Aufnahme von SARS-CoV-2 unter einem Elektronenmikroskop | via REUTERS
Liveblog

Corona-Blog zum Nachlesen Weltweit mehr als 30.000 Coronavirus-Tote

Stand: 28.03.2020 23:13 Uhr

Die Johns Hopkins Universität zählt weltweit 30.438 Coronavirus-Tote. Spanien will alle Unternehmen schließen, die "nicht lebenswichtig" sind. In Italien starben mehr als 10.000 Infizierte. Der Coronavirus-Blog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Spanien schließt "nicht lebenswichtige Unternehmen"
  • Mehr als 600.000 nachgewiesene Infektionen weltweit
  • Zahl der Toten in Italien überschreitet Marke von 10.000
  • Knapp 6300 neue Infektionen in Deutschland
  • Kanzleramtschef Braun: Maßnahmen bis mindestens 20. April
  • Luftwaffe holt Patienten aus Italien nach Deutschland
  • China hebt Isolation von Wuhan auf
23:13 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden hiermit den heutigen Liveblog.

22:38 Uhr

Unternehmen produzieren dringend benötigte Waren

Die Milliarden-Hilfen der Bundesregierung für Firmen in der Corona-Krise werden offenbar stark nachgefragt. Binnen weniger Tage seien mindestens 360.000 Anträge von Selbstständigen und Kleinunternehmen auf Soforthilfe eingegangen, wie eine Umfrage der "Bild"-Zeitung unter den Bundesländern ergab. Mehr als 138 Millionen Euro seien schon angewiesen. Unterdessen haben mehrere größere Unternehmen jetzt ihre Produktion umgestellt, auf dringend benötigte Waren wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel.

22:00 Uhr

Corona-Patienten aus Italien in NRW angekommen

Die Bundeswehr hat sechs schwerstkranke Covid-19-Patienten aus Norditalien nach Deutschland geflogen. Inzwischen bereitet sich die Bundeswehr auf weitere Transporte von Patienten vor.

21:52 Uhr

JP Morgan senkt Wirtschaftsprognose für USA deutlich

Die US-Investmentbank JPMorgan revidiert wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus ihre Wirtschaftsprognosen deutlich nach unten. Für das erste Quartal erwartet das Geldhaus, dass das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um zehn Prozent schrumpfen wird. Für das zweite Quartal rechnet das Finanzinstitut sogar mit einem BIP-Einbruch um 25 Prozent. Zuvor war die Bank von einem Rückgang um vier Prozent im ersten Quartal und einem Rückgang um 14 Prozent im zweiten Quartal ausgegangen.

21:48 Uhr

NRA klagt gegen Schließung von Waffenläden

Die Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. "Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen", heißt es in der Klageschrift.

21:48 Uhr

China lockert Isolation von Wuhan

Die Abschottung der chinesischen Stadt Wuhan, von der aus sich das Coronavirus um die ganze Welt verbreitete, wird von heute an etwas gelockert. Züge fahren wieder in die Stadt und Arbeiter kehren zurück, nachdem Wuhan zwei Monaten lang komplett abgeriegelt war.

Bis zum 8. April dürfen die Bürger die Stadt allerdings noch nicht verlassen. Die meisten Geschäfte bleiben geschlossen. Zudem gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. So müssen Zugreisende Masken tragen und sie müssen einen Gesundheitscode auf ihrem Handy installiert haben, wenn sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

21:40 Uhr

Italien will Geld an Familien verteilen

Die italienische Regierung will Familien helfen, die in finanziellen Nöten sind. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigt an, dass seine Regierung dafür 4,3 Milliarden Euro ausgeben wolle. Die Bürgermeister der Gemeinden sollten das Geld in Einkaufsgutscheine und Lebensmittelpakete investieren. Italien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereits ein 25 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht.

21:33 Uhr

Militär überwacht Ausgangssperre in Südafrika

In Südafrika gilt seit gestern eine dreiwöchige Ausgangssperre, deren Einhaltung von Polizei und Militär überwacht wird. Viele Bewohner, vor allem in armen Vierteln, verstoßen jedoch gegen die Auflagen.

Nach offiziellen Zahlen infizierten sich in Südafrika bislang mehr als 1000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, zwei Menschen starben.

21:29 Uhr

Juventus kürzt Spielern und Coach Gehälter

Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat sich wegen der Corona-Pandemie und dem massiven Einnahmeausfall mit Spielern und Trainer auf drastische finanzielle Einschnitte geeinigt. Man habe eine Übereinkunft erzielt, die Bezüge in einem Umfang zu kürzen, der den Gehältern für März, April, Mai und Juni entspreche, teilte der Club mit. Dies betreffe auch Trainer Maurizio Sarri und komme einer Einsparung im Umfang von 90 Millionen Euro gleich.

Sollten die Spiele der laufenden Saison wieder neu angesetzt werden, werde der Club von der Lage abhängige Erhöhungen vereinbaren. "Juventus möchte allen Spielern und dem Coach für ihr Verantwortungsbewusstsein in einer schwierigen Zeit danken", hieß es.

21:25 Uhr

Gouverneur weiß nichts von "Quarantäne" für New York

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar eine eine weitreichende Abriegelung von New York und anderen heftig von der Corona-Krise betroffenen Bundesstaaten. Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, "weil es ein Hotspot ist", sagte Trump.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, reagierte zurückhaltend auf Trumps Aussagen. "Ich habe nicht mit ihm über irgendeine Quarantäne gesprochen", sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet." Er wisse auch nicht, wie eine solche Regelung rechtlich durchgesetzt werden solle.

New York ist hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt. Am Samstag stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in New York, New Jersey und Connecticut zusammen auf mehr als 62 000 - das sind mehr als die Hälfte aller Fälle in den USA.

Neben New York ist New Orleans ein weiterer Brennpunkt der Corona-Epidemie in den USA.

20:23 Uhr

Bislang mehr als 160.000 deutsche Urlauber zurückgebracht

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte auf Twitter allen Beteiligten, die daran "unfassbar hart" gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: "Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten."

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. "Wir machen weiter", twitterte Maas. Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination.

20:07 Uhr

Johns Hopkins Universität: Weltweit mehr als 30.000 Corona-Tote

Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Johns Hopkins Universität in den USA registrierte heute 30.438 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 657.691 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115.500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81.990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10.023 - Das ist die höchste Zahl weltweit.

20:04 Uhr

Kontakbeschränkungen weitestgehend eingehalten

Die Deutschen müssen noch bis zum 20. April mit den Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie leben. Die meisten halten sich bisher an das Kontaktverbot.

20:01 Uhr

319 neue Covid-19-Tote in Frankreich

Die französischen Gesundheitsbehörden melden 319 Coronavirus-Tote innerhalb eines Tages. Insgesamt sind 2314 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Die aktuellen Zahlen würden den Behörden zufolge bisher nur die Toten aus den Krankenhäusern belegen - kommende Woche seien erst Daten aus den Alten- und Pflegeheimen verfügbar. Es wird mit einem Anstieg der Anzahl der Covid-19-Toten gerechnet.

Die Zahl der Infizierten stieg in Frankreich auf 37.575 - am Tag zuvor waren es laut Behörden 32.964.

19:52 Uhr

WHO: Mehr als 2500 Corona-Infizierte in afrikanischen Staaten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet 2650 Corona-Infektionen in Dutzenden afrikanischen Staaten. 49 Menschen sind nachweislich an dem Virus gestorben, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf Twitter mit.

19:27 Uhr

Spanien verschärft Maßnahmen

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Schließung aller "nicht lebenswichtigen" Unternehmen für zwei Wochen angeordnet. Dies teilte Regierungschef Pedro Sánchez in Madrid mit.

Ab Montag sollen alle Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

Allein seit gestern sind in Spanien 832 Covid-19-Patienten gestorben - das war der bisher höchste Anstieg überhaupt. Insgesamt meldeten die Behörden bislang knapp 5700 Virus-Tote. Die Zahl der Infizierten kletterte auf rund 72.000. Der Anstieg nimmt prozentual gesehen aber seit Tagen ab.

Die Regierung hatte zuletzt beschlossen, das ursprünglich für 15 Tage geplante Ausgehverbot bis zum 11. April zu verlängern.

19:18 Uhr

UEFA-Chef Ceferin: Neustart in Europa spätestens Ende Juni nötig

Spätestens Ende Juni muss der Spielbetrieb in den europäischen Fußball-Ligen nach Überzeugung von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wieder beginnen - sonst sei die Saison verloren. "Wir könnten Mitte Mai, Anfang Juni oder Ende Juni starten. Wenn wir nichts davon schaffen, bringen wir die Saison wahrscheinlich nicht zu Ende", sagte der 52 Jahre alte Slowene der italienischen Zeitung "La Repubblica".

Mit den Ligen fänden derzeit Gespräche über eine Anpassung des Spielkalenders statt, sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union. So könnte die laufende Saison "zu Beginn der kommenden" beendet werden. Dies hätte allerdings zur Folge, dass die nächste Speilzeit (2020/21) "ein bisschen später" beginnen könnte. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Die UEFA hatte die EM 2020 in das nächste Jahr verschoben, um den Ligen mehr Zeit zu verschaffen, den Spielbetrieb doch noch in dieser Saison wieder aufzunehmen. Mit Ausnahme der weißrussischen Liga ruht der Spielbetrieb in Europa aufgrund der weltweiten Pandemie.

18:52 Uhr

Vier weitere Notkliniken für New York

New York plant in der Corona-Krise vier weitere provisorische Notkliniken. Neben den bereits aufgebauten Krankenhäusern und einem am Montag erwarteten Lazarettschiff der US-Armee sollen Gebäude in den Stadtteilen Brooklyn, Queens, Staten Island und der Bronx umfunktioniert werden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

Zudem verkündete der 62-Jährige, dass die Zahl der Corona-Toten im Bundesstaat im Vergleich zum Vortag um 209 auf 728 gestiegen sei. Es gebe mehr als 52.000 nachgewiesene Infektionen. Lokalen Medien zufolge könnten die Kliniken in den kommenden Tagen punktuell erstmals an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen.

18:49 Uhr

Polizei will Rumänen mit Nationalhymne bei Laune halten

Zum Dank dafür, dass die meisten Rumänen sich an die Corona-Ausgangssperre halten, bekommen sie an den Wochenenden aus den Polizeiautos zwei Mal pro Tag ihre Nationalhymne zu hören. Das ordnete der Innenminister Marcel Vela an, wie rumänische Medien berichteten.

An Samstagen und Sonntagen soll die Hymne jeweils um 17 und um 21 Uhr aus den Lautsprechern der Polizeiwagen ertönen, die im ganzen Land auf den Straße patrouillieren. Diese Darbietungen sollen für die gesamte Dauer des Notstandes andauern.

18:39 Uhr

Altmaier erwartet von Managern Gehaltsverzicht

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Corona-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die konkrete Ausgestaltung werde im Einzelfall besprochen.

Der CDU-Politiker verwies auf einen ersten Präzedenzfall. "Wir haben gerade einen Kredit für ein großes Unternehmen der Reisebranche beschlossen und sind entsprechend verfahren." Dabei handelt es sich um den Reisekonzern TUI, wie das Unternehmen am Freitag selbst mitgeteilt hatte. Demnach müssen TUI-Chef Friedrich Joussen und seine Vorstandskollegen finanzielle Einbußen hinnehmen. Der Reiseveranstalter erhält 1,8 Milliarden Euro von der staatlichen Förderbank KfW.

18:30 Uhr

Mehr als 10.000 Corona-Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg auf 92.472 - 5974 mehr als am Vortag.

Gleichzeitig verlangsamte sich der Anstieg bei den Neuinfektionen weiter: Der Anstieg um 6,9 Prozent am Samstag war der schwächste seit dem Beginn der Pandemie in Italien vor mehr als einem Monat. In den Tagen zuvor lag die Infektionsrate bei 7,4 beziehungsweise 8,3 Prozent.

18:20 Uhr

Ägypten droht mit Strafen bei "Falschnachrichten"

Die Regierung in Ägypten hat allen mit hohen Strafen gedroht, die in sozialen Netzwerken "Falschnachrichten und Gerüchte" über die Ausbreitung des Coronavirus verbreiten. Verboten seien falsche Angaben zum Virus, die die öffentliche Ordnung stören oder in der Bevölkerung Panik auslösen könnten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es drohten Geldstrafen in Höhe von umgerechnet etwa 1140 Euro und bis zu einem Jahr Gefängnis. Bis zu fünf Jahre Haft drohten, wenn das Ansehen Ägyptens geschädigt oder das Vertrauen in dessen öffentliche Finanzen geschwächt würde.

Wegen eines kritischen Berichts über die Zahl der Coronavirus-Fälle im Land hatte die ägyptische Regierung einer Journalistin des "Guardian" vor einigen Tagen die Akkreditierung entzogen. Die britische Zeitung hatte Fachleute der Universität im kanadischen Toronto zitiert, nach deren Schätzungen es in Ägypten statt der gemeldeten 530 Infektionen tatsächlich bis zu 19.000 Fälle geben könnte.

18:16 Uhr

Türkei meldet 108 Todesfälle und rund 7400 Infektionen

In der Türkei ist die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um 16 auf 108 gestiegen. 1704 weitere Menschen seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Damit sei bei insgesamt 7402 Menschen das Virus nachgewiesen worden.

18:14 Uhr

Britischer Gesundheitsdienst: Weniger als 20.000 Tote wären "gutes Ergebnis"

Sollte Großbritannien insgesamt weniger als 20.000 Coronavirus-Todesfälle verzeichnen, würde sich das Land dem Chef des britischen Gesundheitsdienstes NHS, Stephen Powis, zufolge in der Krise gut schlagen. "Wenn es weniger als 20.000 Tote sind, wäre das ein gutes Ergebnis", sagte Powis auf die Frage von Journalisten, ob Großbritannien dieselbe Entwicklung nehmen könnte wie Italien oder Spanien. Dafür müssten sich aber alle an die Regeln zur sozialen Distanzierung halten, so Powis. Die NHS sei dabei, Operationssäle und Aufwachräume dahingehend umzuräumen, um Patienten in kritischem Zustand dort behandeln zu können. Er sei zuversichtlich, dass es genügend Kapazität gebe. Sie sei noch nicht erreicht.

Die Zahl der Toten stieg dem Gesundheitsministerium zufolge auf 1019. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000.

18:02 Uhr

Trump: Erwägen, New York "unter Quarantäne zu stellen"

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. "Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist", sagte Trump außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern.

Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Conneticut nachgedacht, sagte Trump.

Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. "Das wollen wir nicht", sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: "Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es."

17:57 Uhr

New York verlegt Vorwahlen

Der US-Bundesstaat New York verlegt seine Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen wegen der Corona-Krise. Statt am 28. April würden die Abstimmungen nun am 23. Juni stattfinden, sagte Gouverneur Cuomo am Samstag. Damit folgt New York einer Reihe weiterer Staaten, die ihre Wahlen angesichts der Pandemie bereits verschoben haben. Im Rennen der Demokraten liegt der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden vor Senator Bernie Sanders.

17:40 Uhr

Schärfere Bestimmungen in Italien

Italien hat die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen außerdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden.

Auch Personen, die keine Symptome für eine mögliche Covid-19-Erkrankung zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.

Italien ist das in Europa am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Viele Flugverbindungen sind schon eingestellt und einige Flughäfen bereits geschlossen worden.

17:32 Uhr

Lichtkunst am Matterhorn

Der Wintersportort Zermatt macht das Matterhorn zum Symbol der Hoffnung in schweren Zeiten: Lichtkünstler Gerry Hofstetter wirft abends für mehrere Stunden ein Licht auf das markante Wahrzeichen der Schweiz. Auf dem Felsmassiv erscheint zum Beispiel der Schriftzug "Hope"(Hoffnung), die Schweizer Flagge oder der Hashtag #stayhome.

Die Aktion soll bis 19. April laufen, wenn es die Wetterbedingungen zulassen. Die Webcams rund um das Matterhorn übertragen die Livebilder der Projektionen in hoher Qualität auf zermatt.ch/hope. Zermatt hat Betten für mehr als 13.000 Gäste und hätte zur Osterzeit mit ausgebuchten Quartieren gerechnet. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist aber auch dort der Tourismus vorerst eingestellt.

Auf den Berg Matterhorn wird vom Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter der Hashtag #hope (Hoffnung) projiziert. | dpa

Die Botschaften des Schweizer Lichtkünstlers Gerry Hofstetter sollen Hoffnung, Unterstützung und Solidarität an die Menschen im Alpenort Zermatt senden, die unter der globalen Corona-Pandemie leiden.  Bild: dpa

17:15 Uhr

FDP: Immune Menschen per App ausweisen

Die FDP im Bundestag hat vorgeschlagen, eine App zum freiwilligen Ausweisen von Menschen einzusetzen, die gegen das Coronavirus immunisiert sind. Intelligente Apps und Mobilfunkdaten könnten helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Fraktionsvize Frank Sitta dem "Handelsblatt". "Wesentlich wird dabei schon bald die Erfassung von bereits immunen Personen sein." Er hoffe, dass es nur noch eine Frage von Wochen sei, bis Antikörper-Tests massenhaft verfügbar sein werden. "Nachweislich immunisierte Personen könnten sich dann zum Beispiel auf ihrem Handy ausweisen, womit ihnen auch die Bewegungsfreiheit in sensibleren Gebieten gewährt werden könnte", sagte Sitta.

16:43 Uhr

Verbote werden überwiegend befolgt

Schönstes Frühlingswetter von der Ostsee bis zu den Alpen hat viele Menschen nach draußen gelockt - doch wegen der verhängten Restriktionen in der Corona-Krise verzichteten sie großteils auf ausgiebige Ausflüge. Die Polizei musste bei Kontrollen nur vereinzelt einschreiten, wie aus Polizeiberichten aus den Bundesländern hervorgeht. Ein Schwerpunkt der Kontrollen waren Grünanlagen.

In Berlin musste der beliebte Boxhagener Platz in Friedrichshain gesperrt werden. Dort hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 150 Personen aufgehalten. Lautsprecherdurchsagen mit der Aufforderung, den Platz zu verlassen, hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Außerdem fanden Berlin zwei Kundgebungen statt. Am Kottbusser Tor in Kreuzberg demonstrierten laut Beobachtern etwa 100 Menschen gegen "Mietenwahnsinn", die unhaltbaren Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern und die schlechte Bezahlung von medizinischem- und Pflegepersonal. Auf dem Rosa-Luxemburg-Platz beteiligten sich etwa 80 Menschen jeweils im Zwei-Meter-Sicherheitsabstand an einer "Hygienedemo für Verfassung, Grundrechte & transparente Gestaltung der neuen Wirtschaftsregeln durch die Menschen selbst" wie es hieß. Eine Polizeisprecherin sprach in beiden Fällen von versuchten "Spontandemos", die durch Polizeikräfte vor Ort unterbunden worden sein.

Ein Mann geht alleine auf der Seebrücke des Ostseebad Ahlbeck spazieren. | dpa

Grundsätzlich gilt in den meisten Bundesländern, dass man nur allein oder zu zweit unterwegs sein darf. Ausnahmen gelten für Familien und Bewohner einer gemeinsamen Wohnung. Bei Aufenthalten außerhalb der eigenen Wohnung ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einzuhalten. Bild: dpa

16:33 Uhr

Zwölf Tote in Wolfsburger Pflegeheim

Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einem Wolfsburger Pflegeheim sind inzwischen zwölf Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das gab der Krisenstab der Stadt bekannt. 72 Bewohner des Heims seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Am Freitag hatte die Stadt berichtet, dass acht Menschen im Alter von 76 bis 100 Jahren am Coronavirus gestorben seien.

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann äußerte sich bestürzt über die hohe Zahl der Todesfälle. Diese Tragödie zeige die zerstörerische Kraft, die das Virus entfalten könne. Sie führe deutlich vor Augen, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren geschützt werden müssten: "Auch vor dem Hintergrund der furchtbaren Ereignisse in Wolfsburg warne ich davor, vorschnell Debatten über eine Aufhebung der Kontaktverbote zu führen und falsche Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Krise zu wecken."

16:06 Uhr

Schutzmasken aus China kommen in Europa an

Ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken ist im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hieß es.

15:51 Uhr

Portugal will Migranten als Ansässige einstufen

Portugal will Migranten während der Krise als Ansässige ansehen. Voraussetzung seien Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen wie Asylanträge, teilen die Behörden mit. Damit solle sichergestellt werden, dass auch Migranten der Zugang zum Gesundheitssystem, Sozialleistungen, Bankkonten und Mietverträgen gewährleistet werden könne. Die Bestimmungen sollen ab Montag bis zunächst zum 1. Juli gelten. Im vergangenen Jahr erhielten laut Regierungsdaten von 580.000 im Land lebenden Immigranten 135.000 eine Aufenthaltsgenehmigung.

15:49 Uhr

Mexikos Präsident ruft zur Kontaktvermeidung auf

Nach wochenlangem Zögern rät nun auch die mexikanische Regierung den Bürgern, wegen der Corona-Krise soziale Kontakte zu vermeiden. "Wir wollen, dass sich jetzt alle zurückziehen, mit ihren Familien zu Hause sind, Distanz wahren und auf Hygiene achten", sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador in einer in der Nacht veröffentlichten Videobotschaft. Nicht unbedingt benötigte Angestellte im öffentlichen Dienst müssten bis auf weiteres nicht zur Arbeit erscheinen.

In den vergangenen Wochen hatten Kritiker dem Staatschef immer wieder vorgeworfen, die Pandemie nicht ernst genug zu nehmen. López Obrador reiste weiter durchs Land, schüttelte Hände, umarmte Anhänger und küsste Kinder. Am vergangenen Wochenende sagte er noch, wer es sich leisten könne, sollte weiterhin seine Familie zum Essen ausführen. Erst in dieser Woche wurden die Schulen in Mexiko geschlossen und Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten.

Bislang haben sich 717 Menschen in Mexiko nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Zwölf Patienten starben. Weil bislang kaum getestet wurde, dürfte die Dunkelziffer allerdings deutlich höher liegen.

15:43 Uhr

Mehr als 1000 Tote in Großbritannien

Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in Großbritannien am Samstag auf 1019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000.

15:41 Uhr

"Anstieg der Zahlen mit Vorsicht betrachten"

Der Anstieg der Fallzahlen sei noch kein Indiz, dass die Corona-Pandemie sich weiter ungebremst ausbreite, sagt Markus Grill vom Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Schließlich würde auch die Zahl der Tests erhöht. "Dann ist auch die Erwartung vorhanden, dass man auch deutlich mehr Infizierte findet."

15:13 Uhr

Keine Gaza-Grenzproteste am "Tag des Bodens"

Palästinenser im Gazastreifen wollen am diesjährigen "Tag des Bodens" keine Massenproteste an der Grenze zu Israel abhalten, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dies teilten die Veranstalter bisheriger Protestmärsche am Samstag mit. Stattdessen seien die Palästinenser an dem Protesttag am Montag dazu aufgerufen, Palästinenserflaggen zu schwenken und israelische Flaggen zu verbrennen. Der Verkehr solle mittags eine Stunde lang stillstehen. Sirenen sollten heulen. Es sei auch eine Pressekonferenz mit wenigen Teilnehmern geplant.

14:58 Uhr

TÜV-Frist wird verlängert

Um Autofahrer in der Corona-Krise zu entlasten, bekommen sie für die Erneuerung der TÜV-Plakette nach den Worten von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorübergehend mehr Zeit. Die Frist für die Überziehung sei von zwei auf vier Monate verlängert worden, sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

14:52 Uhr

Bundeswehr bereitet sich auf weitere Krankentransporte vor

Die Bundeswehr rüstet ihre Flotte für weitere Transporte von Covid-19-Patienten auf. Aktuell stünden ein A310 und ein A400M für medizinische Evakuierungen in Bereitschaft, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Jedes der Flugzeuge könne bis zu sechs Intensivpatienten aufnehmen. Zudem sollten ein weiterer A400M und eine C-160 Transall zu fliegenden Intensivstationen aufgerüstet werden. Darüber hinaus könne auch ein speziell ausgestatteter Hubschrauber des Typs CH-53 zum Einsatz kommen.

Am Nachmittag landete ein Medevac-Airbus der Bundeswehr mit sechs italienischen Covid-19-Patienten an Bord in Köln.

14:50 Uhr

Einkaufszentren und Parks in Moskau geschlossen

Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In Moskau sind alle Einkaufszentren, Restaurants und größeren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. In Bussen, U-Bahnen und auf den Straßen waren weniger Menschen unterwegs als sonst. Dennoch zog es bei frühlingshaftem Wetter viele an die frische Luft.

Die Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation in Russland, Melita Vujnovic, beklagte der Staatsagentur Tass zufolge, dass viele Menschen nicht wenigstens zwei Meter Abstand voneinander nehmen: "Ich bin gerade durch Moskau gefahren, und der Anblick schmerzt."

Im Kampf gegen das Virus werden die Russen ab Montag in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Außerdem gibt es keine Flüge und Zugverbindungen mehr ins Ausland.

14:38 Uhr

Wirtschaft ruft nach schnellerer Hilfe

Handwerk, Reisebranche und Familienunternehmen beklagen in der Corona-Krise mangelnde Unterstützung und eine Förderlücke.

14:31 Uhr

Polen will Briefwahl ermöglichen

Um die Präsidentschaftswahl am 10. Mai abhalten zu können, will Polen Älteren und Menschen in Quarantäne die Briefwahl ermöglichen. Das Parlament, in dem die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die Mehrheit hat, beschloss eine entsprechende Änderung des Wahlgesetzes. Demnach dürfen Wähler, die über 60 sind, unter Quarantäne stehen oder sich freiwillig in häuslicher Isolation befinden, per Brief wählen.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der einflussreiche PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski hatten zuvor erklärt, sie sähen keinen Anlass für eine Verschiebung der Wahl. Der liberale Ex-Regierungschef Donald Tusk und aktuelle Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP), sagte hingegen in einem Interview, "nur ein Narr oder Krimineller" würde die Wahl trotz der Corona-Krise stattfinden lassen. Auch die Opposition kritisierte das Vorhaben scharf.

14:26 Uhr

Albanien verschärft Ausgangsbeschränkungen

Die albanische Regierung hat die Ausgangbeschränkungen verschärft. Sie teilte mit, dass Personen eine Erlaubnis beantragen müssten, um für notwendige Erledigungen nach draußen zu gehen. Personen könnten einen Antrag im Internet über e-albania.al oder per SMS stellen, teilte Ministerpräsident Edi Rama mit. Nur eine Person pro Familie dürfe rausgehen. Die einzigen Geschäfte, die offen haben, sind Lebensmittelgeschäfte oder solche, die Medikamente und andere Grundbedarfsgüter verkaufen.

In Albanien dürfen Menschen von Montag bis Samstag nur zwischen 5.00 Uhr morgens und 13.00 Uhr ausgehen. Ab Samstag um 13.00 Uhr bis Montag um 5.00 Uhr sind keine Bewegung draußen oder geschäftliche Aktivitäten erlaubt. Polizei und Militärkräfte sollten in den Straßen patrouillieren.

14:19 Uhr

Mehr als 600.000 nachgewiesene Infektionen

Weltweit haben sich mehr als 600.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Samstagmittag bezifferte die Johns-Hopkins-Universität die Zahl dieser Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder mit der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gibt in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind rund 105.000 Infektionen nachgewiesen worden, in China etwa 82.000.

13:33 Uhr

Mehr als 13.000 Menschen in der Schweiz infiziert

In der Schweiz ist die Zahl der Corona-Fälle auf mehr als 13.200 angestiegen, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Gestern waren der Behörde noch rund 12.160 Infektionen gemeldet gewesen.

Zudem seien in dem Zeitraum 38 Menschen infolge einer Ansteckung gestorben. Damit verzeichnet die Schweiz nun 235 Todesopfer durch die Corona-Pandemie.

13:29 Uhr

Johannesburg: Gummigeschosse auf Menschenmenge

In Yeoville, einem Viertel in der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg, haben Polizisten mit Gummigeschossen auf Einwohner gefeuert, die dicht gedrängt vor einem Geschäft gewartet haben.

In Johannesburg gilt derzeit eine Ausgangssperre. Einkaufen ist erlaubt, doch die Menschen sollen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zueinander wahren.

Im Viertel Yeoville in Johannesburg zielt ein Polizist mit einer Waffe auf eine Menschenschlange, die sich trotz Ausgangssperre vor einem Geschäft gebildet hat. | AFP

In Johannesburg greift die Polizei teils hart durch, um die Sicherheitsmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie durchzusetzen. Bild: AFP

13:21 Uhr

Papst warnt vor Armut durch Corona-Krise

Papst Franziskus hat Sorge über eine zunehmende Armut durch die Corona-Krise geäußert. Inzwischen sehe man "Menschen, die Hunger leiden, weil sie nicht arbeiten können, weil sie keine feste Arbeit haben", sagte er bei einer Messe in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta im Vatikan. Manche Familien bekämen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie "allmählich am eigenen Leib zu spüren."

13:19 Uhr

Sportliche Kreativität während der Ausgangsbeschränkungen

Fußballstars werden während der Zeit zu Hause erfinderisch - und liefern beispielsweise Tipps für das heimische Sportprogramm, wie Philipp Hofmeister berichtet.

13:09 Uhr

Auch Berlin nimmt Patienten aus Frankreich auf

Noch heute sollen sechs schwerkranke Corona-Patienten per Flugzeug aus Straßburg nach Berlin gebracht werden, um dort in der Charité behandelt zu werden. Das kündigte eine Sprecherin des Berliner Senats an.

13:05 Uhr

"Bild": Bereits mehr als 360.000 Anträge auf Soforthilfen

Wie die "Bild" unter Berufung auf eine eigene in den Bundesländern durchgeführte Umfrage berichtet, haben Selbstständige und Kleinstunternehmen bundesweit bereits mehr als 360.000 Anträge auf Soforthilfen des Bundes gestellt. Rund 138,5 Millionen Euro seien bislang zur Auszahlung angewiesen worden.

12:49 Uhr

Das "europäische Haus" droht sein Fundament zu verlieren

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat in einem Interview mit der Zeitung "Il Sore 24 Ore" davor gewarnt, dass die Corona-Pandemie langfristig dramatische Folgen für die EU mit sich bringen könnte. Die "gesamte europäische Struktur" könne ihre "Existenzberechtigung verlieren", wenn die EU jetzt Fehlentscheidungen treffe.

Conte spielte vor allem auf die wirtschaftlichen Einbußen durch die Krise an und forderte dafür einen Wiederuafbauplan für die EU. Sie müsse sofortige Maßnahmen ergreifen, damit die kommenden Generationen nicht die "immensen Kosten einer zerstörten Wirtschaft" tragen müssten.

"Wenn sich Europa dieser beispiellosen Herausforderung nicht stellt, besteht die Gefahr, dass das gesamte europäische Haus vor den Augen unserer eigenen Bürger sein Fundament verliert", so Conte weiter.

Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, spricht bei einer Pressekonferenz im Palazzo Chigi über die Corona-Krise.  | dpa

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte sieht die EU durch die langfristigen Folgen der Corona-Krise existenziell bedroht. Bild: dpa

12:36 Uhr

Rückholaktion aus Australien kann wohl stattfinden

Die Rückholung von Passagieren des Kreuzfahrtschiffes "Artania" aus Australien kann nun wohl doch wie geplant stattfinden. Am Morgen hatten örtliche Medien berichtet, durch einen hohen Anstieg von Infektionen unter den Reisenden drohten sich die Flüge zu verzögern.

An Bord der "Artania" befanden sich rund 800 nicht-australische Passagiere, darunter auch Deutsche. Sie sollen von Perth aus mit Charterflugzeugen nach Deutschland gebracht werden.

Am Morgen hieß es Medien zufolge, die Zahl der Infizierten unter diesen Reisenden sei seit gestern Abend von neun auf etwa 70 gestiegen. Nach staatlichen Behördenangaben wurde nun aber festgestellt, dass nur 46 Personen auf das Virus getestet werden müssen, darunter 30 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder.

Die symptomfreien Passagiere sollen nun ausgeflogen werden.

12:28 Uhr

Imperial College rechnet mit Hunderttausenden Toten in Südasien und Afrika

Das Londoner Imperial College geht davon aus, dass in diesem Jahr etwa 800.000 Menschen in Südasien und Subsahara-Afrika durch die Coronavirus-Pandemie ums Leben kommen könnten - und das bei frühzeitigem Handeln mit vielen Tests, konsequenter Isolierung, sozialer Distanz und guter Behandlung der Infizierten.

Fehlen solche Schritte gegen die Ausbreitung des Virus könnte die Zahl der Toten in denn Regionen auf vier Millionen anwachsen, schätzen die Experten.

12:22 Uhr

Strafprozesse können für Monate unterbrochen werden

Strafgerichtliche Hauptprozesse können während der Corona-Krise ab sofort für längere Zeit unterbrochen werden. Das teilte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht mit. Der Bundestag habe den entsprechenden Regelungen bereits zugestimmt.

Sollte befürchtet werden, dass in den Verhandlungen die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus nicht eingehalten werden können, kann ein Prozess nun für maximal drei Monate und zehn Tage unterbrochen werden.

Bislang dürfen Hauptverhandlungen nur für drei Wochen ausgesetzt werden oder - wenn sie länger als zehn Verhandlungstage angedauert haben - für maximal einen Monat.

Lambrecht kündigte in "in kürzester Zeit" Lösungen an, damit Prozesse nicht platzen und von neuem beginnen müssten.

12:15 Uhr

In Afghanistan tritt Ausgangssperre in Kraft

Bislang ist die offizielle Zahl der Infektionen in Afghanistan mit etwa 100 Fällen noch recht gering - doch die Sorge vor einer weitaus höheren Dunkelziffer wächst. Daher gilt ab heute eine dreiwöchige Ausgangssperre.

12:07 Uhr

EU-Kommissar: Maßnahmen nicht wegen Wirtschaft lockern

EU-Katastrophenschutzkommissar Janez Lenarcic hat an die EU-Staaten appelliert, die angeordneten Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht aufgrund wirtschaftlicher Aspekte zu lockern. Gesundheit und Menschenleben sollten "unsere wichtigste Priorität sein", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Der aus Slowenien stammende EU-Politiker forderte: "Die wirtschaftlichen Folgen sollten wir nicht dadurch mildern, dass wir bei den Schutzmaßnahmen laxer werden, sondern durch wirtschaftliche Gegenmaßnahmen - und wirtschaftliche und finanzielle Solidarität zwischen den Staaten."

12:01 Uhr

Erster Todesfall in MV

Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Patient infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium mit.

12:00 Uhr

Türkei schränkt Verkehr deutlich ein

Der Zugverkehr in der Türkei wird nach Angaben der Eisenbahnbehörde im Laufe des Tages zwischen den Städten eingestellt. Auch inländische Flugverbindungen werden reduziert. Wie Bilal Eksi, der Chef von Turkish Airlines, twitterte sollen ab Mitternacht nur noch die Flughäfen großer Städte angesteuert werden.

11:52 Uhr

Indien befürchtet zahlreiche Ansteckungen durch Kontakt mit Guru

Im nordindischen Bundesstaat Punjab sind 15 Dörfer unter strenge Quarantäne gestellt worden. Die dortigen Behörden fürchten, dass sich viele der Bewohner bei einem Guru angesteckt haben könnten, der in den Orten gepredigt hatte. Die zuständige Bezirksverwaltung geht davon aus, dass sich bis zu 20.000 Menschen in den Dörfern aufhalten.

In Indien gilt bereits eine 21-tägige Ausgangssperre. Für die betroffenen Dörfer gelten aber nun wesentlich striktere Auflagen. Die Menschen dürfen nicht einmal zum Einkaufen das Haus verlassen. Behörden organisieren die Versorgung mit Lebensmitteln.

Insgesamt seien bereits 19 der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden, das Ergebnis von 200 weiteren Tests stehe noch aus, hieß es von den Behörden weiter.

11:46 Uhr

Deutscher Tourist auf Zypern gestorben

Ein 67-Jähriger deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen.

Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion gestorben.

11:44 Uhr

Spanien setzt Militär zum Transport der Todesopfer ein

In Spanien soll das Militär helfen, die Leichen der Corona-Todesopfer zu transportieren. Gleiche Maßnahmen hatte zuvor auch schon Italien angeordnet.

Die Mitglieder des Militärs könnten während der Dauer des Notzustandes zur Unterstützung eingesetzt werden, hieß es im Amtsblatt des spanischen Gesundheitsministeriums. Der gilt vorerst bis zum 11. April.

Laut der Behörde sind landesweit fast 5700 Menschen durch das Coronavirus ums Leben gekommen. Die Bestattungsinstitute sind komplett überlastet.

Nach Italien ist Spanien das am schwersten von der Pandemie betroffene EU-Land. Seit gestern stieg die Zahl der Infizierten von knapp 64.000 auf mehr als 72.200 an.

11:33 Uhr

EU wirbt für transparente Informationen

In einem Telefonat mit dem US-Außenminister Mike Pompeo hat der EU-Außenbeauftragte Joseph Borrell für Zusammenarbeit in der Corona-Krise und für den Kampf gegen Falschnachrichten über das Virus geworben. Das teilte ein Sprecher Borrells mit. Die Sorge vor falschen Informationen nehme zu, daher sei es umso wichtiger, transparent und akkurat zu informieren.

11:28 Uhr

Hilfe mit Hintergedanken?

Russland unterstützt Italien im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit Hilfsgütern. Doch die Lieferungen könnten nicht ganz uneigennützig sein, wie Jo Angerer berichtet.

11:19 Uhr

Irland hofft auf mildere Beschränkungen in zwei Wochen

Irlands Gesundheitsminister Simon Harris hat in Aussicht gestellt, die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus ab dem 12. April zumindest etwas zu lockern. Voraussetzung sei, dass die Zahl der Infektionen abnehme, sagte er in einem Interview mit dem Sender RTE.

Allerdings betonte Harris, das Land werde dann noch lange nicht soweit sein, in den Normalzustand zurückzukehren.

11:12 Uhr

Medien: Rückholflug aus Australien steht offenbar auf der Kippe

An diesem Wochenende sollten eigentlich Hunderte Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Artania" aus Australien nach Deutschland ausgeflogen werden. Doch die Rückholaktion könnte sich australischen Medien zufolge verzögern.

Der Grund: Die Zahl der Infektionen unter den Passagieren sei stark angestiegen - von neun auf mehr als 70 Fälle.

Ursprünglich sollten drei Charterflüge die 800 nicht aus Australien stammenden Reisenden von Perth nach Deutschland fliegen. Den Berichten zufolge erwägt nun die Regierung des Bundesstaates Western Australia, zumindest die infizierten Personen oder die Passagiere, die Symptome zeigen, nicht mitfliegen zu lassen.

Die deutsche Botschaft in Perth teilte mit, man stehe mit der Bundesregierung sowie mit den Regierung der einzelnen Bundesstaaten in Kontakt, um die Rückholaktionen zu realisieren.

11:00 Uhr

EU plant keine Corona-Bonds

In der Corona-Krise plant die Europäische Kommission keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. Das betonte Kommissionschefin Ursula von der Leyen im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa: "Da gibt es ganz klare rechtliche Grenzen, das ist nicht der Plan. Daran arbeiten wir nicht."

Innerhalb der EU sind die Corona-Bonds heftig umstritten. Während unter anderem Italien die gemeinsame Schuldenaufnahme befürwortet, lehnt Deutschland sie klar ab.

10:48 Uhr

Iran meldet 140 weitere Todesfälle

Den iranischen Gesundheitsbehörden zufolge sind innerhalb von 24 Stunden 139 Menschen durch eine Corona-Infektion gestorben. Damit kamen in dem Land bislang mehr als 2500 Menschen durch die Pandemie ums Leben. Die Behörden haben insgesamt mehr als 35.400 Corona-Fälle erfasst.

10:44 Uhr

Schrein der Sankt Corona restauriert

Sankt Corona - die heilige Corona - ist eigentlich Schutzheilige des Geldes, der Schatzgräber und der Fleischer. Doch auch in Zeiten von Seuchen haben Gläubige sie um Hilfe angerufen. Die Kathedrale in Aachen hat den Schrein der Schutzheiligen restaurieren lassen - vor wenigen Tagen waren die Arbeiten abgeschlossen.

Der Restaurator Luke Jonathan Koeppe und die Leiterin der Aachener Domschatzkammer, Birgitta Falk, setzen die restaurierte Kuppel auf den Schrein der Sankt Corona. | REUTERS

Der Restaurator Luke Jonathan Koeppe und die Leiterin der Aachener Domschatzkammer, Birgitta Falk, setzen die restaurierte Kuppel auf den Schrein der Sankt Corona. Bild: REUTERS

10:33 Uhr

Parlamentarischer Staatssekretär plädiert für Handydaten-Nutzung

Um die Bewegungsabläufe und die Kontakte von Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, besser nachvollziehen zu können, hat sich der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesinnenministeriums, Stephan Mayer, für die Nutzung von Handydaten ausgesprochen.

Dafür müsse der Datenschutz aber nicht ad acta gelegt werden, sagte der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Die Nutzer könnten ihre Daten freiwillig zur Verfügung stellen, etwa per App.

10:27 Uhr

"Danke, von ganzem Herzen danke"

In ihrem Video-Podcast hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nochmals bei den Bürgern für das Einhalten der angeordneten Beschränkungen bedankt: "Wenn ich heute sehe, wie fast alle ihr Verhalten völlig umgestellt haben, wie die große Mehrheit von Ihnen wirklich jeden unnötigen Kontakt vermeidet, eben weil er auch ein Ansteckungsrisiko enthalten kann, dann möchte ich einfach sagen: Danke, von ganzem Herzen danke."

Gleichzeitig wiederholte Merkel ihren Appell an die Geduld der Menschen. Noch könne niemand sagen, "wie lange diese schwere Zeit" noch dauern werde.

10:22 Uhr

NRW will auch Patienten aus Frankreich aufnehmen

Neben schwer erkrankten Patienten aus Italien will Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen auch Patienten aus Frankreich aufnehmen, wie die Staatskanzlei ankündigte. Derzeit sei die Aufnahme von vier französischen Staatsbürgern geplant.

Bereits im Laufe des Tages sollen die ersten sechs von insgesamt zehn Patienten aus Italien in Nordrhein-Westfalen ankommen. Sie sollen, ebenso wie die Patienten aus Frankreich auf sechs Kliniken in dem Bundesland verteilt werden.

Neben Nordrhein-Westfalen haben auch Hessen, Niedersachsen, Bayern, Sachsen und Brandenburg sich bereit erklärt, Patienten aus Italien aufzunehmen.

10:11 Uhr

Infektionen steigen bundesweit stark an

Das Robert Koch-Institut hat seit gestern 6294 neue Corona-Fälle registriert. Damit steigt die Zahl der Infektionen bundesweit auf 48.582 an.

Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 55 weitere Betroffene infolge einer Ansteckung gestorben. Damit gibt es insgesamt 325 Todesopfer in Deutschland.

09:48 Uhr

Russland setzt Doping-Kontrollen aus

Russland verzichtet vorübergehend auf Doping-Tests. Die nationale Anti-Doping-Agentur Rusada folge damit den Anordnungen der Regierung, sagte Rusada-Direktor Juri Ganus. Wann die Kontrollen wieder aufgenommen würden, stehe noch nicht fest.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie eine arbeitsfreie Woche angeordnet. Ganus versprach, Rusada werde weiterhin umfassende Unterstützung im Kampf gegen Doping leisten.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte Russland wegen Doping-Verstößen für vier Jahre für internationale Großwettkämpfe sowie für Olympische Spiele und Weltmeisterschaften gesperrt.

09:45 Uhr

Anstieg häuslicher Gewalt deutet sich an

Nach EU-Angaben scheinen sich Expertenbefürchtungen zu bestätigen, dass durch die Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise die Fälle häuslicher Gewalt zunehmen.

09:41 Uhr

Deutschland beteiligt sich an WHO-Studie

Deutschland wird sich nach Angaben von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek an einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Corona beteiligen. Die länderübergreifende klinische Studie diene dazu, bereits vorhandene Medikamente auf ihre Wirksamkeit gegen das Coronavirus zu testen.

Karliczek betonte weiter, die Bundesregierung sei bereit, "weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt." "Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern. Wir tun alles, was in unserer Macht steht", so die CDU-Politikerin.

09:35 Uhr

Kretschmann dankt Religionsgemeinschaften

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Religionsgemeinschaften in der Corona-Krise für ihren "unschätzbaren Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt" gedankt. Sie organisierten Nachbarschaftshilfe, übernähmen Einkäufe und seien telefonisch für Alleinstehende da, schrieb er in einem Brief.

Dass Kirchen, Moscheen, Synagogen und religiöse Versammlungsräume geschlossen sind, sei "ein noch nie gekannter Vorgang, der weh tut", erklärte der Grünen-Politiker weiter. Er habe großen Respekt davor, dass die Glaubensgemeinschaften diese Maßnahmen schnell umgesetzt hätten, wo es sich doch um einen "tiefen Eingriff in die Religionsfreiheit" handele.

09:30 Uhr

Schnellkurs rund um das Virus

Die Weltgesundheitsorganisation bietet in 13 verschiedenen Sprachen einen Online-Kurs mit Fakten und Verhaltensregeln rund um das Coronavirus an.

09:07 Uhr

Datenschutzbeauftragter warnt vor Zugriff auf Handydaten

In der deutschen Politik wird darüber debattiert, ob Handydaten genutzt werden sollen, um die Ausbreitung des Coronavirus besser nachzuvollziehen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber rät davon ab. Wegen der Corona-Krise dürften keine "Grundrechte über den Haufen geworfen werden".

Zudem besitze Deutschland nicht die nötige Infrastruktur zur Erfassung von Mobilfunkdaten, als dass zielgenaue Rückschlüsse über den Aufenthaltsort von Infizierten festzustellen.

Laut Kelber werde im Umfeld des Robert Koch-Instituts derzeit stattdessen an einer App gearbeitet, die sich an einem Vorbild aus Singapur orientiert: Dort können die Nutzer freiwillig angeben, wenn sie sich infiziert haben und ihr Bewegungsprofil teilen. Andere Nutzer können per Bluetooth feststellen, wenn sich jemand nähert, der sich angesteckt hat.

08:57 Uhr

Mehr als 100 neue Infektionen in Thailand

In Thailand haben die Behörden 109 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus und einen Toten registriert. Damit sind landesweit derzeit 1245 Fälle bekannt, sechs Menschen sind gestorben.

Die thailändische Regierung hat bis zum 30. April den Notstand ausgerufen.

08:53 Uhr

Wasch- und WC-Container an Autobahnen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat eine bessere Versorgung von Lkw-Fahrern zugesichert: "Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren."

In Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen sollen laut Scheuer Wasch- und WC-Container aufgestellt werden, wenn vor Ort keine Möglichkeiten für die hygienische Versorgung vorhanden seien.

08:45 Uhr

Großeinsatz mit Desinfektionsmittel

Die Gesundheitsbehörde in Malaysia schätzt, dass mehr als 60 Prozent der Infektionen in dem Land auf ein religiöses Zusammentreffen in der Sri Petaling Moschee in Kuala Lumpur zurückzuführen sind. Daher ließ die Behörde das Gebäude und dessen Umgebung komplett desinfizieren.

In Malaysia wurden bislang mehr als 2300 Infektionen mit dem Virus registriert.

Einsatzkräfte in roten Schutzanzügen desinfizieren den Eingangsbereich vor der Sri Petaling Moschee in Kuala Lumpur. | FAZRY ISMAIL/EPA-EFE/Shutterstoc

Die Regierung in Malaysia setzt auf großflächige Desinfektion gegen das Coronavirus. Bild: FAZRY ISMAIL/EPA-EFE/Shutterstoc

08:29 Uhr

Medienbericht: Mehr als 60 neue Fälle in Tokio

In Tokio sind binnen 24 Stunden mehr als 60 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie der Sender NHK berichtet. Es sei der höchste Anstieg an Fällen innerhalb eines Tages.

In der japanischen Hauptstadt gelten vorerst bis zum 12. April Ausgangsbeschränkungen: Einwohner sollen ihr Haus nur für die notwendigsten Erledigungen verlassen.

08:03 Uhr

Mexiko: Präsident ruft Bürger auf, zu Hause zu bleiben

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat die Bevölkerung dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben und Abstandsregeln einzuhalten. Bei einer steigenden Zahl an Infektionen könnten die Krankenhäuser dem Ansturm möglicherweise nicht gewachsen sein, warnte er: "Es könnte uns überrollen."

In Mexiko wurden bislang mehr als 700 mit dem Coronavirus Infizierte registriert und zwölf Tote.

07:54 Uhr

Bundesagentur für Arbeit: Genug Finanzpuffer für Kurzarbeit

Die Bundesagentur für Arbeit sieht sich finanziell gut gerüstet, um den bundesweiten Anstieg der Kurzarbeit zu tragen. Der Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele geht davon aus, dass durch die Corona-Krise mehr Beschäftigte in Kurzarbeit gehen müssen als während der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009.

Damals waren in Deutschland rund 1,4 Millionen Angestellte von der Kurzarbeit betroffen. Die Bundesregierung schätzt, dass nun mehr als 2,1 Millionen Menschen in die Kurzarbeit gehen müssen.

07:16 Uhr

Luftwaffe transportiert Patienten aus Italien nach Deutschland

Der Airbus A310 MedEvac, die "fliegende Intensivstation der Bundeswehr", ist nach Angaben eines Bundeswehrsprechers heute Morgen gestartet, um sechs Corona-Patienten aus dem italienischen Bergamo nach Köln zu fliegen. Die Maschine sollte in den Mittagsstunden wieder in Deutschland landen.

Die Patienten sollen demnach in zivilen Krankenhäusern behandelt werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

"In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten."

07:00 Uhr

Ernten unter erschwerten Bedingungen

Zu wenig Erntehelfer, dafür strengere Auflagen - für Landwirte gestaltet sich die derzeitige Ernte schwierig.

06:51 Uhr

Ausgangssperre in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt gilt von heute an eine dreiwöchige Ausgangssperre, wie ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska berichtet.

Man wolle damit die Ausbreitung der Corona-Epidemie bremsen, sagte der Gouverneur von Kabul, Mohammad Yakub Haidari. Der öffentliche Personennahverkehr werde eingestellt, Hochzeitshallen, Sporteinrichtungen und Gebetshäuser blieben geschlossen.

06:42 Uhr

China meldet erneut Dutzende "importierte" Fälle

Die chinesische Gesundheitskommission hat eigenen Angaben zufolge 54 weitere Infektionen registriert - bei allen Fällen handele es sich um Betroffene, die aus dem Ausland nach China eingereist seien. Seit mehreren Tagen melden die chinesischen Behörden, dass es innerhalb des Landes keine neuen Ansteckungen mehr gegeben habe.

Des Weiteren meldete die Gesundheitskommission drei weitere Todesfälle. In China sind offiziellen Angaben zufolge mehr als 81.000 Menschen mit dem Virus infiziert, fast 3300 Menschen starben.

06:38 Uhr

Zwangspause für Krabbenfischer

An der deutschen Nordseeküste herrscht für Krabbenfischer erst einmal Fangstopp. In der kommenden Woche werde keines ihrer 100 Schiffe auslaufen, teilte die Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer mit. Danach werde die Lage neu bewertet.

Als Grund nannte die Gemeinschaft zum einen die Ausbreitung des Coronavirus in Marokko, wo die Krabben gepult werden. Zum anderen sinke die Nachfrage durch die bundesweite Schließung der Restaurants.

06:28 Uhr

Trump setzt im Kampf gegen Corona auf Industrie

Um bestmöglich gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus gewappnet zu sein, nimmt US-Präsident Donald Trump mit GM erstmals ein Unternehmen in die Pflicht, die benötigte Technologie zu produzieren.

05:07 Uhr

Karliczek: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. "Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Für die Impfstoffforschung gelte: "Wir wollen so schnell wie möglich laufen - aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet." Karliczek sagte weiter: "Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern."

04:14 Uhr

Anstieg der Fallzahlen in USA so groß wie nie an einem Tag

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist am Freitag so stark angestiegen wie noch nie zuvor an einem Tag. Die Behörden melden rund 18.000 neue Erkrankungen. Damit wächst die Zahl der bekannten Fälle auf mehr 103.000. Die USA verzeichnen die meisten bestätigten Ansteckungen weltweit. Erst am Donnerstag hatte das Land mit seinen Fallzahlen China und Italien überrundet - die beiden Pandemie-Brennpunkte in Asien und Europa.

Gleichzeitig kündigte US-Präsident Trump an, Anfang kommender Woche mit seinen Experten Gespräche zur möglichen Lockerung der restriktiven Richtlinien im Kampf gegen das Coronavirus führen. Die US-Wirtschaft sollte "sobald wie möglich" wieder offen für Geschäfte sein, sagte Trump

03:07 Uhr

Zeitung: Mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe

Die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen für Firmen im Zuge der Corona-Krise werden einem Medienbericht zufolge stark nachgefragt. Wie eine Umfrage von "Bild" unter den Bundesländern ergab, gingen bei den zuständigen Stellen binnen weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern ein. 138,5 Millionen Euro wurden demnach bereits zur Zahlung angewiesen. Den Großteil machten Zahlungen aus Bayern aus.

02:23 Uhr

Auch Irland verhängt Ausgangssperre wegen Corona-Pandemie

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ist in Irland in der Nacht zum Samstag eine Ausgangssperre in Kraft getreten. "Jeder muss zu Hause bleiben, unter allen Umständen", sagte Regierungschef Leo Varadkar, als er die Maßnahme verkündete. Die Regelung gilt bis zum 12. April.  Die Iren dürfen demnach nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Arbeiten, für Arztbesuche oder für Lebensmitteleinkäufe. Auch sportliche Betätigung an der frischen Luft in der Nähe der eigenen Wohnung ist gestattet. Treffen außerhalb der Familie sind hingegen verboten. "Dies sind radikale Maßnahmen, die darauf abzielen, so viele Leben wir möglich zu retten", sagte Varadkar. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse jeder vorübergehend auf seine persönlichen Freiheiten verzichten.

01:55 Uhr

FDA erteilt US-Pharmafirma Abbott Zulassung für Schnelltest

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories hat nach eigenen Angaben in den USA die Marktzulassung für einen Coronavirus-Schnelltest erhalten. Der Test liefere Ergebnisse in höchstens 13 Minuten und könne in Arztpraxen, Testzentren oder Krankenhäusern eingesetzt werden, teilt Abbott mit. Der Vertrieb solle kommende Woche starten, eine Produktion von 50.000 Tests pro Tag werde angestrebt. Die FDA hat im Schnellverfahren bereits mehrere Tests zugelassen, darunter auch einen der Schweizer Firma Roche. Die USA haben inzwischen weltweit die höchste Zahl an Corona-Infektionen. Der Bedarf an Tests konnte vielerorts nicht gedeckt werden.

01:48 Uhr

China beendet Isolation der Millionenmetropole Wuhan

In der chinesischen Stadt Wuhan kehrt allmählich der Alltag zurück: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag (Ortszeit) beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollte am Samstag wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche ihre Pforten öffnen. 

In den vergangenen Tagen waren bereits die Banken in Wuhan wiedereröffnet worden und auch die Linienbusse in der Stadt nahmen ihren Betrieb auf. Die Bewohner sind aber weiterhin aufgerufen, keine unnötigen Fahrten anzutreten und ältere Menschen sollen den Nahverkehr meiden. Die Abriegelung der Provinz Hubei war bereits am Dienstag weitgehend aufgehoben worden. 

01:48 Uhr

Kanzleramtschef: Maßnahmen bleiben bis 20. April bestehen

Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen." Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen.

Über dieses Thema berichtete am 28. März 2020 die tagesschau um 17:50 Uhr und 20:00 Uhr.