Ein DJ legt in einem Beachclub in Can Pastilla in Palma de Mallorca auf. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Nachts keine Partys auf Mallorca ++

Stand: 16.08.2021 22:29 Uhr

Bis mindestens Mitte September sollen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln weiterhin keine nächtlichen Partys erlaubt sein. Die WHO vermisst Tempo beim Kampf gegen das Coronavirus. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • WHO fordert mehr Tempo beim Kampf gegen Corona
  • Griechische Altenheim-Mitarbeiter wegen verweigerter Impfung suspendiert
  • Corona fordert immer mehr Tote im Iran
  • STIKO spricht sich für Corona-Impfung für alle ab 12 aus
  • 57,2 Prozent der Deutschen voll geimpft
  • 130.000 Jobs in den Freien Berufen bedroht
  • RKI: 2126 neue Corona-Fälle, Inzidenz steigt auf 36,2
16.8.2021 • 22:29 Uhr

Ende des Liveblogs am Montag

Für heute schließen wir den Corona-Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse - bleiben Sie gesund.

16.8.2021 • 22:17 Uhr

TV-Karnevalssitzung nur für Geimpfte

Die Aufzeichnung der traditionellen Fernseh-Sitzung der Düsseldorfer Karnevalisten soll im Januar nur vor geimpften oder genesenen Gästen stattfinden. Die Mehrheit der Vereine im Dachverband Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) befürworte einen entsprechenden Vorstandsbeschluss, teilten die Karnevalisten mit.

Die Fernseh-Sitzung, die traditionell an Karneval in der ARD ausgestrahlt wird, wird normalerweise vor 900 Gästen aufgezeichnet. Im vergangenen Jahr fiel die Veranstaltung aus.

16.8.2021 • 22:10 Uhr

USA warnen vor Reisen in die Türkei

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat eine Corona-Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen. Wegen der vielen Neuinfektionen wird das Land nun in die Kategorie 4 eingestuft - dies ist die höchste Warnstufe.

16.8.2021 • 21:45 Uhr

BioNTech und Pfizer beantragen weitere Zulassung

Der Mainzer Impfstoffentwickler BioNTech und sein US-Partner Pfizer haben bei den US-Behörden Unterlagen für eine künftige Zulassung einer dritten Corona-Impfdosis eingereicht. Die Unternehmen übermittelten der US-Arzneimittelbehörde FDA Daten ihrer Phase-1-Studie zu einer solchen Auffrischungsimpfung, wie die beiden Pharmaunternehmen mitteilten.

"Die Daten, die wir bisher zu einer dritten Dosis unseres Impfstoffs gesehen haben, weisen darauf hin, dass die Antikörperlevel deutlich über dem bis jetzt verwendeten Zwei-Dosis-Schema liegen", erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Das gilt den Unternehmensangaben zufolge sowohl für das ursprüngliche Sars-CoV-2-Virus als auch für die Varianten Beta und Delta.

"Wir wollen dem Virus immer mindestens einen Schritt voraus sein", erklärte BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin. "Eine Auffrischungsimpfung könnte uns dabei helfen, die Infektions- und Erkrankungsraten bei bereits geimpften Personen zu verringern sowie die Verbreitung von Virusvarianten in der kommenden Saison besser zu kontrollieren."

Die Daten sollen demnach bald auch bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht werden. In Kürze vorliegen sollen zudem Ergebnisse der Phase-3-Studie zu einer dritten Spritze.

16.8.2021 • 20:48 Uhr

WHO vermisst Tempo beim Kampf gegen Corona

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie verläuft nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch zu schleppend:

"Die Testraten in weiten Teilen der Welt sind zu niedrig, insbesondere in Ländern mit geringem Einkommen, so dass ein Großteil der Welt blind für die Entwicklung der Krankheit und anfällig für neue Varianten ist."

Die nun in vielen Ländern wegen der ansteckenderen Delta-Variante wieder belasteten Gesundheitssysteme bräuchten schnelle Hilfe wie zum Beispiel Sauerstoffgeräte zur Behandlung Schwerkranker. Allein in den nächsten Monaten seien mehrere Milliarden Dollar für die Anti-Corona-Strategie nötig. Angesichts von mehr Covid-19-Fällen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 als im gesamten Jahr 2020 befinde sich die Welt immer noch in der akuten Phase der Pandemie - trotz hoher Impfraten in einigen Ländern.

16.8.2021 • 20:48 Uhr

Keine nächtlichen Partys auf Mallorca bis Mitte September

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sollen die geltenden nächtlichen Versammlungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mindestens bis zum 15. September verlängert werden. Der heute veröffentlichte Beschluss der Regierung der spanischen Region muss jedoch erneut vom balearischen Oberlandesgericht gebilligt werden.

Bereits seit dem 22. Juli darf man auf den Mittelmeer-Inseln zwischen 1.00 und 6.00 Uhr nur mit Menschen des eigenen Haushalts zusammen sein. Das gilt sowohl drinnen als auch draußen, in privaten und in öffentlichen Räumen. Diese Maßnahme hatte die Regionalregierung vorige Woche mit Gewerkschaften und Unternehmerverbänden abgestimmt, die ihre Zustimmung signalisiert hatten. Mit dieser Einschränkung der Versammlungsfreiheit wollen die Behörden in erster Linie die großen Partys in Vergnügungslokalen und in Privathäusern sowie am Strand unterbinden, die als hauptverantwortlich für den starken Anstieg der Infektionszahlen betrachtet werden, der schon im Juni, vor allem aber im Juli verzeichnet worden war.

Noch bis vor wenigen Tagen hatten die Mittelmeer-Inseln zeitweilig wieder die höchsten Corona-Infektionszahlen in Spanien. Die Tendenz ist dort aber, wie im gesamten Land, seit einigen Tagen wieder rückläufig. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche lag auf den Inseln zuletzt bei 202.

16.8.2021 • 19:13 Uhr

BioNTech/Pfizer mit ersten Daten zur Auffrischungsimpfung

BioNTech/Pfizer haben erste Daten für die Zulassung einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht. In den kommenden Wochen sollten diese Daten einer Phase-1-Studie auch bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und weiteren Behörden eingereicht werden, teilten die Unternehmen mit. Weitere Daten sollen folgen. Die Teilnehmer der Phase-1-Studie hätten acht bis neun Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung erhalten. Im Vergleich zu einer zweifachen Impfung hätten bei den Menschen mit Auffrischungsimpfung "signifikant höhere neutralisierende Antikörpertiter" nachgewiesen werden können - sowohl gegen das ursprüngliche Virus als unter anderem auch gegen die Delta-Variante.

16.8.2021 • 18:58 Uhr

Mehr als 10.000 Covid-Patienten in französischen Kliniken

Erstmals seit dem 22. Juni werden wieder mehr als 10.000 Menschen in französischen Krankenhäusern wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Insgesamt betrage ihre Zahl derzeit 10.151, teilten die französischen Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Patienten in Intensivstationen ist demnach binnen 24 Stunden um 56 auf 1908 gestiegen.

16.8.2021 • 16:58 Uhr

Politiker und Ärzte begrüßen neue STIKO-Empfehlung

Die Niedersächsische Landesregierung begrüßt den Beschluss der Ständigen Impfkommission, die Schutzimpfung gegen Covid-19 mit mRNA-Impfstoffen auch für 12- bis 17-Jährige zu empfehlen. "Die klare Empfehlung der STIKO, dass der Nutzen der Impfung die Risiken überwiegt, dürfte vielen Eltern sowie den betroffenen Kindern und Jugendlichen die Entscheidung für eine Impfung deutlich erleichtern", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Kultusminister Grant Hendrik Tonne, Gesundheitsministerin Daniela Behrens (beide SPD) sowie der Vorstand der Ärztekammer Niedersachsens werteten die Entscheidung ebenfalls als positives Signal.

16.8.2021 • 16:38 Uhr

EMA prüft Einsatz von Roche-Arznei bei schweren Covid-19-Fällen

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will den Einsatz des Arthritismedikaments Actemra von Roche zur Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Mit der entzündungshemmenden Arznei sollen Erkrankte behandelt werden, die bereits Kortikosteroide erhalten und Sauerstoff oder eine künstliche Beatmung benötigen. Das Ergebnis der Begutachtung, die sich auf vier klinische Studien stützt, soll bis Mitte Oktober vorliegen.

16.8.2021 • 16:37 Uhr

Dobrindt wünscht Impfungen auch für Kinder unter zwölf Jahren

Nach der Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission für Kinder und Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren fordert die CSU Impfungen auch für jüngere Kinder. "Wichtig ist jetzt die schnelle Zulassung eines Impfstoffes für Kinder unter zwölf Jahren, damit auch für diese Kinder ein wirksamer Schutz vor Infektion angeboten werden kann", erklärte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.

16.8.2021 • 16:29 Uhr

Altenheim-Angestellte in Griechenland wegen verweigerter Impfung beurlaubt

Zehn Mitarbeiter eines Altenheims in Griechenland sind in den Zwangsurlaub geschickt worden, weil sie die seit heute in ihrem Beruf verpflichtende Corona-Impfung verweigert haben. Die fünf Pflegekräfte und fünf Verwaltungsmitarbeiter seien "auf unbestimmte Zeit" beurlaubt, sagte der Leiter des Heims in Volos im Zentrum des Landes örtlichen Medien. 

In Griechenland müssen alle Mitarbeiter im Pflegebereich gegen das Coronavirus geimpft sein, ab 1. September ist die Impfung für das medizinische Personal in allen öffentlichen und privaten Krankenhäusern obligatorisch. Mit der Regelung reagiert die Regierung auf die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Wer sich weigert, darf nicht mehr zur Arbeit kommen, zudem drohen Bußgelder.

16.8.2021 • 15:30 Uhr

Corona fordert immer mehr Tote im Iran

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt im Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es in den vergangenen 24 Stunden 655 Tote, 35 mehr als am Vortag. Im selben Zeitraum wurden über 41.000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf mehr als 98.000, die der Infektionen auf fast 4,5 Millionen.

16.8.2021 • 15:07 Uhr

So viele neue Betriebe in Hamburg wie seit 2008 nicht mehr

In Hamburg sind in der ersten Jahreshälfte so viele Betriebsgründungen angemeldet worden wie seit 13 Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden im Zeitraum Januar bis Juni in der Hansestadt 2721 Betriebe gegründet, 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistikamt Nord mit. Ähnlich viele (2808) habe es zuletzt im ersten Halbjahr 2008 gegeben. Als einen Grund für den Anstieg geben die Statistiker Nachholeffekte an, nachdem die durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen immer weiter zurückgenommen worden seien.

16.8.2021 • 15:05 Uhr

Serbien beginnt mit Auffrischungsimpfungen

Serbien beginnt morgen mit Auffrischungsimfungen gegen das Coronavirus für bestimmte, besonders gefährdete Personengruppen. Jene Bürger, denen eine dritte Impfung empfohlen wird, würden von der Gesundheitsverwaltung einen entsprechenden Aufruf erhalten, teilte die serbische Regierung mit. Die Drittimpfung könne ab dem 180. Tag nach dem Erhalt der zweiten Dosis verabreicht werden. Empfohlen werde sie allen Menschen über 70 Jahren, weiterhin Menschen über 60 Jahren, die in Altenheimen leben, Patienten, die - etwa infolge einer Organtransplantation - das Immunsystem schwächende Medikamente einnehmen müssen, Mitarbeitern des Gesundheitswesen sowie Bürgern, die viel im Ausland unterwegs sind.

16.8.2021 • 15:04 Uhr

Ministerin: Impfung für Kinder und Jugendliche bleibt freiwillig

Nach der Corona-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige durch die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Bundesregierung betont, dass damit für diese Altersgruppe kein Zwang zur Impfung verbunden ist. "Die Impfung bleibt freiwillig und darf nicht zur Voraussetzung für den Schulbesuch gemacht werden", teilte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) mit. Ähnlich hatte sich zuvor auch Regierungssprecher Steffen Seibert geäußert.

16.8.2021 • 14:54 Uhr

Zahl der Minijobber wächst wieder

Mit der Lockerung vieler coronabedingter Einschränkungen ist die Zahl der Minijobber in Deutschland zum Sommeranfang wieder deutlich gestiegen. Ende Juni waren mehr als sechs Millionen geringfügig Beschäftigte in gewerblichen Berufen gemeldet, wie die Minijob-Zentrale mitteilte. Damit arbeite rund eine halbe Million Minijobber mehr im gewerblichen Bereich als noch am 31. März.

In vielen Bereichen würden aktuell dringend Minijobber gesucht, hieß es. Besonders deutlich sei der Anstieg im Gastgewerbe, das traditionell viele Minijobber beschäftige. Ende Juni 2021 waren in Hotels, Restaurants oder Eissalons fast 587.000 geringfügig Beschäftigte in einem Arbeitsverhältnis - ein Plus von 63,6 Prozent gegenüber Ende März.

16.8.2021 • 14:15 Uhr

Grüne für rasche "Schulhof-Angebote" zu Corona-Impfungen

Die Grünen fordern nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren rasche konkrete Impfgelegenheiten. "Jetzt braucht es Tempo, um einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen, die dann auch gleich ihren Eltern offen stehen", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Aufklärung und die Informationskampagne müssten nun Schritt halten. "Deswegen braucht es gut verständliche Erklärangebote auch für ältere Jugendliche selbst."

16.8.2021 • 13:00 Uhr

Malaysias Regierungschef tritt nach Kritik an Corona-Politik zurück

Nach Kritik am Umgang seiner Regierung mit der Corona-Pandemie sind der malaysische Ministerpräsident Muhyiddin Yassin und sein Kabinett zurückgetreten. In einer Fernsehansprache warf der Regierungschef politischen Rivalen vor, die Pandemie für politische Zwecke missbraucht zu haben. Er habe nicht weiterregieren können, da andere Parteien versucht hätten, die Macht zu übernehmen, statt dem Leben der Menschen Vorrang zu geben, sagte er.

Anfang August waren in Malaysia zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 20.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden, obwohl sich das Land seit Mai in einem strikten Lockdown befindet. Nach Angaben des Königs Abdullah wird Muhyiddin Yassin übergangsweise das Amt weiter ausüben, bis eine neue Regierung gefunden ist. Der seit anderthalb Jahren regierende Ministerpräsident hatte die breite Unterstützung des Parlaments verloren und sah sich wegen seines Vorgehens in der Pandemie Rücktrittsforderungen ausgesetzt. Die nächste reguläre Wahl steht im Mai 2023 an. Der König ist gegen schnelle Neuwahlen. Mudyiddin Yassin hatte jüngst ein Vorziehen der Wahl auf Sommer 2022 ins Spiel gebracht.

16.8.2021 • 12:23 Uhr

Bund verkauft erste Lufthansa-Anteile

Vor über einem Jahr war der Bund im Rahmen einer Rettungsaktion als Großaktionär bei der Lufthansa eingestiegen. Nun stößt Berlin einen Teil des Aktienpakets ab - und macht dabei noch Gewinne.

16.8.2021 • 11:19 Uhr

STIKO spricht sich für Corona-Impfung für alle ab 12 aus

Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen", teilte das Gremium mit und berief sich auf einen Beschlussentwurf. Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind möglich.

16.8.2021 • 11:01 Uhr

57,2 Prozent der Deutschen voll geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran. Am Sonntag wurden knapp 90.600 Dosen gespritzt, davon führten 67.700 zu einer vollständigen Impfung, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Insgesamt sind nun 47,6 Millionen Menschen oder 57,2 Prozent der Bevölkerung voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 52,6 Millionen Menschen oder 63,2 Prozent aller Einwohner.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dankte allen, die vor Ort kreative und niedrigschwellige Impfangebote machen. "Jede Impfung zählt!", schrieb er bei Twitter. Unter den 16 Bundesländern hat nur Sachsen immer noch nicht die Marke von 50 Prozent bei den vollständig geimpften Einwohnern erreicht - die dafür nötige Spritze haben dort nun 49,8 Prozent bekommen. Beim Spitzenreiter Bremen sind es inzwischen 67,7 Prozent der Einwohner.

16.8.2021 • 10:39 Uhr

Australien: Melbourne verhängt nächtliche Ausgangssperre

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne ab Montagabend eine nächtliche Ausgangssperre. Die Maßnahme sei die Reaktion auf eine Reihe von Straßenpartys, ausgelassene Kneipen-Touren und anderen Feiern am vergangenen Wochenende, sagte der Premierminister des Staates Victoria, Dan Andrews. "Viele Leute haben die Regeln gebrochen und sich nicht verhalten wie sie sollten, wirklich schlechte Entscheidungen getroffen", beklagte Andrews.

Mit der neuen Anordnung müssen die mehr als fünf Millionen Einwohner von Melbourne künftig zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens zu Hause bleiben. Der ohnehin bestehende Lockdown für Melbourne mit Ausgangsbeschränkungen wird zudem um mindestens zwei Wochen verlängert. Damit soll laut Andrews verhindert werden, dass Melbourne in eine ähnliche Lage gerät wie Sydney und dem umgebenden Bundesstaat New South Wales, wo ein Corona-Ausbruch mit der Delta-Variante bislang nicht unter Kontrolle ist.

Australien hatte die Corona-Pandemie zunächst mit der Schließung seiner Grenzen, der schnellen Verhängung von Lockdowns bei bekannten Fällen und intensiver Kontaktverfolgung lange weitgehend eindämmen können. In den vergangenen Monaten stieg jedoch aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante die Zahl der Infektionen. Die zunächst zögernd angelaufene Impfkampagne hat mittlerweile an Fahrt aufgenommen, inzwischen ist rund ein Viertel der Australier vollständig geimpft.

16.8.2021 • 09:52 Uhr

Wie geht es mit den Testzentren weiter?

Beim Friseur, in der Bar oder Apotheke - erst gab es überall Stationen für Corona-Schnelltests. Doch dann sanken Vergütung und Inzidenzen. Welche Folgen haben nun die 3G-Regel und das baldige Ende kostenloser Tests?

16.8.2021 • 09:31 Uhr

Pflichtquarantäne endet in England

Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen in England und Nordirland künftig nicht mehr verpflichtend in Quarantäne gehen, wenn sie vollständig geimpft sind. Stattdessen sollen Betroffene einen PCR-Test machen, wie aus den neuen Richtlinien der britischen Regierung hervorgeht. Der Test ist jedoch nicht verpflichtend. Ähnliche Regeln gelten bereits in Schottland und Wales.

Auch für Minderjährige werden die Quarantäneregeln gelockert, was deutlichen Einfluss auf den Schulbetrieb nach den Sommerferien haben dürfte. Der Gesundheitsforscher Stephen Reicher erklärte, die Regierung müsse die Bevölkerung weiterhin dazu aufrufen, nach Kontakten zu Infizierten PCR-Tests zu machen. "Man ist nicht unverletzlich, wenn man doppelt geimpft ist, es gibt immer noch eine gewisses Risiko, dass man sich infiziert und andere ansteckt", sagte er dem Sender BBC.

Nach Hoffnung der britischen Regierung soll die Lockerung ein Ende der "Pingdemic" bedeuten: In den vergangenen Wochen waren Hunderttausende nach Kontakten zu Corona-Infizierten per Corona-App "gepingt" oder auf anderem Wege benachrichtigt und in Quarantäne geschickt worden. Das führte dazu, dass es in vielen Bereichen - etwa bei der Müllabfuhr, bei Lastwagenfahrern oder in der Gastronomie - zu massiven Personalausfällen kam.

16.8.2021 • 08:48 Uhr

Ohne Impfung kein Gehalt

Von heute an müssen in vielen Moskauer Betrieben mindestens 60 Prozent der Mitarbeitenden gegen Corona geimpft sein - sonst drohen Geldstrafen. Wer es könnte, aber sich nicht impfen lässt, muss um sein Gehalt fürchten.

16.8.2021 • 08:45 Uhr

DGB sieht Armutsrisiko in Deutschland so hoch wie nie

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht das Armutsrisiko in Deutschland so hoch wie noch nie. Einer aktuellen DGB-Analyse zufolge habe es 2019, also im Jahr vor der Pandemie, trotz insgesamt guter Lage am Arbeitsmarkt einen neuen Höchststand erreicht, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und sprach von einem Alarmsignal.

"Im reichen Deutschland nimmt das Armutsrisiko vieler Menschen zu, obwohl Wirtschaft und Arbeitsmarkt, zumindest bis vor Corona, gebrummt haben. Das ist ein deutliches Zeichen, dass andere politische Leitplanken gebraucht werden." Mit einer Besserung der Situation rechne sie auch für das vergangene Jahr nicht, ergänzte Piel - im Gegenteil: "Mit Corona hat sich die Situation vielfach weiter zugespitzt, denn insbesondere Geringverdiener wurden und werden weiterhin durch die wirtschaftlichen Einschränkungen belastet. Ihre Einkommen sind durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit deutlich geschrumpft."

Laut Piel liegt eine der wichtigsten Ursachen für das Armutsrisiko vieler Menschen in einem zu geringen Niveau der unteren Einkommen: "Jeder vierte bis fünfte Beschäftigte arbeitet für einen Niedriglohn. Dies hatte und hat zur Folge, dass im normalen Alltag und besonders in schwierigen Zeiten immer mehr Personengruppen von Armut bedroht sind", warnte sie. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Armutsrisikoquote laut DGB-Analyse zwar unter dem Durchschnitt, allerdings sei das Armutsrisiko deutlich höher als in Ländern wie Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien.

16.8.2021 • 07:51 Uhr

130.000 Jobs in den Freien Berufen bedroht

Freiberufler fürchten einer Umfrage zufolge in den kommenden Monaten infolge der Corona-Pandemie einen drastischen Job-Abbau. Mindestens 130.000 Arbeitsplätze seien im kommenden halben Jahr bedroht, berichteten die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" unter Berufung auf eine Erhebung des Instituts für Freie Berufe im Auftrag des Bundesverbands der Freien Berufe.

Für jeden fünften Freiberufler sei die wirtschaftliche Lage im Vergleich zum Vorjahr noch schlechter geworden, hieß es. Das gelte besonders für die freien Kulturberufe, solo-selbstständige Freiberufler, kleine Freiberufler-Einheiten mit bis zu fünf Mitarbeitern und ganz junge Unternehmen, sagte der Präsident des Bundesverbands der Freien Berufe, Wolfgang Ewer. Für jeden vierten Befragten habe sich die Lage im Jahresvergleich hingegen verbessert.

16.8.2021 • 04:50 Uhr

Auffrischungsimpfungen in Bayern

In Bayern können ab sofort Alte und Pflegebedürftige Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus erhalten. "Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Dies gilt vor allem für Hochbetagte über 80 Jahre, Bewohner von Pflegeheimen, Menschen mit Immunschwächeerkrankungen oder Immunsuppression und Pflegebedürftige, die zu Hause leben. Voraussetzung für die Auffrischung ist, dass die Zweitimpfung sechs Monate zurückliegt. Vorgesehen sind laut Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz für eine Auffrischung auch alle, die vollständig mit einem Vektorimpfstoff von Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft sind. In der Praxis wird dieser Personenkreis allerdings wegen des auch hier geltenden Sechs-Monate-Abstandes erst ab Anfang September an die Reihe kommen.

16.8.2021 • 04:24 Uhr

RKI: 2126 neue Corona-Fälle, Inzidenz steigt auf 36,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie bei 36,2 - am Vortag hatte der Wert 35,0 betragen, vor einer Woche 23,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2126 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden vier Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zwei Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.823.139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.682.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.871.

16.8.2021 • 02:47 Uhr

Karliczek: Ungeimpfte Kinder haben Anrecht auf Präsenzunterricht

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schließt Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in den Schulen aus. "Für mich und auch die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder ist klar, dass es an Schulen keine sogenannte 2G-Regelung geben kann. Auch wer sich nicht impfen lassen kann oder will, hat ein Anrecht auf Zugang zum Unterricht", sagt sie der "Rheinischen Post".

16.8.2021 • 02:33 Uhr

Baden-Württemberg: Lockerungen für Geimpfte oder Genesene

Eine neue Corona-Verordnung mit weitreichenden Lockerungen für geimpfte und vom Virus genesene Menschen tritt heute in Baden-Württemberg in Kraft. Wer zu einer dieser beiden Gruppen gehört, genießt unabhängig von lokalen oder regionalen Corona-Inzidenzen von Wochenbeginn an in vielen Bereichen wieder größere Freiheiten.

Hingegen müssen Ungeimpfte und Nicht-Genesene wesentlich häufiger als bisher negative Antigen-Schnelltests vorweisen, die jeweils nicht älter als 24 Stunden sein dürfen.

16.8.2021 • 02:33 Uhr

Söder für weitere Corona-Grenzwerte

Bund und Länder sollten sich laut CSU-Chef Markus Söder noch vor der Bundestagswahl auf neue Grenz- und Schwellenwerte verständigen. Aufgrund der zahlreichen Impfungen tauge die Inzidenz allein dafür nicht mehr, sagt Söder der "Bild".

Neben der Inzidenz gehöre die Hospitalisierung und die Impfquote dazu, um entscheiden zu können, ab welcher Zahl und welcher Impfquote man von einem relativ geringen Verbreitungsrisiko ausgehen könne. Jedem müsse klar sein, dass noch vor der Bundestagswahl die Inzidenzen steigen würden.

16.8.2021 • 02:33 Uhr

Mehr Corona-Patienten in Frankreich

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern weiter an. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 399 neue Covid-19-Kranke aufgenommen. Damit lagen nun insgesamt 9798 Corona-Patienten in den französischen Krankenhäusern.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, nimmt in Frankreich weiter zu. Mit 73 Patienten, die binnen 24 Stunden neu auf Intensivstationen aufgenommen wurden, liegt sie nun bei 1852.

16.8.2021 • 02:33 Uhr

Krankenkassen: Telefonische Krankschreibung nutzen

Die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, hat die Versicherten angesichts der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus dazu aufgerufen, weiterhin die telefonische Krankschreibung und Videosprechstunden zu nutzen. Es müsse weiter darum gehen, Ansteckungen zu vermeiden. Dazu hätten die Krankenversicherungen Regelungen zur Kontaktvermeidung geschaffen, etwa die telefonische Krankschreibung oder Videosprechstunden. "Wir sollten weiterhin sehr vorsichtig sein, trotz des Impffortschritts", betonte Pfeiffer.

Durch eine Pandemie-Sonderregelung könnten sich Patienten bei leichten Atemwegserkrankungen bis zu sieben Tage telefonisch krankschreiben lassen. Der entsprechende Beschluss sei bis Ende September verlängert worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. August 2021 um 08:00 Uhr.