Ein Arzt arbeitet auf der Covid-19-Intensivstation des San Matteo-Krankenhauses im italienischen Pavia. | dpa
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Liveblog zur Corona-Krise EU vereinbart gemeinsames Vorgehen

Stand: 27.03.2020 00:03 Uhr

Die EU-Staaten haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Krise geeinigt. Die Finanzminister haben nun zwei Wochen Zeit, einen EU-Hilfsplan zu erarbeiten. Alle Entwicklungen vom Donnerstag im Liveblog zum Nachlesen.

  • EU-Finanzminister sollen in zwei Wochen Wirtschafts-Hilfsplan präsentieren
  • China schließt von Samstag an Grenzen für Ausländer
  • EU will Geberkonferenz für Impfstoff-Forschungsgelder
  • Landwirtschaftsministerin Klöckner befürchtet Personalmangel in Lebensmittelbranche
  • Mehr als 500.000 Infizierte weltweit
27.3.2020 • 00:03 Uhr

Das war es für heute

Damit beendet wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

26.3.2020 • 22:55 Uhr

USA verzeichnen weltweit höchste Infektionszahl

In den USA sind nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität inzwischen 82.404 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion registriert worden. Sie sind damit das erste Land, das mehr Ansteckungsfälle verzeichnet als China, wo das Virus ausgebrochen war. Dort gibt es den Daten zufolge bislang 81.782 Fälle - allerdings hatte China mehrmals seine Zählkriterien geändert. Experten warnen außerdem vor einer hohen Dunkelziffer nicht diagnostizierter Corona-Infektionen im Land.

26.3.2020 • 22:33 Uhr

Merkel: EU-Spitzen entscheiden weiteres Vorgehen in zwei Wochen

Nach mühsamen Verhandlungen haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf ein weiteres Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. Die Regierungen der Eurozonen-Länder, konkret die Finanzminister, sollten in zwei Wochen neue Vorschläge für die Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Krise unterbreiten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Telefonkonferenz, die live auf ihrer Webseite übertragen wurde. Zuvor hatten mehrere Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP übereinstimmend von der Einigung berichtet.

Italien hatte zuvor gemeinsam mit anderen Staaten für die Einrichtung eines gemeinsamen Schuldeninstruments, eines sogenannten Corona-Bonds, in der angespannten wirtschaftlichen Lage plädiert. "Wir haben von deutscher, aber auch anderer Seite gesagt, dass dies nicht die Auffassung aller Staaten ist", sagte Merkel. Der Europäische Stabilitätsmechanismus sei das "präferierte Instrument", da er für solche Krisenfälle eingerichtet worden sei - die Regelung obliege aber den EU-Finanzministern. Zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Wirtschafts sagte sie, diese seien größer als die der internationalen Finanzkrise 2008.

Auf die Frage aus dem ARD-Hauptstadtstudio, ob sie die häusliche Quarantäne bei ihrer Arbeit einschränke, sagte Merkel, sie sei "sehr, sehr gut beschäftigt" mit Videokonferenzen und Telefonschalten - "Trotzdem fehlt mir so ein bisschen, dass ich bei den Kabinettssitzungen nicht dabei sein kann, die Leute nicht persönlich sehe."

Merkel hatte sich in Quarantäne begeben, nachdem bekannt geworden war, dass ein sie behandelnder Arzt Kontakt zu Corona-Patienten hatte. Zwei aufeinanderfolgende Infektionstests der Kanzlerin waren jedoch negativ ausgefallen.

26.3.2020 • 22:00 Uhr

Kramp-Karrenbauer für Risikogruppen-Isolation

Bundensverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich im Interview mit der "Welt" zu möglichen Auswegen aus dem Corona-Shutdown geäußert. "Vieles deutet darauf hin, dass die besondere Isolation von Risikogruppen, flächendeckende Tests und auch das Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen uns dabei helfen können, gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben", sagte sie.

Zugleich lobte sie die Arbeit der Bundeswehr bei der Bewältigung der Krise und appellierte an den Zusammenhalt innerhalb der EU. "Der Corona-Nationalismus mancher Regierungen und Politiker ist erschreckend", sagte sie. "Jede Hilfe über Grenzen hinweg ist jetzt wichtig - auch mit Blick auf die Zusammenarbeit in der Zeit nach der akuten Krise." Deutschland sei "im intensiven Gespräch mit unseren Verbündeten über Produktion und Austausch der Materialien, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte, die jetzt alle brauchen."

26.3.2020 • 21:32 Uhr

Italien blockiert EU-Abschlusserklärung zu Corona-Krise

Der EU-Gipfel ist wegen eines Streits um die europäische Unterstützung finanzschwacher Länder bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise blockiert. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte sei nicht bereit, eine vorbereitete Abschlusserklärung zu akzeptieren, hieß es aus italienischen Regierungskreisen. Nach Angaben aus EU-Kreisen wurden die Gipfelberatungen zur Suche nach einer Lösung aber zunächst fortgesetzt.

Conte hatte demnach gefordert, die Präsidenten der fünf EU-Institutionen damit zu beauftragen, "in zehn Tagen" einen neuen Vorschlag vorzulegen. Dies wären die Chefs der EU-Kommission, des Europaparlaments, des EU-Rats, der Eurogruppe und der Europäischen Zentralbank, die 2015 bereits einen Bericht über die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion erstellt hatten.

Italien ist mit rund 7500 Corona-Toten nicht nur das am schwersten von der Epidemie getroffene EU-Land. Es hat nach Griechenland mit einem Schuldenberg von über 130 Prozent der Wirtschaftsleistung auch den geringsten finanziellen Spielraum, um auf den Konjunktureinbruch infolge der Corona-Krise zu reagieren.

Zusammen mit acht weiteren Ländern einschließlich Spaniens hatte Italien gestern die Schaffung von europäischen Corona-Bonds gefordert, um finanziell schwächere Staaten in der Krise zu unterstützen. Deutschland und andere Länder lehnen dies aber als Vergemeinschaftung von Schulden in Europa ab. Conte habe in der per Video-Konferenz tagenden Gipfel-Runde klargemacht, dass er "nicht an die Vergemeinschaftung von Schulden denke", hieß es aus Beratungskreisen. Jedes Land sei für seine Staatsschulden verantwortlich, habe der Regierungschef gesagt. Auf die Corona-Krise müsse aber "mit innovativen und wirklich angemessenen Finanzinstrumenten" reagiert werden.

26.3.2020 • 20:49 Uhr

NRW-Ministerpräsident Laschet: Nachdenken über die Zeit nach der Krise

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat in der Corona-Krise ein sorgfältiges Abwägen gesundheitlicher Faktoren angemahnt. Mutmaßungen und Forderungen, dass schon zu Ostern das öffentliche Leben wieder aufgenommen werden könne, trat er im ARD extra zur Corona-Lage in Deutschland entgegen: "Wir müssen jetzt strikt alle die Regeln einhalten", sagte Laschet. Zum Ende der Osterferien, die in Nordrhein-Westfalen am 19. April enden, werde man die Lage neu beurteilen.

Schon jetzt müssten aber Entscheidungsträger sich Gedanken über die Zeit nach der Krise machen: "Ja, diese Maßnahmen sind jetzt geboten. Aber wenn das Leben nicht wieder in Gang kommt, wenn Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen würden, wenn das noch ein halbes Jahr oder länger dauert - dann entstehen andere gesundheitliche Schäden", warnte er mit Blick auf ansteigende häusliche Gewalt, Depressionserkrankungen infolge von Arbeitslosigkeit und andere gesundheitliche Folgen der Quarantäne. Hier müsse die Politik Auswege findenn.

26.3.2020 • 20:30 Uhr

Mehr als 100 Tote an einem Tag in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle durch das Coronavirus in einem Zeitraum von 24 Stunden verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11.700 Menschen sind nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

26.3.2020 • 19:53 Uhr

Frankreich meldet 365 weitere Todesfälle

Den französischen Gesundheitsbehörden zufolge hat es im Land einen sprunghaften Anstieg der Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung gegeben. Am Donnerstag wurden demnach 365 weitere Tote registriert - das entspricht einem Tagesanstieg um 27 Prozent. Insgesamt starben bislang 1696 Menschen in Frankreich an der Lungenkrankheit. Erstmals war in Frankreich auch eine 16-Jährige aus der Region Paris unter den Todesopfern.

Landesweit gelten bereits strenge Ausgangssperren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

26.3.2020 • 19:39 Uhr

VW verlängert Produktionspause um vier Tage

Volkswagen verlängert die zweiwöchige Produktionsunterbrechung in den deutschen Werken um weitere vier Arbeitstage. Der Grund sei die anhaltend sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen und die Herausforderungen in der Lieferkette, teilte der Autohersteller mit. Insgesamt werde damit für rund 80.000 VW-Mitarbeiter eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt. Es sei geplant, die Kurzarbeit mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden zu lassen.

Betroffen sind die Werke in Dresden, Emden, Osnabrück, Wolfsburg, Zwickau und von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover sowie die Werke der Volkswagen Konzern Komponente in Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Chemnitz, Hannover Komponente und die deutschen Werke der Sitech. Gleichzeitig bereite sich das Unternehmen intensiv auf die Wiederaufnahme der Produktion vor, bei der der Schutz der Mitarbeiter noch einmal deutlich verstärkt werden soll, hieß es.

26.3.2020 • 19:20 Uhr

Mehr als 500.000 Infizierte weltweit - 6153 Neuinfektionen in Italien

Mehr als eine halbe Million Menschen weltweit haben sich inzwischen mit dem Coronavirus infiziert. Diese Zahl veröffentlichte die Johns-Hopkins-Universität, nachdem in Italien die Zahlen wieder angestiegen sind. Insgesamt haben sich in Italien bis heute nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Mittwoch, wie der Zivilschutz mitteilte. 8165 sind an dem Virus gestorben - so viele wie in keinem anderen Land.

26.3.2020 • 18:49 Uhr

G20 vereinbaren Investitionen und koordinierte Zusammenarbeit

Die 20 stärksten Industrie- und Schwellenländer haben nach einer gemeinsamen Konferenz unter der Leitung Saudi-Arabiens enorme Investitionen in die Weltwirtschaft und eine verstärkte Abstimmung in der Corona-Krise beschlossen. Zusammen wollen sie fünf Billionen US-Dollar - gut 4,5 Billionen Euro - investieren. Außerdem sollen Produktionskapazitäten für medizinische Versorgungsgüter ausgebaut und die Kommunikation zwischen Politik, Forschung und privater Wirtschaft verstärkt werden.

26.3.2020 • 18:22 Uhr

China kündigt Einreiseverbot für Ausländer an

China hat die Schließung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt. Die Maßnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Außenministerium in Peking auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt. Beobachter in Peking gingen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem Auslöser der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, verhindert werden solle. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen blieben die Grenzen offen, hieß es in der Mitteilung.

China, wo die Coronavirus-Krise Ende vergangenen Jahres ihren Ausgang nahm, kämpft nach eigenen Angaben inzwischen mehr mit "importierten" Infektionen. Innerhalb des Landes gab es dagegen nach offiziellen Angaben keine neuen Infektionen mehr.

26.3.2020 • 18:10 Uhr

Saudi-Arabien erstes arabisches Land mit mehr als 1000 Infizierten

Als erstes Land der arabischen Welt hat Saudi-Arabien mehr als 1000 Coronavirus-Infizierte gemeldet. Innerhalb eines Tages seien mehr als 100 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Riad mit. Bislang seien drei Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. In weiten Teilen Saudi-Arabiens gilt derzeit eine Ausgangssperre, alle internationalen und inländischen Flüge sind für zwei Wochen ausgesetzt. Auch der Zugang für Pilger zu den für Muslime heiligen Stätten Mekka und Medina sind beschränkt.

Auf der arabischen Halbinsel gibt es nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität bislang mehr als 2600 Ansteckungsfälle. Neben dem Königreich Saudi-Arabien besonders stark betroffen sind Bahrain und Katar.

Ein Mann mit Atemschutzmaske geht am Wandbild des saudischen Königs Salman in der Hauptstadt Riad vorbei. | REUTERS

Ein Mann mit Atemschutzmaske geht am Wandbild des saudischen Königs Salman in der Hauptstadt Riad vorbei. Bild: REUTERS

26.3.2020 • 17:44 Uhr

101-Jähriger aus Rimini von Corona-Infektion genesen

In Italien ist ein 101-Jähriger nach Angaben der Stadt Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Herr P., wie die Vize-Bürgermeisterin Gloria Lisi den Mann nannte, sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen. Gestern sei er aus dem Hospital Infermi in Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie gekommen.

26.3.2020 • 17:35 Uhr

Prinz Charles "sehr gerührt" von Anteilnahme

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich via Twitter für die Anteilnahme an seinem Gesundheitszustand bedankt. Er sei "sehr gerührt von den freundlichen Worten", ließ der 71-Jährige mitteilen.

26.3.2020 • 17:14 Uhr

Kliniken lassen Väter nicht mehr in den Kreißsaal

Wegen des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus verbieten einige Kliniken in Süddeutschland Vätern, bei der Geburt ihres Kindes dabei zu sein. "Manche wollen das Risiko lieber nicht eingehen", sagte Eduard Fuchshuber von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft am Donnerstag in München. "Es wäre einfach eine Katastrophe, wenn das Virus dadurch eingeschleppt würde." In wie vielen Kliniken in Bayern werdende Väter draußen bleiben müssen, sei aber unklar.

Eigentlich gilt bayernweit die Entscheidung des Gesundheitsministeriums: Besuche in Krankenhäusern sind verboten - eine Ausnahme ist die Geburt des eigenen Kindes. Dem Klinikum Fichtelgebire und den Regiomed-Kliniken in Oberfranken und Thüringen geht das nicht weit genug. Regiomed will Eltern zumindest ermöglichen, während der Geburt per Video miteinander zu kommunizieren. Außerdem dürften Vater nach der Geburt die ersten Stunden im Familienzimmer verbringen.

Genau anders herum ist es am Klinikum Nürnberg, Ingolstadt und Passau, am Universitätsklinikum München, Augsburg und Würzburg sowie im Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg: Dort dürfen Väter nach Angaben der Häuser bei der Geburt dabei sein, müssen das Krankenhaus danach aber gleich wieder verlassen. Am Krankenhaus Tirschenreuth ist die Station für Gynäkologie und Geburtshilfe am vergangenen Wochenende geschlossen worden, um Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen.

26.3.2020 • 17:08 Uhr

Britischer Premier lobt Impfstoff-Prämie aus

Der britische Premierminister Boris Johnson verspricht 210 Millionen Pfund (umgerechnet 231 Millionen Euro), um die internationale Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu unterstützen. Er rufe die Regierungen der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) und aller Staaten weltweit auf, dabei zu helfen, das Virus zu besiegen, erklärte Johnson.

Die Europäische Union denkt darüber nach, eine internationale Geberkonferenz für die nötige Finanzierung der Impfstoffforschung zu organsieren. Das erklärten EU-Ratschef Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Konferenz der G20-Staaten. Die angedachte Geberkonferenz stehe im Zeichen der globalen Initiative zur Reaktion auf Pandemien, die die Weltgesundheitsorganisation WHO gefordert hatte.

26.3.2020 • 16:35 Uhr

Berliner Arztpraxen müssen wegen Ausrüstungsmangel schließen

In Berlin sind derzeit 31 Arztpraxen wegen fehlender Schutzausrüstung für die Mitarbeiter geschlossen. Das bestätigte die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV Berlin) auf Nachfrage dem RBB. Insgesamt haben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bislang 101 von gut 6500 Praxen ihre Arbeit einstellen müssen - bei mehr als der Hälfte waren Quarantänemaßnahmen für die Mitarbeiter der Grund, in 7 Fällen die Betreuung von Kindern, nachdem Kitas und Schulen geschlossen wurden. Grundsätzlich sei die ärztliche Versorgung noch immer gesichert, versicherte die KV Berlin. Man behelfe sich mit dem noch zur Verfügung stehenden Material.

26.3.2020 • 16:19 Uhr

Kunstmesse Art Basel auf Herbst verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird auch die weltberühmte Kunstmesse Art Basel verschoben. Die Schau für zeitgenössische Kunst solle statt Mitte Juni nun vom 17. bis zum 20. September stattfinden, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit Galerien, Sammlern und Partnern der Art Basel gefallen, damit die meisten Branchenvertreter und Sammler auch wirklich teilnehmen könnten.

26.3.2020 • 16:02 Uhr

Bundesländer nehmen Patienten aus dem Ausland auf

Angesichts überlasteter Krankenhäuser in Italien haben sich mehrere deutsche Bundesländer bereiterklärt, mehrere schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung aufzunehmen. Niedersachsen werde zehn Intensivpatienten aus der Lombardei an der Medizinischen Hochschule Hannover behandeln, teilte die Staatskanzlei mit. Ihre Aufnahme sei "ein kleines Zeichen der Solidarität und der Nächstenliebe", sagte Ministerpräsident Stephan Weil.

Hessen will insgesamt 14 Patienten aus Italien und Frankreich medizinisch versorgen, die aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna, der französischen Krisenregion Grand Est und der Champagne stammen. "In der Krise stehen wir zusammen", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Bayern und Brandenburg bereiterklärt, Covid-19-Erkrankte aus dem Ausland zu behandeln. Auch das Saarland und Baden-Württemberg boten ihre Hilfe an.

26.3.2020 • 16:13 Uhr

Maskenmangel bei der französischen Polizei

Die französische Polizei beklagt in der Corona-Krise einen Mangel an Atemschutzmasken. Die Polizeigewerkschaften des Landes drohen damit, die Kontrollen der Ausgangssperre auf ein Minimum herunterzufahren, wenn das Innenministerium keine neuen Masken bereitstelle. Die Kritik der Gewerkschaften entzündet sich an einer Entscheidung des Ministeriums, rund 1,4 Millionen Masken der Schutzstufe FFP2 von der Polizei an das Gesundheitspersonal weiterzugeben.

Innenstaatssekretär Laurent Nuñez sagte, Ärzte und Krankenpfleger benötigten die FFP2-Masken bei der Behandlung schwer Erkrankter, insbesondere auf den Intensivstationen. Die Regierung wolle aber sicherstellen, dass die Beamten ebenfalls geeignete Masken erhielten. Auch über "innovative Schutzlösungen" werde nachgedacht, sagte Nuñez.

Berittene Polizisten in La Ville-ès-Nonais in Westfrankreich lassen sich von einer Frau ein Schreiben zureichen, mit dem sie den Grund ihres Ausgangs belegen soll. | AFP

Berittene Polizisten in La Ville-ès-Nonais in Westfrankreich lassen sich von einer Frau ein Schreiben zureichen, mit dem sie den Grund ihres Ausgangs belegen soll. Atemschutzmasken tragen sie allerdings nicht. Bild: AFP

26.3.2020 • 15:35 Uhr

Wie angekündigt: Spanien verlängert Ausgangssperre

Spanien verlängert die Ausgangssperre wegen der Corona-Krise um mindestens zwei weitere Wochen bis zunächst 12. April. Es sei nicht einfach, den Ausnahmezustand zu verlängern, sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez im Parlament. "Aber ich bin überzeugt, dass die einzige effiziente Option gegen das Virus die soziale Isolation ist." Die größte Oppositionspartei, die konservative Volkspartei, unterstützt die Maßnahme. Sie kritisierte aber zugleich die ihrer Meinung nach späte Reaktion der Regierung und das Versäumnis, medizinisches Personal ausreichend mit lebensrettenden Geräten zu versorgen.

Spanien ist das nach Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa.

26.3.2020 • 15:30 Uhr

Bericht: Spanien bekommt offenbar mangelhafte Test-Kits aus China

Die von einer chinesischen Firma nach Spanien verschickten Corona-Schnelltests sind nach einem Bericht der Tageszeitung "El Pais" zufolge mangelhaft. Krankenhäuser und Laboratorien in Madrid hätten demnach festgestellt, dass die Schnelltest-Kits fehlerhaft und unpräzise funktionierten und keine zuverlässigen Ergebnis aufwiesen.

Die Meldung sorgte im Gesundheitssektor für Entsetzen. Die spanische Regierung hatte vor Tagen die ersten 340.000 Schnelltest-Kits aus China verteilt. Sie werden dringend benötigt, um vor allem die stark vom Virus betroffene Ärzteschaft und Krankenpfleger zu testen. Das spanische Gesundheitspersonal macht etwa zwölf Prozent aller Infizierten aus.

Die ersten 8000 in Madrid verwendeten Tests der chinesischen Firma Shenzhen Bioeasy Biotechnology führten den Angaben zufolge jedoch zu fehlerhafte Testergebnissen. Heute teilte die chinesische Botschaft in Madrid mit, die Firma habe seitens der chinesischen Behörden bisher keine Lizenz erhalten, die Produkte zu verkaufen.

26.3.2020 • 15:18 Uhr

Ärztekammerchef rät Bürgern zu einfachen Schutzmasken

Wegen der Coronakrise hat der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, die Menschen in Deutschland zum Tragen einfacher Atemschutzmasken aufgefordert. Diese garantierten zwar keinen Schutz vor Ansteckung, betonte Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden." Dies helfe bei der Viruseindämmung.

Reinhardt appellierte zugleich nachdrücklich an alle Menschen, sich nur mit einfachen oder notfalls selbstgebastelten Masken zu schützen. Professionellere Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 seien im Alltag nicht erforderlich und würden dringend von Ärzten und Krankenpflegern oder Menschen mit Vorerkrankungen benötigt.

26.3.2020 • 15:13 Uhr

Krisenkabinett: Keine bundesweite Quarantäne-Pflicht bei Einreise

Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hat sich nicht auf eine bundeseinheitliche Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Nicht-EU-Staat verständigt. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, stieß ein entsprechender Vorschlag aus dem Innenministerium auf wenig Resonanz und wurde deshalb nicht auf die Tagesordnung gesetzt.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus war überlegt worden, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt und auch EU-Bürger nur in ihr Heimatland weiterreisen dürfen, hätte dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betroffen. Einzelne Kommunen haben zudem Verfügungen erlassen, die Rückkehrer aus Risikogebieten zur Quarantäne verpflichten.

Das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundeskanzleramt halten dies jedoch nach dpa-Informationen zum jetzigen Zeitpunkt für unverhältnismäßig.

26.3.2020 • 14:47 Uhr

Australien: Tausende Freiwillige für Medikamentenstudie

In Australien wollen sich Tausende Beschäftigte des Gesundheitswesen an einer Studie beteiligen, bei der geprüft werden soll, ob ein Tuberkulose-Impfstoff auch gegen das Coronavirus hilft.

Ergebnisse des Tests seien in rund sechs Monaten zu erwarten, teilte das pädiatrisches Forschungsinstitut MCRI in Melbourne mit. Die Hälfte der Studienteilnehmer soll den Impfstoff erhalten, die andere ein Placebo.

26.3.2020 • 14:44 Uhr

Bericht über drastische Lage in Straßburger Uniklinik

In einem Schreiben an die Landesregierung berichtet das Deutsche Institut für Katastrophenmedizin, in der Klinik würden Corona-Patienten in hohem Alter teils seit Tagen nicht beatmet.

26.3.2020 • 14:34 Uhr

Saudi-Arabien fordert "globale Antwort" auf Pandemie

Die G20-Mitglieder haben per Videokonferenz über die Corona-Krise beraten. Den Vorsitz hat derzeit Saudi-Arabien inne. König Salman zeigte sich zuversichtlich, "dass wir diese Krise zusammen durchstehen werden." Die G20 habe ihre Wirksamkeit schon bei der weltweiten Finanzkrise unter Beweis gestellt in ihrer Fähigkeit, deren Schwere zu mindern.

Er plädierte zum Einen dafür, die nötige Forschung zu finanzieren, um einen Impfstoff und Medikamente gegen das Virus zu entwickeln. Zum anderen müssten die G20-Staaten ein "starkes Signal" an die Weltwirtschaft senden, um das Vertrauen wiederherzustellen. Dafür müsse der «normale Fluss» von Waren und Dienstleistungen so bald wie möglich wieder aufgenommen werden.

26.3.2020 • 14:27 Uhr

Tokio hofft auf geteilte Kosten für Olympia-Aufschub

Tokios Gouverneurin Yuriko Koike will das Internationale Olympische Komitee (IOC) um eine Beteiligung an den Kosten bitten, die durch die Verlegung der Olympischen Sommerspiele auf das nächste Jahr entstehen. Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Die Wettkämpfe sollten ursprünglich vom 24. Juli bis 9. August stattfinden. Die Kosten für die Verlegung werden auf rund 2,7 Millionen Dollar geschätzt.

26.3.2020 • 14:24 Uhr

Hamsterkäufe gehen zurück

Bundeswirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte, dass es weiter keinen Grund gebe, Lebensmittel zu horten. Zahlen zeigten, dass sogenannte Hamsterkäufe weniger werden, wie Martin Schmidt berichtet.

26.3.2020 • 14:20 Uhr

Hohe Nachfrage bei Darlehen

Die Nachfrage nach Hilfsdarlehen der staatlichen Förderbank KfW ist nach wie vor riesig. Alleine bei den Sparkassen seien bis zum Donnerstagmittag rund 200.000 Anfragen von Unternehmen und Selbstständigen eingegangen, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

Bei der KfW lagen Stand Mittwochabend 195 Anfragen für Corona-Sonderkredite im Volumen von insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor.

26.3.2020 • 14:18 Uhr

Saisonarbeiter fehlen in Betrieben

Bundeswirtschaftsministerin Julia Klöckner hat davor gewarnt, dass in Lebensmittelbetrieben wie Fleischereien und Molkereien aufgrund der Reisebeschränkungen Personal fehle. Auch Bauern und Landwirte fehlten Arbeitskräfte. Es gehe nicht nur um die Spargelernte sondern auch um die Aussaat von Getreide, wo Personal fehle. Man setze jetzt auf Hilfe etwa von Studenten.

26.3.2020 • 14:06 Uhr

Gefährliche Tipps im Netz

Im Internet kursieren angebliche Tipps und Behandlungsmöglichkeiten bei einer Corona-Erkrankung. Doch einige dieser vermeintlichen Ratschläge können extrem gefährliche Folgen haben.

26.3.2020 • 14:03 Uhr

China streicht erneut zahlreiche Flüge

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle reduziert China ab Sonntag die Zahl der internationalen Flugverbindungen drastisch. Chinesische Airlines dürften jedes Land pro Woche nur noch einmal anfliegen, teilte die zivile Luftfahrtbehörde mit. Auch ausländische Gesellschaften dürften nur noch einen Flug pro Woche nach China anbieten.

26.3.2020 • 14:02 Uhr

Zweifel an italienischen Statistiken

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der italienischen Lombardei ist seit gestern um 2500 Fälle angestiegen, wie der Gouverneur der Region mitteilt.

Insgesamt haben sich offiziellen Behördenangaben zufolge bislang 75.000 Menschen in Italien infiziert und mehr als 7500 starben infolge einer Ansteckung.

Doch immer mehr Politiker in dem Land äußern Zweifel an diesen Zahlen. Dazu zählen etwa Claudio Cancelli, Bürgermeister der Stadt Nembro, und der ebenfalls in Nembro arbeitende Behördenangestellte Luca Foresti. Ihnen zufolge sei nicht nur die Angabe von bisher 31 Toten in der eigenen Stadt viel zu niedrig. Im Interview mit der Zeitung "Corriere della Sera" sagten die Politiker, auch in anderen Orten der Region würden die Fälle nicht wahrheitsgemäß in den Statistiken erfasst.

26.3.2020 • 13:51 Uhr

Von der Leyen kündigt Lieferungen von Schutzausrüstung an

Der Nachschub an Schutzausrüstung für die EU sei gesichert, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf einer Sondersitzung des EU-Parlaments.

Die EU-Kommission hatte Bestellungen der Mitgliedstaaten demnach gebündelt, um mehr Marktmacht zu erzielen. Bestellt wurden außer Schutzkleidung auch Laborausrüstung, Tests auf das Virus und Beatmungsgeräte. Ein Teil der Ausrüstung soll eine strategische Reserve der EU bilden.

Allerdings könnte die bestellte Ausrüstung erst in den nächsten Wochen geliefert werden, fügte von der Leyen hinzu.

26.3.2020 • 13:46 Uhr

Umfrage: Fast alle Einzelhändler setzen auf Staatshilfen

In einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland gaben mehr als 90 Prozent der befragten 600 Unternehmen an, auf finanzielle Unterstützung des Bundes zugreifen zu wollen oder sie bereits beantragt zu haben.

Der Verband schätzt, dass bundesweit rund 300.000 der 450.000 Einzelhandelsgeschäfte wegen der Corona-Krise geschlossen bleiben müssen.

26.3.2020 • 13:42 Uhr

Lesestoff trotz geschlossener Bibliotheken

Bundesweit bieten immer mehr Büchereien an, Bücher online auszuleihen, teils sogar zeitweise kostenfrei.

26.3.2020 • 13:40 Uhr

Rekord bei Arbeitslosenmeldungen in den USA

In der vergangenen Woche haben in den USA fast 3,3 Millionen Bürger einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Laut Arbeitsministerium lag der bisherige Höchstwert bei rund 695.000 solcher Anträge in einer Woche im Jahr 1982.

26.3.2020 • 13:37 Uhr

Spahn erwartet mehr Druck auf Kliniken und Praxen

Von der "Ruhe vor dem Sturm" sprach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Bezug auf die Corona-Pandemie. Die Belastungen für Krankenhäuser und Arztpraxen würden noch zunehmen.

"Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt", warnte Spahn und betonte, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen beginnen konnte. Die Kapazität liege mit 300.000 bis 500.000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch.

Zugleich kündigte der Minister an, dass die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer nach Ostern beginnen wolle, über Konzepte zu beraten, wie das öffentliche Leben nach der Krise wieder normalisiert werden könne.

26.3.2020 • 13:16 Uhr

Tourismusbranche schreibt Brandbrief

Per Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Minister haben sich insgesamt 29 Verbände und Unternehmen aus der Tourismusbranche für eine umfassendere Unterstützung in der Corona-Krise ausgesprochen.

Die Branche stecke "in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg", erklärte der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). Es sei daher zwingend notwendig, "den Barauszahlungsanspruch der Kundengelder bei gebuchten Reisen durch eine Gutscheinlösung oder eine Notfonds-Lösung zu ersetzen, um Liquidität in den durch die Krise angeschlagenen Unternehmen zu halten", heißt es in dem Schreiben.

Zudem forderten die Unterzeichner des Briefes Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld oder bei der Vergabe von KfW-Krediten.

26.3.2020 • 13:09 Uhr

Widerstand gegen Euro-Bonds

Nicht nur Deutschland stellt sich gegen Euro-Bonds als Mittel gegen die Corona-Krise. Warum führt Markus Preiß aus:

26.3.2020 • 13:06 Uhr

"Gerade erst am Anfang"

Der Leiter des Robert Koch-Institutes, Lothar Wieler, sieht die Pandemie noch lange nicht als überwunden an: "Wir stehen gerade am Anfang", betonte er.

Zudem betonte er, an dem Virus könnten alle erkranken - auch jüngere Menschen. Das Risiko sei aber umso höher, je älter eine Person sei. Das Durchschnittsalter der in Deutschland durch das Coronavirus Verstorbenen betrage 81 Jahre.

26.3.2020 • 13:03 Uhr

Unternehmen müssen Krise managen

In unzähligen Betrieben bundesweit herrscht Unsicherheit. Pläne für das laufende Jahr liegen auf Eis. Viele setzen auf die Hilfe vom Bund. Iris Marx hat mit Firmenbetreibern gesprochen, wie sie mit den derzeitigen Belastungen umgehen.

26.3.2020 • 12:55 Uhr

Hessen nimmt Patienten auf

Nach anderen Bundesländern nimmt auch Hessen Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten auf. Zehn schwer kranke Patienten aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna in Italien und vier aus der französischen Region Grand-Est sollen behandelt werden.

"Die Patienten werden landesweit auf mehrere Krankenhäuser verteilt und dort notmedizinisch behandelt", sagte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Es handele sich um eine einmalige Aktion.

26.3.2020 • 12:48 Uhr

Condor pocht offenbar auf Verlängerung für Staatskredit

Der Urlaubsflieger Condor hofft einem Bericht des Branchenmagazins "fvw" zufolge darauf, Aufschub beim ihm gewährten staatlichen Überbrückungskredit zu erhalten.

Der Bund hatte Condor nach der Thomas-Cook-Pleite im vergangenen September einen Hilfskredit über 380 Millionen Euro gewährt. Den muss der Anbieter eigentlich bis zum 15. April zurückzahlen.

Condor selbst kündigte derweil Kurzarbeit für alle Bereiche mit insgesamt rund 5000 Mitarbeitern an. Noch stehe aber nicht fest, wie viele Angestellte genau betroffen sein werden, teilte eine Sprecherin mit. Derzeit steuert Condor seine Maschinen bei, um deutsche Staatsangehörige zurückzuholen, die durch Reisebeschränkungen im Ausland feststecken.

26.3.2020 • 12:35 Uhr

Frankreich will mehr testen

In etwa zehn Tagen sollen in Frankreich pro Tag bis zu 30.000 Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Das kündigte der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, an. Das seien dann etwa drei Mal so viele Tests wie derzeit durchgeführt werden.

26.3.2020 • 12:32 Uhr

Corona-Hotline in Niedersachsen

Die niedersächsische Landesregierung hat für allgemeine Fragen rund um die Corona-Pandemie eine zentrale Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags zwischen 08 Uhr und 22 Uhr erreichbar.

Die Hotline ist unter der (0511) 12 06 00 0 zu erreichen.

26.3.2020 • 12:29 Uhr

NATO sagt Treffen der Außenminister ab

Eigentlich hatten die Außenminister der EU-Staaten in der kommenden Woche in Brüssel zusammenkommen sollen. Doch wegen der Ausbreitung des Coronavirus wurde das Treffen abgesagt. Stattdessen soll NATO-Generalsekretär mit den Ministern per Videoschalte beraten.

26.3.2020 • 12:26 Uhr

Corona-Krise beschert Bahn unsichere Aussichten

Im vergangenen Jahr konnte die Deutsche Bahn noch einen Rekord an Fahrgästen im Fernverkehr verbuchen. Doch die Pandemie sorgt derzeit für leere Züge und einen drohenden Knick in der Erfolgsbilanz.

26.3.2020 • 11:58 Uhr

Unikliniken wollen sich vernetzen

Die deutschen Unikliniken wollen sich bei der Bekämpfung des Coronavirus eng zusammenschließen. In einem Netzwerk sollen Informationen über Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie Patientendaten ausgetauscht werden. Die Berliner Charité und das Bundesforschungsministerium stellten am Mittag eine entsprechende Initiative vor. Der Bund unterstützt den Aufbau des Netzwerks mit 150 Millionen Euro.

26.3.2020 • 11:46 Uhr

Auch Daimler will Kurzarbeit anordnen

Der Autobauer Daimler will Angestellte ab dem 6. April in Kurzarbeit schicken - vorerst bis zum 17. April. Davon betroffen seien die Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie der Verwaltungsbereich.

Daimler beschäftigt bundesweit etwa 170.000 Angestellte. Wie viele davon in Kurzarbeit gehen müssen, ließ der Betrieb noch offen.

Das Unternehmen lässt einen großen Teil seiner Produktion bereits jetzt ruhen. Bisher haben die Beschäftigten aber vorrangig Urlaub und Arbeitszeitkonten abgebaut.

26.3.2020 • 11:40 Uhr

Fallzahlen in Spanien bleiben dramatisch

Spanien verzeichnet weiterhin einen immensen Anstieg von Infektionen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Demnach seien die Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden von mehr als 47.600 auf fast 52.200 angestiegen. Zudem verzeichne das Land mittlerweile mehr 4000 Todesfälle.

Die Johns Hopkins-Universität in den USA spricht derzeit von mehr als 49.500 Corona-Fällen in Spanien und mehr als 3600 Toten.

26.3.2020 • 11:33 Uhr

Bosch kündigt Corona-Schnelltest an

Das Technologieunternehmen Bosch hat mitgeteilt, in Kooperation mit weiteren Firmen einen Schnelltest für das Coronavirus entwickelt zu haben.

26.3.2020 • 11:30 Uhr

Warnung vor irreführender Werbung

Die Wettbewerbszentrale warnt vor Anbietern, die "mit Bezug auf die Corona-Krise werben" und damit klar gegen geltendes Recht verstoßen würden.

Mit Aussagen wie "Corona-Infektion: Wie wir uns mit Vitalpilzen schützen können!" oder "Bewährte praktische Tipps und Mittel gegen Viren, die auch funktionieren" würden Verbraucher bewusst irregeführt und ihre Verunsicherung werde ausgenutzt, kritisierte die Behörde.

26.3.2020 • 11:24 Uhr

EU-Parlament startet Sondersitzung

Das Europaparlament beschäftigt sich heute in einer Sondersitzung mit der Corona-Krise. Zu der Sitzung im Plenarsaal erschienen jedoch nur wenige Abgeordnete, die meisten verfolgen die Debatte per Videostream. Über Anträge soll per E-Mail abgestimmt werden.

Unter anderem sollen die Parlamentarier entscheiden, ob Airlines Leerflüge vornehmen können und über die Start- und Landerechte für Fluggesellschaften.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnte, die EU stehe derzeit an einer Weggabelung. Das Virus drohe die Gesellschaft endgültig in arm und reich zu spalten. Daher appellierte von der Leyen an die EU-Mitglieder, keine Alleingänge zu unternehmen, sondern zusammenzustehen: "Lassen Sie uns gemeinsam das Richtige tun, mit einem großen Herzen, nicht mit 27 kleinen."

26.3.2020 • 11:15 Uhr

Die Krux mit den Prognosen

Unterschiedliche Zahlen, unterschiedliche Vorhersagen rund um die Corona-Pandemie. Doch warum gestalten sich genaue Vorhersagen als so kompliziert?

26.3.2020 • 11:10 Uhr

Sitzblockade auf dem Kassenband

Der Protest einer Kundin hat zu einem Polizeieinsatz in einem Supermarkt im oberbergischen Bergneustadt geführt: Da die Frau nicht einsehen wollte, dass sie nur eine Packung Toilettenpapier kaufen dürfe, setzte sich die 54-Jährige einfach auf das Kassenband.

Auch die Polizisten konnten die Kundin nicht beruhigen und mussten sie schließlich in Handschellen abführen.

26.3.2020 • 11:05 Uhr

China meldet Dutzende "importierte" Fälle

Nach Angaben der chinesischen Behörden wurden erneut Dutzende Coronafälle bei Bürgern gemeldet, die aus dem Ausland nach China eingereist waren. 46 solcher "importierten" Infektionen seien registriert worden.

Sonst habe es landesweit keine neuen Ansteckungen gegeben, allerdings meldeten die Behörden sechs neue Todesfälle. Insgesamt wurden in China bislang offiziellen Angaben zufolge 80.000 Corona-Fälle nachgewiesen. Knapp 3300 Menschen seien infolge einer Ansteckung gestorben.

26.3.2020 • 10:54 Uhr

SPD plant Corona-Task-Force

Die SPD im Bundestag will eine eigene Task Force gründen, die sich mit den sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie und möglichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung beschäftigen soll. Die Leitung der Task Force sollen die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Katja Mast und Bärbel Bas übernehmen.

26.3.2020 • 10:49 Uhr

Fauci: "Virus könnte saisonal wiederkehren"

Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) der USA, Anthony Fauci, hat gewarnt, das Coronavirus könnte künftig saisonal immer wieder auftreten. Umso wichtiger sei es, einen Impfstoff und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Das Virus beginne sich nun auch in der südlichen Erdhalbkugel, wo der Winter anbricht, auszubreiten, sagte Fauci weiter. Sollte es in den südlichen Ländern tatsächlich zu einem "erheblichen Ausbruch" kommen, müssten die Länder der Nordhalbkugel "darauf vorbereitet sein, dass wir einen zweiten Zyklus haben werden". 

Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in den USA. | AFP

Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in den USA. Bild: AFP

26.3.2020 • 10:43 Uhr

Berlin nimmt Patienten aus Italien auf

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, hat angekündigt, in der Charite fünf Coronavirus-Patienten aus Italien aufzunehmen.

"Die Grenzen mögen kurzfristig geschlossen sein, unsere europäische Solidarität darf dagegen keine Ländergrenzen kennen", sagte Müller im Abgeordnetenhaus.

26.3.2020 • 10:41 Uhr

Moskau schließt Geschäfte

Die städtischen Behörden von Moskau haben eine neuntägige Schließung von Restaurants, Cafés, Bars, Einkaufszentren und einiger Parks in der Stadt angeordnet. Die Anordnung soll Samstag in Kraft treten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte bereits gestern die kommende Woche zu einer Feiertagswoche erklärt, bei der nur dringend notwendige Geschäfte wie Apotheken, Lebensmittelgeschäfte und Banken geöffnet bleiben sollen.

26.3.2020 • 10:33 Uhr

Frankreichs Wirtschaft verzeichnet Rückgang

Die französische Konjunktur ist offiziellen Schätzungen zufolge um ein Drittel eingebrochen. Die Wirtschaftstätigkeit und die Ausgaben der Haushalte bewegten sich aktuell bei etwa 65 Prozent des normalen Niveaus, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte.

Das Barometer für das Geschäftsklima brach im März um zehn Punkte auf 95 Zähler ein. Das ist der stärkste Rückgang seit 1980. Finanzminister Bruno Le Maire warnte, dass der Abschwung noch schlimmer ausfallen könne als während der Weltwirtschaftskrise von 1929.

26.3.2020 • 10:27 Uhr

Aus der Requisite in die Klinik

Die Produzenten von US-TV-Serien wie "Grey's Anatomy" oder "Pose" stellen Schutzausrüstung, die eigentlich für Dreharbeiten gedacht war, Krankenhäusern zur Verfügung. Ein Lkw voll mit Atemmasken oder auch Schutzanzügen soll an die Universitätsklinik in Los Angeles gehen, berichtete der Fernsehsender "ABC11".

Auch der Konzernriese Apple will zehn Millionen Atemschutzmasken an Mediziner in den USA spenden, hieß es von Unternehmenschef Tim Cook auf Twitter. Zudem sollten weitere Millionen Masken nach Europa geliefert werden: Sie gehen dort demnach zunächst an Apple-Zulieferer und werden dann in Absprache mit den jeweiligen Landesregierungen verteilt.

26.3.2020 • 10:16 Uhr

Ein "Gebot der Stunde" für mehrere Wochen

In einer Videobotschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abermals dazu aufgerufen, Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und Abstand zu Mitmenschen zu halten. Das sei "das Gebot der Stunde", sagte Steinmeier, diese Stunde dauere allerdings keine 60 Minuten, sondern womöglich Wochen.

Neben der Solidarität in Deutschland - durch Spenden für Obdachlose oder den Einkauf für andere - setzt Steinmeier auch auf internationale Zusammenarbeit. "Das Virus hat keine Staatsangehörigkeit, und Leid macht nicht vor Grenzen halt. Aber ebenso wenig sollten wir es tun."

Vor allem bei der Suche nach Therapien und einem Impfstoff rief der Bundespräsident Staaten dazu auf: "Bündeln wir weltweit alles Wissen und alle Erfahrungen, alle Kreativität und Energie!"

26.3.2020 • 10:07 Uhr

Verbraucherschutz gegen Reisegutscheine

Ein Gutschein für geplatzte Flüge oder Pauschalreisen? Aus Sicht der Verbraucherschützerin Marion Jungbluth keine gute Option. Die Gutscheine seien nicht genug abgesichert.

Normalerweise haben Kunden das Recht auf die Erstattung des Reisepreises. Anbieter fordern angesichts der Corona-Krise, stattdessen Gutscheine ausstellen zu dürfen, um finanzielle Einbußen zu begrenzen.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft unterstützt das Vorhaben: "Eine Gutscheinlösung bei annullierten Flügen würde unseren Unternehmen helfen und gleichzeitig die Kunden nicht schädigen, denn diese könnten ihre gebuchten Reisen nach Ende der Corona-Pandemie tatsächlich auch antreten", erklärte Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow.

26.3.2020 • 09:55 Uhr

Türkei begrenzt medizinische Exporte

Auch die Türkei schränkt den Export medizinischer Geräte für die Behandlung von Atemwegserkrankungen ein. Die Regierung in Ankara ordnete an, dass dafür ab sofort besondere Genehmigungen nötig sind.

26.3.2020 • 09:52 Uhr

Saarland passt Ausgangsbeschränkungen an

Die saarländische Landesregierung hat die Beschränkungen im Bundesland an die Empfehlung des Bundes angepasst. Seit Mitternacht gilt unter anderem, dass draußen nur noch alleine Sport gemacht werden darf, mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts oder mit einer Person, die nicht zum Haushalt gehört. Das teilte die Staatskanzlei mit. Zuvor war es erlaubt, in einer Gruppe von bis zu fünf Personen draußen Sport zu treiben.

Zudem sind ab sofort nur noch Übernachtungen in Hotels oder Herbergen aus beruflichen oder wichtigen persönlichen Gründen gestattet.

26.3.2020 • 09:44 Uhr

Bundesregierung rechnet mit 2,1 Millionen Kurzarbeitern

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt sich die Bundesregierung darauf ein, dass während der Corona-Krise bundesweit rund 2,1 Millionen Beschäftigte in die Kurzarbeit gehen müssen.

Die Zahl könne aber auch weitaus höher werden, sagte Christiane Schönefeld vom BA-Vorstand der "Osnabrücker Zeitung". Allein in der vergangenen Woche seien bei der Bundesagentur für Arbeit rund 76.700 Anträge auf Kurzarbeit eingegangen.

Die Behörde arbeite vorrangig daran, den Bereich Kurzarbeit personell aufzustocken. Normalerweise arbeiten dort 900 Beschäftigte. 2000 zusätzliche Arbeitskräfte seien bereits ausgewählt worden, um das Ressort zu unterstützen.

26.3.2020 • 09:24 Uhr

Südkorea droht mit harten Strafen

Wer in Südkorea gegen die Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verstößt, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Ausländern droht in diesem Fall die Abschiebung, kündigte der Chef des Gesundheitswesens, Yoon Tae-ho an. Für Staatsbürger könnten Gefängnisstrafen verhängt werden.

26.3.2020 • 09:21 Uhr

Der Umgang mit der Krise

Auch in Nordamerika muss sich die Bevölkerung auf zunehmende Einschnitte in ihrem Berufs- und Alltagsleben einstellen. Marcus Schuler hat mit fünf Menschen darüber gesprochen, welche Folgen die Pandemie für sie mit sich bringt.

26.3.2020 • 09:17 Uhr

Niederlanden droht Rezession

In den Niederlanden ist den Regierungsberatern CPB zufolge wegen der Corona-Krise die erste Rezession seit 2013 nicht zu vermeiden. Sollte die Wirtschaft für sechs Monate heruntergefahren werden, dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2020 um bis zu 7,7 Prozent einbrechen. Auch im günstigsten Fall werde die Wirtschaftsleistung noch um 1,2 Prozent schrumpfen, schätzen die Experten.

26.3.2020 • 09:16 Uhr

Heil: Rechtsanspruch auf Home Office nicht nötig

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hält es für unnötig, einen Rechtsanspruch auf die Arbeit im Home Office zu schaffen. "In der Notbekämpfung brauchen wir schnelle, hilfreiche Lösungen", betonte er gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Er erlebe bereits, dass Arbeitgeber und -nehmer "Interessenskonflikte zurückstellen und praktische Lösungen finden - ohne dass der Staat vorher Gesetze gemacht hat", sagte Heil weiter.

26.3.2020 • 09:11 Uhr

Airbus drosselt Produktion

Der Luftfahrtkonzern Airbus reduziert nun auch die Produktion neuer Tragflächen in seinen britischen Werken sowie am Standort Bremen.

In Bremen soll die Arbeitswoche verkürzt werden, wie das Unternehmen mitteilte. In den britischen Werken in Filton und Broughton könnten die Osterferien verlängert werden. Die Maßnahmen sind vorerst auf drei Wochen ausgelegt.

26.3.2020 • 09:06 Uhr

Hunderttausende Helfer für den NHS

Wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock auf Twitter mitteilte, erlebe das Gesundheitssystem des Landes - der National Health Service (NHS) - immense Unterstützung. Es hätten sich bereits rund 560.000 Freiwillige gemeldet, die helfen wollten, das Coronavirus zu bekämpfen.

26.3.2020 • 08:59 Uhr

HVB macht Filialen dicht

Die HypoVereinsbank (HVB) schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus zwei Drittel ihrer Geschäftsstellen. Von den deutschlandweit 337 Filialen bleiben bis auf Weiteres rund 30 Prozent dauerhaft oder im wöchentlichen Wechsel geöffnet, wie die HVB mitteilte.

26.3.2020 • 08:58 Uhr

Kramp-Karrenbauer: Nicht die Zeit für Debatten

Bundesverteidigungsministerium Annegret Kramp-Karrenbauer hat einer Diskussion um regulär höhere Befugnisse der Bundeswehr im Inneren vorerst eine Absage erteilt.

"Jetzt ist akute Krise. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, den Menschen zu helfen", betonte die CDU-Politikerin im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

Zudem lobte Kramp-Karrenbauer die hohe Einsatzbereitschaft von Reservisten der Bundeswehr: 28.000 seien schon an bestimmte Stellen beordert worden. Zudem gebe es noch fast 10.000 weitere Reservisten, die noch verfügbar seien.

26.3.2020 • 08:46 Uhr

Kommunalverband: Ausstieg aus den Beschränkungen vorbereiten

Der Städte- und Gemeindebund von Bund und Ländern hat im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe eine Ausstiegsstrategie der Bundesregierung für die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gefordert.

"Langfristig können wir nicht das gesamte Land lahmlegen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Die Politik müsse jetzt überlegen, wann und unter welchen Voraussetzungen die Einschränkungen gelockert werden könnten.

Den Schwerpunkt setzte Landsberg auf die Schließung von Schulen und Kitas. Es müsse erwogen werden, ob sie nach den Osterferien wieder geöffnet werden könnten.

26.3.2020 • 08:37 Uhr

Iran verschärft Reisebeschränkungen

Die iranische Regierung will den Verkehr zwischen den einzelnen Städten des Landes einstellen. "Diejenigen, die zu den iranischen Neujahrsfeiertagen gereist sind, sollten sofort in ihre Städte zurückkehren, ohne auf dem Rückweg Halt zu machen", mahnte Regierungsmitarbeiter Hossein Zolfaghari.

Zuvor hatte der Iran bereits Vorsichtsmaßnahmen wie die Schließung von Schulen und Versammlungsverbote verlängert. Bislang sind in dem Land durch die Pandemie mehr als 2000 Menschen gestorben. Mehr als 27.000 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert.

26.3.2020 • 08:32 Uhr

Caritas befürchtet schwerwiegende Folgen für Syrien

Das katholische Hilfswerk Caritas International befürchtet katastrophale Folgen der Corona-Pandemie für das Bürgerkriegsland Syrien.

"Hier ist Schlimmes zu befürchten", sagte Caritas-International-Leiter Oliver Müller dem SWR: "Es steht fest, dass kriegerische Bedingungen eigentlich den besten Nährboden für die Verbreitung des Virus bieten."

26.3.2020 • 08:26 Uhr

Sachsen-Anhalt stellt Ortsteile unter Quarantäne

Für rund 8000 Bewohner der Ortsteile Jessen und Schweinitz der Stadt Jessen in Sachsen-Anhalt gilt bis vorerst zum 10. April Quarantäne.

Seit dem frühen Morgen würden die Zufahrtsstraßen zu den Ortsteilen kontrolliert, teilte der Landkreis Wittenberg mit. Der Grund sei ein Ausbruch des Coronavirus in einem Altenheim.

26.3.2020 • 08:21 Uhr

Helden des Alltags

Trotz Corona: bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens müssen aufrecht erhalten werden. Dabei können sich die Deutschen auf viele Menschen verlassen, auch auf all die, die - buchstäblich - den Laden am Laufen halten.

26.3.2020 • 08:19 Uhr

Verbraucherstimmung bricht ein

Das Coronavirus lässt die Stimmung der Verbraucher auf ein Rekordtief sinken. Das Konsumklima für April ist auf 2,7 Punkte abgerutscht, damit 5,6 Punkte weniger als noch im März wie das Marktforschungsunternehmen GfK im Bayerischen Rundfunk berichtet.

26.3.2020 • 08:04 Uhr

Fast 5000 neue Fälle bundesweit

Den neuesten Zahlen des Robert Koch-Institutes zufolge haben sich mittlerweile mehr als 36.500 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt. Damit stieg die Zahl binnen 24 Stunden um fast 5000 Fälle.

Auch die Todesfälle nehmen zu: Mit 50 weiteren Corona-Toten bundesweit innerhalb eines Tages sind bislang fast 200 Infizierte durch das Virus ums Leben gekommen.

26.3.2020 • 07:49 Uhr

Atemschutzmasken selber nähen - Stadt Essen veröffentlicht Anleitung

Atemschutzmasken sind derzeit Mangelware. Die Stadt Essen ruft daher Nähkundige dazu auf, die Masken selbst herzustellen. Den passenden Leitfaden dazu gibt es auf der Webseite der Stadt.

26.3.2020 • 07:39 Uhr

Bolsonaro spielt Gefahr herunter

Jair Bolsonaro will von strengen Beschränkungen und hohen Risiken durch das Coronavirus nichts wissen. Ivo Marusczyk über die Ansichten des brasilianischen Staatschefs.

26.3.2020 • 07:35 Uhr

Mehr Intensivbetten in Fresenius-Kliniken geplant

Der private Klinikbetreiber Fresenius will die Zahl der Intensivbetten in seinen bundesweit 86 Krankenhäusern "erheblich aufstocken", wie Vorstandschef Stephan Sturm in der "Wirtschaftswoche" ankündigte.

Derzeit verfüge Fresenius bundesweit über etwa 1000 solcher Betten. Eine "niedrige dreistellige Zahl" an Corona-Patienten werde in den Kliniken bereits behandelt. Sturm sprach aber von einem "viel dynamischeren" Verlauf der Pandemie als erwartet. Darum arbeite das Unternehmen zudem daran, "Operationssäle bei Bedarf in Intensivstationen umwandeln zu können und zusätzliche Beatmungsgeräte zu beschaffen".

26.3.2020 • 07:18 Uhr

Spanien: kritische Lage in Altenheimen

Kein Personal, keine Ausrüstung - in Spanien wird die Corona-Pandemie vor allem auch für Altenheime zur Bedrohung. Marc Dugge schildert die brenzlige Lage.

26.3.2020 • 07:08 Uhr

Mittelstandsverbund warnt vor "Massensterben" von Firmen

Für zahlreiche mittelständische Unternehmen könnte die Corona-Krise das Aus bedeutet - trotz milliardenschwerer Hilfspakete des Bundes. Davor warnte Eckhard Schwarzer, Präsident des Mittelstandsverbundes, im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Mittelständler nehmen von heute auf morgen keine einzigen Euro mehr ein. So etwas gab es noch nie", so Schwarzer. Möbelhändler, Textil- und Modeverkäufer, Schuhgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte sowie viele andere fürchteten um ihre Existenz. "Die halten nicht mehr lange durch, und wir reden da über Tage, nicht über Wochen."

Dem Verband gehören 230.000 mittelständische Unternehmen aus Handel und kooperierenden Branchen an. 

26.3.2020 • 07:03 Uhr

Wandel in der Arbeitswelt?

Mehr Home Office und flexiblere Kinderbetreuung - könnte die Corona-Krise den Arbeitsalltag in Deutschland nachhaltig verändern? Ein Gedankenexperiment im Zukunfts-Podcast der tagesschau.

26.3.2020 • 07:01 Uhr

Russland stoppt Flugverkehr

Auf Weisung der russischen Regierung setzt die zivile Luftfahrtbehörde des Landes sämtliche reguläre und Charterflüge von und nach Russland ab dem 27. März vorerst aus.

Russische Flugzeuge dürfen aber noch ins Ausland fliegen, um gestrandete russische Staatsbürger zurückzuholen, oder wenn die Regierung Sondergenehmigungen erteilt.

26.3.2020 • 06:52 Uhr

Scholz und die Corona-Pandemie

Noch vor ein paar Wochen galt Bundesfinanzminister Olaf Scholz als politisch angeschlagen - doch sein Umgang mit der Corona-Krise schärft das Profil des SPD-Politikers wieder.

26.3.2020 • 06:43 Uhr

Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei

Die strikten Ausgangsbeschränkungen stellen die Polizei in Mittelfranken teils vor ganz neue Herausforderungen.

26.3.2020 • 06:38 Uhr

Billionen für die US-Wirtschaft

Es ist das größte Rettungspaket, das bisher in der Geschichte der USA geschnürt wurde. Der Senat bewilligte einstimmig Finanzhilfen für die Wirtschaft über rund 1,85 Billionen Euro.

26.3.2020 • 06:35 Uhr

USA: Mehr als 1000 Tote

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität haben sich in den USA bereits mehr als 68.500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bislang habe es mehr als 1000 Todesopfer durch die Pandemie gegeben.