Der britische Premier Boris Johnson spricht auf einer Pressekonferenz in London.  | AFP
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Liveblog zum Nachlesen ++ Johnson verteidigt späten Lockdown ++

Stand: 10.06.2020 22:00 Uhr

Der britische Premier Johnson verweist nach dem Vorwurf eines zu späten Lockdowns auf Experten. Polen öffnet am Samstag seine Grenzen zu Deutschland. Frankreich droht ein massiver Job-Verlust. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • Polen öffnet Grenze zu Deutschland am Samstag
  • Johnson verweist nach Kritik an Lockdown-Zeitpunkt auf Experten
  • GEW gegen Rückkehr zum Schulbetrieb ohne Abstandsregeln
  • Italiens Justiz will Regierungschef Conte befragen
  • Frankreich rechnet mit Verlust von 800.000 Arbeitsplätzen
10.6.2020 • 22:00 Uhr

Das war's für heute

An dieser Stelle beenden wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse. 

10.6.2020 • 21:26 Uhr

Spanische Klinik lässt alle 4500 Mitarbeiter testen

Ein Krankenhaus in Nordspanien hat sich als neuer Infektionsherd des Coronavirus erwiesen. Bislang seien im Basurto-Universitätskrankenhaus in Bilbao 25 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, ein infizierter Patient sei gestorben, sagte der Leiter der Einrichtung, Eduardo Maiz, auf einer Pressekonferenz. Nun würden alle 4500 Mitarbeiter des öffentlichen Krankenhauses im Baskenland getestet. Die Besuche wurden eingeschränkt. Kurz zuvor waren am Montag im Baskenland fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. In Spanien haben sich bisher nach offiziellen Angaben 242.280 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.

10.6.2020 • 21:24 Uhr

Lufthansa: Rechnerischer Überhang von 22.000 Vollzeitstellen

Bei der Lufthansa stehen Tausende Stellen auf der Kippe. Die Lufthansa bezifferte den rechnerischen Überhang auf 22.000 Vollzeitstellen, wie eine Unternehmenssprecherin nach einem Tarifgipfel der Lufthansa mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit, Ufo und Verdi auf Anfrage sagte.

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo betonte, sie sei bereit, bis zur außerordentlichen Hauptversammlung Ende Juni eine Lösung zu erreichen. Zugleich forderte sie: "Die Mitarbeiter aller Airlines des Konzerns müssen einen Kündigungsschutz bekommen und daran glauben, dass das Management endlich einen gemeinsamen Kurs geht." Ufo zufolge entspricht der rechnerische Überhang 26.000 Arbeitsplätzen.

10.6.2020 • 21:16 Uhr

Dänemark öffnet Grenzen für Einwohner Schleswig-Holsteins

Dänemark öffnet seine im Zuge der Corona-Krise geschlossenen Grenzen bald wieder für Einwohner Schleswig-Holsteins. Menschen aus Deutschlands nördlichstem Bundesland könnten ab dem kommenden Montag auch ohne triftigen Grund wieder nach Dänemark einreisen, teilte das dänische Justizministerium mit. Man müsse dafür lediglich dokumentieren können, dass man in Schleswig-Holstein wohne. Für Deutsche und Dänen in der Grenzregion sei es ohnehin üblich, sich im Alltag ungehindert über die Grenze bewegen zu dürfen, erklärte Justizminister Nick Hækkerup.

10.6.2020 • 21:13 Uhr

Britischer Forscher: Früherer Lockdown hätte Zahl der Toten halbiert

Ein führender britischer Wissenschaftler hat die späten Ausgangsbeschränkungen für die hohe Zahl der Corona-Toten in seinem Land verantwortlich gemacht. Wäre der Lockdown nur eine Woche früher angeordnet worden, hätte es nur halb so viele Todesopfer gegeben, sagte Neil Ferguson, Professor für mathematische Biologie am Imperial College, im Parlament in London. Ferguson hatte in Modellberechnungen Mitte März gemeinsam mit Kollegen davor gewarnt, dass es in Großbritannien ohne drastische Beschränkungen bis zu 250 000 Corona-Tote geben könnte. Premier Boris Johnson ordnete aber erst eine Woche später Ausgangsbeschränkungen an, die es in anderen europäischen Ländern schon gab.

Mit mehr als 41.000 bestätigten Todesopfern hat Großbritannien die weltweit zweithöchste Zahl an Corona-Toten nach den USA. Ferguson sagte, im März sei unterschätzt worden, wie schnell sich das Virus ausbreite. Vor Einführung der Ausgangsbeschränkungen hätten sich die Infiziertenzahlen alle drei bis vier Tage verdoppelt und nicht alle fünf bis sechs wie gedacht, sagte Ferguson dem Ausschuss für Wissenschaft und Technologie im Unterhaus. Auf die Frage, ob seine Regierung Fehler gemacht habe, sagte Johnson, der selbst mit der Krankheit Covid-19 im Krankhaus war, es sei noch zu früh, um das zu beurteilen.

10.6.2020 • 20:57 Uhr

US-Seuchenbehörde meldet fast zwei Millionen Infektionen

Die US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) melden mit Stand Dienstag 1,974 Millionen bekannte Infektionsfälle, eine Zunahme von 17.376 zum Tag zuvor. Die Zahl der Toten sei um 950 auf 112.133 gestiegen.

10.6.2020 • 20:42 Uhr

Polen öffnet Grenze zu Deutschland am Samstag

Polen öffnet am Samstag seine Grenzen für Reisende aus EU-Staaten wieder. Ab dem 16. Juni seien auch internationale Flüge wieder zugelassen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki vor Journalisten in Warschau. Für Nicht-EU-Staaten gelte die Regelung vorerst nicht, da in einigen Staaten, "insbesondere in Lateinamerika, aber auch in Nordamerika", die Lage immer noch "sehr besorgniserregend" sei. In Polen haben sich bisher nach offiziellen Angaben 27.842 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert, 1206 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Warschau hatte relativ früh Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie verhängt. Dies könnte die relativ geringe Sterberate in dem Land mit 38 Millionen Einwohnern erklären.

10.6.2020 • 20:37 Uhr

Saarland beschließt weitere Lockerungen

Die saarländische Landesregierung hat weitere Beschränkungen im Kampf gegen das Corona-Virus gelockert. Am kommenden Montag, 15. Juni, dürften bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wieder 50 Personen und unter freiem Himmel bis zu 100 Personen zusammenkommen, teilte die Regierung mit. Voraussetzung sei unter anderem, dass die Adresse notiert und der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Die neue Verordnung gilt bis zum 28. Juni 2020.

10.6.2020 • 19:39 Uhr

Johnson verweist nach Kritik an Lockdown-Zeitpunkt auf Experten

Der britische Premierminister Boris Johnson verweist nach dem Vorwurf eines zu späten Lockdowns auf Wissenschafts-Experten. Die Entscheidungen seien auf Grundlage der Empfehlungen der Scientific Advisory Group for Emergencies getroffen worden, sagt er. "Natürlich wissen wir, dass wir dazulernen müssen." Dafür sei es jedoch noch zu früh, weil zu viel noch unbekannt sei. Das ehemalige Mitglied der wissenschaftlichen Beratergruppe Neil Ferguson hat erklärt, die Zahl der Todesopfer in Großbritannien hätte halbiert werden können, wenn die Maßnahmen eine Woche früher eingeführt worden wären.

10.6.2020 • 19:09 Uhr

GEW gegen Rückkehr zum Schulbetrieb ohne Abstandsregeln

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die geplante Rückkehr zum Schulbetrieb ohne Abstandsregeln kritisiert. Die Bildungsgewerkschaft forderte einen "runden Tisch, an dem Politik, Gewerkschaften, Eltern- und Schülervertretungen sowie Mediziner zusammenkommen und über Lösungswege entscheiden". Dabei müssten die Interessen aller an Schule Beteiligten berücksichtigt werden.

In allen Branchen gelte weiterhin die Abstandspflicht von 1,5 Metern. Dazu komme die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften. In den Schulen sollten die Schutzmaßnahmen aber aufgegeben werden, kritisierte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann. Die Präsidentin der Kultusminister-Konferenz (KMK), die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), hatte sich für ein Ende der Abstandsregeln an den Schulen ausgesprochen.

10.6.2020 • 18:49 Uhr

Krise bringt US-Personenflugverkehr fast zum Erliegen

Die Pandemie hat den Personenflugverkehr in den Vereinigten Staaten historisch einbrechen lassen. Im April beförderten US-Fluggesellschaften lediglich rund drei Millionen Passagiere, wie das Verkehrsministerium nach einer vorläufigen Schätzung mitteilte. Dies entspricht einem Rückgang um 96 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum und dem niedrigsten Wert seit Beginn der monatlichen Datenerhebung 1974.

Die Krise hat die Luftfahrtindustrie in schwere Finanznot gebracht. Die US-Regierung legte bereits ein Rettungspaket für die Branche auf, doch der Druck auf die Airlines bleibt hoch. Trotz der milliardenschweren Hilfsgelder rechnen Experten mit weiteren drastischen Sparmaßnahmen und Stellenstreichungen.

10.6.2020 • 18:44 Uhr

Johnson in der Kritik wegen Schulöffnung

Die britische Regierung steht wegen der Schulöffnung in der Kritik - weil beispielsweise Zoos öffnen sollen, noch bevor wieder alle Kinder zur Schule gehen. Eltern hätten das Vertrauen in das Vorgehen der Regierung in der Corona-Krise verloren, sagte Oppositionsführer Keir Starmer von der Labour-Partei bei einer Parlamentsdebatte. Kinder würden sechs Monate Unterricht versäumen, "die Ungleichheit wird steigen".

Premierminister Boris Johnson warf hingegen dem Labour-Chef vor, dieser habe selbst noch vergangene Woche gegen eine Schulöffnung argumentiert. Bildungsgewerkschaften hätten diese ebenfalls verzögert.

Experten und Anti-Rassismus-Initiativen gehen davon aus, dass Heimunterricht besonders für sozial benachteiligte Kinder von Nachteil ist. Die britische Regierung hatte am Dienstag eingestanden, dass sie die meisten Schulen nicht mehr in diesem Monat werde öffnen können. Johnson wird mittlerweile selbst von einigen seiner stärksten Befürworter für sein Corona-Krisenmanagement kritisiert. In Großbritannien starben bereits mehr als 40.000 Menschen, das ist weltweit die zweithöchste Zahl nach den USA. 

10.6.2020 • 18:38 Uhr

Karlsruhe lehnt Eilantrag gegen Schul- und Kita-Schließungen ab

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag einer Familie aus Bayern gegen die Schul- und Kita-Schließungen in der Corona-Krise abgewiesen. Die Kläger wiesen zwar nachvollziehbar auf die erheblichen Belastungen ihres Familien- und Berufslebens hin, heißt es in der Entscheidung. Angesichts der Gefahren für Leib und Leben müssten die Interessen der betroffenen Eltern und Kinder aber zurücktreten.

Im Eilverfahren wogen die Verfassungsrichter nur die drohenden Nachteile gegeneinander ab. Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass der sofortige Wegfall sämtlicher Beschränkungen die größeren Risiken berge. Eine Rolle spielte auch, dass der Präsenzunterricht inzwischen stufenweise wiederaufgenommen wird und es Notbetreuungsangebote gibt.

10.6.2020 • 18:32 Uhr

Ausländer dürfen in Ukraine Babys von Leihmüttern abholen

Eltern aus dem Ausland dürfen nach einer wochenlangen Wartezeit wegen der Corona-Pandemie wieder in die Ukraine reisen, um ihre dort von Leihmüttern ausgetragenen Babys abzuholen. 31 Paare seien bereits eingereist und hätten ihre Neugeborenen getroffen, sagte die ukrainische Ombudsfrau für Menschenrechte, Ljudmila Denisowa. Unter anderem hätten Eltern aus Spanien ihre vor fünf Wochen geborene Tochter in die Arme schließen können.

Das Geschäft mit Leihmüttern floriert in der Ukraine. Die Ukraine ist eines der wenigen Länder, die gestatten, dass Ausländern diese Dienstleistung angeboten wird. Insgesamt warten derzeit 128 von Leihmüttern ausgetragene Babys in dem Land auf ihre Eltern. Die meisten von ihnen hätten bereits eine Einreisebewilligung erhalten und würden in den nächsten Wochen erwartet, sagte Deniswowa.

10.6.2020 • 18:32 Uhr

Bundestag und Bundesrat planen Sondersitzungen am 29. Juni

Bundestag und Bundesrat streben Sondersitzungen zur Verabschiedung der abgesenkten Mehrwertsteuer-Sätze am 29. Juni an. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Koalitions- und Länderkreisen. Das Kabinett will vor allem die steuerlichen Pläne aus dem 130-Milliarden-Euro schweren Konjunkturpaket in einer Sondersitzung am Freitag auf den Weg bringen. Kommende Woche wird dann der Bundestag darüber beraten.

Die Sondersitzung des Bundesrates ist notwendig, damit die von der großen Koalition geplante und auf sechs Monate befristete Mehrwertsteuersenkung am 1. Juli in Kraft treten kann. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, soll der Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent und der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent abgesenkt werden.

Die in der Koalition bereits verabredete Sondersitzung des Bundestages am 29. Juni würde dem Parlament mehr Beratungszeit kommende Woche ermöglichen, hieß es.

10.6.2020 • 18:05 Uhr

Chef von Galeria Karstadt Kaufhof verlässt den Konzern

Der angeschlagene Warenhausriese Galeria Karstadt Kaufhof muss mitten im Kampf um sein Überleben einen neuen Chef suchen. Vorstandschef Stephan Fanderl scheide aus dem Amt, teilten Galeria-Eigner Signa und der Warenhauskonzern mit. Die Trennung erfolge einvernehmlich. "Die Corona-Pandemie hat das wirtschaftliche Umfeld für den Handel massiv belastet", erklärte Fanderl. Dies biete auch die "Chance auf eine Neuorientierung". Vor diesem Hintergrund habe er sich mit Signa auf eine Auflösung seines Vertrags verständigt. "Die Neubesetzung der Geschäftsführung wird vom Aufsichtsrat zeitnah beraten und bestimmt", teilte der Konzern mit.

Galeria Karstadt Kaufhof brechen in der Corona-Krise die Umsätze weg. Der Warenhaus-Riese hatte Anfang April ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Dieses gilt als Vorstufe der Insolvenz, folgt den gleichen Regeln und mündet oft in ein reguläres Insolvenzverfahren.

10.6.2020 • 17:53 Uhr

Italiens Justiz will Regierungschef Conte befragen

Die italienische Justiz hat Medienberichten zufolge Untersuchungen wegen des Umgangs der Regierung mit der Corona-Krise eingeleitet. Auch Regierungschef Giuseppe Conte solle dabei befragt werden, berichteten italienische Medien am Mittwoch. Gleiches gelte für Gesundheitsminister Roberto Speranza und Innenministerin Luciana Lamorgese. Die Untersuchungen führt den Angaben zufolge die Staatsanwaltschaft von Bergamo, wo es besonders viele Corona-Opfer gab. Conte bestätigte die anstehende Befragung. "Ich mache mir überhaupt keine Sorgen", sagt er. Er selbst sei nicht Gegenstand der Ermittlungen.

Bei den Untersuchungen gehe es vor allem um das mögliche Versäumnis der Regierung, besonders betroffene Gebiete als sogenannte "Rote Zonen" auszuweisen und so die Ausbreitung des Virus zu stoppen, hieß es aus Ermittlerkreisen. In Italien sind bislang nach offiziellen Angaben mehr als 34.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. 

Giuseppe Conte | FILIPPO ATTILI/CHIGI PALACE HAND

Regierungschef Giuseppe Conte, Gesundheitsminister Roberto Speranza und Innenministerin Luciana Lamorgese sollen befragt werden. Die Untersuchungen führt die Staatsanwaltschaft von Bergamo, wo es besonders viele Corona-Opfer gab.  Bild: FILIPPO ATTILI/CHIGI PALACE HAND

10.6.2020 • 17:30 Uhr

DFL und DFB kippen Maskenpflicht am Spielfeldrand

Spieler, Trainer und Schiedsrichter am Spielfeldrand der Bundesliga müssen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Zumindest "sobald sie ihren Sitzplatz im Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person eingenommen haben", teilten die Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußbal-Bund mit. Die Anpassung des medizinisch-organisatorischen Konzepts ab dem kommenden Spieltag gilt auch für die 2. Bundesliga, die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga.

"Außer Frage steht, dass für die DFL und den DFB weiterhin die Gesundheit aller Beteiligten sowie der gesamten Bevölkerung und die Eindämmung des Virus höchste Priorität genießen", schrieben die beiden Organisationen in einer gleichlautenden Stellungnahme. Die grundsätzlichen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen "bleiben dabei die Basis".

10.6.2020 • 16:45 Uhr

Frankreich rechnet mit Verlust von 800.000 Arbeitsplätzen

Die französische Regierung rechnet wegen der Corona-Pandemie mit dem Verlust von 800.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten. Das gab Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire in Paris bekannt. Das entspricht nach seinen Angaben 2,8 Prozent aller Arbeitsplätze. Um der Krise zu begegnen, billigte das französische Kabinett ein umfassendes Corona-Krisenbudget. Der überarbeitete Haushaltsentwurf sieht Hilfen in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro vor. Allein 18 Milliarden Euro sind für die Tourismusbranche vorgesehen. Weitere 15 Milliarden Euro sollen dem Luftfahrtsektor und acht Milliarden Euro den Autoherstellern zugute kommen.

10.6.2020 • 16:23 Uhr

Frankreich will Gesundheitsnotstand am 10. Juli beenden

Frankreichs Regierung will den Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich am 10. Juli auslaufen lassen. Premier Édouard Philippe präsentierte einen entsprechenden Gesetzesentwurf bei der Kabinettssitzung unter Vorsitz von Emmanuel Macron, wie der Élyséepalast mitteilte. "Selbst wenn die Epidemie unter Kontrolle ist, ist sie noch nicht besiegt", sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye. Das Coronavirus zirkuliere immer noch im Land.

Der Gesetzesentwurf sieht daher eine Übergangsphase vor. Für einen Zeitraum von vier Monaten nach dem Ende des Gesundheitsnotstands behält der Premier die Befugnisse, Versammlungen einzuschränken oder den Zugang zu Transportmitteln und öffentlichen Räumen zu regeln. Strenge landesweite oder örtliche Ausgangsbeschränkungen können aber nur mit einem vom Parlament abgesegneten Gesetz wieder eingeführt werden.

10.6.2020 • 16:22 Uhr

Bayern rügt Thüringens Corona-Kurs

Bayerns Staatsregierung hat die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zur Corona-Bekämpfung im Nachbarland Thüringen massiv kritisiert. "Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Obwohl die Infektionszahlen in ganz Deutschland zurückgingen, "sind wir noch nicht über dem Berg".

Sie verwies in dem Kontext insbesondere an die aus bayerischer Sicht "leicht erhöhten Infektionszahlen genau an der Grenze zu Thüringen und auch in Thüringen selbst, etwa im Landkreis Sonneberg". "Ganz wichtig ist nun, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden", betonte sie. Umsicht und Vorsicht müssten weiter das Handeln bestimmen. Die erzielten Erfolge dürften nicht verspielt werden.

10.6.2020 • 16:02 Uhr

Polen will wohl am Wochenende seine Grenzen öffnen

Polen öffnet nach Informationen deutscher Behörden seine Grenzen zu Deutschland. Die Einreise-Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie werden in der Nacht von Freitag auf Samstag 00.00 Uhr aufgegeben. Darüber habe das polnische Innenministerium Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD), der auch Polen-Koordinator der Bundesregierung sei, informiert, teilte die Staatskanzlei mit.

Ein Sprecher des Innenministeriums in Warschau wollte diese Informationen nicht kommentieren. Woidke sagte, dies sei ein wichtiger Schritt bei der Rückkehr zur europäischen Normalität. Darauf habe man lange gewartet. "Er wurde möglich, weil Deutsche und Polen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie verantwortungsbewusst gehandelt haben", sagte der Ministerpräsident.

10.6.2020 • 15:51 Uhr

Britische Experten warnen vor sehr langen Patienten-Wartelisten

Wegen der Corona-Krise wird sich die Zahl der Patienten mit anderen Krankheiten auf Wartelisten in Großbritannien bis Ende des Jahres mehr als verdoppeln. Das haben Berechnungen des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) ergeben. Demnach warten derzeit 4,2 Millionen Menschen auf eine Diagnose oder Therapie, darunter viele Herz- und Krebspatienten. Bis Weihnachten soll die Zahl auf etwa zehn Millionen steigen.

Gesundheitsminister Matt Hancock sprach auf einer Konferenz von einem "sehr ernsten Problem". Die Experten hatten verschiedene Szenarien durchgespielt und halten einen Anstieg auf zehn Millionen für am wahrscheinlichsten. Das britische Gesundheitswesen galt schon vor der Pandemie als völlig überlastet und marode. Der Ausbruch des Coronavirus hat die Lage für viele Patienten noch verschlimmert.

10.6.2020 • 15:24 Uhr

Reise-Beschränkungen für Saisonarbeiter werden gelockert

Landwirte können ab kommender Woche leichter Erntehelfer nach Deutschland holen und beschäftigen: Das Bundeskabinett beschloss Lockerungen der Corona-Beschränkungen für Saisonarbeiter ab dem 16. Juni. Arbeiter aus dem Schengenraum können demnach bis Jahresende ohne besondere Einschränkungen auf dem Luft- und Landweg einreisen.

10.6.2020 • 15:22 Uhr

Auswärtiges Amt rät weiterhin von Reisen nach Großbritannien ab

Von Reisen nach Großbritannien wird voraussichtlich auch nach Mitte Juni noch dringend abgeraten. Das sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Auch wenn es keine offizielle Reisewarnung für Europa dann mehr gebe, könne dies nicht empfohlen werden. Auf der Insel gibt es deutlich mehr Corona-Fälle als in vielen anderen europäischen Staaten. In Großbritannien müssen sich Einreisende zudem seit Anfang der Woche für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

10.6.2020 • 15:15 Uhr

Tadschikistan beschließt schärfere Gesetze

Der zentralasiatische Staat Tadschikistan hat im Kampf gegen das Coronavirus eine härtere Gangart beschlossen. Das Parlament in der Hauptstadt Duschanbe verabschiedete Gesetzesänderungen, die Haftstrafen bei der fahrlässigen Infektion von anderen Menschen vorsehen. Wer andere wiederholt vorsätzlich ansteckt, dem drohen bis zu zehn Jahre Haft. Geldstrafen von umgerechnet bis zu 24 Euro können verhängt werden, wenn kein Mund-Nasen-Schutz an öffentlichen Orten getragen oder nicht mindestens zwei Meter Abstand gehalten wird.

Der autoritär regierte Staat gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Bei Verbreitung von Falschnachrichten etwa in den Medien können bis zu 900 Euro Strafe verhängt werden.

10.6.2020 • 15:09 Uhr

Musikhochschule prüft Bewerber erstmals mit ferngesteuertem Klavier

Premiere gelungen: Die Hochschule für Musik in Freiburg hat ausländische Studienbewerber erstmals mit Hilfe eines ferngesteuerten Klaviers geprüft. Wegen der Corona-Pandemie spielten drei Kandidaten aus China und Japan über das Internet vor, statt in Freiburg zu sein. Bei der Aufnahmeprüfung kamen sogenannte Disklaviere der Firma Yamaha zum Einsatz. "Ich war selbst verblüfft, wie gut es funktioniert hat", sagte ein Sprecher der Musikhochschule. Bis auf einen "Schockmoment", als die Verbindung für zwei Minuten unterbrochen war, habe die Übertragung ohne Störung funktioniert.

Die Disklaviere zeichneten das Spiel - unter anderem Stücke von Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven - in Shanghai und Tokio auf und übertrugen es mit hochauflösenden Midi-Daten nach Freiburg. Dort gab ein weiteres Disklavier die Tastenbewegung mit einer sehr kurzen Verzögerung wieder, so dass die Jury einen analogen Klang bewerten konnte. Zudem gab es parallel eine Übertragung per Videostream.

10.6.2020 • 15:00 Uhr

Studie: Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen besonders hoch

Menschen in Pflegeheimen sind durch die Corona-Pandemie besonders stark gefährdet: Nach Hochrechnungen von Forschern der Universität Bremen waren in Deutschland 60 Prozent aller Covid-19-Verstorbenen Menschen, die stationär in Pflegeheimen oder ambulant von Pflegediensten betreut wurden. Diese Gruppe stellte der Studie zufolge etwa 8,5 Prozent aller bundesweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Personen, teilte die Universität Bremen mit.

"Pflegeheime sind der wichtigste Ort in Bezug auf Covid-19-Verstorbene, obwohl nur ein Prozent der Bevölkerung in dieser Wohnform lebt", betont Co-Autor Heinz Rothgang. Die Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen sei mehr als 50 Mal so hoch wie im Rest der Bevölkerung. Für die Studie befragte das Forscherteam bundesweit 824 Pflegeheime, 701 Pflegedienste und 96 teilstationäre Einrichtungen.

10.6.2020 • 14:40 Uhr

Tragen von Mundschutz könnte zweite Welle verhindern

Das bevölkerungsweite Tragen eines Mundschutzes könnte das Coronavirus-Infektionsgeschehen einer Studie zufolge auf ein kontrollierbares Niveau senken. Weitere Wellen der Pandemie könnten in Kombination mit Lockdowns verhindert werden, wie aus der Studie von Wissenschaftlern der Universitäten in Cambridge und Greenwich hevorgeht. Ausgangssperren alleine könnten ein Wiederaufleben des neuen Coronavirus nicht aufhalten, aber schon selbstgemachte Masken könnten die Übertragungsraten drastisch senken, wenn genügend Menschen sie in der Öffentlichkeit tragen würden.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am Freitag erklärt, sie empfehle nun, dass jeder in der Öffentlichkeit Stoffmasken trägt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern.

10.6.2020 • 14:21 Uhr

400.000 Corona-Tests in Deutschland pro Woche

In Deutschland wurden zuletzt laut Gesundheitsministerium 350.000 bis 400.000 Menschen pro Woche auf das Coronavirus getestet. Die maximal mögliche Kapazität liege bei über einer Million, sagt eine Sprecherin des Ministeriums.

10.6.2020 • 14:01 Uhr

Kommt auf Südafrika das Schlimmste erst noch zu?

Mit den Lockerungen der Corona-Auflagen in Südafrika sind die Infektionen wieder deutlich angestiegen. Und Virologen befürchten, dass dem Land der Höhepunkt der Pandemie erst noch bevorsteht.

10.6.2020 • 13:54 Uhr

Hilfswerk "terre des hommes" warnt vor zunehmender Kinderarbeit

Infolge der Corona-Krise sind weltweit mehr Kinder gezwungen, Geld zu verdienen, um die eigene Familie zu versorgen, warnte das Hilfswerk "terre des hommes".

Demnach hätten bereits vor dem Ausbruch der Pandemie weltweit rund 152 Millionen Kinder arbeiten gehen müssen. 386 Millionen Kinder hätten unter extremer Armut gelitten. Die Vereinten Nationen schätzen, dass durch die Corona-Krise weitere 66 Millionen Kinder in solche Armut abrutschen könnten.

10.6.2020 • 13:42 Uhr

Tourismusbranche kritisiert verlängerte Reisewarnung

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass noch bis mindestens Ende August für mehr als 160 Länder außerhalb der EU eine Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie gelten soll.

Eine "nicht verhältnismäßige" Entscheidung, kritisierte der Präsident des Reiseverbands DRV, Norbert Fiebig. Die Pandemie klinge in vielen Ländern ab, daher dürfe man sie nicht alle über einen Kamm scheren. Zudem setzten viele Staaten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften um, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das gelte auch für die Anbieter von Kreuzfahrten.

Die anhaltende Reisewarnung entziehe vielen Veranstaltern und Reisebüros auch weiterhin die wirtschaftliche Grundlage, fügte der Geschäftsführer der FTI Group, Ralph Schiller, hinzu. Auch für Urlaubsländer außerhalb der EU sei es ein herber Rückschlag.

10.6.2020 • 13:33 Uhr

EU-Kommission will Einreiseverbot aus Drittstaaten verlängern

Das geltende Einreiseverbot für Bürger aus Drittstaaten sollte aus Sicht der EU-Kommission bis zum 1. Juli verlängert werden. Es würde am Montag auslaufen. Das Gremium kann allerdings nur Empfehlungen aussprechen, die eigentliche Entscheidung liegt bei den einzelnen EU-Ländern.

Derzeit dürfen nur EU-Bürger und Staatsangehörige mit dauerhaftem Wohnsitz aus Drittstaaten einreisen, ebenso wie medizinisches Personal, Saisonarbeiter und Beschäftigte im Transportgewerbe.

Ab dem 1. Juli spricht sich die Kommission für die schrittweise Öffnung der Grenzen zu Drittstaaten aus, wie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell mitteilte. Zunächst müsste die Rückkehr zur Reisefreiheit innerhalb der EU abgeschlossen werden.

10.6.2020 • 13:16 Uhr

Kabinett bewilligt Lockerungen für Einreise von Saisonarbeitern

Mit dem Stopp der Grenzkontrollen Deutschlands dürfen ab kommenden Dienstag auch Saisonarbeitskräfte aus anderen EU-Staaten und den assoziierten Schengen-Staaten wieder ohne Einschränkungen in die Bundesrepublik einreisen. Das Bundeskabinett stimmte einem entsprechenden Konzept des Landwirtschaftsministeriums zu.

Arbeitgeber müssen aber weiterhin Hygienevorschriften bei der Beschäftigung der Arbeitskräfte einhalten.

Bisher galt, dass insgesamt höchstens 80.000 Saisonkräfte nach Deutschland einreisen dürfen, beispielsweise Erntehelfer. Das Kontingent wurde nur knapp zur Hälfte ausgeschöpft. Bis zum 3. Juni 2020 reisten laut Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner knapp 39.000 Saisonarbeitskräfte ein.

10.6.2020 • 13:09 Uhr

Corona-Ausbruch in Dortmunder Klinik

Im Klinikum Dortmund sind acht Mitarbeiter und vier Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden, bestätigte eine Sprecherin der Stadt einen Bericht der "Ruhr Nachrichten".

Derzeit berieten die Behörden in einem Krisenstab über das weitere Vorgehen, hieß es weiter.

10.6.2020 • 13:04 Uhr

EU fordert Berichte von Online-Plattformen zu Fake-News

Online-Plattformen wie Twitter und Facebook sollen nach Willen der EU-Kommission monatliche Berichte vorlegen, in denen sie aufzeigen, wie sie gegen falsche Informationen rund um die Corona-Pandemie vorgehen. Die Unternehmen sollen zum Beispiel darlegen, wie sie Nutzer auf Desinformation aufmerksam machen und Hinweise von Gesundheitsämtern und Behörden weiterverbreiten.

Sogenannte Fake-News könnten sowohl zu einer Gefahr für die Gesundheit der Menschen als auch für den sozialen Zusammenhalt werden. Solche Desinformationen würden auch von ausländischen Akteuren wie China oder Russland verbreitet, so der Vorwurf der EU.

10.6.2020 • 12:55 Uhr

Modellstudie zur Rolle von Kindern bei Infektionsgeschehen gestartet

In Düsseldorf soll mithilfe einer Studie untersucht werden, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Coronavirus spielen. Dafür werden mehr als 5000 Kinder und Mitarbeiter in Kitas getestet. Laut des nordrhein-westfälischen Familienministeriums handelt es sich um die bundesweit bisher umfangreichste Untersuchung dieser Art.

10.6.2020 • 12:33 Uhr

Österreich erlaubt Reisen in fast alle EU-Länder

Österreich wird vom 16. Juni an das Reisen in die meisten Länder Europas wieder erlauben. Dazu gehöre auch das besonders von der Corona-Pandemie betroffene Nachbarland Italien, sagte Außenminister Alexander Schallenberg. Die Zahlen der Corona-Infektionen in den insgesamt 31 Ländern, in die wieder ohne Einschränkung gereist werden darf, seien niedrig genug. Ausgenommen sind Schweden, Großbritannien, Portugal und zunächst auch Spanien. Für die besonders betroffene norditalienische Region Lombardei gilt weiterhin eine teilweise Reisewarnung.

Österreich selbst verzeichnet weiterhin sehr niedrige Infektionszahlen. Der Zuwachs binnen eines Tages habe zuletzt rund 0,2 Prozent betragen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Er warnte aber auch: "Wir sind noch nicht über den Berg."

10.6.2020 • 12:29 Uhr

Tausende Corona-Tote in Norditalien - Angehörige stellen Strafanzeige

Mehr als die Hälfte aller Toten, die in Italien am Coronavirus gestorben sind, stammen aus der Lombardei. Bis heute sind es mehr als 16.300. Viele Hinterbliebene sind wütend und erheben schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Mehr als 50.000 schlossen sich einer Gruppe an, die nun Strafanzeige stellte.

10.6.2020 • 12:22 Uhr

Schlechte Luft in Paris

Mit dem Ende der strengen Ausgangsbeschränkungen wird in Paris die Luft wieder schlechter. Im Zeitraum vom 11. bis 31. Mai habe die allmähliche Wiederaufnahme der Aktivitäten, insbesondere des Verkehrs, zu einem Anstieg der Stickoxid-Emissionen geführt, teilte Airparif, eine Agentur des Umweltministeriums zur Beobachtung der Luftqualität, mit. Die Werte lägen nun bei etwa 80 Prozent der vor der Ausgangsbeschränkungen gemessenen Schadstoffausstöße. Auf dem Stadtring Périphérique lägen sie sogar bei 90 Prozent. Ähnlich sei es beim Feinstaub. Auch die CO2-Emissionen haben demnach wieder deutlich zugenommen, mit einem Anstieg auf bis zu 80 Prozent des normalen Niveaus.

In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus am 11. Mai gelockert worden. Während der Beschränkungen hatte sich die Luftqualität im Pariser Ballungsraum deutlich verbessert.

10.6.2020 • 12:19 Uhr

Maas: Reisewarnung auch vor September immer wieder auf Prüfstand

Außenminister Heiko Maas will die heute verlängerte Reisewarnung für Länder außerhalb der EU schnell an veränderte Bedingungen anpassen. "Wir werden deshalb die Reisewarnung auch vor September immer wieder auf den Prüfstand stellen, immer mit der Sicherheit der Reisenden als zentralem Kriterium", sagte Maas. "Dort - und nur dort - wo das Gesamtpaket aus positiver Pandemieentwicklung, einem stabilen Gesundheitssystem, stimmigen Sicherheitsmaßnahmen für den Tourismus und verlässlichen Hin- und auch Rückreisemöglichkeiten das zulässt, können wir möglicherweise schon früher von einer Reisewarnung zu Reisehinweisen zurückkehren."

Unterschied zwischen Reisewarnung und Reisehinweis

Reisewarnung: Laut Auswärtigem Amt werden Reisewarnungen ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt (Teilreisewarnung). Deutsche, die in diesem Land oder dieser Region leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert. Für den Fall einer Reisewarnung können Urlauber in der Regel kostenfrei stornieren. Das gilt für Buchungen nach deutschem Recht. Für Buchungen bei einem ausländischen Anbieter kann dagegen das Recht des dortigen Landes gelten.

Reisehinweis: Die Reisehinweise des Auswärtigen Amts enthalten Informationen zu den für Reisende aktuell relevanten Besonderheiten eines Landes, den Einreisebestimmungen in fremde Länder, zu Zollvorschriften und strafrechtlichen Vorschriften und zu medizinischen Hinweisen - was während der Corona-Pandemie von besonderer Bedeutung ist. Mit seinen Reisehinweisen will das Auswärtige Amt Reisenden eine informierte Entscheidung ermöglichen. Je nach Einschätzung der Sicherheitslage können die Hinweise die Empfehlung enthalten, Reisen einzuschränken oder auf sie zu verzichten. Ein Anspruch auf kostenfreie Stornierung haben Urlauber in der Regel nicht. 

10.6.2020 • 12:08 Uhr

Keine Einreisekontrollen mehr an deutschen Außengrenzen

Spätestens ab kommenden Dienstag wird es an den deutschen Außengrenzen keine Einreisekontrollen mehr geben. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, die wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontrollen sollten bis Montag "allmählich ausschleichen". Wegen der Pandemie hatte Deutschland Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark eingeführt, die in den vergangenen Wochen schon zurückgefahren worden waren.

10.6.2020 • 11:59 Uhr

Hamburger Motorrad-Gottesdienst wird digital gefeiert

Der traditionelle Hamburger Motorrad-Gottesdienst "Mogo", der ursprünglich am 14. Juni am Hamburger Michel stattfinden sollte, wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Vorschriften für Großveranstaltungen digital gefeiert. Um 12 Uhr beginnt die Live-Sendung aus einem Studio, die unter anderem auf Youtube und Facebook übertragen wird, sagte "Mogo"-Pastor Lars Lemke.

Der Hamburger "Mogo" ist in normalen Zeiten der bundesweit größte Motorrad-Gottesdienst. In den Vorjahren endete er regelmäßig mit einem Corso in die Umgebung von Hamburg. In diesem Jahr werden nach dem Gottesdienst Biker-Videos und Fotos gezeigt, die in der Biker-Gemeinde gesammelt wurden.

10.6.2020 • 11:33 Uhr

Hessen will Abstandsregeln in Grundschulen kippen

Ab dem 22. Juni sollen in hessischen Grundschulen die Abstandsregeln wegfallen. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier an. Allerdings wird die Schulpflicht für Grundschüler bis zum Beginn der Sommerferien in dem Bundesland am 6. Juli ausgesetzt. Eltern können in dieser Zeit selbst entscheiden, ob sie ihr Kind in die Schule schicken oder es zu Hause unterrichtet werden soll.

Mit Beginn der Sommerferien sollen auch die Kitas in Hessen den Regelbetrieb wieder aufnehmen.

Als weitere Lockerungen dürfen sich bereits ab morgen wieder bis zu zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen. Bisher war das nur Angehörigen aus maximal zwei Haushalten erlaubt.

Ab kommender Woche können in Hessen wieder Schwimmbäder, Saunen und Badeseen genutzt werden, allerdings müssen Sicherheitsvorkehrungen wie der Mindestabstand eingehalten werden. Auch Sportwettkämpfe im Amateurbereich sind ab dann mit bis zu zehn Teilnehmern erlaubt.

10.6.2020 • 11:22 Uhr

Frankreichs Industrie verzeichnet immer größeres Minus

Im April ist die französische Industrieproduktion im Vergleich zum Vormonat nochmals um 20,1 Prozent zurückgegangen. Das teilte das Statistikamt des Landes mit. Bereits im März war die Produktion um 16,2 Prozent geschrumpft.

Am stärksten traf die Corona-Krise die Automobilindustrie. Hier gab es in der Produktion im April gegenüber März ein Minus von 88 Prozent.

10.6.2020 • 11:16 Uhr

Regierungschefs wollen EU für künftige Pandemien wappnen

Deutschland, Spanien, Frankreich, Polen, Dänemark und Belgien haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Vorschläge unterbreitet, wie sich die EU auf eventuell in der Zukunft drohende Pandemien vorbereiten sollte. Das auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnete Papier liegt der Deutschen Presseagentur vor.

Darin fordern die Regierungschefs, vergleichbare Daten der einzelnen EU-Staaten besser zu erfassen. Zudem sprechen sie sich für gezieltere Forschung aus, auch um Impfstoffe entwickeln zu können. Als weiteren Punkt schlagen die Länder vor, dass die EU-Staaten gemeinsam wichtige Ausrüstung wie Schutzkleidung beschaffen und bevorraten sollten.

10.6.2020 • 11:09 Uhr

Kabinett beschließt Reisewarnung für Nicht-EU-Staaten

Für mehr als 160 Länder außerhalb der EU gilt noch bis Ende August eine Reisewarnung. Das beschloss das Bundeskabinett in seiner heutigen Sitzung. Ausnahmen könnten für Länder ausgesprochen werden, in denen die Ausbreitung des Coronavirus ausreichend eingegrenzt werden könne. Neben den Infektionszahlen spielen auch die Testkapazitäten in den anderen Staaten oder die Möglichkeiten einer Rückreise nach Deutschland eine Rolle.

10.6.2020 • 11:00 Uhr

Indien meldet fast 10.000 weitere Corona-Fälle

Den indischen Behörden zufolge wurden binnen 24 Stunden landesweit fast 10.000 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Insgesamt haben sich damit bereits rund 276.600 Einwohner angesteckt. Am schwersten von der Pandemie betroffen sind die Staaten Maharashtra, Tamil Nadu und Neu Delhi.

Bislang kamen in Indien 7745 Menschen ums Leben, nachdem sie sich mit dem Virus infiziert hatten. In den vergangenen 24 Stunden gab es laut Behörden 274 Todesopfer.

10.6.2020 • 10:54 Uhr

Lufthansa-Piloten wollen teils auf Gehalt verzichten

Die Beschäftigten der Fluggesellschaft Lufthansa fürchten durch die Auswirkungen der Corona-Krise um ihre Arbeitsplätze. Darum haben die Piloten der Airline nochmals angeboten, auf bis zu 45 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, um so Jobs erhalten zu können.

Laut der Vereinigung Cockpit könnten so Kosten von rund 350 Millionen Euro eingespart werden. Im Gegenzug müsse die Lufthansa alles tun, um einen Stellenabbau zu vermeiden.

Der Chef der Airline, Carsten Spohr, schätzt, dass die Lufthansa Jahre brauchen wird, um sich von der Corona-Krise zu erholen. Die Bundesregierung stellte dem Unternehmen ein Rettungspaket über neun Milliarden Euro in Aussicht. Die EU knüpft daran aber den Verzicht der Lufthansa auf Start- und Landerechte in Frankfurt am Main und München.

Trotzdem stimmte der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft Anfang des Monats dem Kompromiss für die Milliardenhilfen zu. Nun müssen noch die Aktionäre zustimmen.

10.6.2020 • 10:44 Uhr

Klagen gegen Corona-Auflagen erst Sache der Verwaltungsgerichte

Das Bundesverfassungsgericht hat klar gestellt, dass grundsätzlich zunächst die Verwaltungsgerichte auch bereits wieder aufgehobene Corona-Verordnungen der Länder prüfen müssen. Das gelte auch, wenn die Einschränkungen bereits außer Kraft gesetzt seien.

Grundlage für den Beschluss war die Verfassungsbeschwerde von Klägern aus Bayern gegen das Ausgangsverbot, das in dem Bundesland bis zum 5. Mai gültig war. Die Kläger sahen dadurch ihre Grundrechte auf Handlungs- und Bewegungsfreiheit verletzt. Ihre Beschwerde hatten sie direkt in Karlsruhe und nicht erst bei den Instanzen Bayerns eingereicht. Dadurch hätten sie nicht den vollen Rechtsweg ausgeschöpft, entschied das Bundesverfassungsgericht Anfang Juni. Die Begründung wurde nun veröffentlicht.

10.6.2020 • 10:21 Uhr

"Von normalen Bedingungen sind wir weit entfernt"

Trotz der teilweisen Öffnung der Schulen, wird der Alltag für Eltern derzeit nicht viel leichter, wie Lucretia Gather berichtet. Denn noch dürfen Kinder oft nur an wenigen Tagen der Woche den Unterricht besuchen.

10.6.2020 • 10:05 Uhr

OECD sieht hohes Risiko für Wirtschaft bei zweiter Corona-Welle

Sollte es in Deutschland zu einer zweiten Welle an Corona-Infektionen und damit zu neuen Einschränkungen kommen, werde die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr nur um 1,7 Prozent wachsen können. Diese Prognose veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). "Eine zweite Welle würde die Vorteile einer frühen und gut organisierten Lockerung untergraben", so die Organisation.

Bleibt aber eine zweite Welle aus, rechnet die OECD in diesem Jahr mit einem Minus des Bruttoinlandsprodukts von 6,6 Prozent, dem 2021 ein Wachstum von 5,8 Prozent folgen soll.

10.6.2020 • 10:01 Uhr

Rund 8400 weitere Infektionen in Russland

Den russischen Gesundheitsbehörden sind in den vergangenen 24 Stunden knapp 8400 weitere Corona-Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Infektionen stieg damit landesweit auf rund 493.650. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 216 auf insgesamt 6358.

10.6.2020 • 09:49 Uhr

Bundeselternrat pocht auf Lehrerfortbildung in den Sommerferien

Der Vorsitzende des Bundeselternrates, Stephan Wassmuth, sprach sich in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" dafür aus, dass sich Lehrer in den Wochen der Sommerferien speziell mit dem Fokus auf Online-Unterricht fortbilden sollten.

Dies sei unumgänglich, um den Unterricht in der Schule durch "qualifizierten Fernunterricht zu ergänzen", so Wassmuth. Das biete nicht nur im Hinblick auf die Corona-Krise Vorteile. "Es gilt grundsätzlich, die Defizite der letzten Jahre aufzuarbeiten und moderne Unterrichtskonzepte umzusetzen."

10.6.2020 • 09:39 Uhr

Linksfraktion erwägt Bundestagswahl über mehrere Tage

Für den Fall, dass die Corona-Pandemie bis ins kommende Jahr andauert, schlägt die Bundestagsfraktion der Linkspartei vor, die 2021 anstehende Bundestagswahl über mehrere Tage auszuweiten. Es brauche neue Verfahren, um "eine demokratische Abstimmung auch bei neuen Infektionswellen für alle sicher zu gestalten", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Partei, Jan Korte, gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Bürger bei der Bundestagswahl nur per Brief abstimmen zu lassen, lehnt die Linkspartei hingegen ab. Das drohe dazu zu führen, dass einige Menschen ausgeschlossen würden und das sei "unbedingt zu vermeiden", so Korte weiter.

Auch die AfD stellt sich gegen eine reine Briefwahl. Stattdessen schlägt sie für das Szenario, dass auch die Bundestagswahl unter Sicherheitsvorkehrungen stattfinden muss, vor, dass größere Räume als Wahllokal gewählt werden und die Wahllokale zudem länger öffnen sollten.

10.6.2020 • 09:29 Uhr

SPD-Politikerin Hubig gegen Abstandsregeln im neuen Schuljahr

Mit dem neuen Schuljahr sollen Schulen in einen Regelbetrieb zurückkehren, sagt die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Dafür müssen aus ihrer Sicht auch die Abstandsregeln in der Schule wegfallen.

10.6.2020 • 09:21 Uhr

Starke Abnahme an Asylanträgen durch Einreisebeschränkungen in EU

Die strikten Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben in der EU zum stärksten Rückgang an Asylanträgen seit mehr als zehn Jahren gesorgt. Zu diesem Ergebnis kommt das Europäische Asylhilfsbüro.

Im Februar waren bei den EU-Staaten insgesamt noch mehr als 61.400 Anträge eingegangen. Nachdem die Einreisebeschränkungen in Kraft getreten waren, sank die Zahl im April auf rund 8700 Asylanträge. Mehrere EU-Länder setzten in der Corona-Krise die Registrierung solcher Anträge komplett aus.

Die meisten Anträge stellten im April Syrer, gefolgt von Afghanen, Venezolanern und Kolumbianern.

10.6.2020 • 09:14 Uhr

Visier als gute Alternative zur Maske?

Wer keine Maske tragen will, greift oftmals zu einem Visier als Schutz vor dem Coronavirus. Doch die sind nicht überall anerkannt und auch Virologen sehen bei der Plastikalternative Nachteile.

10.6.2020 • 08:44 Uhr

Hotels und Herbergen verzeichnen größtes Minus an Übernachtungen

Im April sind sogenannten Beherbergungsbetrieben der Tourismusbranche im Vergleich zum Vorjahresmonat fast 90 Prozent der Übernachtungen weggebrochen. Das ergaben Daten des Statistischen Bundesamtes. Das sei das größte Minus an Übernachtungen seit Beginn der Erhebung 1992.

Demnach seien in den Hotels, Pensionen und Herbergen nur 4,3 Millionen Übernachtungen gebucht worden: Davon entfielen eine halbe Million auf Gäste aus dem Ausland, was im Vergleichszeitraum einen Rückgang um 93,1 Prozent bedeutet. Auf inländische Gäste kamen 3,8 Millionen Übernachtungen - ein Minus von 88,5 Prozent gegenüber April 2019.

Seit Mitte März durften Hotels und Herbergen keine privat reisenden Gäste mehr aufnehmen, auch die Übernachtungen von Geschäftsreisenden wurden stark eingeschränkt.

10.6.2020 • 08:30 Uhr

Masken können schnell zum "Nährboden für Bakterien" werden

Prinzipiell kann ein Nasen-Mund-Schutz die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Doch bei falscher Anwendung droht der Schutz zum Risiko zu werden, warnte Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn.

"Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze", so Streeck.

Auch die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt das Tragen einer Maske, wenn der Mindestabstand zu anderen Menschen nicht eingehalten werden könne, etwa im Supermarkt. Wenn die Masken oft angefasst oder zeitweise nach unten ans Kinn und dann wieder über Mund und Nase gezogen würden, erhöhe sich sogar das Risiko einer Infektion. Zudem dürfe kein falsches Sicherheitsgefühl bei den Trägern entstehen und sie so veranlassen, sich weniger die Hände zu waschen oder nicht mehr auf den Mindestabstand zu achten.

10.6.2020 • 08:18 Uhr

Wie ernst nehmen die Deutschen die Maskenpflicht?

Im Einkaufsmarkt, im Shoppingcenter, in Bus und Bahn - eigentlich gilt hier derzeit: Ein Nasen-Mund-Schutz muss sein. Doch im "MOMA-Reporter" zeigt sich: Längst nehmen es nicht mehr alle so genau mit der Maskenpflicht.

10.6.2020 • 08:14 Uhr

Bericht: Autozulieferer Continental vor massiven Einsparungen

Infolge der wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Krise steht offenbar auch der Autozulieferer Continental vor umfassenden Sparmaßnahmen. Das Unternehmen werde "einige 100 Millionen Euro sparen müssen", zitierte die "Wirtschaftswoche" aus einem internen Video des Konzernchefs Elmar Degenhart.

Continental habe "keine andere Wahl, als variable wie fixe Kosten anzupassen", heißt es in dem Bericht weiter. Das Risiko, dass es Kündigungen geben werde, sei "sehr, sehr hoch".

10.6.2020 • 07:59 Uhr

Bremen: Stadtbürgerschaft fordert Lockerungen für Gastronomie

Alle Fraktionen der Bremischen Stadtbürgerschaft haben sich dafür ausgesprochen, dass Gastronomiebetriebe Außenbereiche länger öffnen dürfen. Die Landesregierung muss dem Beschluss zustimmen.

Derzeit dürfen Gastronomen Außenbereiche bis 22 Uhr öffnen. Die Stadtbürgerschaft spricht sich für Öffnungszeiten bis 23 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen bis 24 Uhr aus.

10.6.2020 • 07:52 Uhr

Schweizer Caritas befürchtet mehr Ausgrenzung durch wachsende Armut

Die Schweizer Caritas blickt mit Sorge auf eine mögliche wachsende Armut infolge der Corona-Pandemie. Dies könne dazu führen, dass Menschen in der Gesellschaft verstärkt ausgegrenzt werden. Auch die Ausländerfeindlichkeit drohe zuzunehmen.

"Die sozialen Folgen der Corona-Krise werden unsere Gesellschaft durchschütteln, vielleicht auch wachrütteln", schrieb der Direktor des Landesverbandes der Caritas, Hugo Fasel, in einem Gastbeitrag auf dem Portal kath.ch.

10.6.2020 • 07:46 Uhr

Welche Rolle spielen Kinder bei der Ausbreitung des Virus?

Internationale Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Frage, wie anfällig Kinder für eine Corona-Infektion sind und wie groß das Risiko ist, dass sie im Falle einer Erkrankung andere anstecken. Auch deutsche Institute beschäftigen sich mit der Rolle der Kinder bei der Pandemie - doch die Untersuchungen sind äußerst aufwendig.

10.6.2020 • 07:40 Uhr

Mehr als 200.000 Fälle in Peru

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Peru wurden in dem Land binnen 24 Stunden rund 4000 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen. Damit stieg die Zahl der Ansteckungen insgesamt auf mehr als 203.000 an. Bisher seien mehr als 5700 Menschen infolge einer Infektion gestorben.

In Peru gelten seit zwölf Wochen strikte Ausgangsbeschränkungen. Auch an den Stränden, die nun schrittweise für die Bevölkerung geöffnet werden, gelten weiterhin strenge Auflagen. Die Bürger dürfen nur allein und für maximal eine Stunde an den Strand. Es gilt eine Maskenpflicht.

10.6.2020 • 07:29 Uhr

US-Nationalgarde meldet Infektionen nach Einsatz bei Protesten

In mehreren Städten in den USA wurden die Nationalgarde eingesetzt, um eventuelle Ausschreitungen bei den Massenprotesten gegen Rassismus zu verhindern. Nun meldet die Reservistentruppe mehrere Corona-Fälle, ohne jedoch eine konkrete Zahl zu nennen. Die Ansteckungen dürften die Sorgen schüren, dass die landesweiten Proteste eine erneute starke Ausbreitung des Virus befördern könnten.

10.6.2020 • 07:23 Uhr

Medien: Ärzte in Nicaragua nach Kritik an Regierung entlassen

Mehrere Medien in Nicaragua berichteten übereinstimmend, dass mindestens fünf Ärzte entlassen wurden, nachdem sie den Umgang der autoritären Regierung mit der Corona-Pandemie kritisiert hatten.

Die Regionalvertretung des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte äußerte sich besorgt über die Berichte, ebenso über mutmaßliche Drohungen gegen einen Radiosender, der sich ebenfalls kritisch geäußert hatte.

Die offiziellen Zahlen der Regierung unter Präsident Daniel Ortega und seiner Ehefrau Rosario Murillo sind noch relativ gering: Bisher liegen sie bei insgesamt rund 1460 Infektionen und 55 Todesfällen.

Die Opposition und Aktivisten zweifeln diese Statistik an und vermuten mindestens 5000 Fälle in Nicaragua und mehr als 1100 Todesopfer.

10.6.2020 • 07:07 Uhr

Politische Lehren aus den Grenzkontrollen?

Nur noch wenige Tage, dann sollen alle Kontrollen an deutschen Grenzen enden. Dem soll heute auch das Kabinett zustimmen. Doch wie erfolgreich war die Maßnahme bislang? Und welche Nachteile bringen die Kontrollen mit sich? Michael Stempfle zieht Bilanz.

10.6.2020 • 07:01 Uhr

Australien will bis Juli coronafrei sein

Australien hofft, dass das Coronavirus bis Juli im eigenen Land verschwunden sein wird.

"Wir sind ziemlich auf Kurs", sagte der führende Virologe Bill Rawlinson. Das Land hatte sich als Ziel gesetzt, bis Juni oder Juli keine Fälle von Corona mehr zu registrieren. Am Montag hatte sich das benachbarte Neuseeland für corona-frei erklärt.

10.6.2020 • 06:58 Uhr

Studie: Folgen der Pandemie könnten Frieden bedrohen

Jedes Jahr veröffentlicht die Denkfabrik Institute for Economics and Peace (IEP) ihren Global Peace Index: Darin untersucht sie die Lage in mehr als 160 Ländern mit Blick auf Faktoren wie Krieg, Terrorismus und gewaltsame Ausschreitungen. In diesem Jahr berücksichtigte das Institut auch möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Das Ergebnis: Gerade die ökonomischen Folgen, die die Ausbreitung des Virus nach sich zieht, könnten für eh schon instabile Länder negative Konsequenzen nach sich ziehen. So könnten die Mittel für Entwicklungshilfe oder Friedensmissionen gekürzt werden. Konflikte in Staaten wie Afghanistan, Liberia oder dem Südsudan drohten sich zu verschärfen. Und in Ländern, die bereits mit Wirtschaftskrisen zu kämpfen hätten, erhöhe sich das Risiko von Unruhen und Ausschreitungen. Dazu zählt die Denkfabrik etwa Brasilien oder Argentinien.

Das friedlichste Land weltweit ist laut Index Island. Auf dem letzten Rang steht Afghanistan. Deutschland landet in diesem Jahr auf Platz 16 und klettert damit gegenüber 2019 um sechs Ränge nach oben. Das IEP begründet den Aufstieg mit weniger Waffenexporten, einer geringeren Zahl an Tötungsdelikten und weniger terroristischen Vorfällen.

10.6.2020 • 06:39 Uhr

RKI meldet 318 weitere bestätigte Corona-Fälle

Binnen 24 Stunden sind dem Robert Koch-Institut 318 weitere Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle infolge einer Ansteckung stieg um 18 auf insgesamt 8729 an.

Bundesweit gelten mittlerweile etwa 170.700 Menschen nach einer Infektion als genesen. In den vergangenen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter rund 500 weitere Erkrankte, die sich nun wieder erholt haben.

10.6.2020 • 06:20 Uhr

Brasilien meldet mehr als 32.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden

In Brasilien sind Behördenangaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden fast 32.100 weitere Corona-Infektionen bestätigt worden. Damit haben sich laut Johns-Hopkins-Universität mittlerweile mehr als 739.500 Menschen in dem Land mit dem Virus angesteckt.

Die Zahl der Todesfälle durch die Pandemie stieg um knapp 1270 Opfer auf insgesamt rund 38.400 an.

Auf Weisung des Obersten Gerichts des Landes will die brasilianische Regierung wieder alle Zahlen zu den Corona-Fällen veröffentlichen. Das Gesundheitsministerium gab in seiner Statistik im Internet wieder die Infektionen und Todesfälle der vergangenen 24 Stunden sowie die gesamten Fallzahlen seit dem Ausbruch der Pandemie an.

Ende der vergangenen Woche hatte die Regierung unter Präsident Jair Bolsonaro das Ministerium angewiesen, nur noch die Entwicklung des vergangenen Tages abzubilden. Medien sollten die Zahlen erst spät verbreiten. Zudem soll Bolsonaro das Ministerium angewiesen haben, dass die täglichen Todesfälle die Grenze von 1000 Fällen nicht überschreiten sollten.

Mehrere regionale Behörden hatten der Regierung daraufhin Manipulation vorgeworfen.