Eine Ärztin befragt über eine Sprechanlage einen Patienten zu seinen Symptomen.  | picture alliance/dpa
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Liveblog zum Coronavirus Mehr als 100.000 Fälle in Deutschland

Stand: 05.04.2020 23:38 Uhr

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist weiter gestiegen - regional aber sehr unterschiedlich. Malta riegelt ein Flüchtlingslager ab. Der britische Premier musste ins Krankenhaus. Die Entwicklungen im Liveblog.

  • Johnson in Krankenhaus eingeliefert
  • Mehr als 100.000 Infektionen in Deutschland
  • Anstieg der Todesfälle in Frankreich schwächt sich ab
  • Polizei meldet einzelne Verstöße gegen Corona-Regeln
  • Bundesligen in finanzieller Not - Angst vor Saisonabbruch
  • Söder und Lindner wollen Steuern senken
5.4.2020 • 23:34 Uhr

Wir beenden den Liveblog für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

5.4.2020 • 23:12 Uhr

Johns Hopkins-Universität: Mehr als 100.000 Infektionen in Deutschland

Deutschland hat nach Angaben der amerikanischen Johns Hopkins-Universität jetzt mehr als 100.000 bekannte Corona-Infektionsfälle. Die Universität, die die Zahlen nach einer anderen Methodik als das Robert Koch-Institut erhebt, meldet um 22.52 Uhr, dass sich in Deutschland 100.009 Menschen infiziert haben. Die Zahl der Toten liege bei 1575 und die der Genesenen bei 28.700.

5.4.2020 • 22:31 Uhr

Britischer Premierminister im Krankenhaus

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Regierungssitz Downing Street mit. Johnson solle in der Klinik untersucht werden. Bei dem Schritt handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

Johnson hatte Ende März mitgeteilt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Er hatte sich daraufhin in häusliche Quarantäne zurückgezogen, aber auch am Freitag noch über Fieber geklagt.

5.4.2020 • 21:36 Uhr

Malta riegelt Flüchtlingslager ab

Malta hat ein Flüchtlingslager abgeriegelt, nachdem acht Migranten positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Rund 1000 afrikanische Flüchtlinge würden in dem Lager Hal Far für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die acht Infizierten würden isoliert.

5.4.2020 • 20:54 Uhr

Anstieg der Corona-Todesfälle in Frankreich schwächt sich ab

Frankreich hat am Sonntag den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit einer Woche registriert. 357 Krankenhauspatienten starben binnen 24 Stunden an Covid-19, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Gesamtzahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion erhöhte sich demnach auf 8076.

5.4.2020 • 20:44 Uhr

Johns Hopkins-Universität zählt fast 99.000 Infektionen in Deutschland

Die Zahl der Infizierten in Deutschland ist nach Angaben der Johns Hopkins-Universität auf 98.765 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle gab die US-Universität am Abend mit 1524 an.

Die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) liegen etwas darunter, was daran liegt, dass das RKI nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert. Laut RKI wurden in den vergangenen sieben Tagen - gemessen an der Einwohnerzahl - vor allem aus Landkreisen in Bayern und Baden-Württemberg viele neue Infektionen gemeldet. An der Spitze liegen die Landkreise Tirschenreuth und Wunsiedel.

5.4.2020 • 20:26 Uhr

Experten: Vergleich der weltweiten Infektionszahlen schwierig

Manche Länder, wie Deutschland, testen viel und auch Menschen, die keine Corona-Symptome haben. In anderen Ländern fließen nur die Erkrankten in die Statistik ein. Das macht einen direkten Vergleich der Infektionszahlen schwierig. Der Beitrag von Andreas Hilmers aus der tagesschau zeigt, wie problematisch die Interpretation der Zahlen ist.

5.4.2020 • 20:08 Uhr

Auch Norwegen schickt Medizinerteam nach Italien

Auch Norwegen beteiligt sich an der inzwischen massiv angelaufenen Hilfewelle für das vom Coronavirus gezeichnete Italien. Gesundheitsminister Bent Hoie kündigte an, dass sein Land ein medizinisches Team nach Italien in Marsch setzen werde. "Wir haben die Infektion in Norwegen unter Kontrolle", sagte Hoie. Es sei der richtige Moment, einem Land zu helfen, das vor riesigen Herausforderungen stehe. Das etwa 25-köpfige Team aus Ärzten und Helfern, alles Freiwillige, soll in der Lombardei zum Einsatz kommen. Einige von ihnen haben bereits Erfahrungen beim Kampf gegen Ebola in Afrika gesammelt.

5.4.2020 • 19:51 Uhr

Zahl der Todesopfer in der Türkei steigt auf 574

In der Türkei sind nach Angaben der Behörden binnen eines Tages 73 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 574. Die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen stieg auf etwa mehr als 27.000.

Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Bisher wurden in dem Land mit rund 83 Millionen Einwohnern rund 181.000 Tests durchgeführt.

5.4.2020 • 19:44 Uhr

FDP-Chef für Steuersenkungen und rasche Lockerung der Kontaktsperre

FDP-Chef Christian Lindner fordert als Konsequenz aus der Corona-Krise eine Senkung von Steuern und Sozialabgaben. "Wir müssen ermöglichen, dass die Menschen wieder Privatvorsorge aufbauen können, die sie jetzt teils auflösen mussten", sagte Lindner im Bericht aus Berlin. Und die Unternehmen müssten auch wieder Reserven bilden können. Zudem forderte Lindner, die Kontaktsperre bereits im April oder Mai wieder zu lockern.

5.4.2020 • 19:25 Uhr

IW-Chef Hüther für Corona-Bonds

Im Interview mit den tagesthemen spricht sich der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, klar für die Einführung von Corona-Bonds aus. Diese gemeinschaftliche Anleihen seien ein "Signal der Solidarität" mit den schwer von der Corona-Pandemie betroffene EU-Staaten wie Italien oder Spanien. Corona-Bonds seien nur für diese Situation geschaffen und keine "Dauerveranstaltung", so Hüther. er sprach von einem Volumen von 1000 Milliarden Euro. Die Bundesregierung lehnt Corona-Bonds bislang strikt ab.

5.4.2020 • 19:02 Uhr

Abkehr vom schwedischen Sonderweg?

Schweden hält noch am Sonderweg im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung fest: viele Empfehlungen, kaum Verbote. Schulen und Kitas sind offen, Restaurants, Läden oder Fitnessclubs ebenfalls. Doch die Zahl der Infizierten steigt, liegt aktuell bei knapp 7000, die der Toten bei etwa 400, das staatliche Gesundheitssystem ist an der Belastungsgrenze und immer mehr Experten verlangen schärfere Schutzmaßnahmen. Aus diesem Grund will die rot-grüne Minderheitsregierung Sondervollmachten für kurzfristig erlassene Beschränkungen der Versammlungsfreiheit, für Zwangschließungen von Geschäften oder Restaurants oder für Einschränkungen im Bus-, Bahn- oder Flugverkehr, berichtet ARD-Korrespondent Carsten Schmiester. Die Opposition im Parlament dürfte dem zustimmen, wenn sie ein Mitspracherecht bekommt und das könnte dann der Anfang vom Ende des entspannten "Schwedischen Weges" sein.

Sonntags in Stockholm: Das Leben geht trotz Corona relativ normal weiter.  | via REUTERS

In Stockholm geht das Leben geht trotz Corona relativ normal weiter. Bild: via REUTERS

5.4.2020 • 18:46 Uhr

Schwesig: "Kinder in Not im Blick behalten"

In Corona-Zeiten leben Familien auf engem Raum, sollen nicht mehr rausgehen, Schule und Kita sind geschlossen: Wegen der Situation wird mit einer Zunahme häuslicher Gewalt gerechnet. Vor allem Kinder müssen besser geschützt werden. Für sie gebe es einen Notplatz zur Betreuung, berichtete Ministerpräsidentin Schwesig aus Mecklenburg-Vorpommern. Bund und Länder sollten hier zu einer gemeinsamen Strategie kommen, sagte die SPD-Politikerin im Bericht aus Berlin. "Gerade die Kinder müssen weiter im Blick bleiben."

5.4.2020 • 18:31 Uhr

EU-Kommissare dringen auf Corona-Bonds

Der Druck von Seiten der EU-Kommission für die Einführung von Corona-Bonds wächst. Der französische Binnenmarktkommissar Thierry Breton und der italienische Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni forderten die Mitgliedstaaten in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagsausgabe) auf, einen steuerfinanzierten Fonds für langfristige Anleihen aufzulegen. Der Fonds, der die sogenannten Corona-Bonds ausgeben würde, soll demnach ausschließlich für den wirtschaftlichen Aufbau nach der Krise genutzt werden.

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie herrscht derzeit Streit in der EU. Italien, Frankreich, Spanien und mehrere weitere Länder wollen, dass die Euro-Staaten gemeinsame Anleihen herausgeben. Diese Corona-Bonds würden die Zinslast für hoch verschuldete Staaten wie Italien senken und sie vor Spekulanten schützen.  Deutschland, Österreich und die Niederlande lehnen dies kategorisch ab. Bundesfinanzminister Scholz stellte stattdessen eine Drei-Säulen-Strategie vor.

5.4.2020 • 18:24 Uhr

Italien meldet sinkende Zahl der Todesfälle

In Italien ist bereits den zweiten Tag in Folge die Zahl der an den Folgen des Coronavirus gestorbenen Menschen gesunken. Der Zivilschutz zählte 525 Todesopfer am Sonntag, nach 681 am Samstag. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten in Italien auf nunmehr 15.887, die aktuell höchste Zahl weltweit.

5.4.2020 • 18:11 Uhr

US-Nominierungsparteitag nur online?

Der führende US-Demokrat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei, Joe Biden, hat angesichts der Coronavirus-Pandemie einen "virtuellen" Nominierungsparteitag angeregt. Die Versammlung wurde bereits in den August verschoben. Biden sagte im Fernsehsender ABC, der Parteitag könne möglicherweise nur online abgehalten werden. "Wir sind vielleicht nicht in der Lage, 10, 20, 30.000 Leute an einem Ort zusammenzubringen», erklärte Biden.

5.4.2020 • 17:57 Uhr

Fast 600 neue Todesfälle in New York

Im US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden um 594 auf 4159 und die der bestätigten Infektionen um 8327 auf 122.000 gestiegen. Das teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit. Als positive Nachricht wertet er, dass drei Mal so viele Menschen aus den Krankenhäusern entlassen worden seien wie neu aufgenommen.

Pflegekräfte im Kampf gegen die Corona-Pandemie in New York. | REUTERS

Die Zahl der Toten in New York steigt weiter. Doch es gibt auch positive Signale. Bild: REUTERS

5.4.2020 • 17:35 Uhr

Ägypten verbietet Ramadan-Tafeln

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan. Ägypten untersagte Tafeln zum Fastenbrechen (Iftar), an denen arme Menschen während des Ramadan normalerweise kostenlos essen können. Stattdessen sollten Wohltätigkeitsorganisationen lieber Bargeld oder Lebensmittel spenden, teilte das für Moscheen zuständige Ministerium mit. Der Ramadan beginnt dieses Jahr am 23. April. Ägypten hatte wegen der Ausbreitung des Virus bereits eine nächtliche Ausgangssperre verhängt und Moscheen geschlossen. Bisher ist unklar, ob sie zum Ramadan wieder öffnen werden. In dem nordafrikanischen Land haben sich nach offiziellen Angaben bisher 1070 Menschen mit dem Virus infiziert, 71 starben daran.

5.4.2020 • 17:22 Uhr

Mehrheit hält Kontaktbeschränkungen ein - einzelne Verstöße

Frühlingshafte Temperaturen in ganz Deutschland machten es am Wochenende besonders schwer, die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie einzuhalten. Überwiegend hielten sich die Menschen jedoch an die Regeln, etwa in Bayern, wo Ministerpräsident Söder nochmal per Twitter appellierte.

Die Polizei in München registrierte nach eigenen Angaben zwischen Samstag- und Sonntagmorgen bei gut 9000 Kontrollen etwas mehr als 370 Verstöße. Bundesweit zog die Polizei trotz einzelner Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen insgesamt ein zufriedenes Fazit. An Nord- und Ostsee blieben die Strände ziemlich leer, wie die Polizei in den Küstenländern berichtete. Lediglich an den Landesgrenzen zu Hamburg habe die Polizei viele Ausflügler wieder nach Hause geschickt. In Düsseldorf lösten Ordnungsdienst und Polizei am Rhein eine Menschenmenge von rund 200 Personen auf. In Mecklenburg-Vorpommern wurden einige Grillpartys aufgelöst oder Menschen aus anderen Bundesländern nach Hause geschickt. In Berlin wurden knapp 2000 Menschen überprüft. In Hessen wurden Beamte beleidigt und angegriffen, als sie eine verbotene Zusammenkunft auflösten. Die Grünen warnten die Polizei angesichts der bundesweiten Kontrollen vor einem Überziehen der Maßnahmen.

5.4.2020 • 16:40 Uhr

Welches Virus? Belarus lehnt Maßnahmen gegen Corona ab

Während die Nachbarn von Belarus (Weißrussland) im Kampf gegen das Virus strenge Beschränkungen verhängt haben und Russland seine Grenzen geschlossen hat, begegnet die frühere Sowjetrepublik der globalen Krise mit einer Mischung aus Draufgängertum und Missachtung. Fabriken, Geschäfte und Restaurants sind geöffnet. Sportveranstaltungen finden vor vollen Zuschauertribünen statt. Der autoritär regierende Präsident Lukaschenko verspottete die weltweite Besorgnis über die Pandemie als "Massenpsychose".

5.4.2020 • 16:05 Uhr

Fast 5000 Corona-Tote in Großbritannien

Das Gesundheitsministerium in London teilt für Großbritannien einen Anstieg der Todesfälle um 621 auf 4934 mit und nennt die Zahl der bestätigten Infektionen mit 47.806. Notfalls werde die Regierung die Kontakt- und Ausgangssperren verschärfen, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock der BBC. Am Abend wendet sich Queen Elizabeth in einer vorab aufgezeichneten Fernsehansprache an die Briten. "Ich spreche zu Ihnen in einer zunehmend herausfordernden Zeit", heißt es laut vorab veröffentlichten Auszügen aus dem Redemanuskript der 93-jährigen Monarchin.

5.4.2020 • 15:49 Uhr

Einkaufen an Karfreitag und Ostern?

Angesichts der Corona-Krise haben einige Bundesländer die Bestimmungen zu den Ladenschlusszeiten gelockert. Insbesondere Lebensmittelgeschäfte dürfen dort am Karfreitag und an den Osterfeiertagen ausnahmsweise öffnen. In Rheinland-Pfalz dürfen bestimmte Geschäfte an beiden Ostertagen und Karfreitag öffnen, und zwar zwischen 12 und 18 Uhr, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Die Sonderregel gilt für den Verkauf von Lebensmitteln, Getränken, Sanitätsbedarf, Drogerieartikeln, Bau- und Gartenbau, Zeitungen und Tierbedarf. Auch im Saarland dürfen Supermärkte und Lebensmittelläden an den Osterfeiertagen einschließlich Karfreitag öffnen. In NRW dagegen müssen sämtliche Läden an Karfreitag, Ostersonntag und -montag geschlossen bleiben. In Bayern bleiben die Lebensmittelgeschäfte laut einem Bericht des "Münchner Merkur" an den Osterfeiertagen zu. In Baden-Württemberg bleiben Lebensmittelgeschäfte an Karfreitag und Ostersonntag entgegen erster Planungen nun doch geschlossen.

5.4.2020 • 15:30 Uhr

Ein Sonnen-Sonntag in Corona-Zeiten

Sonne, Wärme, Ausgangsbeschränkungene: An diesem strahlend schönen Frühlings-Sonntag machen die Menschen das Beste draus, wie hier in Brüssel und London.

Quatschen in Corona-Zeiten auf einer Parkbank in Brüssel | REUTERS

Quatschen in Corona-Zeiten auf einer Parkbank in Brüssel. Bild: REUTERS

Sonntagsruhe in Corona-Zeiten: Frauen vor einem Haus in London. | REUTERS

Chillen in Corona-Zeiten in London. Bild: REUTERS

5.4.2020 • 15:06 Uhr

Italien erwartet weitere "schwierige Monate"

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza stimmt seine Landsleute wegen der Coronakrise auf weitere "schwierige Monate" ein. "Unsere Aufgabe ist es, die Bedingungen zu schaffen, um mit dem Virus leben zu können", zumindest bis ein Impfstoff entwickelt sei, sagte er der Zeitung "La Repubblica". Es sei zu früh, um sagen zu können, wann die ab dem 9. März verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden können. Manche der Maßnahmen müssten wohl beibehalten werden. Die landesweite Ausgangssperre, die die Bewegungsfreiheit der Menschen strikt einschränkt und alle nicht wesentlichen wirtschaftlichen Aktivitäten lahmlegt, wird offiziell mindestens bis zum 13. April dauern. Aber es wird allgemein erwartet, dass sie verlängert wird. Eine Reportage aus dem Land lesen Sie hier:

5.4.2020 • 14:55 Uhr

Weltweit mehr als 65.000 Corona-Tote

Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 65.000 Menschen infolge der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg bis zum Mittag auf mehr als 1,2 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In Italien starben demnach 15.000 Corona-Infizierte, in Spanien 12.000 und in den USA 8500. Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten bislang in Spanien und Italien. In beiden Ländern starben rund 25,5 Menschen pro 100.000 Einwohner. In Deutschland waren es dagegen 1,7 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in China 0,24.

5.4.2020 • 14:45 Uhr

FDP-Chef Lindner: Fußball-Bundesliga hat keine Priorität

Für FDP-Chef Christian Lindner hat die Fußball-Bundesliga bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen keine Priorität. "Wir müssen sehr realistisch sein, dass Großveranstaltungen mit viel Publikum, egal ob es jetzt ein Konzert oder eine Bundesliga-Begegnung ist, erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein werden", sagte er im TV-Sender Sport1. Das öffentliche Leben werde stufenweise wieder möglich werden. "Zuerst Produktion, dann öffnen die Geschäfte wieder, die Restaurants, und dann irgendwann werden Großveranstaltungen und Bundesliga wieder möglich sein - realistischerweise aber nicht als erste Maßnahme", so der BVB-Fan.

5.4.2020 • 14:42 Uhr

Schalke: "Saisonabbruch wäre der Super-GAU"

Die Bundesliga fürchtet wegen der Corona-Krise mehr denn je um die Existenz ihrer Clubs. Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies schlug Alarm. Der "Welt am Sonntag" sagte er: "Ein Saisonabbruch wäre der Super-GAU." Auch deswegen versucht die Liga mit der Wiederaufnahme des Trainings in Kleinstgruppen einen Schritt zurück in die Normalität. Die DFL hat eine Taskforce eingesetzt. Sie soll einen verbindlichen Leitfaden entwickeln, der laut DFL-Boss Christian Seifert "im Detail klärt, unter welchen Bedingungen sich Hygiene und Prävention bei der Durchführung von Gruppentraining, Mannschaftstraining - und im Falle der Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch dort - bestmöglich gewährleisten lassen". Ausnahmeregelungen für den Fußball soll es nach Ansicht des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann aber nicht geben. "Wir wollen den Sport-Interessen gerecht werden", sagte er. "Aber es kann kein Sonderrecht allein für Fußballvereine geben. Alles, was auch Fußballvereine machen, muss sich in das Gesamtgeschehen der Bundesrepublik Deutschland vernünftig einfügen."

5.4.2020 • 13:39 Uhr

Ströbele droht Verfassungsklage bei Separierung alter Menschen an

Der langjährige Grünen-Bundestagsabgeordnete und Rechtsanwalt Hans-Christian Ströbele (80) kündigt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an, falls zur Bekämpfung der Corona-Krise ältere und chronisch kranke Menschen separiert würden. "Wenn sie die Alten und chronisch Kranken separieren, bin ich am nächsten Tag beim Bundesverfassungsgericht und klage", sagte er am Wochenende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ströbeles Parteifreund, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (47), hatte in der Tageszeitung "Die Welt" vorgeschlagen, Menschen, die über 65 Jahre alt sind, aus dem Alltag herauszunehmen.

Hans-Christian Ströbele | picture alliance/dpa

Hans-Christian Ströbele will sich mit juristischen Mitteln dagegen wehren, sollten Senioren separiert werden. Bild: picture alliance/dpa

5.4.2020 • 13:32 Uhr

Indonesien führt Maskenpflicht ein

In Indonesien müssen die Menschen nun Schutzmasken aus Stoff tragen, wenn sie ihre Häuser verlassen. Die Anordnung wird vom Gesundheitsministerium bekanntgemacht. Medizinische Schutzmasken sollen demnach dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. In den südostasiatischen Land ist die Zahl der festgestellten Infektionen zuletzt um 181 auf 2273 gestiegen und die Zahl der Todesfälle um sieben auf 198.

5.4.2020 • 13:23 Uhr

Wirtschaftsverbände fordern offene Grenzen für Warenverkehr

Angesichts von Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union wegen der Corona-Pandemie fordern Wirtschaftsverbände, den freien Warenverkehr sicherzustellen. "Um auch in der Corona-Krise eine breite Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aufrechtzuerhalten, ist es unerlässlich, die Grenzen innerhalb der Europäischen Union offenzuhalten", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Der Chef des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Holger Bingmann, betonte, es sei in den vergangenen Wochen deutlich geworden, "dass Grenzkontrollen und Einschränkungen der Personenfreizügigkeit Teil des Problems und nicht der Lösung sind". Sie verschärften vielmehr die Krise.

5.4.2020 • 12:38 Uhr

Fallzahlen steigen in Spanien deutlich langsamer

Die seit gut drei Wochen anhaltende Ausgangssperre im von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffenen Spanien zeigt offenbar Erfolge. Binnen der letzten 24 Stunden seien nur noch gut 6000 Neuinfektionen verzeichnet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf mehr als 130.000. Am Vortag waren in Spanien noch rund 7000 neue Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig wurden wieder fast 4000 an Covid-19 erkrankte Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Damit sind mehr als 38.000 Betroffene wieder gesund.

5.4.2020 • 12:00 Uhr

Iran will Corona-Vorschriften leicht lockern

Der Iran will nach Angaben von Präsident Hassan Rouhani die strengen Corona-Vorschriften im Land leicht lockern. Vom kommenden Samstag an sollen einige Geschäfte in den Provinzen unter besonders strengen hygienischen Auflagen wieder geöffnet werden, wie der Präsident bekanntgab. Für die Hauptstadt Teheran gilt diese Regelung erst eine Woche später - vom 18. April an. Allerdings bleiben Sporthallen, Stadien, Schwimmbäder und andere Orte, an denen es zu größeren Menschenansammlungen und damit einer höheren Ansteckungsgefahr kommen könnte, weiterhin geschlossen.

5.4.2020 • 10:54 Uhr

Sánchez ruft zu "rigoroser Solidarität" auf

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Partner der Europäischen Union "in einem kritischen Moment" zu "rigoroser Solidarität" aufgerufen. Um im Kampf gegen die Corona-Krise nicht als Union zu scheitern, müsse die EU "eine Kriegswirtschaft auf die Beine stellen", forderte der sozialistische Politiker in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenportal der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wie EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach auch Sánchez von "einem neuen Marshall-Plan".

5.4.2020 • 10:35 Uhr

Rumänien erlaubt Reisen von Erntehelfern ins Ausland

Rumänien erlaubt Saisonarbeitern trotz der Corona-Krise ausnahmsweise die Ausreise mit dem Flugzeug ins Ausland. Das teilte Rumäniens Innenminister Marcel Vela mit. Dies dürfte insbesondere die Situation deutscher Landwirte, vor allem von Spargelbauern, erleichtern, die dringend Erntehelfer benötigen. Diese kamen bisher zum großen Teil aus Rumänien. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich am Donnerstag geeinigt, 80.000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen, um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen.

5.4.2020 • 09:57 Uhr

Trudeau will mit Trump über US-Exportverbot für Schutzmasken reden

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat die USA zur Zusammenarbeit bei der Produktion bei Schutzmasken aufgerufen. Seine Regierung werde nicht mit Straf- oder Vergeltungsmaßnahmen auf das von US-Präsident Donald Trump erlassene Exportverbot für Schutzmasken reagieren, sagte Trudeau. "Wir wissen, dass es im Interesse beider Länder ist, zusammenzuarbeiten", sagte er. Trump hatte zuvor angekündigt, die USA brauchten N95-Schutzmasken selbst, er werde deren Verkauf ins Ausland deshalb stoppen. "Wir wollen nicht, dass andere Leute sie bekommen", sagte er.

5.4.2020 • 09:29 Uhr

Scholz will Unternehmen weiter steuerlich entlasten

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat wegen der Corona-Krise eine weitere Entlastung deutscher Unternehmen bei den Steuern angekündigt. Die Regierung arbeite gerade "an einem unbürokratischen Weg, dass Unternehmen in begrenztem Umfang ihre Verluste aus diesem Jahr schon mit dem Gewinn 2019 verrechnen können", sagte Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Eine solche Regelung würde die Firmen mit zusätzlicher Liquidität versorgen und ließe sich ohne Änderung der Steuergesetze bewerkstelligen."

5.4.2020 • 09:06 Uhr

Zweites Flüchtlingslager nahe Athen unter Corona-Quarantäne

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat der griechische Coronavirus-Krisenstab ein Flüchtlingslager nahe Athen für 14 Tage wegen einer Coronavirus-Infektion unter Quarantäne gestellt. Es handelt sich um das Camp von Malakasa rund 45 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt, wie der staatliche griechische Rundfunk (ERT) am Sonntagmorgen berichtete. Dort leben etwa 1800 Menschen. Demnach wurde ein 53 Jahre alter Afghane positiv auf das Virus getestet.

Eine Frau geht im Flüchtlingslager "Gerakini" an den Containern vorbei. In dem Camp nahe Athen leben etwa 1800 Menschen. | dpa

Im Camp "Gerakini" leben rund 1800 Flüchtlinge. Das Dorf Malakasa liegt in direkter Nachbarschaft zum Flüchtlingslager. Bild: dpa

5.4.2020 • 08:42 Uhr

Queen beschwört britische Selbstdisziplin

Königin Elizabeth II. (93) ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen. "Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind", wird die Queen am Sonntagabend in einer Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth sagen. Das geht aus Rede-Auszügen hervor, die vorab vom Buckingham-Palast veröffentlicht wurden. Die Ansprache gilt als Zeichen, dass die Regierung zunehmend über die rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 beunruhigt ist.

5.4.2020 • 08:34 Uhr

Kanzleramtschef Braun warnt vor Höhepunkt der Epidemie

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sieht den Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland noch nicht erreicht. "Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns", sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.). Die Aufgabe der Bundesregierung sei es, "uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten".

5.4.2020 • 08:30 Uhr

Kreuzfahrtschiff mit Corona-Patienten und Toten legt in Miami an

Das Kreuzfahrtschiff "Coral Princess" hat mit Corona-Patienten an Bord im Hafen von Miami angelegt. Wann die mehr als Tausend Passagiere und knapp 900 Crew-Mitglieder von Bord gehen dürfen war demnach zunächst noch unklar. Der Kreuzfahrtanbieter Princess Cruises hatte laut dem Sender CNN bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass zwölf Menschen an Bord - sieben Passagiere und fünf Crew-Mitglieder - positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Am Samstag habe das Unternehmen dann bekanntgemacht, dass zwei Passagiere gestorben seien.

Die "Coral Princess" mit 1020 Passagieren und 878 Besatzungsmitgliedern im Hafen von Miami. | AP

Die "Coral Princess" mit 1020 Passagieren und 878 Besatzungsmitgliedern im Hafen von Miami. Bild: AP

5.4.2020 • 08:00 Uhr

Weniger Neuinfektionen in Australien

In Australien deutet ein anhaltender Rückgang bei den Neuinfektionen auf eine Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung. Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg binnen 24 Stunden bis zum Sonntagmorgen um 181 auf 5635, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Damit liegt die Tagesinfektionsrate unter fünf Prozent, Mitte März lag sie noch rund fünf mal so hoch. Der Direktor für Gesundheitsschutz im Bundesstaat New South Wales, Jeremy McAnulty, sagte, es bestehe die Hoffnung, dass eine Abflachung der Kurve der Neuinfektionen begonnen habe. Die Zahl der Todesfälle durch die Atemwegserkrankung Covid-19 nahm um vier auf 34 zu.

5.4.2020 • 07:44 Uhr

5936 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der gemeldeten Infektionen in Deutschland ist dem Robert-Koch-Institut zufolge um 5936 auf 91.714 gestiegen und damit erneut um rund 100 weniger als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle sei um 184 auf 1342 gewachsen. Neben Bayern und Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichste Bundesländer ist vor allem Hamburg betroffen. Auf 1,83 Millionen Einwohner kommen 2945 Covid-19-Fälle.

5.4.2020 • 07:07 Uhr

BDI warnt vor Wirtschaftseinbruch

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet angesichts der Corona-Krise heftige Folgen für die deutsche und internationale Wirtschaft. "Für Deutschland muss im laufenden Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von drei bis sechs Prozent gerechnet werden", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang "Welt am Sonntag".

5.4.2020 • 06:56 Uhr

Lindner gegen Verfassungsänderung für Corona-Notfall-Bundestag

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner spricht sich strikt gegen eine Grundgesetzänderung für Corona-Notfallregelungen für den Bundestag aus. Dabei geht es um Überlegungen, die Möglichkeit für das Bilden eines Notparlaments oder für virtuelle Sitzungen des Bundestags zu schaffen. "Das Parlament muss gewiss digitaler werden, aber Krisen sind für Verfassungsänderungen kein guter Ratgeber", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. "Solche Vorschläge sollte man in ruhigeren Zeiten besprechen."

5.4.2020 • 06:56 Uhr

Maas ruft zur Einhaltung des Kontaktverbots über Ostern auf

Angesichts der weltweit dramatisch wachsenden Todeszahlen der Corona-Pandemie hat Bundesaußenminister Heiko Maas eindringlich dazu aufgerufen, das in Deutschland geltende Kontaktverbot einzuhalten. "Ein Blick über unsere Grenzen zeigt noch viel dramatischer als bei uns, wie tödlich der Corona-Virus ist", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Daraus müsse man Konsequenzen ziehen: "Wir müssen weiter alles tun, um eine zu schnelle Ausbreitung in Deutschland zu vermeiden. Das gilt leider auch für die Ostertage - so bitter das für viele Familien und Freundeskreise ist."

5.4.2020 • 06:56 Uhr

Deutsche Bahn in der Corona-Krise pünktlicher

Bei der Deutschen Bahn sind 82,4 Prozent aller Fernzüge im März pünktlich ans Ziel gekommen. Das waren 4,1 Prozentpunkte mehr als noch im März des Vorjahres und 3,1 Punkte mehr als im Februar, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Allerdings waren aufgrund der Corona-Krise die Fahrgastzahl und die Taktung der Züge deutlich niedriger als sonst. Ein wichtiger Grund für Verspätungen - das Aus- und Einsteigen der Reisenden an vollen Bahnsteigen - fiel damit weg.

5.4.2020 • 06:56 Uhr

Städtetag sieht Bundesregierung in der Pflicht

Das Präsidium des Deutschen Städtetages hat die Bundesregierung aufgefordert, in der Corona-Krise eine flächendeckende Versorgung mit medizinischen Geräten und Hilfsmitteln sicherzustellen. Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister äußerten ihre große Sorge über den anhaltenden Mangel an dringend benötigten Beatmungsgeräten, Schutzkleidung und Atemschutzmasken. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass diese im ganzen Land zur Verfügung stehen und sachgerecht verteilt werden.

5.4.2020 • 06:56 Uhr

CSU-Chef Söder macht sich für riesiges Konjunkturprogramm stark

Um die Wirtschaft nach der Virus-Krise anzukurbeln fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein riesiges Konjunkturprogramm und flächendeckende Steuersenkungen. "Wenn die erste Phase mit Soforthilfen und Bürgschaften überstanden ist, brauchen wir darüber hinaus ein vitales Konjunkturprogramm in ähnlicher Größenordnung", sagte Söder der "Bild am Sonntag". Seiner Einschätzung nach wird die deutsche Exportwirtschaft noch länger leiden, daher müsse die Inlandsnachfrage angeregt werden.

5.4.2020 • 06:56 Uhr

Von der Leyen fordert Marshall-Plan für Europa

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich angesichts der Corona-Krise für massive Investitionen in den EU-Haushalt ausgesprochen. "Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa", schreibt sie in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Der EU-Haushalt sei in allen Mitgliedsstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden. Der Marshall-Plan war ein milliardenschweres Hilfsprogramm der USA, mit dem das vom Zweiten Weltkrieg gezeichnete Westeuropa wieder auf die Beine kam.

5.4.2020 • 06:56 Uhr

Deutsche Banken bauen wegen Corona Tausende Filialen ab

Durch die Corona-Krise wird sich der Filialabbau bei deutschen Banken einem Medienbericht zufolge beschleunigen. "Corona-bedingt" dürften bis zum Jahr 2025 zusätzlich 3500 Filialen wegfallen, berichtet "Welt am Sonntag" vorab unter Berufung auf eine Studie der Beratung Investors Marketing. Die Anzahl der Kundenanlaufstellen werde damit insgesamt um 10.700 auf rund 16.000 fallen. "Die Krise zeigt mit Nachdruck, wie anfällig die stationären Geschäftsmodelle sind", sagt Oliver Mihm, Chef von Investors Marketing, dem Blatt. Institute würden feststellen, dass sie weniger Zweigstellen brauchen, als sie dachten.