. Mit einem Durchwinken seiner Haushaltspläne kann der Scholz dabei aber nicht rechnen, wie Torsten Huhn berichtet.

08:47 Uhr

RKI: Mehr als 2000 Infektionen binnen 24 Stunden nachgewiesen

Seit gestern wurden dem Robert Koch-Institut 2089 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland mit dem Erreger angesteckt haben, auf 287.421 an.

Die Zahl derjenigen, die gestorben sind, nachdem bei ihnen eine Infektion nachgewiesen worden war, erhöhte sich binnen 24 Stunden um elf auf insgesamt 9471. Mehr als 250.800 Menschen gelten nach einer Corona-Infektion als genesen.

08:38 Uhr

"Unterschiedliche Maßnahmen nach gleichem Maßstab"

Das Coronavirus breitet sich in den Bundesländern unterschiedlich stark aus. Dementsprechend müssten die jeweiligen Maßnahmen angepasst werden, sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans im ARD-Morgenmagazin. Doch für die Regeln müsse ein einheitlicher Maßstab gelten, etwa die Gästezahl bei privaten Feiern zu begrenzen.

08:32 Uhr

"Höchster Stand in deutscher Schuldenstatistik"

Die Schulden Deutschlands sind durch die Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020 auf ein Rekordniveau angestiegen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte verzeichneten zur Jahresmitte einen Schuldenstand von rund 2,1 Billionen Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das sei "der höchste jemals ermittelte Stand in der Schuldenstatistik".

Im Vergleich zum Jahresende 2019 wuchsen die Schulden um 11,1 Prozent und damit um knapp 210 Milliarden Euro an. Der bisherige Schulden-Höchststand war Ende 2012 mit rund 2,07 Billionen Euro gemessen worden.

08:32 Uhr

Moskau verlängert Schulferien

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzugrenzen, bekommen die Schüler in Moskau länger Ferien. Wie der Bürgermeister der russischen Hauptstadt per Tweet ankündigte, sollen die Ferien am 5. Oktober beginnen und dann bis zum 18 Oktober dauern. Fernunterricht ist demnach nicht geplant. Auch Freizeiteinrichtungen für Kinder sollen in dieser Zeit schließen.

08:08 Uhr

AfD stellt Rechtmäßigkeit von Bundeshaushalt in Corona-Zeiten infrage

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Peter Boehringer (AfD), hat die Verfassungsmäßigkeit des Bundeshaushalts bezweifelt. Im ARD-Morgenmagazin erklärte er: "Die Haushalte sind überzogen von Corona geprägt. Man muss es auch rechtlich sehen. Die Schuldenbremse wird bereits zum zweiten und demnächst zum dritten Mal ausgesetzt, beziehungsweise sie wird überzogen." Dies gehe auf Kosten künftiger Generationen.

"Das ist in dieser Form verfassungswidrig. Davon sind wir überzeugt. Die Schuldenbremse kann nur ausgesetzt werden, wenn sich die haushalterische Notlage der Kontrolle des Staates entzieht", so Boehringer weiter. Das könne man im mittlerweile dritten Corona-Haushalt aber nicht anführen.

08:03 Uhr

Weniger Kurzarbeit im September

Im Vergleich zum Vormonat waren im September bundesweit eine Million weniger Mitarbeiter in Kurzarbeit beschäftigt. Nach Angaben des Ifo-Institutes sank die Zahl der Kurzarbeiter von 4,7 Millionen im August auf 3,7 Millionen in diesem Monat. Die Schätzung basiert auf der monatlichen Konjunkturumfrage des Institutes unter Tausenden Unternehmen.

"Der Rückgang der Kurzarbeit schreitet stetig voran", sagte Sebastian Link vom Ifo-Institut. "Besonders hoch bleibt aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie." Dort waren im September demnach schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was 21 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit in Deutschland entspricht.

07:42 Uhr

Corona-Fälle an Bord der "Mein Schiff 6"

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" ist im Hafen der griechischen Stadt Piräus eingelaufen. Gestern war bekannt geworden, dass zwölf Mitglieder der Crew positiv auf das Virus getestet worden waren.

Nun müssen die etwa 920 Urlauber und die knapp 660 Besatzungsmitglieder vorerst an Bord bleiben. Sie alle sollen auf eine Infektion getestet werden. Erste Tests wurden laut griechischem Staatsfernsehen (ERT) bereits vorgenommen. Sie seien negativ ausgefallen.

07:32 Uhr

Schwesig und Kretschmer gegen bundesweit einheitliche Regelungen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidenten Manuela Schwesig spricht sich dafür aus, dass viele Entscheidungen Sache der Länder bleiben sollen.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stellt sich gegen neue Regelungen. Stattdessen müssten die bereits beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden.

07:02 Uhr

Fauci kritisiert Trumps Corona-Berater

Der Neuroradiologe Scott Atlas steht an der Spitze der Corona-Taskforce des Weißen Hauses. Doch seine Ratschläge an die US-Regierung sind heftig umstritten. Der Immunologe Anthony Fauci sagte in einem CNN-Interview sogar, die Informationen von Atlas seien "entweder aus dem Zusammenhang gerissen oder tatsächlich falsch".

Atlas hatte unter anderem die Bedeutung der Maskenpflicht zur Eingrenzung der Pandemie infrage gestellt. Dafür erhielt er bereits in der vergangenen Woche Widerspruch von der medizinischen Fakultät der Stanford University und vom Direktor des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Robert Redfield.

Scott Atlas, der Leiter der Corona-Taskforce, die die US-Regierung berät, bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus im September 2020. | Yuri Gripas/POOL/EPA-EFE/Shutter

Scott Atlas wurde bereits von mehreren Wissenschaftlern für seine Aussagen zur Corona-Pandemie kritisiert. Bild: Yuri Gripas/POOL/EPA-EFE/Shutter

06:48 Uhr

Kritik an Kölner SPD

Am Wochenende fanden in Nordrhein-Westfalen mehrere Stichwahlen statt - darunter auch um das Amt des Oberbürgermeisters von Köln. Für die SPD hat der Wahlabend in der Rhein-Metropole ein unschönes Nachspiel: Im Internet kursiert ein Foto der Wahlparty der Partei, auf dem die Gäste die erforderlichen Mindestabstände scheinbar nicht einhalten und keine Masken tragen. Das sorgt im Netz für Kritik, unter anderem aus der FDP. Die SPD äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

06:19 Uhr

Viele Diskussionspunkte auf Corona-Gipfel

Heute will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. Und zu besprechen gibt es viel, da die Länderchefs in Sachen Corona-Strategie gespalten sind. Anita Fünffinger gibt einen Überblick über die wichtigsten Themen.

05:39 Uhr

Städtetag unterstützt Söders Vorstoß für bundesweite "Corona-Ampel"

Vor den heutigen Bund-Länder-Beratungen über neue Corona-Maßnahmen hat der Deutsche Städtetag sich für eine bundesweite Warnampel zu dem Virus ausgesprochen.

Städtetags-Präsident Burkhard Jung (SPD) unterstützte in der "Passauer Neuen Presse" den entsprechenden Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). "Eine Ampel schafft erste Orientierung für die Menschen. Das ist gut", sagte der Leipziger Oberbürgermeister.  Wie Söder plädierte auch Jung dafür, die Ampel mit bundesweit einheitlichen Corona-Regeln zu verknüpfen. Bund und Länder müssten sich darüber verständigen, "was passiert, wenn die Grenze von 20, 30, 40 und 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern überschritten wird". Derzeit gehe "noch zu viel durcheinander".

04:14 Uhr

Cuomo zutiefst besorgt wegen Corona-Hotspots im US-Staat New York

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat sich alarmiert über etliche Coronavirus-Ausbrüche im US-Staat gezeigt. Bei jüngsten Virustests habe sich gezeigt, dass ein Viertel der Neuinfektionen auf nur zehn Postleitzahlgebiete zurückgehe, teilte Cuomo mit.

In den vergangenen zwei Wochen hat der Staat New York mehr als 11.500 neue Corona-Fälle gemeldet. Eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Neuinfektionen gibt es in einer Reihe von Gemeinden im Norden von New York City. Cuomo warnte, dass seine Verwaltung Schulen in Gebieten schließen könnte, in denen zu viele Leute positiv auf Sars-CoV-2 getestet würden. Demnach hat der Staat 200 Schnelltestgeräte zur Verfügung.

03:22 Uhr

Trump will 150 Millionen Corona-Schnelltests verteilen lassen

US-Präsident Donald Trump hat die Verteilung von 150 Millionen Coronavirus-Schnelltestsätzen durch seine Regierung angekündigt. 50 Millionen der Testsätze sollen an Altenheime, Einrichtungen zum betreuten Wohnen und andere besonders durch das Virus gefährdete Institutionen ausgeben werden.

Die übrigen 100 Millionen Sätze sollten an US-Bundesstaaten und andere Regionalbehörden gehen, um diesen die Aufhebung von Corona-Restriktionen zu erleichtern, kündigte der Präsident an. Jeder Testsatz kostet die US-Bundesregierung fünf Dollar (4,30 Euro). Die Schnelltests stammen vom US-Pharmakonzern Abbott Laboratories. Sie liefern Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten. Trump hat den Schnelltest wiederholt gerühmt. Er wird auch im Weißen Haus selber angewendet.

03:22 Uhr

Zahl der Corona-Toten überschreitet Millionenmarke

Die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie ist weltweit auf mehr als eine Million gestiegen. Dies geht aus einer neuen Zählung der Johns-Hopkins-Universität im US-Staat Maryland hervor. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus höher sein, da in vielen Ländern unzureichend oder unregelmäßig auf das Virus getestet wird, Fallzahlen nicht korrekt wiedergegeben werden oder das wahre Ausmaß der Infektionen von einigen Staaten vertuscht wird. "Es ist nicht nur eine Zahl", sagte Howard Markel, Professor für Medizingeschichte an der University of Michigan, über die aktuelle Corona-Statistik. "Es sind Menschen. Es sind Menschen, die wir lieben."