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Liveblog zur Corona-Krise ++ 92 Corona-Fälle in Zerlegebetrieb ++

Stand: 18.05.2020 00:47 Uhr

In einem niedersächsischen Zerlegebetrieb haben sich zahlreiche Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Außenminister Maas will ein Ende der Reisewarnung. In Spanien gab es Applaus und Protest. Alle Informationen im Liveblog.

  • 92 Corona-Fälle in Fleischerei in Niedersachsen
  • 70 Infektionen in Flüchtlingsheim in NRW
  • Maas will Ende der Reisewarnung
  • RKI meldet 583 neue Fälle, R-Wert unter 1
  • Konzept zur Rettung von Theatern und Kinos vorgestellt
  • Katar verhängt harte Strafen bei Verstoß gegen Maskenpflicht
  • Grüne stellen Plan für Reform in Fleischindustrie auf
17.5.2020 • 23:04 Uhr

Pörksen: "Massive Verunsicherung"

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen hat in der ARD-Sendung Anne Will von einer einer "Corona-Müdigkeit" in der Bevölkerung gesprochen. Eine massive Verunsicherung mache sich breit, die Bundesregierung müsse zunehmend um Akzeptanz der Maßnahmen kämpfen. Dies sei eine Herausforderung für die Krisenkommunikation. Pörksen, der die Rede von Kanzlerin Merkel am 18. März als Positivbeispiel hervorhob, riet Politikern dazu, "persönlicher zu sprechen".

17.5.2020 • 22:57 Uhr

Verlängerte Ausgangssperre in Indien

Indien verlängert die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre ein weiteres Mal. Die bestehenden Maßnahmen würden nun bis mindestens 31. Mai gelten, teilte das Innenministerium mit. Die Ausgangssperre für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes war Ende März verhängt worden.

Die damit einhergehende Einstellung des Zugverkehrs hat Millionen Wanderarbeiter bei der Rückkehr in ihre Heimat vor große Probleme gestellt. Zahlreiche Menschen sind schon bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen oder auf langen Fußmärschen an Hunger und Erschöpfung gestorben.

In Indien wurden nach offiziellen Angaben bislang knapp 91.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 2800 Erkrankte starben. Einige Experten kritisieren aber, dass in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde zu wenig getestet werde.

17.5.2020 • 22:18 Uhr

92 Corona-Fälle in fleischverarbeitendem Betrieb

In mehreren deutschen Schlachthöfen ist das Coronavirus ausgebrochen. Nun meldet ein Zerlegebetrieb in Niedersachsen 92 Infektionen in der Belegschaft. Das Unternehmen aus Dissen setzte die Produktion aus.

Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, teilte der Landkreis Osnabrück mit. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten - dabei stehe die Frage im Zentrum, "ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt".

62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teils in Sammelunterkünften. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit vielen Jahren in der Kritik.

17.5.2020 • 22:10 Uhr

Applaus und Protest in Spanien

Angesichts sinkender Corona-Zahlen in Spanien haben sich am Sonntagabend noch einmal Hunderttausende mit einem landesweiten Abschlussapplaus beim medizinischen Personal und anderen Berufsgruppen bedankt. In einigen Stadtteilen Madrids klatschten und musizierten die Menschen 25 Minuten, fast fünfmal so lang wie an früheren Abenden.

Anschließend gab es in Madrid auch noch eine sogenannte Cacerolada, bei der die Menschen aus Protest auf Kochtöpfe schlagen. Der Unmut richtete sich gegen die strengen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Protest in Spanien gegen Corona-Auflagen | AFP

Bild: AFP

17.5.2020 • 20:49 Uhr

Agenturbericht: Baby in Russland mit Corona-Infektion geboren

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet über eine Corona-Infektion eines Neugeborenen in Beslan. Demnach war die schwangere Mutter infiziert, das Baby sei dann mit dem Virus geboren worden. Mutter und Kind seien inzwischen zu Hause, ihr Zustand sei "zufriedenstellend".

Der Chef der Geburtsabteilung in Beslan sagte im örtlichen Fernsehen, 17 von 35 Frauen, die kurz vor der Entbindung standen, seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mitte April wurde in Peru bereits ein Neugeborenes positiv auf das Virus getestet. Die Gesundheitsbehörden in Peru hatten damals erklärt, es sei weltweit der zweite Fall eines positiv getesteten Neugeborenen, berichtet AFP.

Russland steht in der Corona-Pandemie mit mehr als 280.000 Infektionen inzwischen auf Platz zwei hinter den USA. Nach offiziellen Angaben starben rund 2600 Menschen an Covid-19. Viele Kritiker bezweifeln diese Zahl aber.

17.5.2020 • 20:37 Uhr

Mehr als 28.000 Corona-Tote in Frankreich

In Frankreich sind seit Beginn der Pandemie 28.108 Todesfälle registriert worden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Nach Angaben des Ministeriums wurden 10.642 der Todesfälle in Alten- und sozialen Pflegeeinrichtungen registriert. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl um 483.

Seit Beginn der Epidemie seien in Frankreich rund 98.500 Menschen in Krankenhäusern behandelt worden, davon rund 17.500 auf Intensivstationen. Inzwischen sinke die Zahl der schwer an Covid-19 erkrankten Menschen.

17.5.2020 • 20:30 Uhr

EU-Kommission besorgt über Verteilung der Corona-Hilfen

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, hat sich besorgt über "riesige Unterschiede" bei den Corona-Staatshilfen der Mitgliedsländer geäußert. Den Statistiken der Kommission zufolge entfalle die Hälfte der genehmigten Corona-Hilfen auf Deutschland, sagt sie der "Süddeutsche Zeitung". Es bestehe die Gefahr, dass dies den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt verzerre und die wirtschaftliche Erholung verlangsame. Dies sei "zu einem gewissen Grad schon eingetreten", zitiert sie die "SZ".

17.5.2020 • 18:41 Uhr

"7-Tage-R" weiter unter kritischem Wert

Der Coronavirus-Reproduktionsfaktor R liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Der "7-Tage-R" liege aktuell bei 0,87, teilte das RKI am Sonntagabend in seinem Lagebericht mit. Am Samstag hatte er bei 0,89 gelegen. Das RKI nutzt diesen Faktor, weil er einen stärkeren Ausgleich von Schwankungen gegenüber dem klassischen R ermöglicht.

Ein Wert unter 1,0 bedeutet, dass ein Infizierter statistisch im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen.

17.5.2020 • 18:38 Uhr

Kritik an Fleischindustrie

Die Koalitionsparteien wollen nicht auf freiwillige Veränderungen in der Fleischbranche warten. Nun plädiert auch Agrarministerin Klöckner für schärfere Strafen. Die Vorschläge von Arbeitsminister Heil dürften noch weiter gehen.

17.5.2020 • 18:33 Uhr

Maas will Ende der Reisewarnung

Bundesaußenminister Heiko Maas will morgen mit seinen Amtskollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel des Treffens ist ein koordiniertes Vorgehen bei der Öffnung der Grenzen für Touristen.

Im Bericht aus Berlin kündigte er an, die weltweite Reisewarnung nicht mehr verlängern zu wollen. Derzeit gilt sie bis zum 14. Juni. Stattdessen sollten Reisehinweise Urlaubern ermöglichen, die regionalen Risiken abzuschätzen. Maas gab zu bedenken, dass noch viele Fragen ungeklärt seien - etwa der Transport in den Urlaub.

17.5.2020 • 18:09 Uhr

70 Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft in NRW

In einer Flüchtlingseinrichtung in St. Augustin sind 70 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Bezirksregierung Köln bekannt. Insgesamt wurden in der Unterkunft 300 Personen getestet. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" über Infektionen in dem Flüchtlingsheim berichtet.

In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Personen Platz. Der Großteil der positiv getesteten Menschen zeige keine oder schwache Symptome, teilte die Bezirksregierung weiter mit. 60 negativ getestete Personen wurden unterdessen in andere Einrichtungen untergebracht.

17.5.2020 • 17:52 Uhr

Zahl der Corona-Toten in Großbritannien steigt weiter

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Großbritannien ist um 170 auf 34.636 angestiegen. Das teilte Wirtschaftsminister Alok Sharma mit. Insgesamt gebe es 243.303 bekannte Infektionsfälle, ein Anstieg von 3142 seit dem Vortag.

Einer Umfrage zufolge sind inzwischen mehr Briten davon überzeugt, dass ihre Regierung schlecht mit der Coronavirus-Pandemie umgeht als umgekehrt. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinium. Demnach zeigten sich 42 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Reaktion der konservativen Regierung von Premierminister Boris Johnson auf den Coronavirus-Ausbruch. Nur 39 Prozent stehen hinter den Entscheidungen in der Downing Street.

17.5.2020 • 17:31 Uhr

Tansania wirbt um Touristen

Laut Johns-Hopkins-Universität gibt es in Tansania 509 Corona-Infektionen. Die US-Botschaft in dem ostafrikanischen Land hatte vergangene Woche allerdings vor einem rasanten Anstieg von Corona-Fällen gewarnt und gerügt: "Die Regierung hat seit dem 29. April keine Daten über Covid in Tansania herausgegeben."

Dennoch will das Land nun seine Grenzen wieder für Touristen öffnen. Präsident John Magufuli kündigte an, dass sich per Flugzeug einreisende Urlauber aus dem Ausland künftig nicht erst in eine mehrtägige Quarantäne begeben müssen. Nach Magufulis jüngsten Angaben vom Sonntag gibt es im Lande aktuell 144 Infizierte, was nach seiner Ansicht auf eine Besserung der Lage hindeutet.

Allerdings hat sein Umgang mit der Pandemie für viel Kritik gesorgt: Corona-Einschränkungen wurden spät eingeführt und sind im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern locker. Kirchen und Moscheen sind weiter geöffnet. Magufuli machte auch Schlagzeilen mit dem Vorschlag, gegen das Virus zu beten. Außerdem berichtete er, eines seiner Kinder sei infiziert gewesen, nun aber geheilt, nachdem es unter anderem Zitronen und Ingwer gegessen habe.

17.5.2020 • 17:12 Uhr

Schulklasse in Unterfranken in Quarantäne

Wegen eines infizierten Schülers einer 9. Klasse im bayerischen Bad Brückenau hat das zuständige Gesundheitsamt die gesamte Klasse und fünf Lehrer in Quarantäne geschickt. Zur Wahrung der Chancengleichheit werden alle neunten Klassen der Mittelschule ausschließlich per Homeschooling zu unterrichtet.

17.5.2020 • 16:54 Uhr

Slowakei: Es bleibt bei geschlossenen Grenzen

Auch wenn andere europäische Länder ihre Grenzen schrittweise wieder öffnen wollen, bleibt die Slowakei bei strengen Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen. Das stellte die Regierung in Bratislava am Wochenende klar. "Es sieht sehr hoffnungsvoll für weitere bedeutende Lockerungen bei uns in der Slowakei aus, aber mit dem Schutzwall an unseren Grenzen müssen wir weiterhin wachsam und vorsichtig bleiben", schrieb der konservative Regierungschef Igor Matovic auf Facebook.

Er stellte damit eine Meldung richtig, derzufolge sein Land eine Grenzöffnung zu Österreich plane. Der ORF hatte dies in seinen Abendnachrichten irrtümlich berichtet.

Die Slowakei weist eine der niedrigsten Corona-Infektionsraten in Europa auf. Bis Sonntag verzeichnete das 5,4 Millionen Einwohner zählende Land nur 1494 bestätigte Infektionsfälle und 28 Corona-Tote. Die Regierung führt diese im Vergleich zu allen Nachbarländern außerordentlich günstigen Zahlen auf ihre radikalen Schutzmaßnahmen zurück und beharrt daher auf einer Abschottung nach außen.

17.5.2020 • 16:35 Uhr

Tourismusbeauftragter: "Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte"

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, geht nicht von einer Verlängerung der weltweiten Reisewarnung aus. Er sei "überzeugt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte sein wird", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

CDU-Politiker Thomas Bareiß |

CDU-Politiker Thomas Bareiß

Erneut äußerte er die Hoffnung, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden könnten, sofern die Krankheitsentwicklung es zulasse und vertrauenswürdige Schutzkonzepte zur Anwendung kämen. Bareiß betonte, man müsse sichergehen, dass man nicht zu früh starte. Gerade in den besonders vom Tourismus abhängigen Regionen Südeuropas sei der Druck zur Wiedereröffnung von Hotels und Ferienanlagen groß.

17.5.2020 • 16:29 Uhr

Museumstag in der Corona-Krise - auch digital

Internationaler Museumstag in Corona-Zeiten: Neben der Eröffnung durch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke finden auch viele Ausstellung digital statt.

In einer Videobotschaft würdigte Woidke, der auch Schirmherr des Museumstags 2020 ist, dass bundesweit viele Museen in der Corona-Krise die "produktive Distanz" genutzt und neue Wege zur Präsentation von Kulturschätzen und zur Wissensvermittlung gefunden hätten. "Virtuell gezeigte Sammlungen, digitale Live-Führungen, spannende Podcasts eröffnen völlig neue Perspektiven und geben uns Einblicke hinter die Kulissen", sagte Woidke.

Er ermutigte zur Nutzung digitaler und realer Museumsbesuche. Auf den Internetseiten des Museumstages präsentieren sich mehr als 800 Museen digital - dort ist auch eine Liste der Häuser, die wieder offen haben.

Der Museumstag, den der Internationale Museumsrat ausruft, will auf die Vielfalt der Museen hinweisen - in Deutschland sind es mehr als 6500.

17.5.2020 • 16:10 Uhr

Obergrenze in Bayern überschritten

Der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing reißen in der Corona-Epidemie die Obergrenze von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dennoch müssten die Lockerungen nicht zurückgenommen werden, teilte der Landkreis unter Verweis auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums mit.

Wörtlich heiße es darin: "Weitere Maßnahmen auf breiter Bevölkerungsebene im Landkreis und Stadtkreis scheinen in der aktuellen Situation nicht geboten."

Am Freitag war bekannt geworden, dass mindestens 77 Mitarbeiter eines Schlachthofs in Bogen mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Gemeinschaftsunterkünfte, in denen die infizierten Mitarbeiter leben, stehen nach Angaben des Landratsamts unter Quarantäne. Erkrankte, die dort nicht isoliert werden können, wurden in eine zentrale Unterkunft gebracht.

17.5.2020 • 16:02 Uhr

Demo gegen Auflagen in Schwerin

Mehr als 250 Menschen haben nach Polizeiangaben in Schwerin gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. In der Nähe des Schlosses fanden sich die Demonstranten unter dem Motto "Coronapanik frisst Grundgesetz" zusammen. Auf den Plakaten waren unter anderem Forderungen wie "Schluss mit Bevormundung" und "Grundrechte sofort zurück" zu lesen. Außerhalb der für die Demonstration abgesperrten Fläche haben sich nach Polizeiangaben weitere rund 400 Menschen eingefunden. Zu Zwischenfällen sei es zunächst nicht gekommen.

Bereits am Samstag waren in zahlreichen deutschen Städten Tausende Menschen gegen Beschränkungen in der Corona-Krise auf die Straße gegangen. Es gab auch Gegendemonstrationen.

17.5.2020 • 15:40 Uhr

Katar führt Maskenpflicht und harte Strafen ein

Katar hat für Verstöße gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie strenge Strafen verhängt. Wer ohne Maske in der Öffentlichkeit unterwegs ist, muss seit heute mit bis zu drei Jahren Haft und mit bis zu 55.000 Dollar (50.800 Euro) Geldstrafe rechnen. nach Agenturmeldungen sind dies die härtesten Strafen weltweit. Die Maskenpflicht gilt laut Innenministerium für alle Menschen, die das Haus verlassen. Ausgenommen seien Personen, die allein in einem Fahrzeug unterwegs seien. Neben Saudi-Arabien zählt Katar zu den am stärksten betroffenen Ländern in der arabischen Welt.

17.5.2020 • 14:46 Uhr

Zahl der Toten in Spanien auf Tiefstand

Die Zahl der pro Tag in Spanien mit Covid-19 gestorbenen Menschen ist bis Sonntag auf 87 gefallen, so wenig wie seit zwei Monaten nicht mehr. Das habe Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einer Videokonferenz mit den Chefs der Regionalregionen mitgeteilt, berichteten nationale Medien. Seit dem 17. März hatte die Zahl der Corona-Toten in Spanien jeden Tag über 100 gelegen,

17.5.2020 • 14:16 Uhr

Knobloch kritisiert "offenen Judenhass" bei Demos

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat sich entsetzt gezeigt über das Ausmaß des Hasses bei Demos gegen die Corona-Politik. Inmitten deutscher Großstädte würden "unter dem Deckmantel des politischen Protests" "Verschwörungstheorien und teils offener Judenhass verbreitet", sagte sie. In der Mitte der Gesellschaft breite sich "ein erschreckender Extremismus aus". Sie fügte hinzu: "Das Geraune von geheimen Mächten und finsteren Plänen, das viele dieser Proteste bestimmt, trägt ganz klar antisemitische Züge."

17.5.2020 • 13:45 Uhr

Millionenstadt in China weitgehend geschlossen

In der chinesischen Millionen-Metropole Jilin werden nach neuen Corona-Fällen die Vorbeuge-Maßnahmen verschärft. Der Distrikt ordnete die Schließung aller Geschäfte an, ausgenommen der Lebensmitteleinzelhandel. Im gesamten Distrikt - der von Behörden als Hochrisiko-Zone eingestuft wird - sind drei neue Infektionen registriert worden.

Gleichzeitig erklärte der oberste Gesundheitsberater der Regierung, Zhong Nanshan, das Risiko einer zweiten Corona-Welle bleibe bestehen. Wegen fehlender Immunität sei die Mehrheit der Chinesen derzeit weiterhin anfällig für das Virus, sagte Zhong Nanshan dem Sender CNN. "Wir stehen vor einer großen Herausforderung." Zuletzt waren neue Infektionscluster in nordöstlichen Provinzen und der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten.

17.5.2020 • 13:20 Uhr

Restaurants und Hotels - was hat wo geöffnet?

In fast allen Bundesländern sind spätestens ab morgen die Restaurants wieder offen. Doch die Regelungen sind sehr unübersichtlich: Was müssen Gäste beachten, wo muss man eine Maske tragen und welche Hygieneregeln gelten? Ein Überblick.

17.5.2020 • 13:08 Uhr

UN: Corona-Krise bedroht LGBTI-Gemeinde besonders

Anlässlich des internationalen Tages gegen Homophobie hat UN-Generalsekretär António Guterres vor einer besonderen Bedrohung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen in der Corona-Pandemie gewarnt. "Es gibt auch Berichte über Covid-19-Richtlinien, die von der Polizei missbraucht werden, um LGBTI-Personen und -Organisationen ins Visier zu nehmen", erklärte Guterres. "Viele LGBTI-Personen, die ohnehin schon Vorurteilen, Angriffen und Mord ausgesetzt sind, nur weil sie sind wer sie sind oder lieben wen sie lieben, erleben als Folge des Virus eine erhöhte Stigmatisierung sowie neue Hindernisse bei der Inanspruchnahme von medizinischer Versorgung", erklärte er weiter.

Der internationale Tag gegen Homophobie geht auf den 17. Mai 1990 zurück: Damals beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen.

17.5.2020 • 12:27 Uhr

Klöckner: Höhere Strafen für Schlachthöfe bei Verstößen

Nach den Coronavirus-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben fordert die CDU Rheinland-Pfalz höhere Bußgelder für Unternehmen, die gegen Arbeitszeitbestimmungen verstoßen. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner - die zugleich CDU-Landesvorsitzende ist - unterstützt einen entsprechenden Vorschlag. "Der Bußgeldrahmen sollte von 15.000 auf 30.000 Euro erhöht werden", sagte Klöckner.

Auch bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer müssten die Betriebe die Standards zur Vermeidung von Infektionsrisiken am Arbeitsplatz einhalten, forderte die Politikerin. Das betreffe auch die Unterbringung der Beschäftigten. Zuletzt hatten sich Hunderte meist osteuropäische Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das hatte massive Kritik an der Branche ausgelöst.

Für Montag hat auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein Konzept angekündigt, wie die Arbeits- und Hygienebedingungen in der Branche verbessert werden können.

17.5.2020 • 11:44 Uhr

OSZE: Corona-Hilfspakete für Wirtschaft beflügeln Korruption

Die Korruption dürfte durch die riesigen Corona-Hilfspakete für die Wirtschaft aufblühen, weil Behörden überfordert sind - das befürchtet die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). "Wir vermuten, dass wir in den nächsten Monaten sehr viel mehr Korruption sehen werden", sagte der OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

"Die Kriminellen passen sich rasch an die Systemschwächen an, die durch die Corona-Krise hervorgerufen werden." Auch der Menschenhandel dürfte zunehmen, so der Schweizer Diplomat. Durch die Einführung der Kontrollen an den Binnengrenzen seien die Grenzbehörden im Schengen-Raum überfordert. An anderen Stellen fehlten dadurch Ressourcen. Das nutzten Kriminelle aus.

17.5.2020 • 11:21 Uhr

Erstmals weniger als 100 Corona-Tote in Spanien

In Spanien ist die Zahl der neuen Todesfälle durch Covid-19 erstmals seit zwei Monaten unter 100 gefallen. Binnen 24 Stunden seien 87 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Insgesamt seien 27.650 Menschen gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg um 652 auf 231.350.

17.5.2020 • 11:06 Uhr

Konzept für Wiedereröffnung von Kinos und Theatern

Die für Kultur zuständigen Minister von Bund und Ländern haben Vorschläge für eine schrittweise Öffnung von Kultureinrichtungen erarbeitet. In einem sechsseitigen Konzept für Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder spricht sich die Ministerrunde für "eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten" aus. Auf der Basis der Empfehlungen müssten dann individuelle Lösungen gefunden werden.

So könnten in Theatern etwa Sitzreihen freigelassen und Veranstaltungen ins Freie verlegt werden. Für Kinos würden möglichst nahe beieinanderliegende Termine zur Wiedereröffnung angestrebt. Zum Vermeiden von Warteschlangen wollen die Kulturminister Online-Tickets und versetzte Zeitfenster beim Einlass. Besucherströme sollen geregelt werden etwa über Verzicht auf Abriss von Eintrittskarten oder Scans von Tickets. Zum Schutz künstlerischer Akteure soll in Probenräumen oder Garderoben die Personenzahl beschränkt werden.

17.5.2020 • 10:27 Uhr

Griechen dürfen wieder zum Gottesdienst

Lange waren die orthodoxen Gottesdienste in Griechenland verboten oder sehr stark eingeschränkt. Nun dürfen die Gläubigen erstmals seit Wochen wieder zusammen einer Predigt lauschen - Tausende strömten nach Berichten von Medien in die Kirchen. Allerdings gelten weiterhin Abstandsregeln und Mundschutzpflicht. Das traditionelle Küssen oder Berühren der Ikonen ist zwar wieder erlaubt - allerdings soll die Ikone nach jeder Berührung desinfiziert werden.

Ein orthodoxer Gottesdienst in Griechenland | REUTERS

Gläubige versammelten sich in Athen in einer orthodoxen Kirche. Bild: REUTERS

Ein orthodoxer Gottesdienst in Griechenland | REUTERS

Allerdings gelten für Gottesdienste Mundschutz- und Abstandspflicht. Bild: REUTERS

17.5.2020 • 10:03 Uhr

Israel beginnt Öffnung der Schulen

Israel hat heute mit der Öffnung der Schulen für alle Jahrgänge begonnen. Nach einem deutlichen Rückgang der Corona-Infektionen in dem Mittelmeerland sollen auch die vierten bis zehnten Klassen in dieser Woche schrittweise wieder unterrichtet werden. Dabei gilt von der vierten Klasse an eine Maskenpflicht. Auch weitere Hygienevorschriften müssen eingehalten werden.

Eltern müssen zudem an jedem Morgen bei ihren Kindern Fieber messen und eine Gesundheitserklärung unterzeichnen. Nur in Ortschaften mit vielen Corona-Infektionen sollen die Schulen noch geschlossen bleiben. In Israel beginnt die Arbeitswoche sonntags.

17.5.2020 • 09:53 Uhr

Weiter hohe Infektionszahlen in Russland

In Russland ist die Zahl der Neuinfektionen wieder gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 9709 neue Ansteckungsfälle registriert worden, teilte die Coronavirus-Arbeitsgruppe mit. Am Samstag waren es noch 9200 gemeldete Neuinfektionen nach rund 10.600 am Freitag. Insgesamt wurden bislang 281.752 Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stiegt um 94 auf 2631. Nach den USA hat Russland die meisten Infektionen weltweit gemeldet.

17.5.2020 • 09:15 Uhr

Basketball-Liga will auch wieder spielen

Die Basketball-Bundesliga hofft auf Erlaubnis der Politik für ihr Meisterturnier. Eine Entscheidung soll bald fallen. Grundlage ist ein strenges Hygienekonzept: Kontakt zur Familie ist tabu, Cheerleader gibt es nicht - und auch den Wischmob müssen die Teams selbst schwingen. Die wichtigsten Punkte:

Ausländische Spieler: Viele Spieler, vor allem aus den USA, waren während der Corona-Krise in ihre Heimat gereist. Wenn die Profis zurückkehren, gilt grundsätzlich eine 14-tägige häusliche Quarantäne.

Hotel: Anders als beim Fußball werden die Aktiven während des Turniers von der Öffentlichkeit komplett abgeschottet und in einem Hotel untergebracht. Auch nach den Spielen wird nicht in der Umkleide, sondern erst im Hotel geduscht.

Tests: Da sich alle aktiven Beteiligten in Gruppenisolation befinden, wird ein Coronatest pro Woche als angemessen angesehen. Bei einem positiven Test wird die Person sofort isoliert, es ist keine automatische Quarantäne für das komplette Team vorgesehen.

Ball: Wenn der Ball einen Zwei-Meter-Sicherheitsbereich um das Feld verlässt, muss er desinfiziert werden, bevor er wieder benutzt wird.

17.5.2020 • 08:55 Uhr

Estland verlängert Corona-Notstand nicht

Estland wird den wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht erneut verlängern. Dies beschloss die Regierung in Tallinn. Der Notstand war Mitte März verhängt worden und läuft in der Nacht zum 18. Mai um Mitternacht aus. Die während des Ausnahmezustands auferlegten Schutzmaßnahmen werden einer Mitteilung der Staatskanzlei zufolge schrittweise gelockert und auf neue Rechtsgrundlagen übertragen. "Dies bedeutet, dass die Notsituation ein Ende hat, aber einige Einschränkungen bleiben in Kraft. Dies ist wichtig, um einen erneuten Ausbruch der Krankheit zu verhindern", erklärte Regierungschef Jüri Ratas.

17.5.2020 • 08:40 Uhr

Weniger Scheu, zum Einsamkeitstelefon zu greifen

Die Corona-Krise hat nach Einschätzung des Berliner Einsamkeitstelefons "Silbernetz" an Tabus gerüttelt. "Corona hat das Thema Einsamkeit und Vereinsamung ein Stück weit in die Normalität gebracht", sagte Gründerin Elke Schilling. Es riefen zum Beispiel doppelt so viele Männer an wie früher und auch jüngere Menschen ab 30. Seit rund acht Wochen ist das Berliner Einsamkeitstelefon, das vor eineinhalb Jahren entstand, bundesweit geschaltet. Seitdem hätten 2500 Menschen das Angebot genutzt.

Die Robert-Enke-Stiftung hat wegen der Krise eine Kampagne und eine telefonische Beratungs-Hotline gestartet. Die Kampagne "Ich schaff' das nicht" zeige, wie es vielen psychisch belasteten Menschen zurzeit gehe, teilte die in Barsinghausen bei Hannover ansässige Stiftung mit. Zugleich wolle man Betroffenen Mut machen und Unterstützung anbieten.

Die Robert-Enke-Stiftung unterstützt unter anderem Maßnahmen und Einrichtungen, die sich der Erforschung und Behandlung von Depressionskrankheiten widmen. Die gemeinnützige Stiftung ist benannt nach dem einstigen Nationaltorhüter Robert Enke, der sich im November 2009 wegen Depressionen das Leben genommen hatte.

17.5.2020 • 07:28 Uhr

Temperaturmessungen an Flughäfen ineffektiv

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich gegen Temperaturkontrollen an Flughäfen in der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Insgesamt werden Screening-Maßnahmen an Flughäfen mit Temperaturmessungen bei der Covid-19-Bewältigung in Deutschland für ineffektiv und der mögliche Mehrwert für vernachlässigbar eingeschätzt", schreiben RKI-Experten in einem Bericht.

Die Fachleute führen als Argumente gegen Temperaturmessungen an, dass viele Corona-Infizierte nicht erkannt werden würden: So sei bei weniger als der Hälfte der Betroffenen, über die das RKI Daten hat, überhaupt Fieber aufgetreten.

17.5.2020 • 06:05 Uhr

Schätzung: Bis zu 20 Millionen Arbeitslose in EU durch Corona-Krise

Der europäische Gewerkschaftsbund Etuc geht davon aus, dass innerhalb der EU bereits bis zu 20 Millionen Beschäftigte ihren Job verloren haben könnten. Der Generalsekretär des europäischen Dachverbandes, Luca Visentini, sprach gegenüber dem Evangelischen Pressedienst von "mindestens 15 bis 20 Millionen" Betroffenen. Hinzu kämen 42 Millionen Menschen, die Kurzarbeitergeld oder eine ähnliche finanzielle Unterstützung beantragt hätten.

17.5.2020 • 06:00 Uhr

RKI meldet 583 weitere Corona-Fälle

Den Daten des Robert Koch-Institutes zufolge wurden in den vergangenen 24 Stunden bundesweit 583 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit sind derzeit 174.355 Fälle in Deutschland bekannt.

Die Zahl der Todesopfer durch eine Infektion stieg demnach um 33 auf insgesamt 7914 an. Rund 153.400 Menschen gelten nach einer Erkrankung als genesen.

17.5.2020 • 05:51 Uhr

Mehr als 5000 Corona-Tote in Mexiko

Die Zahl der Menschen, die in Mexiko nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, hat sich nach Angaben der Landesbehörden innerhalb von 24 Stunden um 278 auf 5045 Fälle erhöht.

Die Zahl bestätigten Infektionen liegt derzeit bei mehr als 47.000. Fast 32.000 Mexikaner gelten als genesen. Allerdings wird in Mexiko im internationalen Vergleich sehr wenig getestet.

17.5.2020 • 05:41 Uhr

Grüne fordert Reform der Fleischindustrie

Vor dem Hintergrund von Corona-Ausbrüchen in mehreren deutschen Schlachtbetrieben haben die Grünen einen Sieben-Punkte-Plan aufgestellt, um die Arbeitsumstände in der Branche zu verbessern. Der Entwurf liegt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor.

Darin fordert die Partei etwa einen Mindestpreis für Tierprodukte, eine bessere Haltung der Tiere, eine faire Entlohnung der Arbeitskräfte, verstärkte staatliche Kontrollen der Betriebe und ein Verbot für Werkverträge mit Subunternehmen.

Die SPD-Fraktion im Bundestag will die strengeren Regeln, die nun für die Schlachthöfe gefordert werden, auch auf andere Branchen ausweiten. Fraktionsvize Katja Mast nannte etwa die Pflege und die Lebensbedingungen von Saisonarbeitskräften, die nochmals geprüft werden sollten.

17.5.2020 • 05:29 Uhr

Italien: Staatshilfen für Fiat Chrysler?

Der Autokonzern Fiat Chrysler könnte Chancen auf finanzielle staatliche Unterstützung für seine Ableger in Italien haben.

Das Unternehmen bestätigte, dass derzeit Verhandlungen mit der italienischen Regierung über staatliche Garantien für eine dreijährige Kreditlinie über 6,3 Milliarden Euro liefen. Mit dem Geld sollten Zulieferer bezahlt und die Wiederaufnahme des Betriebs in den italienischen Werken gesichert werden.

Auch Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte, Fiat Chrysler sei berechtigt, entsprechende Kredite zu beantragen: "Wir sprechen nicht über die Muttergesellschaft, wir sprechen über die Konzerntöchter in Italien, die Tausende von Menschen beschäftigen."

17.5.2020 • 05:05 Uhr

Museen in Italien bereiten sich auf Wiedereröffnung vor

Morgen können in Italien Museen wieder für Besucher öffnen. Der Direktor der Uffizien in Florenz sieht in der Corona-Krise auch die Chance für einen Wandel, wie Jörg Seisselberg berichtet.

17.5.2020 • 04:55 Uhr

Tourismusverband fordert milliardenschweren Rettungsfonds

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft pocht auf einen milliardenschweren staatlichen Hilfsfonds. Die derzeit angebotenen Kreditprogramme trieben die meisten Unternehmen nur in die Überschuldung, sagte Verbandspräsident Michael Frenzel der "Bild am Sonntag". "Daher brauchen für einen Rettungsfonds, der hilft, Verluste von mindestens 16 Milliarden Euro abzufangen."

Frenzel schätzt die Umsatzeinbußen, die in diesem Jahr durch die Corona-Einschränkungen auf die Branche zukommen, auf mehr als 100 Milliarden Euro. Bundesweit seien durch die Krise 1,2 Millionen Jobs in Gefahr.

17.5.2020 • 04:26 Uhr

US-Lazarettschiff beendet Einsatz

Sieben Wochen lang hatte die "USNS Mercy" der US-Marine in Los Angeles als mobiles Krankenhaus für Corona-Patienten gedient. Nun hat das Lazarettschiff seinen Einsatz beendet und ist in seinen Heimathafen in San Diego zurückgekehrt.

Auch in New York hatte ein Lazarettschiff die Kliniken unterstützt. Die "USNS Comfort" hatte den Hafen der Metropole aber bereits Anfang des Monats wieder verlassen, nachdem die Zahl der Neuinfektionen nach und nach zurückgegangen war.

Das US-Lazarettschiff "Mercy". | AP

Die "USNS Mercy" ist in ihrem Heimathafen in San Diego zurückgekehrt. Bild: AP

17.5.2020 • 03:41 Uhr

RKI plant Studie in Kupferzell

Im März hatte es in Kupferzell im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg in kurzer Zeit eine Vielzahl an Corona-Infektionen gegeben. Darum wurde der Ort für eine Studie ausgewählt, in der das Robert-Koch-Institut verschiedene Faktoren zur Ausbreitung des Erregers untersuchen will.

Ab morgen will das Institut rund 2000 per Zufall ausgewählte Einwohner einladen, freiwillig an der Studie teilzunehmen. Unter anderem soll geprüft werden, wie viele der Teilnehmer Antikörper gegen des Virus aufweisen und bei wie vielen eine Infektion ohne Symptome verlaufen ist. Dafür wollen die Wissenschaftler Blutproben entnehmen und einen Rachenabstrich dürchführen.

17.5.2020 • 03:18 Uhr

Bericht: Deutsche horten in Krise Bargeld

Viele Deutsche horten in der Corona-Krise einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge Bargeld. Die Zeitung beruft sich auf eine Studie des Fintech-Unternehmens Deposit Solutions, das Daten der Europäischen Zentralbank ausgewertet hat.

Demnach wurden im März zehn Milliarden Euro von deutschen Konten abgehoben. Damit bilde Deutschland in der EU eine Ausnahme. In Italien, Frankreich oder Spanien etwa seien die Spareinlagen im März sogar gestiegen.

17.5.2020 • 03:04 Uhr

Verfassungsschutz: Rechtsextreme instrumentalisieren Protest

Der Präsident des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, hat im Interview mit der "Welt am Sonntag" davor gewarnt, dass Rechtsextreme versuchen würden, die Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen zu instrumentalisieren.

"Es besteht die Gefahr, dass Rechtsextremisten sich mit ihren Feindbildern und staatszersetzenden Zielen an die Spitze der Corona-Demonstrationen stellen, die aktuell mehrheitlich von verfassungstreuen Bürgern durchgeführt werden", warnte Haldenwang. Zudem deute sich an, dass "Extremisten die aktuelle Lage genauso nutzen wie in der sogenannten Flüchtlingskrise"

17.5.2020 • 02:16 Uhr

Virus auf Maskenstoff tagelang überlebensfähig?

In einer aktuellen Hygieneempfehlung, die die Weltgesundheitsorganisation gestern veröffentlichte, rät die Organisation nochmals dazu, Oberflächen regelmäßig zu desinfizieren.

Mehrere Studien gehen davon aus, dass sich das neuartige Coronavirus auf einigen Oberflächen bis zu mehreren Tagen halten kann. So deute eine Studie darauf hin, dass der Erreger auf der Außenseite einer Gesichtsmaske bis zu sieben Tage überleben könne. Auf Edelstahl und Plastik sei es bis zu vier Tage nachweisbar gewesen, auf Glas bis zu zwei Tage, so die WHO.

Die WHO betonte aber auch, dass solche Studien mit Vorsicht auszulegen seien, da sie in Laboren durchgeführt worden seien und so nicht die Umstände im Alltag abbildeten.

17.5.2020 • 01:55 Uhr

Obama kritisiert Corona-Krisenmanagement

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat ein Video veröffentlicht, in dem er Studenten gratuliert, die ihren Abschluss an einer Hochschule mit schwarzer Mehrheit gemacht haben. In dem Video kritisierte er aber auch das Management der aktuellen US-Regierung in der Corona-Pandemie - allerdings ohne konkrete Namen zu nennen.

"Diese Pandemie hat vor allem unsere Überzeugung zunichte gemacht, dass die Leute, die in der Verantwortung stehen, wissen, was sie tun", sagte Obama. "Viele von ihnen tun nicht einmal so, als seien sie verantwortlich."

17.5.2020 • 01:39 Uhr

Brasilien meldet fast 15.000 Neuinfektionen

Den Gesundheitsbehörden in Brasilien sind in den vergangenen 24 Stunden mehr als 14.900 weitere Corona-Fälle gemeldet worden. Damit sind landesweit derzeit mehr als 233.000 Infektionen bekannt.

Die Todesfälle erhöhten sich binnen 24 Stunden um 816 auf insgesamt 15.633 Opfer.

Allein im Bundesstaat São Paulo kamen bislang fast 4700 Menschen infolge einer Infektion ums Leben. Damit starben in dem brasilianischen Bundesstaat mehr Menschen durch das Virus als in China. In der Volksrepublik gab es offiziellen Angaben nach rund 4600 Corona-Tote.

17.5.2020 • 01:14 Uhr

Laschet: Neustart der Bundesliga hat sich "gelohnt"

Aus Sicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet hat sich der Wiedereinstieg in die Bundesliga gelohnt.

"Es ist genau das vorsichtige Hineintasten in eine verantwortungsvolle Normalität, die wir alle wollen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

Die Liga habe ein perfektes Konzept vorgelebt. "Wenn alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen", zeigte sich Laschet überzeugt.