Das Logo der WHO am Hauptsitz der Organisation in Genf. | AFP
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ WHO gegen Impfpflicht ++

Stand: 07.12.2020 23:07 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation ist gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Der US-Immunologe Fauci warnt vor einem "sehr düsteren Januar" in seinem Land.

  • Merkel für strengere Corona-Maßnahmen
  • Deutschland: RKI meldet 12.332 Neuinfektionen
  • Impfkommission legt Empfehlung für Impfreihenfolge vor
  • WHO gegen Impfpflicht
  • US-Experte Fauci warnt vor "düsterem Januar"
  • Sachsen will die Corona-Beschränkungen weiter verschärfen
  • Bundesweiter Aktionstag zur Kontrolle der Maskenpflicht in Zügen
7.12.2020 • 23:07 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Blog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

7.12.2020 • 21:07 Uhr

174.387 registrierte Neuinfektionen in den USA

Die US-Seuchenzentren CDC geben 174.387 registrierte Neuinfektionen und 1118 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt mehr als 14,6 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 281.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet.

7.12.2020 • 21:07 Uhr

Italienische Ministerin positiv getestet

In Italien ist die Innenministerin nach Regierungsangaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Luciana Lamorgese und zwei Kabinettsmitglieder zogen sich deshalb in Corona-Isolation zurück. Ministerpräsident Conte hatte nach Angaben eines Sprechers keinen ganz engen Kontakt zu Lamorgese und will sich nicht isolieren.

7.12.2020 • 20:28 Uhr

Notstand in Tschechien soll verlängert werden

Die tschechische Regierung will den Corona-Notstand bis zum 11. Januar verlängern. Der Beschluss des Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Babis muss jedoch noch vom Abgeordnetenhaus bestätigt werden. Der Notstand erlaubt es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Derzeit gilt, dass sich bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 50 im Freien versammeln dürfen.

7.12.2020 • 19:54 Uhr

WHO gegen allgemeine Corona-Impfpflicht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. "Ich denke nicht, dass Vorschriften besonders bei dieser Impfung der richtige Weg sind", sagte WHO-Impfexpertin Kate O'Brien in Genf. Eine Impfung gegen das Virus vorzuschreiben oder nachdrücklich zu empfehlen, könne in bestimmten Berufsfeldern wie der Intensivmedizin sinnvoll sein.

"Ich denke, wir sind viel besser beraten, den Menschen die Daten und die Vorteile zu präsentieren und sie selbst entscheiden zu lassen", fügte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan hinzu. Allerdings gebe es manche Umstände, unter denen eine Impfung seiner Meinung nach die einzige verantwortungsvolle Option sei, sobald die Impfstoff vollständig verfügbar sei.

7.12.2020 • 19:18 Uhr

Stillstand bei Corona-Zahlen in Frankreich

In Frankreich stagniert die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen. "Trotz all unserer Bemühungen (...) besteht nach wie vor ein hohes Risiko, dass sich die Epidemie wieder ausbreitet", sagte der Direktor der obersten Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon. Frankreich sei noch weit vom Ziel entfernt, auf täglich weniger als 5000 Neuinfektionen zu kommen. Diese Marke hatte Präsident Emmanuel Macron für ein Ende der Ausgangsbeschränkungen Mitte Dezember vorgegeben. Derzeit werden jedoch laut Salomon im Schnitt pro Tag mehr als 10.000 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Salomon deutete an, dass entsprechende Lockerungen Mitte Dezember schwierig sein könnten, ohne sich konkret festzulegen. "Alles wird davon abhängen, wie sich die Dinge in den nächsten Tagen entwickeln", sagte er. In Frankreich sei die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen sehr schnell zurückgegangen. Nun gebe es einen Stillstand. Das liege auch an den winterlichen Wetterbedingungen. Frankreich ist von der Pandemie schwer getroffen worden - mehr als 55.000 Menschen sind bisher gestorben.

7.12.2020 • 19:02 Uhr

Fauci: Mitte Januar könnte "sehr düstere Zeit" in den USA werden

Die Corona-Pandemie könnte in den USA nach Einschätzung des renommierten Immunologen Anthony Fauci Mitte Januar einen weiteren Höhepunkt erreichen. "Wenn wir da nicht kräftig gegensteuern, dann könnte Mitte Januar eine sehr düstere Zeit für uns werden", sagte Fauci bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo.

Das liege vor allem an den vielen Menschen, die sich zu den Feiertagen - Thanksgiving Ende November sowie Chanukka und Weihnachten im Dezember - trotz gegenteiliger Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC mit vielen anderen Menschen trafen und noch treffen wollten.

Er gehe davon aus, sagte Fauci weiter, dass ab April ausreichend Impfstoff für alle Menschen in den USA zur Verfügung stehen könne. Dann könne das Land im Sommer oder zu Beginn des Herbstes in guter Verfassung sein. Der 79-Jährige ist in den USA der bekannteste Corona-Experte. Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden hatte vor kurzem verkündet, dass Fauci sein Chefberater für medizinische Fragen werden solle. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 14 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

7.12.2020 • 18:29 Uhr

Dänischer Prinz Christian positiv auf Coronavirus getestet

Nach einem Corona-Ausbruch an seiner Schule ist der dänische Prinz Christian (15) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der älteste Sohn von Kronprinz Frederik (52) und Kronprinzessin Mary (48) halte sich nun gemeinsam mit der Kronprinzenfamilie in einem Teil von Schloss Amalienborg in Isolation auf, teilte das dänische Königshaus mit.

Abgesehen von seinen Eltern und Geschwistern habe er in letzter Zeit keinen Kontakt zu anderen Mitgliedern der königlichen Familie gehabt. Christian geht in Hellerup nördlich von Kopenhagen auf eine öffentliche Schule, er ist hinter seinem Vater die Nummer zwei der dänischen Thronfolge.

7.12.2020 • 18:27 Uhr

Türkei meldet mit mehr als 200 Todesfällen am Tag Höchststand

In der Türkei sind binnen 24 Stunden so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden wie nie. Heute seien 203 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Insgesamt hat das 83-Millionen-Einwohner Land bisher 15.103 Todesfälle erfasst. Auch die Zahl der Neuinfektionen blieb auf einem hohen Niveau. 32.137 neue Fälle wurden registriert, wie Koca mitteilte.

Die Regierung hatte die Corona-Restriktionen erst vor Kurzem verschärft. Seit Freitag gelten wieder landesweite Ausgangssperren am Wochenenden. Wochentags gilt eine abendliche Ausgehbeschränkung. Zudem sind Restaurants und Bars geschlossen, und es gelten Einschränkungen für Menschen unter 20 und über 65 Jahren.

Ein Mann bekommt in Istanbul eine Dosis des potenziellen Impfstoffs Sinovac Biotech gegen das Covid-19 verabreicht | ERDEM SAHIN/EPA-EFE/Shutterstock

Die Türkei hat innerhalb von 24 Stunden so viele Todesfälle gemeldet wie nie. Insgesamt seien heute 203 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, hieß es. Bild: ERDEM SAHIN/EPA-EFE/Shutterstock

7.12.2020 • 18:21 Uhr

Glühwein-Außerhausverkauf wird in Hamburg zum Teil eingeschränkt

In Hamburg wird in bestimmten Stadtgebieten der Verkauf von Glühwein und anderen alkoholischen Heißgetränken bis Anfang Januar eingeschränkt. Die Bezirksämter Altona und Hamburg-Nord erließen nach Angaben des Senats Verfügungen, die den Außerhausverkauf zum Teil verbieten. Der Verkauf unter anderem durch Kioske, Tankstellen, Einzelhandel sowie Bars und Gaststätten ist demnach ab Dienstag täglich von 16.00 bis 22.00 Uhr untersagt.

In bestimmten Straßenzügen sei es in den vergangenen Wochen immer wieder zur Menschenansammlungen aufgrund des Außerhausverkaufs von alkoholischen Heißgetränken gekommen, hieß es zur Begründung. Erfahrungsgemäß sänken bei zunehmendem Alkoholkonsum aber auch "die Bereitschaft und die Fähigkeit, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten".

7.12.2020 • 18:18 Uhr

Kanada bekommt 250.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer

Der von Biontech und Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff wird bis Jahresende auch nach Kanada geliefert. Sein Land werde bis zu 250.000 Impfdosen erhalten, teilte der kanadische Premierminister Justin Trudeau mit. Eine Zulassung des Impfstoffs des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer durch die kanadischen Behörden wird am Donnerstag erwartet. Laut Trudeau hat Kanada mit sechs weiteren Herstellern Verträge geschlossen.

Die Oppositionsparteien hatten Trudeau jüngst für dessen Aussage kritisiert, dass die Kanadier nicht unter den Ersten sein würden, die gegen das Coronavirus geimpft werden. Denn zuerst würden Menschen in jenen Ländern geimpft, wo die Mittel auch hergestellt werden. In Kanada gibt es keine Anlagen für massenweise Impfstoffproduktion.

7.12.2020 • 18:10 Uhr

Corona-Krisengipfel noch vor Weihnachten rückt näher

Angesichts der hohen Corona-Zahlen rückt ein weiterer Krisengipfel von Bund und Ländern näher, auf dem einschneidende Gegenmaßnahmen beschlossen werden könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt noch vor Weihnachten eine Einigung auf weitere Maßnahmen an. In einer Sitzung der Unionsfraktion sprach sie nach Teilnehmerangaben von einer "ganz schwierigen Situation". Aus den Ländern mehrten sich Forderungen nach einem Spitzengespräch in den kommenden Tagen.

Nach den geplanten Lockerungen der Corona-Regeln rund um Weihnachten plant das Bundeskanzleramt laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung, die Maßnahmen ab dem 27. Dezember erheblich zu verschärfen. Es sollten demnach mindestens bis zum 3. Januar sämtliche Geschäfte in Deutschland schließen - mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels. Um die Regeln durchzusetzen, wolle das Kanzleramt noch in dieser Woche eine Ministerpräsidentenkonferenz organisieren.

7.12.2020 • 18:12 Uhr

Niedersachsen verschärft Corona-Regeln vorerst nicht

Niedersachsen verschärft seine Corona-Maßnahmen vorerst nicht. "Ich kann gut verstehen, dass Länder, die besonders hohe Inzidenzwerte aufweisen, weitere Verschärfungen vornehmen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). "Für Niedersachsen sehe ich dazu derzeit keine Notwendigkeit."

Niedersachsen verzeichne derzeit unter den Bundesländern die drittniedrigsten Infektionszahlen in Deutschland, sagte Weil. Es gebe große Unterschiede im Infektionsgeschehen zwischen Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und mit einem gewissen Abstand auch Niedersachsen auf der einen Seite sowie Sachsen, Bayern und Berlin auf der anderen Seite.

Weil räumte ein, es gebe auch in Niedersachsen noch einzelne Landkreise oder kreisfreie Städte mit höheren Inzidenzen. Sie lägen jedoch allesamt unter 200. "Landesweit haben wir aktuell eine Inzidenz von 81, in der letzten Woche war die Tendenz abnehmend", erklärte der Regierungschef. Allerdings habe sich der Rückgang am Wochenende verlangsamt.

7.12.2020 • 17:30 Uhr

Estland: Regierungschef Ratas lässt sich auf EU-Gipfel vertreten

Estlands Regierungschef Jüri Ratas wird sich beim EU-Gipfel am kommenden Donnerstag und Freitag in Brüssel von seinem lettischen Amtskollegen Krisjanis Karins vertreten lassen. Weil er sich noch bis zum 12. Dezember in Selbstisolation befinde, werde er nicht an dem Spitzentreffen teinehmen können, schrieb Ratas auf Twitter. Daher habe er Karins gebeten, dort Estlands Position zu vertreten. Ratas hatte sich vergangene Woche vorsorglich in Quarantäne begeben, nachdem er zuvor in Kontakt mit einem Corona-Infizierten gewesen war. Symptome einer Corona-Erkrankung zeigte er bislang nicht. "Ich fühle mich gut und meine letzten Testergebnisse waren negativ", so der Ministerpräsident auf Twitter. 

Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten können ihr Stimmrecht bei den Spitzentreffen in Brüssel nur an einen anderen Gipfelteilnehmer übertragen.

7.12.2020 • 17:24 Uhr

Verwaltungsgericht lehnt Eilanträge gegen Schule ab

Eine Grundschule in Coesfeld hat laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Münster zwei Schüler zu Recht vom Unterricht ausgeschlossen, weil sie sich weigerten, eine Alltagsmaske zu tragen. Die gegen die Entscheidung der Schule gerichteten Eilanträge wurden abgelehnt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Sämtliche vorgelegten Atteste hätten nicht die Mindestanforderungen an ein ärztliches Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht erfüllt. Die Schüler hatten mehrere ärztliche Atteste vorgelegt, laut denen bei ihnen "eine schwerwiegende Beeinträchtigung der physiologischen Atem- und Kreislauffunktion" besteht. Diese Beeinträchtigung entstehe "durch ständiges Einatmen von CO2-reicher Luft" unter dem Mund-Nasen-Schutz. Außerdem sei es "aus gravierenden medizinischen Gründen" nicht zumutbar, eine Maske oder ein Visier zu tragen, oder es könne aufgrund einer Hauterkrankung keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, hieß es in den Bescheinigungen.

Diese Atteste waren aus Sicht der Grundschule nicht ausreichend, die Kinder wurden sofort vom Schulbesuch ausgeschlossen. Das Verwaltungsgericht gab der Schule Recht. Die Richter beriefen sich in ihrem Beschluss auf die Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster. Danach müssten in einem aktuellen ärztlichen Attest die gesundheitlichen Beeinträchtigungen konkret benannt werden, und es müsse dargelegt werden, woraus sie resultieren. Auch seien eventuelle "relevante Vorerkrankungen" konkret zu bezeichnen und die Grundlage für die Einschätzung des Arztes müsse "im Regelfall" erkennbar werden. In den durch die beiden Schüler vorgelegten Attesten seien diese Anforderungen nicht erfüllt worden, entschied das Gericht.

7.12.2020 • 17:05 Uhr

Diskussion über Rolle von Schulkindern bei Virus-Verbreitung

Bei der Diskussion über die Rolle von Schulkindern bei der Verbreitung des Coronavirus heißt es oft, diese würden seltener getestet. RKI-Zahlen belegen dies.

7.12.2020 • 17:00 Uhr

Absage der Pariser Luftfahrtschau 2021

Die Pariser Luftfahrtausstellung wird im kommenden Jahr und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg nicht stattfinden. Das teilten die Organisatoren der größten europäischen Industrieausstellung mit. Als Begründung führten die Veranstalter die "beispiellosen Auswirkungen" der Pandemie auf die Luft- und Raumfahrt an.

Die Schau zieht im Wechsel mit der britischen Farnborough Airshow jedes Jahr mehr als 300.000 Menschen an.

7.12.2020 • 16:53 Uhr

Weltwirtschaftsforum soll im Mai in Singapur stattfinden

Das aufgrund der Corona-Pandemie verschobene Weltwirtschaftsforum  in Davos soll im kommenden Jahr in Singapur stattfinden. Der asiatische Stadtstaat sei mit Blick auf die Pandemie "der beste Ort" für das Treffen, teilte das Weltwirtschaftsforum (WEF) mit. Damit solle der Sicherheit der Teilnehmer und der Gastgebergemeinde Priorität gegeben werden. Geplant ist das Forum demnach vom 13. bis 16. Mai. Bereits im August hatte das WEF eine Verschiebung des traditionell Ende Januar im Schweizer Skiort Davos stattfindenden Treffens in den Frühsommer angekündigt. Im Oktober war dann zunächst mitgeteilt worden, dass der Gipfel im Mai in Luzern in der Schweiz stattfinden solle. 

An dem jährlichen Treffen nehmen hunderte Vertreter der globalen Politik- und Wirtschaftselite teil. Im vergangenen Jahr waren etwa 50 Staats- und Regierungschefs nach Davos gereist, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump.

7.12.2020 • 16:53 Uhr

Weltgesundheitsorganisation liefert Corona-Tests in den Gazastreifen

Die Menschen im Gazastreifen können vorerst weiter auf das Coronavirus getestet werden. Über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Materialien für 19.500 dringend benötigte Tests in das Küstengebiet geliefert werden. Dies teilte das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gazastreifen mit. Dies reiche für acht Tage. Stunden zuvor hatte das einzige Corona-Labor in dem Gebiet verkündet, ihm seien die Test-Materialien ausgegangen.

Die Fallzahlen nahmen in dem abgeriegelten Gebiet zuletzt deutlich zu. Das Ministerium vermeldete heute 471 Neuinfektionen bei 1245 Tests binnen 24 Stunden - die Zahl der Tests lag deutlich unter denen der Vortage. Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung.

7.12.2020 • 16:49 Uhr

Corona-Schnelltests in Clubs und Gaststätten

Schlange stehen für den Corona-Test: Im Berliner Kitkat-Club werden neuerdings Schnelltests angeboten. Ein Besuch in Berliner und Münchner Clubs und Gaststätten.

7.12.2020 • 16:36 Uhr

Bundesbank: Wirtschaftliche Erholung weiter abgeschwächt

Die Erholung der deutschen Wirtschaft verliert angesichts der zweiten Pandemie-Welle und der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens weiter an Schwung. Der wöchentliche Aktivitätsindex (WAI) für die Kalenderwoche bis zum 6. Dezember liege bei 1,0, wie aus neuen Daten der Bundesbank hervorgeht. Die Zahl besagt, dass die Wirtschaftsaktivität in den dreizehn Wochen bis zum 6. Dezember um 1 Prozent über der Aktivität der vorhergehenden dreizehn Wochen lag. Der Anstieg fiel damit erneut schwächer aus als in der Vorwoche. Das Plus hatte da noch bei 1,2 Prozent gelegen, vor zwei Wochen bei 1,3 Prozent.

Die deutsche Notenbank hat den den Index erarbeitet, um die Folgen der Corona-Pandemie für die Konjunktur zeitnaher abschätzen zu können.

7.12.2020 • 16:16 Uhr

SPD verschiebt Parteitag auf Mai

Vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie hat die SPD ihren Parteitag zur Verabschiedung ihres Bundestagswahlprogramms auf den 9. Mai verschoben. Das beschloss der Parteivorstand heute, wie die SPD mitteilte. Ursprünglich hatte die Partei einen Termin im März anvisiert. Auf dem Konvent in Berlin soll auch Kanzlerkandidat Olaf Scholz offiziell ernannt werden. Wie die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans mitteilten, laufen die Vorbereitungen eines Wahlprogramms in zahlreichen Gremien und Foren der Partei.

Auch bei der CDU war ein Parteitag bereits wegen der Pandemie mehrfach verschoben worden und soll nun am 16. Januar stattfinden. Mit Spannung wird dort erwartet, wer das Rennen um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer macht. Es bewerben sich Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

7.12.2020 • 16:14 Uhr

Insider: Merkel offenbar für weitere Maßnahmen vor Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält offenbar angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen Entscheidungen über weitergehende Maßnahmen noch vor Weihnachten für nötig. Gegenwärtig werde ihr zu viel über Glühweinstände gesprochen und zu wenig über die Krankenschwestern und Pflegekräfte, die unter Hochdruck und mit großem Einsatz auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen arbeiten müssten, sagte Merkel nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Video-Sitzung der Unionsfraktion.

Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen komme man von den auf einem viel zu hohen Niveau stagnierenden Infektionszahlen nicht herunter, sagte Merkel demnach weiter. "Mit diesen Maßnahmen kommen wir nicht durch den Winter." Das heiße, man werde den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können. Nun müsse die Diskussion darüber geführt werden, wie man wo was tun müsse. Dies müsse noch vor Weihnachten entschieden werden. Man dürfe nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die seit einigen Tagen wieder steigenden Zahlen heruntergehen würden. Mit den Ministerpräsidenten werde man in den nächsten Tagen weiter beraten, kündigte Merkel demnach an.

Merkel habe die zusätzlichen Maßnahmen für Corona-Hotspots, wie sie etwa in Bayern, zuvor aber auch in Sachsen oder Baden-Württemberg beschlossen worden waren, in der Fraktionssitzung gelobt. Bund und Länder hatten sich am 25. November darauf geeinigt, dass die 16 Landesregierungen in Regionen mit besonders hohen Corona-Neuinfektionszahlen weitere Beschränkungen erlassen sollten. Dies haben aber bisher nicht alle Landesregierungen umgesetzt.

7.12.2020 • 15:49 Uhr

Grüne halten schärfere Maßnahmen für notwendig

Die Grünen im Bund halten schärfere Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie für notwendig und fordern, Maßnahmen einheitlich an das regionale Infektionsgeschehen zu koppeln. "Wir müssen feststellen, dass die aktuellen Maßnahmen nicht reichen. Wir haben das Infektionsgeschehen in weiten Teilen Deutschlands nicht unter Kontrolle", sagte Parteichef Robert Habeck nach einer Sitzung des Parteivorstands. Die Grünen seien dafür, "Verlässlichkeit, Einheitlichkeit und Transparenz" herzustellen, indem Maßnahmen an klar definierte Grundlagen gekoppelt werden, erklärte Habeck.

Ein Strategiepapier dazu hatten Mitglieder der Grünen-Bundestagsfraktion am Wochenende veröffentlicht - es sieht etwa für Landkreise mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner weitere Maßnahmen wie Homeoffice, Ladenschließungen und Ausgangssperren vor. Habeck forderte, die geplanten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten sollten am 27. Dezember enden und nicht weiterlaufen bis nach Silvester. "Sonst droht eine dritte Welle", mahnte er, "mit unabsehbaren Folgen und einer dramatischen Überlastung des Gesundheitssystems".

7.12.2020 • 15:49 Uhr

Corona-Hilfen fließen laut Brinkhaus zu langsam

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat das Bundesfinanzministerium dafür kritisiert, dass die staatlichen Corona-Hilfen an Unternehmen und Selbstständige erst im Januar fließen. "Da hatte (Bundesfinanzminister) Olaf Scholz uns eigentlich mehr zugesagt, dass das schneller gehen soll", sagte Brinkhaus vor einer Video-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. "Und da werden wir ihn jetzt auch nicht rauslassen." Zusammen mit den Ländern solle geprüft werden, dass es schneller gehe.

Bei den November- und Dezemberhilfen bekommen vom Teil-Lockdown betroffene Unternehmen und Selbstständige 75 Prozent des entgangenen Umsatzes ersetzt. Zehntausende Direkt- und Abschlagszahlungen wurden bereits bewilligt. Wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP im Bundestag hervorgeht, fließt das Geld aber nicht vor Januar.

7.12.2020 • 15:42 Uhr

Chinesischer Corona-Impfstoffhersteller will Kapazität verdoppeln

Der chinesische Impfstoffhersteller Sinovac will bis Ende des Jahres eine neue Anlage fertigstellen, um seine Produktionskapazität auf 600 Millionen Dosen zu verdoppeln. Außerdem habe der Pharmakonzern Sino Biopharmaceutical für 500 Millionen Dollar (etwa 412 Millionen Euro) einen Firmenanteil von 15 Prozent gekauft, teilte Sinovac mit. Der Corona-Impfstoff durchläuft derzeit letzte Tests in Brasilien, der Türkei und Indonesien. Mit diesem Geld von Sino Biopharmaceutical wolle Sinovac seine Verkaufskapazitäten erweitern, auf den asiatischen Märkten expandieren, neue Technologien entwickeln und seine Anstrengungen im Kampf gegen die Pandemie verstärken, sagte Vorstandschef Yin Weidong.

Sinovac entwickelte einen experimentellen Corona-Impfstoff, der in China für Notfälle zugelassen ist und unter anderem bei medizinischem Personal und Grenzbeamten eingesetzt wird. Bei der Herstellung wird ein abgetötetes Virus verwendet. Laut einer Veröffentlichung des Journals "Lancet" haben Menschen, die mit dem Mittel behandelt wurden, weniger Antikörper als Personen, die sich von einer Covid-19-Erkrankung erholt haben. Der Sinovac-Impfstoff wird zweimal verabreicht und kann bei zwei bis acht Grad Celsius gelagert werden. Eine Marktzulassung gibt es noch nicht. Am Sonntag wurden 1,2 Millionen Dosen nach Indonesien geliefert, wo der Stoff bald zugelassen werden soll.

7.12.2020 • 15:27 Uhr

Österreich lockert strikten Corona-Lockdown

Nach drei Wochen hat Österreich seinen harten Corona-Lockdown gelockert. Statt ganztags gilt seit heute nur noch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 20 bis 06 Uhr. Geschäfte, Einkaufszentren sowie Friseure und andere Dienstleister haben wieder geöffnet. Kanzler Sebastian Kurz mahnte trotz Lockerungen weiterhin zur Vorsicht. Angesichts des befürchteten Massenandrangs in den Einkaufszentren appellierte er nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA an die Bevölkerung, das "Einkaufsbedürfnis zu verteilen". Es seien "noch viele Tage bis Weihnachten".

Auch ein Großteil der Schüler darf wieder ins Klassenzimmer zurück - für alle ab der fünften Klasse gilt jedoch Maskenpflicht. Normaler Präsenzunterricht ist nun wieder für die Schüler der ersten acht Klassen sowie der Abschlussklassen möglich. Davon weiterhin ausgenommen sind hingegen die Schüler der Oberstufen sowie der Berufsschulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS). Ihre Rückkehr sei aus gesundheitspolitischen Gründen leider nicht möglich gewesen, bedauerte Bildungsminister Heinz Faßmann. Er verwies auf die hohen Infektionszahlen unter älteren Jugendlichen.

Außerdem dürfen die Österreicher wieder Museen und Bibliotheken besuchen. Kulturveranstaltungen bleiben hingegen untersagt, Kinos geschlossen. Geöffnet sind nun überdies Sportanlagen, auf denen es zu keinem Körperkontakt kommt. Die Skigebiete dürfen aber erst ab dem 24. Dezember öffnen, Hotels und Gastronomiebetriebe müssen bis einschließlich 6. Januar geschlossen bleiben. Der strikte Lockdown war am 17. November wegen eines massiven Anstiegs der Corona-Fallzahlen in dem Alpenland in Kraft getreten.

Kunden betreten ein Geschäft in Österreichs Hauptstadt Wien.  | dpa

Nach fast drei Wochen Corona-Lockdown dürfen in Österreich Geschäfte, Einkaufszentren, Friseure und andere Dienstleister wie Kosmetiker oder Masseure unter strengen Auflagen wieder öffnen. Bild: dpa

7.12.2020 • 15:22 Uhr

Russland testet chinesischen Corona-Impfstoff

Parallel zum Start der Massenimpfungen mit dem eigenen Corona-Vakzin "Sputnik V" hat Russland einen chinesischen Wirkstoff zum Test zugelassen. An der klinischen Studie des Herstellers CanSino Biologics sollen auch etwa 8000 russische Probanden teilnehmen, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf das kooperierende russische Pharmaunternehmen Petrovax meldete. Insgesamt soll die Wirksamkeit des chinesischen Impfstoffs "Ad5-nCov" in einer sogenannten Phase-III-Studie demnach international an mehr als 40.000 Menschen getestet werden. Ersten Freiwilligen sei das Mittel bereits verabreicht worden.

Russland hatte am Wochenende in seiner Hauptstadt Moskau mit großangelegten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Bürgermeister Sergej Sobjanin gab die Zahl der bisher Geimpften gestern mit 25.000 an. Damit gehört Russland zu den ersten Ländern weltweit, die ihre Bevölkerung in größerem Stil gegen Sars-CoV-2 impfen lassen.

Vorbereitungen zur Corona-Impfung in Moskauer Krankenstation | AFP

Russland gehört zu den ersten Ländern weltweit, die ihre Bevölkerung in größerem Stil gegen Sars-CoV-2 impfen lassen. Bild: AFP

7.12.2020 • 15:19 Uhr

Airlines hoffen auf wichtige Rolle beim Impfstoff-Transport

Die von der Pandemie schwer gebeutelten Fluggesellschaften stehen bereit, in der anstehenden Verteilung der Corona-Impfstoffe eine wichtige Rolle zu spielen. Dabei soll der Transport der Impfstoffe höchst willkommenes Geld in die leeren Kassen von Lufthansa, Air France und anderen Fluggesellschaften spülen. Vor allem die Flugfracht-Spezialisten mit Erfahrung für tiefgekühlte Transporte werden zunächst wohl gefragt sein, muss doch etwa der vom US-Konzern Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech entwickelte Impfstoff bei minus 70 Grad Celsius gelagert werden, der des Rivalen Moderna noch bei minus 20 Grad. Deshalb baut etwa Turkish Airlines ihre Kapazitäten in dem Bereich derzeit aus.

7.12.2020 • 15:12 Uhr

Hohe Nachfrage: Merck baut Produktion in USA aus

Angesichts der hohen Nachfrage in der Corona-Pandemie baut Merck die Produktion von Laborausrüstung in den USA aus. Der Darmstädter Dax-Konzern investiert rund 40 Millionen Euro, um seine Kapazitäten in Danvers (Massachusetts) und in Jaffrey (New Hampshire) sei zu erweitern, wie Merck mitteilte. 

Mit dem Ausbau bis 2021 bzw. 2022 würden dort fast 700 Jobs geschaffen. Die Standorte lieferten wichtige Produkte und Dienstleistungen für Kunden aus der biopharmazeutischen Produktion, darunter solche, die lebensrettende Therapien und Corona-Impfstoffe entwickelten, hieß es.

Die Corona-Pandemie befeuere die "beispiellose" Nachfrage etwa nach Virusfiltrationstechnologien, sagte Chris Ross, Interimsleiter des Unternehmensbereichs Life Science von Merck. Errichtet werden demnach unter anderem neue Produktionslinien und Anlagen für die Herstellung von Filtrationsgeräten und Membranprodukten.

7.12.2020 • 15:04 Uhr

Deutsche Millionenhilfe für Kleinbauern in Entwicklungsländern

Angesichts einer drohenden Nahrungsmittelkrise durch die Pandemie stellt Deutschland 27 Millionen Euro für Kleinbauern in den ärmsten Regionen der Welt zur Verfügung. Das Geld solle den Produzenten Zugang zu Produktionsmitteln, Märkten, Liquidität und Informationen verschaffen, teilte der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) mit. Der Beitrag sichere so eine kontinuierliche Nahrungsmittelversorgung in den am stärksten betroffenen Gebieten Afrikas, Asiens, des Nahen Ostens und Lateinamerikas.

IFAD-Präsident Gilbert Houngbo nannte die Auswirkungen der Pandemie auf die verwundbarste Landbevölkerung "brutal". Wenn die Bauern weiter darum kämpfen müssten, ihre Familien zu ernähren oder den Unterhalt für ein menschenwürdiges Leben zu verdienen, werde man es mit einer weitaus größeren Krise zu tun haben.

7.12.2020 • 15:01 Uhr

Epidemiologe: "Zahl der Erkrankungen viel wichtiger als Laborbefunde"

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen nach Überzeugung des Epidemiologen Gérard Krause die tatsächlich an Covid-19 Erkrankten stärker in den Blick genommen werden. "Die Zahl und Schwere der Erkrankungen ist viel wichtiger als die Zahl der Laborbefunde allein", sagte der Wissenschaftler vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) der Nachrichtenagentur dpa.

Die Zahl der Neuinfektionen sei als einziger Wert für einschränkende Maßnahmen sachlich problematisch. "Man muss zum Beispiel wissen, wo und in welchen Personen- und Berufsgruppen die Infektionen hauptsächlich übertragen werden, oder wie die Versorgungslage in Krankenhäusern und Pflegeheimen ist."

7.12.2020 • 14:58 Uhr

Brüssel: Steuerbefreiung für Corona-Impfungen und Tests

Brüssel hat den Weg für eine zeitweise Mehrwertsteuerbefreiung für Corona-Impfstoffe geebnet. Wie die Mitgliedstaaten der Europäischen Union entschieden, sollen Länder die Mehrwertsteuer auf Impfstoffe, Testkits und eng damit verbundene Dienstleistungen zeitweise vollständig erlassen können. Auch Ermäßigungen sind demnach möglich.

Die bereits geltende Option, die Mehrwertsteuer für Impfstoffe zu reduzieren, wird damit ausgeweitet. Die Regelung soll bis Ende 2022 gelten. Ziel ist es, einen günstigen Zugang zu Tests und Impfdosen sicherzustellen.

7.12.2020 • 14:52 Uhr

Curevac peilt Zulassung in der EU und in Lateinamerika an

Das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac wird eine Zulassung seines Covid-19-Impfstoffkandidaten in der EU und in Lateinamerika beantragen. "Nordamerika ist für uns noch kein Markt. Die jetzige Administration hat sehr schnell und sehr viele Dosen vorbestellt und reserviert, von Johnson&Johnson, AstraZeneca und Sanofi-GSK, Moderna und auch Biontech/Pfizer", sagte der Vorstandsvorsitzende Franz-Werner Haas.

Die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie mit bis zu 30.000 Teilnehmern soll laut Haas bis Ende 2020 eingeleitet werden. Mit ersten Ergebnissen rechnet Curevac nach zwei bis drei Monaten. Zurzeit warte das Unternehmen darauf, dafür grünes Licht von den Behörden zu bekommen.

Mit der EU-Kommission hat Curevac bereits einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Impfdosen geschlossen. Wie viele Dosen nach Deutschland oder Baden-Württemberg gehen sollen, sagte das Unternehmen nicht.

7.12.2020 • 14:39 Uhr

"Querdenker"-Demo zu Silvester bereitet Berlin Sorgen

Eine von der "Querdenker"-Initiative angemeldete Demonstration zu Silvester in Berlin bereitet den Sicherheitsbehörden Sorgen. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses: "Das wird kein normales Silvester, vor allem nicht für die Berliner Polizei, die vor großen Herausforderungen steht." Polizeipräsidentin Barbara Slowik forderte für die "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf der Straße des 17. Juni eine Begrenzung der Teilnehmerzahl.

Viele befürchteten, dass die angemeldete Demonstration "faktisch eine große Silvesterparty der 'Querdenker' unter dem Deckmantel einer Versammlung" werden könne, sagte Slowik der "Berliner Morgenpost". Laut Geisel führt die Polizei aktuell Kooperationsgespräche mit dem Anmelder. Oberstes Ziel sei es, den Infektionsschutz durchzusetzen. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht erfolgt.

7.12.2020 • 14:33 Uhr

CSU plant "hybriden" Bundestagswahlkampf

Wegen der unklaren Perspektive für die Bundestagswahl im kommenden Jahr plant die CSU einen "hybriden Wahlkampf". Dabei werde es sowohl Veranstaltungen im Internet als auch normale Veranstaltungen geben, sagte Generalsekretär Markus Blume nach einer Sitzung des CSU-Vorstands. Zudem sei sich die Partei sicher, dass zumindest in der ersten Hälfte des Jahres Corona dabei das bestimmende Thema sei. Die Bundestagswahl soll am 26. September 2021 stattfinden.

Den Anfang bei den Internet-Veranstaltungen mache am 20. Dezember ein "Weihnachtsspezial" an dem sich auch Parteichef Markus Söder beteilige. Auch der traditionelle Aschermittwoch der CSU am 17. März in Passau werde je nach Lage teilweise ins Internet verlegt. Bei der Aufstellung ihrer Kandidaten für die Bundestagswahl setze die CSU aber weiter auf normale Parteiveranstaltungen.

7.12.2020 • 14:25 Uhr

Studie sieht Impfbereitschaft bei 80 Prozent

Die Bereitschaft zu einer Corona-Impfung ist eng mit dem Vertrauen in das Gesundheitssystem, die Politik und die Medien verbunden. Das geht aus einer aktuellen Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hervor. Mehr als 80 Prozent aller 2000 im Frühsommer Befragten hätten dabei angegeben, sich gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen, teilte die Hochschule mit. Im Gegensatz dazu sei die Bereitschaft zu einer Grippe-Impfung deutlich geringer ausgefallen.

Als häufigsten Grund für eine Ablehnung hätten die Menschen angegeben, nicht genug über die neuen Corona-Impfstoffe zu wissen. Das beziehe sich zum einen auf deren Wirksamkeit oder mögliche langfristige Nebenwirkungen, so die Forscher. Zum anderen gebe es Verunsicherungen darüber, ob die Entwicklung der Impfstoffe nicht zu rasant verlaufe und deshalb Einbußen bei Qualität und Sicherheit der Vakzine möglich sein könnten.

Stühle stehen in einer Halle der Messe Essen | dpa

Laut einer Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben mehr als 80 Prozent aller 2000 im Frühsommer Befragten angegeben, sich gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen. Bild: dpa

7.12.2020 • 14:21 Uhr

Indien beschleunigt Prüfung von Corona-Impfstoffen

Indien drückt bei der Zulassung der Corona-Impfstoffe von AstraZeneca sowie der Partner BioNTech und Pfizer aufs Tempo. Das Land beschleunige die Überprüfung der Vakazine für eine Notfallgenehmigung, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.

Gemessen an der Zahl der Infektionen ist Indien nach den USA das vom Coronavirus betroffenste Land der Welt. Bisher wurden dort 9,68 Millionen Fälle bestätigt, mehr als 140.000 Menschen starben an Covid-19. Die indische Regierung hofft auf eine Massenversorgung durch das heimische Serum Institut, dem nach Volumen weltweit größtem Impfstoffhersteller. Dieses stellte einen Antrag für eine Notfallzulassung für das Vakzin von AstraZeneca.

7.12.2020 • 14:06 Uhr

Kliniken mahnen - Keine Lockerungen an Weihnachten und Silvester

Wegen der anhaltend hohen Zahl an Neuinfektionen fordern die deutschen Krankenhäuser, die für Weihnachten und Silvester in Aussicht gestellten Corona-Lockerungen zurückzunehmen. Hielten Bund und Länder an ihren Beschlüssen fest, könne dies "zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen, mit weiteren Folgen für die Kliniken", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem "Handelsblatt". "Ich rate aufgrund der aktuellen Lage dringend dazu, diese angekündigten Lockerungen nicht aufrecht zu erhalten." Zudem seien Verschärfungen der Maßnahmen in Gebieten mit sehr hoher Inzidenz absolut sinnvoll und notwendig, sagte Gaß.

7.12.2020 • 14:04 Uhr

Ungarn verlängert Corona-Maßnahmen

In Ungarn werden die Maßnahmen zur Bekämpfung des Cornoavirus bis mindestens zum 11. Januar 2021 verlängert. Dazu zählt auch die Ausgangssperre ab 19.00 Uhr, teilte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban mit. Neujahrsfeiern gäbe es dieses Jahr demnach nicht.

7.12.2020 • 14:03 Uhr

Umfrage: Zwei Drittel aller Unternehmen beantragen Corona-Hilfen

Fast zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wegen der Corona-Beschränkungen staatliche Hilfe beantragt. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervor. Nur jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) sei dabei mit dem Prozess der Beantragung insgesamt zufrieden. Neun von zehn Firmen (92 Prozent) beklagten technische Probleme bei der Antragstellung. Bitkom ließ 605 Unternehmen aller Branchen befragen.

Die Hälfte von denen, die Corona-Hilfen beantragt haben, sei es ein Soforthilfekredit oder vereinfachtes Kurzarbeitergeld, konnte demnach die Antragstellung ausschließlich digital abwickeln, ein weiteres Viertel (28 Prozent) größtenteils digital. Den Prozess einfach fanden aber nur 25 Prozent dieser Firmen.

Nur jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) berichtete, die Hilfen seien schnell angekommen. Bitkom-Präsident Achim Berg erklärte, die Corona-Pandemie habe die Defizite der vergangenen Jahre und Jahrzehnte bei der Digitalisierung deutlich vor Augen geführt. "Gerade in der Verwaltung dominieren vielerorts auch 2020 noch analoge Prozesse", sagte er. Am Wochenende hatte die FDP-Fraktion erneut die schleppende Auszahlung der November-Hilfen kritisiert. Laut Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage der Fraktion können die regulären Überbrückungshilfen voraussichtlich erst im Januar ausgezahlt werden, weil noch an der für die Bearbeitung der Anträge nötigen Software gearbeitet wird.

 

7.12.2020 • 13:41 Uhr

Kommission legt Entwurf für Impf-Priorisierung vor

Für die geplante Priorisierung von Corona-Impfungen liegen nun konkretere Vorschläge vor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) verschickte dazu einen Entwurf an Länder und medizinische Fachgesellschaften. Empfohlen wird demnach, Impfungen zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe anzubieten - sowie Gruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben. Dies entspricht demnach rund 8,6 Millionen Menschen. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Konkret nennt die Empfehlung, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und Menschen über 80 Jahre. Weiterhin genannt: Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen wie Notaufnahmen und in der Betreuung von Corona-Patienten. Außerdem das Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu Risikogruppen in der Behandlung von Blutkrebs und der Transplantationsmedizin. Genannt werden weiter Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie andere Tätige in Senioren- und Altenheimen mit Kontakt zu Bewohnern.

7.12.2020 • 13:16 Uhr

NRW-Gesundheitsminister schließt bundesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht aus

Nordrhein-Westfalen schließt eine bundesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht aus. "Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktiveres Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Nachrichtenagentur dpa. "Dass Länder mit einem flächendeckend zusätzlich herausfordernden Infektionsgeschehen weitere Maßnahmen ergreifen, entspricht der Logik des gemeinsamen Beschlusses der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin", sagte er. Nordrhein-Westfalen setze weiter auf den engen Schulterschluss von Bund und Ländern. Die Landesregierung beobachte fortlaufend das Infektionsgeschehen und treffe entsprechend ihre Maßnahmen. Das Gesundheitsministerium stehe mit den vier Kommunen, die zurzeit bei einer Wocheninzidenz von über 200 liegen, in Kontakt. "Da das Infektionsgeschehen zum Teil sehr unterschiedlich ist, müssen für die Lage vor Ort auch passgenaue Maßnahmen getroffen werden", sagte Laumann.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht während einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage. | dpa

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Zahl der Neuinfektionen überall deutlich reduzieren". Bild: dpa

7.12.2020 • 13:10 Uhr

Griechenland verlängert Lockdown

Wegen der hohen Zahl von Coronavirus-Infektionen hat die griechische Regierung den seit Anfang November geltenden Lockdown bis zum 7. Januar verlängert. Schulen, Gastronomie, Bars und Nachtlokale sowie die Gerichte bleiben geschlossen, teilte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas mit. Zudem seien Reisen von einer Region des Landes in eine andere ohne wichtigen Grund weiterhin verboten. "Auch die Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr bleibt bestehen", sagte der Regierungssprecher. Die Infektionsfälle seien zwar leicht zurückgegangen, dennoch seien die Ergebnisse des Lockdowns nicht zufriedenstellend. Wer zur Arbeit geht, muss eine Bescheinigung des Arbeitgebers mit sich führen. Wer aus anderen Gründen auf die Straße möchte, muss darüber per SMS den griechischen Zivildienst informieren. Möglich sind etwa Arztbesuche, Einkäufe im Supermarkt, die Versorgung von älteren Familienmitgliedern, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund.

7.12.2020 • 12:59 Uhr

Dänemark erlässt neue Corona-Maßnahmen

Im Kampf gegen hohe Corona-Infektionszahlen erlässt Dänemark für die Zeit über Weihnachten und Neujahr in weiten Teilen des Landes weitreichende Beschränkungen. In einigen Kommunen werden alle Restaurants, Bars und Cafés sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Kinos, Museen und Zoos geschlossen. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder werden geschlossen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bekannt. Schüler ab der fünften Klasse sowie diejenigen weiterführender Bildungseinrichtungen werden in den Distanzunterricht und öffentliche Bedienstete ohne kritische Funktionen ins Home Office geschickt. Weihnachten könne im engsten Familienkreis gefeiert werden, dann aber sollten nicht mehr als zehn Personen zusammenkommen, sagte Frederiksen. "Umso weniger Menschen wir sehen, desto besser können wir auch die Infektionsketten durchbrechen." Betroffen von den Maßnahmen sind 38 der 98 dänischen Kommunen, in denen die Infektionszahlen besonders hoch sind, darunter diejenigen in der Hauptstadtregion um Kopenhagen und in den Großstädten Aarhus und Odense.

7.12.2020 • 12:53 Uhr

Japan plant weiteres Milliarden-Konjunkturpaket

Die japanische Regierung will mit einem weiteren milliardenschweren Konjunkturpaket die coronageplagte Wirtschaft ankurbeln. Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wird es ein Volumen von umgerechnet rund 580 Milliarden Euro umfassen. Zu diesem Zweck soll ein dritter Nachtragshaushalt für das noch bis Ende März 2021 laufende Fiskaljahr aufgelegt werden. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt erholt sich zwar vom Rekordeinbruch im Zuge der Corona-Krise. Dennoch kämpft die Wirtschaft weiter mit den Folgen der Pandemie. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal dieses Jahres - auf das Jahr hochgerechnet - nach vorläufigen Angaben um 21,4 Prozent angezogen. Es war das erste Mal nach drei Quartalen, dass Japans Wirtschaft wieder wuchs, nachdem die Wirtschaftsmacht zuvor in eine schwere Rezession gerutscht war.

7.12.2020 • 12:43 Uhr

Impfkommission legt laut "Bild" Empfehlung vor

Nach Informationen von "Bild" hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung für die anstehende Corona-Massenimpfung fertiggestellt. Demnach soll das Papier nun an die Bundesländer übermittelt werden. Laut "Bild" empfiehlt die Kommission, drei Personengruppen zuerst zu impfen: medizinisches Personal, Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen sowie ältere Risikopatienten, vor allem chronisch Kranke. In zweiten Schritt sollen demnach dann unter anderem Polizei, Feuerwehr sowie Erzieherinnen und Erzieher folgen.

7.12.2020 • 12:35 Uhr

Bahn verstärkt Maskenkontrollen - bundesweiter Aktionstag

Hunderte Bundespolizisten und Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn kontrollieren heute in ganz Deutschland schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in den Zügen. Schon vergangene Woche hatte der bundeseigene Konzern angekündigt, die Kontrollen im Dezember noch einmal verstärken zu wollen. Täglich soll in bis zu 50 Prozent der Fernzüge kontrolliert werden. Mit dem Aktionstag will die Bahn erneut auf das Thema aufmerksam machen.

7.12.2020 • 12:21 Uhr

Hans fordert Rücknahme von Lockerungen zu Silvester

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat angesichts der angespannten Coronalage eine Rücknahme der für Silvester geltenden Ausnahmeregelungen sowie einen baldigen neuen Krisengipfel von Bund und Ländern gefordert. "Wir dürfen jetzt kein Risiko eingehen", sagte er dem "Spiegel". Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester dürfe nicht zum Treiber des Infektionsgeschehens werden. Es müsse einheitlich gehandelt werden.

Nach Weihnachten solle "überall in Deutschland wieder zu den alten, strengeren Coronaregeln" zurückgekehrt werden, ergänzte Hans. Daher solle möglichst schon in der kommenden Woche ein neues Spitzengespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder stattfinden, um über die aktuelle Situation gemeinsam zu beraten.

7.12.2020 • 12:18 Uhr

Empfehlungen für Impf-Reihenfolge bald erwartet

Die vorläufigen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium in Kürze vorgelegt und auch veröffentlicht. Wann genau dies erfolgen werde, sei noch offen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Reihenfolge sei aber klar: Erst müssten Impfstoffe auf europäischer Ebene zugelassen werden, dann könne die genaue Reihenfolge der Impfungen in Deutschland abschließend festgelegt werden.

7.12.2020 • 12:05 Uhr

1000 neue Wörter zu Corona

Forscher haben etwa 1000 neue Wörter rund um das Thema Corona gesammelt. Die Pandemie habe den Wortschatz in diesem Jahr geprägt wie kein anderes Thema, teilte das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) mit. Die Wörter und Wortverbindungen reichen etwa von Abstandsgebot und AHA-Regel über Balkonklatscher, C-Wort, Coronials, Drive-in-Test, Superspreaderereignis und Wellenbrecherlockdown bis zu Zoomparty.

7.12.2020 • 12:01 Uhr

Ministerium: Bald Details zu Dezember-Hilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet bald mit den Details zu den Dezember-Hilfen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagte eine Sprecherin. Das reguläre Antragsverfahren könne dann bald starten. Im Dezember können zwangsweise geschlossene Betriebe Umsatzausfälle ersetzt bekommen. Eine Erhöhung der ersten Abschlagszahlung ist dabei im Gespräch. Die Regierung wurde zuletzt immer wieder kritisiert, dass die versprochenen Gelder zu spät ausgezahlt werden und die ersten Tranchen zu niedrig sind.

7.12.2020 • 11:58 Uhr

Lockdown in Südkalifornien wegen überlasteter Krankenhäuser

Wegen überlasteter Krankenhäuser ist im Süden Kaliforniens ein strikter Lockdown in Kraft getreten. Für mehr als 20 Millionen Menschen gilt damit seit heute und für mindestens drei Wochen eine Ausgangssperre, wie die Behörden mitteilten. Treffen von Menschen aus verschiedenen Haushalten sind verboten. Dienstleister wie Friseure müssen ebenso schließen wie Bars, Restaurants dürfen nur Speisen außer Haus anbieten, Hotels dürfen keine Touristen aufnehmen.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hatte vergangene Woche angekündigt, dass diese Lockdown-Maßnahmen in Kraft träten, wenn 85 Prozent der Intensivbetten belegt seien. "Wir sind an einem entscheidenden Punkt in unserem Kampf gegen das Virus und wir müssen jetzt entschiedene Maßnahmen ergreifen, damit Kaliforniens Krankenhaussystem in den kommenden Wochen nicht überlastet wird", erklärte der Regierungschef des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates.

Ein wegen der Corona-Pandemie geschlossener Nachtclub in Los Angeles mit einem "Wir vermissen dich"-Hinweis. | AFP

Bereits 1,3 Millionen Corona-Infektionen und fast 20.000 Todesopfer in Kalifornien seit Beginn der Pandemie: Für mehr als 20 Millionen Menschen im Süden des Bundesstaates gilt ab sofort eine dreiwöchige Ausgangssperre, um die Lage in den Griff zu bekommen. Bild: AFP

7.12.2020 • 11:57 Uhr

Corona-Labor im Gazastreifen gehen Test-Möglichkeiten aus

Dem zentralen Corona-Labor im Gazastreifen sind nach eigenen Angaben die Test-Möglichkeiten ausgegangen. "In den vergangenen vier Tagen haben wir keine Test-Materialien erhalten", sagte der Direktor des Labors, Ameed Muschtaha,. Es sei nichts mehr da. Muschtaha zufolge erbat das Labor bei der Weltgesundheitsorganisation, den Vereinten Nationen und der Palästinensischen Autonomiebehörde raschen Nachschub. Das Labor ist das einzige im Gazastreifen, das Corona-Tests auswertet. Die Infektionen haben in dem abgeriegelten Gebiet zuletzt zugenommen. Dort leben etwa zwei Millionen Menschen auf engem Raum unter teils miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung.

7.12.2020 • 11:55 Uhr

Bundesregierung: "Weit entfernt von Trendwende"

Die jüngsten Infektionszahlen geben Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge "Anlass zur Sorge". Die Zahlen seien zu hoch und stiegen sogar wieder. "Das ist weit entfernt von der erhofften Trendwende." Beratungen von Bund und Ländern zu Corona-Verschärfungen seien jederzeit möglich, so Seibert. Einen konkreten Termin vor der bislang geplanten Videokonferenz am 4. Januar könne er derzeit aber nicht verkünden.

Es sei "selbstverständlich und auch notwendig, dass jetzt einzelne Bundesländer nachdenken, mit welchen Maßnahmen sie das Infektionsgeschehen weiter eindämmen können", sagte der Regierungssprecher weiter. Dass beispielsweise Bayern die Auflagen verschärft habe, sei "gut und richtig". Die Möglichkeit länderspezifischer Maßnahmen sei in den Gesprächen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder ausdrücklich vereinbart worden.

7.12.2020 • 11:50 Uhr

IG Bau warnt vor Verlust Hunderttausender Arbeitsplätze

Die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) warnt vor dem Verlust Hunderttausender befristeter Arbeitsverhältnisse. "Prekäre Stellen sind nicht krisenfest", sagte der Bundesvorsitzende Robert Feiger. "Bei Minijobs und Leiharbeit hat die Pandemie bereits zu massiven Jobverlusten geführt. Viele Unternehmen dürften wegen der wirtschaftlichen Lage nun auch befristete Arbeitsverträge auslaufen lassen." Befristungen seien etwa in der Landwirtschaft und der Gebäudereinigung weit verbreitet.

Insbesondere junge Beschäftigte müssten häufig um ihren Arbeitsplatz fürchten und könnten zu "Corona-Verlierern" werden. "Wer als Berufseinsteiger den Arbeitsplatz verliert, bekommt nicht nur Probleme, die Miete zu bezahlen oder einen Kredit zu tilgen", sagte Feiger. "Die ganze Lebensplanung gerät durcheinander - bis hin zur Familiengründung." Feiger forderte die Bundesregierung auf, sogenannte sachgrundlose Befristungen zu verbieten.

7.12.2020 • 11:25 Uhr

Linke fordert Vermögensabgabe zur Finanzierung der Corona-Lasten

Die Linke hat zu Beginn der Haushaltswoche im Bundestag ihre Forderung bekräftigt, zur Finanzierung der Corona-Lasten eine Vermögensabgabe einzuführen. "Es darf nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger mit kleinen und normalen Einkommen geschröpft werden", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir brauchen eine einmalige Vermögensabgabe von Multimillionären und Milliardären." Es müsse klargestellt werden, "wer nach der Corona-Krise die Rechnung zahlt", fügte Bartsch hinzu. Der Bundestag beschließt in dieser Woche den Bundeshaushalt 2021. Er sieht Ausgaben von 498,6 Milliarden Euro vor bei einer Neuverschuldung von 180 Milliarden Euro.

7.12.2020 • 11:17 Uhr

Sachsen will Corona-Regeln weiter verschärfen

Sachsen erwägt angesichts hoher Corona-Infektionszahlen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Weitere Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde sie es auch geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einem Gespräch mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern. Konkrete Schritte würden aber zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene und der Wirtschaft beraten. "Die Zahlen haben sich anders entwickelt, als es notwendig ist", sagte Kretschmer. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern. Laut Kretschmer sollen die Maßnahmen für alle Bürger kalkulierbar sein und mit einem entsprechenden Vorlauf verkündet werden. Man müsse über Schule und Kindergärten sprechen, möglicherweise auch über andere Punkte, sagte Kretschmer. Als Beispiel nannte er Pflegeheime. Für Besuche könnte fortan ein Schnelltest die Voraussetzung sein.

7.12.2020 • 11:05 Uhr

Söder: "Balance von Empathie und Rationalität"

Die geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen über Weihnachten sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch in der gegenwärtigen Lage der Pandemie vertretbar. "Ich finde, wir brauchen schon eine Balance von Empathie und Rationalität", sagte der CSU-Chef. Er halte eine Aussetzung der Corona-Regeln über Weihnachten für vertretbar. Gerade für viele ältere Menschen sei Weihnachten von besonderer Bedeutung; für viele Menschen sei es ohnehin das wichtigste Fest des Jahres, sagte Söder. Hinzu komme, dass es an Weihnachten keine Parties gebe, die Feiern fänden einzig in den Familien statt. Daher sei es auch richtig, die Lockerungen nach Weihnachten wieder zurückzunehmen.

Von Mittwoch an gelten in Bayern zunächst verschärfte Schutzmaßnahmen. Söder wolle eine "Mentalitätsumkehr" in der Bevölkerung erreichen, sagte er. Es gehe darum zu erreichen, dass alle in den kommenden Wochen bei den Einschränkungen mitmachten. Es könne nun nicht mehr abgewartet werden, sagte Söder: "Ein Warten bringt keine Verbesserung."

7.12.2020 • 10:50 Uhr

Baden-Württemberg will Alkoholausschank im Freien einschränken

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will den Alkoholausschank im Freien einschränken. "Ich sehe, dass es bei uns sehr wichtig sein wird, jetzt den Alkoholausschank in der Öffentlichkeit zu beschränken", sagte er dem SWR. Er werde diese notwendige Maßnahme dem Ministerrat des Landes vorschlagen. Mit Blick auf die Zustände an Glühweinständen in vielen Innenstädten sagte er: "Wir haben jetzt am Wochenende gesehen, dass dort die Weihnachtsmärkte über die Hintertür kommen." Es bildeten sich unheimliche Schlangen, wo die Menschen sich nicht mehr an Abstandsgebote hielten. Die Menschen, so Lucha weiter, müssten merken: "Es geht um keine Petitesse. Wir haben trotz der Einschränkung leicht steigende Zahlen."

In Lüneburg schenkt die Mitarbeiterin eines Restaurants Glühwein in einen Becher ein. | dpa

Bald kein Glühwein mehr im Freien? Wie hier in Lüneburg stehen in vielen deutschen Innenstädten Glühweinstände in der Vorweihnachtszeit. Bild: dpa

7.12.2020 • 10:38 Uhr

Müller: "Auch noch mal Dinge anders beschließen"

Der Regierende Bürgermeister Berlins und derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), fordert die Länder auf, ihre Spielräume bei der Durchsetzung lokaler Corona-Regeln auszunutzen. "Wir haben ja ganz bewusst in beide Richtungen Dinge möglich gemacht", sagte Müller im Bayerischen Rundfunk. "Jeder Ministerpräsident kann für sein Bundesland auch noch mal Dinge anders beschließen."

Weitere Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Weihnachten sieht Müller kritisch. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte zuvor eine neue Bund-Länder-Runde vor Weihnachten angeregt. Angesichts der hohen Infektionszahlen verwies Müller auf die strengen Kontaktbeschränkungen in Berlin, die auch über die Weihnachtstage gelten. "Ich merke ja, dass sich viele dem Weg von Berlin anschließen", sagte Müller. Mit den vorliegenden Vereinbarungen gebe es eine Grundlage, um "gerade auch für diese sensiblen Feiertage sehr angepasst, sehr zielgerichtet reagieren zu können". Für eine bundesweit einheitliche Regelung für Silvester sieht Müller keine Mehrheit unter den Länderchefs.

7.12.2020 • 08:57 Uhr

Deutschland: 7-Tage-Inzidenz steigt auf Höchstwert

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz auf einen neuen Höchstwert von 145,9 gestiegen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen auf 100.000 Einwohner sich innerhalb von sieben Tagen rechnerisch angesteckt haben. Damit entfernt sich der Wert erneut von dem von Bund und Ländern angestrebten Schwellenwert von 50. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die zuletzt sinkende Zahlen verzeichnet hatten, stiegen die Werte auf über 50.

7.12.2020 • 08:54 Uhr

Altmaier für schärfere Corona-Maßnahmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich indirekt für schärfere Corona-Einschränkungen ausgesprochen. Die aktuellen Infektionszahlen lägen weit hinter den Erwartungen der Regierung zurück. "Man wird sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen." Es brauche nun in den nächsten Wochen sehr intensive Beratungen über das weitere Vorgehen in der Pandemie.

7.12.2020 • 08:48 Uhr

Corona trübt Verbraucherlaune in der Vorweihnachtszeit

Die hohen Corona-Infektionszahlen trüben in dem für den Handel besonders wichtigen Monat Dezember die Verbraucherstimmung. Diese fiel so schlecht aus wie seit einem halben Jahr nicht mehr, teilte der Einzelhandelsverband HDE mit. "Trotz Weihnachtszeit sind keine Konsumrekorde zu erwarten, die Anschaffungsneigung der Verbraucher geht im Dezember zurück", heißt es zu einer HDE-Umfrage unter 2000 Konsumenten. "Vielmehr schränkt der Teil-Lockdown die Möglichkeiten zum Konsum ein." Der HDE geht davon aus, dass die trübe Stimmung anhält.

7.12.2020 • 08:35 Uhr

Söder: "Wir müssen handeln, besser früher als später"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder glaubt, dass es noch vor Weihnachten ein weiteres Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidentinnen und -präsidenten geben wird. Die bisher verabredeten Maßnahmen reichten nicht aus, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagte Söder im ARD-Morgenmagazin. Alle vier Minuten sterbe ein Mensch mit dem Virus. "Ich bin sicher, dass wir uns nochmal vor Weihnachten treffen." Bayern hatte zuvor neue Beschränkungen gerade für die sogenannten Hotspot-Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen angekündigt. Nun werde auch der kleine Grenzverkehr zu Tschechien und Österreich eingeschränkt, weil in den Grenzregionen besonders hohe Corona-Zahlen zu beobachten seien, sagte Söder.

7.12.2020 • 08:23 Uhr

Impfkommission kündigt Entwurf zur Priorisierung an

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will noch in dieser Woche ihren Entwurf für die Priorisierung der Impfungen gegen das Coronavirus vorlegen. "Die Empfehlung wird dann für alle Länder und Gesundheitsbehörden verfügbar sein", sagte der Vorsitzende Thomas Mertens im Deutschlandfunk. Damit hätten sie alle Informationen, die sie für ihre Vorbereitungen bräuchten. Die Kritik, die Stiko habe für eine offizielle Empfehlung zu lang gebraucht, wies Mertens zurück: Man könne keinen Impfstoff empfehlen, der formal noch gar nicht zugelassen sei.

Die Stiko befürwortet zunächst eine Priorisierung der Impfungen mit dem Ziel, schwere Covid-19-Verläufe und Todesfälle zu vermeiden. Laut den bisherigen Plänen der Bundesregierung sollen sich Risikogruppen wie Ältere und Vorerkrankte vorrangig impfen lassen, aber auch Medizin- und Pflegepersonal sowie Menschen in Berufen zur Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens.

7.12.2020 • 08:12 Uhr

Härterer Lockdown bei weiterhin hoher Inzidenz möglich

Sollten die Infektionszahlen nicht nachhaltig zurückgehen, könnten nach Weihnachten schärfere Beschränkungen in Kraft treten. "Wenn ein Inzidenzwert von über 200 erreicht wird, dann ist es dringend geboten, für einige Wochen einen stärkeren Lockdown zu machen", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, im ARD-Morgenmagazin. "Sonst kriegen wir das nicht hin." Demnach schließe er weitere Beschränkungen in der Zeit nach Weihnachten nicht aus, wolle diese aber vom Infektionsgeschehen abhängig machen und lokal differenzieren.

Zuvor hatte bereits der Deutsche Städte- und Gemeindebund angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen die angekündigten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen infrage gestellt. "Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg "Rheinischen Post". Sie führten unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten und stellten damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar. Daher sollte man abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten anderthalb Wochen entwickeln.

7.12.2020 • 07:22 Uhr

Intensivmediziner: "Wir befinden uns im zweiten Marathon"

Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) befinden sich gegenwärtig 40 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten auf Intensivstationen als noch während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr. "Wir befinden uns jetzt im zweiten Marathon", sagte Gernot Marx, Intensivmediziner an der Uniklinik Aachen im ARD-Morgenmagazin. "Die Teams auf den Intensivstationen in ganz Deutschland verbringen Tag für Tag wirklich Höchstleistungen."

7.12.2020 • 06:50 Uhr

Notfallzulassung für AstraZeneca-Impfstoff in Indien beantragt

Der indische Impfstoffproduzent Serum Institut beantragt mehreren nationalen Medienberichten zufolge die Notfallzulassung für den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca. Adar Poonawalla, Geschäftsführer von Serum, bestätigte dies bei Twitter. Unter Berufung auf Informationen der Nachrichtenagentur PTI heißt es, das Unternehmen verweise bei seinem Antrag auf "ungedeckte medizinische Bedürfnisse aufgrund der Pandemie".

7.12.2020 • 06:32 Uhr

Kanzleramtsminister Braun rechnet mit Impfstart Anfang 2021

Kanzleramtschef Helge Braun rechnet dieses Jahr nicht mehr mit ersten Impfungen. "Ich rechne damit, dass das ganz früh im nächsten Jahr in den allerersten Tagen losgehen kann", so der Kanzleramtsminister im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Braun spricht sich gegen Sonderrechte für geimpfte Menschen aus. "In der Phase davor, wo wir noch nicht genügend Impfstoff haben, sagen wir ja, dass bestimmte Gruppen zuerst den Impfstoff bekommen. Das ist ein Vorteil. Und wir anderen stehen alle zurück, weil wir es richtig finden, dass diese Gruppen wegen ihrer besonderen Gefährdung zuerst geimpft werden. Dann heißt das aber umgedreht, dass ich es nicht richtig finde, wenn diese Gruppen dann daraus weitere Vorteile ziehen."

7.12.2020 • 06:24 Uhr

Südkoreas Gesundheitsminister: Seoul ist "Covid-19-Kriegsgebiet"

Der südkoreanische Gesundheitsminister Park Neung Hoo hat die Region der Hauptstadt Seoul zum "Covid-19-Kriegsgebiet" erklärt. Er rief die Bevölkerung zu umsichtigem Verhalten auf. Das Land könne sich gezwungen sehen, die Einschränkungen des sozialen Lebens weiter zu verschärfen, um zu verhindern, dass aus dem Fallanstieg im Großraum Seoul explosionsartig ein landesweiter Großausbruch werde, der das Gesundheitssystem zum Kollaps bringt. Zuvor hatten die südkoreanischen Gesundheitsbehörden mit 615 Neuansteckungen mit dem Coronavirus erneut mehr als 600 neue Fälle in 24 Stunden gezählt. Es war der 30. Tag in Folge mit einem dreistelligen Wert an Neuansteckungen. Fast 80 Prozent der Fälle entfallen auf den dicht bevölkerten Großraum Seoul, in dem gut die Hälfte der etwa 51 Millionen Einwohner lebt.

7.12.2020 • 06:21 Uhr

Organisatoren rechnen mit normaler Fußball-WM

Die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar rechnen nach der schnellen Entwicklung von Corona-Impfstoffen mit der Ausrichtung eines ganz normalen Turniers. Die Einführung und die Verbreitung des Impfstoffs seien definitiv gute Nachrichten für Jedermann, sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Nasser Al-Khater, Nachrichtenagentur AP. "Wir sind voller Hoffnung und freuen uns darauf, dass 2022 alles wirklich wieder komplett normal sein wird und freuen uns darauf, Gastgeber für die Fans zu sein und eine normale und erfolgreiche Weltmeisterschaft auszurichten", erklärte er. Zu Beginn der Corona-Pandemie sei man auch in Katar ernsthaft um die WM besorgt gewesen, insbesondere nachdem die Fußball-Europameisterschaft und auch die Olympischen Spiele ins Jahr 2021 verlegt wurden. Inzwischen aber sind die Gastgeber guter Dinge, dass die WM wie ursprünglich geplant und vor allem auch mit Zuschauern über die Bühne gehen kann. "Alle freuen sich darauf, zu einer Art Normalität im Leben und insbesondere im Sport zurückzukehren", sagte Al-Khater.

7.12.2020 • 06:19 Uhr

US-Gesundheitsexperten dringen auf das Tragen von Masken

US-Gesundheitsexperten haben angesichts steigender Corona-Zahlen die Menschen erneut eindringlich zum Maskentragen aufgerufen. Es sei frustrierend die Menschen nachplappern zu hören, "dass Masken nichts bringen und dass Menschenansammlungen nicht zu Superspreader-Events führen", sagte Deborah Birx, die Koordinatorin des Corona-Krisenstabs des Weißen Hauses, dem Sender NBC. Sie warnte angesichts der in Kürze erwarteten Genehmigung eines Corona-Impfstoffs davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen. "Der Impfstoff ist entscheidend", sagte sie. "Aber er wird uns nicht vor diesem aktuellen Anstieg retten." Die US-Regierung rechnet nach Angaben von Gesundheitsminister Alex Azar damit, dass bis zum Jahresende 20 Millionen Menschen geimpft werden können, sofern die US-Arzneimittelbehörde FDA diese Woche die Impfstoffe von Moderna sowie von Biontech und Pfizer zulasse.

7.12.2020 • 05:42 Uhr

Deutschland: RKI meldet 12.332 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Neuinfektionen in Deutschland um 12.332 auf über 1,183 Millionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht sich um 147 auf insgesamt 18.919.

Am Montag fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, weil am Wochenende weniger getestet wird und weniger Daten übermittelt werden. Vergangenen Montag waren rund 1000 Neuinfektionen weniger gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 146,2 pro 100.000 Einwohner.

7.12.2020 • 04:47 Uhr

Dänemark plant Verschärfung der Corona-Beschränkungen

Dänemark verschärft wegen steigender Infektionszahlen seine Corona-Beschränkungen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte in einer im Internet veröffentlichten Videoansprache einen Teil-Lockdown für die drei größten dänischen Städte an. Betroffen sind demnach die Hauptstadt Kopenhagen sowie mehrere umliegende Gemeinden, die westdänische Stadt Aarhus und die Stadt Odense im Zentrum des Landes. Die Details sollen im Laufe des Tages bekanntgegeben werden.

"Abstand halten" steht auf einem Schild in einer Fußgängerzone in Kopenhagen. | dpa

Weitere Corona-Beschränkungen in Kopenhagen: Die dänischen Behörden meldeten mit 1745 Neuinfektionen binnen 24 Stunden zuletzt einen neuen Corona-Höchstwert. Bild: dpa

7.12.2020 • 04:17 Uhr

Erster bundesweiter Aktionstag zu Kontrolle der Maskenpflicht

Heute findet der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt. Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und die Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht als Schutz gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie sichtbar erhöhen. Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits Zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

7.12.2020 • 03:14 Uhr

Städte und Gemeinden stellen Lockerungen infrage

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zieht angesichts der hohen Infizierten-Zahlen die angekündigten Lockerungen für die Feiertage in Zweifel. "Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind. Sie werden unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten führen und stellen damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar. Daher sollte man abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten anderthalb Wochen entwickeln", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Zeitung "Rheinische Post" vorab.

7.12.2020 • 03:10 Uhr

Verbände warnen vor sozialen Konflikten bei Impfungen

Wohlfahrtsverbände warnen vor sozialen Konflikten und Ungleichheit bei den künftigen Corona-Schutzimpfungen. "Sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt, werden wir eine Verteilungsdebatte erleben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zuerst würden gesundheitliche Risikogruppen und medizinisches Personal geimpft, danach jene, "die die Wirtschaft am Laufen halten und als systemrelevant gelten". Wer aus gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht als weniger wichtig angesehen werde, werde "hinten anstehen müssen". "Das wird natürlich zu Konflikten führen", warnte Schneider. Es dürfe auch nicht sein, dass sich Reiche womöglich Wege suchten, um die Warteschlange beim Impfen zu umgehen, indem sie sich das Präparat gegen viel Geld im Ausland beschaffen. "Die Staaten dürfen die Steuerung des Impfstoffangebots nicht aus der Hand geben oder die Verteilung den Kräften des freien Marktes überlassen", forderte Schneider.

7.12.2020 • 03:00 Uhr

CDU-Wirtschaftsrat will Strategie-Wechsel bei Risikogruppen

Der CDU-Wirtschaftsrat hält eine Neuausrichtung der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus infolge steigender Todesfälle bei Risikogruppen für dringend geboten. "Die Bundesregierung muss Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäusern durch regelmäßige Schnelltests besser schützen. Der Schutz von Risikogruppen sollte viel stärker in den Fokus rücken", sagt Generalsekretär Wolfgang Steiger der Zeitung "Bild". Das Bundesgesundheitsministerium müsse die Test-Kompetenzen ausweiten: Auch Hilfskräfte könnten nach Schnell-Schulungen Tests durchführen.

7.12.2020 • 02:54 Uhr

Corona-Krise sorgt für zahlreiche neue Wortschöpfungen

Kein anderes Thema hat den Wortschatz in diesem Jahr so stark geprägt wie die Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wie eine Sprecherin zu den Erweiterungen des Wörterbuchs der Neologismen, also der neuen Wörter, am Montag mitteilte. Etwa 1000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das IDS in diesem Jahr demnach gesammelt. Auch Abstandsgebot, Aluhut und zweite Welle landeten neu in der Sammlung.

7.12.2020 • 02:08 Uhr

Schleswig-Holstein ist jetzt Risikogebiet

Schleswig-Holstein ist als letztes Bundesland in Deutschland in der aktuellen Infektionswelle zum Corona-Risikogebiet geworden. In den vergangenen sieben Tagen kamen auf 100.000 Einwohner im Schnitt 51,6 Infektionen, wie die Landesregierung mitteilte. Damit ist der wichtige Risikowert von 50,1 überschritten. Am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 48,9 gelegen.

Die Landesregierung meldete am Sonntagabend 154 neue Fälle. Seit Beginn der Pandemie sind in Schleswig-Holstein 15.771 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte. In den Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 114 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 12.500 geschätzt. Am Sonntagnachmittag hatte bereits das Nachbar-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern den Warnwert überschritten. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind die Bundesländer mit den geringsten Infektionszahlen.

Touristen am Strand von Travemünde | dpa

Ostseestrand in Travemünde: Als letztes Bundesland ist nun auch Schleswig-Holstein zum Corona-Risikogebiet erklärt geworden. Bild: dpa

7.12.2020 • 02:06 Uhr

Spahn fordert mehr Solidarität

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt angesichts der angespannten Corona-Lage zu mehr Solidarität in der Gesellschaft. "Es kann ja nicht sein, dass die einen für den Glühwein zuständig sind, und die anderen für die Intensivstation", sagte Spahn gegenüber dem Fernsehsender RTL. Während manche "mit 40, 50 Mann am Glühweinstand" stünden, arbeiteten zur selben Zeit Pflegekräfte rund um die Uhr und gäben "alles, um Menschen eben das Überleben möglich zu machen".

Gerade die aktuell hohe Zahl an Todesfällen treibe ihn um, sagte Spahn. "Wir reden gerade viel darüber, wie wir Weihnachten feiern. Diese Menschen werden Weihnachten gar nicht mehr feiern." Deswegen gehe es gerade zu Weihnachten darum, weiter aufeinander aufzupassen. "Man muss auch nicht alles ausreizen", mahnte er mit Blick auf die angedachten Lockerungen zu den Feiertagen. Neben der Eigenverantwortung brauche es auch weiter "entschlossenes staatliches Handeln", betonte Spahn.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Dezember 2020 um 20:00 Uhr.