Zwei Frauen sitzen in einem Park in Paris und unterhalten sich | AP
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen 60.486 neue Fälle in Frankreich

Stand: 06.11.2020 22:00 Uhr

Frankreich meldet mit knapp 60.500 Neuinfektionen erneut einen Höchstwert. Für alle, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen, startet am Sonntag die digitale Einreiseanmeldung. Die Ereignisse im Liveblog zum Nachlesen.

  • Mehr als 20.000 neue Fälle in Deutschland
  • Bundesagentur gibt Rekordsumme von 62 Milliarden Euro aus
  • Digitale Einreiseanmeldung startet am Sonntag
  • Mehr als 60.000 Neuinfektionen in Frankreich registriert
  • Bundesregierung stuft ganz Italien als Risikogebiet ein
  • Corona-Notstand in Lettland ab Montag
6.11.2020 • 22:00 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

Für heute schließen wir das Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse. Bleiben Sie gesund.

6.11.2020 • 21:47 Uhr

Mehr als 20.000 neue Corona-Fälle in Russland

In Russland sind mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden - damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Fälle auf mehr als 1,73 Millionen. "Der Trend ist alarmierend", sagte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen zu bewerten.

Innerhalb von 24 Stunden wurden 378 Todesfälle in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gezählt.

6.11.2020 • 20:24 Uhr

Weitere Eilanträge gegen Corona-Auflagen abgelehnt

Vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg sind mehrere Betreiber von Tattoo-Studios mit dem Versuch gescheitert, gegen die Schließung in der Corona-Pandemie vorzugehen. Zwei weitere Eilanträge seien abgewiesen worden, gab ein Gerichtssprecher bekannt. Ein Eilantrag war bereits am Mittwoch abgelehnt worden.

Das Oberverwaltungsgericht wies auch die Eilanträge eines Nagel-, eines Kosmetik- sowie eines Massagestudios zurück.

Die Richter begründeten ihre ablehnende Entscheidung damit, dass das derzeitige Infektionsgeschehen ein sofortiges effizientes Handeln erfordere. Die persönlichen und wirtschaftlichen Interessen der Betreiber müssten zurücktreten. Eine Ungleichbehandlung mit Friseursalons, die weiter öffnen dürfen, sah das Gericht nicht: Die Dienstleistungen von Friseuren dienten anders als ein Tattoo-Studio der Grundversorgung der Bevölkerung.

6.11.2020 • 20:10 Uhr

Lettland ruft Corona-Notstand ab Montag aus

Das EU-Mitgliedsland Lettland ruft zum zweiten Mal den Corona-Notstand aus. Die Regierung in Riga erklärte einen rund einmonatigen Ausnahmezustand vom 9. November bis 6. Dezember. "Wenn wir nicht entschlossen und sofort handeln, besteht die Gefahr, dass wir jegliche Möglichkeit verlieren, die Pandemie zu kontrollieren", sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins.

Gastronomische Betriebe dürfen von Montag an nur noch außer Haus verkaufen, Freizeit-, Unterhaltungs- und Sportstätten müssen ihre Türen weitgehend schließen und Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten sind untersagt. Bei privaten Veranstaltungen dürfen sich maximal zehn Personen versammeln.

Kulturstätten und der Einzelhandel dürfen ihre Arbeit während des Notstands unter teils eingeschränkten Öffnungszeiten fortsetzen. Sie müssen dabei sicherstellen, dass für jeden Besucher eine Fläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung steht und Abstandsregeln eingehalten werden.

Die Beschränkungen zielten nach Angaben von Gesundheitsministerin Ilze Vinkele darauf, die Anzahl der Kontakte unter der Bevölkerung zu verringern. Dies sei der wirksamste Mechanismus, um die Ausbreitung des Virus zu verringern.

6.11.2020 • 19:41 Uhr

Frankreich meldet knapp 60.500 neue Fälle

Das französische Gesundheitsministerium hat einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen registriert: Innerhalb von 24 Stunden wurden demnach 60.486 Ansteckungen festgestellt. Gestern waren es 58.046 Fälle. Die Zahl der Toten sei um 828 Menschen gestiegen.

Im gleichen Zeitraum wurden nach offiziellen Angaben 553 Covid-19-Patienten in Krankenhäuser eingeliefert, 101 Menschen wurden auf Intensivstationen verlegt. Damit sank im Vergleich zum Vortag sowohl die Zahl der neuen Patienten als auch die Zahl der Menschen, die auf Intensivstationen kamen.

6.11.2020 • 19:01 Uhr

GEW fordert Ende des Regelunterrichts in Berlin

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie hat die Bildungsgewerkschaft GEW gefordert, den Regelunterricht an Berliner Schulen zu beenden. Der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann sprach sich dafür aus, die Lerngruppen zu halbieren und zur Kombination aus Unterricht in der Schule und zu Hause zurückzukehren, wie es ihn in Berlin vor den Sommerferien gegeben hatte.

Derzeit bieten in Berlin nach dem Corona-Stufenplan der Senatsverwaltung für Bildung nur drei Schulen keinen Regelunterricht mehr an. Dabei handelt es sich um zwei berufliche Schulen und eine Grundschule. Sie wurden bei einer Überprüfung aller Schulen durch die Gesundheitsämter in die Stufe Rot eingeordnet. 47 Schulen sind als grün und damit als unproblematisch mit Blick auf die Corona-Lage eingestuft, wie die Bildungsverwaltung weiter mitteilte. 586 Schulen wurden in die Stufe Gelb eingeordnet. Dort sollen verstärkte Hygieneschutzmaßnahmen ergriffen werden. 154 Schulen sind auf der orangenen Stufe, wo weitere Maßnahmen wie eine Maskenpflicht im Unterricht greifen sollen. Der Plan mit vier Stufen war vor den Herbstferien als Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen in Berlin beschlossen worden.

6.11.2020 • 18:38 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Todesfällen in Klinik in Oberbayern

Im Zusammenhang mit Corona-Todesfällen im Klinikum Schongau in Oberbayern ermittelt die Staatsanwaltschaft München II. In den vergangenen Tagen waren fünf ältere Patienten in Schongau gestorben, die sich im Krankenhaus mit dem Virus angesteckt hatten, teilte der Geschäftsführer der Krankenhaus-GmbH Weilheim-Schongau, Thomas Lippmann, in einer telefonischen Pressekonferenz mit. In dem Krankenhaus waren Ende Oktober Dutzende Corona-Fälle festgestellt worden, alle 600 Mitarbeiter hatten sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Es gebe weiterhin einen Aufnahmestopp für Regelpatienten.

6.11.2020 • 18:38 Uhr

Digitale Einreiseanmeldung startet am Sonntag

Wer aus einem internationalen Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich ab Sonntag vor der Einreise digital anmelden. Dann ersetzt die neue Web-Anwendung "Digitale Einreiseanmeldung" (DEA) die bisherigen Aussteigekarten in Papierform, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Elektronisch registrieren müssen sich alle Einreisende, die sich in den vorangegangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Mit der Einreiseanmeldung sollen die Gesundheitsämter am Zielort der Einreisenden die notwendigen Informationen erhalten - etwa um kontrollieren zu können, ob die nach landesrechtlichen Regelungen bestehende Quarantänepflicht eingehalten wird, wie das Ministerium weiter mitteilte. Die Daten würden dabei verschlüsselt, ausschließlich dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt zugänglich gemacht und 14 Tage nach Einreise automatisch gelöscht.

6.11.2020 • 18:09 Uhr

Mertens: Chance auf Herdenimmunität unrealistisch

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält das Erreichen einer sogenannten Herdenimmunität im kommenden Jahr für unrealistisch. Dafür müssten rund 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, sagt Mertens dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei unrealistisch, das im kommenden Jahr zu schaffen. "Ich fürchte, dass nicht nur dieser, sondern auch der nächste Winter herausfordernd wird", so Mertens. Bei einer Herdenimmunität gibt es einen indirekten Schutz vor Ansteckung dadurch, dass große Teile der Bevölkerung bereits immun sind.

6.11.2020 • 17:41 Uhr

Oslo führt strengere Corona-Maßnahmen ein

Die norwegische Hauptstadt Oslo führt von Montag an strengere Maßnahmen ein, die eine weitere Verbreitung des Coronavirus stoppen sollen. Theater, Museen, Trainingsstudios und Schwimmbäder bleiben geschlossen. Private Versammlungen außerhalb der eigenen vier Wände werden verboten. "Die Infektionsrate ist viel zu hoch", sagte Bürgermeister Raymond Johansen. "Wir müssen tun, was wir können, um die Infektionen zu reduzieren." Wenn es gelingen solle, die soziale Aktivität auf ein Minimum zu beschränken, müssten die Orte geschlossen werden, an denen sich Menschen versammelten, so Johansen. Restaurants und Bars können demnach geöffnet bleiben, dürfen aber keinen Alkohol mehr ausschenken. Im Oktober wurden in Oslo 1885 Neuinfektionen gemeldet. Im frühen Stadium der Pandemie im März waren es noch 1290.

6.11.2020 • 17:28 Uhr

Merz warnt vor schwieriger Haushaltssituation wegen Pandemie

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat vor einer angespannten Finanzlage für Bund, Länder und Kommunen als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. "Wir werden uns auf ganz harte, schwierige Jahre einzustellen haben" - jedenfalls dann, wenn man am Ziel festhalte, zu ausgeglichenen Haushalten zurückzukehren, sagte der ehemalige Unionsfraktionschef bei einem virtuellen Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU.

"Wir werden eine enorme Strapazierung der öffentlichen Haushalte auf beiden Seiten sehen. Explodierende Ausgaben und wegbrechende Einnahmen", sagte Merz voraus. Das werde Deutschland auf allen staatlichen Ebenen für Jahre beschäftigen. Niemand könne sagen, was zudem an Steuerausfällen und Ausfällen in den Sozialversicherungssystemen drohe. Der Bund und auch jene Länder, in denen dies vorgesehen sei, sollten so schnell wie möglich zur Schuldenbremse zurückkehren. Dies werde 2021 ziemlich sicher noch nicht gehen, dann aber doch von 2022 an.

6.11.2020 • 17:25 Uhr

Fast 38.000 Neuinfektionen in Italien

In Italien sind in den vergangenen 24 Stunden 37.809 Neuinfektionen registriert worden - so viele wie noch nie. Insgesamt gab es damit seit Ausbruch der Krankheit 862.681 bestätigte Fälle. Das Gesundheitsministerium meldete zudem weitere 446 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, womit die Gesamtzahl auf 40.638 stieg.

6.11.2020 • 17:04 Uhr

Bundesregierung stuft ganz Italien als Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden und Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt.

6.11.2020 • 16:48 Uhr

Auch Litauen führt eigene Corona-Warn-App ein

Litauen hat eine eigene Smartphone-App zur besseren Nachverfolgung von Corona-Infektionen eingeführt. Die Anwendung namens "Korona Stop LT" steht seit heute zum Download bereit, wie die Regierung in Vilnius mitteilte. Damit sollen in dem baltischen EU-Land Nutzer frühzeitig gewarnt werden, wenn sie sich in der Nähe von Menschen befunden haben, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Die App ist zunächst auf Litauisch und von kommender Woche an auch auf Englisch, Russisch und Polnisch verfügbar. Die Nutzung ist freiwillig. Aus Privatsphären- und Datenschutzgründen werden die Daten zu den Kontakten nicht zentral erfasst. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Vilnius wurde die App am ersten Tag bereits mehr als 10.000 Mal heruntergeladen.

6.11.2020 • 16:46 Uhr

Regierung verlängert KfW-Kreditprogramm bis Mitte 2021

Das Corona-Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW wird bis Ende Juni 2021 verlängert. Das teilten Finanz- und Wirtschaftsministerium in Berlin mit. Damit sollen Unternehmen bei Bedarf weiterhin schnell an Liquidität kommen. Die EU-Kommission muss der Verlängerung noch zustimmen.

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind größer und länger, als wir dies Mitte des Jahres noch erwartet und erhofft hatten", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Der KfW-Schnellkredit stehe ab Montag auch Selbstständigen und Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern offen. Sie könnten bis zu 300.000 Euro beantragen, wobei der Bund für die Hausbanken das Risiko komplett übernehme.

6.11.2020 • 16:20 Uhr

Fitnessstudios in NRW müssen geschlossen bleiben

Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen müssen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts geschlossen bleiben. Das Gericht in Münster lehnte einen Eilantrag ab, den Vollzug der Coronaschutzverordnung vorläufig auszusetzen. Die Antragstellerin, die in Köln und Umgebung insgesamt elf Fitnessstudios betreibt, hatte erklärt, die Regelung greife in ihre verfassungsrechtlich geschützte Berufsausübungsfreiheit ein.

Ziel der Maßnahmen sei es, den exponentiellen Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens zu senken, um so eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden, teilte das Gericht dagegen mit. Das Verbot von Freizeit- und Amateursport in Fitnessstudios trage zu der beabsichtigten Kontaktreduzierung bei. Zudem sei die bis Ende November geltende Bestimmung verhältnismäßig.

6.11.2020 • 16:12 Uhr

Betrüger sollen gefälschte Testergebnisse verkauft haben

In Frankreich sind sieben Personen wegen des Verkaufs gefälschter Corona-Test-Zertifikate festgenommen worden. Die sechs Männer und eine Frau hätten am Pariser Flughafen Charles de Gaulle Reisenden falsche Zertifikate verkauft, auf denen ein negativer Corona-Test bescheinigt worden sei, teilte die Staatsanwaltschaft in Bobigny mit. Dafür hätten sie 150 bis 300 Euro verlangt. Die Ermittlungen begannen, als ein Passagier im September mit einem gefälschten Test-Zertifikat für einen Flug nach Addis Abeba einchecken wollte. Den Verdächtigen im Alter zwischen 29 und 52 Jahren drohen den Angaben zufolge bis zu fünf Jahre Gefängnis und bis zu 375.000 Euro Geldstrafe.

6.11.2020 • 16:08 Uhr

97-Jährige nach Covid-19-Erkrankung aus Klinik entlassen

Eine 97 Jahre alte Patientin mit mehreren Vorerkrankungen ist nach einer Covid-19-Erkrankung geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Frau aus dem brandenburgischen Bernau durfte nach zehntägiger Behandlung und einem schließlich negativen Corona-Test am Donnerstag nach Hause, wie eine Sprecherin des Helios-Klinikums Berlin-Buch heute sagte. Die Seniorin wurde laut Klinikmitteilung als zu der Zeit älteste Covid-19-Patientin im Haus wegen einer Lungenentzündung mit Sauerstoffgaben behandelt, auf einer Intensivstation war sie nicht.

Zunächst sei die 97-Jährige mit Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert worden, es sei ihr insgesamt nicht so gut gegangen, hieß es. Mit Computertomographie (CT) entdeckten die Ärzte demnach Hinweise auf eine Lungenentzündung, ein Corona-Test fiel dann positiv aus. Das Klinikum zitierte die 97-Jährige mit den Worten, sie freue sich auf ihr Zuhause und ihre Familie. "Aber eigentlich ist es auch schade, dass ich schon gehen muss." Allein im Zimmer sein zu müssen, habe sie nicht gestört.

6.11.2020 • 16:05 Uhr

Stadt Augsburg erreicht Corona-Inzidenz von 380

Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg hält seit heute den höchsten Wert von Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Den Behörden zufolge haben sich binnen sieben Tagen dort 1126 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das entspricht einer Inzidenz von 380. Augsburg hat knapp 300.000 Einwohner. Die Stadtverwaltung beziffert die Sieben-Tages-Inzidenz auf 357.

6.11.2020 • 15:43 Uhr

DFB intensiviert Corona-Schutz für Nationalspieler

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) intensiviert noch einmal seine Corona-Maßnahmen zum Schutz der Nationalspieler bei den anstehenden Länderspielen. Zentrale Vorkehrungen sind nach Verbandsangaben eine engmaschige Testung der Mannschaft, der Sportlichen Leitung um Bundestrainer Joachim Löw sowie des Betreuerstabes.

Zudem soll der DFB-Tross während der gesamten Länderspielphase mit den Partien in Leipzig gegen Tschechien und die Ukraine sowie zum Abschluss auswärts gegen Spanien isoliert werden. Im Vergleich zu den Partien im Oktober werde die Zahl der Testungen nochmals erhöht. Besondere Vorgaben gibt es laut DFB für den kurzen Trip nach Sevilla. Spanien weist das Auswärtige Amt unverändert als Risikogebiet aus. Daher sei sowohl unmittelbar vor dem Abflug eine Testung vorgesehen als auch unmittelbar nach der Landung in Sevilla.

6.11.2020 • 15:31 Uhr

Erholung am US-Jobmarkt macht nur kleine Fortschritte

Der US-Arbeitsmarkt macht auf dem Weg der Erholung nach den Entlassungswellen der Corona-Krise nur kleine Fortschritte. Im Oktober schufen die Firmen außerhalb der Landwirtschaft 638.000 Stellen, wie die Regierung mitteilte. Doch der Stellen-Zuwachs im Oktober ist das kleinste monatliche Plus seit die Erholung im Mai einsetzte.

Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel allerdings weit deutlicher als erwartet - und zwar um einen vollen Punkt auf 6,9 Prozent. In der Krise gingen in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang erst gut die Hälfte zurückgewonnen wurde.

6.11.2020 • 15:22 Uhr

Estland mit Höchstwert bei Neuinfektionen

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 241 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Die meisten davon wurden in der Hauptstadt Tallinn und der umliegenden Region verzeichnet. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Tallinn mit. Der bisherige Rekordwert lag bei 208 Fällen. Behördenleiter Üllar Lanno sagte einem Rundfunkbericht zufolge in Tallinn, das Infektionsniveau habe im gesamten Land zugenommen.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 5705 bestätigte Corona-Infektionen und 73 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Der Baltenstaat gehört nach Angaben der EU-Behörde ECDC trotz steigender Fallzahlen zu den aktuell weniger stark betroffenen Ländern in Europa.

6.11.2020 • 15:17 Uhr

Bund und Länder wollen Flughäfen stützen

Die öffentliche Hand will die von der Virus-Pandemie hart getroffene Luftfahrtbranche mit staatlichen Geldern unterstützen. Bund und Länder wollen in den nächsten rund zwei Wochen über finanzielle Hilfen für Flughäfen beraten, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Freitag nach einem Gipfel-Treffen mit Branchenvertretern. Ob es - wie von der Branche und Scheuer gefordert - zu einem Rettungspaket von rund einer Milliarde Euro kommt, ist noch offen.

6.11.2020 • 14:55 Uhr

Berichte: Hunderte Ministeriums-Mitarbeiter für Corona-Einsatz

Die Bundesministerien greifen den Gesundheitsämtern bei der Corona-Kontaktnachverfolgung personell unter die Arme: Allein aus dem Bereich des Bundesfinanzministeriums hätten sich 380 Mitarbeiter auf einen Appell hin gemeldet, in den Gesundheitsämtern auszuhelfen, berichteten die "Wirtschaftswoche" und der "Spiegel". Auch andere Ressorts schicken demnach Verstärkung in die kommunalen Ämter.

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtete, waren in einem Rundschreiben die Beschäftigten in den Bundesministerien und im Kanzleramt aufgefordert worden, die zunehmend überlasteten Gesundheitsämter bei der Kontaktverfolgung von Infizierten zu unterstützen. Aus dem Kanzleramt meldeten sich demnach 22 Freiwillige.

Laut "Spiegel" kommen die 380 Freiwilligen aus dem Bereich des Finanzministeriums nicht nur aus dem Haus von Olaf Scholz (SPD) selbst, sondern auch auch aus nachgeordneten Behörden wie dem Zoll. Beim Innenministerium meldeten sich demnach 312 Unterstützungswillige. Im Verteidigungsministerium hätten sich 212 Zivilbeschäftigte bereit erklärt, den Gesundheitsämtern zu helfen.

6.11.2020 • 14:51 Uhr

Intensivmediziner fordern Notfallmodus für Kliniken

Krankenhäuser mit vielen Covid-19-Patienten sollten aus Sicht von Intensivmedizinern umgehend auf Notbetrieb umgestellt werden. "Die Politik darf jetzt nicht länger auf Zeit spielen", warnte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, in Berlin. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steige weiterhin sprunghaft an - vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten. Der Höhepunkt werde erst in vier bis sechs Wochen erwartet.

Krankenhäuser im Notbetrieb verschieben Aufnahmen und Operationen, bei denen dies aus medizinischer Sicht vertretbar ist. Dadurch frei werdendes Personal kann dann zur Versorgung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden. Ohne verordneten Notbetrieb sei jedoch niemand für die finanziellen Ausfälle der Kliniken zuständig und viele Krankenhäuser würden nicht umstellen, warnte Janssens.

6.11.2020 • 14:49 Uhr

Schnelltests in Bayern für alle Kreise und Städte

Die bayerische Staatsregierung will sämtliche 96 Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns mit Corona-Schnelltests beliefern. Bislang sind 464.000 Schnelltests an 67 Kommunen verteilt worden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mitteilte. Insgesamt hat die Staatsregierung demnach 10,5 Millionen der sogenannten Antigen-Schnelltests geordert, gedacht als Reserve bei hoher Nachfrage.

6.11.2020 • 14:45 Uhr

Französische Corona-Patienten ins Saarland verlegt

Erstmals seit dem Frühjahr sind französische Corona-Patienten aus der Grenzregion nach Deutschland verlegt worden. Drei Erkrankte wurden in Kliniken des Saarlands gebracht, wie die Behörden der Region Grand Est mitteilten. Damit soll eine erneute Überlastung der französischen Krankenhäuser vermieden werden. Im Frühjahr hatte Deutschland insgesamt rund 130 französische Corona-Patienten aufgenommen.

6.11.2020 • 14:41 Uhr

Spahn plant neue Hilfen für Krankenhäuser

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant neue Finanzhilfen für die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie. "Kein Krankenhaus soll wirtschaftlich einen Nachteil dadurch haben, dass es in dieser Pandemie mithilft", sagte Spahn im Bundestag. In der kommenden Woche wolle er Vorschläge vorlegen, um die Krankenhäuser "wirtschaftlich abzusichern".

Ein Sprecher von Spahns Ministerium sagte, es gehe darum zu verhindern, dass Krankenhäuser in Liquiditätsprobleme geraten. Derzeit bekämen die Krankenhäuser coronabedingte Ausfälle "ex post", also hinterher erstattet, was zu Liquiditätsproblemen führen könne, sagte der Sprecher. In der Bundesregierung liefen derzeit Gespräche über die geplanten Hilfen, sagte er weiter. Zum möglichen Finanzvolumen wollte er sich nicht äußern.

6.11.2020 • 14:38 Uhr

Studie: Stark erhöhtes Infektionsrisiko in Schlachthöfen

Beschäftigte in Schlachthöfen haben einer neuen Untersuchung zufolge ein stark erhöhtes Infektionsrisiko bei einem Corona-Ausbruch in ihrem Betrieb. Besonders gefährdet seien Mitarbeiter mit Werk- oder Zeitverträgen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab.

Zu diesem Ergebnis komme eine Sonderauswertung des Bundesarbeitsministeriums auf der Grundlage von Daten der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Ausgewertet wurden alle bekanntgewordenen Ausbrüche in der Fleischwirtschaft zwischen dem 15. März und 24. Oktober dieses Jahres.

Danach war der Anteil der Infizierten bei 42 registrierten Vorfällen in den Stammbelegschaften (2,2 Prozent) dreimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung (0,6 Prozent), bei den Werk- und Zeitvertragskräften (4,9 Prozent) sogar sechsmal so hoch.

6.11.2020 • 14:15 Uhr

Bundesagentur gibt Rekordsumme von 62 Milliarden Euro aus

Die von der Corona-Krise finanziell stark beanspruchte Bundesagentur für Arbeit wird im laufenden Jahr die Rekordsumme von 62 Milliarden Euro ausgeben. Dies führe zu einem Defizit von 27 Milliarden Euro, das durch einen Griff in die Rücklage und eine Liquiditätshilfe des Bundes ausgeglichen werden soll, sagte Finanzchefin und Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld in Nürnberg.

Die Bundeshilfen, derzeit als Kredit in Höhe von 7,2 Milliarden Euro ausgereicht, sollten in einem Zuschuss umgewandelt werden, sagte Schönefeld. Die Rekordausgaben flossen mit 23,5 Milliarden Euro vor allem ins Arbeitslosengeld und mit mehr als 19 Milliarden Euro in die Finanzierung der Kurzarbeit. Trotz der hohen Belastung sei die Bundesagentur voll handlungsfähig.

6.11.2020 • 14:13 Uhr

Massentest in Liverpool gestartet

Im britischen Liverpool hat in Corona-Massentest für die Bevölkerung begonnen. Alle rund 500.000 Einwohner der nordwestenglischen Stadt sowie Berufspendler können sich während des zweiwöchigen Pilotversuchs testen lassen, auch wenn sie keine Symptome aufweisen, wie die britische Regierung mitteilte. Sollte sich die Ausbreitung des Coronavirus damit bremsen lassen, könnte die Maßnahme demnach auf weitere Teile Englands ausgeweitet werden. 

Die Tests werden in Schulen, Universitäten, Pflegeheimen und Arbeitsstellen angeboten. Die Behörden richteten zudem neue Testzentren ein und setzten rund 2000 Militärangehörige zur Unterstützung ein. Es werden verschiedene Arten von Tests angeboten - darunter auch ein besonders schneller Test, dessen Ergebnisse innerhalb einer Stunde vorliegen.

Soldaten in Schutzkleidung bereiten sich auf die Durchführung von Corona-Massentests vor. | dpa

Soldaten in Schutzkleidung bereiten sich im Liverpool-Tenniszentrum in Wavertree auf die Durchführung der Massentests vor. Bild: dpa

6.11.2020 • 13:59 Uhr

Sorge um Weihnachten in Frankreich

Frankreich schaut wegen der Corona-Pandemie mit Sorge auf das Weihnachtsfest. Die Weihnachtsferien, wie man sie kenne, könne man wahrscheinlich vergessen, sagte Gilles Pialoux, Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenkrankheiten eines Pariser Krankenhauses, dem Sender BFM TV. "Ich meine, vielleicht wird der Weihnachtsmann dieses Jahr Skype sein", sagte er. Und das sei nicht die schlimmste Strafe für die Menschen im Land. Das Schlimmste wäre, wenn die Epidemie so fortschreite wie bisher.

Auch Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits erklärt, dass Weihnachten "kein normaler Feiertag" sein werde. "Aber unser Ziel ist es, dass der Druck der Epidemie nachlässt, damit wir rechtzeitig einkaufen gehen, uns in Freude vorbereiten können, und die Bedingungen geschaffen werden, unter denen sich Familien treffen können", sagte Véran der Zeitung "Le Journal Du Dimanche". Die Corona-Lage ist in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern extrem angespannt. Am Donnerstag wurden mehr als 58 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert - ein Höchstwert.

6.11.2020 • 13:10 Uhr

Twitter blockiert Bannon nach Enthauptungs-Fantasien

Twitter hat den ehemaligen Trump-Chefstrategen Steve Bannon ausgesperrt, nachdem er über die Enthauptung des FBI-Chefs Christopher Wray und des Corona-Experten Anthony Fauci fantasiert hatte. Bannon sagte in seinem am Donnerstag veröffentlichten Podcast zunächst, US-Präsident Donald Trump würde gleich zu Beginn einer zweiten Amtszeit Wray und Fauci feuern. Trump sei ein barmherziger Mann. Er selbst hingegen würde gern in die Zeit der Tudor-Dynastie im alten England zurückkehren. "Ich würde die Köpfe aufspießen. Ich würde sie an zwei Ecken des Weißen Hauses positionieren, als Warnung an die Bürokraten der Bundesregierung."

Twitter erklärte, Bannons Äußerungen verstießen gegen das Verbot von Gewaltverherrlichung auf der Plattform und blockierte seinen Account. Der Streamingdienst Spotify entfernte die Podcast-Folge. Auch YouTube ging gegen den Clip vor. Fauci ist ein hochangesehener Experte, der stets zu mehr Vorsicht gegenüber dem Coronavirus und zum Tragen von Masken aufruft. Dafür bekam er bereits Morddrohungen. Er wird von Personenschützern begleitet.

6.11.2020 • 13:08 Uhr

Unabhängigkeitsmarsch in Warschau verboten

Warschaus Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski hat den für den polnischen Unabhängigkeitstag am 11. November von rechten Organisationen geplanten Marsch wegen der Corona-Pandemie verboten. Das städtische Gesundheitsamt habe die Befürchtung, dass die Demonstration zu einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus beitragen könne, hieß es in einer Mitteilung der Warschauer Stadtverwaltung. Außerdem verstoße der Marsch gegen das derzeit verhängte Versammlungsverbot. Wegen der Pandemie sind in Polen derzeit Versammlungen nur mit maximal fünf Personen erlaubt. In den vergangenen Jahren gab es auf dem Unabhängigkeitsmarsch wiederholt schwere Ausschreitungen von Rechten und Nationalisten.

6.11.2020 • 13:01 Uhr

Dänische Virus-Variante: Keine besonderen Maßnahmen in Deutschland

Das Auftauchen einer neuen Coronavirus-Variante auf dänischen Nerzfarmen hat für die Pandemie-Bekämpfung in Deutschland zunächst keine Folgen. Hierzulande gebe es keine Nerzfarmen, die Haltung der Tiere als Pelztiere sei verboten, erklärte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) der Nachrichtenagentur dpa. "Besondere Schutzmaßnahmen sind daher momentan nicht angezeigt."

Für eine fundierte Einschätzung der Lage in Dänemark fehle es derzeit noch an Informationen, hieß es vom FLI weiter. "Die Situation sollte natürlich weiter beobachtet werden, mit der Tötung der empfänglichen Nerze sollte die Infektionsquelle für Kontaktpersonen (betreuendes Personal) getilgt sein."

6.11.2020 • 12:53 Uhr

Strobl: Zwangseinweisung für Quarantäne-Verweigerer

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will Medienberichten zufolge Quarantäne-Verweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen lassen. Dies solle möglich sein, wenn die Betroffenen sich nicht an die Auflagen zur häuslichen Isolation wegen einer Corona-Infektion oder wegen eines Verdachtes darauf hielten, berichten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Sie zitieren aus einem Brief Strobls an Gesundheitsminister Manfred Lucha und Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Strobl wolle eine solche Zwangseinweisung "in einem geordneten gerichtlichen Verfahren" abwickeln - also auf richterliche Anordnung.

6.11.2020 • 12:34 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Schweiz sinkt unter 10.000

In der Schweiz ist die Zahl der Neuansteckungen im Vergleich zum Höchststand am Vortag leicht zurückgegangen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete 9409 weitere positiv getestete Personen. Am Donnerstag waren es 10.128 laborbestätigte Infektionen. 70 Personen mit dem Coronavirus starben innerhalb eines Tages.

6.11.2020 • 12:33 Uhr

Bund plant Schnelltests vor allem für Krankenhäuser

Die Bundesregierung plant Corona-Schnelltests vor allem zum Schutz von Menschen in Krankenhäusern ein. Unspezifische Tests seien nicht sinnvoll, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Regierung habe sich dafür bereits Kontingente der Hersteller gesichert. Im November stünden neun Millionen Schnelltests zur Verfügung. Die Zahl werde aber mit der Zeit größer werden.

6.11.2020 • 12:23 Uhr

Katholische Bischöfe: Jeder sollte sich impfen lassen

Die Deutsche Bischofskonferenz sieht eine moralische Verpflichtung, sich impfen zu lassen, wenn ein Corona-Impfstoff verfügbar sein sollte. "Auch wenn die Impfung grundsätzlich freiwillig sein sollte, kann kein Zweifel daran bestehen, dass wir uns als Christen für ein solidarisches Miteinander einsetzen, in dem sich jeder Einzelne seiner Verpflichtung für den Schutz besonders vulnerabler Personen bewusst sein sollte", teilten die katholischen Bischöfe in Bonn mit. "Die Bereitschaft zur eigenen Impfung ist konkreter Ausdruck dieser Solidarität."

Personen aus den Risikogruppen müssten als erstes geimpft werden, heißt es in der von Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg-Stuttgart, formulierten Erklärung. Auch Menschen wie Polizisten oder Pfleger, die beruflich häufig mit infizierten Personen in Kontakt kämen, sollten bei der Verteilung der Impfdosen vorrangig berücksichtigt werden. Gleichzeitig bestehe die Verpflichtung, geeignete Impfstoffe weltweit zu vertretbaren Preisen zur Verfügung zu stellen.

6.11.2020 • 12:10 Uhr

Corona-Kabinett analysiert am Montag aktuelle Fall-Zahlen

Am kommenden Montag tagt das sogenannte Corona-Kabinett zu den aktuellen Infektionszahlen und zur Impfstrategie. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die aktuellen Zahlen seien mit über 21.000 Ansteckungen und mehr als 100 Toten zu hoch. Die Gesundheitsämter seien an vielen Stellen überfordert. Es sei daher das Ziel, mit dem Teil-Shutdown im November die Infektionszahlen zu stabilisieren und dann auch deutlich zu senken, so Seibert in Berlin. Die Gesundheitsämter müssten die Infektionsketten wieder nachvollziehen können.

6.11.2020 • 12:07 Uhr

Besuch in einem chinesischen Impfzentrum

In Deutschland laufen die Planungen zur Einrichtung von sogenannten Impfzentren gegen das Coronavirus langsam an. In China wird seit kurzer Zeit in solchen Zentren bereits ein Impfstoff testweise ausgegeben. ARD-Korrespondent Steffen Wurzel war vor Ort.

6.11.2020 • 11:58 Uhr

England: Mehr Gewalt an Babys während Pandemie

In der Corona-Krise ist die Zahl vorsätzlich verletzter oder getöteter Babys in England offiziellen Statistiken zufolge um 20 Prozent gestiegen. Demnach wurden zwischen April und Oktober 64 Fälle bekannt, bei denen Kinder unter einem Jahr absichtlich verletzt worden waren - acht starben. Die starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei auf eine "toxische Mischung" von Isolation, Armut und psychischen Leiden zurückzuführen, teilte Amanda Spielman von der unabhängigen Behörde Ofsted mit.

Die Pandemie bringe viel Stress mit sich, sagte Spielman anlässlich einer Konferenz. "Finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Isolation und die enge Nähe haben Familien, die bereits Probleme hatten, zusätzlich unter Druck gesetzt." Sozialarbeiter konnten während des ersten Lockdowns nicht regelmäßig die Betroffenen besuchen.

6.11.2020 • 11:51 Uhr

Leipzig-Demo: Beschwerden gegen Verlegung und Aufzug-Verbot

Die Veranstalter der "Querdenken"-Demonstration am Samstag in Leipzig haben Beschwerden gegen die Auflagen der Stadt eingereicht. Es seien in der Nacht zwei Eilverfahren eingegangen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Leipzig. Stadt und Polizei wollten am Mittag Details zu dem Versammlungsgeschehen am Wochenende mitteilen.

Die "Querdenken"-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einem der Verfahren geht es um die Entscheidung der Kommune, die Hauptveranstaltung wegen der zu erwartenden Teilnehmerzahl von 20.000 Menschen als stationäre Versammlung auf dem Gelände der Neuen Messe stattfinden zu lassen. Ursprünglich war ein Aufzug über Teile des Innenstadtrings bis zum Augustusplatz geplant.

Gegenstand des zweiten Verfahrens ist der Aufzug. Dieser wurde von der Stadt unter Hinweis auf die geltende sächsische Corona-Schutz-Verordnung, wonach nur ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel zulässig sind, untersagt.

6.11.2020 • 11:45 Uhr

Länder fordern vereinfachten Zugang zur Grundsicherung bis Ende 2021

Der Bundesrat will den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung noch deutlich länger als bisher geplant erhalten. In einer Entschließung heißt es, die Bundesregierung solle dies bis Ende 2021 ermöglichen. Davon sollten dann vor allem Künstler und Selbstständige profitieren.

Zuvor waren die Regelungen zum vereinfachten Zugang zur Grundsicherung laut Arbeits- und Sozialministerium bis Ende März 2021 verlängert worden.

6.11.2020 • 11:41 Uhr

Ifo: Pandemie beeinträchtigt Berufsausbildung

Die Corona-Krise beeinträchtigt die Berufsausbildung in Deutschland. 35 Prozent der Personalleiter berichteten von betrieblichen Einschränkungen für Auszubildende infolge der Pandemie, geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts mit dem Personaldienstleister Randstad hervor. "Je größer das Unternehmen, desto mehr Personalleiter räumten Einschränkungen beim Ausbildungsbetrieb ein", hieß es dazu.

In kleinen Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten lag der Anteil bei 27 Prozent, in großen Firmen ab 500 Mitarbeitern dagegen bei 56 Prozent. Wie stark die Beeinträchtigungen waren, hing auch von der Branche ab. Bei den Dienstleistern waren 39 Prozent der Firmen betroffen, in der Industrie 36 Prozent und im Handel 29 Prozent.

6.11.2020 • 11:39 Uhr

Mehr als 200 Menschen mit neuartiger Virus-Variante infiziert

In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land - etwa 15 bis 17 Millionen Tiere - getötet werden sollen. Das sogenannte Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen übertragbar, so das SSI. Es sei zwar wohl nicht gefährlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken.

6.11.2020 • 11:36 Uhr

Spahn wirbt für neues Infektionsschutzgesetz

Vor dem Hintergrund eines neuen Rekordstands bei den Corona-Neuinfektionen hat der Bundestag über die geplante Neufassung des Pandemieschutz-Gesetzes debattiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warb vor den Abgeordneten um Verständnis für die pandemiebedingten Einschränkungen: "Das war und ist eine bittere Medizin, aber die Medizin hat gewirkt." Grüne, FDP und Linke forderten eine stärkere parlamentarische Kontrolle der Maßnahmen. Grundsätzliche Kritik äußerte die AfD, welche die Corona-Einschränkungen als "absurd" bezeichnete.

6.11.2020 • 11:32 Uhr

Kramp-Karrenbauer verbringt Quarantäne im Ministerium

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) verbringt ihre bis zum Wochenende vorsorglich angetretene Corona-Quarantäne im Büro. Die Ministerin nutze dafür ein Seitenzimmer für die Übernachtung und steuere ihr Ressort weiter vom nun isolierten Arbeitsplatz, berichtet der "Spiegel". Ein Sprecher des Ministeriums sagte dazu, Kramp-Karrenbauer wohne - wie ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen - während der Zeit in Berlin im Ministerium. Sie sei in Berlin über einen Kontakt zu einem Infizierten informiert worden und habe deswegen auf eine Heimfahrt nach Saarbrücken verzichtet.

6.11.2020 • 11:19 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: Impfzentren bis Mitte Dezember

Mecklenburg-Vorpommern plant, bis Mitte Dezember Corona-Impfzentren in Rostock und Greifswald aufzubauen. "Sollte ein Impfstoff kommen, müssen wir vorbereitet sein. Das hängt vom Verlauf der aktuellen Impfstudien und dem Zulassungsverfahren ab", sagte Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU). In Rostock und Greifswald sind die beiden Unikliniken des Bundeslandes. Mecklenburg-Vorpommern bereite sich intensiv auf das Impfen vor. "Die Gespräche mit dem Bund laufen auf Hochtouren", sagte der Minister weiter. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" über die Pläne berichtet.

6.11.2020 • 11:11 Uhr

Lufthansa übt Flüge mit Antigen-Schnelltests

Die Lufthansa startet erste Probeläufe, sämtliche Passagiere vor Flugantritt auf das Coronavirus zu testen. Ab dem kommenden Donnerstag (12. November) sollen auf einzelnen Flügen zwischen München und Hamburg alle Passagiere einen für sie kostenfreien Antigen-Schnelltest ablegen, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte.

Ersatzweise könnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen. Die Testergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Lufthansa hat nach Angaben ihres Vorstandschefs Carsten Spohr 250.000 Antigen-Tests erworben, um die Prozesse einzustudieren.

6.11.2020 • 11:06 Uhr

Vier positive Tests: Heimspiel von Hansa Rostock abgesagt

Eine Serie von Corona-Fällen bringt den Spielplan in der 3. Fußball-Liga durcheinander. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sagte die für diesen Samstag geplante Begegnung FC Hansa Rostock gegen Türkgücü München und damit bereits die dritte Partie des 9. Spieltages ab. Grund ist, dass es beim planmäßigen Corona-Test der Rostocker vier positive Befunde gegeben hat. Die Entscheidung des DFB sei in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Rostock getroffen worden. Derzeit befinden sich Mannschaft und Betreuerstab in häuslicher Quarantäne. 

Bereits am Donnerstag waren die am Wochenende geplanten Spiele des SV Meppen gegen Waldhof Mannheim und des SC Verl beim der SpVgg Unterhaching abgesagt worden. Beim SV Meppen hatte es zuletzt sieben positive Tests auf das Virus Sars-CoV-2 gegeben. Alle Spieler, Trainer und Betreuer sind in Quarantäne. Beim SC Verl hatten sich insgesamt fünf Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Für die Mannschaft sowie einen Teil des Betreuerteams wurde häusliche Isolation angeordnet.

6.11.2020 • 11:00 Uhr

Kein schnelles Geld für Flughäfen

Beim Luftverkehrsgipfel hat die Bundesregierung an diesem Freitag keine konkreten Hilfen für die in der Corona-Krise angeschlagenen Flughäfen zugesagt. Laut dem Entwurf der Abschlusserklärung, welcher der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, wollen Bund und Länder in den kommenden beiden Wochen nach finanziellen Lösungen suchen. Das Bundesverkehrsministerium will dafür die eigens geschaffenen Rahmenbedingungen für die Corona-Hilfen verlängern und erweitern.

Die Flughäfen hatten einen Ausgleich für die Vorhaltekosten während des Shutdowns im Frühjahr in Höhe von 740 Millionen Euro verlangt. Allerdings sind bislang kaum Anträge dazu eingegangen, und die Frist ist seit dem 30. September abgelaufen. Sie soll nun bis zum 31. März verlängert und zudem auch auf die Fixkosten ausgeweitet werden.

6.11.2020 • 10:56 Uhr

445 Virus-Tote an einem Tag in Polen

In Polen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 445 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Behörden meldeten zudem 27.086 nachgewiesene Neuinfektionen, knapp unter dem am Donnerstag erreichten Höchstwert von 27.143 Fällen.

6.11.2020 • 10:55 Uhr

Frankreich verschärft Maßnahmen an Gymnasien

Angesichts eines neuen Höchststands von mehr als 58.000 Corona-Neuinfektionen verschärft Frankreich die Maßnahmen an Gymnasien. Diese sollen den Unterricht teilweise digital abhalten, wie die Regierung am Freitag nach Protesten an einer Reihe von Schulen mitteilte. Mindestens 50 Prozent des Unterrichts müsse aber weiterhin in den Klassen stattfinden, betonte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer.

In Frankreich gilt seit einer Woche ein neuer Lockdown, die Schulen bleiben aber anders als im Frühjahr offen. In den vergangenen Tagen hatten hunderte Gymnasiasten vor allem im Westen des Landes gegen mangelnde Schutzmaßnahmen protestiert und ihre Schulen zeitweise blockiert. Für Dienstag hat eine Lehrergewerkschaft zu landesweiten Protesten aufgerufen.

Bildungsminister Blanquer bestritt, dass die Schulen ein Ansteckungsherd seien: Derzeit gebe es gut 3500 mit Corona infizierte Schüler und gut 1160 betroffene Lehrer, sagte er. Angesichts der Gesamtzahl von zwölf Millionen Schülern seien die Fälle "unter Kontrolle". Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, da Kinder und Jugendliche oft keine Symptome haben. 

6.11.2020 • 10:51 Uhr

Österreich: Nur 27 Prozent der Fälle rückverfolgbar

In Österreich können nur noch 27 Prozent der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf eine Quelle zurückverfolgt werden. Dies liege an der Vielzahl der Fälle, sagte Daniela Schmied von der Corona-Kommission. Es sei wichtig, dass sich dieser Wert wieder steigern lasse, um die Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) rief die Bürger dazu auf, ehrlich und lückenlos ihre Kontakte anzugeben. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich in den nächsten Tagen jeweils etwas mehr als 6000 Menschen nachweislich mit dem Virus anstecken werden.

6.11.2020 • 10:50 Uhr

Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung gilt bis Ende März 2021

Die Regelungen zum vereinfachten Zugang zur Grundsicherung sind laut Arbeits- und Sozialministerium über das Jahresende hinaus bis Ende März 2021 verlängert worden. Sie gelten seit Beginn der Coronavirus-Krise im März. Seitdem ist die Vermögensprüfung bei Beziehern der Zahlungen ausgesetzt. Selbstständige können Leistungen zudem in einem vereinfachten Verfahren beantragen.

6.11.2020 • 10:26 Uhr

Erstmals mehr als 100 Tote in Ungarn binnen eines Tages

In Ungarn gibt es so viele Neuinfektionen binnen eines Tages wie noch nie. Wie die Regierung mitteilte, beläuft sich der Anstieg auf 4709. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 103. Es ist das erste Mal, dass an einem Tag mehr als 100 Menschen an oder mit dem Virus starben. Insgesamt liegt die Todeszahl in Ungarn mit einer Bevölkerung von zehn Millionen bei 2250.

6.11.2020 • 10:15 Uhr

Österreich meldet weniger Neuinfektionen als am Vortag

Österreich hat 6464 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das sind fast 1000 weniger als noch am Vortag, als mit 7416 ein Höchststand erreicht wurde. Gesundheitsminister Rudolf Anschober zufolge ist der Anstieg aber immer noch besorgniserregend. Die zweite Welle sei stärker, schwerer und dynamischer als die erste im Frühjahr. Es starben 41 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt 1340.

6.11.2020 • 10:14 Uhr

Mobilfunkdaten: Weniger Bewegung zum Start der Auflagen

Zu Beginn der neuen bundesweiten Corona-Auflagen haben die Deutschen ihre Mobilität eingeschränkt. Das geht aus einer Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Ergebnisse basieren auf anonymisierten Mobilfunkdaten. Demnach ging die Mobilität deutschlandweit am vergangenen Montag (2. November) um 3,7 Prozent und am Dienstag um 6,4 Prozent zurück. Gemessen wurde jeweils im Vergleich zu den entsprechenden Wochentagen der Vorwoche.

Am Wochenende vor dem Teil-Lockdown war es unterschiedlich: Die Mobilität ging am Reformationstag (31. Oktober) in den nördlichen und östlichen Bundesländern deutlich zurück, während an Allerheiligen (1. November) ein besonders starker Rückgang im Südwesten Deutschlands zu beobachten war.

6.11.2020 • 10:08 Uhr

Schleswig-Holstein stellt Amateurfußball ein

Schleswig-Holstein stellt den Fußballspielbetrieb bei den Amateuren bis zum Jahresende ein. Das beschloss der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) bei einer Präsidiumssitzung am späten Donnerstagabend. Damit will der Verband den Vereinen während der Corona-Pandemie Planungssicherheit geben. Derzeit könne nicht gesagt werden, "ob und in welcher Form die behördlichen Auflagen einen Trainings- und Spielbetrieb im Dezember zulassen", informierte der SHFV.

6.11.2020 • 10:07 Uhr

Haseloff fordert Debatte über Teil-Shutdowns

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat mit Blick auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie eine Debatte über Teil-Shutdowns gefordert. "Wir müssen konzeptionell nochmal nachdenken, ob durch Teil-Shutdowns überhaupt Effekte erzielt werden oder ob wir mit Lüftung und entsprechender technischer Ausrüstung die Zahlen deckeln können", sagte Haseloff im ZDF-"Morgenmagazin".

Zur Frage, ob die für November zugesagten Wirtschaftshilfen für betroffene Unternehmen und Selbstständige im Dezember fortgeführt werden könnten, falls dann weitere Einschränkungen gelten sollten, gab sich Haseloff skeptisch. "Ich glaube nicht, dass wir das mit weiteren Wirtschaftshilfen verbinden können. Letztendlich gibt es da haushalterische Begrenzungen", sagte er. 

6.11.2020 • 09:59 Uhr

Fast 20.600 Neuinfektionen und 378 Tote in Russland

In Russland haben sich nachweislich 20.582 weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Allein in Moskau registrierten die Behörden 6253 neue Ansteckungsfälle. Insgesamt sind es nun mehr als 1,73 Millionen. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien weltweit die meisten Infektionen, im Vergleich zu diesen Ländern aber deutlich weniger Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Deren Zahl stieg um 378 auf 29.887.

6.11.2020 • 09:56 Uhr

Spahn: "Bittere Medizin" im Kampf gegen Corona nötig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts weiter stark zunehmender neuer Corona-Infektionen die bundesweiten Einschränkungen im November gerechtfertigt. Dies sei erneut "eine bittere Medizin", sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Sie bringe Härten und Verzicht für Hunderttausende Bürger. Wie in der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr gelte es nun aber wieder, die Kurve abzuflachen und das Gesundheitssystem zu schützen. Wenn die Intensivstationen überfüllt seien, sei es zu spät.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag.  | dpa

Bezeichnete die Corona-Beschränkungen im November als "eine bittere Medizin" - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. Bild: dpa

6.11.2020 • 09:44 Uhr

Grütters lobt Grönemeyer-Vorschlag

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat den Vorschlag des Musikers Herbert Grönemeyer gelobt, dass Millionäre in Deutschland mittels Corona-Sonderzahlungen Künstler unterstützen sollten. "Ich finde diese Idee von Grönemeyer ganz großartig", sagte Grütters in der rbb-Sendung "Talk aus Berlin". Sie freue sich, wenn "ein berühmter Künstler wie Herbert Grönemeyer eine solche Initiative startet und sich selber beispielhaft äußert". Dies sei eine von vielen Initiativen von Künstlerinnen und Künstlern und sei ein Beweis für den Zusammenhalt innerhalb der Kulturszene. Grönemeyer hatte wohlhabende Bürger aufgefordert, unter der Corona-Krise leidenden Künstlern stärker zu helfen.

6.11.2020 • 08:53 Uhr

Erneute Rekordzahl bei Neuinfektionen in den USA

Die USA haben am zweiten Tag in Folge einen Höchstwert bei der Anzahl neuer Corona-Fälle verzeichnet. Am Donnerstag (Ortszeit) wurden 121.888 Neuinfektionen bekannt, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Erst am Vortag war mit 102.831 Fällen erstmals die Marke von 100.000 neu registrierten Infektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Donnerstag kamen den Zahlen zufolge 1210 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nahezu 235.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

6.11.2020 • 08:21 Uhr

BMWi: Deutsche Produktion wächst erneut

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im September den fünften Monat in Folge gesteigert. Industrie, Bau und Energieversorger fuhren ihre Erzeugung zusammen um 1,6 Prozent hoch, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 2,7 Prozent gerechnet. Allerdings wurde das Ergebnis vom August deutlich nach oben korrigiert: Statt des zunächst gemeldeten Rückgangs von 0,2 Prozent ergab sich nun ein Wachstum von 0,5 Prozent. "Das Produzierende Gewerbe kämpft sich Schritt um Schritt zurück", schrieb das Ministerium. Im Vergleich zum Februar - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen - ist die Produktion noch um 8,4 Prozent niedriger.

6.11.2020 • 08:05 Uhr

Teil-Lockdown in Italien in Kraft

In Italien sind verschärfte Corona-Schutzvorschriften in Kraft getreten. Die Regierung hat eine nächtliche Ausgangssperre für die 60 Millionen Bürger erlassen. In vier roten Regionen trat ein Teil-Lockdown in Kraft, der rund um die Uhr gilt. Darunter ist die wirtschaftsstarke Lombardei mit zehn Millionen Menschen. In den Roten Zonen müssen die Menschen weitgehend zu Hause bleiben, Ausnahmen gelten für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Bars, Restaurants und Geschäfte, die nichts Lebensnotwendiges verkaufen, sind zu.

Am Donnerstagabend demonstrierten in Bergamo in der Lombardei nach Medienberichten mehrere hundert Menschen. In ganz Italien waren am Freitag Streiks der Taxifahrer angekündigt. Sie haben durch den Einbruch des Tourismus große Einbußen erlitten.

6.11.2020 • 07:39 Uhr

Bundestag berät über gesetzliche Grundlage für Restriktionen

Der Bundestag will über eine genauere gesetzliche Grundlage für die weitreichenden Corona-Beschränkungen beraten. SPD und Union zielen auf eine Überarbeitung des Gesetzes, um vor allem Grundrechtseinschränkungen besser abzusichern. Schon Mitte November könnte eine entsprechende Entscheidung fallen. Richter hatten angezweifelt, dass das Infektionsschutzgesetz in seiner aktuellen Form die weitreichenden Eingriffe in Grundrechte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie rechtfertigt. Auch Rufe nach einer stärkeren Beteiligung des Bundestags und der Länderparlamente an den Beschlüssen zur Bekämpfung der Pandemie hatten zuletzt zugenommen.

6.11.2020 • 07:36 Uhr

47.638 Neuinfektionen in Indien

In Indien meldet das Gesundheitsministerium 47.638 Neuinfektionen binnen eines Tages. Insgesamt sind damit 8,41 Millionen Ansteckungsfälle bekannt. Die Zahl der Todesopfer steigt um 670 auf 124.985. Indien verzeichnet nach den USA die meisten Infektionsfälle weltweit. Seit September gehen die täglichen Neuinfektionen aber zurück.

6.11.2020 • 07:31 Uhr

Mehr als 13.000 Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien verzeichnet das Gesundheitsministerium 13.231 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt sind damit 391.945 Ansteckungsfälle nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Coronavirus starben, steigt um 197 auf 4330. Das Land, in dem 10,7 Millionen Menschen leben, hat in den vergangenen beiden Wochen in Europa die meisten Todesfälle gemessen an der Einwohnerzahl aufgewiesen. Tschechien hat auch eine der höchsten Infektionsraten in Europa.

6.11.2020 • 07:25 Uhr

Luftfahrtbranche trifft sich mit Bundesregierung

Die schwierige Lage der Luftfahrtbranche in der Corona-Krise ist Thema eines "Nationalen Luftverkehrsgipfels" mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dabei soll es vor allem darum gehen, wie sich der drastisch eingebrochene Luftverkehr stabilisieren und die Herausforderung durch die Pandemie bewältigen lässt. Themen des Gipfels sollen unter anderem die Bedeutung des Sektors für die Wirtschaft und Hygienekonzepte in Flugzeugen in Zeiten der Pandemie sein.

Die von der Corona-Krise hart getroffene Branche hofft auf staatliche Hilfen. "Es muss eine Brücke gebaut werden, damit die Branche ohne irreparable Strukturbrüche ins nächste Jahr kommt", sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow der Nachrichtenagentur Reuters. "Rund 60.000 Jobs bei den Fluggesellschaften und an den Flughäfen stehen vor dem Abbau."

6.11.2020 • 07:18 Uhr

Großbritannien mit neuen Einreisebeschränkungen

Großbritannien hat auch für Reisende aus Dänemark eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht verhängt. Die Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus gilt ab Freitagmorgen, wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilt. Wie zuvor Deutschland und Schweden werde Dänemark von der Liste sicherer Länder gestrichen. Erst am Donnerstag hatte die Regierung in London eine Quarantäne-Pflicht auch für Reisende aus Deutschland und Schweden angeordnet, die ab Samstagmorgen gelten soll.

6.11.2020 • 06:29 Uhr

Erstmals mehr als 20.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 20.000 Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.506 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst.

Damit wurde der erst am Vortag bekanntgegebene Rekordwert von 19.059 Fällen übertroffen. Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 619.089 registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.096 - dies waren 166 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 402.500.

6.11.2020 • 06:26 Uhr

Zahlreiche Festnahmen wegen Verstößen in London

Die britische Polizei hat in London 104 Menschen bei einer Anti-Lockdown-Demo wegen Verstößen gegen die neuen Auflagen festgenommen. Eine Menschenmenge sei im Zentrum der britischen Hauptstadt zusammengekommen und habe die neuen Kontaktbeschränkungen auf gefährliche Weise ignoriert. Premierminister Boris Johnson hat im Kampf gegen die zweite Coronavirus-Welle erneut einen Lockdown für England angeordnet, der gestern in Kraft trat.

Über dieses Thema berichteten tagesschau24 am 06. November 2020 um 09:00 Uhr und NDR Info um 09:45 Uhr.