Eine Flagge auf Halbmast vor der Skyline von New York City | AFP
Liveblog

Corona-Pandemie ++ Flaggen in New York auf Halbmast ++

Stand: 08.04.2020 22:53 Uhr

New York registriert einen Höchststand an Corona-Todesfällen. Die EU debattiert über Exit-Strategien. Zwischen US-Präsident Trump und der WHO führt die Krise zu politischen Zänkereien. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • WHO weist Trumps Kritik zurück
  • Bundesstaat New York setzt Flaggen auf Halbmast
  • Mehr als 7000 Tote in Großbritannien
  • WTO befürchtet massiven Einbruch des Welthandels
  • Rasanter Anstieg der Fälle in Afrika
22:53 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute und bedanken uns für das Interesse.

22:12 Uhr

Conte und Timmermans appellieren an EU-Mitglieder

Vor dem Hintergrund der Debatte, wie die EU die wirtschaftlichen Schäden durch die Corona-Pandemie auffangen soll, hat EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans in einem Beitrag für die Zeitung "de Volkskrant" auf ein " beispielloses Hilfspaket" gepocht. Eine "soziale und wirtschaftliche Apokalypse" dürfe in keinem EU-Land zugelassen werden. Er münzte damit vor allem auf die besonders von der Krise betroffenen südlichen EU-Staaten Italien und Spanien.

Auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte warnte gegenüber "Bild live" vor einem Auseinanderbrechen der EU. Conte ist klarer Befürworter der Corona-Bonds, die Deutschland bislang klar ablehnt. "Deutschland hat keine Vorteile, wenn Europa in der Rezession versinkt. Unsere Volkswirtschaften sind auf eine schwere Probe gestellt", sagte Conte.

21:55 Uhr

Offenbar Waffenruhe im Jemen - Hintergrund Corona-Pandemie

Das gegen die Huthi-Rebellen im Jemen kämpfende Militärbündnis wird nach saudi-arabischen Angaben morgen eine Waffenruhe beginnen. Vertreter Saudi-Arabiens sagten am Abend zu Journalisten, die Entscheidung sei eine Reaktion auf Aufrufe der Vereinten Nationen, Konflikte angesichts der Coronavirus-Pandemie zu stoppen. Die Waffenruhe werde zwei Wochen gelten.

21:14 Uhr

Reportage: Leben in der Grenzregion

Seit Mitte März sind die Grenzen zu mehreren Nachbarstaaten Deutschlands dicht. Das hat mitunter skurrile Folgen - etwa dass der Postbote einen Riesen-Umweg machen muss oder man beim Spaziergang Gefahr läuft, illegal die Grenze zu überschreiten. Was in Zeiten von Corona plötzlich anders ist, zeigt die Reportage aus dem Zittauer Gebirge, den Bayerischen Alpen und dem Saarland .

21:05 Uhr

Frankreich will Ausgangsbeschränkungen verlängern

Die französische Regierung plant nach Angaben des Präsidialamtes, die geltenden Auflagen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein weiteres Mal zu verlängern. Momentan gelten sie bis zum 15. April. Die Zeitspanne der Verlängerung blieb noch offen. Präsident Emmanuel Macron werde sich am Montag an die Bevölkerung wenden.

20:54 Uhr

ARD extra zur Corona-Pandemie

Das Erste fasst die neuesten Entwicklungen und Debatten rund um die Corona-Krise zusammen.

20:43 Uhr

Offene Rechnung Corona-Hilfen

Die Bundesregierung hat milliardenschwere Hilfspakete geschnürt, um die deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise zu unterstützen. Doch es steht auch die Frage im Raum, wie der Bund das Geld wieder hereinbekommt.

20:34 Uhr

Eine Million Euro Minus pro Stunde bei der Lufthansa

Der Einbruch der Fluggastzahlen spiegelt sich drastisch in den Finanzen der Lufthansa wider: Konzernchef Carsten Spohr bezifferte die Verluste in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter der Fluggesellschaft: "In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve - Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat."

Die Lufthansa verhandelt derzeit über mögliche Staatshilfen, um die Krise abzufedern. Die Airline befördert normalerweise täglich etwa 350.000 Fluggäste, derzeit sind es weniger als 3000.

20:30 Uhr

BMW beurlaubt US-Mitarbeiter ohne Gehaltszahlung

Erst hat der Autobauer BMW seine Produktion in den USA zurückgefahren, nun geht der Konzern einen Schritt weiter: Das Unternehmen teilte mit, dass ab dem 12. April tausende Angestellte beurlaubt werden. Der Lohn soll in dieser Zeit ausgesetzt werden, Sozialleistungen und Zuzahlungen zur Krankenkasse übernimmt BMW aber weiter.

20:21 Uhr

Wie schnell breitet sich das Virus aus?

Ob die Einschränkungen wirken, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, zeigt sich auch an der sogenannten Reproduktionszahl. Eine interaktive Karte zeigt, wie schnell sich die Fallzahlen verdoppeln - in Deutschland und weltweit.

20:16 Uhr

Litauen verschärft Maßnahmen über Ostern

Die Regierung in Litauen hat für die Bevölkerung ein Reiseverbot über die Ostertage ausgesprochen. Zudem ist das Tragen eines Mundschutzes in der Öffentlichkeit ab sofort Pflicht.

Des Weiteren verlängerte das Land die Quarantäne bis zum 27. April. Ursprünglich hatte Litauen die Quarantäne-Regelung bis zum 13. April angeordnet.

20:07 Uhr

Tausende neue Fälle in der Türkei gemeldet

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Türkei ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 4117 auf 38.226 gestiegen. Die Zahl der Todesopfer sei um 87 auf 812 angestiegen.

Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt die offiziellen Zahlen an, vor allem mit Blick auf die Todesfälle. In einer Stellungnahme hieß es, es sei auffallend, dass die Zahl der Covid-19-Fälle ansteige, die Entwicklung der tödlichen Erkrankungen aber nicht entsprechend verlaufe.

19:58 Uhr

Auslastung deutscher Krankenhäuser

Noch immer wappnen sich Kliniken bundesweit dafür, mehr Corona-Patienten behandeln zu müssen. Der Bayerische Rundfunk gibt einen Überblick, in welchen Regionen die Krankenhäuser zum jetzigen Zeitpunkt wie stark belastet sind.

19:34 Uhr

779 Tote an einem Tag - Flaggen in New York auf Halbmast

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. "Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen."

Cuomo ordnete an, die Flaggen im Bundesstaat auf Halbmast zu hängen. Er verglich die Situation mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York fast 2800 Menschen starben. 

19:27 Uhr

Reportage: In der Arktis fehlen die Touristen

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen einen Reisetraum erfüllt und sind zum Beispiel mit einer Kreuzfahrt nach Spitzbergen gefahren. Mittlerweile ist die norwegische Inselgruppe im nördlichen Polarmeer aber abgeriegelt - und die Touristen bleiben aus. Nach dem Reise-Boom der vergangenen Jahre fürchten viele Inselbewohner nun um ihre wirtschaftliche Existenz, wie die Reportage von Christian Stichler aus der tagesschau zeigt.

19:16 Uhr

WHO-Chef: Virus nicht "politisieren"

Auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump am Handeln seiner Organisation in der Corona-Krise, hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus mit warnenden Worten reagiert. Es sei gefährlich das Coronavirus zu politisieren. Das sei ein Spiel mit dem Feuer, so der WHO-Generaldirektor.

Drei Anliegen seien ihm wichtig, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus weiter: "Einheit auf nationaler Ebene, Covid nicht für politische Zwecke nutzen. Zweitens: ehrliche Solidarität auf globaler Ebene. Und: ehrliche Führung vonseiten der USA und Chinas."

Gleichzeitig sprach er den USA seinen Dank aus - sie seien der größte Beitragszahler unter den WHO-Mitgliedsländern. Trump hatte damit gedroht, die Zahlungen an die WHO einzufrieren.

19:02 Uhr

Italien: Weniger Tote, aber mehr Infizierte

In Italien sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 542 weitere Corona-Tote gemeldet worden. Gestern waren es noch 604 Todesopfer binnen eines Tages gewesen. Damit kamen in ganz Italien mittlerweile fast 17.700 Menschen durch das Virus ums Leben.

Die Zahl der neu registrierten Infektionen nahm seit gestern aber abermals zu. Mehr als 3830 weitere Ansteckungen wurden gemeldet. Gestern waren es knapp 3000 gewesen. Damit stieg die Zahl der Infektionen landesweit auf mehr als 139.420.

18:55 Uhr

Airbus drosselt Produktion

Der Luftfahrtkonzern Airbus hat angekündigt, wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise die Produktion seiner Passagierflugzeuge reduzieren zu wollen.

So sollen pro Monat nur 40 A320-Maschinen gebaut werden. Eigentlich hatte das Unternehmen die Produktion dieses Modells bis zum Beginn des kommenden Jahres auf mehr als 60 Flugzeuge steigern wollen. Vom Langstreckenjet A350 sollen vorerst monatlich nur noch sechs Maschinen und vom A330neo nur noch zwei gefertigt werden.

18:48 Uhr

Schleswig-Holstein: Abi-Prüfungen ab 21. April

Trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sollen die Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein ab dem 21. April beginnen.

18:42 Uhr

Rasanter Anstieg der Arbeitslosigkeit in Mexiko

Rund 347.000 Mexikaner haben im Zeitraum vom 13. März bis zum 6. April ihren Arbeitsplatz verloren. Das entspreche 1,6 Prozent der 21 Millionen Beschäftigten landesweit, teilte Mexikos Arbeitsministerin Luisa Alcade mit. Damit seien innerhalb von Wochen mehr Jobs verloren gegangen, als im gesamten Jahr 2019 landesweit geschaffen worden waren.

18:37 Uhr

ECDC: Höhepunkt der Pandemie in EU wohl noch nicht erreicht

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC geht in ihrer aktuellen Risikobewertung nicht davon aus, dass die Corona-Pandemie in der gesamten EU bereits den Höchststand erreicht hat. In mehreren Mitgliedsstaaten sowie in Großbritannien würden nach wie vor steigende Fallzahlen gemeldet.

"In der momentanen Situation kann eine weitere Ausbreitung des Virus erwartet werden", erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon. Daher sei es zu früh, um Vorsichtsmaßnahmen wie etwa Einschränkungen von persönlichen Kontakten wieder aufzuheben.

18:30 Uhr

Kann es im Sommer wieder in die Ferne gehen?

Wie lange bleiben Reisen wegen der Corona-Pandemie noch untersagt? Viele Menschen hoffen auf den Sommer - die Meinungen, ob der Urlaub dann wieder möglich sein wird, gehen jedoch weit auseinander.

18:26 Uhr

Bundesentwicklungsminister fordert mehr Hilfe für Afrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller warnt vor dramatischen Folgen der Corona-Krise in Afrika. Angesichts der dort steigenden Zahl an Infektionen verweist er darauf, dass die Gesundheitssysteme der Länder nicht auf eine Versorgung von Erkrankten ausgerichtet seien. So gebe es etwa in Mali insgesamt nur vier Beatmungsgeräte.

Müller forderte die EU und andere Staaten auf, massive Hilfe zu leisten. "Wir müssen uns der Verantwortung stellen, die Schwächsten und Ärmsten auch unter einen Schutzschirm zu stellen und Solidarität zu leisten", sagt er.

18:24 Uhr

Mehr als 7000 Tote in Großbritannien

Die Zahl der Todesopfer in Großbritannien hat sich laut Gesundheitsministerium um 938 auf 7097 erhöht. Den Angaben zufolge sind landesweit mittlerweile 60.733 Infektionen bestätigt.

18:18 Uhr

"Alan Kurdi" darf nicht anlegen

Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" von der deutschen Organisation "Sea Eye" wartet bereits seit Anfang der Woche darauf, mit 150 geretteten Migranten an Bord, in einen Hafen einlaufen zu dürfen. Doch gerade in der Corona-Krise macht Italien dicht.

18:15 Uhr

Der Osterhase bekommt viel zu lesen

Seit rund 40 Jahren können Kinder Briefe für den Osterhasen an das Osterpostamt in Ostereistedt schicken. In diesem Jahr sind - wohl auch durch die Einschränkungen durch das Coronavirus - ungewöhnlich viele Briefe eingegangen: Mehr als 50.000 Schreiben sind beim Postamt gelandet, sagte dessen Leiter Hans-Hermann Dunker - ein Rekord.

Im vergangenen Jahr waren es demnach fast 10.000 Briefe weniger. Die Post für den Osterhasen kommt nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Neuseeland, von den Philippinen oder aus Taiwan.

17:59 Uhr

US-Demokraten stellen Zustimmung zu weiteren Finanzhilfen in Aussicht

Die Demokraten wollen den von US-Präsident Donald Trump geplanten weiteren Finanzhilfen zustimmen - allerdings unter Bedingungen. Das kündigten die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Charles Schumer, an.

Trump hatte angekündigt, weitere 250 Milliarden US-Dollar in die Hilfe für kleinere und mittlere Unternehmen investieren zu wollen. Dem wollen die Demokraten zustimmen. Sie fordern aber, dass unter anderem 125 Milliarden US-Dollar vor allem in die Unterstützung von Bauern, Frauen und Minderheiten fließen sollen. 100 weitere Milliarden Dollar sollen laut Demokraten in die Versorgung von Krankenhäusern fließen.

17:50 Uhr

NRW: Ermittlungen wegen Betrugs mit falschen Förderanträgen

Das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen ermittelt gegen Betreiber von Internetseiten, die mit angeblichen Fördergeldern für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen locken.

17:47 Uhr

Schweiz: Erst verlängern, dann lockern

Die Regierung in der Schweiz hat dafür gestimmt, die geltenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis zum 26. April zu verlängern. Seit Mitte März sind Geschäfte und Restaurants geschlossen, private und öffentliche Veranstaltungen sind verboten.

Nach dem 26. April sollen die Auflagen dann schrittweise und vorsichtig gelockert werden, stellte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga in Aussicht. Über die einzelnen Schritte zur Aufhebung der Vorsichtsmaßnahmen soll die Regierung in der kommenden Woche entscheiden.

17:40 Uhr

Türkei setzt auf die Kontrolle per Handy

Die Türkei will die Einhaltung von Quarantäne-Auflagen mithilfe von Handydaten der Erkrankten überwachen. Wer sein Haus verlasse, werde einen Anruf erhalten, teilte das Kommunikationsdirektorat des türkischen Präsidialamts mit.

Die Bürger würden gebeten, nach Hause zurückzukehren und bei wiederholten Verstößen bestraft. Die Regierung werde sicherstellen, dass die Daten nicht für andere Zwecke benutzt werden.

17:37 Uhr

Schlagworte rund um die Corona-Krise - was bedeutet was?

Wofür steht eigentlich COVID-19? Und was ist mit Basisreproduktionszahl gemeint? Die wichtigsten Begriffe rund um die Pandemie und ihre Bedeutung.

17:35 Uhr

"Der gewöhnliche Lebensrhythmus ist zerstört"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache versucht, der Bevölkerung seines Landes Mut zuzusprechen und sie ermahnt, sich an die Regelungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu halten.

"Ich verstehe, dass sich schon Müdigkeit, die schwere Last finanzieller, häuslicher und anderer irdischer Probleme angestaut haben. Ihr gewöhnlicher Lebensrhythmus ist zerstört", sagte Putin. "Aber es gibt keine Wahl."

Der Staatschef sieht sein Land gut gerüstet, um die Krise zu überstehen: "Alles geht vorbei. Auch das geht vorbei. Wir werden siegen."

Putin hatte den April in Russland zum bezahlten arbeitsfreien Monat erklärt, um gegen die Pandemie vorzugehen.

17:27 Uhr

Passagiere sitzen auf Kreuzfahrtschiff fest

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Greg Mortimer" der australischen Reederei Aurora haben sich fast 60 Prozent der 200 Passagiere an Bord mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit liegt das Schiff vor Uruguay, anlegen darf es nicht.

Acht Reisende wurden in Krankenhäuser an Land gebracht. Die anderen 128 Passagiere zeigten trotz Infektion bislang keine Symptome. Sie müssen nun darauf warten, nach Hause gebracht zu werden. Laut den Betreibern der Reederei wurden Flugzeuge gechartert, um die Urlauber in ihre Heimat auszufliegen. Die meisten der Passagiere stammen aus Australien und Neuseeland

Das Kreuzfahrtschiff "Greg Mortimer" der australischen Reederei Aurora | AFP

Derzeit sitzen Reisende und Crew an Bord der "Greg Mortimer" fest. Bild: AFP

17:18 Uhr

Weltärztechef Montgomery: Maskenpflicht wäre nicht zulässig

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, bezweifelte im Interview mit der "Passauer Neuen Presse", dass eine allgemeine Maskenpflicht rechtlich zulässig wäre. Es gebe nicht genügend verfügbare Masken für alle, so Montgomery. Daher sei es schwierig, eine Pflicht einzuführen, der die Bürger gar nicht voll nachkommen könnten.

17:14 Uhr

Dossier rund um das Coronavirus

Ostern in der Corona-Krise - welche Regeln gelten? Was darf man, was nicht? Antworten und die aktuellen Meldungen zur Pandemie auf einen Blick.

17:12 Uhr

Hamburg sagt Derby ab

Das deutsche Spring- und Dressur-Derby in Hamburg wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Das Turnier sollte vom 20. bis 24. Mai stattfinden. Die Organisatoren prüfen nun einen neuen Termin, eventuell im Juli oder August.

17:09 Uhr

Deutsch-Französischer Vorstoß im Finanzierungsstreit?

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, planen Deutschland und Frankreich den Streit in der EU um Finanzhilfen in der Corona-Krise durch gemeinsame Vorschläge beilegen zu wollen. Das habe der französische Präsident Emmanuel Macron angekündigt, hieß es von der Agentur unter Berufung auf Kreise des Präsidialamtes in Paris.

Bisher habe Frankreich und Deutschland im Streit teils unterschiedliche Standpunkte vertreten, vor allem in der Frage um die sogenannten Corona-Bonds.

17:02 Uhr

EU-Kommission für längeres Einreiseverbot

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Einreisen in die EU noch bis zum 15. Mai auszusetzen. Die Entscheidung, ob die Maßnahme länger gelten soll, liegt aber bei den einzelnen EU-Staaten.

16:59 Uhr

Mit Handydaten gegen die Pandemie

Der Virologe Christian Drosten erläutert im NDR-Podcast, wie Daten vom Handy helfen könnten, die Pandemie einzudämmen.

16:53 Uhr

WTO zieht düstere Prognose für Weltwirtschaft

Die Welthandelsorganisation (WTO) prognostiziert, dass durch die Corona-Pandemie der weltweite Handel um bis zu ein Drittel einbrechen könnte. WTO-Chef Roberto Azevedo befürchtete die wohl "tiefste wirtschaftliche Rezession zu unseren Lebzeiten" in Aussicht.

Die Organisation spricht von einem optimistischen Szenario mit einem Rückgang der Wirtschaft um 13 Prozent und einem pessimistischen Szenario. Das sieht einen Absturz des Welthandels um bis zu 32 Prozent vor.

16:33 Uhr

EU lockert Kartellrecht für Pharmakonzerne

Um Engpässe bei der Versorgung mit Arzneimitteln zu verhindern, dürfen sich Pharmaunternehmen in der Corona-Krise enger abstimmen als im EU-Recht vorgesehen. Die EU-Kommission lockerte dafür vorübergehend die entsprechenden Kartellregeln.

So dürfen die Betriebe etwa Absprachen zur Produktion und zum Vertrieb von Medikamenten treffen, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit. So solle verhindern werden, dass sich die Firmen auf bestimmte Arzneien zu stark konzentrierten, während es an anderen Medikamenten fehle.

16:29 Uhr

Leiter der UKE-Intensivmedizin: Lockerung noch im April

Der Leiter der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf, Professor Stefan Kluge, hat sich dafür ausgesprochen, erste Corona-Maßnahmen noch in diesem Monat zu lockern - zwar "sehr dosiert", aber "man muss langsam damit anfangen".

Die Kontaktsperre könne nicht monatelang aufrechterhalten werden. Dabei müsse auch die Situation in den Bundesländern beachtet werden: In Bayern gebe es nach wie vor die meisten Infektionen mit dem Virus. In anderen Ländern, wie etwa Mecklenburg-Vorpommern, sei die Quote geringer, daher sei hier auch früher möglich, Schulen wieder zu öffnen, so Kluge weiter.

16:21 Uhr

Studie über mögliche Dunkelziffer an Infektionen

Göttinger Wissenschaftler gehen davon aus, dass fünf von sechs Fällen einer Corona-Erkrankung in Deutschland unentdeckt bleibt.

16:18 Uhr

Äthiopien ruft Notstand aus

Das ostafrikanische Äthiopien hat wegen der Verbreitung des Coronavirus den landesweiten Notstand ausgerufen. Das teilte das Büro von Regierungschef Abiy Ahmed mit. Der Notstand erlaubt eine Verschärfung bereits bestehender Einschränkungen.

Äthiopien hatte bereits die für den 29. August geplante Parlamentswahl wegen der Corona-Krise verschoben.

16:15 Uhr

Bundesverfassungsgericht lehnt Eilantrag gegen Vorsichtsmaßnahmen ab

Die Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe haben einen Eilantrag gegen die Beschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie entschieden. Der Kläger hatte die Maßnahmen als zu einschneidend kritisiert - etwa das Verbot, Freunde zu treffen oder seine Eltern nicht besuchen zu dürfen.

Die Maßnahmen schränken die Grundrechte erheblich ein, räumte das Gericht zwar ein, doch die Gefahren für Leib und Leben würden schwerer wiegen.

16:09 Uhr

WHO blockt Kritik von Trump ab

Die Weltgesundheitsorganisation habe es mit ihrem Agieren in der Corona-Krise "wirklich vermasselt", hatte US-Präsident Donald Trump der WHO vorgeworfen und mit einem Zahlungsstopp gedroht. Nun hat die WHO den Angriff zurückgewiesen.

16:02 Uhr

US-Institut erwartet weniger Tote durch Coronavirus

Experten der University of Washington erwarten in den USA weniger Todesopfer durch die Pandemie als zunächst prognostiziert. Gestern noch hatte das Institut bis zum 4. August eine Opferzahl von rund 82.000 genannt, nun gehen die Verfasser der Studie von 60.000 Corona-Toten bis zu diesem Zeitpunkt aus.

15:58 Uhr

Basketball-Bundesligist Brose Bamberg setzt auf Kurzarbeit

Der neunmalige deutsche Basketball-Meister Brose Bamberg schickt seine Mitarbeiter in die Kurzarbeit. Wie lange die Maßnahmen Bestand haben, hänge davon ab, ob und wann die Basketball-Saison in Deutschland fortgesetzt werde. Derzeit ist sie mindestens bis Ende April ausgesetzt.

Zudem hätten sowohl die Spieler als auch die Trainer zugestimmt, auf 50 Prozent ihres Gehaltes zu verzichten, um die wirtschaftlichen Einbußen zu minimieren.

15:55 Uhr

Französische Gewerkschaften rufen zu Streik auf

In Frankreich haben Gewerkschaften Beschäftigte des Versandhändlers Amazon sowie Angestellte in Supermärkten und im Dienstleistungsgewerbe zum Streik aufgerufen.

Die Mitarbeiter arbeiteten seit der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sieben Tage in der Woche und setzten dabei ihr Leben aufs Spiel, hieß es als Begründung vom Gewerkschaftsbund CFDT. Darum müssten Atemschuthzmasken und Schutzbekleidung für alle Beschäftigten zur Verfügung stehen, die ständig mit Kunden in Kontakt stünden.

In den USA hatte Amazon nach einem Streik der Mitarbeiter Masken, Desinfektionsmittel und Temperaturmessungen in Aussicht gestellt.

15:51 Uhr

Ein "völlig anderes" Oktoberfest

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in der "Bild" bezweifelt, dass das diesjährige Oktoberfest in München wie gewohnt stattfinden kann. "Die Wiesn ist das internationalste Fest, in dem die halbe Welt zu Besuch kommt", sagte der CSU-Politiker. Deshalb gelte, dass "wenn überhaupt" das Oktoberfest nur unter völlig anderen Voraussetzungen stattfinden könne. Die Situation sei eine andere, da Reisen und Grenzöffnungen sehr unwahrscheinlich seien.

Die Entscheidung über das Oktoberfest soll nach den bisherigen Plänen im Juni fallen. Üblicherweise besuchen mehr als sechs Millionen Menschen das größte Volksfest der Welt.

15:46 Uhr

Zahlreiche Gerüchte rund um die Corona-Krise

Ob über mögliche Mittel gegen das Coronavirus oder Betrugsmaschen - Patrick Gensing vom faktenfinder fasst die Fake-News über die Pandemie zusammen.

15:28 Uhr

Bund erwartet 40 Millionen Schutzmasken für Deutschland

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie erwartet die Bundesregierung weiteren Nachschub an Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Das seien so viele wie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen. Hintergrund ist auch eine Kooperation mit der Lufthansa in einer Art "Luftbrücke" für regelmäßige Transportflüge nach China.

15:25 Uhr

Auch BMW produziert jetzt Atemschutzmasken

Auch der Autobauer BMW steigt in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken ein. Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend könnten bis zu 300 000 Masken am Tag hergestellt werden, sagte BMW-Chef Oliver Zipse in München.

BMW will die Maskenproduktion auch für den Eigenbedarf nutzen. Um die Produktion in den Werken in den kommenden Wochen wieder hochfahren zu können, dürften viele Mitarbeiter Schutzmasken benötigen. Überkapazitäten sollen aber auch für den Gebrauch von Ärzten und Pflegern zur Verfügung gestellt werden.

15:10 Uhr

Männer und Frauen dürfen in italienischer Gemeinde nur noch getrennt einkaufen

Um die Coronavirus-Pandemie weiter einzudämmen, greift eine kleine italienische Gemeinde zu extremen Maßnahmen: Männer und Frauen dürfen in Canonica d'Adda in der Lombardei künftig nicht mehr an denselben Tagen Lebensmittel einkaufen. Frauen sind dienstags, donnerstags und samstags dran, Männer an den anderen Tagen. Wer die Regel bricht, muss bis zu 400 Euro Strafe zahlen.

Ziel sei es, die Zahl der Menschen in den Supermärkten zu reduzieren. Seinen Angaben zufolge starben in dem 4400-Einwohner-Dorf nahe der schwer getroffenen Stadt Bergamo bislang 20 Menschen an Covid-19.

14:59 Uhr

Reisebranche vor ungewissem Sommergeschäft

Reiseveranstalter hoffen trotz der Ungewissheit über die Entwicklung der Corona-Pandemie weiter auf das Sommereisegeschäft. "Wir teilen den Wunsch vieler Urlauber, dass auch das Reisen im Rahmen der Lockerungen bald wieder möglich sein wird", erklärte Branchenprimus Tui.

Dagegen wird nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Sommerurlaub noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein. "Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können", sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Selbst bei schrittweiser Rückkehr in den Alltag werde die Pandemie das Land noch bis zum Sommer beschäftigen.

14:55 Uhr

WHO wehrt sich gegen Kritik Trumps

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwahrt sich gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump und seine Drohung, ihr die Mittel zu streichen. "Wir sind noch immer in der akuten Phase der Pandemie, daher ist jetzt nicht die Zeit, die Finanzierung zu verringern", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in Genf.

Trump hatte der WHO Versagen vorgeworfen und getwittert, sie habe beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie "wirklich Mist gebaut". Er drohte zudem damit, die Beitragszahlungen seines Landes auszusetzen. Die USA haben 2019 mehr als 400 Millionen Dollar gezahlt, so viel wie kein anderer Staat.

14:39 Uhr

Italien: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Altenheime

In Italien wird Kritik an Fehlern im Umgang mit der Corona-Krise in Krankenhäusern und Altersheimen lauter. In Heimen in der besonders betroffenen Lombardei scheint es zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus gekommen zu sein.

Allein in einer bekannten Geriatrie bei Mailand seien seit März 110 Menschen gestorben und Fälle verdeckt worden, berichtete unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera". Die Staatsanwaltschaft in Mailand habe Ermittlungen zum Zustand in mehreren Heimen aufgenommen.

14:34 Uhr

In Afrika wächst die Zahl der Infizierten

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation die Marke von 10.000 überschritten. Mehr als 500 Infizierte seien gestorben, teilte die WHO am Mittwoch in Brazzaville mit.

Die Corona-Pandemie könnte für Tausende Menschen in Afrika den Tod bedeuten und soziale und wirtschaftliche Verwüstung hinterlassen, warnte die WHO-Regionaldirektorin Matshidiso Moeti. Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten auf dem Kontinent wachse rasant, teilte die WHO weiter mit.

Inzwischen sein 52 Länder betroffen, Erkrankungen seien aus großen Städten und ländlichen Gegenden gemeldet worden. Der erste bestätigte Fall war am 14. Februar in Ägypten registriert worden. Viele Experten warnen, die schwachen Gesundheitssysteme in Afrika seien dem Virus nicht gewachsen.

14:21 Uhr

ISS-Mission in Zeiten der Corona-Pandemie

Astronauten sind an Isolation gewöhnt - doch für die nächsten Bewohner der Internationalen Raumstation (ISS) hat das Coronavirus noch vor Beginn ihrer Reise für zusätzliche Härten gesorgt: Wegen der Pandemie mussten sie fast einen Monat vor ihrem Start in Quarantäne, und ihre Abschieds-Pressekonferenz fand am Mittwoch ohne Journalisten und Angehörige statt.

Am Donnerstag um 10.05 Uhr (MESZ) sollen die beiden Kosmonauten Iwan Wagner und Anatoli Iwanischin sowie ihr US-Kollege Chris Cassidy vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur aus zu ihrer sechsmonatigen ISS-Mission aufbrechen, aber schon die von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos übertragene Pressekonferenz fühlte sich ein wenig außerirdisch an. "Anstatt nur mit Kameras würden wir lieber mit Menschen sprechen", sagte Cassidy in Baikonur. Der 50-jährige US-Astronaut berichtete, dass es die Besatzung schon "getroffen" habe, ohne ihre Familien zur ISS aufbrechen zu müssen. "Aber uns ist klar, dass die ganze Welt von der Krise betroffen ist". Schon ihre Isolation in der Zeit vom der Start sei noch "gründlicher" gewesen als üblich, sagte Iwanischin.

14:03 Uhr

Studie zur Corona-Krise

Schutzmasken-Bastler oder Klopapier-Hamsterer - die Pandemie scheint das Beste und das Schlechteste im Menschen hervorzubringen. Eine Studie zeichnet ein Bild der sozialen Folgen der Pandemie in Deutschland.

13:44 Uhr

Spenden für die Obdachlosen

Ein Gabenzaun in Berlin | OMER MESSINGER/EPA-EFE/Shutterst

Zahnpasta, Äpfel, Schokoriegel: In vielen deutschen Städten gibt es seit kurzem sogenannte Gabenzäune. Bild: OMER MESSINGER/EPA-EFE/Shutterst

13:30 Uhr

Regel missachtet: Südafrikanische Ministerin beurlaubt

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat seine Kommunikationsministerin für zwei Monate beurlaubt, weil sie gegen die Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie verstoßen hat. Stella Ndabeni-Abrahams war bei einem früheren Kabinettskollegen zum Mittagessen eingeladen - insgesamt saßen sechs Leute am Tisch, wie auf einem Foto bei Instagram zu sehen war.

"Die landesweite Ausgangssperre gilt für alle Südafrikaner", rüffelte der Präsident die Ministerin in einer Erklärung. "Keiner von uns und vor allem kein Mitglied der Regierung darf unsere Bemühungen zur Rettung von Menschenleben sabotieren. Niemand steht über dem Gesetz." Ndabeni-Abrahams entschuldigte sich umgehend: "Ich bedauere den Vorfall und bitte um Entschuldigung." Die Ausgangssperre sei "nötig", um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

13:17 Uhr

WHO Europa: Nicht die Zeit für Lockerungen

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer frühzeitigen Lockerung der Corona-Maßnahmen gewarnt. "Jetzt ist nicht die Zeit, um Maßnahmen zu entspannen", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf einer online übertragenen Pressekonferenz. Wachsendes Wissen über Covid-19 und positive Entwicklungen in einigen Staaten bedeuteten noch lange nicht, dass man Sars-CoV-2 besiegt habe. Vielmehr biete dies die Chance, das Virus besser in den Griff zu bekommen.

Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, um das Visier hochzuklappen, sagte Kluge. "Wir haben noch einen weiten Weg in diesem Marathon vor uns." Später ergänzte er: "Ein Land kann Covid-19 nicht alleine bekämpfen oder stoppen." Der Kampf gegen die Corona-Krise müsse vielmehr international abgestimmt ablaufen.

13:07 Uhr

Europaparlament nimmt Obdachlose auf

Das Europaparlament will in der Corona-Krise Obdachlose und andere Bedürftige aufnehmen. Ein Teil des Parlaments in Brüssel werde ihnen im Einvernehmen mit den regionalen Behörden zur Verfügung gestellt, teilte Parlamentspräsident David Sassoli mit. Die Obdachlosen könnten im Helmut-Kohl-Gebäude übernachten, einem nach dem verstorbenen deutschen Kanzler benannten Nebengebäude, hieß es aus Sassolis Kabinett.

Darüber hinaus sollen die Küchen des Europaparlaments mehr als 1000 Mahlzeiten am Tag herstellen, die an Bedürftige und Mitarbeiter des Gesundheitswesens verteilt würden, kündigte Sassoli an. "Konkrete Solidarität mit den Bürgern. Dies ist die Linie des Europäischen Parlaments", erklärte der Italiener.

12:51 Uhr

Bundesregierung will Studierende unterstützen

Die Bundesregierung will die Folgen der Corona-Krise für Wissenschaftler und Studierende abmildern. Das Kabinett hat ein entsprechendes Vorhaben von Forschungsministerin Anja Karliczek auf den Weg gebracht. Es sieht Anreize für Bafög-Bezieher vor, sich in der Krise in sogenannten systemrelevanten Bereichen zu engagieren.

Bereits beschlossen war, dass Verdienste aus Tätigkeiten in Gesundheitseinrichtungen nicht mehr auf das Bafög angerechnet werden. Dies soll nun auch auf andere Bereiche wie etwa die Lebensmittelbranche ausgeweitet werden. Das ausgezahlte Bafög soll trotz dieser Nebeneinkünfte unverändert hoch bleiben.

12:33 Uhr

Günther erwartet nur wenige Lockerungen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther rechnet nicht mit weitgehenden Lockerungen der Corona-Regeln nach den Osterferien ab 19. April. "Es ist gut möglich, dass es dann erst wenig Erleichterung gibt", sagte der CDU-Politiker der "Wirtschaftswoche". Die Ausnahmesituation werde das Leben über geraume Zeit bestimmen.

"Zurzeit sind eher die Älteren getroffen, deren Gesundheit stark gefährdet ist." Sie blieben noch länger eingeschränkt. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden hingegen die junge Generation noch stark beschäftigen", sagte Günther. Die Jüngeren müssten hohe Staatsschulden abbezahlen. Deshalb halte er auch nichts von der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder nach weniger Steuern: "Es ist nicht die Zeit, jetzt über Steuersenkungen zu reden."

12:10 Uhr

Hans: "Wir können keine Entwarnung geben"

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat Hoffnungen auf eine rasche Lockerung der Corona-Auflagen in Deutschland gedämpft. "Wir können keine Entwarnung geben", sagte der CDU-Politiker in Saarbrücken. Auch über die Osterfeiertage müssten Bürger ihre Geduld unter Beweis stellen. Wann die Beschränkungen gelockert werden könnten, sei unklar. Diese Frage könne niemand zuverlässig beantworten. "Es gibt viel zu viel, was wir jetzt noch nicht wissen", sagte Hans über das Virus.

Ihm sei bewusst, dass der momentane Zustand "nicht willkürlich aufrecht erhalten werden" dürfe. Die Einschränkungen würden keinen Tag länger dauern als nötig. Wenn der Zeitpunkt gekommen sei, würden die Beschränkungen "Schritt für Schritt" gelockert. Die oberste Maßgabe dabei sei, eine neue Infektionswelle zu verhindern.

12:01 Uhr

Präsident des Europäischen Forschungsrates zurückgetreten

Der Präsident des Europäischen Forschungsrates ERC, Mauro Ferrari, ist inmitten der Corona-Krise zurückgetreten. Ferrari habe am Dienstag mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt eingereicht, bestätigte die EU-Kommission nun auf Anfrage.

Die "Financial Times" hatte zuvor Ferraris Rücktrittserklärung veröffentlicht, in der dieser dem ERC vorwarf, es als wichtigster Geldgeber für europäische Forschungsprojekte versäumt zu haben, Wissenschaft zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu finanzieren. Sein Vorschlag für ein spezielles Programm zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus sei vom Direktorium des ERC abgelehnt worden, beklagte Ferrari in dem Schreiben.

11:58 Uhr

Mehr als 4000 Corona-Tote im Iran

Im Iran sind mittlerweile mehr als 4000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. 121 weitere Patienten seien der Erkrankung erlegen, damit steige die Zahl der Toten auf 4003, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt 67.286 Menschen hätten sich erwiesenermaßen mit dem Virus angesteckt.

11:41 Uhr

Spanien will ab Ende April schrittweise Beschränkungen lockern

Das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Kurz vor der offiziellen Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen bis zum 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero in einem Interview mit dem Sender "Antena 3", dass die Bürger nach diesem Datum langsam "ihr normales Leben zurückgewinnen können". Für Menschen, die Straßen und Plätze bevölkerten, werde es aber "klare Anweisungen" der Regierung geben, so Montero.

In Spanien herrscht seit dem 15. März ein striktes Ausgehverbot, das nun bereits zum zweiten Mal verlängert wird. Das Parlament muss der von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Maßnahme am Donnerstag noch zustimmen.

Die knapp 47 Millionen Spanier dürfen nur zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür, Spaziergänge oder Sport sind nicht erlaubt. Die strengen Beschränkungen zeigen jedoch langsam Wirkung: Die Zahl der Neuinfektionen ist mittlerweile deutlich rückläufig. Dennoch bleiben die aktuellen Zahlen besorgniserregend: Die Zahl der infolge einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Patienten stieg binnen 24 Stunden um 757 auf 14.555 gestiegen. Zudem seien 6180 neue Ansteckungen registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit sei bei insgesamt 146.690 Menschen das Virus nachgewiesen worden.

11:22 Uhr

Steinmeier: "Belastende Zeit" für Familien

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht viele Familien in der Corona-Krise vor großen Herausforderungen und Problemen. In einer gemeinsamen Videobotschaft mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender sprach er von einer für Familien "belastenden Zeit". Die Familien müssten nicht nur den veränderten Alltag bewältigen, sondern dürften auch Angehörige in Pflegeheimen derzeit nicht besuchen.

"Die, die uns besonders brauchen, dürfen wir nicht mehr sehen - die einsame Mutter, den gebrechlichen Vater, die Großeltern", sagte Steinmeier. "Das reißt uns das Herz entzwei." Aber auch hier gelte, Abstand zu halten, um die älteren und kranken Menschen zu schützen.

11:02 Uhr

Scholz hofft auf EU-Einigung vor Ostern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft noch vor Ostern auf eine Einigung der Euro-Länder auf Corona-Hilfen. "Wir waren uns fast einig, aber nicht ganz", sagte der SPD-Politiker nach der abgebrochenen und auf morgen vertagten Video-Konferenz der Euro-Finanzminister. Er rufe zusammen mit Frankreich alle Euro-Staaten auf, sich einer Lösung bei schwierigen Finanzfragen nicht zu verweigern. Es gebe drei Vorschläge, die ein Volumen von 500 Milliarden Euro hätten.

10:47 Uhr

Frankreich stürzt in Rezession

Frankreich ist in der Corona-Krise nach Angaben seiner Notenbank tief in die Rezession gestürzt: Nach einer ersten Schätzung der Banque de France schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal dieses Jahres um sechs Prozent. Das ist der schlechteste Wert seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

10:40 Uhr

Viele Hürden auf dem Weg zur Tracing-App

Eine sogenannte Tracing-App soll helfen, mögliche Corona-Infizierte schneller zu informieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Doch bis die App tatsächlich genutzt werden kann, müssen einige Hürden überwunden werden.

10:24 Uhr

Gutschein-Lösung für abgesagte Veranstaltungen gebilligt

Das Bundeskabinett hat nach Angaben aus Teilnehmerkreisen entschieden, dass Kunden bei abgesagten Veranstaltungen bis auf wenige Ausnahmen Gutscheine und kein Bargeld erhalten sollen. Für den Fall Pandemie-bedingter Absagen soll der Veranstalter den Käufern für vor dem 8. März erworbene Tickets anstelle einer Erstattung einen Gutschein geben dürfen. Nur in Ausnahmefällen sollen Kunden ihr Geld zurückerhalten. Sollte der Gutschein bis zum 31. Dezember 2021 nicht eingelöst worden sein, bekommen sie die Unkosten ebenfalls erstattet.

10:09 Uhr

Laschet: Sehe derzeit keine bundesweite Maskenpflicht

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet geht in der Frage einer Maskenpflicht auf Abstand zu seinem bayerischen Kollegen Markus Söder. "Eine Maskenpflicht für ganz Deutschland sehe ich derzeit nicht", sagte der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. Söder hatte sich für eine schrittweise Lockerung der öffentlichen Beschränkungen unter strengen Auflagen ausgesprochen und eine Maskenpflicht als sehr wahrscheinlich bezeichnet.

Laschet sprach sich zudem dafür aus, einen Zeitplan für die Rückkehr zur Normalität aufzustellen.

09:21 Uhr

Kurzarbeit bei der Deutschen Post

Der Logistik-Konzern Deutsche Post DHL will offenbar Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter anmelden. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Betroffen seien insbesondere Tochterunternehmen, die logistische Dienstleistungen und erste Produktionsschritte für die Autobauer Ford und Audi anbieten. Auch im Geschäft mit Expresslieferungen in Deutschland und in der Speditionssparte soll demnach Kurzarbeit eingeführt werden. 

Konzernchef Frank Appel wollte die Zahl nicht kommentieren. "Unser Primat ist, dass wir eine maximale Zahl von Beschäftigten im Unternehmen halten", sagte Appel in einer Telefonkonferenz. Er sei optimistisch, dass dies gelingen werde. In einzelnen Bereichen führe der Konzern Gespräche mit den Betriebsräten über Kurzarbeit, davon sei aber nur eine kleine Zahl von Mitarbeitern betroffen.

08:55 Uhr

Johnson in stabilem Zustand

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach Angaben der Regierung in einem stabilen Gesundheitszustand. Er sei guten Mutes, teilt Edward Argar, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, mit. Er habe zusätzlichen Sauerstoff erhalten, werde aber nicht künstlich beatmet. Johnson ist an Covid-19 erkrankt und liegt in einem Londoner Krankenhaus auf der Intensivstation.

08:51 Uhr

Wirtschaftsforscher: Corona-Krise löst tiefe Rezession aus

Die Corona-Krise löst aus Sicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen, wie aus dem Gutachten hervorgeht, das der dpa vorab vorlag.

08:46 Uhr

TUI: Weg für staatlichen Milliardenkredit frei

Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den TUI-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW - wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

08:27 Uhr

RKI-Chef vorsichtig optimistisch

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich zur Entwicklung der Corona-Pandemie vorsichtig optimistisch geäußert. Die derzeitigen Maßnahmen würden helfen, sagte Wieler im Deutschlandfunk - schränkte aber ein, dass es sich bei dieser Einschätzung um eine Momentaufnahme handle. In Deutschland steige die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle noch immer an, allerdings sei es gelungen, diesen Anstieg abzuflachen. Dazu kämen immer mehr Ausbrüche der Krankheit in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Zur Diskussion über eine Strategie zur Aufhebung der Beschränkungen erklärte Wieler, er könne sich dies schrittweise vorstellen.

08:07 Uhr

EU-Beratungen über Corona-Hilfen vertagt

Die EU-Beratungen über Hilfen für finanziell schwächere Länder in der Corona-Krise haben trotz eines nächtlichen Verhandlungsmarathons vorerst keine Einigung erbracht. Wie Eurogruppen-Chef Mario Centeno auf Twitter mitteilte, wurden die Verhandlungen der EU-Finanzminister nach 16 Stunden auf morgen vertagt.

Streitpunkt sind offenbar noch immer die sogenannten Corona-Bonds - eine gemeinsame Schuldenaufnahme über Gemeinschaftsanleihen.

07:33 Uhr

Südkorea verschärft Einreisekontrollen

Aus Sorge vor einer Zunahme importierter Corona-Fälle will Südkorea die Einreisebestimmungen weiter verschärfen. Premierminister Chung Sye Kyun kündigte an, sogenannte Visa-Waiver-Programme mit Ländern für ein visumfreies Reisen würden vorläufig auf Eis gelegt. Auch sollen keine neuen Visa für Staatsbürger aus den Ländern ausgestellt werden, die wegen der Pandemie die Einreise von Besuchern aus Südkorea verbieten. Eine formale Entscheidung darüber sollte später bekanntgegeben werden.

07:14 Uhr

Blutplasma-Therapie soll Corona-Patienten helfen

Therapien mit Blutplasma könnten künftig einmal schwerkranken Corona-Patienten helfen. Die Studienlagen weise darauf hin, dass damit eine deutliche Abschwächung der lebensbedrohlichen Verläufe möglich sei, sagte der Leiter der Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Erlangen, Holger Hackstein. Dieses ist nach eigenen Angaben eine der ersten Einrichtungen, die eine Erlaubnis für die Herstellung von therapeutischem Plasma erhalten haben. Auch andere Kliniken in Deutschland arbeiten daran.

Menschen mit überstandener Covid-19-Infektion haben spezifische Antikörper gegen das Virus gebildet, die mit einer Maschine aus dem Blut gewonnen werden. Diese Antikörper sollen akut erkrankte Patienten erhalten. Die Wirkung dieser Blutplasma-Therapie hat eine Studie aus China an zehn Covid-19-Erkrankten untersucht, die in der Online-Ausgabe des Fachjournals "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlicht wurde. Danach verbesserte sich der Zustand der Patienten innerhalb von drei Tagen.

07:02 Uhr

Mehr als 103.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 103.228 gestiegen. 1861 Menschen seien bislang an den Folgen einer Ansteckung gestorben. Gestern hatte das Institut 99.225 Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet.

Die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität registriert für Deutschland 107.663 Infektions- und 2016 Todesfälle.

05:56 Uhr

Warnung vor rechtsextremer Propaganda

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier, hat vor rechtsextremer Propaganda zur Corona-Krise gewarnt. Manche in der Szene versuchten, die Krise für Verschwörungstheorien zu nutzen, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Innenminister hätten dies "im Auge".

Auch der Präsident des thüringischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Stephan Kramer, warnte vor Versuchen von Rechtsextremisten, "aus der Krise Kapital zu schlagen". Angehörige der Szene kritisierten ein angebliches "Staatsversagen" oder behaupteten, Flüchtlinge hätten das Virus verbreitet. Andere verbreiteten, die Corona-Krise diene "als Mittel, um einen Polizeistaat einzurichten", sagte Kramer dem RND.

05:56 Uhr

Asselborn: Grenzkontrollen bringen nur Ärger

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn appeliert laut einem Bericht des Redaktions-Netzwerks Deutschland an die Bundesregierung, die Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und zu Frankreich so schnell wie möglich wieder aufzuheben. "Die Grenzkontrollen machen mir große Sorgen. Wir müssen höllisch aufpassen", wird er zitiert. "Wenn der Schengen-Raum fällt, dann fällt auch das Europa der Bürger. Schengen ist die größte Errungenschaft der EU." Die Grenzkontrollen brächten "nur Ärger". Menschen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz würden sich täglich bei ihm beschweren.

04:20 Uhr

Bund schafft "Luftbrücke" für Schutzmaterial aus China

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Bund eine "Luftbrücke" für Transporte mit dringend benötigter Schutzausrüstung aus China nach Deutschland organisiert. Damit ist man in der Lage, täglich eine Passagiermaschine der Lufthansa für 25 Tonnen Fracht nach Shanghai zu schicken, wie die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesgesundheitsministerium erfuhr. Hinzu kommen demnach weitere Transport-Optionen über das Verteidigungsministerium. Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, flexibel auf Warenströme reagieren zu können.

04:00 Uhr

Bundesregierung will Gutschein-Entschädigungen beschließen

Wenn wegen der Coronakrise Kultur-, Sport- oder Freizeitveranstaltungen ausfallen, sollen Nutzer mit Gutscheinen entschädigt werden. Das geht aus einem Papier des Justizministeriums hervor, das heute beschlossen werden soll.

03:04 Uhr

Chinesische Großstadt Wuhan beendet Abschottung

76 Tage nach der Abriegelung der chinesischen Großstadt Wuhan im Zuge der Corona-Krise beenden die Behörden die Abschottung von der Außenwelt. Das einstige Epizentrum der Virus-Pandemie durfte heute erstmals wieder verlassen werden. Der erste Zug verließ die Elf-Millionen-Metropole um 00.50 Uhr Ortszeit. Zur selben Zeit wurden auch die Autobahnen wieder für den Verkehr freigegeben. Anordnungen wie eine allgemeine Ausgangssperre waren bereits zuvor gelockert worden, nachdem die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen war. Da aber eine zweite Ansteckungswelle nicht ausgeschlossen werden kann, rufen die Gesundheitsbehörden weiter dazu auf, die Stadt oder das eigene Viertel nur dann zu verlassen, wenn es unbedingt nötig ist.

Reisende vor der Hankou Railway Station in Wuhan | REUTERS

Raus aus Wuhan: An Bahnhof und Flughafen bildeten sich lange Schlangen. Bild: REUTERS

02:46 Uhr

Fast 2000 Corona-Tote binnen eines Tages in den USA

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität erlagen seit dem Vortag genau 1939 Menschen in den Vereinigten Staaten der von dem neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es ist die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde.

01:37 Uhr

Trump droht WHO mit Zahlungsstopp

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation gedroht, die Beitragszahlungen seines Landes zu stoppen. "Ich sage nicht, dass wir es tun werden, wir werden es untersuchen und die Beendigung der Finanzierung prüfen", sagte Trump. Er wirft der UN-Organisation massive Versäumnisse im Kampf gegen das Coronavirus vor.

01:37 Uhr

Twitter-Gründer Dorsey spendet eine Milliarde Dollar

Twitter-Gründer Jack Dorsey spendet eine Milliarde Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus. Die Summe entspreche 28 Prozent seines Vermögens, schrieb Dorsey in dem von ihm geführten Mitteilungsdienst. Konkret wolle er Anteile des ebenfalls von ihm gegründeten Online-Bezahldienstes Square im Wert von einer Milliarde Dollar (rund 926 Millionen Euro) an sein stiftungsähnliches Unternehmen Start Small übertragen. Das Geld solle zunächst für die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie genutzt werden, schrieb Dorsey. Sobald Covid-19 besiegt sei, sollten die Mittel in Gesundheits- und Bildungsprojekte zugunsten von Mädchen investiert werden, außerdem in Projekte für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Der Internet-Unternehmer versprach Transparenz bei der Verwendung der Mittel.

Über dieses Thema berichtete "ARD extra" am 08. April 2020 um 20:15 Uhr.