In der Mitte einer Fußgängerzone sind gelbe Streifen gemalt, um den Menschen zu helfen, die Richtlinien zur sozialen Distanz im Zusammenhang mit der Situation der Coronavirus-Krankheit in Aalborg, Dänemark, einzuhalten. | via REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Dänemark lockert Maßnahmen - Grenze bleibt dicht ++

Stand: 07.05.2020 23:15 Uhr

Ab dem kommenden Montag darf der gesamte Einzelhandel in Dänemark wieder öffnen.
Im Grenzverkehr zwischen Frankreich und den Nachbarländern soll es noch bis mindestens Mitte Juni Einschränkungen geben
. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Dänemark lockert Maßnahmen - Grenze bleibt dicht
  • Frankreichs Grenzgebiet zu Deutschland bleibt Risikogebiet
  • ARD-DTrend: Sorge um Entwicklung der Kinder
  • Lufthansa verhandelt über Hilfspaket in Höhe von neun Milliarden Euro
  • Johnson wegen Lockerungsplänen in der Kritik
  • Nächste Lockerungen in Schleswig-Holstein ab 18. Mai
  • Mehr als 11.000 neue Infektionen in Russland
  • RKI meldet geringere Ansteckungsrate
  • Air France muss Stellen streichen
7.5.2020 • 23:15 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

Wir beenden nun unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihre Interesse!

7.5.2020 • 21:52 Uhr

Schwesig: Menschen aus Hochrisikogebieten dürfen nicht nach MV kommen

Menschen aus deutschen Hochrisiko-Gebieten für die Covid-19-Erkrankungen dürfen auch nach dem 25. Mai nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Dies sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Schwerin. Sie hatte die Öffnung des Nordostens für die Touristen aus den anderen Bundesländern ab dem 25. Mai bereits zuvor erklärt.

7.5.2020 • 21:22 Uhr

Sinkende Infektionszahlen: Norwegen lockert weiter

Norwegen beschleunigt die Lockerung seiner Corona-Beschränkungen. Nach den Kindergärten und Grundschulen sollen ab Montag auch alle anderen Schulen wieder öffnen, gefolgt von den Bars am 1. Juni, wie die Regierung mitteilte. Kulturelle und Sportveranstaltungen mit bis zu 200 Menschen sind demnach wieder ab dem 15. Juni zugelassen, einen Tag später kann die norwegische Fußballmeisterschaft beginnen.

"Unser Ziel ist es, dass bis 15. Juni fast alles wieder geöffnet ist, was geschlossen werden musste", sagte Regierungschefin Erna Solberg. Bedingung sei jedoch, dass die Epidemie weiter unter Kontrolle bleibe.

Die Abstandsregeln gelten weiterhin; von Reisen wird ebenfalls weiter abgeraten, und die Grenzen bleiben für Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung geschlossen. Bis heute meldeten die Behörden 7996 Infizierte und 209 Tote. Die Reproduktionsrate und damit die Zahl der Menschen, die ein Infizierter ansteckt, lag zuletzt bei 0,49.

7.5.2020 • 20:34 Uhr

Dänemark lockert Maßnahmen - Grenze bleibt dicht

Ab dem kommenden Montag darf der gesamte Einzelhandel in Dänemark wieder öffnen. Dies geht aus einer Vereinbarung zwischen der dänischen Regierung und den Parlamentsparteien hervorgeht. Das bedeutet auch, dass die seit Wochen geschlossenen Einkaufszentren wieder geöffnet werden können. Eine Woche später am 18. Mai dürfen dann auch Restaurants und Cafés ihre Türen unter bestimmten Richtlinien öffnen. Gleiches gilt für Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Die sechsten bis zehnten Schulklassen nehmen dann ebenfalls ihren Unterricht wieder auf, nachdem die Kinder der jüngeren Jahrgangsstufen sowie der Krippen und Kindergärten bereits Mitte April in ihre Einrichtungen zurückgekehrt waren. Der Profisport darf mit sofortiger Wirkung wiederaufgenommen werden - allerdings ohne Zuschauer. 

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen spricht auf einer Pressekonferenz. | AFP

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz. (Archiv) Bild: AFP

Die Grenzen bleiben dagegen zunächst dicht. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies darauf hin, dass man sich darüber mit den dänischen Nachbarländern im Dialog befinde. Die Regierung wolle hierzu bis spätestens dem 1. Juni neue Informationen veröffentlichen. Seit Mitte März sind die dänischen Grenzen für Ausländer ohne triftigen Einreisegrund geschlossen.

7.5.2020 • 20:24 Uhr

Lateinamerika: Mehr als 300.000 Corona-Infektionen bestätigt

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Lateinamerika steigt rapide an. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP haben sich bis heute mehr als 300.000 Menschen auf dem Subkontinent nach Angaben der Behörden mit den Virus angesteckt, mehr als 16.000 von ihnen starben demnach an den Folgen.  Mit 125.000 Infektions- und mehr als 8500 Todesfällen ist Brasilien am schwersten betroffen. Präsident Jair Bolsonaro hält drastische Schutzmaßnahmen wie etwa Ausgangsbeschränkungen weiterhin für übertrieben und ökonomisch schädlich.

Mit 2700 Toten bei nur 27.600 nachgewiesenen Infizierten scheint der Virus-Ausbruch in Mexiko besonders tödlich zu sein - allerdings kann das auch an der geringen Test-Kapazität im Land liegen. Gemessen am Anteil der Bevölkerung ist Ecuador mit 92 Todesfällen pro eine Million Einwohner bei weitem am stärksten betroffen. Damit kommen auf eine Million Menschen doppelt so viele Tote wie in Peru. Dort sind bisher rund 1500 Menschen gestorben. Nach Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation sind die Infektionsraten in Brasilien, Ecuador, Peru, Chile and Mexico weiterhin "sehr hoch". Experten schätzen aber, dass in einigen Ländern der Höhepunkt in den nächsten Tagen erreicht sein dürfte.

7.5.2020 • 20:08 Uhr

Mit Corona infizierte "Mein Schiff"-Crewmitglieder kommen in Klinik

Die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" sind auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gebracht worden. "Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt", teilte Tui Cruises mit. Den acht Patienten gehe es in der Klinik in Geestland im Kreis Cuxhaven gut, sie seien ohne Symptome.

Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. Die Mitarbeiter werden demnach vom Psychosozialen Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut. Das Kreuzfahrtschiff liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. An Bord sind rund 2900 Besatzungsmitglieder.

Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Üblicherweise sind auf der "Mein Schiff 3" rund 2500 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. Dass nun 2900 Besatzungsmitglieder an Bord sind, liegt daran, dass Crewmitglieder von anderen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte dazukamen. Sie sollten von Deutschland aus in ihre Heimatländer geflogen werden. Nach Angaben von Tui Cruises war dies wegen der Reisebeschränkungen bislang nicht möglich.

Inzwischen sind Rückflüge für rund 1200 Besatzungsmitglieder etwa nach Indonesien, in die Ukraine, nach Tunesien, in die Türkei und nach Mauritius geplant. Die ersten von ihnen sollen am Freitag in ihr Heimatland gebracht werden. Busse mit Besatzungsmitgliedern sollen am frühen Morgen vom Terminal in Cuxhaven Richtung Flughafen fahren.

7.5.2020 • 19:56 Uhr

Handelsblatt: Dramatischer Einbruch bei Steuereinnahmen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die Länder müssen sich auf einen dramatischen Einbruch bei den Steuereinnahmen gefasst machen. Allein in diesem Jahr dürfte der Staat aufgrund der Corona-Krise rund 100 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen als bei der Herbst-Schätzung prognostiziert, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Schätzerkreise.

Das Bundesfinanzministerium ging zuletzt von Mindereinnahmen in Höhe von rund 82 Milliarden Euro aus, davon circa 33 Milliarden Euro beim Bund. Im nächsten Jahr sehe es dem Bericht zufolge zwar besser aus, dennoch drohten auch hier gewaltige Einbrüche. Steuerschätzer rechnen für 2021 mit 40 bis 50 Milliarden Euro Mindereinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden, wie das "Handelsblatt" weiter berichtete. Rund 20 Milliarden Euro könnten davon auf den Bund entfallen. 

7.5.2020 • 19:56 Uhr

Merkel und der Papst: Hilfe für ärmere Länder

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und Papst Franziskus wollen ärmere Länder in der Corona-Krise unterstützen. Dafür sprachen sich beide in einem Telefonat aus, wie der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, mitteilte. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand demnach der Austausch zur globalen humanitären und politischen Situation angesichts der Corona-Pandemie sowie zur Bedeutung von Zusammenhalt und Solidarität in Europa und der Welt. Die Bundeskanzlerin lud Papst Franziskus den Angaben nach zu einem Besuch nach Deutschland ein, sobald dies wieder möglich sei.

Papst Franziskus | AP

In dem Telefonat haben Kanzlerin Merkel und Papst Franziskus über die Bedeutung von Zusammenhalt und Solidarität in Europa und der Welt gesprochen. Bild: AP

7.5.2020 • 19:33 Uhr

Französisches Grenzgebiet zu Deutschland weiter Risikogebiet

Die französische Regierung hält an einer Lockerung der strikten Ausgangssperre ab dem kommenden Montag fest. Die weniger schnell steigenden Infektionszahlen erlaubten eine "schrittweise Aufhebung" der Beschränkungen, sagte Premierminister Edouard Philippe. Eine "schlechte Nachricht" sei aber das weiter hohe Risiko unter anderem im Pariser Großraum und dem französischen Grenzgebiet zu Deutschland.

Im Grenzverkehr zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern soll es noch mehrere Wochen lang Einschränkungen geben. Mindestens bis 15. Juni werde es an den Grenzen zu den Staaten des Schengen-Raums und zu Großbritannien bestimmte Reisevorgaben geben, kündigte Innenminister Christophe Castaner nach einer Regierungssitzung an.

Die Grenze zu Nicht-EU-Ländern bleibe bis auf weiteres noch ganz geschlossen, erklärte Castaner. Mit den europäischen Ländern werde die Freizügigkeit der Grenzarbeiter erhalten bleiben, sagte Castaner. Eine zweiwöchige Quarantäne bei Einreise nach Frankreich gebe es vorerst nicht, erklärte der Minister. Die Grenzübertritte sollten jedoch nur aus triftigen Gründen wie für die Arbeit oder den Schulbesuch gemacht werden.

7.5.2020 • 18:50 Uhr

Mysteriöse Kinder-Erkrankung jetzt auch in den USA

Nach einigen Fällen in Europa sind nun auch bei mehreren Kindern in den USA ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. 64 Kinder im Bundesstaat New York zeigten Symptome wie entzündete Blutgefäße, Fieber und Hautausschlag, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Auch aus anderen US-Bundesstaaten wurden Fälle gemeldet.

Zuvor waren unter anderem aus Spanien, Italien, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland solche Fälle aufgetaucht. Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.

Die Symptome ähneln denen des Kawasaki-Syndroms, das vor allem kleine Kinder betrifft und von dem Ärzte bislang nicht wissen, wie es ausgelöst wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und Ärzteverbände warnten Eltern bereits vor Panik - die überwiegende Zahl der Kinder, die sich mit dem Coronavirus infizierten, habe einen sehr milden Verlauf der Krankheit und erhole sich komplett.

7.5.2020 • 18:40 Uhr

Greenpeace: Starker Anstieg der Abholzung in Indigenengebieten

Die Abholzung in Brasiliens Indigenengebieten hat laut staatlichen Zahlen während der Corona-Pandemie um 59 Prozent zugenommen. Zwischen Januar und April sei die Abholzung von 1319 Hektar Wald gemeldet worden, gegenüber 837 Hektar im Vergleichszeitraum 2019, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit. Statt gegen die illegale Abholzung vorzugehen, behindere die Regierung zudem die Arbeit der Kontrollbehörden, so Greenpeace.

Illegale Aktivitäten in den Schutzgebieten werden demnach ungeachtet der Ausbreitung des Coronavirus vorangetrieben. Holzhändler, Landräuber und Goldsucher würden derzeit unkontrolliert in die Wälder vordringen. Zugleich schwäche die Regierung bewusst die Kontrollbehörde Ibama.

7.5.2020 • 18:25 Uhr

WHO befürchtet bis zu 190.000 Corona-Tote in Afrika

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Prognose zur Ausbreitung der Corona-Pandemie in Afrika veröffentlicht. Falls die Eindämmungsmaßnahmen nicht greifen, könnten im ersten Jahr der Pandemie 83.000 bis 190.000 Menschen in Afrika sterben, warnte das WHO-Regionalbüro in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo. Eine Modellrechnung komme zu dem Schluss, dass sich 29 Millionen bis 44 Millionen Menschen infizieren könnten

Derartig viele Corona-Infizierte könnten die Gesundheitssysteme in vielen Ländern nicht bewältigen. Rund 3,6 Millionen bis 5,5 Millionen Erkrankte müssten in ein Krankenhaus, darunter viele kritische Fälle mit Bedarf an Beatmung. Der Rechnung liegen Daten aus 47 Ländern der WHO-Region Afrika zugrunde, die zusammen eine Milliarde Einwohner zählen.

7.5.2020 • 18:01 Uhr

DTrend: Eltern besorgt über Entwicklung von Kindern

  1. Knapp zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend zufolge besorgt über die Entwicklung von Kindern in der Corona-Krise. Demnach haben 63 Prozent sehr große beziehungsweise große Sorge, dass Kinder wegen eingeschränkter Betreuungs- und Schulangebote in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Bei einem Drittel (33 Prozent) ist diese Sorge weniger groß oder klein, wie die Umfrage weiter ergab. 

Dass die Politik weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, entspricht dem Wunsch einer knappen Mehrheit der Deutschen: 54 Prozent sprachen sich am Montag und Dienstag dieser Woche für größere Lockerungen aus. 41 Prozent wünschten sich, dass zur Eindämmung des Coronavirus in den nächsten Wochen an den bisherigen Einschränkungen festgehalten werde. 

Derweil halbierte sich die Angst vor einer Ansteckung binnen eines Monats. Derzeit haben drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) weniger große beziehungsweise kleine Sorge, dass sie selbst oder Familienmitglieder sich mit dem Coronavirus anstecken. Bei einem Viertel der Deutschen (25 Prozent) ist diese Sorge aktuell sehr groß oder groß.

Den Vorschlag, für genesene Corona-Patienten einen so genannten Immunitätsausweis auszugeben, mit dem diese von gewissen Einschränkungen befreit wären, sieht eine Mehrheit der Deutschen indes kritisch. 64 Prozent halten den Vorschlag für falsch, 30 Prozent für richtig.

7.5.2020 • 17:27 Uhr

Bauernverband fordert Staatshilfe für Kartoffelbauern

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat Staatshilfen für Landwirte gefordert, die in der Corona-Krise auf einem Berg von mindestens 350.000 Tonnen Kartoffeln sitzen bleiben. "Wir brauchen hier dringend Stützungsmaßnahmen in Form von Liquiditätsdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die mit einem Tilgungszuschuss aus Bundesmitteln versehen werden sollten", erklärte der stellvertretende DBV-Generalsekretär, Udo Hemmerling, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Die Lager für Kartoffeln in Deutschland seien voll, weil kaum Kartoffeln zu Pommes frites verarbeitet würden, erläuterte Hemmerling den Überschuss. "Die Gastronomie nimmt derzeit so gut wie keine Pommes ab - diese Kartoffeln können nicht als Speiseware verwendet werden."

7.5.2020 • 17:03 Uhr

Abgeordnete verzichten auf Diätenerhöhung

Der Bundestag hat mit den Stimmen aller sechs Fraktionen den Verzicht auf die diesjährige Diätenerhöhung für die Abgeordneten beschlossen. Der gemeinsame Gesetzentwurf aller Fraktionen wurde einstimmig verabschiedet.

Eine Diätenerhöhung wäre "das falsche Signal" gewesen, sagte CDU/CSU-Parlamentsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer. Zwar finanziere die Maßnahme kein Rettungspaket, sie sage aber: "Wir stehen zusammen in der Krise, auch als Abgeordnete des Deutschen Bundestags."

7.5.2020 • 16:58 Uhr

Corona-App soll offenbar Mitte Juni kommen

Die geplante App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten soll in etwa fünf bis sechs Wochen zur Verfügung stehen. "Mitte Juni ist ein realistischer Zeitraum", hieß es aus Regierungskreisen. Zunächst solle die App lediglich ihre "Kernfunktion" besitzen, mit der Kontaktpersonen von Corona-Infizierten informiert werden sollen. Die Option zur freiwilligen Weitergabe von Daten an das Robert-Koch-Instituts (RKI) soll demnach später hinzukommen.

Die App sei ein "wichtiges Tool", um Infektionsketten "umfassender zu erkennen" als bisher, hieß es weiter. Die App soll mithilfe der Bluetooth-Technologie aufzeichnen, wann und wie lange sich jemand in der Nähe einer anderen Person aufgehalten hat, die an ihrem Smartphone ebenfalls diese Funktion eingeschaltet hat. Infiziert sich jemand mit dem neuartigen Coronavirus, kann er über die App anonym diejenigen informieren, die sich durch ihre Nähe zu ihm angesteckt haben könnten.

Auf dem Bildschirm eines Smartphones, auf dem die dp3t-App (Decentralized Privacy Preserving Proximity Tracing) geöffnet ist, leuchtet der Text "Dem Virus einen Schritt voraus" auf. | dpa

Auf dem Bildschirm eines Smartphones, auf dem die dp3t-App (Decentralized Privacy Preserving Proximity Tracing) geöffnet ist, leuchtet der Text "Dem Virus einen Schritt voraus" auf. Bild: dpa

7.5.2020 • 16:41 Uhr

Von der Leyen ernennt Virologen Piot zum Corona-Sonderberater

Der belgische Virologe Peter Piot wird Corona-Sonderberater von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Er werde helfen, die Entwicklung und den Einsatz von Impfstoffen, Tests und Behandlungsmöglichkeiten zu beschleunigen, erklärte von der Leyen in Brüssel.

Piot ist Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Der vom belgischen König zum Baron gemacht Arzt gilt als einer der Entdecker des Ebolavirus und hat über zehn Jahre das Aids-Programm der Vereinten Nationen geleitet.

7.5.2020 • 16:36 Uhr

Wiedereröffnung der Akropolis am 18. Mai

Die griechische Regierung hat beschlossen, am 18. Mai die archäologischen Stätten des Landes wieder zu öffnen. Dies gilt zunächst nur für "nicht bedeckte" Stätten, wie die Akropolis von Athen. Die Museen sollen dann am 15. Juni geöffnet werden. Dies teilte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni bei einer Pressekonferenz mit.

Zudem will die Regierung in Athen Künstlern, die wegen der Corona-Pandemie ihre Arbeit verloren haben, mit einem Hilfspaket in Höhe von 24 Millionen Euro unterstützen.

7.5.2020 • 16:26 Uhr

Mehr als 3000 Corona-Tote in Schweden

In Schweden sind inzwischen mehr als 3000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesopfer habe sich binnen 24 Stunden um 99 auf 3040 erhöht, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Insgesamt seien 24.623 Infektionen nachgewiesen worden. 

Schweden hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie deutlich weniger Restriktionen verhängt als die meisten anderen europäischen Länder. So gelten keine Ausgangsbeschränkungen und neben Restaurants, Bars und Cafés sind auch Läden sowie die meisten Schulen weiterhin geöffnet. Der schwedische Sonderweg ist allerdings im Land nicht unumstritten.

Straßenszene in Schweden während der Corona-Krise | dpa

Straßenszene in Schweden während der Corona-Krise Bild: dpa

7.5.2020 • 16:14 Uhr

Hilfspaket für die Lufthansa in Höhe von neun Milliarden Euro?

Die Lufthansa hat offiziell bestätigt, dass sie mit dem Bund über ein Rettungspaket in Höhe von neun Milliarden Euro verhandelt. Danach strebt der Bund einen Anteil von bis zu 25 Prozent plus einer Stimme an, wie es in einer Pflichtmitteilung an die Börse hieß. Auch werde eine Vertretung im Aufsichtsrat angestrebt. An Auflagen sei zudem der Verzicht auf künftige Dividendenzahlungen vorgesehen. Die Lufthansa betonte, die Verhandlung und der politische Willensbildungsprozess dauerten an.

Lufthansa-Chef Spohr | REUTERS

Konzernchef Carsten Spohr warnt vor einem zu großen Staatseinfluss auf sein Unternehmen. Bild: REUTERS

7.5.2020 • 15:43 Uhr

Bundesliga-Geisterspiele an zwei Wochenenden im Free-TV

Zuschauer können beim Re-Start der Fußball-Bundesliga die Geisterspiele an den ersten zwei Wochenenden live im Free-TV sehen. Der Pay-TV-Sender Sky teilte mit, die Konferenz-Schalten der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zu zeigen.

7.5.2020 • 15:27 Uhr

WHO: Bis zu 60 Prozent mehr häusliche Gewalt

Rettungsdienste in ganz Europa verzeichnen vor dem Hintergrund der Corona-Beschränkungen einen starken Anstieg an Notrufen wegen häuslicher Gewalt. Aus den verschiedenen europäischen Ländern sei im April eine Zunahme von Notrufen von Frauen um bis zu 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gemeldet worden, die von Gewalt durch ihre Partner betroffen seien, teilte die WHO mit.

Mehrere europäische Länder wie Belgien, Frankreich, Spanien und Großbritannien hätten Anstiege gemeldet.

7.5.2020 • 15:23 Uhr

Bundestag debattiert erstmals über Pandemie-Gesetz

Der Bundestag hat erstmals das geplante Gesetz zum besseren Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, ein belastbares Gesundheitswesen sei der "Stabilitätsanker eines funktionierenden Staates". Er hob hervor, dass mit dem Gesetz die Zahl der Corona-Tests ausgeweitet und das Robert-Koch-Institut (RKI) personell gestärkt werde.

7.5.2020 • 15:14 Uhr

Spahn warnt vor falscher Sicherheit

Gesundheitsminister Jens Spahn hat davor gewarnt, die Corona-Krise als gemeistert anzusehen: "Wir sind noch mitten in dieser Pandemie."

Angesichts der derzeit "handelbaren Größe" der Infektionsdynamik sei es normal, über Lockerungsschritte zu diskutieren und sie auch lageabhängig unterschiedlich in den Ländern zu gehen. Spahn verwies darauf, dass es in Handel, Gastronomie und anderen Bereichen kreative Konzepte gebe, um Infektionsrisiken zu reduzieren und einen neuen Alltag möglich zu machen.

7.5.2020 • 15:10 Uhr

Banksy bedankt sich bei Krankenpflegern

Der Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise bei den Helden der Corona-Krise bedankt: mit einem großen Gemälde im britischen General Hospital in Southampton. Das Bild trägt den Titel "Game Changer".

Bankys-Werk in Southampton | dpa

Bild: dpa

7.5.2020 • 15:04 Uhr

Syrien verschiebt Wahl erneut

Wegen der Corona-Pandemie hat Syriens Machthaber Baschar al-Assad die für Mai geplante Parlamentswahl erneut verschoben. Als neuer Termin für die Abstimmung wurde der 19. Juni festgelegt, wie das Präsidentenamt in der Hauptstadt Damaskus mitteilte. Dabei handele es sich um eine Präventivmaßnahme.

Die zunächst für April geplante Wahl war bereits zuvor wegen der Ausbreitung des Coronavirus um fünf Wochen auf den 20. Mai verschoben worden. Das syrische Gesundheitsministerium hat bisher 45 Corona-Fälle gemeldet, darunter drei Tote.

7.5.2020 • 15:00 Uhr

USA: Mehr als 3 Millionen neue Arbeitslose in einer Woche

In der vergangenen Woche haben 3,16 Millionen US-Bürger einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Damit steigt die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen sieben Wochen auf 33 Millionen Menschen. "Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat sich im Vergleich zur Vorwoche etwas reduziert. Anzumerken ist jedoch, dass die Zahl weiterhin hoch ist und die Belastungen durch die Corona-Pandemie weiterhin den Arbeitsmarkt belasten", so die Einschätzung von Ökonom Patrick Boldt von der Helaba.

Die Virus-Krise hat dem jahrelangen Boom am US-Jobmarkt ein jähes Ende bereitet und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst.

7.5.2020 • 14:48 Uhr

Seehofer verteidigt Grenzkontrollen bis 15. Mai

In der Corona-Krise wächst der Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer, die Grenzen zu europäischen Nachbarstaaten wieder zu öffnen. Doch der CSU-Politiker sperrt sich: Die Grenzkontrollen seien "Teil unseres bisherigen Erfolgs bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens", sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung. In der Bundesregierung bestehe Einvernehmen, die Kontrollen zunächst bis 15. Mai fortzusetzen.

Zuvor hatten zwölf CDU-Bundestags- und Europaabgeordnete, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und FDP-Chef Christian Lindner die rasche Öffnung der Grenzen zu europäischen Nachbarstaaten gefordert.

Die WHO lehnt Reisebeschränkungen zur Pandemie-Bekämpfung ab. Dass sie kein wirksames Instrument seien, hätten Erfahrungen in der Vergangenheit gezeigt.

7.5.2020 • 14:34 Uhr

Kritik an Lockerungsplänen von Johnson

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät mit seinen Plänen für eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zunehmend in die Kritik. Sowohl die Schottische Nationalpartei SNP als auch die oppositionelle Labour-Partei äußerten Bedenken.

Johnson hatte angekündigt, das weitere Vorgehen der Regierung am Sonntag bekanntzugeben. Erste Lockerungen könnten demnach schon ab Montag gelten. Sein Sprecher stellte aber klar, dass es lediglich sehr begrenzte Lockerungen geben werde.

Britische Medien hatten bereits über erste Schritte spekuliert, die Johnson planen könnte: Dazu zählt angesichts des schönen Wetters die Öffnung von mehr Parkanlagen, die Zulassung von Picknicks und die Wiedereröffnung von Cafés im Freien. Auch mehr Sport draußen soll ermöglicht werden, heißt es. Kritiker halten das für zu früh. Viele Menschen halten sich schon jetzt nicht an die Vorgaben.

Großbritannien ist mit mehr als 30.000 Toten Statistiken zufolge das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

7.5.2020 • 14:30 Uhr

Auch Bundesliga-Relegation und DFB-Pokal sollen stattfinden

Im Konzept für die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga ist weiter eine Relegation zwischen dem Tabellen-16. der 1. Liga und dem Dritten der 2. Liga vorgesehen. Das erklärte DFL-Boss Christian Seifert. Einen Termin dafür nannte er nicht, die Spiele müssten aber nach dem geplanten Saisonende am 27. und 28. Juni stattfinden. Somit könnten zumindest diese Partien sogar nach dem 30. Juni und damit nach dem Auslaufen einiger Verträge stattfinden.

Ob es auch Entscheidungs-Spiele zwischen dem Drittletzten der 2. Bundesliga und dem Dritten der 3. Liga geben wird, hängt laut Seifert von einer Entscheidung über einen möglichen Neustart in Liga drei ab.

Auch der DFB-Pokal soll fortgesetzt werden. In "absehbarer Zeit" solle es Termine für die Halbfinals geben, so Seifert. Der DFB hatte sich zuvor irritiert drüber gezeigt, dass die Politik in das Startsignal für die Bundesliga und 2. Liga nicht auch den DFB-Pokal mit eingeschlossen hat.

DFB Pokal | picture alliance / Maurizio Gamb

Um den DFB-Pokal kämpfen noch vier Teams: Bayern München, Eintracht Frankfurt, Saarbrücken und Bayer Leverkusen. Bild: picture alliance / Maurizio Gamb

7.5.2020 • 14:23 Uhr

Italien: Regionen gegen Corona-Einschränkungen für alle

Italien ist eines der am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Doch nicht alle Teile des Landes sind gleich betroffen. Deshalb plädieren viele der 20 Regionen für geografisch gestaffelte Lockerungen. Kurz vor einer Videokonferenz der Regionen schrieb der Präsident der Toskana, Enrico Rossi, an die Regierung in Rom und forderte für kleine Einzelhändler die Genehmigung zur schnellen Öffnung.

Einige Gebiete haben einzelne Vorschriften bereits im Alleingang gelockert: So erlauben die Abruzzen Friseuren und Schönheitssalons die Arbeit ab 18. Mai. Die Regionalchefs argumentieren, dass es in Italien große Zonen gebe, in denen kaum Neuinfektionen registriert würden.

7.5.2020 • 14:10 Uhr

Zehntausende Fälle in US-Gefängnissen

Zahlen der Universität von Kalifornien zufolge haben sich seit Ausbruch der Pandemie in US-Gefängnissen rund 21.000 Insassen und mehr als 8700 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Fast 300 Häftlinge kamen infolge der Ansteckung ums Leben, auch 34 Beschäftigte starben.

Die US-Behörde für Seuchenkontrolle geht davon aus, dass die Mitarbeiter wie etwa Wärter eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Virus in den Haftanstalten spielen, da sie sich nahezu täglich zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Wohnort hin und her bewegen.

7.5.2020 • 13:47 Uhr

Bundesliga startet am 16. Mai

Ab Samstag, den 16. Mai, wird in der 1. und 2. Liga wieder angepfiffen. Das gab der Chef der Deutschen Fußball Liga, Christian Seifert bekannt. Die 36 Profivereine hätten sich auf der Mitgliederversammlung der DFL auf dieses Datum geeinigt. Der Spielbetrieb ruht seit dem 13. März.

Der 26. Spieltag startet dann direkt mit einem Geisterderby: Laut Seifert sollen unter anderem Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 aufeinandertreffen. Bereits zum Anfang der Pandemie, vor dem Stopp des Spielbetriebs, war diskutiert worden, ob solche Begegnungen ein Sicherheitsrisiko darstellen.

7.5.2020 • 13:34 Uhr

Brasilien: Erstmals mehr als 600 Corona-Tote an einem Tag

Nach Angaben der brasilianischen Gesundheitsbehörden hat das Land in der Corona-Krise eine traurige Höchstmarke erreicht. Von Dienstag auf Mittwoch seien zum ersten Mal binnen 24 Stunden mehr als 600 Todesopfer gemeldet worden.

In Brasilien sind derzeit offiziell rund 125.200 Corona-Infektionen bekannt. Seit Ausbruch der Pandemie kamen mehr als 8500 Menschen durch das Virus ums Leben.

7.5.2020 • 13:29 Uhr

UV-Licht zur Desinfektion

Die Universitätsklinik im spanischen Valencia nutzt nach Angaben des Militärs nun auch UV-Licht, um mögliche Coronaviren auf Oberflächen abzutöten. Dafür wurde ein in Deutschland produzierter Roboter umgebaut, der eigentlich Entschärfungsaufgaben ausführen kann. Er wurde mit einer UV-Lampe ausgerüstet, die per Fernbedienung bedient werden kann, wie spanische Medien berichteten.

Auch in Deutschland - in der Hamburger Europa-Passage - und in Singapur wird UV-Licht zur Desinfektion genutzt.

7.5.2020 • 13:20 Uhr

Weltweit sinken Lebensmittelpreise

Nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO sind weltweit die Preise für die wichtigsten Lebensmittelarten im April den dritten Monat in Folge gesunken. Der Preisindex betrug durchschnittlich 165,5 Punkte und war damit rund 3,4 Prozent niedriger als im März und im Jahresvergleich um drei Prozent geringer.

Als Beispiel nannte die FAO unter anderem Preise für Milchprodukte und Fleisch. Hier gingen die Preise im April um 3,6 und um 2,7 Prozent zurück. Das sei auf die Schließung von Restaurants und der damit gesunkenen Nachfrage sowie auf niedrigere Einkommen während der Corona-Krise zurückzuführen. Zudem fehle es Produktionsbetrieben häufig an den nötigen Arbeitskräften.

7.5.2020 • 13:12 Uhr

Ärzte und Virologen gegen falsche Informationen

In einem offenen Brief warnen Mediziner und Virologen aus aller Welt vor der Verbreitung von falschen Informationen rund um die Corona-Pandemie.

7.5.2020 • 13:06 Uhr

Schließungen kosten Buchhändler fast die Hälfte des Umsatzes

Bundesweit müssen Buchhändler durch die Einschränkungen der Corona-Krise deutliche finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Am 20. April durften die Geschäfte zwar wieder öffnen, trotzdem verzeichneten die Betreiber im vorigen Monat im Vergleich zum April 2019 ein Umsatzrückgang von 46,9 Prozent. Das berichtet das "Börsenblatt" unter Berufung auf den "Branchen-Monitor Buch" für April von Media Control.

Am stärksten brach demnach mit einem Minus von 80 Prozent demnach der Absatz von Reisebüchern ein. Hard- und Softcover verzeichneten einen Rückgang im Umsatz um 47,3 Prozent, Taschenbücher gaben 44,2 Prozent ab. Kinder- und Jugendbücher schnitten mit minus 19,6 Prozent noch am besten ab, belletristische Titel notierten um 28,8 Prozent unter Vorjahr.

7.5.2020 • 12:59 Uhr

Rheinland-Pfalz: Nicht alle Seniorenheime lassen Besucher zu

In Rheinland-Pfalz sind seit heute wieder Besuche in Alten- und Pflegeheimen erlaubt. Doch einigen Einrichtungen sind die Lockerungen noch zu riskant.

7.5.2020 • 12:56 Uhr

Zehntausende Mitarbeiter der Chemiebranche in Kurzarbeit

In der Corona-Krise gehen immer mehr Menschen in der Chemie- und Pharmaindustrie in Kurzarbeit. Von Anfang April bis Anfang Mai stieg die Zahl der Kurzarbeiter von 80.000 auf fast 90.000, teilte der Arbeitgeberverband BAVC mit. Damit seien gut 15 Prozent der bundesweit rund 580.000 Beschäftigten betroffen. Im Mai nutzen gut 40 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit, wenn auch of nur für einen Teil der Belegschaft, zeigt eine BAVC-Umfrage unter 1900 Mitgliedsfirmen.

7.5.2020 • 12:51 Uhr

Norwegen senkt Leitzins auf Rekordtief

Die norwegische Zentralbank hat ihren Leitzins von 0,25 auf null Prozent gesenkt. Es ist das erste Mal in seiner Geschichte, dass das Institut den Leitzins auf diese Marke verringert. Gründe seien der niedrige Ölpreis, wodurch sich die norwegische Krone abgeschwächt habe, und der Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Krise.

7.5.2020 • 12:46 Uhr

Friseursalon im kenianischen Slum bietet "Corona-Frisur" an

Ein Friseursalon in einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi bietet seinen jungen Kundinnen und Kunden eine "Corona-Frisur" an. "Ich habe mit der Frisur begonnen, als sich die Nachricht des Virus in Kenia verbreitet hat", sagte Leunita Abwala, die Besitzerin des Salons in Kibera, der Nachrichtenagentur dpa. "Inzwischen zeigt jeder - von kleinen Kindern bis zu Frauen - auf diesen Salon und nennt ihn den Corona-Stil-Salon", sagte die 40-Jährige stolz.

Ein Friseursalon in einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi bietet seinen jungen Kundinnen und Kunden eine "Corona-Frisur" an. | picture alliance/dpa

Kinder lassen sich im Mama-Brayo-Schönheitssalon im Kibera-Slum die Haare in Form des neuen Coronavirus frisieren.  Bild: picture alliance/dpa

Das Bild zeigt das Coronavirus |

Das Coronavirus wird zum Vorbild für einen neuen Frisuren-Trend in Kenias Hauptstadt.

Für die Frisur werden Haarsträhnen genommen und zu dünnen, abstehenden Zöpfen geknotet, die an die Oberflächenproteine des Coronavirus erinnern.

7.5.2020 • 12:23 Uhr

Prominente fordern Öffnung der tschechisch-slowakischen Grenze

Mehrere Prominente aus Tschechien und der Slowakei - darunter Schauspieler und Schriftsteller - haben zur Öffnung der Grenze zwischen beiden Staaten aufgerufen. Dies müsse so bald wie möglich geschehen, hieß es in einem offenen Brief an die Regierungen in Prag und Bratislava, den die Prager Vaclav-Havel-Bibliothek veröffentlichte. Sie verwiesen auf die engen historischen, wirtschaftlichen, kulturellen und zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den beiden EU-Mitgliedern. Tschechien und die Slowakei bildeten bis zur Teilung 1993 als Tschechoslowakei einen gemeinsamen Staat.

7.5.2020 • 12:09 Uhr

Lockerungen in Schleswig-Holstein ab 18. Mai

Schleswig-Holstein setzt das Einreiseverbot für Touristen ab dem 18. Mai außer Kraft. Damit wird es dann auch wieder möglich sein, auf Inseln und Halligen zu reisen.

"Es ist an der Zeit, das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unseres Landes in den Blick zu nehmen und den Weg Schleswig-Holsteins zu gestalten", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Seit Montag dürfen bereits wieder Besitzer von Zweitwohnungen und Dauercamper in Schleswig-Holstein einreisen. Ab 18. Mai dürfen auch Stellplätze für Wohnmobile genutzt werden. Hotels dürfen dann wieder Gäste empfangen, ebenso können Ferienwohnungen vermietet werden.

Restaurants dürfen dann ebenfalls wieder öffnen, allerdings müssen Schutzmaßnahmen und der Mindestabstand eingehalten werden.

Auch Fitnessstudios können ab dem 18. Mai genutzt werden. Zudem sind ab dann Veranstaltungen "mit Sitzcharakter" mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt.

7.5.2020 • 11:52 Uhr

Indien startet Rückholaktion

Indien beginnt damit, eigene Staatsbürger, die wegen der Reisebeschränkungen im Ausland festsitzen, in die Heimat zu holen. Die Regierung geht von mindestens 190.000 Betroffenen aus, die Zahl werde sich laut des Zivilluftfahrtministers Hardeep Puri wahrscheinlich noch um ein Vielfaches erhöhen.

Für die Rückholung sollen Verkehrsflugzeuge, Militärtransporter und Kriegsschiffe eingesetzt werden. Die ersten Flieger aus Dubai und Abu Dhabi werden bereits heute Nacht erwartet. In den Golfstaaten sind viele Inder als günstige Arbeitskräfte beschäftigt.

Binnen einer Woche sollen die ersten 14.800 Inder aus insgesamt zwölf Ländern eingeflogen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Studenten, medizinischen Notfällen sowie Älteren und Schwangeren. Die Rückkehrer müssen sich an den Flügen mit umgerechnet bis zu 1220 Euro beteiligen.

Inder, die Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen, dürfen vorerst nicht zurückkehren. Alle Rückkehrer müssen zunächst in einer Klinik oder einer anderen staatlichen Institution in Quarantäne.

7.5.2020 • 11:38 Uhr

Bundestag stimmt weiteren Corona-Erleichterungen zu

Der Bundestag hat zusätzlicher Unterstützung in der Corona-Krise für Eltern und Studenten zugestimmt.

Die Bezüge von Elterngeld sollen nicht gemindert werden, wenn die Beziehenden vor dem Start in die Elternzeit wegen der Pandemie ein niedrigeres Einkommen oder Kurzarbeitergeld bezogen haben. Eltern, die in systemrelevanten Berufen wie etwa in der Medizin tätig sind, können ihre Elterngeldmonate verschieben. Für Eltern, die vom sogenannten Partnerschaftsbonus profitieren, weil beide in Teilzeit arbeiten und durch die Krise nun weniger Stunden arbeiten, soll weiterhin der volle Anspruch auf den Bonus gelten.

Bei Studenten, die Bafög erhalten und nun in systemrelevanten Bereichen etwas hinzuverdienen, wird dieses Gehalt nicht auf die Bafög-Bezüge angerechnet.

Wissenschaftler, die sich in der sogenannten Qualifizierungsphase, also etwa in der Habilitation oder Promotion befinden, erhalten mehr Zeit. Die Befristungsdauer der Zeitverträge kann um bis zu sechs Monate aufgestockt werden.

7.5.2020 • 11:19 Uhr

Welttourismusorganisation rechnet mit immensem Reiseeinbruch

Die Welttourismusorganisation UNWTO rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang der Touristenzahl um bis zu 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Weltweit sei wegen der Coronavirus-Pandemie bereits im ersten Quartal die Zahl der Touristen um 22 Prozent gefallen, teilt die UN-Organisation mit. Wegen der von vielen Ländern verhängten Reisebeschränkungen betrage allein im März der Rückgang 57 Prozent.

7.5.2020 • 11:16 Uhr

Polens Parlament segnet Präsidentenwahl per Brief ab

Eigentlich hätten die Polen am Sonntag über ein neues Staatsoberhaupt abstimmen sollen. Doch angesichts der Corona-Pandemie hatte es einen heftigen Streit über den Urnengang gegeben.

Nun hat das Parlament einer Lösung zugestimmt, auf die sich gestern die Regierungspartei PiS und der frühere Vize-Ministerpräsident Jaroslaw Gowin geeinigt hatten. Das Wahlrecht wird geändert und damit eine Briefwahl möglich gemacht. Diese wird laut Gowin nicht vor Juni stattfinden.

Um das Wahldatum zu ändern, wollen sich PiS und Gowin eines juristischen Schlupflochs bedienen: Da die Wahl am Sonntag einfach nicht stattfindet, kann der Oberste Gerichtshof Polens sie anschließend für ungültig erklären und dann einen neuen Termin für die Abstimmung festlegen.

7.5.2020 • 11:04 Uhr

Momentaufnahmen einer Krise

Die Londoner National Portrait Gallery hat eine Aktion ins Leben gerufen, bei der Briten ihre Fotos einsenden können, die zeigen, wie die Bürger die Krise erleben. Schirmherrin der Ausstellung "Hold still" ist Herzogin Kate. Erste Aufnahmen wurden bereits per Tweet eingereicht.

7.5.2020 • 10:37 Uhr

Russland: Mehr als 11.000 neue Fälle binnen 24 Stunden

Nach Angaben russischer Gesundheitsbehörden wurden landesweit innerhalb von 24 Stunden mehr als 11.200 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit sind mittlerweile mehr als 177.100 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesopfer stieg um 88 auf insgesamt 1625.

7.5.2020 • 10:33 Uhr

Millionen-Darlehen für Puma

Der Sportartikelhersteller Puma erhält einen Hilfskredit über 900 Millionen Euro. Davon übernimmt die staatliche Förderbank KfW einen Anteil von 625 Millionen Euro. Die restliche Summe stellt ein Konsortium aus elf Banken.

Nach Unternehmensangaben ging der Umsatz von Puma im ersten Jahresquartal gegenüber dem ersten Quartal 2019 um 1,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Das Konzernergebnis sank um etwa 62 Prozent auf rund 36 Millionen Euro.

7.5.2020 • 10:27 Uhr

RKI: Ansteckungsrate sinkt weiter

Das Robert Koch-Institut hat die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus weiter gesenkt. Diese liege nun bei 0,65, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jeder Infizierte 0,65 Menschen ansteckt. Zuvor hatte die Reproduktionszahl bei 0,7 bis 0,8 gelegen.

Schaade kündigte außerdem an, dass sein Institut seine regelmäßigen Pressekonferenzen zum Stand der Pandemie ab der kommenden Woche einstellen werde. Zu Beginn der Krise sei es wichtig gewesen, das Geschehen durch häufige Unterrichtungen der Öffentlichkeit einzuordnen. Es werde weiterhin Pressekonferenzen geben, dann aber anlassbezogen.

7.5.2020 • 10:10 Uhr

Dehoga für einheitliche Öffnung der Gastronomie

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat sich dafür ausgesprochen, Restaurants und Lokale bundesweit möglichst einheitlich zu öffnen. Das erhöhe die Akzeptanz bei den Gästen, so die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

Allerdings haben die Bundesländer bereits unterschiedliche Regelungen bekanntgegeben: In Niedersachsen dürfen Restaurants unter strikten Auflagen bereits ab Montag öffnen, in Berlin dagegen Mitte des Monats, in anderen Bundesländern voraussichtlich sogar noch später.

Hartges pochte zudem erneut auf einen Rettungsfonds des Bundes für die Branche. Trotz Öffnung würden Betriebe der Gastronomie in diesem Jahr durch die Corona-Auflagen wohl nur 30 bis 50 Prozent der Umsätze des Vorjahres erzielen können.

7.5.2020 • 09:59 Uhr

Kritik an neuem Lockerungskonzept

Einen Tag nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zu weiteren Lockerungen ist die Debatte um abgeschwächte Corona-Schutzmaßnahmen längst nicht vom Tisch. Vor allem der Punkt Kitas sorgt für Unmut.

7.5.2020 • 09:52 Uhr

Krisenforscher warnt vor zu zögerlichen Lockerungen

Der Direktor des Krisenforschungsinstitutes Kiel, Frank Roselieb, hat davor gewarnt, mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu lange zu warten. Diese seien mit der Zeit juristisch immer schwerer zu rechtfertigen, zudem stellten sie die Menschen auf eine Geduldsprobe.

7.5.2020 • 09:48 Uhr

Bank of England rechnet mit schrumpfender Wirtschaft

Die britische Wirtschaftsleistung könnte wegen der Coronavirus-Pandemie nach Prognosen der britischen Zentralbank im Zeitraum von Jahresbeginn bis zum Ende des ersten Halbjahres 2020 um knapp ein Drittel einbrechen. Allein im zweiten Quartal rechnet die Notenbank mit einem Minus um 25 Prozent.

Auf das gesamte Jahr gesehen könnte Großbritanniens Wirtschaft um 14 Prozent schrumpfen, so die Schätzungen des Institutes. Das hänge davon ab, wie lange die Corona-Einschränkungen bestehen blieben. Die aktuellen Prognosen basieren auf der Annahme, dass Regelungen wie Ausgangssperren oder der Mindestabstand zwischen Juni und Ende des Jahres auslaufen. Insgesamt könne die Wirtschaftsleistung binnen drei Jahren wieder den Stand von vor der Pandemie erreichen.

7.5.2020 • 09:39 Uhr

US-Studie: Fast jedes fünfte Kind bekommt nicht genug zu essen

Infolge der Corona-Krise bekommt einer Studie des Thinktanks Brookings Institution zufolge fast jedes fünfte Kind in den USA nicht genug zu essen. Das habe eine Umfrage unter Müttern von Kindern bis zu zwölf Jahren in 5000 Haushalten ergeben. 17,4 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, ihre Kinder wegen Geldmangels derzeit nicht ausreichend ernähren zu können.

Kinder in den USA erlebten derzeit eine "Ernährungsunsicherheit von in der Moderne nie dagewesenem Ausmaß", warnte die Leiterin der Studie, Lauren Bauer, im Interview mit der "New York Times". Entweder, die Portionen für die Kinder fielen kleiner aus oder Mahlzeiten entfielen komplett. Auch die Versorgung in Schulkantinen entfalle momentan. Die Lage sei schlimmer als während der Finanzkrise im Jahr 2008.

In den USA haben seit dem Ausbruch der Pandemie bereits mehr als 30 Millionen Menschen ihren Job verloren.

7.5.2020 • 09:19 Uhr

Mieter fürchten finanzielle Engpässe

Noch halten sich Ausfälle bei Vermietern laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa in Grenzen. Doch durch Einkommenseinbußen wächst bei zahlreichen Mietern die Angst, irgendwann doch in Zahlungsverzug zu geraten.

7.5.2020 • 09:00 Uhr

Kanzleramtschef Braun: "Wir leben mitten in der Pandemie"

Kanzleramtschef Helge Braun geht davon aus, dass die Corona-Pandemie noch das restliche Jahr andauern wird. "Wir leben nicht jetzt nach der Pandemie, sondern wir leben mitten in einer Pandemie", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

Mit Blick auf die beschlossenen Lockerungen betonte Braun, dass "in der Tat nie Anlass zur Sorglosigkeit" bestehe. Maßnahmen wie der Sicherheitsabstand würden die Menschen weiter begleiten, auch die Punkte Reisen und Geselligkeit betrachte er mit Sorge: "Natürlich wünschen wir uns jetzt alle zügig Lockerungen. Aber gerade in dieser Phase, wo jetzt Öffnungen in den einzelnen Ländern stattfinden, ist es dann wichtig, dass wir es auch vergleichbar tun."

7.5.2020 • 08:53 Uhr

Air France kündigt Stellenabbau an

Die französische Fluggesellschaft Air France muss infolge der eingebrochenen Passagierzahlen und der finanziellen Belastung durch die Corona-Krise Stellen streichen. Wie viele Mitarbeiter vom Jobverlust bedroht sind, ließ Airline-Chef Ben Smith aber noch offen. Zunächst stünden im Juni Verhandlungen mit Gewerkschaften an. Insgesamt sind rund 45.000 Angestellte bei Air France beschäftigt.

Bereits im ersten Jahresquartal ging die Zahl der Fluggäste der französisch-niederländischen Fluggesellschaft KLM im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Fünftel auf rund 18,1 Millionen Passagiere zurück. Der Umsatz sackte um 15 Prozent auf etwa fünf Milliarden Euro ab.

Doch der nahezu komplette Betriebsstopp der Airline wird sich vor allem im weiteren Jahresverlauf widerspiegeln. KLM rechnet eigenen Angaben zufolge damit, dass ihr Flugangebot im zweiten Quartal um 95 Prozent und im dritten Quartal um 80 Prozent niedriger ausfallen wird als 2019. Eine vollständige Erholung von der Corona-Krise werde aber Jahre dauern.

7.5.2020 • 08:40 Uhr

"Es kommt sehr auf die Disziplin der Bürger an"

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, sieht es kritisch, dass bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen "das Heft und die Verantwortung" an die Länder gegeben wurden.

"Dadurch kommt es wieder viel mehr auf die Disziplin der Bürger an", betonte Lauterbach im gemeinsamen Morgenmagazin vom ARD und ZDF. Ohne die Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen könnte aus Sicht des Experten im Herbst eine zweite Infektionswelle drohen.

7.5.2020 • 08:32 Uhr

Ifo-Index sackt auf tiefsten Wert seit Wiedervereinigung

Deutschlands Industrie erwartet einen nie dagewesenen Einbruch ihrer Produktion. Der auf einer Umfrage unter Unternehmen basierende Index des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts stürzte im April auf den tiefsten Punkt der Wiedervereinigung - von minus 21,4 Punkten im März auf minus 51,4 Punkte im April, wie das Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang mit minus 30,0 Punkten sei noch einmal stärker ausgefallen als im März mit minus 22,7 Punkten.

7.5.2020 • 08:18 Uhr

Mutmaßliche Salafisten sollen bei Corona-Hilfen betrogen haben

In Berlin wurden Wohnungen und Autos mutmaßlicher Salafisten bei einer Razzia durchsucht. Mehrere Verdächtige sollen sich möglicherweise des Betrugs bei den Corona-Soforthilfen schuldig gemacht haben.

7.5.2020 • 08:01 Uhr

Reisen nur mit Gesundheitsnachweis per App

Die Einwohner von Chinas Hauptstadt Peking dürfen wieder innerhalb des Landes reisen. Voraussetzung: Die Bestätigung per App, dass keine Infektion vorliegt. Doch an der Form der Kontrolle gibt es auch Kritik.

7.5.2020 • 07:50 Uhr

Söder plädiert für "mehr Umsicht und weniger Hektik"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF gemahnt, nicht zu früh eine "Entwarnung" in der Corona-Krise zu geben.

Die Entwicklung in Bezug auf die Ausbreitung des Virus und Fallzahlen sei gut, "aber wir haben keinen Impfstoff, keine Therapie". Daher "wundere ich mich über die Geschwindigkeit", mit der nun Lockerungen beschlossen würden, so der CSU-Politiker. "Wir sollten mehr mit Umsicht als mit Hektik reagieren."

7.5.2020 • 07:38 Uhr

Weniger Luftverschmutzung in deutschen Städten

Bundesweit sind in den vergangenen Wochen die Werte an Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft in vielen Städten zurückgegangen. Durch die Corona-Einschränkungen war weniger los auf den Straßen - doch das ist nur ein Grund für die niedrigeren Messwerte.

7.5.2020 • 07:30 Uhr

Caritas in der Schweiz bekommt mehr Hilfsanfragen

Jobverlust, weniger Gehalt - die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen bei der Caritas in der Schweiz zu einem deutlichen Anstieg an Betroffenen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

7.5.2020 • 07:25 Uhr

Virologe sieht Lücken im Lockerungskonzept

Der Virologe Alexander Kekulé hat im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF Lücken im gestern zwischen Bund und Ländern vereinbarten Konzept für weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen kritisiert.

Als ein Beispiel nannte Kekulé die Frage, wie in Kitas und Grundschulen ein ausreichender Schutz der Kinder und Mitarbeiter gewährleistet werden soll. Er selbst glaube nicht, dass Kinder mithilfe von Hygienemaßnahmen dazu gebracht werden könnten, die Infektionsrate gering zu halten.

Auch beim sogenannten Notfallmechanismus sieht der Virologe Risiken. Dieser sieht vor, dass bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche Lockerungen wieder zurückgenommen werden. Wende man diese Rechnung auf eine Gemeinde mit einer Million Einwohnern an, bedeute das eine Grenze von 500 neuen Fällen pro Woche und 70 neuen Fälle pro Tag. Das wäre aber eine zu große Belastung für die Gesundheitsämter.

7.5.2020 • 07:09 Uhr

China steigert Exporte trotz Coronakrise

Trotz der Corona-Pandemie sind Chinas Exporte im April überraschend gestiegen. Die Ausfuhren nahmen im Vergleich Vorjahresmonat um 3,5 Prozent zu, wie die Zollbehörde mitteilte. Deutlich bergab ging es dagegen mit den Importen, die um 14,2 Prozent einbrachen.

Analysten hatten sowohl bei Ein- als auch bei Ausfuhren mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.

7.5.2020 • 06:58 Uhr

Zweifel an Ergebnissen der Heinsberg-Studie

Um die Sterblichkeitsrate durch das Coronavirus zu ermitteln, hatten Wissenschaftler der Universität Bonn die Ausbreitung des Erregers im besonders stark betroffenen Ort Gangelt  im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) untersucht. Doch die Ergebnisse der Studie sind offenbar fehlerhaft.

7.5.2020 • 06:53 Uhr

UN bitten um mehr Nothilfen

Im März hatten die Vereinten Nationen um zwei Milliarden Dollar an Spenden gebeten, um weltweit den Menschen zu helfen, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen sind. Die UN gehen davon aus, dass sich die Zahl der Menschen, die ohne die Hilfsversorgung mit Lebensmitteln nicht überleben würden, in diesem Jahr auf rund 250 Millionen verdoppeln wird.

Darum hat die UN ihren Aufruf an wirtschaftsstarke Staaten mehr als verdreifacht: Für die internationale Nothilfe seien rund 6,7 Milliarden Dollar an Spenden nötig.

Die Corona-Krise bereite "den Boden für größere Probleme", warnte der UN-Hilfskoordinator Mark Lowcock im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Von Armut und Hungersnot bedrohte Menschen könnten etwa "in die Arme bewaffneter Terrorgruppen" getrieben werden, die Hilfe versprechen. Zudem sei Armut "ein Treiber der Migration".

7.5.2020 • 06:40 Uhr

Herbe Einbußen bei Jugendherbergen

Nicht nur Hotels müssen durch die Corona-Pandemie hohe Verluste verkraften. Auch Jugendherbergen bekommen die Krise zu spüren.

7.5.2020 • 06:36 Uhr

Unionspolitiker fordern Grenzöffnung

In einer schriftlichen Stellungnahme fordern nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios zwölf EU- und Bundestagsabgeordnete der Union die sofortige Öffnung der deutschen Grenzen. Mitte März wurden Kontrollen an mehreren Grenzen eingeführt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Seitdem dürfen nur deutsche Staatsangehörige, Personen mit Aufenthaltsgenehmigung oder mit einem "triftigen Reisegrund" in die Bundesrepublik einreisen.

"Nach sieben Wochen muss Schluss ein mit Gitterzäunen und Schlagbäumen im Herzen Europas", heißt es in dem an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gerichteten Schreiben.

Die Stellungnahme ist unter anderem vom Ex-Unionsfraktionschef Volker Kauder und Fraktionsvize Andreas Jung unterzeichnet. Sie plädieren dafür, die Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich und Luxemburg sofort zu öffnen. Bis "spätestens zum 15. Mai" sollten alle "als Notmaßnahme befristet verhängten Grenzbeschränkungen entfallen".

Zudem appellieren die beteiligten Politiker an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, die Ausnahmegenehmigung für Grenzkontrollen nicht über den 15. Mai hinaus zu verlängern.

7.5.2020 • 05:49 Uhr

Umfrage: Viele Verbraucher wollen Verhalten wegen Corona ändern

Viele Verbraucher wollen ihr Verhalten im Alltag aufgrund der Corona-Krise ändern: Sie wollen auch nach Abflauen der Pandemie weniger ins Kino oder in Konzerte gehen, seltener reisen und einen Bogen um öffentliche Verkehrsmittel machen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey hervor. Solange kein Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung steht, wollen rund 40 Prozent der Umfrage zufolge seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen, oder auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen.

7.5.2020 • 05:11 Uhr

RKI meldet 1284 Neuinfektionen - 123 weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 1284 auf 166.091, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt nach offiziellen Angaben um 123 auf 7119.

7.5.2020 • 04:27 Uhr

Deutsche Kommunen erwarten Einnahmeausfälle von bis zu 60 Milliarden Euro

Wegen der Corona-Krise rechnet der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) mit Einnahmeausfällen für die Kommunen in Höhe von insgesamt 40 bis 60 Milliarden Euro. "Die Steuereinnahmen, etwa bei der Gewerbesteuer, brechen dramatisch ein", warnte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in der "Bild"-Zeitung. Zudem fielen wichtige Einnahmen etwa von Schwimmbädern, Museen und des öffentlichen Nahverkehrs weg. Zugleich stiegen die Ausgaben, etwa bei den Gesundheitsämtern. Landsberg forderte einen Rettungsschirm von Bund und Ländern für die Kommunen. Die fehlenden Milliardenbeträge könnten die Kommunen nicht aus eigener Kraft ausgleichen.

7.5.2020 • 03:55 Uhr

Bericht: Bundeswehr leistete bereits mehr als 200 Mal Amtshilfe

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr laut einem Zeitungsbericht bereits mehr als 200 Mal Amtshilfe für andere Behörden im Kampf gegen die Krise geleistet. Wie die Düsseldorfer "Rheinische Post" unter Berufung auf eine interne Aufstellung der Bundesregierung berichtet, reichen die Hilfen vom Transport von Masken über die Verantwortung für die Zugangsschleuse einer Klinik bis hin zur Herstellung von Desinfektionsmitteln durch Soldaten der ABC-Abwehr.

7.5.2020 • 03:38 Uhr

Auch die Niederlande lockern Restriktionen

Ebenso wie in Deutschland werden auch in den Niederlanden die Corona-Restriktionen weiter gelockert. Restaurants, Cafés, Museen und Theater dürfen ab dem 1. Juni wieder öffnen, wie Ministerpräsident Mark Rutte ankündigte. Allerdings dürfen sich dort nicht mehr als 30 Menschen gleichzeitig inklusive Angestellten aufhalten. Auch muss ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen gewahrt werden. Sex-Clubs bleiben hingegen bis September geschlossen. Auch die berühmten "Coffee Shops", die Cannabis verkaufen, dürfen bis dahin weiterhin nur Produkte zum Mitnehmen anbieten. Für den öffentlichen Verkehr gilt ab Juni die Anordnung, dass Atemschutzmasken zu tragen sind.

7.5.2020 • 03:38 Uhr

Altmaier gegen Begrenzung von Kaufprämie auf klimafreundliche Wagen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lehnt es ab, die wegen der Corona-Krise diskutierte Kaufprämie für Autos auf klimafreundliche Modelle zu beschränken. "Wenn es nach mir geht: Nein!", sagte Altmaier am Abend bei maischberger. die woche zu entsprechenden Forderungen etwa aus den Reihen der Grünen.  Es gehe darum, "dass die Wirtschaft insgesamt auf die Beine kommt", betonte der Minister. Dies werde nur gelingen, wenn die Kaufprämie "technologieneutral" sei.