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Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ BioNTech-Chef lobt den Impfgipfel ++

Stand: 01.02.2021 23:18 Uhr

Der Impfgipfel sei wichtig gewesen, um allen die Komplexität der Impfstoffproduktion klar zu machen, so BioNTech-Chef Sahin in den tagesthemen. Gesundheitsminister Spahn nennt keinen Termin für den Impfplan. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Merkel hält an Impfzusage bis zum Herbst fest
  • Österreich lockert Lockdown
  • Bundeswehr hilft ab Mittwoch in Portugal
  • Bayer unterstützt CureVac bei Impstoff-Produktion
  • ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter steigt um 20 Prozent
  • Großbritannien: Fast alle Pflegeheimbewohner erhalten Impf-Angebot
1.2.2021 • 23:14 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

Damit beenden wir unseren Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

1.2.2021 • 23:03 Uhr

Spahn nennt keinen Termin für "nationalen Impfplan"

Wann der "nationale Impfplan" vorliegen soll, ist weiter unklar. Gesundheitsminister Jens Spahn wurde danach im tagesthemen-Interview konkret gefragt, nannte aber keinen Zeitpunkt. Kanzlerin Angela Merkel hatte einen solchen Impfplan am frühen Abend in der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel angekündigt. Er soll mehr Klarheit darüber bringen, wann welche Impfstoffmengen zur Verfügung stehen.

1.2.2021 • 21:58 Uhr

BioNTech-Chef: "Sind eigentlich fast im Plan"

BioNTech-Chef Ugur Sahin hat seine Firma gegen Kritik wegen ausbleibender Impfstoff-Lieferungen verteidigt. Man habe kurzfristig Lieferungen reduzieren müssen, um die Produktionshallen zu erweitern, sagte er in den tagesthemen. Ende Februar sei man wieder im Soll bei der Impfstoffproduktion und werde im März vermutlich deutlich mehr Impfstoff ausliefern können, als ursprünglich geplant.

Der Impfstoffgipfel mit Bund und Ländern sei wichtig gewesen, "damit alle verstehen, was für eine Komplexität hinter den Prozessen steckt". BioNTech sei selbst von Zulieferern abhängig und habe keine vollen Lagerstätten. Alles, was produziert werde, werde sofort ausgeliefert. Wenn es also technische Probleme oder Verzögerungen bei der Zulieferung gebe, "schlägt das sofort durch", so Sahin weiter.

1.2.2021 • 21:50 Uhr

Frankreichs Skilifte bleiben bis auf Weiteres geschlossen

In Frankreichs Wintersportorten müssen die Skilifte vorerst weiterhin geschlossen bleiben. "Die gesundheitliche Situation lässt die Wiedereröffnung der Skilifte in unseren Skigebieten nicht zu", schrieb Premierminister Jean Castex am Abend nach einem Treffen mit Vertretern aus der Branche auf Twitter. Castex nannte kein Datum für eine geplante Wiedereröffnung.

Das Amt des Premiers bestätigte auf Nachfrage Medienberichte, wonach die Skilifte auf jeden Fall den ganzen Februar über geschlossen blieben und es noch kein Datum für eine Öffnung gebe.

1.2.2021 • 20:55 Uhr

ARD Extra: Die Corona-Lage

1.2.2021 • 20:31 Uhr

Frankreich: Mehr als 3200 Corona-Intensivpatienten

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Frankreich ist zum ersten Mal seit 6. Dezember wieder über die Marke von 3200 gestiegen. Die Behörden meldeten 3228 Intensivpatienten. Die Zahl der neuen Positiv-Tests lag mit 4347 leicht über dem Wert von vor einer Woche (4240).

1.2.2021 • 20:28 Uhr

BioNTech will 2021 zwei Milliarden Vakzin-Dosen herstellen

Der Impfstoffhersteller BioNTech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Vakzins herstellen und damit die bisher erwartete Produktion von 1,3 Milliarden Dosen um mehr als 50 Prozent steigern. "Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern", teilte das Unternehmen mit. Die Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs seien erfolgreich abgeschlossen worden. "Nun sind wir zurück im eigentlichen Zeitplan für die Lieferung von Impfstoffdosen an die Europäische Union."

Pfizer und BioNTech würden weiter an erhöhten Liefermengen arbeiten - von der Woche des 15. Februar an. Man wolle sicherzustellen, dass man im ersten Quartal die Menge an Impfstoffdosen erfülle, auf die man sich vertraglich verpflichtet habe - und im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen weitere Dosen an die Europäische Union liefern können. Das BioNTech-Werk im hessischen Marburg habe eine Lizenz erhalten und wolle im Februar die Produktion aufnehmen. Zudem habe man das europäische Fertigungsnetzwerk kontinuierlich erweitert.

1.2.2021 • 20:19 Uhr

EMA prüft Einsatz von Antikörper-Medikament

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat mit der Prüfung eines neuen Corona-Medikaments begonnen, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kürzlich für Deutschland eingekauft hat. Der EMA-Ausschuss für Humanarzneimittel untersuche das auf der Kombination von zwei Antikörpern beruhende Mittel REGN-COV2, teilte die Behörde mit.  Das Medikament, das gemeinsam vom US-Hersteller Regeneron und vom Schweizer Unternehmen Hoffman-La Roche entwickelt wurde, soll im vergangenen Jahr zur Behandlung der Covid-Infektion des damaligen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt worden sein.

Der EMA zufolge deutet eine Studie darauf hin, dass das Mittel die im Blut vorhandene Menge an Corona-Viren reduzieren kann. Es sei aber noch zu früh, um Schlussfolgerungen über das Verhältnis von Nutzen und Risiken zu ziehen. Ob die EMA der EU-Kommission die Zulassung für Europa empfehlen wird, ist noch offen.

1.2.2021 • 20:14 Uhr

Müller bewertet Ergebnisse des Impfgipfels positiv

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat sich zufrieden gezeigt mit den Ergebnissen des Impfgipfels. Für Länder und Kommunen sei der nun vereinbarte nationale Impfplan gegen Corona sehr wichtig, sagte der SPD-Politiker nach den Beratungen von Bund, Ländern, Herstellern und EU-Vertretern. Sie benötigten mehr Klarheit darüber, was wann in welchen Mengen verimpft werden könne, damit sie sich rechtzeitig räumlich, mit Personal und ihrem Einladungssystem darauf einstellen könnten.

"Man muss ehrlicherweise, Stand heute, sagen: Es wird im ersten Quartal knapp bleiben", fügte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz mit Blick auf den verfügbaren Impfstoff hinzu. Die Erwartungen der Menschen könnten hier noch nicht zu 100 Prozent erfüllt werden, weil die Produktion eben nicht beliebig erweiterbar sei. Ab dem zweiten Quartal werde dann so viele Impfstoff zur Verfügung stehen, dass es "in großen Schritten" vorangehe, zeigte sich Müller überzeugt.

Michael Müller, Angela Merkel und Markus Söder | AFP

Michael Müller, Angela Merkel und Markus Söder präsentierten gemeinsam die Ergebnisse des Impfgipfels. Bild: AFP

1.2.2021 • 20:11 Uhr

Söder bittet Bürger nach Impfgipfel um Geduld

Angesichts der Knappheit der Corona-Impfstoffe hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an die Geduld der Bevölkerung appelliert. Das kommende halbe Jahr werde "für die Geduld der Menschen nochmal eine echte Herausforderung", sagte Söder nach dem Impfgipfel. Er räumte ein, dass Deutschland bei den Impfungen hinter andere Länder zurückgefallen sei: "Wir werden den Rückstand gegenüber den anderen nicht aufholen, aber wir können deutlich besser werden."

Söder begrüßte es, dass die Spitzenrunde die Aufstellung eines "nationalen Impfplans" beschlossen hat. Der Plan werde eine "gemeinsame Plattform" darstellen, die für "so viel Planbarkeit wie möglich" sorgen solle.

1.2.2021 • 19:55 Uhr

Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

Trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus hält Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Die "Aussage, dass wir bis Ende des dritten Quartals jedem Bürger ein Impfangebot machen können", könne "aufrecht erhalten werden", sagte Merkel nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmaindustrie. Diese Zusage gelte selbst dann, wenn die beiden Pharmahersteller Johnson&Johnson sowie CureVac anders als erwartet keine Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe bekommen, sagte Merkel. Um die Impfungen besser planen zu können, wollten Bund und Länder nun einen "nationalen Impfplan" aufstellen, kündigte sie an.

1.2.2021 • 19:19 Uhr

Spendensammler Moore an Corona erkrankt

Der durch seine Solidaritätsaktion mit dem britischen Gesundheitsdienst NHS bekannt gewordene Weltkriegsveteran Tom Moore ist mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen. Der 100-Jährige benötige Unterstützung beim Atmen, liege aber nicht auf der Intensivstation, sagte seine Tochter Hannah Ingram-Moore. Er sei in den vergangenen Wochen bereits wegen einer Lungenentzündung behandelt und vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Moore hatte zu seinem 100. Geburtstag im vergangenen Frühjahr 100 Runden mit seinem Rollator im heimischen Garten gedreht, um Spenden für den NHS zu sammeln, den die Pandemie an die Belastungsgrenze gebracht hatte. Statt der erhofften 1000 Pfund bekam Moore 33 Millionen Pfund (rund 37,3 Millionen Euro) zusammen. Im Juli schlug ihn Königin Elizabeth II. zum Ritter.

Königin Elizabetz II. schlägt den Kriegsveteranen Tom Moore zum Ritter | REUTERS

Königin Elizabeth II. schlägt den 100-jährigen Kriegsveteranen Tom Moore für seinen Spendenlauf in der Corona-Krise zum Ritter. Moore legte am Rollator 100 Runden im eigenen Garten zurück und sammelte so umgerechnet fast 36 Millionen Euro Spenden für Mitarbeiter des Gesundheitssystems. Bild: REUTERS

1.2.2021 • 19:16 Uhr

Dänemark: Jüngere dürfen bald wieder zur Schule

Trotz des weiter herrschenden Corona-Lockdowns in Dänemark dürfen die jüngeren Schulkinder im nördlichsten deutschen Nachbarland schon ab kommenden Montag wieder in die Schule. Das gelte für alle Schülerinnen und Schüler bis zur vierten Klasse und sei ein Resultat davon, dass die Infektionszahlen im Zuge der strikten Beschränkungen der jüngsten Zeit gesunken seien, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Die höheren Klassenstufen werden dagegen weiter aus der Distanz unterrichtet. Auch alle weiteren Corona-Maßnahmen bleiben noch bis vorläufig zum 28. Februar bestehen, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bereits angekündigt hatte.

1.2.2021 • 18:47 Uhr

Mehr Geld hätte Impfstoffknappheit nicht verhindert

Die Impfstoffknappheit in der EU ist nach Ansicht der EU-Kommission nicht auf Geiz zurückzuführen. "Mit mehr Geld hätten wir definitiv nicht mehr Impfdosen erhalten", sagte die für Gesundheit zuständige Generaldirektorin der Kommission, Sandra Gallina. Wenn die EU mit mehr Geld früher Impfdosen bekommen hätte, dann hätte die EU das Geld auch ausgegeben. Die EU habe sich die Impfdosen "extrem schnell" gesichert, betonte Gallina. Zugleich räumte die Generaldirektorin ein, dass man Zeit gebraucht habe, um Risiken auszuschließen und Haftungsfragen zu klären. Die Sicherheit der Impfstoffe sei sehr wichtig, betonte sie.

1.2.2021 • 18:44 Uhr

Schneesturm trifft Nordosten der USA - Impfungen verschoben

Ein schwerer Schneesturm mit "Blizzard-ähnlichen Zuständen" hat den Nordosten der USA getroffen. In New York und anderen Städten fallen Busse, Bahnen und Flüge aus. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief den Notstand aus, Straßen wurden für den Einsatz von Rettungsfahrzeugen freigehalten. 60 Zentimeter Schnee wurden dort erwartet. Die Bewohner wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Schulen wurden geschlossen, geplante Corona-Impfungen verschoben.

1.2.2021 • 18:28 Uhr

EU-Datenbank zur Impf-Nachverfolgung

Die EU hat eine Datenbank zur Erfassung der Corona-Impfungen in den EU-Staaten und vier weiteren Ländern eingerichtet. Auf der Website der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC ließen sich heute die ersten Daten zum Fortschritt der Impfprogramme in den 27 EU-Ländern sowie in Großbritannien, Island, Liechtenstein und Norwegen abrufen. Manche Länder haben allerdings noch keine Daten gemeldet. Bisher wurden laut der ECDC-Datenbank 8,23 Millionen Menschen in den erfassten Staaten geimpft, tatsächlich liegt die Zahl aber bereits sehr viel höher. Nach AFP-Informationen wurden bis Montagnachmittag mindestens 12,6 Millionen Dosen an 10,5 Millionen Menschen in der EU verimpft. Das sind etwa 2,3 Prozent der Bevölkerung. Für den ECDC-Impftracker sollen die Staaten zwei Mal pro Woche ihren Impffortschritt melden.

1.2.2021 • 18:19 Uhr

Schnelltest mittels Nasen-Abstrich

Der Schweizer Roche-Konzern will bis Mitte Februar einen für Patienten weniger unangenehmen Coronavirus-Schnelltest auf den Markt bringen. Beim SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test Nasal werde die Probe aus dem vorderen Bereich der Nase entnommen statt aus dem Nasen-Rachen-Raum. Diese Abstrich-Methode könne die Unannehmlichkeiten verringern, insbesondere bei empfindlichen Personen wie Kindern, älteren Menschen oder Personen mit Behinderungen. Der Test habe die CE-Kennzeichnung erhalten und Vertriebspartner SD Biosensor bereite in den USA den Antrag auf Notfallzulassung vor.

1.2.2021 • 18:17 Uhr

Österreich lockert Lockdown

Die österreichische Regierung hat eine teilweise Lockerung des harten Lockdowns ab dem 8. Februar beschlossen. Der Handel, Schulen und körpernahe Dienstleister wie Friseure dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen, teilt die Regierung mit. Der Unterricht in den Schulen wird teilweise im Schichtbetrieb erfolgen. Teilnehmen dürfen nur jene Schüler, die sich testen lassen. Auch Friseure und andere Dienstleistungen dürfen nur mit einem Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, in Anspruch genommen werden.

Die Ausgangsbeschränkungen werden auf die Zeit zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr eingegrenzt. Unter Tags dürfen sich zwei Haushalte treffen. In anderen Bereichen, etwa bei der Einreise, wurden hingegen Verschärfungen beschlossen.

Geschäft in Österreich | dpa

Die Schaufensterpuppe eines Bekleidungsgeschäfts in Salzburg bekommt eine Maske verpasst. Bild: dpa

1.2.2021 • 17:49 Uhr

Swiss streicht weitere Flüge

Die zur Lufthansa gehörende Fluglinie Swiss streicht wegen der verschärften Schweizer Reiserestriktionen weitere Flüge. Bis vorerst Ende Februar werde der Flugbetrieb in Genf auf ein absolutes Minimum reduziert, erklärte die Airline. Auch in Zürich werde das Angebot nochmals verringert. "Swiss hat damit im Februar nur noch zehn Prozent des Flugprogramms von 2019 im Angebot."

1.2.2021 • 17:47 Uhr

Europol warnt Reisende vor gefälschten Testbescheinigungen

Europol hat Reisende vor kriminellen Banden gewarnt, die an Flughäfen und im Internet gefälschte Corona-Testbescheinigungen verkaufen. Beamte hätten mehrere Verdächtige festgenommen, die Reisenden in Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden gefälschte negative Testergebnisse ausgestellt hätten, teilte die europäische Polizeibehörde mit. In einigen Fällen hätten die Betrüger 300 Euro für die Fälschungen verlangt. 

1.2.2021 • 17:25 Uhr

EU verteidigt Impfstoffbeschaffung

Beim deutschen Impfgipfel hat die EU-Kommission ihre Linie bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen verteidigt. Man habe gemeinsam mit den 27 EU-Staaten gehandelt und die bestmöglichen Verträge mit den Herstellern geschlossen, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Montag. Bis jetzt seien 18,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und mehr als 12 Millionen davon verabreicht worden. Das Ziel, bis zum Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen Covid-19 zu impfen, sei erreichbar, bekräftigte sie.

1.2.2021 • 17:22 Uhr

EU will Mutationen bei Einreiseverbot stärker berücksichtigen

Bei dem weitgehenden Einreiseverbot in die EU wollen die EU-Staaten die Verbreitung neuer Corona-Varianten in Drittstaaten künftig stärker berücksichtigen. Für Reisende aus Gebieten mit besorgniserregenden Mutationen soll nach der Ankunft eine Quarantäne-Pflicht gelten. Auch zusätzliche Corona-Tests bei oder nach der Ankunft sind vorgesehen. Auf diese Empfehlungen für Einreisen aus Nicht-EU-Staaten einigten sich die Botschafter der EU-Staaten am Montag in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr. Die Empfehlungen müssen nach der Entscheidung der Botschafter noch offiziell im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten angenommen werden.

1.2.2021 • 17:19 Uhr

Südafrikanische Mutation bei elf Briten ohne Kontakt zu Reisenden

Die südafrikanische Virus-Variante ist in Großbritannien bei elf Personen festgestellt worden, die keinen Kontakt zu Reisenden hatten. Die Regierung ordnete Massentests in den acht Bezirken an, in denen die Fälle aufgetreten waren. In diesen jeweils rund 10.000 Personen umfassenden Bezirken - darunter drei in London - würden alle Bewohner ab 16 Jahren zu einem Test aufgefordert, auch wenn sie keine Symptome zeigten, so die Behörden. Die Infizierten würden sich selbst isolieren. Die konsequente Nachverfolgung ihrer Kontaktpersonen solle eine weitere Verbreitung verhindern.

1.2.2021 • 17:06 Uhr

Bundeswehr hilft ab Mittwoch in Portugal

Die Bundeswehr wird nach einer Entscheidung des Verteidigungsministeriums am Mittwoch Hilfe in das von der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Portugal schicken. Es sei geplant, dem EU-Partner 26 Sanitätskräfte sowie 150 Feldkrankenbetten und insgesamt 50 Beatmungsgeräte zu stellen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Portugal selbst hat sich zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Seit Sonntag ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. Ministerpräsident António Costa bezeichnete die Pandemie-Lage als "sehr schlimm". Das Land ist besonders stark von der als höher ansteckend geltenden Virusvariante betroffen, die zunächst in Großbritannien auffiel. Deshalb gilt in Deutschland seit Sonntag eine Einreisesperre aus dem Land.

1.2.2021 • 16:59 Uhr

Erstmals Corona bei Nerzen in Polen festgestellt

In Polen ist Covid-19 erstmals bei Nerzen festgestellt worden. Sämtliche Tiere in der betroffenen Nerzfarm im Norden des Landes würden gekeult, teilt das Gesundheitsministerium mit. Es müsse alles getan werden, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. In Dänemark, dem bisher führenden Exporteur von Nerzfellen, war die gesamte Population von 17 Millionen Nerzen gekeult worden. In den Tieren waren Virus-Mutationen festgestellt worden, eine Rückübertragung auf den Menschen wurde befürchtet.

1.2.2021 • 16:56 Uhr

Indien: Milliarden für die Impfstoffentwicklung

Indien will im kommenden Haushaltsjahr, ab April, 25,4 Milliarden Euro für sein Gesundheitsbudget ausgeben. Das seien 137 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte Finanzministerin Nirmala Sitharaman am Montag dem Parlament in Neu Delhi. Demnach will das Land vier Milliarden Euro allein für Impfstoffentwicklung sowie Impfprogramme ausgeben.

Das Land wird oft als "Apotheke der Welt" bezeichnet, da dort nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt wird. Das Riesenland mit 1,3 Milliarden Einwohnern hat in absoluten Zahlen am zweitmeisten Coronafälle - insgesamt rund 10,8 Millionen. Die Gesundheitsausgaben machten bislang nur 1,3 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus, und das Land hat auf die Bevölkerung gerechnet deutlich weniger Ärzte und Krankenhausbetten als beispielsweise Deutschland.

1.2.2021 • 16:52 Uhr

Madrid lockert Maßnahmen

Im Großraum Madrid werden die Beschränkungen gelockert. So dürfen statt bisher vier ab Freitag sechs Personen auf Terrassen von Gaststätten zusammenkommen, wie die Behörden mitteilen. Der Beginn einer nächtlichen Ausgangssperre könnte zudem von 22 Uhr auf Mitternacht verschoben werden.

Die Region Madrid stellt sich damit gegen den Trend in Spanien, wo die Maßnahmen vielerorts eher noch verschärft werden. Die konservative Präsidentin der Region Madrid, Isabel Diaz Ayuso, erklärt, es werde alles getan, um Bars, Restaurants und Kulturstätten offen zu halten - trotz politischen Drucks. Sie ging schon öfter auf Konfrontation zur linken Zentralregierung.

1.2.2021 • 16:50 Uhr

Slowakei will selbst Corona-Impfstoffe produzieren

Der slowakische Gesundheitsminister Marek Krajci hat Verhandlungen über eine mögliche Produktion von Corona-Impfstoffen in dem EU-Land bestätigt. "Ich will das noch nicht konkretisieren, aber ich bestätige, dass unser Interesse sehr groß ist", erklärte Krajci der Nachrichtenagentur Sita in Bratislava. Demnach soll es Gespräche sowohl mit dem Konsortium Pfizer/Biontech als auch mit dem US-Unternehmen Moderna geben.

Sita hatte zuvor gemeldet, dass die bereits weit gediehene Entwicklung eines eigenen Corona-Impfstoffs durch die slowakische Firma Axon Neuroscience in Zusammenarbeit mit der Slowakischen Akademie der Wissenschaften aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung ins Stocken geraten sei. Anstatt mit finanzstärkeren Konzernen zu konkurrieren, erwäge man nun, das slowakische Expertenteam in eine internationale Kooperation mit einem der beiden großen Anbieter zu integrieren.

1.2.2021 • 16:10 Uhr

Einreisesperre: Keine Sonderregelung für Profi-Fußballer

Die neuen deutschen Einreise-Regeln treffen auch die Champions League. Denn die vorerst bis zum 17. Februar gültige Verordnung sieht keine Ausnahmen für den Profifußball vor. In der Verordnung "gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler", stellte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage klar. Damit kann RB Leipzig sein für den 16. Februar geplantes Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool nach aktuellem Stand nicht im eigenen Stadion austragen.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat sich bisher noch nicht zu der Problematik geäußert. Am Sonntag hatte sich Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff noch optimistisch gezeigt, eine Lösung zu finden. "Unser Ziel ist es nicht, in St. Petersburg oder woanders als Alternative zu spielen", sagte Mintzlaff.

Seit Samstag dürfen Fluggesellschaften keine Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten mehr nach Deutschland bringen. Zu diesen Gebieten zählt Großbritannien. Ausnahmen sind lediglich für Deutsche und für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, vorgesehen. Für sie gilt aber auch die Pflicht, sich vor der Einreise anzumelden und einen negativen Corona-Test vorzuweisen.

1.2.2021 • 15:19 Uhr

Israel übergibt 2000 Impf-Dosen an Palästinenser

Israel hat der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung gestellt. In einem ersten Schritt seien 2000 Dosen des Impfstoffs des Herstellers Moderna übergeben worden, teilte die zuständige Behörde Cogat mit. Die Übergabe erfolgte demnach am Kontrollpunkt Beitunia bei Ramallah. Weitere 3000 Dosen sollen folgen.

Mit dem Impfstoff soll medizinisches Personal geimpft werden. Die Autonomiebehörde rechnet in Kürze mit weiteren Lieferungen auch aus anderen Quellen. Ministerpräsident Mohammed Schtaje sagte, mit dem Beginn der Impfkampagne in den Palästinensergebieten werde in zwei Wochen gerechnet. Zunächst würden 50 000 Dosen bereitgestellt.

Mögliche israelische Impfstofflieferungen und Hilfe für die Palästinenser wurden zuletzt kontrovers diskutiert. Organisationen wie Amnesty International hatten Israel dazu aufgerufen und dies mit dessen Verantwortung als Besatzungsmacht begründet. Die Autonomiebehörde hatte Israel nie offiziell um Impfstoffe gebeten, sieht es als Besatzungsmacht aber ebenfalls moralisch und rechtlich zu Unterstützung verpflichtet. Die Palästinenser berufen sich dabei unter anderem auf die Genfer Konventionen. Sie weisen auch darauf hin, dass in den Friedensverträgen mit Israel eine Zusammenarbeit bei der Epidemiebekämpfung festgeschrieben wurde.

1.2.2021 • 15:13 Uhr

Südafrika erhält erstmals Impfstoff

Südafrika hat erstmals eine Lieferung mit Corona-Impfstoff erhalten. Ein Flugzeug mit einer Million Impfdosen an Bord kam heute auf dem internationalen Flughafen OR Tambo in Johannesburg an, wie der staatliche Sender SABC berichtet. Das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca, das in Indien hergestellt wurde, wurde von Präsident Cyril Ramaphosa und weiteren hochrangigen Staatsvertretern in Empfang genommen.

Der Impfstoff ist zunächst für Beschäftigte im Gesundheitssystem bestimmt. Das Land weist in Afrika mit 1,4 Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 44.000 Toten die meisten Ansteckungen und Todesfälle auf. Für zusätzliche Belastung sorgt eine ansteckendere Virusvariante, die Ende des vergangenen Jahres festgestellt worden war.

1.2.2021 • 14:51 Uhr

Tschechische Petition fordert Hilfe aus Deutschland

Immer mehr Menschen in Tschechien fordern ihre Regierung auf, Deutschland um Hilfe bei der Behandlung von Corona-Intensivpatienten zu ersuchen. Eine Online-Petition mit dem Titel "Öffnet die Grenzen für Rettungswagen" haben bereits mehr als 2700 Menschen unterzeichnet.

Frustriert äußerte sich der Präsident der Karlsbader Region im Westen des Landes, Petr Kulhanek. Er habe an das Kabinett in Prag appelliert, über Verlegungsmöglichkeiten nach Sachsen oder Bayern zu verhandeln. In der Verwaltungsregion um Karlsbad (Karlovy Vary) war kein einziges Intensivbett für Corona-Patienten mehr frei. In der benachbarten Region Pilsen (Plzen) gab es noch ein einziges.

Besonders dramatisch entwickelt sich die Lage im Stadtkrankenhaus von Eger (Cheb). Täglich werden von dort Patienten mit Krankenwagen oder Armeehubschraubern in weit entfernte Kliniken innerhalb Tschechiens verlegt - teilweise über Hunderte Kilometer. Dabei ist die Grenzstadt auf drei Seiten von Deutschland umgeben. Gesundheitsminister Jan Blatny ist der Ansicht, dass ausländische Hilfe nicht erforderlich ist, solange in anderen Landesteilen Kapazitäten verfügbar sind.

1.2.2021 • 14:45 Uhr

Ostukraine startet Impfungen mit Sputnik V

Trotz eines in der Ukraine verhängten Impfverbots mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V haben im Osten des Landes Impfungen mit dem Vakzin begonnen. In den von Separatisten kontrollierten Gebieten an der russischen Grenze hätten die ersten medizinischen Mitarbeiter, Beschäftigten sozialer Dienste und Vertreter von Sicherheitsorganen eine Impfung erhalten, berichteten Medien in der Ostukraine. Das Parlament in der Hauptstadt Kiew hatte dagegen erst vor wenigen Tagen Sputnik V verboten.

In den Separatisten-Gebieten hat es nach offizieller Statistik seit Beginn der Pandemie bislang etwas mehr als 22.000 Corona-Infektionen gegeben. Mehr als 2000 starben mit dem Virus. Beobachter gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Eigenen Angaben nach leben rund 3,6 Millionen Menschen in den von den Aufständischen kontrollierten Gebieten Luhansk und Donezk.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew setzt dagegen auf westliche Impfstoffe. Die ersten Lieferungen werden Regierungsangaben zufolge in zwei Wochen erwartet.

1.2.2021 • 14:40 Uhr

3100 Soldaten helfen bei Schnelltests

In den Alten- und Pflegeheimen sind der Regierung zufolge mittlerweile über 3145 Soldaten im Einsatz und unterstützen bei Schnelltests, sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz. Vor einer Woche waren es noch weniger als die Hälfte. Die Bundesregierung fordert unter anderem die Landkreise auf, auf die Hilfe weiterer Soldaten zurückzugreifen, um die Heime besser zu schützen. Sie sind ein Hotspot für Corona-Ausbrüche und unter den Todesopfern sind überwiegend sehr alte Menschen.

1.2.2021 • 14:37 Uhr

Großbritannien sichert sich weiteren Impfstoff von Valneva

Großbritannien hat sich weitere 40 Millionen Dosen des französischen Herstellers Valneva gesichert, teilte die britische Regierung mit. Damit kann Großbritannien insgesamt bis 2022 mit 100 Millionen Dosen des Unternehmens rechnen, das im Laufe des Jahres auf eine Zulassung seines Präparats hofft. Für die folgenden Jahre - 2023 bis 2025 - haben die Briten weitere 90 Millionen Impfdosen bei Valneva bestellt. Der Auftrag soll laut Hersteller ein Volumen von bis zu 1,4 Milliarden Euro haben.

Mit der Bestellung setzt die britische Regierung weiterhin auf ihre - bislang erfolgreiche - Strategie, frühzeitig feste Verträge mit Impfstoff-Herstellern zu schließen. Bis das Vakzin auf den Markt kommt, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Derzeit laufen die klinischen Tests der Phasen I/II, danach steht noch die wichtige Phase III an.

Insgesamt hat Großbritannien bereits mehr als 400 Millionen Dosen verschiedener Impfstoffe bestellt. Bei zwei Dosen pro Person, wie sie bei den meisten Vakzinen benötigt werden, könnte damit die gesamte Bevölkerung des Landes fast dreimal durchgeimpft werden. Allerdings sind nicht alle der bestellten Impfstoffe bereits zugelassen.

1.2.2021 • 14:28 Uhr

Impfung bei Schwangeren nach Rücksprache möglich

Schwangere können nach Einschätzung mehrerer Fachgesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen gegen Covid-19 geimpft werden. "Insbesondere Schwangeren mit Vorerkrankungen, einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 oder hohem Expositionsrisiko gegenüber einer Sars-CoV-2-Infektion kann die Impfung angeboten werden", heißt es in einer Stellungnahme unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Eine generelle Empfehlung sprechen die Fachleute nicht aus. Es gebe bislang keine belastbaren Daten zur Anwendung von sogenannten mRNA-Impfstoffen in der Schwangerschaft. Die Entscheidung solle in enger Absprache mit einem Arzt und nach Abwägung individueller Vorteile und Risiken getroffen werden, raten sie. Frauen mit Kinderwunsch wird die Impfung empfohlen. Es gebe keine Hinweise, dass mRNA-Impfstoffe die Fruchtbarkeit beeinträchtigten.

Das Papier bezieht sich auf die beiden zuerst gegen Covid-19 zugelassenen Impfstoffe der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna - der seit Freitag ebenfalls in der Europäischen Union zugelassene Impfstoff von Astrazeneca ist zunächst nicht berücksichtigt.

1.2.2021 • 14:24 Uhr

Johnson: Müssen Einschränkungen aufrecht halten

Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Lockerung der Corona-Einschränkungen ab. Es gebe zwar erste Anzeichen dafür, dass die Infektionsrate abflache und womöglich sogar zu fallen beginne. "Aber vergessen Sie nicht, dass sie immer noch auf einem sehr hohen Niveau ist", sagt der Regierungschef zu mehreren Rundfunksendern. "Das Risiko besteht darin, dass Sie, wenn Sie Ihren Fuß von der Kehle der Bestie nehmen, wenn Sie zulassen, dass die Dinge außer Kontrolle geraten, die Krankheit sich schnell wieder ausbreiten könnte, bevor wir genug Impfungen in die Arme der Menschen bekommen."

1.2.2021 • 14:21 Uhr

Forschungsprojekt: Klinikum untersucht Spätfolgen

Das Universitätsklinikum Ulm startet ein Forschungsprojekt zu Covid-19-Spätfolgen an Lunge und Herz. Mit welchen Beschwerden Betroffene rechnen müssen, wenn sie die Erkrankung überstanden haben und welche bleibenden Schäden Covid-19 hinterlassen könne, sei bisher noch kaum erforscht, teilte die Uniklinik mit. Im Rahmen einer von Bund und Land geförderten Studie könnten sich am Ulmer Klinikum betroffene Patientinnen und Patienten in einer Post-Covid-19-Spezialambulanz untersuchen und beraten lassen.

Nach bisherigen Erkenntnissen müssten 50 Prozent der Covid-19-Erkrankten mit Langzeitfolgen für Lunge und Herz rechnen. "Obwohl wir jeden Tag mehr über das Virus und die Erkrankung lernen, bleiben doch offene Fragen", sagte Professor Wolfgang Rottbauer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II. Die Spezialambulanz biete "modernste nicht-invasive Untersuchungsverfahren von Lunge und Herz", ergänzte Oberarzt Dominik Buckert, der die Studie leitet.

1.2.2021 • 14:16 Uhr

Niederlande: 16.000 Corona-Geldbußen verhängt

Wegen Verstößen gegen die nächtliche Corona-Ausgangsperre hat die Polizei in den Niederlanden bislang fast 16.000 Geldbußen verhängt. Allein seit Sonntag seien es 980 gewesen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Massenproteste gegen das Ausgangsverbot zwischen 21 Uhr und 4.30 Uhr, das seit dem 23. Februar gilt, waren in mehreren Städten in Krawalle, Plünderungen und Angriffe auf die Polizei ausgeartet.

Laut Behördenangaben werden bei Verstößen gegen Corona-Schutzvorschriften zunächst Verwarnungen ausgesprochen. Wer sie nicht befolgt, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 95 Euro bestraft werden.

Die niederländische Regierung hat für morgen Beratungen über Möglichkeiten zur Lockerung ihrer Corona-Maßnahmen angesetzt. Wie ANP und der Sender NOS unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, werde neben der Wiedereröffnung von Grundschulen und Kitas auch mit der Aufhebung der Ausgangssperre in der kommenden Woche gerechnet.

1.2.2021 • 14:09 Uhr

Deutlich mehr Impfstoff im zweiten Quartal

Die Lieferungen von Corona-Impfstoff für Deutschland sollen im Laufe des Jahres deutlich anziehen. Das geht aus einer neuen Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut einer aktuellen Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein. Die Schätzung bezieht sich auf geschlossene Verträge und geplante Vereinbarungen sowie voraussichtliche Zulassungstermine einiger Impfstoffe.

1.2.2021 • 13:59 Uhr

CureVac holt weiteren Partner zur Impfstoff-Herstellung an Bord

Das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac treibt mit dem Partner Rentschler Biopharma SE die Produktion seines möglichen Corona-Impfstoffs voran. Aktuell würden die Herstellungsprozesse getestet und optimiert, teilten die Unternehmen mit. Es werde erwartet, dass am Rentschler-Standort in Laupheim pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des CureVac-Impfstoffes hergestellt werden können. Curevac habe damit begonnen, ein europäisches Netzwerk zur Impfstoff-Herstellung mit mehreren Dienstleistungspartnern aufzubauen, hieß es weiter.

1.2.2021 • 13:29 Uhr

Italien: Weitreichende Lockerungen in Kraft

Während viele EU-Staaten ihre Corona-Maßnahmen aus Angst vor den neuen Mutanten zuletzt noch verschärft haben, sind in Italien weitreichende Lockerungen des Lockdowns in Kraft getreten. Die meisten Regionen des Landes wurden am Montag zu gelben Zonen herabgestuft, in denen das Ansteckungsrisiko als gering gilt. Restaurants dürfen tagsüber wieder öffnen, auch Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum in Rom sind Besuchern wieder zugänglich. 

Keine der italienischen Regionen galt am Montag noch als rote Zone, der Kategorie mit dem größten Infektionsrisiko. Als orange - der Kategorie für das mittlere Infektionsrisiko - eingestuft wurden Südtirol, Umbrien, Apulien sowie die Inseln Sardinien und Sizilien.  Die nächtliche Ausgangssperre von 22.00 bis 05.00 Uhr bleibt auch nach den Lockerungen landesweit in Kraft. Restaurants, die bisher nur Außer-Haus-Service anbieten durften, dürfen nun aber wieder bis 18.00 Uhr Gäste vor Ort bedienen. Sehenswürdigkeiten wie die Vatikanischen Museen oder das Forum in Rom dürfen wieder öffnen - allerdings nur von montags und bis freitags. Mit der Schließung am Wochenende sollen große Menschenansammlungen verhindert werden. 

1.2.2021 • 13:24 Uhr

Dezember-Hilfen fließen

Nach wochenlanger Verzögerung kann die Auszahlung der regulären Dezember-Hilfen für Firmen in der Corona-Krise nun starten. Die technischen Voraussetzungen dafür stehen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Damit könnten die Auszahlungen durch die Länder ab sofort beginnen. Seit Anfang Januar waren bereits Abschlagszahlungen geflossen, Unternehmen konnten also einen Vorschuss auf die spätere Zahlung bekommen. Außerdem wurden die sogenannten November-Hilfen zuletzt an die Firmen ausgezahlt.

Die Abschlagszahlungen für den Dezember, die aus der Bundeskasse fließen, seien stark in Anspruch genommen worden, erklärte das Ministerium. So seien bereits mehr als 1,56 Milliarden Euro überwiesen worden. Im Zuge der November- und Dezember- Hilfe zusammen wurden demnach bislang mehr als 4,35 Milliarden Euro gezahlt. Die Dezember-Hilfe richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und auch Vereine, die von den Schließungen im Dezember besonders stark betroffen waren. Sie können Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 erhalten.

1.2.2021 • 13:19 Uhr

Gewerkschaft der Polizei: Höhere Priorität beim Impfen gefordert

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat kurz vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern eine frühere Impfung von Sicherheitskräften gefordert. "Wenn beim Impfgipfel die Reihenfolge auf den Prüfstand gestellt wird, müssen die Sicherheitsbehörden besser berücksichtigt werden", sagte GdP-Vize Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wichtig ist, dass die Polizei beim Impfen eine höhere Priorität bekommt", mahnte er.

Die Polizei wolle nicht in Konkurrenz zu Altenpflegern oder zum Krankenhauspersonal treten. "Aber die Reihenfolge muss wiedergeben, dass es die Polizei ist, die in der Pandemie für Sicherheit und Ordnung sorgt", sagte der Polizeigewerkschafter.

1.2.2021 • 12:22 Uhr

Isle of Man beendet Lockdown

Schulen, Restaurants, Geschäfte und Pubs dürfen öffnen, es besteht keine Maskenpflicht mehr: Wegen äußerst geringer Neuinfektionen hat die britische 85.000-Einwohner-Insel Isle of Man ihre Corona-Maßnahmen beendet. "Das Ende des Lockdowns bedeutet, dass das Leben auf der Insel zur Normalität zurückkehren kann", teilte die Regierung des Kronbesitzes in der Irischen See mit. Es muss kein Abstand zu anderen Menschen mehr gehalten werden. Die ersten Pubs öffneten um eine Minute nach Mitternacht ihre Türen. Zuvor hatte es 17 Tage lang keinen "unerklärten" Corona-Fall gegeben.

Allerdings sind weiter scharfe Grenzkontrollen in Kraft. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle, die einreisen dürfen und dann zwingend für mehrere Tage in Quarantäne müssen.

Landschaft auf der Isle of Man | NDR

Bild: NDR

1.2.2021 • 11:51 Uhr

Söder: staatliche Eingriffe in Impfstoffproduktion sind angemessen

Zur Beseitigung des aktuellen Mangels an Corona-Impfstoffen hält CSU-Chef Markus Söder auch Vorgaben des Staates zur Produktion für angemessen. "Nach dem deutschen Verordnungsrecht gäbe es die Möglichkeit, in solchen Notfällen auch zu akquirieren", sagte der bayerische Ministerpräsident. Die Pandemie sei eine außerordentliche Notsituation und niemand dürfe vergessen, dass Impfungen neben gesundheitlichen Gründen auch für die Wirtschaft von extremer Wichtigkeit seien.

Ähnlich äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Bisher arbeiteten viele Pharmaunternehmen freiwillig zusammen, sagte Altmaier am Sonntagabend in der ARD-Sendung Anne Will. "Sollte es aber Fälle geben, wo ein Unternehmen aus Egoismus sagen würde, wir haben solche Anlagen, helfen aber nicht mit, dass das Nachbarunternehmen dort seinen Impfstoff produzieren kann - dann müssen wir natürlich auch über strengere Maßnahmen nachdenken." Auch Grünen-Chef Robert Habeck hatte eine "Notimpfstoffwirtschaft" angeregt.

1.2.2021 • 11:48 Uhr

Fast zwei Millionen Arbeitslose mehr in der EU

In der EU sind im Dezember fast zwei Millionen Menschen mehr arbeitslos gewesen als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Arbeitslosenquote stieg nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat von 6,5 Prozent im Dezember 2019 auf 7,5 Prozent am Ende des Corona-Jahres 2020. Mit 438.000 mehr jungen Menschen auf Arbeitssuche macht die Jugendarbeitslosigkeit fast ein Viertel dieses Anstiegs aus.

Am schwersten von Arbeitslosigkeit betroffen sind die Länder Griechenland (16,7 Prozent laut Zahlen von Oktober), Spanien (16,2 Prozent), Litauen (10,1 Prozent) und Italien (9,0 Prozent). Die niedrigste Arbeitslosigkeit verzeichnete zuletzt Tschechien mit 3,1 Prozent. In Deutschland lag sie laut Eurostat bei 4,6 Prozent.

1.2.2021 • 10:42 Uhr

Bayer unterstützt CureVac bei Impstoff-Produktion

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer hat angekündigt rund 160 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffes von CureVac zu produzieren, wenn dieser zugelassen ist. Das Vakzin von CureVac befindet sich derzeit in Stufe drei der klinischen Testung. Eine Zulassung wird für die kommenden Monate erwartet.  Die ersten Dosen seien möglicherweise bereits Ende diesen Jahres verfügbar. 

1.2.2021 • 10:14 Uhr

Großbritannien: Fast alle Pflegeheimbewohner erhalten Impf-Angebot

In England haben dem Gesundheitsdienst zufolge fast alle Bewohner von Pflegeheimen mittlerweile eine erste Corona-Impfdosis angeboten bekommen. Premierminister Boris Johnson feierte das für den Monatswechsel gesetzte Etappenziel heute als wichtigen Meilenstein bei der Bekämpfung der Pandemie. Unklar war jedoch zunächst, wie viele der Bewohner der mehr als 10.000 Pflegeheime in England das Impf-Angebot auch angenommen haben.

Das nächste Etappenziel, das sich die britische Regierung gesetzt hat, steht bereits Mitte Februar an: Bis dahin sollen die gefährdetsten Gruppen der Gesellschaft und damit 15 Millionen Briten eine erste Dosis verabreicht bekommen haben.

Unterdessen müssen Hunderttausende Briten bereits länger als ein Jahr auf Operationen warten. Ihre Anzahl sei seit Beginn der Pandemie von gut 1600 auf aktuell 192.000 Patienten gestiegen, hieß es einem BBC-Bericht zufolge vom Verband NHS Providers, der die Interessen der Beschäftigten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS und anderen medizinischen Diensten vertritt. In britischen Krankenhäusern werden derzeit mehr als 34.000 Patienten mit Covid-19 behandelt, mehr als 3800 von ihnen werden künstlich beatmet.

1.2.2021 • 10:07 Uhr

Pharmafirmen warnen vor zu großen Erwartungen

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) warnt vor dem Impfgipfel davor, zu hohe Erwartungen an die Branche zu stellen. "Eine Impfstoff-Fabrik ist kein Bücherregal aus dem Möbelhaus, das man schnell aufbauen kann", sagte VFA-Präsident Han Steutel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Für die komplexe Herstellung von Impfstoffen brauche es geeignete Produktionsanlagen und qualifiziertes Personal, heißt es dem Bericht zufolge aus der Branche. Selbst Firmen, die ihre Kapazitäten schnell ausweiten könnten, bräuchten dafür sechs bis neun Monate.  

1.2.2021 • 09:55 Uhr

Krankenhausverband fordert Sicherheit für Kliniken

Vor der Tagung des Expertenbeirats zur Corona-Sicherung für Kliniken am Dienstag fordert der Katholische Krankenhausverband Deutschlands ein klares Signal von Politik und Krankenkassen, dass die Kliniken im zweiten Pandemiejahr wirtschaftlich abgesichert werden. Auch wenn die Zahl von Covid-19-Patienten auf den Stationen aktuell wieder sinke, sei im Jahr 2021 für die Kliniken kein Normalbetrieb mit geregelten Einnahmen in Sicht, erklärte der Verband.

Infektionsschutzmaßnahmen erforderten mehr Personal und verursachten zugleich deutliche Mehrkosten. Auch sei es nicht möglich, planbare Behandlungen und Eingriffe in dem sonst üblichen Umfang zu erbringen. Gleichzeitig sei zu befürchten, dass sich die Versorgungssituation mit der Ausbreitung von Mutationen erneut und schlagartig verschärfen könnte.

1.2.2021 • 09:45 Uhr

BDI: Beschleunigung der Impfstoffproduktion schwer möglich

Der Industrieverband BDI warnt vor dem Impfgipfel vor überzogenen Erwartungen. Bund und Länder sollten keine falsche Erwartungshaltung wecken, man könne die Impfstoffproduktion in Deutschland binnen weniger Wochen dramatisch steigern, sagt BDI-Präsident Siegfried Russwurm. "Ein signifikanter Produktionsausbau ist so komplex und zeitaufwändig, dass mit keiner weiteren Beschleunigung der Impfstoffauslieferung zu rechnen ist."

1.2.2021 • 09:39 Uhr

Deutsche tranken im Coronajahr deutlich weniger Bier

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Bier getrunken. Kneipen und Bars hatten wochenlang geschlossen, Großveranstaltungen fielen aus - der Absatz der Brauereien ging daher um 5,5 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Der Brauer-Bund erklärte, die Krise der Branche sei "weitaus tiefer als die jüngsten Absatzzahlen auf den ersten Blick vielleicht vermuten lassen". Die Brauereien hätten laut einer Umfrage des Branchenverbands 2020 ein Umsatzminus von im Mittel 23 Prozent erlitten. Ware im Millionenwert mussten die Brauer demnach vernichten.

1.2.2021 • 08:49 Uhr

Walter-Borjans: 200 Euro Einmalhilfe für Bedürftige

In der Debatte um eine mögliche Zusatzzahlung für Grundsicherungsempfänger wegen der Corona-Pandemie nennt SPD-Chef Norbert Walter-Borjans nun konkrete Zahlen: "Ein Zuschuss von 200 Euro wäre für viele Menschen, die in Armut leben, eine große Hilfe und würde die Allgemeinheit nicht überfordern", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Walter-Borjans sprach von einer "Einmalhilfe".

Denkbar sei außerdem eine erneute Zahlung an Familien, sagte der SPD-Chef. Der Kinderbonus war im vergangenen Jahr gezahlt worden. Er betrug 300 Euro pro Kind.

1.2.2021 • 08:36 Uhr

Einzelhandel: Rekordminus im Weihnachtsgeschäft

Der Lockdown im Weihnachtsgeschäft hat den deutschen Einzelhändlern Ende 2020 das größte Umsatzminus seit mehr als einem Vierteljahrhundert eingebrockt. Der Umsatz sank im Dezember 9,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1994. Preisbereinigt (real) lag das Minus bei 9,6 Prozent und damit deutlich schlechter als von Ökonomen mit 2,6 Prozent erwartet.

Im Gesamtjahr hatte die Branche real: 3,9 Prozent mehr in den Kassen. Dies war das größte Wachstum seit 1994. Während jedoch der Bekleidungshandel im Corona-Jahr rund 23 Prozent weniger Umsatz machte, stiegen die Erlöse im Internet- und Versandhandel um fast 25 Prozent.

1.2.2021 • 08:27 Uhr

Ryanair rechnet mit fast einer Milliarde Verlust

Europas größter Billigflieger Ryanair erwartet wegen des Einbruchs des Reiseverkehrs während der Corona-Pandemie im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 einen Verlust von fast einer Milliarde Euro. Zwar lasse sich die Entwicklung angesichts der Änderungen von Reisebeschränkungen schwer vorhersagen, doch prognostiziere das Management angesichts der Impfkampagnen für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr ein Minus von 850 bis 950 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Erst Anfang Januar hatte Ryanair wegen der Verschärfung von Lockdowns seine ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter noch weiter zusammengestrichen.

1.2.2021 • 08:20 Uhr

RKI meldet 5608 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut meldet 5608 Neuinfektionen in Deutschland. Damit haben sich 2.221.971 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion gestorben sind, erhöht sich demnach um 175. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 91. Die montags vom RKI veröffentlichten Zahlen sind allerdings häufig unvollständig, da nicht alle Fälle vom Wochenende berücksichtigt werden. Aus Sachsen-Anhalt wurden keine Daten übermittelt.

1.2.2021 • 08:20 Uhr

Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter steigt um 20 Prozent

Die Zahl der Kurzarbeiter ist im Januar Schätzungen des Münchner Ifo-Instituts zufolge um knapp 20 Prozent gestiegen. Im vergangenen Monat waren 2,6 Millionen Menschen auf Kurzarbeit, im Dezember waren es 2,2 Millionen Menschen. Der Anteil der Kurzarbeitenden an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt stieg damit von 6,6 Prozent im Dezember auf 7,8 Prozent.

Besonders betroffen ist die Gastronomie. Hier stieg der Anteil demnach von 54,1 Prozent auf 55,9 Prozent - absolut waren es 594.000 Menschen. Im Handel stieg die Zahl laut Ifo um mehr als das Doppelte von 260.000 auf 556.000 Menschen und damit von 5,7 Prozent auf 12,2 Prozent der Beschäftigten. In der Industrie hingegen ging die Kurzarbeit etwas zurück; laut Ifo von 611.000 auf 598.000 Menschen oder von 8,8 Prozent auf 8,6 Prozent der Beschäftigten. Dabei entwickelten sich die einzelnen Industriebranchen sehr unterschiedlich: Im Maschinenbau, bei den Metallerzeugern und den Herstellern von Metallerzeugnissen ging die Kurzarbeit zurück, bei den Autobauern stieg sie.

1.2.2021 • 07:55 Uhr

Woidke: Keine staatlichen Eingriffe bei Impfstoff-Produzenten

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält staatliche Eingriffe bei der Impfstoff-Produktion noch nicht für erforderlich. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der Politiker: "Ob es denn Zwangsmaßnahmen geben muss? Ich glaube, es ist nicht notwendig, Zwangsmittel einzusetzen. Das sehe ich momentan nicht. Ich sehe auch nicht, dass es mehr Impfstoff bringen wird. Das ist ja unser Ziel." Er setze sich dafür ein, sich mit den Herstellern zusammen zu setzen und zu prüfen, "was wir in Deutschland gemeinsam tun können".

Grundsätzlich hat Woidke keine Einwände dagegen, Impfstoffe aus anderen Ländern wie China oder Russland ebenfalls in Deutschland anzuwenden. Diese Impfstoffe müssten allerdings wie alle anderen Mittel in der EU ein entsprechendes Zulassungsverfahren durchlaufen. "Die können vielleicht so schnell durchgeführt werden, wie sie auch bei BioNTech durchgeführt wurden und bei anderen Impfstoffen gelaufen sind. Ich halte es schon für nötig und für möglich, auch diese Impfstoffe zu prüfen, wenn sie zur Verfügung stehen. Und wenn sie sicher sind und wirksam sind, dann sollten sie auch eingesetzt werden."

1.2.2021 • 07:11 Uhr

Corona-Reisebeschränkungen wirken auch auf Migration

Wegen der Corona-Pandemie hat Deutschland 2020 nur halb so vielen Angehörigen von Flüchtlingen den Familiennachzug gewährt wie im Vorjahr. Insgesamt bekamen im vergangenen Jahr 12.502 Angehörige von Flüchtlingen - die nach internationalem Recht oder als Kriegsflüchtlinge anerkannt worden waren - das Recht, nach Deutschland nachzukommen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" mit Verweis auf die Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine mündliche Frage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke.

Auch insgesamt ist die Migration nach Deutschland demnach rückläufig. Grund für die Entwicklung 2020 waren - neben einem insgesamt rückläufigen Trend - vor allem die Beschränkungen des Reiseverkehrs und der Visumsbearbeitung in den Botschaften infolge der Corona-Pandemie. Wie die Bundesregierung schreibt, sind elf Visastellen in zehn Ländern pandemiebedingt für den Publikumsverkehr geschlossen.

1.2.2021 • 07:01 Uhr

Ex-Verteidigungsminister Rühe fordert Merkel zum Handeln auf

Der frühere CDU-Verteidigungsminister Volker Rühe kritisiert einen schleppenden Einsatz von Soldaten zum Corona-Schutz der Altenheime in Deutschland. Er appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel, das Thema an sich zu ziehen.

Der "Bild"-Zeitung sagte Rühe: "Merkel sagte kürzlich, ihr breche das Herz, wenn sie an die hohen Corona-Todeszahlen in Altenheimen denke. Sie versprach, alles dafür zu tun, dass die Alten in den Heimen besser vor dem Virus geschützt werden. Wir brauchen jetzt mehr Führungsstärke der Kanzlerin." Rühe unterstrich, die Altenheim-Frage gehöre auf der Tagesordnung der Kanzlerin ganz nach oben.

Rühe erinnerte daran, dass zu seiner Amtszeit als Verteidigungsminister die Bundeswehr zur Unterstützung nach der Oder-Flut eingesetzt wurde.

1.2.2021 • 07:01 Uhr

Streeck: Alle Lockdown-Schäden erfassen

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck plädiert dafür, die gesellschaftlichen Schäden durch den Kampf gegen Corona nicht zu vernachlässigen und systematisch zu erfassen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Mediziner: "Wir haben harte Fakten zum Virus. Aber wir haben sehr wenige Fakten zu Kollateralschäden und Nebenwirkungen. Das sollte im gleichen Maße überprüft und erfasst werden, damit auch diese Daten in die Entscheidungen der Politik mit einfließen."

Die Politik müsse abwägen und dürfe sich nicht nur von Virologen, Epidemiologen und Physikern leiten lassen, fügte er hinzu. "Kinderärzte, Psychologen und Soziologen warnen vor den Kollateralschäden, die Wirtschaft und Künstler leiden: All dies gilt es zu bedenken", sagte Streeck, der das Institut für Virologie der Universitätsklinik Bonn leitet. Bis heute sei außerdem nicht überprüft, welche Einschränkungen der bisherigen Lockdowns tatsächlich welche Wirkung gehabt hätten.

1.2.2021 • 06:48 Uhr

Pakistan öffnet Grundschulen und Universitäten

In Pakistan haben Grundschulen und Universitäten nach einer längeren Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Millionen Schüler können nach wochenlanger Unterbrechung wegen steigender Infektionszahlen wieder in den Unterricht. In Pakistan wurden bisher mehr als 546.000 Coronavirus-Infektionen und über 11.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus nachgewiesen - eine weit höhere Dunkelziffer wird aber vermutet. Gut 7,9 Millionen Tests wurden in dem Land mit mehr als 220 Millionen Einwohnern durchgeführt.

Unterdessen brachte die pakistanische Luftwaffe eine halbe Million Coronavirus-Impfdosen des Unternehmens Sinopharm nach Islamabad - eine Spende aus China. Und auch AstraZeneca wird Pakistan künftig beliefern. Sieben Millionen Dosen des Impfstoffs sollen aus dem Covax-Beschaffungsprogramm der Weltgesundheitsorganisation bis März eintreffen.

1.2.2021 • 06:25 Uhr

Ausnahmezustand in Japan voraussichtlich verlängert

In Japan wird voraussichtlich der Ausnahmezustand verlängert. Das sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung werde nach einer Sitzung des Expertenrates der Regierung fallen. Grund für die Maßnahme sei die Ausweitung der Infektionen.

1.2.2021 • 06:02 Uhr

BioNTech verspricht EU bis zu 75 Millionen mehr Dosen im zweiten Quartal

BioNTech will im kommenden Quartal die Lieferung seines Covid-19-Vakzins an die Europäische Union erweitern. "Im zweiten Quartal können bis zu 75 Millionen mehr Impf-Einheiten an die EU ausgeliefert werden", schreibt Dr. Sierk Poetting, CFO und COO von BioNTech. "Um der gestiegenen weltweiten Nachfrage gerecht zu werden, planen wir, im Jahr 2021 zwei Milliarden Dosen unseres Covid-19-Impfstoffs herzustellen. Dafür werden wir die zuvor geplante Produktion von 1,3 Milliarden Impfdosen um mehr als 50 Prozent steigern. Die Maßnahmen, um unsere Produktionskapazitäten zu erweitern, laufen nach Plan."

1.2.2021 • 06:02 Uhr

Zahl der neuen Intensiv-Fälle in Italien unter 100

Zum ersten Mal seit Wochen ist in Italien die Zahl der täglich auf Intensivstationen aufgenommenen Covid-19-Patienten unter die Marke von 100 gerutscht. Mit Stand Sonntag wurden auf italienischen Intensivstationen 2215 Corona-Patienten behandelt, wie aus Zahlen hervorgeht, die das Gesundheitsministerium veröffentlichte. Diese Zahl liegt zwar deutlich unter den landesweit durchschnittlich 4000 Intensivpatienten im November, dennoch ringt Italien seit dem Herbst mit einem erneuten Aufwärtstrend bei den Corona-Zahlen. Die nach offiziellen Daten 88.516 Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in dem 60-Millionen-Einwohner-Land werden in Europa nur in Großbritannien übertroffen.

1.2.2021 • 04:03 Uhr

Notaufnahmen verzeichnen ein Drittel weniger Notfall-Patienten

Die Notaufnahmen in Deutschland beobachten im derzeitigen Corona-Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Theorie sei, dass die Menschen Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben und nicht die Notaufnahme der Krankenhäuser in Anspruch nehmen, sagt der Notfallmediziner Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Gemäß dieser Theorie kommen die Patienten erst später, aber auch kränker in die Notaufnahmen", so Walcher. Eine andere Annahme sei, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv ist und es deshalb sowohl weniger Unfälle gibt, aber auch andere akute Fälle, die möglicherweise durch besonderen Stress ausgelöst würden. Er betonte allerdings, dass dies nur Mutmaßungen seien. Das Phänomen der stark sinkenden Zahlen in den Notaufnahmen gebe es weltweit, erklärt der Mediziner.

1.2.2021 • 02:26 Uhr

Israel verlängert landesweiten Lockdown und Flugverbot

Die israelische Regierung hat sich auf eine Verlängerung des landesweiten Lockdowns um mindestens fünf weitere Tage geeinigt. Das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu teilte mit, der Lockdown bleibe bis mindestens Freitag in Kraft. Auch das Verbot von Flügen aus- oder nach Israel soll verlängert werden. Nicht-systemrelevante Betriebe hatten im vergangenen Monat schließen müssen, auch die meisten Schulen waren geschlossen.

Am Mittwoch wollte das Kabinett zusammentreten, um zu entscheiden, ob eine weitere Verlängerung der Maßnahmen nötig ist. Israel kämpft gegen die Pandemie besonders auch durch ein aggressives Impfprogramm an: Innerhalb eines Monats erhielt fast ein Drittel der Bevölkerung Corona-Impfungen. Bislang halten sich die Auswirkungen noch in Grenzen. Das Land mit etwa 9,3 Millionen Einwohnern hat durchschnittlich etwa 6000 Neuansteckungen mit dem Coronavirus pro Tag verzeichnet.

1.2.2021 • 01:16 Uhr

IMK-Chef Strobl: Hartnäckige Quarantänebrecher in geschlossenem Krankenhaus "absondern"

Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, spricht sich für eine Zwangsisolierung von Personen aus, die wiederholt gegen Corona-Quarantäneauflagen verstoßen. "Hartnäckige Quarantänebrecher, bei denen alle anderen Mittel nicht zur Einsicht führen, müssen in einem geschlossenen Krankenhaus abgesondert werden", sagt Strobl den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Es geht ja nur um wenige Einzelfälle und um wenige Tage, in denen die Leute infektiös sind." Natürlich brauche es dafür einen richterlichen Beschluss. Die Maßnahme sei gerechtfertigt, da die Personen bewusst in Kauf nehmen, andere mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, so Strobl. Baden-Württemberg hat nach Angaben der Mediengruppe bereits zwei Krankenhäuser für diesen Zweck bestimmt.

1.2.2021 • 00:01 Uhr

SPD-Chef erwartet vom Bund-Länder-Gipfel Impf-Zeitplan

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans verspricht sich von dem heutigen Impfgipfel von Bund und Ländern einen genaueren Fahrplan. "Ich erwarte, dass die Bevölkerung Klarheit darüber erhält, wer wann geimpft wird", sagte Walter-Borjans dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Angesichts der Lieferengpässe müsse auch klar werden, wie sich der Staat ausreichende Mengen an Impfstoff sichern könne und wie die Impflogisitik aussehe. "Ich erwarte Erkenntnisse darüber, ob die Verantwortlichen in EU und Bund zu blauäugig waren, aber vor allem, welche Schlussfolgerungen gezogen werden."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Februar 2021 um 12:00 Uhr.