Ärzte besprechen sich in einem Krankenhaus in Essen (Archivbild) | dpa
Liveblog

Coronavirus Mehr als 37.000 Infizierte in Deutschland

Stand: 26.03.2020 00:16 Uhr

Die Zahl der registrierten Coronavirus-Infizierten ist in Deutschland weiter gestiegen. Die WHO warnt davor, die Corona-Maßnahmen zu früh aufzuheben. Die Entwicklungen vom Mittwoch im Liveblog zum Nachlesen.


  • Schuldenbremse ausgesetzt / Nachtragshaushalt beschlossen
  • Abi-Prüfungen finden wie geplant statt
  • Spanien verzeichnet mehr Tote als China
  • Erneut rund 700 Tote in Italien
  • Aktienmärkte im Aufwind: DAX wieder über 10.000 Punkte
26.3.2020 • 00:16 Uhr

Das war es für heute...

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

25.3.2020 • 22:56 Uhr

Provisorische Zelt-Leichenhalle in New York

Angesichts steigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die US-Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan wurden weiße Zelte aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. New York hat in der Corona-Pandemie mit mehr als 190 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten Opfer in den USA.

Die Internetseite "Politico" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.

25.3.2020 • 22:46 Uhr

Slowakei erlaubt Staatszugriff auf Handydaten

Im Eilverfahren hat das slowakische Parlament einer Gesetzesnovelle zugestimmt, die dem Staat den Zugriff auf ansonsten geschützte Handydaten der Bürger erlaubt. Damit darf die staatliche Gesundheitsbehörde künftig anhand der Mobiltelefon-Lokalisierungsdaten verfolgen, wo sich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte bewegen und mit wem sie sich treffen.

Die erst seit Samstag amtierende Vier-Parteien-Koalition des 46-jährigen Konservativen Igor Matovic will damit kontrollieren, ob Infizierte nicht gegen Quarantäne-Vorschriften verstoßen. Außerdem soll die Maßnahme ermöglichen, nach einem positiven Test auf Covid-19 alle jene Menschen zu warnen, mit denen die infizierte Person zuvor in Kontakt getreten war.

25.3.2020 • 22:08 Uhr

Frankreich zieht Soldaten aus Irak ab

Frankreich will bis auf Weiteres wegen der Coronavirus-Pandemie seine Soldaten aus Irak abziehen. Den Einsatz der Luftwaffe gegen die radikal-islamische IS-Miliz will Frankreich fortsetzen, so das Verteidigungsministerium.

25.3.2020 • 21:52 Uhr

Macron setzt Militär ein

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron setzt das Militär im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie im Land ein. Mit der Operation "Résilience" sollten Hubschrauber eingesetzt werden, um Patienten in den französischen Überseegebieten in der Karibik, in Südamerika und im Indischen Ozean zu transportieren. Frankreich sei "im Krieg" mit dem Virus, bekräftigte Macron. Das Land stehe erst am Anfang. "Aber wir werden das durchstehen, weil wir nicht aufgeben werden, weil wir stark sind."

25.3.2020 • 21:34 Uhr

Scholz: Weiteres Konjunkturprogramm nach Krise

Wenn die Corona-Krise überstanden ist, könnte die Bundesregierung weitere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft ergreifen. "Wir können uns gut vorstellen, dass es dann im späteren Verlauf des Jahres ein Konjunkturprogramm gibt, das dazu beiträgt, dass die Wirtschaft zusätzlich belebt wird", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz der ARD. "Uns hat alle ein gemeinsames Schicksal jetzt verbunden", so Scholz. Niemand könne genau sagen, was der nächste Schritt sei. Die wichtigsten Aufgaben seien die Stützung des Gesundheitssystems und die Hilfen für die Wirtschaft - entsprechende Hilfsprogramme seien auf den Weg gebracht worden und unbürokratisch verfügbar. Spekulationen, wann der Zeitpunkt gekommen sei, Betriebe und das öffentliche Leben wieder hochzufahren, erteilte Scholz eine Absage. "Das allerwichtigste ist die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger."

25.3.2020 • 21:09 Uhr

Mehr als 37.000 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bislang nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität 37.323 Infektionen registriert worden. Dabei wurden 206 Tote gezählt. In Europa wurden bisher nur in Italien (74.386) und Spanien (47.610) mehr Fälle registriert. Einen Hintergrund zu den Zahlen des Instituts finden Sie hier:

25.3.2020 • 20:55 Uhr

Wohnzimmer-Konzerte der Superstars

Musikstars wie Billie Eilish, Mariah Carey, Tim McGraw, Alicia Keys und die Backstreet Boys wollen während der Coronavirus-Krise für einen guten Zweck in ihren eigenen vier Wänden ein Konzert geben. Elton John soll die "Wohnzimmer"-Aktion moderieren, teilten die Veranstalter mit. Die Künstler werden in ihren Wohnzimmern alleine auftreten und sich dabei mit dem Smartphone filmen.

25.3.2020 • 20:33 Uhr

Krankenwagen mit Steinen beworfen

Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei. So sollte verhindert werden, dass die Infizierten, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden. Die Protestler hätten auch versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem auf der Straße quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an der Weiterfahrt zu hindern.

25.3.2020 • 20:27 Uhr

Frankreich lässt Kirchenglocken läuten

In Frankreich haben als Zeichen der Verbundenheit die Glocken der Kirchen gemeinsam geläutet - um 19.30 Uhr für zehn Minuten. Zu der Aktion hatte die französische Bischofskonferenz aufgerufen.

25.3.2020 • 20:24 Uhr

Mobilfunkanbieter würden Daten zur Verfügung stellen

Die Deutsche Telekom, Vodafone, Orange und fünf weitere Mobilfunkanbieter sind bereit, ihre Ortsdaten der EU-Kommission zur Verfügung zu stellen. So solle die Verbreitung des Coronavirus verfolgt werden, teilt die Lobbygruppe der Mobilfunkanbieter GSMA mit. Die EU-Kommission will anonymisierte Daten verwenden. Allerdings gibt es zunehmend Kritik, dass Regierungen die Mobilfunkdaten nutzen wollen, um die Einhaltung einer Quarantäne und das Bewegungsprofil Infizierter zu kontrollieren.

25.3.2020 • 20:15 Uhr

Zahl der Toten steigt in Frankreich um 231

In Frankreich ist die Zahl der Todesopfer um 231 auf 1331 gestiegen. Mit einem Plus von 21 Prozent ist der Anstieg etwas langsamer als in den beiden vorangegangenen Tagen. In der Statistik der Regierung werden allerdings nur die Patienten geführt, die in Krankenhäusern gestorben sind. Bald sollen auch diejenigen aufgenommen werden, die in Alten- und Pflegeheimen gestorben sind. Dann dürfte die Zahl der Todesopfer nach oben schnellen.

Ein Tourist mit Atemmaske vor dem Eiffelturm in Paris. | IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

Ein Tourist mit Atemmaske vor dem Eiffelturm in Paris: Die Zahl der Opfer steigt. Bild: IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

25.3.2020 • 19:58 Uhr

Britisches Unterhaus verabschiedet Notstandsgesetz

Das britische Parlament hat ein Notstandsgesetz für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Regierung und Behörden haben so Vollmachten, um die beschlossenen Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und anderen Gebäuden notfalls mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Auch der Zugriff auf private Daten wird erleichtert. Nun soll das Unterhaus bereits morgen vorzeitig in die Osterpause gehen.

25.3.2020 • 19:50 Uhr

EU: Leitlinien gegen Übernahmen in Krisenzeiten

Die EU-Kommission will europäische Unternehmen besser vor Übernahmen schützen und hat Leitlinien herausgegeben, um "ausländische Direktinvestitionen zu prüfen". Viele Firmen seien von der Virus-Krise "vorübergehend geschwächt", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Deswegen müssen wir wissen, welche Investoren außerhalb Europas in Not geratene Firmen aufkaufen wollen und zu welchem Zweck."

25.3.2020 • 19:45 Uhr

Kommentar: Die Lehren aus der Krise

Es war ein historischer Tag, wie ihn der Bundestag so noch nicht erlebt hat,  schreibt Martin Ganslmeier vom ARD-Hauptstadtstudio in seinem Kommentar. Deutschland müsse nun Lehren aus der Corona-Krise ziehen: Überlebenswichtige Güter wie Atemgeräte und Schutzmasken dürften nicht nur im Ausland produziert werden. Deutschland müsse die Digitalisierung vorantreiben und dürfe sein Gesundheitssystem nicht kaputtsparen, kommentiert er.

Der ganze Kommentar:

25.3.2020 • 19:27 Uhr

WHO-Chef: Maßnahmen nicht zu früh aufheben

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich davon gewarnt, die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. "Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt die Beschränkungen möglichst schon Ostern aufzuheben.

25.3.2020 • 19:18 Uhr

ARD extra zur Corona-Krise

Ein ARD extra beschäftigt sich heute nach der tagesschau im Ersten mit den Auswirkungen der Corona-Krise und den Entscheidungen in Bundestag und Bundesrat. Der Stream ab 20.15 Uhr hier:

25.3.2020 • 19:08 Uhr

Kinder in Zeiten der Corona-Krise

Wie gehen Kinder mit der Corona-Krise um? Wie sollen Eltern darauf reagieren? Lena Klimpel hat mit Experten und Eltern gesprochen.

25.3.2020 • 18:59 Uhr

Trauerfeiern werden gestreamt

Trauerfeiern sind auch in Österreich nur noch im kleinsten Kreis möglich - nun werden Bestattungen per Livestream im Internet übertragen. Es sei für viele Hinterbliebene sehr schwierig, wenn sie bei Bestattungen nicht dabei sein könnten, sagte Jacob Homan vom Bestattungsunternehmen "Himmelblau" der Nachrichtenagentur AFP. Auch der städtische Bestattungsservice Bestattung und Friedhöfe Wien bietet seit Kurzem diesen Service an.

Zentralfriedhof in Wien (Archivbild) | picture alliance / Willfried Gre

Zentralfriedhof in Wien: Trauerfeiern nur im kleinen Kreis. Bild: picture alliance / Willfried Gre

25.3.2020 • 18:43 Uhr

Europol: Zunehmend gefälschte Medikamente im Umlauf

Kriminelle Banden bringen nach Angaben von Europol derzeit zunehmend gefälschte Medikamente und Atemschutzmasken in Umlauf. Wie die europäische Polizeibehörde in Den Haag mitteilte, führte eine Polizeiaktion, die sich Anfang März über 90 Länder erstreckte, zur Sicherstellung von 4,4 Millionen gefälschten Medikamenten. 37 kriminelle Gruppen seien zerschlagen und 121 Menschen festgenommen worden. "Millionen Mittel, die vorgaben, das Coronavirus zu bekämpfen, wurden in den vergangenen Wochen aus dem Handel gezogen", sagte ein Europolsprecher der Nachrichtenagentur AFP.

25.3.2020 • 18:32 Uhr

Großbritannien: Mehr als 400.000 Freiwillige wollen helfen

Mehr als 400.000 Briten haben sich an einem einzigen Tag als freiwillige Helfer des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemeldet. Das sagte Premierminister Boris Johnson vor Journalisten in London. Sie sollen Essen und Medikamente ausliefern, Patienten zu Terminen fahren und mit Menschen in Isolation telefonieren. Johnson bedankte sich bei den Freiwilligen und lobte deren Engagement.

25.3.2020 • 18:27 Uhr

VW erwartet Normalisierung der Nachfrage im Sommer

Der Volkswagen-Konzern erwartet keine allzu lange Durststrecke bei der Pkw-Nachfrage wegen der Corona-Krise. "Wir gehen davon aus, dass es in Deutschland im Sommer wieder zu einer Normalisierung kommt", sagte der Vertriebsvorstand der Marke VW, Jürgen Stackmann, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir müssen lernen, wie wir mit dem Virus leben." Corona werde nicht abrupt wieder verschwinden, "aber länger als bis zum Sommer kann der Stillstand nicht dauern", sagte er. "Das halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht aus." Stackmann verwies darauf, dass sich der Markt in China bereits wieder erhole.

Anmerkung: Die ursprüngliche Nachricht wurde von der Agentur Reuters korrigiert. Die Aussagen von Jürgen Stackmann bezogen sich auf den Absatz, nicht auf die Produktion.

25.3.2020 • 18:19 Uhr

683 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der Todesopfer infolge des Coronavirus innerhalb eines Tages um 683 auf 7503 gestiegen, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Am Dienstag waren 743 Menschen gestorben, am Montag 602. Die Zahl der Infizierten stieg um rund 3491 Fälle auf 74.386. Am Tag zuvor lag der Anstieg noch bei 3612. Auch an den drei vorausgegangenen Tagen war das Plus an registrierten Neuinfektionen jeweils leicht gefallen.

25.3.2020 • 18:12 Uhr

Wer im Ernstfall beatmet wird

Mehrere medizinische Fachgesellschaften haben laut "FAZ" einen Katalog mit Handlungsempfehlungen verabschiedet, falls nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen. Dies soll Ärzten bei der Entscheidung helfen, wenn es darum geht, wer beatmet werden soll - und wer nicht.

25.3.2020 • 17:51 Uhr

Türkei schließt Schulen bis Ende April

In der Türkei werden die Schulen bis Ende April geschlossen. Bis Dienstagabend wurden 1872 Fälle von Infektionen und 44 Todesfälle nachgewiesen.

25.3.2020 • 17:46 Uhr

Zertifizierung von Medizinprodukten soll verschoben werden

Die EU-Kommission die Zertifizierung von Medizinprodukten um ein Jahr verschieben. So sollen in der Corona-Krise keine bürokratischen Hürden für Atemmasken und und andere Hilfsmittel aufgebaut werden. Ab Ende Mai dürften in der EU nur noch besonders zertifizierte Medizinprodukte auf den Markt gebracht werden. Dies wurde als Konsequenz aus dem Brustimplantate-Skandal 2010 in der EU-Medizinprodukteverordnung festgelegt. Nun soll es um zwölf Monate verschoben werden.

25.3.2020 • 17:37 Uhr

Hilfen für Eltern beschlossen

Eltern erhalten vom Staat 67 Prozent ihres Lohns, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen. Das und weitere Regelungen hat der Bundestag beschlossen. Die Hintergründe:

25.3.2020 • 17:24 Uhr

Gemeinsames Gebet in Zeiten der Krise

Das Foto geht derzeit viral: Es zeigt einen jüdischen und einen muslimischen Rettungssanitäter in Israel beim Gebet. Für viele ist es ein Bild der Versöhnung in Zeiten der Corona-Krise.

25.3.2020 • 17:13 Uhr

Virologe Kekulé: Mundschutz für alle

Der Virologe Alexander Kekulé hat einen Mundschutz für alle Menschen vorgeschlagen. "Neuere Daten aus Hongkong zeigen, dass das reine Tragen dieser Masken doch einen erheblichen Effekt hat, um die Krankheit unter Kontrolle zu bringen", sagte er MDR Aktuell. Einfache Mundschutze für alle seien vor allem in zwei bis drei Wochen sinnvoll, wenn das normale Leben langsam wieder hochgefahren werde. Dann gehe es darum, "primär die Risikogruppen zu schützen, also Alte und Menschen mit Vorerkrankungen".

25.3.2020 • 17:02 Uhr

Zweiter Coronavirus-Test von Merkel negativ

Auch der zweite Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist negativ ausgefallen. Dies teilte ein Regierungssprecher mit. "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgenommen bei der Aufzeichnung einer Fernsehansprache im Bundeskanzleramt. | dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Auch der zweite Corona-Test ist negativ. Bild: dpa

25.3.2020 • 16:58 Uhr

Spahn will Konzept zum Weg aus der Krise

Gesundheitsminister Jens Spahn will ein Konzept für einen Weg zur Normalität in der Corona-Krise erarbeiten. "Die Frage, wie wir diesen Krisenmodus wieder verlassen, wird jeden Tag wichtiger", sagte er der "Zeit". Es gehe darum, öffentliches Leben in Zeiten der Epidemie wieder möglich zu machen. "Bis spätestens Ostern will ich darauf eine gute Antwort geben können." Dabei müsse auch über neue Lösungswege nachgedacht werden.

25.3.2020 • 16:45 Uhr

Hilfspaket beschlossen

Der Bundestag hat in Eiltempo das milliardenschwere Hilfspaket in der Corona-Krise beschlossen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen.

25.3.2020 • 16:34 Uhr

Schulden-Stundung für die ärmsten Länder?

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) rufen dazu auf, von den ärmsten Ländern vorerst keine Schuldenrückzahlung zu verlangen. Die Pandemie werde voraussichtlich "schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Konsequenzen" für die ärmsten Länder der Welt haben, erklärten die beiden Finanzinstitutionen. Die Schuldenzahlungen sollten gestundet werden.

Hilfsorganisationen haben zuletzt vor einer Ausbreitung des Virus in diesen Länder gewarnt:

25.3.2020 • 16:17 Uhr

Schuldenbremse wird gelöst

Der Bundestag hat für die Hilfspakete in der Corona-Krise die Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft gesetzt. Damit ermöglichte er dem Bund, neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro aufzunehmen. Für die Ausnahme von der Schuldenbremse stimmten am Mittwoch 469 Abgeordnete, bei drei Gegenstimmen und 55 Enthaltungen, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mitteilte.

25.3.2020 • 16:13 Uhr

Meidinger: "Wir haben wieder mehr Verlässlichkeit"

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat im tagesschau24-Interview das Festhalten der Kultusminister an den Terminen für die Abschlussprüfungen begrüßt. "Ich halte diese Entscheidung für absolut richtig", sagte er. Die Länder, die auf das Abitur verzichtet hätten, wären sonst deutlich im Vorteil gewesen. "Wir haben wieder mehr Verlässlichkeit", sagte er.

25.3.2020 • 15:56 Uhr

Mieter sollen vor Kündigungen geschützt werden

Schuldner und Mieter sollen in der Corona-Krise besser geschützt werden. Der Bundestag hat beschlossen, dass Schuldner, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, ihre Zahlungen einstweilen einstellen können. Für Verbraucher und Kleinstunternehmen soll gewährleistet werden, dass sie nicht von Leistungen mit Strom, Gas und Telekommunikation abgeschnitten werden. Derzeit kann ein Vermieter das Mietverhältnis kündigen, wenn zwei Monate in Folge keine Miete gezahlt wird. Das Gesetz verbietet solche Kündigungen vom 1. April bis 30. Juni, die Regelung kann zunächst bis Ende September verlängert werden.

25.3.2020 • 15:43 Uhr

Keine Sorge auf Antarktis-Forschungsstation Neumayer-III

Sie sind bereits in Isolation und haben derzeit wenig zu befürchten: Für die Bewohner der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer-III besteht erstmal keine Gefahr für eine Infizierung. "Bei uns ist kein Personalaustausch geplant, im antarktischen Winter kommt hier auch kein Flugzeug her", sagte der Stationsleiter Klaus Guba der dpa. Bis voraussichtlich Ende Oktober sei man abgeschnitten von der Welt.

Die Neumayer-Station III in der Antarktis. | ARD-Studio Rio de Janeiro

Die Neumayer-Station III in der Antarktis: Kein Personalaustausch geplant Bild: ARD-Studio Rio de Janeiro

Je nachdem wie die Lage in Deutschland im Herbst aussehen werde, könne es dann aber durchaus zu Einschränkungen kommen. Etwa bei der geplanten Anreise neuer Bewohner Ende Oktober. Zumindest Verhungern wird auf der Station aber niemand: "Normalerweise sollten wir Vorräte für zwei Jahre haben - zusätzlich haben wir auch noch ein Gewächshaus", so Guba. Die Forscher bloggen über ihren Aufenthalt auf

25.3.2020 • 15:33 Uhr

Beschlussfähigkeit: Ein Viertel der Abgeordneten reicht

Um auch in der Corona-Krise handeln zu können, wird der Bundestag künftig schon beschlussfähig sein, wenn lediglich mehr als ein Viertel der Abgeordneten anwesend ist. Das hat das Parlament mit nur drei Enthaltungen aus den Reihen der AfD-Fraktion beschlossen. Bislang lag die Grenze für die Beschlussfähigkeit bei mehr als der Hälfte der Abgeordneten (355). Künftig sind nur noch 178 Parlamentarier erforderlich.

Blick auf die Regierungsbank im Bundestag | REUTERS

Auch auf der Regierungsbank wurde Abstand gewahrt. Bild: REUTERS

25.3.2020 • 15:22 Uhr

Assange: Antrag auf Freilassung abgelehnt

Der Antrag von Julian Assange auf Freilassung unter Kautionsauflagen wegen der Coronavirus-Pandemie ist abgelehnt worden. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Die Anwälte des 48 Jahre alten gebürtigen Australiers hatten argumentiert, er sei wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19.

25.3.2020 • 15:19 Uhr

150.000 Deutsche zurückgeholt

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen mehr als 150.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. 17.000 seien mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen ausgeflogen worden, sagte der stellvertretende Sprecher des Ministeriums, Rainer Breul. Bei der Anfang vergangene Woche gestarteten Rückholaktion geht es insgesamt um rund 200.000 Reisende. "Wir haben da noch eine Wegstrecke vor uns", sagte Breul.

25.3.2020 • 15:14 Uhr

Die Begründung der Kultusminister zu den Abi-Prüfungen

Die Abschlussprüfungen finden statt. "Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist", heißt es in dem Beschluss. Die Begründung der Kultusministerkonferenz:

25.3.2020 • 15:05 Uhr

Bundestag beschließt Nachtragshaushalt

Der Bundestag hat den Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Nun soll der Bundesrat den Plänen am Freitag zustimmen.

25.3.2020 • 15:02 Uhr

Putin verschiebt Referendum über Verfassungsreform

Wegen der Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Referendum über eine geplante Verfassungsreform verschoben. Die Menschen sollten jetzt "besser zu Hause bleiben", sagte der Staatschef in einer Fernsehansprache. Zugleich ordnete er an, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das Referendum hätte ihm den Weg zu weiteren Amtszeiten geebnet.

Der russische Präsident Wladimir Putin. | dpa

Russlands Präsident Wladimir Putin: Das Referendum über eine geplante Verfassungsreform wird verschoben. Bild: dpa

25.3.2020 • 14:58 Uhr

Abi-Prüfungen wie geplant

Die Abitur-Prüfungen sollen nun doch wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder nach einer Telefonkonferenz der Minister laut Nachrichtenagentur AFP und SWR. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. Zuvor hatten die Kulturminister darüber in einer Telefonkonferenz beraten. Hintergrund war ein Vorstoß von Schleswigs-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU) für ein "Anerkennungsabitur" ohne Abschlussprüfungen, der auch unter den Kultusministern zum Teil für Unmut sorgte.

25.3.2020 • 14:48 Uhr

Steuerfreie Prämienzahlungen für Beschäftigte?

Beschäftigte mit besonderen Leistungen in der Corona-Krise sollen finanziell belohnt werden. Union und SPD im Bundestag sprechen sich für steuerfreie Prämienzahlungen an Beschäftigte aus. "Wir sollten besondere Leistungen in der Corona-Krise steuerlich unterstützen. Wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Bonus für ihren Einsatz bezahlt, sollte dieser von der Steuer frei gestellt werden", sagt Unions-Fraktionsvize Andreas Jung: Viele Mitarbeiter leisteten Herausragendes und hielten buchstäblich den Kopf hin. "Die Kosten kann der Staat schultern. Das Finanzministerium sollte das zeitnah umsetzen."

25.3.2020 • 14:43 Uhr

Zukunftsforscher: Krise stärkt Gesellschaft

Der Zukunftsforscher Horst Opaschowski geht davon aus, dass Deutschland als gestärkte Gesellschaft aus der Corona-Pandemie hervorgehen wird. "Jetzt bildet sich eine Selbsthilfegesellschaft aus der Einsicht, aufeinander angewiesen zu sein", sagte er dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Eine größere "Mitmach-, Zusammenhalts- oder Mitbestimmungsgesellschaft" wäre ein Gewinn aus dieser Krise, sagte Opaschowski. "Die Politik kann dann nicht mehr machen, was sie will."

25.3.2020 • 14:26 Uhr

Schleswig-Holstein: Doch keine Abi-Absage

Schleswig-Holstein will nun offenbar seine Abschlussprüfungen an den Schulen wegen der Corona-Krise nun doch nicht absagen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen einer Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz der Länder. Es seien bei der Besprechung "sehr deutliche Worte" Richtung Schleswig-Holstein gefallen. Die Kieler Bildungsministerin Karin Prien hatte am Dienstag angekündigt, wegen der Corona-Krise alle Schulabschlussprüfungen ausfallen lassen zu wollen.

Abiturprüfung | Photothek

Absagen oder nicht: Die meisten Länder wollen ihre Abschlussprüfungen abhalten. Bild: Photothek

25.3.2020 • 14:23 Uhr

NRW will Häftlinge entlassen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will wegen der Corona-Krise Häftlinge vorzeitig freilassen. Er brauche für den Fall eines Ausbruchs der Krankheit im Strafvollzug rund 1000 freie Zellen, um Quarantänezonen schaffen zu können, sagte Nordrhein-Westfalens Justizminister Biesenbach. Dabei geht es aber lediglich um eine Unterbrechung oder einen Aufschub der Haft. Die Haft soll für minder schwere Fälle mit Strafen bis eineinhalb Jahren Haft unterbrochen werden, wenn sie ohnehin bis Ende Juli verbüßt wäre. Es soll nicht für Sexualstraftäter und schwere Gewalttäter sowie Abschiebe-Kandidaten gelten.

25.3.2020 • 13:58 Uhr

Deutsche kaufen viermal so viel Seife wie sonst

Nun ist es amtlich: Der Verkauf von Toilettenpapier ist um 211 Prozent nach oben geschnellt. Das Statistische Bundesamt wertete die Verkaufszahlen im Einzelhandel aus. Bei Seife waren die Zahlen mit einem Plus von 337 Prozent "mehr als viermal so hoch wie in den sechs Monaten zuvor". Demnach wurden auch Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) deutlich stärker nachgefragt als sonst. Bei Zucker, Mehl und Teigwaren war der Absatz laut Statistischem Bundesamt in der vergangenen Woche etwa doppelt so hoch wie im Mittel der sechs Monate von August bis Januar.

Demgegenüber ging in den vergangenen Wochen der Bierverkauf im Einzelhandel um teilweise knapp zehn Prozent zurück. Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln stieg den Statistikern zufolge in der ersten Märzwoche zunächst auf mehr als das Achtfache (plus 751 Prozent), fiel anschließend aber wieder deutlich. In der vergangenen Woche sei der Absatz nur noch halb so stark wie sonst üblich gewesen. Den Statistikern zufolge ist diese Entwicklung aber einfach "darauf zurückzuführen, dass das Produkt vorübergehend praktisch ausverkauft war". 

25.3.2020 • 13:44 Uhr

Armee in Rumänien unterstützt Polizei

In Rumänien unterstützt die Armee die Polizei bei der Kontrolle der Ausgangssperre. Innenminister Marcel Vela hatte dies angeordnet. Auf den Straßen in Bukarest waren Soldaten in Geländefahrzeugen zu sehen. Derzeit darf man das Haus auch tagsüber nur noch für dringend notwendige Einkäufe, Arztbesuche oder den Weg zur Arbeit verlassen - ältere sogar nur zwischen 11 und 13 Uhr.

25.3.2020 • 13:32 Uhr

Niedersachsen mit eigenem Milliarden-Hilfspaket

Niedersachsen hat ein eigenes 4,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht. Der Landtag stimmte einmütig für einen Nachtragshaushalt und einen erhöhten Bürgschaftsrahmen. Das Geld soll die Wirtschaft und das Gesundheitswesen stützen. "Wir wollen die Wirtschaftskraft unseres Landes mit aller Kraft verteidigen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil. "Wir tun dies vor allem auch mit Blick auf Millionen von Arbeitsplätzen in unserem Land, die wir retten wollen."

25.3.2020 • 13:24 Uhr

Abriegelung von Hubei aufgehoben

In China ist die Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben worden. Seit Mitternacht dürfen die meisten Bewohner wieder ausreisen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind. Die chinesischen Behörden meldeten keine neuen Coronavirus-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben - lediglich 47 Infizierte, die aus dem Ausland eingereist sind.

25.3.2020 • 13:19 Uhr

Äthiopien entlässt 4000 Gefangene

Äthiopien will wegen der Corona-Krise mehr als 4000 Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen. Dabei handelt es sich vor allem um Häftlinge, die ohnehin kurz vor der Entlassung standen oder wegen geringfügiger Vergehen verurteilt wurden, erklärte Generalstaatsanwalt Adanech Abebe.

25.3.2020 • 13:14 Uhr

Merkel will internationale Strategie der G20

Die Bundesregierung will sich beim Sondergipfel der G20-Staaten zur Corona-Krise für eine weltweit koordinierte Strategie einsetzen. "Wichtig ist, dass dieses Treffen zu einer weiteren Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit im Kreise der G20 führt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Staats- und Regierungschefs wollen am Donnerstag in einer Videokonferenz über die Krise beraten. Kanzlerin Angela Merkel steht weiterhin unter freiwilliger Quarantäne, nachdem sie Kontakt zu einem infizierten Arzt hatte. Sie führe derzeit "wichtige internationale Gespräche von zuhause aus", sagte Seibert.

25.3.2020 • 13:06 Uhr

Hessen setzt Abi-Prüfungen fort

Die hessischen Abiturprüfungen sind wie geplant mit dem Fach Mathematik fortgesetzt worden. Am Donnerstag steht das Fach Französisch auf der Agenda. Hessen sieht keinen Konflikt mit den strengen Kontaktsperren, die erlassen wurden. Die Prüfungen laufen unter verschärften Hygienebedingungen. Die Schulen sind angewiesen, die Prüfungsgruppen klein und die Abstände zwischen den Prüflingen groß zu halten.

Abiturprüfung | dpa

Hessen zieht die Abi-Prüfungen durch, andere Bundesländer haben sie verschoben. Bild: dpa

Die Kultusminister der Bundesländer beraten heute über das weitere Vorgehen bei den anstehenden Schulabschlussprüfungen. Schleswig-Holstein will die Prüfungen ganz ausfallen lassen, andere Länder hatten sie verschoben.

25.3.2020 • 12:55 Uhr

Putin hält Fernsehansprache

Russlands Präsident Wladimir Putin will sich heute in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Pandemie äußern. Diese "Notwendigkeit" habe sich ergeben, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. Putin hält außer seinen Neujahrsansprachen nur selten Fernsehansprachen. Zuletzt hatte er mehrfach betont, die Lage im Land sei unter Kontrolle.

25.3.2020 • 12:45 Uhr

"Schnelle und unbürokratische Hilfe"

"Die Politik muss beweisen, dass sie ganz schnell und unbürokratisch hilft", sagt Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, zu den milliardenschweren Hilfspaketen der Bundesregierung, die noch in dieser Woche verabschiedet werden sollen.

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25.3.2020 • 12:37 Uhr

Papst ruft Gott um Hilfe

Papst Franziskus hat bei einem Vaterunser-Gebet Gott um Hilfe in der Corona-Krise gerufen. "In diesem Moment wollen wir um Gnade für die Menschheit bitten, die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen wurde", sagte der Pontifex vor dem Vaterunser, das Christen aller Konfessionen zusammen beten sollten. "Wir tun es gemeinsam, Christen jeder Kirche und Gemeinschaft, jeden Alters, jeder Sprache und jeder Nation." Er betete für die Kranken und ihre Familien sowie für die Mitarbeiter in Behörden und Krankenhäusern.

Papst Franziskus | VATICAN MEDIA HANDOUT/EPA-EFE/Sh

Papst Franziskus rief bei einem Vaterunser-Gebet, das Christen aller Welt sprechen sollten, Gott um Hilfe. Bild: VATICAN MEDIA HANDOUT/EPA-EFE/Sh

25.3.2020 • 12:34 Uhr

Limit für kontaktlose Zahlungen angehoben

Mastercard hat die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne Eingabe einer PIN-Nummer von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Erhöhung gilt für Deutschland und weitere europäische Länder. Viele Geschäfte ermutigen Kunden, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Virenübertragung über Bargeld oder die Bankkarte zu verhindern.

25.3.2020 • 12:04 Uhr

Ärztekammer: Staat muss für Schutzausrüstung sorgen

Alle Ärzte und Pfleger im Corona-Einsatz müssen nach Ansicht der Ärztekammer Niedersachen vom Staat mit Schutzkleidung ausgestattet werden. Niemand könne von Ärzten ohne Schutz verlangen, dass sie an Covid-19 erkrankte Patienten behandelten, sagte die Präsidentin der Kammer, Martina Wenker. Nur geschützte Ätzte und Pfleger könnten lange im Gesundheitsversorgungssystem bleiben: "Wir brauchen gesunde Ärzte und Pfleger, um möglichst viele Patienten wieder gesunden lassen zu können." Es könne nicht angehen, dass Praxen schließen müssten, weil dort tätige Ärzte und Pfleger aus Mangel an Schutzausrüstung mittlerweile selbst krankheitsbedingt ausfielen, sagte Wenker.

25.3.2020 • 11:58 Uhr

Spanien mit mehr Corona-Toten als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid starben 3434 Menschen in Spanien an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen.

25.3.2020 • 11:58 Uhr

Prinz Charles mit Coronavirus infiziert

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

25.3.2020 • 11:46 Uhr

Schullandheimen droht das Aus

Den Schullandheimen im Norden droht das Aus. Die massenhaften Absagen von Klassenfahrten lassen festgeplante Einnahmen wegbrechen, direkt betroffen seien mindestens zwei Drittel der 70 gemeinnützigen Häuser in Norddeutschland, teilten die Arbeitsgemeinschaft norddeutscher Schullandheime mit. Weit über 300.000 Kinder und Jugendliche kommen pro Jahr auf ihren Klassen- und Ferienfahrten allein in die 70 Einrichtungen der norddeutschen Schullandheimverbände in Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

25.3.2020 • 11:46 Uhr

1000 Patienten auf Intensivstationen

Etwa 1000 Corona-Patienten werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) aktuell auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt betreuten deutsche Krankenhäuser derzeit bis zu 4000 Corona-Patienten, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In den kommenden Tagen erwarte er noch einmal eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen: "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit etwa 70.000 registrierten Infektionen rechnen müssen", sagte Gaß. Die Dunkelziffer liege wahrscheinlich deutlich höher, Experten zufolge mindestens um den Faktor 10. Demzufolge wären rund 700.000 Bundesbürger infiziert.

25.3.2020 • 11:34 Uhr

Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Das Bundesinnenministerium hat ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von heute, 17 Uhr an, im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher mit. Diese Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, "zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind". Diese Beschränkungen seien "zwingend erforderlich, um Infektionsketten zu unterbrechen". Vielen Landwirten fehlen Arbeitskräfte für Ernte und Aussaat. Verbände und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben Internet-Plattformen aufgesetzt, um Betriebe und Freiwillige, die auf den Feldern arbeiten könnten, in Kontakt zu bringen.

25.3.2020 • 11:25 Uhr

Haarschneider stark nachgefragt

Die Corona-Krise ändert das Einkaufsverhalten der Bundesbürger - nicht nur in den Supermärkten, wo aktuell Toilettenpapier, Konserven und Nudeln in großen Mengen gekauft werden. Beim Online-Versandhändler Otto steigt die Nachfrage nach Haar- und Bartschneider, wie Otto-Chef Marc Opelt der "Bild"-Zeitung sagte. Normalerweise würden 30 Stück am Tag verkauft - "aktuell sind es zwischen 250 und 300". Bei Sportartikeln wie Hanteln sei es ähnlich: Deren Bestellungen versechsfachten sich, bei Druckern und Drehstühlen - beides wichtige Artikel für das Homeoffice - waren es doppelt so viele. Außerdem legte die Nachfrage nach Fernsehern, Gesellschaftsspielen, Webcams, Fieberthermometer, Gefrierschränken und Brotbackautomaten deutlich zu. Lieferengpässe gibt es nach Angaben Opelts keine. In Deutschland müssen alle Restaurants sowie Dienstleistungsbetriebe mit enger körperlicher Nähe wie Friseure, Massagepraxen oder Kosmetikstudios geschlossen sein.

25.3.2020 • 11:11 Uhr

Beispielloser Konjunktureinbruch beim Ifo-Index

Das Ifo-Geschäftsklima ist in einem bisher beispiellosen Maß eingebrochen. Im März sei der Indexwert auf 86,1 Punkte gefallen, nach 96,0 Punkten im Monat zuvor, teilte das Ifo-Institut mit. Dies sei der stärkste Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers seit der deutschen Wiedervereinigung und der niedrigste Wert seit Juli 2009, hieß es weiter. Insbesondere die Konjunkturwartungen der Unternehmen haben sich stark verschlechtert. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Daten. Das Ifo-Geschäftsklima basiert auf einer Umfrage unter rund 9000 Unternehmen.

25.3.2020 • 10:59 Uhr

Weitere Lockerungen bei Krankschreibungen

Die Krankschreibungs-Regeln in Deutschland werden wegen der Krise weiter gelockert. Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder Verdacht auf Corona nach telefonischer Rücksprache eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit für maximal bis zu 14 Tage ausgestellt bekommen. Für die Krankschreibung muss keine Arztpraxis aufgesucht werden. Die Regelung gilt vorerst bis zum 23. Juni, wie der Spitzenverband gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland mitteilt. Bereits seit etwa zwei Wochen durften Ärzte die Patienten für bis zu eine Woche am Telefon krankschreiben.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung | picture alliance / Sina Schuldt/

Krankschreibungen sind nun bis zu 14 Tagen telefonisch möglich. Bild: picture alliance / Sina Schuldt/

25.3.2020 • 10:49 Uhr

RKI: Nur noch Menschen mit Symptomen testen

Das Robert Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen. Er bekräftigte, dass Deutschland noch immer am Anfang der Ausbreitung stehe. Wieler sagt, es könne derzeit keine Aussage darüber getroffen werden, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. Die Epidemie werde sicher "noch einige Wochen" im Land bleiben. Wichtig sei, Abstand zu halten, und dass Kranke zu Hause blieben.

Das RKI ändert seine Kriterien, nach denen mögliche Verdachtsfälle auf Covid-19 getestet werden. Es sollen grundsätzlich nur noch Menschen mit Symptomen getestet werden. Das schone die Ressourcen der Labore. Wer nur leichte Zeichen einer Krankheit habe, solle einfach zuhause bleiben. Das RKI rät, dass erkrankte und infizierte Menschen eine Schutzmaske tragen sollten. Der häufigste Übertragungsweg sei über Tröpfchen. Mit einer Maske werde die Streuung erheblich reduziert.

25.3.2020 • 10:32 Uhr

Frankreich ruft Arbeitslose zur Feldarbeit

Frankreich hat Arbeitslose zur Feldarbeit aufgerufen. Im Land fehlen rund 200.000 Saisonkräfte. Landwirtschaftsminister Didier Guillaume sagte, alle derzeit unbeschäftigten Franzosen sollten sich freiwillig zur Verfügung stellen. "Wir müssen produzieren, um die Franzosen zu ernähren." Sorgen machen sich unter anderem die Erdbeer-Bauern. Ihnen fehlen Saisonkräfte, die normalerweise aus Spanien, Portugal, Marokko oder Polen nach Frankreich kommen.

25.3.2020 • 10:19 Uhr

Bundesrat ohne Einwände gegen Nachtragshaushalt

Der Bundesrat erhebt keine Einwände gegen den von der Bundesregierung geplanten Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Corona-Hilfspakete. Die Länderkammer stimmte in einer Sondersitzung dafür, eine entsprechende Stellungnahme zum Gesetzentwurf sofort dem Bundestag zuzuleiten. Die Sitzung dauerte nur wenige Minuten, es gab keine Wortmeldungen. Der Bundestag will den Nachtragshaushalt noch heute verabschieden. Die Länderkammer stimmt dann in einer weiteren Sondersitzung am Freitag abschließend über den Gesetzesbeschluss zum Nachtragshaushalt ab.

25.3.2020 • 09:59 Uhr

Aktienmärkte im Aufwind

Das Konjunkturpaket in den USA zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise treibt die Kurse. Am deutschen Aktienmarkt ist der DAX zum Handelsbeginn über die Marke von 10.000 Punkten gestiegen. Im Vergleich zum Tief der Vorwoche hat sich der DAX inzwischen um mehr als 20 Prozent erholt. Der Dow Jones verzeichnete gestern den größten Tagesgewinn seit 1933. Das US-Börsenbarometer stieg um 11,4 Prozent auf 20.705 Punkte.

25.3.2020 • 09:39 Uhr

Kultusminister beraten über Abi-Prüfungen

Die Kultusminister der Länder beraten über die Abiturprüfungen in diesem Jahr. Am Mittag sei eine Telefonkonferenz geplant, sagte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz. Dabei geht es um das Abitur und auch die weiteren Schulabschlüsse. Unklar ist, ob dabei bereits Ergebnisse zu erwarten sind. Zwischen den Ländern gibt es Streit darum, wie die Schüler das Abitur erlangen können. Schleswigs-Holsteins Kultusministerin Karin Prien sprach sich am Dienstag für ein "Anerkennungsabitur" ohne Abschlussprüfungen aus. Dies stieß zum Teil auf offenen Widerspruch in den anderen Bundesländern. In Deutschland sind derzeit Schulen und Kitas geschlossen.

25.3.2020 • 09:19 Uhr

Scholz: "Krise ohne Vorbild"

"Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist", hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Beginn der Bundestagsdebatte über das Hilfspaket gesagt. Sie zeige, wie verletzlich jeder sei. "Das was wir jetzt brauchen, ist Solidarität." Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner. "Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen." Die Bundesregierung tue alles Mögliche und alles Nötige, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern. "Dafür gibt es kein Drehbuch", sagte Scholz. Es gehe um drei Dinge: gute Gesundheitsversorgung, Sicherung des Lebensunterhalts von Betroffenen, Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen.

25.3.2020 • 08:56 Uhr

RKI: Rund 31.500 Infizierte und 149 Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 31.554 angegeben - ein Plus von 4118 seit Dienstag. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in den USA meldete 32.991 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 149 Todesfälle, die JHU 159 Tote.

25.3.2020 • 08:34 Uhr

Vietnam exportiert keinen Reis mehr

Vietnam stoppt seine Reisexporte, um die Nahrungsmittelversorgung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen. Grund sei neben der Corona-Pandemie auch eine schwere Dürre im Süden des Landes, teilte die Regierung mit. Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc ordnete zudem an, zusätzliche Reisvorräte aufzukaufen. Der Zoll wies die Dienststellen an, ab sofort keine Reisexporte mehr zu genehmigen. Vietnam ist nach Indien und Thailand der drittgrößte Exporteur von Reis weltweit.

25.3.2020 • 08:23 Uhr

Scholz schlägt Zahlung von Extra-Zulagen vor

Bundesfinanzminister Olaf Scholz schlägt steuerfreie Zulagen vor, um Arbeitnehmer zeitnah zu unterstützen. Sein Ministerium prüfe derzeit, ob solche Extra-Zulagen möglich seien, sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung. Gedacht sei an Zahlungen bis zu einer gewissen Größenordnung - mit einer Regelung, die die Finanzämter treffen können.

25.3.2020 • 08:12 Uhr

Videochat-System soll Arztpraxen entlasten

Ein neuartiger Videochatdienst soll künftig Arztpraxen und Krankenhäuser entlasten. Das bestehende System EmergencyEye des Start-ups Corevas wurde mit Unterstützung des Telekommunikationskonzerns Vodafone so erweitert, dass es künftig auch von Medizinern für eine Ersteinschätzung aus der Ferne eingesetzt werden kann, kündigten die Unternehmen an. Es ermögliche eine qualifizierte erste Diagnose durch die Kamerafunktion des Handys. Die Ärzte könnten dann entscheiden, ob ein Coronavirus-Test oder eine weitere Behandlung notwendig sei, erläuterte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Das System setzt beim Patienten ein Smartphone voraus. In einem Telefonat mit dem Arzt muss der Patient seine Handynummer mitteilen und bekommt dann über eine SMS einen Link, auf den er tippen muss, um einen Videostream aufzubauen. In der Arztpraxis oder im Krankenhaus reicht für die Anwendung ein PC aus, der mit dem Internet verbunden ist. In der aktuellen Lage stellt Corevas sein System kostenfrei zur Verfügung.

25.3.2020 • 07:55 Uhr

Mehr Gewalt in Familien befürchtet

Franziska Giffey | dpa

Familienministerin Giffey glaubt, dass das Leben engem Raum zur Belastung wird. Bild: dpa

Familienministerin Franziska Giffey warnt vor einer Zunahme der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise: "Sorgen um die Gesundheit, Existenzängste, wenig Ablenkungsmöglichkeiten und viel Zeit auf engem Raum können für Familien zur enormen Belastung werden", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie kündigte eine Stärkung der telefonischen Beratungsangebote an. Dazu gehörten die "Nummer gegen Kummer" (116 111) für Kinder und Jugendliche oder das Elterntelefon (0800 111 0550).

Alarmiert zeigte sich auch das Deutsche Kinderhilfswerk: "Es ist einfacher, sich auf 120 Quadratmetern und einem großen Garten aus dem Weg zu gehen, als in einer 60-Quadratmeter-Etagenwohnung", sagte Geschäftsführer Holger Hofmann. Fälle von psychischer und körperlicher Gewalt gegen Kinder würden aber in den nächsten Wochen quer durch die Gesellschaft deutlich zunehmen - "nicht nur dort, wo Familien bereits vorher schon auffällig waren". Ein Problem sei, dass viele Kinder jetzt keine Ansprechpartner mehr außerhalb der Familie hätten. "Ohne den Kontakt zu Erziehern, Lehrern und Sozialarbeitern werden wir vieles, was in den Familien passiert nicht mitbekommen."

25.3.2020 • 07:44 Uhr

Organisationen besorgt über Versorgungslücken

"Ärzte der Welt" und rund 40 weitere Organisationen haben sich in einem Offenen Brief besorgt über medizinische Versorgungslücken gezeigt. "Hunderttausende Menschen in Deutschland haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu notwendiger Gesundheitsversorgung - dies sind zum Beispiel Menschen ohne Krankenversicherung, Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus oder erwerbslose EU-Bürger und Bürgerinnen", heißt es in dem Schreiben. Zu den Unterzeichnern zählen der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland und die Deutsche Aidshilfe.

Die Betroffenen, darunter auch Obdachlose, hätten häufig keine ausreichenden Möglichkeiten, sich testen und behandeln zu lassen oder in Quarantäne zu gehen. Sie könnten oft nicht die notwendigen Hygiene- und Selbstisolationsmaßnahmen treffen und seien so einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, sich anzustecken.

25.3.2020 • 07:26 Uhr

Israel verschärft Ausgangsbeschränkungen

Israel hat die Ausgangsbeschränkungen weiter verschärft. Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen. Ausnahmen sind unter anderem essentiell wichtige Arbeitsplätze, Lebensmitteleinkäufe und ärztliche Behandlungen. Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draußen verboten werden. Die israelische Armee ist nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, die Polizei wenn nötig bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen zu unterstützen.

25.3.2020 • 07:12 Uhr

Düsseldorfer Oberbürgermeister stellt Maßnahmen infrage

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel stellt die drastischen Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung des Coronavirus infrage. "Ich bin überzeugt, es ist höchste Zeit, einmal innezuhalten, um darüber nachzudenken, ob wir wirklich auf dem richtigen Weg sind", schrieb der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die "Rheinische Post". Die politische Verantwortung gebiete es, schon heute eine Strategie zu entwickeln, "wann und wie wir das öffentliche Leben in Deutschland wieder hochfahren", argumentierte Geisel. Der SPD-Politiker schrieb, es sei letztlich niemandem geholfen, auf unabsehbare Zeit alle in Quarantäne zu nehmen. Er befürchte, dass Deutschland einen nahezu vollständigen Shutdown nicht lange überstehe.

25.3.2020 • 06:50 Uhr

USA: Einigung auf Billionen-Hilfspaket

Das zwei Billionen Dollar schwere Konjunkturpaket in den USA steht. Nach mehrtägigen Verhandlungen einigten sich die US-Regierung und die Republikaner und Demokraten im Kongress auf die Details des Pakets, wie Eric Ueland, ein Spitzenvertreter des Weißen Hauses, bekanntgab. Mit dem Paket sollen die Auswirkungen der Pandemie auf die US-Wirtschaft abgefedert werden, unter anderem mit Einmalzahlungen von 1200 Dollar an die meisten Amerikaner, einer Ausweitung des Arbeitslosengelds und einem 367 Milliarden schweren Programm zur Unterstützung von Kleinunternehmen. Auch die Krankenhäuser sollen Geldspritzen erhalten.

25.3.2020 • 06:45 Uhr

Zehntausende Betriebe wollen Kurzarbeit anmelden

Kurzarbeit nimmt drastisch zu. "Allein in der vergangenen Woche haben 76.700 Betriebe angekündigt, Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu wollen", sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Bedarf sei enorm. "Das wird bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange sein", sagte der SPD-Politiker. Betroffen seien alle Bundesländer und nahezu alle Branchen. Heil appellierte an die Arbeitgeber, "wo immer es geht, das Kurzarbeitergeld aufzustocken".

25.3.2020 • 06:38 Uhr

Altenpflege beklagt Verteilung von Schutzausrüstung

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege. "Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Sie sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht", beklagt Brysch. "Die Bundeskanzlerin, ihr Gesundheitsminister und die Ministerpräsidenten sollten in der Corona-Krise die Altenpflege endlich zur Chefsache machen", fordert Brysch. Der Staat habe für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.

25.3.2020 • 06:31 Uhr

GDL: Bahn soll Angebot runterfahren

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert, das Fahrtenangebot für Bahnreisende deutlich zu reduzieren. "Wir müssen nicht auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky. "Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter." Angesichts gesunkener Fahrgastzahlen müsse die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können. "Auch Lokführer und Zugbegleiter werden krank", sagte Weselsky. Aus seiner Sicht hat die Bahn zu lange an einem 100-Prozent-Angebot festgehalten, jetzt sei sie noch bei rund 90 Prozent. Das könne auch für die Werkstätten zu einer Herausforderung werden, wenn die Krise es schwieriger mache, Ersatzteile zu bekommen. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn berät heute über die Lage des Bundesunternehmens. Das hatte bereits bekannt gegeben, dass die Buchungen zurückgehen, aber keine Zahlen genannt.

25.3.2020 • 06:25 Uhr

Indien verbietet Export von Malaria-Mittel

Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit Covid-19 infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

25.3.2020 • 06:19 Uhr

Bundestag berät milliardenschweres Hilfspaket

Der Bundestag entscheidet heute über das historische Hilfspaket für Bürger und Unternehmen. Es soll in bisher kaum vorstellbarem Tempo beschlossen werden. Der Bund will mit mehreren großen Rettungsschirmen und umfangreichen Rechtsänderungen Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen.

25.3.2020 • 06:14 Uhr

Textilbranche vernetzt sich für Produktion von Schutzkleidung

Die Textil- und Modeindustrie vernetzt sich nach Angaben ihres Verbandes, um ihre Produktion auf Schutzausrüstung umzustellen. "Es wurden inzwischen verschiedene Netzwerke gegründet, um Hersteller zentraler Zulieferprodukte mit Fertigungsfirmen zusammenzubringen", sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie. Sowohl national als auch europaweit würden sich dem Verband zufolge neue Lieferketten zur Herstellung von Schutzausrüstung bilden. Ob die Produkte dann auch in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden, hänge allerdings von den staatlichen Marktüberwachungsbehörden und Beschaffungsstellen ab.