Die Piazza Navona in Rom am 1. August. | FABIO FRUSTACI/EPA-EFE/Shutterst
Liveblog

Liveblog zur Corona-Pandemie ++ Italien beschließt nächtliche Maskenpflicht ++

Stand: 16.08.2020 22:42 Uhr

Italien verschärft die Corona-Maßnahmen wieder. Israel lockert seine Quarantäneregeln für Einreisende. Frankreich meldet mehr als 3000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Bayern kann 46 positive Corona-Tests nicht zuordnen
  • Israel lockert Quarantäneregeln für Einreisende
  • Laut RKI bundesweit 625 weitere Infektionen seit gestern
  • WHO meldet fast 300.000 neue Fälle weltweit binnen eines Tages
  • Frankreich verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mai
16.8.2020 • 22:41 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für das Interesse und gute Nacht.

16.8.2020 • 20:59 Uhr

Viele Menschen in Südafrika durch Corona ohne Job

Südafrika gehört mit zu den am schwersten von Corona betroffenen Ländern. Gegen die Pandemie hatte die Regierung vor Monaten harte Maßnahmen verhängt. Jetzt konnten die Behörden sinkende Infektionszahlen melden und Präsident Cyril Ramaphosa hat angekündigt, dass von morgen an Lockerungen gelten sollen.

Die ohnehin angeschlagene Wirtschaft ist durch die Corona-Krise weiter eingebrochen, viele Menschen sind ohne Job. Der tagesschau-Beitrag von Thomas Denzel zeigt, wie schwierig die Lage im Land ist:

16.8.2020 • 20:02 Uhr

Mehr als 3000 neue Fälle in Frankreich

In Frankreich sind den zweiten Tag in Folge mehr als 3000 neue Corona-Fälle registriert worden. Binnen 24 Stunden seien 3015 Neuinfektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

16.8.2020 • 19:15 Uhr

Italien schließt Diskos und ordnet nächtliche Maskenpflicht an

Nach einer leichten Zunahme der Corona-Infektionsfälle hat die italienische Regierung die Schließung von Diskotheken angekündigt. Zudem verhängte sie eine nächtliche Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. So muss an Orten, an denen sich Gruppen bilden, von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auch Diskotheken unter freiem Himmel und Nachtclubs müssen schließen. Das Dekret soll am Montag in Kraft treten. Italien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Fast 250.000 Menschen steckten sich dort mit dem neuartigen Virus an. Mehr als 35.000 Infizierte starben. Zuletzt wurden rund 600 Neuinfektionen an einem Tag gezählt.

16.8.2020 • 18:26 Uhr

Demo gegen Corona-Auflagen in Kiel

Mehrere Hundert Menschen haben in Kiel gegen Corona-Auflagen und Maskenpflicht demonstriert. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 400 bis 500 Menschen. Die Kundgebung von "Querdenken Kiel 22" sei friedlich verlaufen, sagte der Polizeisprecher. Die Abstandsregeln seien insgesamt eingehalten worden.

16.8.2020 • 17:42 Uhr

FAZ: Kartellamt untersucht Amazon-Praktiken

Das Bundeskartellamt geht laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" dem Vorwurf nach, dass Amazon während der Corona-Pandemie eine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe. "Wir untersuchen derzeit, ob und wie Amazon die Preissetzung der Händler auf dem Marketplace beeinflusst", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der FAZ laut Vorabbericht. Während der ersten Monate der Corona-Pandemie habe es Beschwerden darüber gegeben, dass Amazon Händler wegen angeblich überhöhter Preise gesperrt habe. "Amazon darf kein Preiskontrolleur sein. Das gilt auch jetzt", sagte Mundt.

16.8.2020 • 17:37 Uhr

Wo sind die 46 positiv Getesteten?

Weil die Erhebungsbögen für die Tests zum Teil nur handschriftlich und teilweise unvollständig ausgefüllt wurden, ist es offenbar weiterhin schwierig, die in Bayern getesteten Menschen zu finden. 46 Infizierte konnten bisher noch nicht ermittelt worden, teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml mit. Die Hintergründe:

16.8.2020 • 16:52 Uhr

Kreativer Schutz

Ein Bambusdämpfer ist dabei, Kunstblumen, ein Clownskostüm - der Hongkonger Schauspieler und Kostümdesigner Edmond Kok hat sich ungewöhnliche Corona-Schutzmasken einfallen lassen. Mehr als 170 Entwürfe hat Kok geschaffen, oft inspiriert von den Alltagsproblemen seiner Mitmenschen. So hat er eine Plastikschale, wie sie Schnellrestaurants im Straßenverkauf verwenden, zu einer Maske umgebaut, um an die damit verbundenen Umweltprobleme zu erinnern. Eine andere ist dem Schmuck thailändischer Tempel nachempfunden - ein Symbol für durch Reisebeschränkungen unerreichbar gewordene Ferienziele. Selbst Gummi-Enten und Papiertiger hat Kok schon zu Masken verarbeitet.

Kostümdesigner Edmond Kok mit einer Corona-Schutzmaske aus Plastikobst | AP

Kostümdesigner Edmond Kok mit einer Corona-Schutzmaske aus Plastikobst ... Bild: AP

Kostümdesigner Edmond Kok mit einer Gummi-Ente als Corona-Schutzmaske | AP

... und einer Maske aus einer Gummi-Ente. Bild: AP

16.8.2020 • 16:38 Uhr

Israel: Keine Quarantäne für Rückkehrer aus 20 Ländern

Rückkehrer aus 20 Ländern mit niedrigen Corona-Infektionszahlen müssten in Israel keine zweiwöchige Quarantäne mehr einhalten. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Unter den sogenannten grünen Ländern sind auch Deutschland und Österreich. Ausländer können jedoch weiterhin nur in Ausnahmefällen nach Israel einreisen. Israelis selbst dürfen ebenfalls nur in wenige andere Länder reisen, darunter Griechenland, Bulgarien und Kroatien. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 92.404 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 679 mit dem Virus infizierte Menschen sind den Angaben zufolge gestorben.

16.8.2020 • 15:57 Uhr

FDP kritisiert Söder: "Planloses Vorpreschen"

Nach der Panne bei den Corona-Tests in Bayern, hat die oppositionelle FDP-Fraktion im bayerischen Landtag harsche Kritik an der Regierung von Ministerpräsident Markus Söder geübt. Die Staatsregierung habe sich heillos in ihrem Test-Chaos verheddert, sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Auch nach vier Tagen seien nicht alle positiven Corona-Tests zugeordnet werden. "46 Infizierte stecken in Unkenntnis ihres positiven Testergebnisses möglicherweise weitere Menschen an", betonte Hagen. "Söders planloses Vorpreschen mag seinem Image als entschlossener Macher nützen, in der Sache hat es sich als schädlich erwiesen", sagte er. Die FDP hat gemeinsam mit Grünen und SPD für Mittwoch eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag beantragt.

16.8.2020 • 15:39 Uhr

Habeck kritisiert Bundesregierung wegen Corona-Tests

Grünen-Chef Robert Habeck wirft der Bundesregierung Fehler bei der Corona-Teststrategie vor. Sie habe versäumt, in den Sommerferien "das Urlaubsende mitzudenken", sagte Habeck im ARD-Sommerinterview. Tests für Reiserückkehrer seien dann "holterdiepolter" organisiert worden. "Das war ein wirklicher Fehler."

16.8.2020 • 14:49 Uhr

Bayern kann 46 positive Corona-Tests nicht zuordnen

Nach mehrmaliger Verschiebung hat das bayerische Gesundheitsministerium nun Zahlen zu der Panne bei den Corona-Tests an Autobahnen und Bahnhöfen vorgelegt. Von den rund 44.000 Tests, deren Ergebnisse zunächst nicht mitgeteilt werden konnten, seien 949 positiv gewesen. 903 der positiv Getesteten seien inzwischen informiert worden, bei 46 lägen "keine passenden Personendaten" vor. Ob und wie sie noch ermittelt werden können, ist nicht klar.

"Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat mit großartiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen. Das ist in den meisten Fällen gelungen", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Allerdings hatte sie am vergangenen Mittwoch, kurz nach Bekanntwerden der Panne erklärt, die Betroffenen sollten bis Donnerstagmittag informiert werden. Danach verstrichen dann mehrere Fristen, die sich die Behörden selbst gesetzt hatten. Die Panne sorgte bundesweit für Aufsehen.

16.8.2020 • 14:37 Uhr

Karliczek: Lehrer sein darf nicht zum persönlichen Risiko werden

Die Arbeit der Lehrer an Schulen darf nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) nicht zu einem persönlichen Risiko für die Pädagogen werden. "Wichtig für jeden Arbeitgeber ist, auf die Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu achten", sagte Karliczek der "Welt am Sonntag". Es sei die „ureigene Verantwortung" des jeweiligen Dienstherren, sich um die Belange seiner Beschäftigten zu kümmern. "Um gute Bildung auch in Corona-Zeiten sicherstellen zu können, müssen wir alle Kräfte mobilisieren", sagte die Ministerin.

Karliczek reagiert damit auf einen Konflikt in Schleswig-Holstein. Dort hatten 2000 der 28.000 Lehrkräfte ein Attest vorgelegt, das sie als Angehörige einer Risikogruppe ausweist. Viele der Bescheinigungen wurden aber abgelehnt. Die Gewerkschaft GEW kritisierte das als „inakzeptabel“ und war der Landesregierung vor, die Einzelfälle nicht ausreichend zu prüfen.

16.8.2020 • 13:34 Uhr

Quarantäne bei Fortuna Düsseldorf wird weitgehend aufgehoben

Nach zwei Corona-Fällen beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf wird die durch das Gesundheitsamt verordnete häusliche Quarantäne für das Team größtenteils wieder aufgehoben. Wie der Verein mitteilte, müssen nur noch einige Personen weiter zuhause bleiben. Morgen sollen Mannschaft und Trainer-Team erneut auf das Corona-Virus getestet werden.

16.8.2020 • 13:29 Uhr

Papst: Notleidende Familien nicht vergessen

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, in der Ferienzeit die wirtschaftlichen Nöte von Familien während der Corona-Krise nicht aus dem Blick zu verlieren. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz in Rom sagte das katholische Kirchenoberhaupt, viele hätten ihre Arbeit verloren und nichts zu essen. Die Sommerpause solle zwar der Entspannung von Körper und Geist dienen, aber auch "von Nächstenliebe und Nähe zu diesen Familien begleitet sein".

Papst Franziskus winkt während des Angelus-Gebets aus einem Fenster des Vatikan.  | dpa

Jeden Sonntag Mittag zeigt sich der Papst am Fenster zum Petersplatz hin, um das sogenannte Angelusgebet zu beten. Bild: dpa

16.8.2020 • 12:30 Uhr

Brinkhaus fordert mehr Druck auf Veranstalter von Corona-Demos

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU), fordert mehr Druck auf die Veranstalter von Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen. Wie das "Handelsblatt" meldet, erklärte Brinkhaus in einem internen Schreiben an die Abgeordneten von CDU und CSU im Bundestag, die Demonstrationsfreiheit sei zwar ein wichtiges Rechtsgut und dürfe nur in Ausnahmefällen eingeschränkt werden, Organisatoren von Demonstrationen müssten jedoch stärker dazu verpflichtet werden, schlüssige Hygienekonzepte vorzulegen und einzuhalten. Der Staat dürfe zudem nicht tatenlos zusehen, wenn aus einer Kundgebung eine "Hochrisiko-Situation" werde. "Eine Demonstration ist kein rechtsfreier Raum", heißt es in dem Schreiben weiter.

16.8.2020 • 12:01 Uhr

Bayern hat immer noch nicht alle positiv Getesteten informiert

In Bayern sind offensichtlich immer noch nicht alle Betroffenen mit positiven Testergebnissen informiert. Es würden noch weitere Daten abgearbeitet, zitierte der Bayerische Rundfunk einen Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums. Ressortchefin Melanie Huml (CSU) will sich demnach am Nachmittag äußern.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass 44.000 Rückkehrerinnen und Rückkehrer teilweise nach mehr als einer Woche noch kein Ergebnis der bei ihnen bei der Wiedereinreise nach Deutschland vorgenommenen Tests erhalten hatten. Darunter waren zu diesem Zeitpunkt auch mehr als 900 Menschen mit positivem Corona-Befund. Daraufhin hatte die Landesregierung zunächst angekündigt, bis Donnerstagnachmittag sollten zumindest alle Positivbefunde übermittelt werden.

Die "Bild am Sonntag" berichtet, 150 positiv Getestete seien nicht auffindbar, deswegen solle eine bundesweite Polizeiaktion starten. Die Infizierten hätten offenbar nur Name und Geburtsdatum, aber keine Adresse angegeben.

16.8.2020 • 09:52 Uhr

Fast 5000 neue Fälle in Russland

In Russland melden die Behörden 4969 positive Corona-Tests. Damit steigt die Gesamtzahl auf 922.853. Das ist das vierthöchste Niveau weltweit. 732.968 Personen werden als genesen registriert. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, beläuft sich auf 15.685. Das sind 68 mehr als vor 24 Stunden.

16.8.2020 • 09:39 Uhr

Zentralratspräsident Schuster: "Corona ist Katalysator für Antisemitismus"

Der Zentralrat der Juden ist besorgt über antisemitische Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, sagte der "Welt am Sonntag": "Corona dient eindeutig als Katalysator für Verschwörungsmythen und auch für Antisemitismus." Jeder, der an einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Regierung teilnimmt, müsse sich anschauen, "mit wem er sich gemein macht und letztlich dann auch dafür geradestehen". Die Verschwörungstheorien darum, wer für die Pandemie verantwortlich ist, erinnern Schuster "an das Mittelalter, als es hieß, die Juden seien schuld am Ausbruch der Pest". Er sagte der Zeitung weiter: "Damit begannen dann die Pogrome."

"Immer dann, wenn sich eine Bedrohung nicht fassen lässt, richtet sich ein wütender Blick auf die Minderheiten." Die Juden würden "seit jeher in die Rolle der Schuldigen gedrängt und wurden zu Opfer" von Verfolgung und Vernichtung. Schuster hält es für "unsäglich", dass sich manche Corona-Demonstranten mit der Lage der Juden während der Zeit des Nationalsozialismus vergleichen. Kein Bürger erführe seit Beginn der Corona-Krise auch nur in Ansätzen die Verfolgung, die Juden ab 1933 bis 1945 erfuhren.

16.8.2020 • 08:42 Uhr

Wenn Wildcamper die Natur zerstören

Viele Urlauber zieht es derzeit in abgelegene Gebiete, Camping boomt. Doch das sorgt für neue Probleme - etwa in Naturschutzgebieten in der Schweiz, wie die Reportage von Henning Winter zeigt.

16.8.2020 • 08:29 Uhr

Curevac hofft auf schnelle Zulassung seines Impfstoffs

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac strebt eine beschleunigte Zulassung seines Corona-Impfstoffs an - "aber nur in enger Abstimmung mit den Behörden", wie Firmenchef Franz-Werner Haas dem Finanzportal boerse-online.de sagte. Die Ergebnisse der kürzlich gestarteten klinischen Erprobung des Impfstoffkandidaten sollen demnach im Herbst veröffentlicht werden. Die Zulassung sei nach bisheriger Planung für die erste Hälfte kommenden Jahres geplant.

16.8.2020 • 08:21 Uhr

Großer Ansturm auf Ärzte-Hotline

Die Corona-Krise hat zu einem großen Ansturm bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte geführt. "Waren es im Gesamtjahr 2019 acht Millionen Anrufe, ist diese Zahl schon nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 mit 9,2 Millionen Anrufen deutlich getoppt worden", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. In den Hauptmonaten der Corona-Krise März und April riefen demnach bis zu 3000 Menschen gleichzeitig an. Teilweise gab es bis zu 58.000 Anrufe stündlich. Derzeit können bei der Hotline unter anderem in mehreren Ländern Corona-Teststellen in der Nähe erfragt werden.

16.8.2020 • 07:40 Uhr

Noch kein Run auf Nachhilfeschulen

Trotz vorübergehender Schulschließungen haben Nachhilfeschulen noch nicht von Einschränkungen im Schulbetrieb wegen der Corona-Pandemie profitieren können. Die Nachfrage nach Nachhilfe sei seit der Corona-Pandemie sogar gesunken, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN), Cornelia Sussieck. Der Verband sowie der große Nachhilfeanbieter Studienkreis rechnen aber damit, dass es im neuen Schuljahr bald einen größeren Bedarf geben wird.

Eine bundesweite Umfrage bei den VNN-Mitgliedern habe ergeben, dass die Nachhilfe während und nach dem Lockdown um 60 Prozent eingebrochen sei, sagte Sussieck. Viele Nachhilfeschulen hätten Online-Unterricht angeboten, der von den meisten Schülern auch angenommen worden sei. Neue Schüler hätten sich aber nicht angemeldet.

16.8.2020 • 06:42 Uhr

Friseure haben weniger Kunden

Gut drei Monate nach der Wiederöffnung kämpfen Friseursalons mit den Folgen der Corona-Krise. Die Nachfrage nach Haarschnitten sei zwar groß, aber der anfängliche Ansturm nach den wochenlangen Zwangsschließungen habe sich gelegt, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. In Zeiten von Kurzarbeit hielten sich einige Kunden zurück und ließen mehr Zeit zwischen Friseurbesuchen verstreichen.

Eine Friseurin schneidet einer Kundin die Haare. Beide tragen einen Mund- und Nasenschutz.  |

Die strengen Hygienevorschriften machen den Friseurinnen und Friseuren zu schaffen.

Den mehr als 80.000 Salons in Deutschland machten zudem die strengen Hygienevorschriften zu schaffen, sagte Müller. Wegen Abstandsregeln seien arbeitsteilige Abläufe unter Kollegen nicht möglich. So ließen sich deutlich weniger Kunden versorgen als zuvor.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten auch Friseursalons in Deutschland ihre Türen schließen. Nach sechs Wochen Shutdown durften sie unter strengen Hygieneregeln Anfang Mai wieder öffnen und erlebten einen Ansturm von Kunden. Ganz aufholen ließen sich die Einbußen aber nicht mehr.

16.8.2020 • 05:33 Uhr

Schärfere Einschränkungen in Trinidad und Tobago

Der Karibikstaat Trinidad und Tobago verschärft seine Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus: Ab Montag werden die Strände für Besucher geschlossen, ebenso wie Andachtsorte. Auch Restaurants und Bars dürfen keine Gäste mehr empfangen. Zudem dürfen nur noch bis zu fünf Menschen als Gruppe zusammenkommen.

Die Regelungen sollen zunächst 28 Tage lang in Kraft bleiben. Nach Angaben der Regierung werde zudem eine gesetzliche Maskenpflicht geprüft.

16.8.2020 • 05:13 Uhr

RKI meldet 625 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurde in Deutschland in den vergangenen 24 Stunden bei 625 Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Damit steigt die Zahl der Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie auf rund 223.450 Fälle. Am Freitag und Samstag hatte das RKI jeweils noch mehr als 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet - so viel wie seit Anfang Mai nicht mehr. Weitere Todesfälle nach einer Ansteckung hat es seit gestern nicht gegeben, teilte das Institut weiter mit. Sonntags sind die Zahlen der neuen Infektionen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Ämter Daten übermitteln.

Sendungsbild |

16.8.2020 • 04:30 Uhr

Frankreich: So viele Neuinfektionen wie zuletzt im Mai

Den französischen Gesundheitsbehörden sind seit gestern knapp 3300 weitere bestätigte Corona-Fälle gemeldet worden. Das sei der höchste Wert seit Mai.

Frankreich zählt mit mehr als 30.400 Corona-Toten zu den Ländern innerhalb der EU, die am härtesten von der Pandemie getroffen wurden. Laut der Johns-Hopkins-Universität haben sich bislang fast 253.000 Menschen in ganz Frankreich mit dem Virus angesteckt.

16.8.2020 • 04:18 Uhr

Europa-Park will Saison verlängern

Um die Einbußen durch die Corona-Krise zumindest zum Teil abzumildern, plant der Europa-Park in Baden-Württemberg in diesem Jahr bis November zu öffnen. Das kündigte der Gründer des Freizeitparks, Roland Mack, in der "Welt am Sonntag" an.

Allerdings werde der Betrieb in diesem Jahr trotzdem rote Zahlen schreiben. Seit der Wiederöffnung des Parks sind pro Tag maximal 15.000 Besucher erlaubt. An Sommertagen käme der Park normalerweise auf eine Besucherzahl von bis zu 40.000, so Mack.

Sollte sich das Konzept der verlängerten Saison bewähren, kann sich der Gründer auch vorstellen, im kommenden Jahr früher zu öffnen: Statt erst zu Ostern könnten Besucher dann möglicherweise schon ab Anfang März in den Europa-Park kommen.

16.8.2020 • 04:09 Uhr

Rio de Janeiro öffnet Touristenattraktionen

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro dürfen Urlauber wieder die berühmte Christusstatue besuchen. Fünf Monate war der Zugang zu der meterhohen Statue wegen der Corona-Krise gesperrt gewesen.

Die Wiedereröffnung stehe auch für die "Wiedereröffnung Brasiliens für den Tourismus", sagte Umweltminister Ricardo Salles. Allerdings müssen die Besucher Masken tragen und Abstand halten.

Auch die Seilbahn zum Zuckerhut fährt nun wieder. Als weitere Attraktionen wurden das Aquarium "AquaRio" und das Riesenrad "Rio Star" wieder geöffnet.

Brasilien gilt nach den USA als das weltweit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Touristen posieren vor der Christusstatue in Rio de Janeiro. | Antonio Lacerda/EPA-EFE/Shutters

Fünf Monate waren Besuche an der Christusstatue wegen der Corona-Pandemie untersagt. Bild: Antonio Lacerda/EPA-EFE/Shutters

16.8.2020 • 02:52 Uhr

Müller für Kostenbeteiligung von Reiserückkehrern

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat in der "Bild am Sonntag" dafür plädiert, dass sich Urlauber, die aus Risikogebieten zurückkehren, zumindest teilweise an den Kosten für die mittlerweile verpflichtenden Corona-Tests beteiligen sollten. "Denn sie gehen bewusst ein Risiko ein und gefährden die Allgemeinheit", sagte der SPD-Politiker.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hingegen hatte sich in den tagesthemen dafür ausgesprochen, dass Corona-Tests für Reiserückkehrer kostenlos bleiben sollten. Sonst würden manche Reisende möglicherweise versuchen, die Tests zu vermeiden, wenn sie dafür zahlen müssten.

16.8.2020 • 02:40 Uhr

WHO meldet Höchststand an Neuinfektionen

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in den vergangenen 24 Stunden weltweit 294.237 neue Corona-Fälle gemeldet. Das sei der höchste Wert seit dem Ausbruch der Pandemie. Insgesamt hätten sich auf der ganzen Welt bislang mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Mehr als 755.700 Menschen starben bisher, nachdem sie sich infiziert hatten.