Schweizergardisten nehmen Position im Vatikan ein. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Drei Schweizer Gardisten verweigern Impfung ++

Stand: 03.10.2021 21:54 Uhr

Weil sie sich der Aufforderung des Papstes, sich impfen zu lassen, widersetzt haben, sind drei Schweizer Gardisten ausgeschieden. Das RKI meldet eine leicht gesunkene Inzidenz. Der Corona-Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Chipmangel verschärft Krise der Autobauer
  • RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht
  • Lufthansa will Impfpflicht für Flugpersonal
  • Amtsärzte beklagen Personalmangel in Gesundheitsämtern
  • Rumänien und Litauen sind Corona-Hochrisikogebiete
  • Strengere Maßnahmen in Teilen Neuseelands
3.10.2021 • 21:54 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit beenden wir den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

3.10.2021 • 21:44 Uhr

Drei Schweizer Gardisten nach Impfweigerung ausgeschieden

Drei Mitglieder der Schweizer Garde des Vatikan, die sich trotz einer Anordnung des Heiligen Stuhls nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten, sind in die Schweiz zurückgekehrt. Leutnant Urs Breitenmoser sagte der Nachrichtenagentur AP, die drei Gardisten seien freiwillig ausgeschieden. Sie seien gebeten worden, sich impfen zu lassen, "um ihre Gesundheit und die anderer zu schützen, die bei ihrem Dienst mit ihnen in Kontakt kommen". Sie hätten sich dagegen entschieden.

Breitenmoser teilte mit, drei weitere Gardisten seien derzeit vorübergehend vom Dienst suspendiert, bis sie geimpft seien. Papst Franziskus ist gegen das Coronavirus geimpft und hat mehrfach betont, dass die Impfung in der Pandemie uneigennützig und wichtig sei. Breitenmoser verwies darauf, dass der Vatikan im September angeordnet habe, dass der Kirchenstaat nur von geimpften oder getesteten Personen betreten werden darf. Das gelte auch für Touristen, die Sehenswürdigkeiten wie die Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle besichtigen möchten.

3.10.2021 • 18:39 Uhr

Frankreich meldet neun weitere Todesfälle

In Frankreich sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden neun Menschen infolge ihrer Infektion mit SARS-CoV2 gestorben. Nach offiziellen Angaben werden derzeit 1326 Menschen intensivmedizinisch behandelt.

3.10.2021 • 17:12 Uhr

Großbritannien: 30.439 Neuinfektionen, 43 Tote

In Großbritannien sind heute 30.439 Neuinfektionen gemeldet worden. 43 Personen starben infolge der Erkrankung an dem Coronavirus. Am Vortag waren es 30.301 Neuinfektionen und 121 Todesfälle gewesen.

3.10.2021 • 16:50 Uhr

Italien meldet 33 Corona-Tote

In Italien sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag 33 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Am Vortag waren es 25 gewesen. 2968 Menschen haben sich in Italien neu mit dem Coronavirus infiziert - nach 3312 am Vortag.

3.10.2021 • 16:07 Uhr

Chipmangel verschärft Krise in der Autoindustrie

Die Krise in der Automobilindustrie aufgrund des Mangels an Halbleitern und anderen Vorprodukten spitzt sich zu. "Wir gehen davon aus, dass zehn bis elf Millionen Fahrzeuge in diesem Jahr nicht gebaut werden können", sagte Albert Waas von der Beratungsgesellschaft Boston Consulting der "Welt am Sonntag". Die Krise führt offensichtlich auch dazu, dass Hersteller Autos teilweise nur mit einer reduzierten elektronischen Ausstattung ausliefern.

Für das kommende Jahr rechnet Boston Consulting nun global mit einem Minus von fünf Millionen Autos. "Der Chipmangel bremst die wirtschaftliche Erholung der Autoindustrie nach Corona ab", sagte Waas. Mit einer kurzfristigen Erholung ist demnach nicht zu rechnen. "Wir werden in Europa nicht mehr die Produktionszahlen erreichen, die wir vor der Krise hatten", sagte der Experte. Zwar gehe er nicht von einer Welle von Fabrikschließungen aus, weitere Verlagerungen nach Osteuropa und China erwarte er aber schon.

Auch nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC werden 2021 weltweit bis zu elf Millionen Autos weniger produziert und verkauft als im Vorjahr. Hintergrund sei vor allem der Mangel an Halbleitern, hinzu komme die Knappheit an Rohstoffen wie Stahl. "Die Probleme haben sich im dritten Quartal verschärft und werden bis weit in das nächste Jahr andauern", sagte der PwC-Autoexperte Felix Kuhnert dem "Spiegel".

Käuferinnen und Käufer von Mercedes-Autos werden wegen der Krise laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" teilweise auf von ihnen bestellte elektronische Ausrüstung verzichten müssen. Betroffen seien etwa die Multifunktionstelefonie oder das Einspiegeln von Navigationshinweisen in die Fahrzeugscheibe, hieß es unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher. Grund sei eine verringerte Leistung der eingebauten Zentralrechner. Spätere Nachrüstungen seien daher nicht möglich. Ansprüche auf eine Stornierung des Kaufvertrages sieht das Unternehmen aber dem Bericht zufolge gleichwohl nicht.

Auch BMW und Audi planen laut einem Bericht der "Automobilwoche", Fahrzeuge zumindest vorerst ohne bestimmte elektronische Extra-Ausstattungen an die Kundinnen und Kunden auszuliefern. Mal fehle die elektrische Heckklappe, mal sei die Lichtfunktion eingeschränkt, hieß es. Solche Fahrzeuge würden dann aber später auf Kosten des Herstellers nachgebessert. Generell ist dem Bericht zufolge bei Autokäufen mit langen Lieferzeiten zu rechnen. Wartezeiten von mehr als einem Jahr seien derzeit an der Tagesordnung.

3.10.2021 • 14:28 Uhr

BioNTech: Nächstes Jahr womöglich Impfstoff-Anpassung nötig

Die Corona-Impfstoffe müssen BioNTech-Chef Ugur Sahin zufolge 2022 womöglich an neuen Virusvarianten angepasst werden. Im laufenden Jahr sei dies unnötig, denn die Impfstoffe wirkten auch gegen die bisherigen Varianten, auch wenn diese ansteckender seien, sagt Sahin der "Financial Times". "Aber Mitte nächsten Jahres könnte die Situation schon anders aussehen", fügt er hinzu. Gegenwärtig schienen Auffrischungsimpfungen in der Lage zu sein, die Hauptvarianten zu bekämpfen.

Das Virus werde jedoch mit der Zeit weitere Mutationen entwickeln. Möglicherweise könnte eine neue Variante der durch den Impfstoff ausgelösten Immunantwort entgehen, so dass eine "maßgeschneiderte" Version erforderlich werden könnte, sagt Sahin. "Dieses Virus wird bleiben, und das Virus wird sich weiter anpassen."

3.10.2021 • 13:37 Uhr

Neue Beschränkungen in Teilen Neuseelands

Nach drei neuen Corona-Infektionsfällen gelten ab morgen in Teilen Neuseelands wieder strengere Beschränkungen. Die verschärften Regeln in den betroffenen Gebieten auf der Nordinsel gelten für mindestens fünf Tage. Unternehmen müssen auf kontaktlosen Handel umstellen. Bildungseinrichtungen müssen schließen, sofern sie wegen der Schulferien nicht ohnehin geschlossen sind.

Premierministerin Jacinda Ardern forderte die Bürgerinnen und Bürger ihres Landes auf, sich sobald wie möglich impfen zu lassen. Etwa 78 Prozent der berechtigten Bevölkerung haben ihre erste Impfdosis erhalten, aber erst 46 Prozent sind vollständig geimpft. Bei einer höheren Impfquote hätte man wahrscheinlich auf neuerliche Beschränkungen verzichten können, betonte Ardern.

Zugleich kündigte die Regierung an, dass alle ausländischen Staatsangehörigen vom 1. November an bei Einreise vollständig geimpft sein müssten. Ausnahmen gebe es unter anderem für Geflüchtete, sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins. Allerdings sind Neuseelands internationale Grenzen seit März 2020 geschlossen und nur vergleichsweise wenige Menschen können überhaupt ins Land.

Neuseeland gilt weltweit als ein Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus und verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Bislang wurden etwa 4000 Infektionsfälle bestätigt, 27 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

3.10.2021 • 11:38 Uhr

Russland: Höchstwert an Toten seit Pandemiebeginn

Die russischen Behörden haben innerhalb eines Tages 890 neue Todesfälle gemeldet, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Damit handelt es sich um den höchsten Tageswert, der seit Ausbruch der Pandemie gemessen wurde. Den Angaben zufolge kamen russlandweit 25.769 Corona-Neuinfektionen hinzu.

3.10.2021 • 10:58 Uhr

Berlin: Petition gegen Ende der Maskenpflicht in Grundschulen

Vor dem Ende der Maskenpflicht im Unterricht an Berliner Grundschulen haben mehr als 1000 Menschen eine Petition gegen die Neuregelung unterschrieben. "Die Maske ist im Vergleich zu möglichen Schäden durch eine Infektion nur ein kleines Übel. In der Schule sind unsere Kinder unter 12 durch nichts anderes geschützt", sagte Initiatorin Julia A. Noack der Deutschen Presse-Agentur.

Abstände seien quasi nicht einzuhalten, Dutzende Kinder säßen stundenlang gemeinsam in den Räumen. "Ohne Maske wird das eine Durchseuchung mit Ansage", kritisierte sie. In Berliner Schulen wird von diesem Montag an die Maskenpflicht für Kinder bis zur sechsten Klasse aufgehoben. Auch andere Bundesländer wie beispielsweise Bayern oder das Saarland gehen ähnliche Schritte - andere erwägen diese.

3.10.2021 • 10:54 Uhr

Weitere US-Airlines verpflichten Mitarbeiter zum Impfen

Unter dem Druck staatlicher Anforderungen verpflichten weitere US-Airlines ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Corona-Schutzimpfungen. Am Wochenende verfügten dies American Airlines, Alaska Airlines und Jet Blue, wie unter anderem die "New York Times" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Rundschreiben an die Beschäftigten berichteten.

US-Präsident Joe Biden verfügte, dass ab 8. Dezember nur noch Unternehmen mit geimpften Mitarbeitern staatliche Aufträge bekommen können. Mehrere Fluggesellschaften gehen davon aus, dass sie unter dieses Regel fallen.

United Airlines hatte schon zuvor Corona-Impfungen für alle Mitarbeiter vorgeschrieben. Mehr als 96 Prozent erfüllten die Vorgabe, knapp 600 Beschäftigte weigerten sich aber und sollten entlassen werden. Rund die Hälfte von ihnen lenkte danach doch noch ein, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf United berichtete.

3.10.2021 • 09:02 Uhr

Klopp zur Impfung: "Verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist"

Für Fußballtrainer Jürgen Klopp ist die Verweigerung einer Corona-Impfung wie Alkohol am Steuer. Die gesetzlichen Bestimmungen dagegen seien auch "nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier trinke und fahren will, es ist zum Schutz anderer Leute, weil ich betrunken bin, und wir akzeptieren das als ein Gesetz", sagte der Trainer des FC Liverpool.

Er habe sich nicht nur impfen lassen, um sich gegen das Virus abzusichern, sondern auch die Menschen um ihn herum, fügte Klopp hinzu. "Ich verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist. Wenn es so ist, dann ist das Verbot betrunken zu fahren auch eine Freiheitsbeschränkung", meinte er.

Im englischen Fußball gibt es eine Debatte um ungeimpfte Profis, weil angeblich immer noch eine größere Zahl von Spielern den Piks verweigert. Beim FC Liverpool seien 99 Prozent geimpft, versicherte Klopp. Dies sei eine "natürliche Entscheidung" des Teams gewesen, er habe niemanden überzeugen müssen.

3.10.2021 • 06:54 Uhr

Viele Kinder mit Atemwegsinfekten - "Nachholeffekte"

Auffallend viele Kinder machen seit einigen Wochen Atemwegsinfekte durch, die eigentlich erst in den Wintermonaten zu erwarten wären. Betroffen seien vor allem unter Sechsjährige, sagte Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, der Nachrichtenagentur dpa. Aufgrund von Kita-Schließungen und anderen Corona-Maßnahmen im vergangenen Winter und Frühjahr seien sie bisher nicht in Kontakt mit bestimmten Erregern gekommen. "Die Infekte werden jetzt nachgeholt."

"Wir haben etwas mehr kranke Kinder als sonst zu dieser Zeit und immer weniger Betten in den Kinderkrankenhäusern, weil Personal fehlt." Maske zufolge ist es schon jetzt sehr mühsam, junge Patienten stationär unterzubringen. Hintergrund sei auch, dass zu wenige Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger ausgebildet würden.

Das Robert Koch-Institut  berichtet von einem starken Anstieg der Krankenhaus-Einweisungen wegen Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Ein- bis Vierjährigen.

3.10.2021 • 04:44 Uhr

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 64,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 64,4 gelegen, vor einer Woche bei 61,4.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zudem binnen eines Tages 6164 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7774 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden neun Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,65 an. Der Vergleichswert der Vorwoche ist geringfügig niedriger. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

3.10.2021 • 03:07 Uhr

Millionenpreise in Impf-Lotterie in Australien

Unentschlossene Bewohner Australiens sollen jetzt mit Hilfe einer Millionen-Lotterie dazu bewegt werden, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Insgesamt 4,1 Millionen australische Dollar (rund 2,5 Millionen Euro) haben Firmen und Philantropen aufgebracht, um die Impfquote im Land auf über 80 Prozent zu bringen, berichteten Medien. Als Höchstpreis winkt ein Scheck über eine Million Dollar (rund 625 000 Euro), der Sieger soll am 5. November ausgelost werden. Den übrigen Teilnehmern winken in den kommenden Wochen 3100 Preise in Höhe von jeweils 1000 Dollar.

"Die Aktion zielt darauf, Menschen zu belohnen, die sich lieber jetzt impfen lassen als zu warten, so dass wir die kommunale Auswirkung der Covid-19-Pandemie senken können", sagte Craig Winkler, einer der Organisatoren der "Million Dollar Vax"-Lotterie. "Je schneller wir hohe Impfquoten erreichen, über 80 Prozent, desto schneller können wir sicher zum vollen Umfang von Geschäfts- und Gesellschaftsaktivität zurückkehren." Aktuell sind in Australien 54 Prozent aller Erwachsenen über 16 Jahren durchgeimpft.

3.10.2021 • 02:59 Uhr

Israels Regierung erhöht Druck auf zweifach Geimpfte

Wegen hoher Infektionszahlen erhöht Israels Regierung in der Corona-Krise den Druck auf zweifach geimpfte Personen: Ab heute gilt der sogenannte Grüne Pass, der den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtert, nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung. Danach müssen Betroffene eine dritte Spritze als Auffrischung erhalten. Auch wer positiv auf Corona getestet wurde, muss spätestens sechs Monate danach noch eine Impfung erhalten. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums könnten von der neuen Regelung mehr als eine Million Menschen betroffen sein.

Rund 61 Prozent der rund 9,4 Millionen Einwohner sind laut Gesundheitsministerium zweifach geimpft, rund 37 Prozent dreifach. Voraussetzung für die dritte Spritze ist, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Israel hat Ende Juli als erstes Land weltweit damit angefangen, dritte Impfungen zu vergeben. Hintergrund der Entscheidung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat.

3.10.2021 • 02:41 Uhr

Amtsärzte klagen über Personalmangel in Gesundheitsämtern

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, hat sich über anhaltende personelle Engpässe in der Corona-Krise in den Gesundheitsämtern beklagt. Es gebe nach wie vor Personalmangel, sagte Teichert den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "In den ersten drei Wellen hatten wir befristet Beschäftigte, die jetzt nicht mehr da sind." Zudem habe auch die Bundeswehr zeitweise ausgeholfen. "Aber es kann nicht sein, dass es nach wie vor keine Lösungskonzepte gibt und die Gesundheitsämter in der Pandemie jedes Mal die Bundeswehr rufen müssen, wenn es eng wird."

Zur Verbesserung der Kontaktnachverfolgung sprach sich Teichert zudem dafür aus, dass die Gesundheitsbehörden den Corona-Impfstatus von positiv getesteten Personen mitgeteilt bekommen. "Dann könnten sich die Behörden zunächst auf diejenigen konzentrieren, die ungeimpft sind. Sie sind ja bei den Ansteckungen eine größere Gefahr für andere. Ein solches Vorgehen würde den Ämtern die Nachverfolgung erheblich erleichtern."

3.10.2021 • 01:32 Uhr

Rumänien und Litauen sind Hochrisikogebiete

Die EU-Länder Rumänien und Litauen gelten von heute an als Corona-Hochrisikogebiete. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und von dort einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher ist Slowenien der einzige Mitgliedstaat der Europäischen Union, der vollständig als Hochrisikogebiet eingestuft ist.

Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste. Neben Rumänien und Litauen sind ab heute auch Belarus und El Salvador in Lateinamerika Hochrisikogebiete, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Gestrichen wird lediglich Mosambik in Südostafrika.

3.10.2021 • 00:04 Uhr

Lufthansa will Impfpflicht für Flugpersonal

Die Deutsche Lufthansa hat sich für eine Corona-Impfpflicht für Flugpersonal in Deutschland ausgesprochen. "Als weltweit operierende Airline befürworten wir eine verpflichtende Impfung für unsere Crews und brauchen darüber hinaus eine Möglichkeit zur Erfassung der Impfdaten", sagte Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser der "Bild am Sonntag". Als Begründung teilte die Lufthansa mit, dass mit Hongkong gerade das erste internationale Flugziel eine Impfung für Piloten und Flugbegleiter vorschreibe. Der Konzern rechne damit, dass Kanada und die USA bald ähnliche Regelungen erlassen werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Oktober 2021 um 06:00 Uhr.