In bayerischen Kirchdorf am Inn kontrollieren Polizisten den Verkehr an der Grenze. | dpa
Liveblog

Liveblog zum Nachlesen Kontrollieren, Abschotten, Schließen

Stand: 16.03.2020 23:03 Uhr

Frankreich verordnet eine Ausgangssperre. Deutschland kontrolliert seine Grenzen und will einen Großteil der Geschäfte schließen. Die Entwicklungen rund um die Coronavirus-Pandemie im Liveblog zum Nachlesen.

  • Frankreich verhängt Ausgangssperre
  • EU-Grenzen werden laut Macron für Einreisen geschlossen
  • Deutschland: Viele Geschäfte schließen, Supermärkte weiter geöffnet
  • Zahl der Infektionen nimmt bundesweit zu
23:03 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden hiermit den heutigen Liveblog.

22:53 Uhr

Serbien verschiebt Wahlen

Serbien hat die für den 26. April geplanten Parlaments- und Provinz- und Kommunalwahlen für unbestimmte Zeit verschoben. Alle Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen würde ausgesetzt, bis der wegen der Pandemie erklärte Notstand wieder aufgehoben sei, teilte die zentrale Wahlbehörde mit. Serbien hatte gestern den Notstand erklärt.

22:48 Uhr

Erster Fall in Grönland

In Grönland wurde die erste Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Die betroffene Person sei isoliert worden, teilte Ministerpräsident Kim Kielsen mit. Sie rief die Einwohner Grönlands auf, weniger zu reisen. Schulschließungen seien noch nicht geplant.

22:32 Uhr

Pro Tag fehlen mehr als 1,1 Milliarden Euro Umsatz

Der deutsche Einzelhandel rechnet binnen Wochen mit den ersten Insolvenzen. Jenseits des Lebensmittelhandels fielen aktuell etwa 1,15 Milliarden Euro Umsatz pro Tag weg, sagt der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes HDE, Stefan Genth, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Jetzt kommt der Totalausfall, der ist nicht mehr aufzufangen. Schon in drei bis vier Wochen wird es Insolvenzen geben. Dauert der Shutdown acht Wochen, kann der Einzelhandel das nicht aushalten", warnte Genth.

22:24 Uhr

Söder fordert mehr Tempo im Vorgehen gegen Coronavirus

CSU-Chef Markus Söder hat von Bund und Ländern ein noch schnelleres und entschlosseneres Handeln gefordert. "Ich glaube, wir brauchen auch ein Stück mehr Tempo in der deutschen Politik", sagte Söder im ZDF. "Die Herausforderung ist größer als gedacht. Wir können nicht endlos darüber debattieren, wir müssen entscheiden."

22:17 Uhr

Türkei weitet Beschlüsse gegen Pandemie aus

Für Bars und Clubs hatte die Türkei bereits angeordnet, dass sie geschlossen bleiben, nun weitet sie diese Maßnahme auf alle öffentlichen Erholungs-und Vergnügungsorte aus. Davon betroffen sind laut Innenministerium Cafés, Theater, Kinos, Schwimmbäder und Fitnessclubs.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca gab zudem weitere Reisebeschränkungen bekannt: Die Flugverbindungen nach Großbritannien, in die Schweiz, nach Saudi Arabien, Ägypten, Irland und in die Vereinigten Arabischen Emiraten würden ab morgen 06.00 Mitteleuropäischer Zeit eingestellt. Damit hat die Türkei dann den Flugverkehr in insgesamt 20 Länder gestoppt, darunter Deutschland.

21:54 Uhr

US-Gouverneur will auf neuen Termin für Vorwahl klagen

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio, Mike DeWine, will per Klage durchsetzen, dass die für morgen angesetzte Präsidentschaftsvorwahl der Demokraten auf den 2. Juni verschoben wird. Man könne nicht die Menschen aufrufen, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben, und gleichzeitig zur Wahl zur gehen, kritisierte er.

Neben Ohio soll die Vorwahl der Demokraten am gleichen Tag auch in den Bundesstaaten Arizona, Florida und Illinois stattfinden. Auch die Republikaner wollen morgen in diesen Staaten, mit Ausnahme von Arizona, ihre Vorwahl abhalten.

21:48 Uhr

Ein ganzes Paket neuer Maßnahmen

Kontrollieren, einschränken, schließen - heute sind neue Schritte gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Kraft getreten und weitere wurden bekannt gegeben. Eine Zusammenfassung über die aktuellen Beschlüsse.

21:42 Uhr

Color Line stellt Angestellte frei

Die norwegische Reederei Color Line, die unter anderem zwischen Oslo und Kiel verkehrt, hat wegen der Corona-Krise knapp 2000 Mitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt. Nachdem die norwegische Regierung aus Furcht von einer Verbreitung des Coronavirus Ausländern die Einreise untersagte, hatte die Reederei ihre Passagierverbindungen einstellen müssen. Der Gütertransport läuft aber weiter.

21:40 Uhr

Kalifornien: Landkreise fordern Bewohner auf, zu Hause zu bleiben

San Francisco sowie fünf weitere Landkreise haben eine Anordnung erlassen, die die Bevölkerung dazu auffordert, zu Hause zu bleiben, wie ARD-Korrespondent Marcus Schuler berichtet.

Betroffen sind auch die Landkreise des Silicon Valley, wo Unternehmen wie Google, Facebook, Apple und Netflix ihren Hauptsitz haben. Insgesamt leben in der Region 6,7 Millionen Menschen.

Geschäfte des täglichen Bedarfs sollen geöffnet bleiben, Restaurants dürfen Essen ausliefern. Menschen sollen mindestens 1,80 Meter Abstand halten. Die Anordnung gilt bis voraussichtlich zum 7. April.

Insgesamt sind in Kalifornien 490 Menschen mit dem Virus infiziert, davon allein 251 in der Bay Area. Experten rechnen mit einer großen Verbreitung des Virus in den kommenden Tagen.

21:34 Uhr

Amazon stockt Mitarbeiter in den USA auf

Der Online-Versandhändler Amazon will in den USA 100.000 neue Mitarbeiter einstellen, die in Lagern oder für die Auslieferung von waren eingesetzt werden sollen. So will der Konzern die steigende Nachfrage seit Ausbruch der Corona-Krise bewältigen. Amazon kündigte an, 350 Millionen Dollar zu investieren, um die Stundenlöhne der Beschäftigten in den USA um zwei Dollar und in Europa um etwa zwei Euro zu erhöhen.

21:31 Uhr

DRK ruft zum Blutspenden auf

Das Deutsche Rote Kreuz hat alle gesunden Bürger ab 18 Jahren dazu aufgerufen, Blut zu spenden. Alle siebe Sekunden brauche in Deutschland ein Patient eine Blutspende. Gerade angesichts der Coronavirus-Pandemie seien Kliniken jetzt auf Spender angewiesen, bevor sich das Virus noch stärker in der Bevölkerung ausbreite und Blutspenden für viele nicht mehr möglich sei.

21:21 Uhr

Dow Jones bricht massiv ein

Die US-Börsen haben wegen der Coronavirus-Pandemie erneut einen schwarzen Tag erlebt: An der New Yorker Wall Street brach der Leitindex Dow Jones heute um knapp 13 Prozent ein und endete bei rund 20.188 Punkten. Das war der stärkste Rückgang seit dem schwarzen Montag vom Oktober 1987.

21:13 Uhr

Saudi-Arabien plant G20-Krisengipfel

Wie das Büro des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez mitteilte, will Saudi-Arabien, das derzeit den G20-Vorsitz inne hat, die dazugehörigen Staaten in den kommenden Tagen zu einem Krisengipfel rund um die Corona-Pandemie einladen. Sánchez habe dem saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman den Gipfel vorgeschlagen, um die Lage auszuloten und einen Fahrplan auszuarbeiten.

20:56 Uhr

Irland stellt sich auf drastischen Anstieg von Fällen ein

Derzeit haben sich in Irland nach Angaben des Premierministers Leo Varadkar fast 170 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Er rechne bis zum Ende des Monats aber damit, dass die Fälle auf eine Zahl von 15.000 ansteigen könnte.

20:45 Uhr

Trump rät von Reisen ab

US-Bürger sollten in den kommenden 15 Tagen auf alle nicht notwendigen Reisen verzichten. Dazu rief US-Präsident Donald Trump auf und riet der Bevölkerung außerdem, Ansammlungen von mehr als zehn Menschen zu meiden und auf Besuche von Restaurants und Bars zu verzichten. Wem es möglich sei, sollte seine Kinder zu Hause unterrichten.

20:35 Uhr

Macron: EU-Grenzen werden abgeriegelt

Eigentlich sollen die Staats- und Regierungschefs der EU erst morgen per Videokonferenz über den Vorschlag der EU-Kommission beraten, die EU-Grenzen für Einreisen aus nicht-europäischen Ländern zu schließen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte jedoch schon am Abend an, dass der Einreisestopp ab morgen Mittag in Kraft treten werde und für zunächst 30 Tage gültig sein solle.

20:31 Uhr

Ausgangssperre in Frankreich

Ab morgen Mittag gilt in Frankreich eine Ausgangssperre. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron an. Bürger sind dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und ihre Wohnungen oder Häuser nur zu verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Die Anordnung soll zunächst für 15 Tage gelten.

"Wir sind im Krieg", sagte Macron. "Wir kämpfen weder gegen Armeen noch gegen eine andere Nation. Aber der Feind ist da, unsichtbar - und er rückt vor."

Zuvor hatten bereits Italien und Spanien eine Ausgangssperre verhängt.

20:16 Uhr

Empfehlungen statt Anordnungen in Großbritannien

Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates die Briten dazu aufgerufen, Restaurantbesuche, öffentliche Veranstaltungen und öffentliche Einrichtungen wie Theater zu meiden. Wer Erkältungssymptome wie Husten oder Schnupfen habe, solle für 15 Tage zu Hause bleiben.

Von strengeren Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen sieht die britische Regierung bislang ab.

20:05 Uhr

Google-Anfragen zum Coronavirus

Was ist das Coronavirus? Wie viele Menschen haben sich infiziert? Und wie erkenne ich es? Diese und andere Fragen stellen Menschen weltweit tagtäglich der Suchmaschine Google. Die häufigsten Fragen und die Antworten im Überblick.

19:56 Uhr

Weitere Staaten schließen Grenzen

Russland untersagt Ausländern ab Mittwoch bis vorerst zum 1. Mai die Einreise. Ausnahmen sollen unter anderem für Diplomaten und Flugzeug-Besatzungsmitglieder gelten.

Auch in Lateinamerika haben mehrere Länder angekündigt, ihre Grenzen größtenteils zu schließen: Ab kommenden Mittwoch ist Ausländern die Einreise nach Chile für zunächst 15 Tage untersagt. Auch Guatemala beschloss die Grenzschließung. Zuvor hatten bereits Argentinien, Peru, Panama, Honduras und El Salvador ihre Grenzen abgeriegelt.

Haiti schloss seine Grenze zur Dominikanischen Republik, Kolumbien die Übergänge nach Venezuela.

Indien will EU-Bürgern ab Mittwoch die Einreise untersagen.

19:42 Uhr

Zahl der Todesopfer in Italien steigt auf mehr als 2100

Die italienischen Gesundheitsbehörden haben binnen 24 Stunden fast 349 neue Corona-Todesfälle registriert. Damit kamen in dem Land bislang fast 2160 Menschen durch das neue Virus ums Leben.

Auch die Zahl der täglich neu gemeldeten Infektionen nimmt weiter zu. Von Sonntag auf Montag wurden den Behörden 3200 neue Fälle gemeldet. Damit haben sich in ganz Italien inzwischen knapp 28.000 Menschen infiziert.

19:33 Uhr

Tafeln schließen Ausgabestellen

Bundesweit schränken immer Tafeln ihren betrieb ein oder schließen ihre Ausgabestellen. Nach Angaben des zuständigen Bundesverbandes haben bereits mehr als 100 der Ausgabestellen für Bedürftige solche Maßnahmen ergriffen. In Berlin waren heute beispielsweise nur noch sieben von 45 "Laib und Seele"-Ausgabestellen geöffnet.

19:27 Uhr

Bayerischer Landtag arbeitet mit Notbesetzung

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus schrumpft der bayerische Landtag seine Besetzung zusammen: Ab sofort soll nur noch ein Fünftel der Abgeordneten an den Plenarsitzungen teilnehmen.

19:20 Uhr

RKI: Bundesweit mehr als 6000 Infizierte

In ganz Deutschland haben sich mittlerweile mehr als 6000 Menschen mit dem Virus infiziert, teilte das Robert-Koch-Institut mit. 13 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben.

Die Johns Hopkins-Universität spricht sogar von mehr als 7100 Infektionen in Deutschland und 14 Todesfällen.

19:15 Uhr

Kurzarbeitergeld wird rückwirkend ausgezahlt

Unternehmen können nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums ab sofort Kurzarbeitergeld beantragen. Das soll rückwirkend ab dem 1. März gezahlt werden.

19:12 Uhr

Umsatzeinbruch statt blühender Geschäfte

In den Niederlanden klagen auch die Gärtnereien über schwindende Nachfrage. Auf einer Auktion in Aalsmeer standen die Blumen gleich kistenweise bereit - doch die Abnehmer fehlten.

Im niederländischen Aalsmeer stehen Kisten voller Blumen bereit für eine Auktion.  | AFP

In den Niederlanden ist Tulpenzeit - doch die Branche klagt durch die Coronavirus-Pandemie über einbrechende Absatzzahlen. Bild: AFP

19:00 Uhr

Kanada schränkt Einreisen ein

Auch Kanada setzt die Einreisen ins eigene Land weitgehend aus. Nur noch kanadische Staatsbürger und Personen mit festem Wohnsitz in dem Staat dürfen die Grenze passieren. Premierminister Justin Trudeau kündigte auch Ausnahmen für US-Bürger an. Der Güterverkehr sei der Grenzschließung ausgenommen.

18:57 Uhr

US-Gesundheitsbehörde: Klinische Tests für Impfstoff gestartet

Die USA sollen mit ersten klinischen Tests für einen Corona-Impfstoff begonnen haben. Die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health teilte mit, der entwickelte Wirkstoff sei bereits einem ersten Probanden verabreicht werden. Insgesamt solle der Test über rund sechs Wochen an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren laufen.

18:47 Uhr

Wann ist ein Corona-Test sinnvoll?

Wenn Erkältungssymptome auftreten, fühlen sich derzeit viele Menschen verunsichert. Ab wann sollte man sich auf das Coronavirus testen lassen und wer führt diese Tests durch? Sandra Stalinski hat die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

18:44 Uhr

Millionen für die Suche nach einem Impfstoff

Wie die EU-Kommission mitteilte, soll das medizinische Unternehmen CureVac, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht, mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützt werden.

Die finanzielle Unterstützung solle über ein mit einer EU-Garantie abgesichertes Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) erfolgen. Den Angaben zufolge hat CureVac bereits ein Entwicklungsprogramm zu einem Impfstoff gegen das Virus laufen und will klinische Tests im Juni starten

18:42 Uhr

Überblick über die neuen Beschlüsse

Welche Geschäfte schließen? Was bleibt geöffnet? Welche Regelungen treten außerdem in Kraft? Ein Überblick.

18:33 Uhr

"Wir werden das Virus besiegen"

In einer Videobotschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für Verständnis für die strikten Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus geworben.

"Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten", sagte Steinmeier. Mit Vertrauen in die Politik und Toleranz gegenüber den neuen Einschnitten im alltäglichen Leben könne die Krise überwunden werden, zeigte sich Steinmeier überzeugt: "Wir werden das Virus besiegen!"

18:16 Uhr

Einzigartige Situation, einzigartige Maßnahmen

Die Corona-Krise sei eine "einzigartige" Situation, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Die angeordneten Maßnahmen seien Schritte, "die wir in über 70 Jahren Bundesrepublik nicht tun mussten, aber jetzt tun müssen."

Neben umfangreichen Schließungen von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen habe die Bundesregierung in Abstimmung mit den Bundesländern auch entschieden, dass vorübergehend auch Urlaubsreisen ins In- und Ausland untersagt sein sollen.

18:06 Uhr

Renault macht Werke dicht

Renault stellt die Produktion in seinen französischen Werken bis auf Weiteres ein. Die Maßnahme betreffe zwölf Fabriken und 18.000 Mitarbeiter, teilte der Konzern mit.

18:01 Uhr

HBL will Spieler zu Gehaltsverzicht bewegen

Um die finanziellen Einbußen durch die Coronavirus-Pandemie aufzufangen, appelliert die Handball-Bundesliga an ihre Spieler, auf ihr Gehalt zu verzichten.

17:40 Uhr

Auch Modehäuser verzeichnen Einbußen

Nach Angaben des Branchenfachblatts "Textilwirtschaft" gehen auch in Modegeschäften und Shopping-Centern die Umsätze deutlich zurück. Im Vergleich mit dem Vorjahr hätten die Geschäfte ein Minus von bis zu 24 Prozent verzeichnet.

17:36 Uhr

Erster Corona-Patient in Thüringen wieder genesen

Die Staatskanzlei in Erfurt wird ab sofort täglich über den Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus in Thüringen informieren. Derzeit seien in dem Bundesland 55 Infektionen bekannt, keine davon gehe mit einem schweren Krankheitsverlauf einher. Ein Patient, der sich angesteckt hatte, sei inzwischen wieder genesen.

17:32 Uhr

Rekordtief bei Wahlbeteiligung in Frankreich

Mehr als die Hälfte der registrierten Wähler sind bei der Kommunalwahl, die gestern in Frankreich stattfand, zu Hause geblieben - so viele wie noch nie bei einer ersten Runde seit 1958.

In mehreren Gemeinden wurde keine absolute Mehrheit der Stimmen erreicht, hier muss ein zweiter Wahlgang abgehalten werden. Der ist für den kommenden Sonntag angesetzt.

Die Kritik daran, dass die Wahl nicht verschoben wurde oder jetzt zumindest die zweite Wahlrunde vorerst ausgesetzt wird, nimmt aber immer mehr zu. Die Pariser Bürgermeisterkandidatin Agnès Buzyn kündigte an, ihre Kampagne wegen der Situation im Land vorerst auszusetzen.

17:27 Uhr

Schweiz verhängt Notstand

Auch die Schweiz hat den Notstand ausgerufen, vorerst bis zum 19. April. In dieser Zeit gelte auch ein allgemeines Versammlungsverbot, hieß es von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Der Bundesrat entschied zudem, dass ab Mitternacht auch die Grenzen nach Deutschland, Österreich und Frankreich kontrolliert werden sollen. Bislang galt das nur für die Granze zu Italien. Die Einreise soll nur noch Schweizer Staatsbürgern, Menschen mit Aufenthaltsbewilligung sowie für Reisen aus beruflichen Gründen erlaubt sein. Auch der Transit- und der Warenverkehr sollen erlaubt bleiben.

17:25 Uhr

Debatte um Nachtflugverbote

Am Frankfurter Flughafen sollen notfalls auch in der Nacht Flugzeuge starten und landen dürfen, erklärte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer warb dafür, Nachtflugverbote zu locken, um außerplanmäßige Frachtflüge sowie die Rückkehr von deutschen aus dem Ausland zu ermöglichen.

17:21 Uhr

"Solidarität muss ansteckender sein als das Virus"

"Solidarität muss in diesem Zeiten ansteckender sein als das Virus selbst", betonte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Auch wenn wir Distanz zueinander halten müssen", sagte er weiter, der Grundsatz laute jetzt die Krise gemeinsam zu überstehen.

17:12 Uhr

Grenzkontrollen angelaufen

Seit 8 Uhr heute morgen wird an deutschen Grenzen kontrolliert. Nur wer zur Arbeit will und Waren transportiert, darf einreisen. Gabriele Dunkel berichtet, wie die Kontrollen angelaufen sind.

17:06 Uhr

Bundesregierung setzt Pflicht für Insolvenzanträge aus

Im Normalfall müssen Geschäftsführer für ihr Unternehmen innerhalb von drei Wochen Insolvenz beantragen, sollte es zahlungsunfähig werden. Die Bundesregierung setzt diese Reglung außer Kraft.

Firmen, die wegen der Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, kommen bis Ende September um einen Insolvenzantrag herum, wie das Justizministerium mitteilte. "Wir wollen verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen", sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht.

16:51 Uhr

Testen in Zelten?

Die Bundesärztekammer hat sich dafür ausgesprochen, dass vor Krankenhäusern Zeltstationen errichtet werden sollen, um dort Coronavirus-Tests durchzuführen. So könne besser verhindert werden, dass das Virus auf bereits in den Kliniken untergebrachte Patienten übertragen werde, sagte Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt in der "Passauer Neuen Presse".

Rückhalt bekam er für seinen Vorschlag vom Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Durch die Zeltstationen könnten auch Arztpraxen entlastet werden.

16:45 Uhr

"Tausende Jobs" hängen an Spielsaison und EM

Die DFL hat den Spielbetrieb bis vorerst zum 2. April ausgesetzt. Doch die Pause für die Ligen könnte sich noch länger hinziehen. Auch die Austragung der EM steht zur Debatte, darüber soll die UEFA morgen beraten. An der Entscheidung hängen tausende Jobs und Millionenbeträge pro Spieltag, wie Jakob Schaumann berichtet.

16:37 Uhr

Verband kritisiert Mangel an Informationen für Gehörlose

Für gehörlose Menschen ist es oft schwierig, sich ausreichend über die Corona-Pandemie zu informieren, warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe.

"Der fehlende Zugang zu gesundheitlichen Notfallinformationen verunsichert behinderte Menschen massiv", sagte deren Geschäftsführer Martin Danner. Es fehle an barrierefreien Angeboten, also Informationen in leichter Sprache, Gebärdensprache oder Videos mit Untertiteln.

16:31 Uhr

Polen stoppt Inlandsflugverkehr

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie streicht Polen nun auch alle Inlandsflüge. Das Flugverbot gelte bis auf Weiteres, teilte die polnische Regierung mit.

Zuvor waren bereits alle internationalen Flüge gestrichen sowie ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt worden.

16:30 Uhr

Bauern befürchten zu wenig Helfer für Ernte

Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet angesichts der Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie damit, dass Bauern bundesweit zu wenig Erntehelfer zur Verfügung stehen.

"Wir sind in der beginnenden Ernte. Die Arbeit ist nicht verschiebbar", warnte Hans-Dieter Stallknecht vom DBV.

16:22 Uhr

EU schränkt Einreisen ein

Wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen per Tweet mitteilte, hat sich auch die EU auf weitere Schutzmaßnahmen geeinigt: Diese beinhalten stärke Einschränkungen der Einreisen in die EU. Für 30 Tage sollen alle "nicht notwendigen" Einreisen ausgesetzt werden.

Zudem soll der schnelle Warentransport innerhalb der EU gesichert werden.

Die Staats- und Regierungschefs müssen den Vorschlägen der EU zustimmen.

16:13 Uhr

Beschlüsse von Bund und Ländern zur Corona-Krise

In einer gemeinsamen Erklärung haben Bund und Länder neue Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekannt gegeben:

Geschäfte sollen weitgehend geschlossen werden. Ausnahmen gelten etwa für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen.

Restaurants dürfen nur noch in der Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr öffnen.

Spielplätze werden geschlossen.

Hotels und andere Unterkünfte sollen vorübergehend keine Übernachtungen für Touristen anbieten. Nur noch Übernachtungen "zu notwendigen Zwecken" sind erlaubt.

Gottesdienste werden ausgesetzt, ebenso wie Treffen von Vereinen und Busreisen. In dem Beschluss heißt es, "Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften" sind untersagt.

16:06 Uhr

Bedrohung für Flüchtlinge

Der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrates, Jan Egeland, hat davor gewarnt, dass in Flüchtlingslagern in Griechenland, Afghanistan, Bangladesch und dem Iran ein mögliches Massensterben durch die Coronavirus-Pandemie drohe. Millionen Menschen seien in Gefahr, da in einigen der Länder des Gesundheitssystem bereits durch politische Krisen stark geschwächt oder zusammengebrochen sei.

16:00 Uhr

Auch Ungarn schließt Grenzen

Nun macht auch Ungarn seine Grenzen für Ausländer dicht. Staatsbürger dürfen weiterhin einreisen. Zudem kündigte Regierungschef Viktor Orbán an, dass Restaurants, Bars und eine Vielzahl der Geschäfte um 15 Uhr schließen sollen. Kultureinrichtungen, Kinos und Clubs bleiben ganz zu. Auch die Schulen bleiben ab heute geschlossen.

15:57 Uhr

Wo überlebt das Virus wie lange?

Wie lange überlebt das Coronavirus auf verschiedenen Oberflächen - beispielsweise auf Papier? Und was ist von den Meldungen über die Einnahme von Ibuprofen zu halten? Virologe Christian Drosten informiert in seinem Podcast.

15:31 Uhr

Regierung schlägt Schließung von Läden vor

Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen erfuhr. Ähnliches berichtet die "Bild"-Zeitung.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, habe die Bundesregierung zudem beschlossen, dass Restaurants ihre Öffnungszeiten reduzieren sollen. Sie dürften demnach frühestens um 6 Uhr morgens öffnen und spätestens um 18 Uhr schließen. Das geht laut Agentur aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Bundesländer hervor.

15:06 Uhr

Fußball-Bundesligen pausieren bis mindestens 2. April

Die Fußball-Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 Profi-Clubs in Frankfurt/Main entschieden.

14:53 Uhr

Kurzarbeitergeld kann schon jetzt fließen

Das erleichterte Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise kann bereits kurzfristig fließen. Die Erleichterungen träten rückwirkend zum 1. März in Kraft und würden rückwirkend ausgezahlt, teilte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mit. "Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt schon die verbesserte Kurzarbeit beantragen können." Betriebe können nun Kurzarbeitergeld schon nutzen, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel. Den Arbeitgebern werden zudem die Sozialversicherungsbeiträge, die sie bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet.

14:53 Uhr

Notfallbetreuung und Unterricht digital - wie läufts?

Leere Klassenräume und Schulhöfe: Seit heute sind die Schulen und Kitas in vielen Bundesländern wegen des Coronavirus geschlossen. Wie gehen Eltern und lehrer damit um? Ein Bericht aus Hamburg.

14:46 Uhr

Lufthansa streicht Flugplan weiter zusammen

Die Lufthansa fährt wegen der Einreisestopps von immer mehr Ländern in der Corona-Krise den Flugplan weiter massiv zurück. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Sommerflugplan rund 26.000 Flüge in der Woche geplant. In dieser Woche seien noch mehr als 20 Sonderflüge von Lufthansa, Eurowings und Austrian Airlines geplant, damit rund 6000 Passagiere nach Hause zurückkehren könnten, erklärte ein Sprecher. Zuvor hatte Austrian Airlines mitgeteilt, alle Flüge ab Donnerstag bis zum 28. März zu streichen. Der reduzierte Flugplan für alle Lufthansa-Airlines gelte zunächst bis zum 12. April.

14:19 Uhr

Landeverbote für Flüge aus China und Iran?

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, erwägt die Bundesregierung ein Landeverbot für Flüge aus den Risikogebieten Iran und China an deutschen Flughäfen. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dazu in Kontakt mit den Behörden vor Ort. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet. Scheuer arbeite an einer Lösung, um Flüge aus Iran und China sofort zu unterbinden. Demnach sollten die Flughäfen und zuständigen Gesundheitsämter aufgefordert werden, Landeverbote aus Risikogebieten auszusprechen.

Flugzeug der Air China | picture alliance / Wolfgang Mend

Maschinen aus Iran und China dürfen womöglich bald nicht mehr in Deutschland landen. Bild: picture alliance / Wolfgang Mend

14:12 Uhr

Supermärkte suchen Mitarbeiter

Wegen der hohen Nachfrage infolge der Corona-Krise suchen die großen deutschen Supermarktketten händeringend neue Mitarbeiter. "Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben", sagte Rewe-Chef Lionel Souque. Auch Edeka und Netto forderten Interessenten auf, sich direkt in der nächsten Filialen zu melden. Die Händler hoffen nicht zuletzt auf Studenten, die wegen der Schließung der Universitäten aktuell nichts zu tun haben.

14:07 Uhr

Katholikenkomitee lobt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, lobt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Krise. Bund, Ländern und Kommunen arbeiteten gut abgestimmt und sorgten für eine kontinuierliche und transparente Kommunikation, sagte Sternberg in Bonn.

"Das hat dazu beigetragen, dass nicht Populismus und schrillen Töne die Oberhand gewinnen konnten, sondern Besonnenheit, Rücksichtnahme und gesellschaftlicher Zusammenhalt dominierten." Sternberg rief dazu auf, die Nachbarschaftshilfe zu verstärken und insbesondere Menschen in Quarantäne zu unterstützen. "Das gesellschaftliche Bewusstsein hat seinen Kompass nicht verloren."

14:01 Uhr

Veranstalter FTI Group sagt Reisen bis Ende März ab

Der Touristikkonzern FTI Group sagt wegen der Coronavirus-Krise alle Reisen bis Ende März ab. Buchungen jeder Reiseart würden ab sofort bis einschließlich 31. März storniert, teilte das Unternehmen mit. "Das Wohl unserer Gäste wie auch unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Maxime, daher setzen wir unsere Operationen vorerst aus". Der Veranstalter, der zu den großen in Deutschland zählt, beantragte zudem Staatsgarantien zur Überbrückung, "um perspektivisch wieder zum Routinegeschäft zurückkehren zu können".

Zuvor hatte bereits Branchenprimus Tui den Großteil des Reisegeschäfts ausgesetzt. Abgesagt wurden bis auf weiteres Pauschalreisen, Kreuzfahrten und der Hotelbetrieb. Bei DER Touristik gibt es keine entsprechende Entscheidung, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Alltours wollte sich derzeit auf Nachfrage nicht äußern.

13:45 Uhr

Erste Überlegungen für Grundgesetzänderung

Im Bundestag gibt es erste Überlegungen für eine Grundgesetzänderung, um die gesetzgeberische Handlungsfähigkeit auch dann zu erhalten, wenn das Parlament wegen der Corona-Epidemie nicht zusammentreten kann. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa nach einem Gespräch von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen.

Das Grundgesetz sieht einen "Gemeinsamen Ausschuss" von Bundestag und Bundesrat als Notparlament im Verteidigungsfall vor, wenn das Parlament nicht rechtzeitig zusammentreten kann. Der Ausschuss besteht nach Artikel 53a aus 48 Mitgliedern, von denen zwei Drittel Abgeordnete des Bundestags und ein Drittel Mitglieder des Bundesrats sind. Eine vergleichbare Regelung gibt es für Fälle jenseits des Verteidigungsfalls wie jetzt bei der Corona-Epidemie nicht.

In der telefonischen Schaltkonferenz bestand demnach aber Einigkeit, die für die kommende Woche geplante Sitzungswoche stattfinden zu lassen. Anschließend geht der Bundestag ohnehin erst einmal für drei Wochen in die Osterpause. Das Parlament zählt 709 Abgeordnete, von denen aber zu den einzelnen Tagesordnungspunkten oft nur die jeweiligen Fachpolitiker im Plenarsaal sind. Dadurch ließen sich zum Beispiel Sicherheitsabstände einhalten, hieß es. Inzwischen sind vier Abgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet worden.

13:31 Uhr

Opel-Mutter PSA schließt alle Werke in Frankreich

Der Mutterkonzern des Autobauers Opel, die französische PSA-Gruppe, schließt wegen der Coronavirus-Pandemie in den kommenden Tagen alle Werke in Frankreich. Begonnen werde heute Nachmittag mit dem Werk in Mülhausen im Elsass, sagte der Vertreter der Gewerkschaft CFTC, Franck Don. Die anderen Fabriken würden folgen. 

Die Gewerkschaft CFDT erklärte, sie habe die Geschäftsführung von PSA zu der Entscheidung gedrängt. Grund sei Panik unter den Beschäftigten. Auch der französische Autobauer Renault macht wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vier Fabriken in Spanien vorerst dicht. Die Schließung sei zunächst für Montag und Dienstag angeordnet, die weitere Entwicklung sei ungewiss.

Grund für die Schließung der Fabriken sei der fehlende Nachschub und der Schutz der Beschäftigten, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Spanien. Zuvor hatten auch der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler und der französische Reifenhersteller Michelin Werksschließungen wegen der Corona-Krise angekündigt.

13:29 Uhr

US-Basketballer verlässt Göttingen wegen Coronakrise

US-Basketballer Dylan Osetkowski hat den Bundesliga-Club BG Göttingen wegen der Coronakrise auf eigenen Wunsch verlassen. Der Vertrag mit dem 23 Jahre alten Center sei im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden, teilte der Verein mit. "Wir haben allen Spielern angeboten, nach Hause reisen zu dürfen. Dylan ist bisher der einzige, der dieses Angebot wahrgenommen hat. Wir haben absolutes Verständnis für seine Entscheidung", sagte Trainer Johan Roijakkers.

Der 2,06 Meter große Center war erst im Oktober von der University of Texas nach Göttingen gewechselt. Seine Verpflichtung war einer der Gründe dafür, warum die Niedersachsen in der Bundesliga zuletzt so stark spielten. Zu Beginn der Saison verlor Göttingen sechs der ersten sieben Spiele. Zuletzt gab es aber neun Siege in elf Partien

US-Basketballer Dylan Osetkowski | dpa

US-Basketballer Dylan Osetkowski hat die BG Göttingen wegen der Coronakrise auf eigenen Wunsch verlassen. Bild: dpa

13:17 Uhr

Podcast: Virologe Drosten warnt vor Vereinfachungen

In der 14. Folge des Podcasts "Coronavirus-Update" mahnt der Berliner Virologe Christian Drosten zur "Vorsicht vor Vereinfachungen." Dabei geht es um eine Studie zur Virus-Stabilität: Wie lange hält sich das Virus zum Beispiel auf Türklinken? Laut Drosten ist nicht klar, in welcher Form das Virus auf Test-Oberflächen gegeben wurde. Zudem verdünnt sich das Virus sich auf dem Finger noch mal.

Deshalb ist die Aussagekraft der Studie in seinen Augen klein. Die Ergebnisse seien nicht falsch, aber sehr simpel gehalten. Die reale Infektionsmöglichkeit sei dadurch jedenfalls nicht untersucht worden.

13:09 Uhr

Merkel spricht mit EU-Spitze über Grenzschließungen

Angesichts der weitgehend unabgestimmten Grenzschließungen in der Europäischen Union hat sich Kanzlerin Angela Merkel mit der EU-Spitze besprochen. Merkel habe sich am Vormittag mit EU-Ratspräsident Charles Michel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in einer Videoschalte über die aktuelle Lage ausgetauscht, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

Man habe das gemeinsame Vorgehen besprochen mit dem Ziel, die Maßnahmen zu vereinheitlichen, um die Funktionsfähigkeit des Binnenmarktes zu wahren, sagte Demmer. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Seit 08.00 Uhr sind die Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark weitgehend geschlossen. Ausnahmen gibt es für den Warenverkehr und für Pendler. An der deutsch-französischen Grenze beobachtet ARD-Reporterin Cecilia Knodt die Lage:

13:09 Uhr

730 Freiwillige melden sich bei Sanitätsdienst der Bundeswehr

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten wegen der Corona-Krise seit Freitag 730 Anfragen erhalten. "Davon können recht zeitnah 380 Reservistinnen und Reservisten beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt werden", sagte ein Sprecher des Sanitätswesens. Es habe sich auch Fachpersonal gemeldet, das vorher nicht in der Bundeswehr gearbeitet habe. Diese Interessenten seien an zivile Hilfsorganisationen, wie das DRK, die Johanniter oder die Malteser verwiesen worden.

Um Reservisten kurzfristig für den Dienst in sogenannten stationären Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr zu gewinnen, hat der Sanitätsdienst eine Hotline unter der Nummer 0261 896 32444 eingerichtet.

Bundeswehrsanitätsdienst | picture alliance / dpa

730 Freiwillige haben sich beim Sanitätsdienst der Bundeswehr gemeldet. Bild: picture alliance / dpa

12:59 Uhr

In Spanien verlangsamt sich Anstieg der Infektionsfälle

Spanien hat innerhalb von 24 Stunden fast 1000 neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert. Damit verzeichne das Land nun insgesamt 8744 Infektionsfälle, teilten die spanischen Behörden mit. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach von 288 auf 297.

Allerdings hat sich der Anstieg der Infektionszahlen verlangsamt. Von Samstag bis Sonntag waren binnen 24 Stunden noch 2000 neue Infektionsfälle und etwa hundert weitere Todesfälle gemeldet worden. Am stärksten betroffen ist mit mehr als 4600 Infizierten die Region rund um die Hauptstadt Madrid.  Spanien ist das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien.

12:59 Uhr

Martin Kind fordert Umdenken im Profifußball

Der Mehrheitsgesellschafter von Hannover 96, Martin Kind, hat nach der vorläufigen Stilllegung des Profifußballs ein Umdenken der Branche gefordert. Er hoffe, dass die Coronakrise als Chance begriffen werde, um über Dinge wie zu hohe Gehälter, Berater-Honorare und Ablösesummen nachzudenken, sagte der 75-Jährige dem "Sportbuzzer".

"Wir müssen alles auf den Prüfstand stellen und eine Linie der Vernunft erarbeiten. So leben wir doch von der Hand in den Mund, das ist kein Geschäftsmodell", sagte Kind weiter. Den Klubs der ersten und zweiten Liga drohen in dieser Krise Einnahme-Ausfälle in Millionenhöhe.

12:50 Uhr

Finanzministerium hält an Schuldenbremse fest

Anders als Bayern will Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in der Corona-Krise an der Schuldenbremse festhalten. "Die Schuldenbremse hemmt uns gegenwärtig nicht", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Montag auf Anfrage.

Bayern hatte angekündigt, die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zeitlich begrenzt für zunächst ein Jahr außer Kraft zu setzen. Die Schuldenbremse gewährt dem Staat in außergewöhnlichen Lagen wie Naturkatastrophen oder schweren Rezessionen einen zusätzlichen Milliarden-Spielraum.

12:47 Uhr

Polizei-Berufsverband sieht Kontrollen skeptisch

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter sieht die Grenzkontrollen zur Eindämmung des Coronavirus skeptisch. "Warum das nun genau an der Grenze zweier europäischer Staaten erfolgen soll und mit welchen Maßgaben die Polizisten dort kontrollieren sollen, das sind doch noch sehr offene Fragen", sagte der Vorsitzende, Sebastian Fiedler, dem SWR.

Fiedler hält es demnach zwar für richtig, Infektionsketten zu unterbrechen. In Polizeikreisen gebe es hinter vorgehaltener Hand aber sehr große Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme. Solche Kontrollen seien derzeit überhaupt nur möglich, weil Kräfte der Bundespolizei nicht bei anderen Einsätzen wie Fußballspielen oder Demonstrationen gebunden seien, sagte Fiedler. Die Bundespolizei habe ohnehin schon erhebliche Personalnot.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) erklärte dagegen, die Entscheidung für Kontrollen sei richtig und notwendig. Es müssen in der jetzigen ernsten Situation alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Bevölkerung vor unabsehbaren gesundheitlichen Folgen zu schützen.

Beamte der Bundespolizei halten ein Auto an. | dpa

Beamte der Bundespolizei halten einen Autofahrer an, der aus Frankreich nach Deutschland einreisen will. Bild: dpa

12:38 Uhr

Psychologin: "Es ist sinnvoll, Angst zu haben."

Angst helfe, mit der Bedrohung umzugehen, sagt Lena Jelinek, Neuropsychologin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, mit Blick auf die Corona-Krise. Die Frage sei, ob man in Panik gerate, erklärt sie im Gespräch mit tagesschau24. Das würde dazu führen, dass man keine klaren Entscheidungen mehr treffe. Und wenn Panik zur Dauerbelastung werde, beeinflusse das auch unser Immunsystem.

12:04 Uhr

Mehr Corona-Fälle im Iran

Das iranische Gesundheitsministerium hat neue Zahlen zur Corona-Ausbreitung im Land veröffentlicht: Demnach stieg die Zahl der Infizierten innerhalb von 24 Stunden um 1053 auf jetzt 14.991. Für 853 Menschen endete die Erkrankung tödlich - das sind 129 mehr als gestern.

11:50 Uhr

Papst Franziskus spaziert durch Rom

Papst spaziert durch Rom | via REUTERS

Normalerweise geht er nicht raus zum Spaziergang: Doch in der Corona-Krise müssen alle anderen zu Hause bleiben - und Papst Franziskus kann nahezu alleine durch die menschenleeren Straßen von Rom gehen. Bild: via REUTERS

11:37 Uhr

Deutsches Rotes Kreuz ruft zu Blutspenden auf

Das Deutsche Rote Kreuz hat auch in Zeiten der Corona-Krise zu Blutspenden aufgerufen. Derzeit sei die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten noch auf niedrigstem Niveau gesichert, sagte der medizinische Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, Torsten Tonn. Dies könne sich aufgrund der weiteren Ausbreitung des Erregers und den zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Teilen des Landes aber in kurzer Zeit grundlegend ändern.

Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert. Laut DRK-Blutspendedienst Nord-Ost bereitet neben dem Wegbrechen der Spendenbereitschaft zunehmend auch Probleme, dass die üblichen Räumlichkeiten für Blutspendetermine oft nicht mehr zur Verfügung stehen. Vielfach gelten Versammlungsverbote.

Ein Mann spendet bei der Blutspende. | dpa

Das Deutsche Rote Kreuz hat auch in Zeiten der Corona-Krise dazu aufgerufen, Blut zu spenden. Bild: dpa

Das DRK stehe mit den Behörden in Kontakt, um Ausnahmegenehmigungen zu erhalten, hieß es. Der Blutspendedienst Nord-Ost rief alle gesunden Bürger dringend zu Blutspenden auf. Bei einer Blutspende bestehe kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion, es seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden. Gerade in der derzeitigen Frühphase der Epidemie in Deutschland seien zahlreiche Spenden wichtig, weil die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung noch vergleichsweise begrenzt sei.

11:32 Uhr

Sprecher bestätigt: Baden-Württemberg stellt Passagier-Flugverkehr ein

Baden-Württemberg wird in den kommenden Tagen den Flugverkehr mit Passagieren einstellen. "Das ist eine Frage von Tagen", sagte der Sprecher der Landesregierung, Rudi Hoogvliet. Passagiere, die jetzt noch im Ausland sind, sollen noch nach Hause zurückfliegen können.

Für Frachtflüge werde entsprechend der Regeln für Warentransporte an der Landesgrenze zu Frankreich eine Ausnahme geprüft.

11:29 Uhr

Italien: Höhepunkt der Corona-Krise noch nicht erreicht

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte sieht den Höhepunkt der Viruskrise noch nicht erreicht. "Die Wissenschaftler sagen uns, dass dies die riskantesten Wochen sind und wir die größte Vorsicht walten lassen müssen", sagte Conte der Zeitung "Corriere della Sera".

Italien ist so schlimm von der Covid-19-Lungenkrankheit betroffen wie kein anderes Land außer China. Mehr als 1800 Menschen sind bereits gestorben, mehr als 20.000 sind infiziert. Das gesamte Land ist Sperrzone, niemand darf das Haus verlassen, wenn nicht unbedingt notwendig. Trotz der Sperrungen geht die Zahl der Infizierten weiter nach oben.

Es sei wichtig, die Maßnahmen einzuhalten, die es bereits gebe, sagte Conte. Alle Menschen sollten zuhause bleiben. Individuell Sport zu machen, sei erlaubt, "aber alle zusammen Joggen zu gehen, ist verboten".

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte | dpa

Die Anspannung angesichts der Corona-Krise ist ihm anzusehen: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Bild: dpa

11:21 Uhr

Katastrophenfall in Bayern: Video der Pressekonferenz

Die Landesregierung in Bayern hat den Katastrophenfall ausgerufen. Hier sehen Sie die Stellungnahmen von Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann:

11:16 Uhr

Medienbericht: Baden-Württemberg will Flugverkehr stoppen

Die baden-württembergische Landesregierung will offenbar den Betrieb an allen Flughäfen des Bundeslandes wegen des Coronavirus einstellen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen in Stuttgart. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt.

Neben dem Landesflughafen Stuttgart nutzen viele Reisende und Unternehmen in dem Bundesland die beiden Verkehrsflughäfen Karlsruhe/Baden-Baden und Friedrichshafen.

11:16 Uhr

Weiter lange Wartezeiten an deutsch-polnischer Grenze

Auch einen Tag nach der Schließung der Grenzen Polens zu Deutschland und anderen EU-Nachbarn bilden sich an den deutsch-polnischen Grenzübergängen lange Staus. Vor dem Grenzübergang Jedrzychowice an der A4 bei Görlitz gab es am Morgen durch die Kontrollen fünfeinhalb Stunden Wartezeit, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes.

In Swiecko an der A12 bei Frankfurt/Oder mussten Autofahrer vier Stunden warten, ebenso in Olszyna an der A15 in der Nähe von Cottbus. Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu erschweren, hatte Polen am Wochenende an 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wieder Kontrollen eingeführt.

Internationale Flug- und Zugverbindungen wurden ausgesetzt. Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. Ausländer dagegen dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Diese gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und für Diplomaten.

Zahlreiche Lkw stehen auf der Autobahn 4 an der polnische Grenze im Stau | dpa

Zahlreiche Lkw stehen auf der Autobahn 4 an der polnische Grenze im Stau. Bild: dpa

11:05 Uhr

Robert Koch-Institut: Zahl der Neuinfizierten steigt rasch an

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gibt es in Deutschland inzwischen 4838 laborbestätigte Fälle einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Das seien 1043 mehr als noch gestern, sagte RKI-Vize-Präsident Lars Schaade in Berlin.

Bislang seien zwölf Menschen in Deutschland an dem Virus gestorben. Die Zahl der neu Infizierten steige nach wie vor relativ rasch an, sagt Schaade. Es gehe jetzt darum, die eingeleiteten Maßnahmen schnell umzusetzen.

Hier die heutige Lageeinschätzung des Robert Koch-Instituts in voller Länge:

11:00 Uhr

Schutz vor Corona in NRW: Pressekonferenz per Twitter, Fragen per Email

Die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus erzwingt auch bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung neue Formen der Öffentlichkeitsarbeit. Die Düsseldorfer Staatskanzlei hat zu einem Presse-Briefing über Twitter eingeladen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), Familienminister Joachim Stamp und Schulministerin Yvonne Gebauer (beide FDP) wollten über den Kurznachrichtendienst weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus vorstellen. Journalisten, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht persönlich zu der Pressekonferenz in der Düsseldorfer Staatskanzlei erscheinen wollten, wurden aufgefordert, ihre Fragen per E-Mail einzureichen.

10:55 Uhr

Kanzleramtschef: Keine Engpässe bei Warenversorgung

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat bekräftigt, dass trotz teilweiser Grenzschließungen die Warenzuflüsse nicht gefährdet seien. Supermärkte, Apotheken und Banken - "die alle bleiben offen", versicherte Braun am Montag gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Hamstern" sei nicht notwendig, sagte Braun und versprach: 

Wir werden das Wirtschaftsleben so aufrechterhalten, dass es da keine Engpässe gibt.
10:52 Uhr

Stichwahlen in Bayern ausschließlich als Briefwahl

Wegen der Gefahr durch das Coronavirus sollen die in zwei Wochen geplanten Stichwahlen zur bayerischen Kommunalwahl als Briefwahl abgewickelt werden. Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume ARD-Morgenmagazin. Alle Bürger bekämen ihre Wahlunterlagen zugeschickt. Es sei dadurch für jeden möglich, zuhause zu wählen.

Auf diese Weise werde sichergestellt, "dass in diesem Umfeld im Grunde gar kein Kontakt mehr vor Ort notwendig ist", so Blume.

10:45 Uhr

Wirtschaftsministerium: Konjunktur wird sich merklich abschwächen

Nach einer Belebung der Konjunktur zu Jahresbeginn setzt die Viruskrise der deutschen Wirtschaft nun merklich zu. von März an drohe ein merklicher Dämpfer, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. "Wie stark und wie lange ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen, weil noch keine aussagekräftigen konjunkturellen Daten verfügbar sind", heißt es in dem Bericht zur wirtschaftlichen Lage.

Auch sei noch zu ungewiss, wie schnell und wie stark sich das Coronavirus verbreiten werde: "Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung muss aber mit relevanten konjunkturellen Auswirkungen gerechnet werden." Mit der globalen Ausbreitung des Coronavirus komme jetzt auch ein neuer, womöglich gravierender Schock auf die Industrie zu, dessen genaue Auswirkungen noch schwer einzuschätzen seien.

Ein Arbeiter reinigt ein Exzenterrad | dpa

Auf die deutsche Industrie könnten gravierende Einschnitte zukommen. Bild: dpa

Pandemien könnten sich nach Einschätzung des Ministeriums in Wellen über die Welt verbreiten, in den einzelnen Regionen verliefen sie nach den bisherigen Erfahrungen aber eher kurz und heftig: "Es wäre demnach mit einer merklichen Abschwächung der Konjunktur im zweiten, aber gegebenenfalls bereits wieder mit einer Stabilisierung im dritten Quartal dieses Jahres zu rechnen, sofern Lieferketten alsbald wieder funktionieren."

10:34 Uhr

Erster Corona-Fall beim ZDF: Sender ordnet Home-Office an

Das ZDF hat einen ersten Corona-Fall im Sender und schickt seine Belegschaft deshalb weitgehend ins Home-Office. Alle Kontaktpersonen hätten ihre Arbeitsplätze unmittelbar verlassen und seien nach Hause geschickt worden, teilte die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Mainz mit.

Die ZDF-Geschäftsleitung wies die Belegschaft zudem an, "wo immer das möglich und vertretbar ist", im Home-Office zu arbeiten. "Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Sendesicherheit, das Programm und die notwendigen Infrastrukturen aufrechtzuerhalten", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut. Als öffentlich-rechtlicher Sender trage das ZDF auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

10:31 Uhr

Tschechien riegelt 21 Städte und Dörfer ab

Die tschechische Polizei hat 21 Städte und Dörfer im Osten des Landes abgeriegelt. Betroffen sind unter anderem Litovel (Littau) mit knapp 10.000 und Unicov (Mährisch Neustadt) mit etwa 11.400 Einwohnern. Sie dürfen die Orte nicht mehr verlassen, von außen darf niemand hinein.

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten werde aber sichergestellt, teilten Gemeindevertreter mit. In der Gegend, die rund 200 Kilometer östlich von Prag liegt, gibt es 25 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus.

In der Nacht zu Montag hatte die Regierung des populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis die Bewegungsfreiheit aller Menschen in Tschechien drastisch eingeschränkt. Die Bürgerinnen und Bürger wurden aufgefordert, sich an ihrem Wohnort aufzuhalten und zwischenmenschliche Kontakte zu meiden.

10:09 Uhr

Bayern ruft Katastrophenfall aus

Bayern hat wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausrufen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder soeben vor Journalisten in München. Die Lage sei sehr ernst. Die Infektionsketten könnten nicht mehr nachvollzogen werden, wie noch vor einigen Wochen. Deswegen müssten die Maßnahmen jetzt angepasst werden.

Vorteil des Katastrophenfall sei, dass ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen der Behörden möglich sei. Der Notfallplan gelte vorerst für zwei Wochen. Söder verkündete eine Reihe von Maßnahmen:

  • außer im unmittelbaren privaten Umfeld sind ab sofort alle Veranstaltungen verboten
  • Schulen und Kitas sind geschlossen
  • von morgen an sind alle Freizeiteinrichtungen geschlossen: zum Beispiel Saunas, Bäder, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume sowie Sporthallen, Sport- und Spielplätze
  • von Mittwoch an gilt in allen Speiselokalen eine Öffnungszeit von 06.00 bis 15.00 Uhr, zwischen den Tischen müssen 1,5 Meter Abstand eingehalten werden, in einem Lokal dürfen sich maximal 30 Personen gleichzeitig aufhalten
  • in Bayern werden alle Läden geschlossen, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind. Eine ganze Reihe von Geschäften bleibt also geöffnet: unter anderem Lebensmittel- und Getränkeläden, Bau- und Gartenmärkte, Reinigungen, Drogerien und Apotheken. Die Öffnungszeiten für diese Läden werden verlängert: werktags bis 22.00 Uhr, zudem sind auch Sonntagsöffnungen möglich, von 12.00 bis 18.000 Uhr.
  • Ausgangsbeschränkungen wie in Österreich sind zunächst nicht geplant.
09:40 Uhr

Schürze aus, Gummistiefel an: Gastronomie-Beschäftigte als Erntehelfer?

Beschäftigte der Gastronomie könnten nach Ansicht von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft aushelfen. Denn einerseits kämen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa viele Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland nicht mehr nach Deutschland, wie Klöckner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Andererseits blieben den Restaurants und Kneipen in Deutschland die Gäste aus.

"Ob diejenigen Mitarbeiter, die in der Gastronomie leider immer weniger zu tun haben, in der Landwirtschaft einspringen können und möchten - auch so etwas müssen wir überlegen", so Klöckner. Im Frühjahr beginnt die Erntesaison auf deutschen Gemüsefeldern, für die häufig Arbeitskräfte aus dem benachbarten Ausland kommen.

Leere gedeckte Tische stehen um die Mittagszeit vor einem Münchener Restaurant.  | dpa

Leere gedeckte Tische stehen um die Mittagszeit vor einem Restaurant nahe der Frauenkirche vor einem Restaurant in München.  Bild: dpa

09:32 Uhr

Brasiliens Präsident: Sport-Absagen wegen Coronavirus sind Hysterie

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Absagen im Sport wegen der Coronavirus-Pandemie als Hysterie bezeichnet. "Wenn Sie Fußball und andere Dinge verbieten, geraten Sie in Hysterie. Dieses und jenes zu verbieten, wird die Ausbreitung nicht eindämmen", sagte der Staatschef bei CNN Brasil.

"Wir müssen handeln, das Virus kann zu einem ernsten Problem werden. Aber die Wirtschaft muss funktionieren, denn wir dürfen keine Welle der Arbeitslosigkeit haben." Der südamerikanische Verband Conmebol hatte zuletzt die anstehenden Spiele der Copa Libertadores verschoben. Auch die Partien der WM-Qualifikation in Südamerika sind abgesagt.

09:32 Uhr

Fluggesellschaften unter Druck - Staatshilfen gefordert

Der britische Billigflieger Easyjet ruft Europas Regierungen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf, die Branche mit Finanzhilfen zu unterstützen. "Europas Luftfahrtbranche steht vor einer unsicheren Zukunft", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Es brauche eine koordinierte Unterstützung durch die europäischen Regierungen, damit die Branche überlebe und nach dem Ende der Krise ihren Betrieb fortsetzen könne.

Auch TUI will Staatsgarantien beantragen. Wegen der Coronavirus-Pandemie setzt der Reiseveranstalter einen Großteil seines Geschäftsbetriebs aus. Betroffen sind unter anderem Pauschalreisen, Kreuzfahrten und der Hotelbetrieb, teilte der Tourismuskonzern in der vergangenen Nacht mit.

Die British-Airways-Mutter IAG streicht ihr Flugangebot wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den kommenden Monaten kräftig zusammen. Im April und Mai werde die Kapazität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum voraussichtlich um mindestens 75 Prozent gekürzt, teilte die International Airlines Group (IAG) mit ihren Fluggesellschaften British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level mit.

09:14 Uhr

DAX fällt unter 9000 Punkte

Als Folge der Coron-Krise ist der deutsche Aktienindex Dax am Montag unter die Marke von 9000 Punkten gefallen. Kurz nach Handelsbeginn fiel das Börsenbarometer auf 8715 Punkte. Das war ein Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag und zugleich der tiefste Stand seit Februar 2016.

09:03 Uhr

Bayern will heute Katastrophenfall ausrufen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht in der in dem Bundesland geplanten Ausrufung des Katastrophenfalls ein geeignetes Mittel, um staatliches Handeln zu erleichtern. "Dann ist es möglich, dass das Innenministerium alle Weisungen zur Abwehr von Corona zentral erteilen kann", sagte Herrmann am Montag dem Bayerischen Rundfunk.

Dazu gehört, dass uns das Katastrophenschutzgesetz die Möglichkeit gibt, Einrichtungen und Ausrüstungen zu beschlagnahmen.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Sonntagabend angekündigt, dass die Landesregierung an diesem Montag den Katastrophenfall ausrufen werde. "Wir werden die Infektionen nicht verhindern können. Aber wir müssen alles dafür tun, dass diese Infektionsprozesse verlangsamt werden", sagte dazu Herrmann. "Alle Kranken, die eine intensive Pflege in den Krankenhäusern benötigen, sollen diese auch bekommen."

08:58 Uhr

Hypo Vereinsbank schließt ein Drittel ihrer Filialen

Die HypoVereinsbank schließt wegen der Corona-Krise ein Drittel ihrer Filialen. Von den deutschlandweit 337 Standorten werden bis morgen 101 dicht gemacht, teilte die Bank mit. Die Filial-Teams würden dann von zu Hause aus arbeiten.

"Die persönliche Beratung in Filialen wird in den kommenden Tagen schrittweise auf stark frequentierte Standorte und Flaggschiff-Filialen konzentriert", heißt es in einer Pressemitteilung. Um Kunden in anderen Regionen weiterhin persönlich beraten zu können, würden Geschäftsstellen im Wochenrhythmus an jeweils anderen Standorten öffnen beziehungsweise vorübergehend schließen.

08:55 Uhr

Berlin verschiebt Prüfungen für mittleren Schulabschluss

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat im rbb angekündigt, die zentralen Prüfungen in Deutsch, Mathematik und in der ersten Fremdsprache um zweieinhalb Wochen zu verschieben. Sie hätten eigentlich am 21. April stattfinden sollen. "Wir finden, dass dies notwendig ist, dass nicht direkt am ersten Tag nach den Schulferien geschrieben wird, weil faktisch auch über zwei Wochen Unterricht ausfällt", sagte Scheeres.

Seit Montag sind in Berlin die Oberstufenzentren geschlossen, von morgen an dann alle Schulen und Kitas - vorerst bis zum Ende der Osterferien. "Vor den Osterferien werden noch die Präsentationsprüfungen und die mündliche Prüfung in Englisch unter anderem durchgeführt", sagte Scheeres. Die Abiturprüfungen Ende März sollten wie geplant stattfinden. Im Laufe des Tages würden Informationen zu allen Prüfungen an die Schulen und Eltern herausgegeben.

08:41 Uhr

Grenzkontrollen: "Fast jedes Fahrzeug wird zurück geschickt."

Lkw können durchfahren, Pkw werden kontrolliert. Seit 08.00 Uhr sind die meisten Grenzübergänge in Deutschland weitgehend dicht. Es gibt erste Staus. "So gut wie jedes Fahrzeug wird zurückgeschickt", sagt ARD-Reporter Martin Breitkopf, der von der Grenze zu Österreich berichtet.

Henning Winter beobachtet die Lage an der Grenze zu Frankreich. Auch dort gibt es lange Warteschlangen. Allerdings werden Berufspendler auch zügig durchgewunken.

08:32 Uhr

Reiserücktritt - welche Rechte haben Verbraucher?

Rechtsanwalt Kay Rodegra erklärt im ARD-Morgenmagazin, welche Rechte Verbraucher haben, wenn sie ihre Reise nun absagen wollen oder müssen.

08:29 Uhr

Auswärtiges Amt: Empfehlungen für Reisende

Von nicht notwendigen Reisen ins Ausland rät die Bundesregierung derzeit ab. Das Auswärtige Amt hat zusammengefasst, was Reisende in diesen Zeiten beachten sollten - hier ist der Link:

Eine Hinweistafel im Hamburger Flughafen informiert über Infektionsgefahren durch das Coronavirus. | dpa

 Eine Hinweistafel im Hamburg Airport Helmut Schmidt informiert über Infektionsgefahren durch das neuartige Coronavirus. Bild: dpa

08:14 Uhr

Erster Tag der Schulschließungen

Millionen von Eltern in Deutschland müssen von heute an bei der Kinderbetreuung improvisieren. Deutschlandweit bleiben Tausende Schulen und Kitas geschlossen. Die beispiellosen Anordnungen gelten in den meisten Bundesländern bis zum Ende der Osterferien, also bis Mitte oder Ende April. Deutschlandweit gibt es 2,8 Millionen Grundschüler, in Tageseinrichtungen und Horten werden 3,7 Millionen Kinder betreut.

Die wochenlange Schließung stellt Eltern und Arbeitgeber vor massive Probleme. Arbeitsminister Hubertus Heil appellierte an Firmenchefs und Behördenleiter, zusammen mit den Mitarbeitern unbürokratische und einvernehmliche Lösungen zu finden, so dass den Eltern keine Lohneinbußen drohten. Die Länder versuchen auch, Notbetreuungen auf die Beine zu stellen. Es geht dabei aber vor allem um Eltern in sogenannten kritischen Berufen wie Polizei, Feuerwehr, Krankenpflege oder Rettungsdienst.

Julia Fromm berichtet über die aktuelle Lage:

08:01 Uhr

Deutschlands Grenzen nun weitgehend geschlossen

Seit 08.00 Uhr sind die Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark weitgehend geschlossen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, die Maßnahmen richteten sich nach den vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebieten. Der Verzicht auf Veranstaltungen reiche nicht aus. Es müssten auch Reisebewegungen eingeschränkt werden. Ausnahmen gibt es etwa für den Warenverkehr und für Pendler.

Zudem hätten deutsche Staatsangehörige selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen, so Seehofer. Das Gleiche gilt auch für Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in Deutschland.

07:51 Uhr

Niederländer hamstern Hasch

Das Vorgehen der Niederlande gegen das Coronavirus hat vor Amsterdams Coffee-Shops für lange Schlangen gesorgt. Nachdem die Regierung die Schließung aller Bars und Restaurants angeordnet hatte, eilten Kunden in Amsterdam und anderswo zu den ebenfalls betroffenen Coffee-Shops, in denen Haschisch verkauft wird.

Viele hofften, vor den angeordneten drei Wochen ohne Schule oder Arbeit, noch etwas Pot zu bekommen. Eine Kundin, die ihren Namen nicht nennen wollte, sagte, sie sei sofort los gelaufen, nachdem Gesundheitsminister Bruno Bruins in seiner Pressekonferenz die Schließung der Coffee-Shops erwähnt habe. "Ich rauche nicht viel, aber ich dachte, ich muss drei Wochen drin sitzen."

07:28 Uhr

WHO: Innerhalb eines Tages fast 11.000 Neuinfizierte außerhalb Chinas

Die Weltgesundheitsorganisation zählt in ihrem aktuellen Lagebericht nun weltweit insgesamt 72.469 Corona-Erkrankungen außerhalb Chinas, Stand 15.03. Demnach hat die Zahl der Infizierten außerhalb der Volksrepublik innerhalb eines Tages um 10.955 Fälle zugelegt. Am stärksten betroffen ist demnach mit Abstand Italien mit 21.157 bestätigten Infektionen, gefolgt von Iran (12.729 Fälle), Südkorea (8.162) und Spanien (5.753).

07:03 Uhr

Rechtsanwalt zur Corona-Krise: Welche Rechte haben Arbeitnehmer?

Im ARD-Morgenmagazin erklärt Rechtsanwalt Kay Rodegra unter anderem, welche Rechte Arbeitnehmer mit Blick auf die Corona-Krise haben: Darf man für die Kinderbetreuung zuhause bleiben? Wird das Gehalt weiter gezahlt? Und was ist, wenn das Konzert ausfällt, für das die Karte schon längst bezahlt ist?

06:39 Uhr

Reisebeschränkungen in Europa

Die deutschen Inseln machen dicht - und auch an den deutschen Grenzübergängen hat sich die Lage verändert. Ohne triftigen Grund kommt man nicht mehr nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich, Luxemburg oder Dänemark. Polen hat die Grenze dicht gemacht, ebenso Tschechien. Marcus Overmann berichtet.

Henning Winter berichtet von der Lage an der deutsch-französischen Grenze.

Und Martin Breitkopf hat sich angeschaut, was heute Morgen an der Grenze zu Österreich los ist.

06:33 Uhr

Einkaufszentren in Manila geschlossen

Die philippinische Hauptstadt Manila schließt wegen des Coronavirus ihre Einkaufszentren. Nur einige Restaurants und Läden für den nötigsten Bedarf durften darin auf bleiben, darunter Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Das Kabinett empfahl strengere Maßnahmen für den Großraum Manila, wo 13 Millionen Menschen leben. In dem südostasiatischen Inselstaat sind bisher 140 Fälle des Coronavirus bestätigt. Am Wochenende hatte das Militär damit begonnen, Manila für einen Monat abzuriegeln.

05:06 Uhr

Steinmeier: "Wir werden das Virus besiegen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Besonnenheit und Rücksichtnahme im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Wir werden das Virus besiegen", sagte das Staatsoberhaupt dem Nachrichtenportal t-online. "Aber in was für einer Gesellschaft wir danach leben werden, und in was für einer Welt, das hängt davon ab, wie wir heute handeln." Es sei nun vor allem wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

04:43 Uhr

United Airlines rechnet mit Umsatzeinbruch von 1,5 Milliarden Dollar im März

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines teilt mit, dass sie im März 1,5 Milliarden Dollar weniger Umsatz erzielen werde als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. United gehe davon aus, dass sich die Situation infolge des Virus bis in die Sommerreisezeit noch verschlimmern werde und kündigt weitere Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs an. In einer Mitteilung erklärt United, dass es die Gehälter von Führungskräften im April und Mai um 50 Prozent senke und die Flugkapazität um etwa 50 Prozent reduziere. "Selbst mit diesen Kürzungen erwarten wir, dass die Flugkapazität in den Bereich von 20-30 Prozent fallen wird - und das ist, wenn es nicht schlimmer wird", sagen United-Chef Oscar Munoz und Präsident Scott Kirby in dem Memo.

04:32 Uhr

New York schließt Geschäfte und Restaurants

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio lässt ab Dienstag Geschäfte, Restaurants, Theater und Kinos schließen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Restaurants, Bars oder Cafés könnten weiterhin Lieferservice oder Take-Away anbieten, so der Bürgermeister. Mehr als 50.000 Restaurants in New York sind davon betroffen. Nach Angaben der National Restaurant Association erwirtschaften diese einen Jahresumsatz von mehr als 51 Milliarden Dollar und beschäftigen mehr als 800.000 Mitarbeiter.

04:14 Uhr

Japan: Neue Infektionen nach Musikveranstaltung

Japans Gesundheitsministerium identifiziert 15 neue Herde an Coronavirus-Infektionen im ganzen Land. Die größte Ansammlung befände sich laut Angaben des Ministeriums in der Gegend von Osaka, mit mehr als 50 betroffenen Personen. Die Ansteckung sei bei einer Musikveranstaltung erfolgt. Die Präfekturen Hokkaido, Aichi und Wakayama und die Stadt Tokio berichten jeweils von mehr als 10 infizierten Personen.

04:06 Uhr

Chinas Industrie schrumpft

Infolge des Ausbruchs des Coronavirus schrumpft die chinesische Industrie mit dem schnellsten Tempo seit 30 Jahren. Die Industrieproduktion in China ging den offiziellen Angaben vom Montag zufolge mit 13,5 Prozent im Zeitraum Januar-Februar deutlich stärker zurück als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und zeigte damit den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen der Nachrichtenagentur Reuters im Jahr 1990. Die durchschnittliche Prognose der von Reuters befragten Analysten lag bei einem Anstieg von 1,5 Prozent. Die Anlageinvestitionen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 Prozent zurück und blieben damit hinter den Erwartungen der Ökonomen von 2,8 Prozent.

05:00 Uhr

16 neue Fälle in China

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen bleibt in China auf niedrigem Niveau. Jedoch steigt die Sorge vor Erkrankten, die aus dem Ausland einreisen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, gab es landesweit 14 weitere Todesfälle und 16 neue Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19. Dabei handelte es sich in zwölf Fällen um Menschen, die nach ihrer Einreise nach China diagnostiziert und somit in der offiziellen Statistik als "importierte Fälle" geführt werden. Die Hauptstadt Peking verschärfte ihre Quarantänemaßnahmen für Reisende aus anderen Staaten. Seit Montag müssen alle Passagiere, die aus dem Ausland am internationalen Flughafen ankommen, für zwei Wochen zur Beobachtung in Quarantänezentren. Zuvor war auch eine Quarantäne in Hotels oder Zuhause möglich. 

Über dieses Thema berichtete unter anderem die tagesschau am 17. März 2020 um 12:00 Uhr.