Französisches Pflegepersonal mit einem Corona-Patienten | AFP
Liveblog

Corona-Blog zum Nachlesen Höchster Anstieg der Totenzahl in Frankreich

Stand: 03.04.2020 23:15 Uhr

Frankreich meldet die bislang höchste Totenzahl an einem Tag in dem Land. Kanzlerin Merkel fordert dazu auf, auch über Ostern zu Hause zu bleiben. Die Türkei verschärft die Ausgangsbeschränkungen. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • Frankreich meldet bislang höchsten Anstieg der Totenzahlen
  • Merkel stimmt Menschen auf schwierige Osterzeit ein
  • Mehr als 100.000 bestätigte Infektionen in New York
  • Seehofer will mehr Kontrollen bei Einreise
  • Corona-Fallzahlen in Italien konstant
3.4.2020 • 23:15 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

3.4.2020 • 23:04 Uhr

Delta Air meldet Einbruch bei Fluggastzahlen

In einem Memo von Delta-Air-Chef Ed Bastian wird das Ausmaß der Corona-Krise für die Flugbranche deutlich: Am Samstag seien demnach 38.000 Passagiere transportiert worden statt wie sonst üblich 600.000. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal dürfte um 90 Prozent eingebrochen sein. Delta will beim US-Finanzministerium Hilfe beantragen.

3.4.2020 • 22:59 Uhr

US-Senator kündigt weitere Hilfen an

Der Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, kündigt an, dass der Kongress weitere Hilfen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschließen werde. Dabei würde die Unterstützung des Gesundheitswesen einen Schwerpunkt bilden.

3.4.2020 • 22:55 Uhr

Gabun: Verbot von Verzehr von Fledermäusen und Schuppentieren

Als Konsequenz aus der Coronavirus-Pandemie hat Gabun den Verzehr und den Verkauf von Schuppentieren und Fledermäusen untersagt. Das teilte Staatschef Ali Bongo Ondimba im Rahmen eines Maßnahmenpakets gegen die Pandemie mit.

Es gibt auf der einen Seite Vermutungen, dass das Coronavirus ursprünglich bei Fledermäusen aufgetreten war. Auf der anderen Seite haben Wissenschaftler das Schuppentier im Fokus, das das Virus auf den Menschen übertragen haben könnte.

3.4.2020 • 22:27 Uhr

EU-Länder fordern Unterstützung der Transportbranche

Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien haben die EU zur Unterstützung der Transportbranche in der Corona-Krise aufgefordert. Die EU-Kommission müsse den reibungslosen Ablauf in der besonders durch die Pandemie beeinträchtigten Branche sicherstellen, erklärte der französische Verkehrs-Staatssekretär Jean-Baptiste Djebbari auf Twitter. 

Die vier EU-Staaten "fordern, dass schnell starke Maßnahmen ergriffen werden", hieß es in einem Brief der vier Verkehrsminister an die EU-Verkehrskommissarin Adina-Ioana Valean. Der Warentransport in und aus der EU müsse insbesondere kurzfristig sichergestellt werden. Dies sei vor allem für die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten entscheidend.

3.4.2020 • 22:19 Uhr

Produktion in Corona-Brauerei wird ausgesetzt

Die Corona-Pandemie trifft auch die mexikanische Biermarke Corona. Grupo Modelo, der Hersteller von Corona und anderer Bieren, kündigte an, den Betrieb in seinen Brauereien spätestens ab Sonntag auszusetzen. Die Regierung hatte verfügt, dass die Beschäftigten nicht notwendiger Betriebe zu Hause bleiben müssen.

Modelo kann die Produktion nach eigenen Angaben aufrecht erhalten auch wenn drei Viertel der Beschäftigten von zu Hause arbeiten - vorausgesetzt, die Regierung lässt dies zu. Manche mexikanische Bundesstaaten haben den Verkauf von Alkohol während der Pandemie verboten.

3.4.2020 • 22:10 Uhr

Supreme Court verschiebt Anhörungen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie die für April geplanten Anhörungen verschoben. Manche Fälle würden möglicherweise auf Termine vor der Sommerpause verschoben werden, "wenn die Umstände dies angesichts der dann geltenden Empfehlungen für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit zulassen", teilte der Supreme Court mit.

Damit sind nun 20 Anhörungen verschoben, die für März und April geplant waren. Betroffen sind unter anderem Prozesse um die Herausgabe von Finanzunterlagen von Präsidenten Donald Trump.

3.4.2020 • 22:01 Uhr

Diskussion um europäische Krisenhilfen

Trotz des bitteren Streits über die Corona-Bonds scheint sich ein erster Kompromiss über die europäischen Finanzhilfen anzubahnen.

3.4.2020 • 21:54 Uhr

Stadtteil in Havanna abgeriegelt

Kuba hat den bei Touristen beliebten Stadtteil "El Carmelo" in der Innenstadt Havannas abgeriegelt. Damit solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Regierung. In dem Stadtteil hätten sich besonders viele Menschen durch Kontakt mit Ausländern oder Kubanern, die im Ausland gewesen seien, angesteckt.

In dem sozialistischen Karibikstaat wurden bislang 269 Corona-Infektionen und sechs Todesfälle bestätigt.

3.4.2020 • 21:14 Uhr

Corona bremst Fußball aus - einige Clubs vor der Pleite?

Toni Kroos kickt im Kinderzimmer - und wer will, ist im Internet live dabei. Wegen der Corona-Pandemie ist der Profifußball ausgebremst. In Belgien wurde bereits die ganze Saison abgebrochen. Das soll in Deutschland unbedingt vermieden werden - schon aus finanziellen Gründen. Die wirtschaftliche Lage vieler Vereine in der Bundesliga und in der 2. Liga ist laut "Kicker" dramatischer als bisher bekannt. Demnach droht 13 der 36 Profivereine - darunter vier Erstligisten - wegen der Corona-Pandemie die Insolvenz noch in dieser Saison.

3.4.2020 • 20:39 Uhr

588 weitere Corona-Tote in Frankreichs Kliniken

In Frankreich ist die Zahl der Todesopfer, die in Krankenhäusern an Covid-19 gestorben sind, um 588 auf 5091 gestiegen. Dies sei die bislang höchste Zahl an einem Tag, sagt der Leiter des Gesundheitsministeriums. Zusammen mit den bislang bekannten, nur teilweise erfassten Fällen in Altersheimen liege die Totenzahl nun bei 6507 nach 5387 am Vortag.

3.4.2020 • 20:19 Uhr

Bundeswehr holt weitere Patienten aus Bergamo

Die Luftwaffe hat sechs weitere schwer an Covid-19 erkrankte Italiener zur Behandlung nach Deutschland geflogen. Der dazu am Nachmittag in Bergamo eingetroffene Airbus A310 MedEvac sei am Abend mit den Patienten in Köln gelandet, sagte ein Luftwaffen-Sprecher in Berlin. Nach dpa-Informationen sollen die Patienten in Rheinland-Pfalz weiter behandelt werden. Deutschland hilft Italien seit einigen Tagen verstärkt, weil in den Krankenhäusern des EU-Partners teils dramatische Zustände herrschen.

3.4.2020 • 20:12 Uhr

Beatmungsgeräte werden nächste Woche verteilt

Die ersten zusätzlich vom Bund bestellten Beatmungsgeräte zur Behandlung von Covid-19-Patienten sollen in der kommenden Woche ausgeliefert werden. In einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Abgeordneten von Union und SPD, heißt es, bis zum kommenden Mittwoch sei geplant, "in einer ersten Tranche mehrere hundert Geräte an die Länder zu verteilen". Durch die frühzeitige Auftragsvergabe seitens des Bundes seien "Kontingente auf einem mittlerweile sehr umkämpften Weltmarkt gesichert" worden. Das Ministerium habe Verträge mit mehreren Anbietern über den Kauf von mehr als 20.000 Beatmungsgeräten geschlossen.

3.4.2020 • 19:47 Uhr

Nationaler Trauertag in China

Mit einem landesweiten Trauertag gedenkt China am Samstag der Opfer der Corona-Pandemie. Ab 10.00 Uhr Ortszeit sollen alle Menschen drei Schweigeminuten einhalten, Autos, Züge und Schiffe sollen hupen und Sirenen heulen, wie der Staatsrat ankündigte. Landesweit werden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. 

Ende Dezember waren in der zentralchinesischen Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan erstmals Fälle einer neuartigen Lungenkrankheit gemeldet worden, die inzwischen als Covid-19 bekannt ist. Allein in China starben seither nach offiziellen Zahlen mehr als 3200 Menschen an dem neuartigen Coronavirus, weltweit gab es bisher mehr als 50.000 Todesopfer.

3.4.2020 • 19:35 Uhr

Türkei verschärft Ausgangsbeschränkungen

Die Türkei ergreift weitere Maßnahmen gegen die Epidemie. Ab Mitternacht dürfen Fahrzeuge in 31 Städte nicht mehr hinein oder herausfahren, teilt Präsident Recep Tayyip Erdogan mit. An öffentlichen Orten und in Supermärkten wird das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Für Menschen jünger als 20 Jahre gilt eine teilweise Ausgangssperre.

3.4.2020 • 18:57 Uhr

New Yorks Bürgermeister ruft zum Tragen von Mundschutz auf

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio die Bevölkerung der Millionenmetropole zum Tragen von Mundschutz aufgefordert. "Wir raten New Yorkern, ihr Gesicht zu bedecken, wenn sie aus dem Haus gehen und in der Nähe von anderen Menschen sein werden", sagte de Blasio bei einer Pressekonferenz. "Es kann ein Schal sein, es kann etwas sein, was man selbst macht, es kann ein Tuch sein." Es gebe neue - "nicht perfekte" - Indizien dafür, dass das Tragen von Mundschutz andere vor einer möglichen Ansteckung schützen könne, sagte de Blasio zur Begründung. Auch in Deutschland wird über das Tragen eines Mundschutzes debattiert. In Jena ist der Mundschutz ab Montag Pflicht, wenn man das Haus verlässt. Ebenso in Österreich.

3.4.2020 • 18:48 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Italien konstant

In Italien stabilisiert sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus - die Zahl neuer Todesfälle bleibt unterdessen noch hoch. Die Zahl der Menschen im Land, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten, stieg im Vergleich zum Vortag um vier Prozent. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor. Die Hoffnung besteht, dass die Kurve demnächst nach wochenlangen Ausgangssperren endlich absinkt. Registriert sind nun insgesamt 119.827 erkannte Infektionen - es wird allerdings mit einer immens hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet. 766 Tote mit nachgewiesener Infektion kamen innerhalb eines Tages hinzu, insgesamt sind es nun 14.681, wie der Zivilschutz mitteilte.

Zwei Ärztinnen im Krankenhaus in Bergamo | AFP

Ein bisschen Hoffnung im Corona-Kampf im Krankenhaus in Bergamo. Bild: AFP

3.4.2020 • 18:36 Uhr

Merkel: "Andere Osterzeit als je zuvor"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrem wöchentlichen Video-Podcast eindringlich an die Bevölkerung appelliert, sich weiter an die Regeln, Einschränkungen und Verbote zu halten, die die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland eindämmen sollen. Das sei "absolut notwendig". Mit Blick auf Ostern ging sie besonders auf die Auswirkungen auf die Feiertage ein. "Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor", sagte sie. "Ostern, das ist für Millionen Christen der Kirchgang, das ist der Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer" oder ein Kurzurlaub. "Aber nicht in diesem Jahr", betonte die Kanzlerin.

3.4.2020 • 18:11 Uhr

Peru lässt Männer und Frauen nicht mehr zusammen aus dem Haus

Wegen der Corona-Pandemie dürfen Männer und Frauen in Peru nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Künftig können sich Männer am Montag, Mittwoch und Freitag draußen bewegen und Frauen am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Sonntags gilt eine generelle Ausgangssperre. Panama hatte zuletzt eine ähnliche Regelung eingeführt.

3.4.2020 • 18:07 Uhr

Vorsicht vor Schnelltests

Mehr als ein Dutzend Firmen bieten nach Recherchen von NDR, WDR und "SZ" bereits Schnelltests zur Corona-Infektion an. Das Gesundheitsministerium, Behörden und Ärzteverbände warnen jedoch vor Risiken.

3.4.2020 • 17:38 Uhr

Mehr als 10.000 Neuinfektionen in New York

Die Zahl der bekannten Fälle im Bundesstaat New York ist an einem Tag um mehr als 10.000 gestiegen. Gouverneur Andrew Cuomo gibt die neue Gesamtzahl mit 102.863. Am Vortag waren es 92.381. Die Zahl der Toten sei innerhalb eines Tages um 562 auf fast 3000 angestiegen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Dies sei der größte Anstieg bislang. Der Ostküstenstaat und die gleichnamige Metropole sind derzeit am schlimmsten von der Coronavirus-Epidemie betroffen. Der Gouverneur bat erneut um mehr Hilfe aus anderen Landesteilen.

3.4.2020 • 17:15 Uhr

Klage gegen Mundschutzpflicht in Jena abgewiesen

Die Stadt Jena darf ab Montag in allen Verkaufsstellen, im öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr eine Maskenpflicht einführen. Das Verwaltungsgericht Gera habe einen Eilantrag gegen diese Entscheidung der Kommune abgelehnt, sagte Pressesprecher Bernd Amelung. Die Maßnahme sei noch verhältnismäßig, entschieden die Richter, da kein zertifizierter Mundschutz verlangt werde, sondern selbstgenähte Masken, Tücher oder Schals erlaubt seien. Eine Übersicht über die unterschiedlichen Masken, lesen Sie hier:

3.4.2020 • 17:06 Uhr

Passagiere der "Zaandam" dürfen an Land

Ende einer Irrfahrt: Die ersten Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Zaandam" haben wieder festen Boden unter den Füßen. Sie durften in Florida an Land gehen. Das Schiff mit vier Toten und mindestens neun Coronavirus-Fällen an Bord fuhr in den Hafen der Stadt Fort Lauderdale ein. Zuvor hatten die Behörden der "Zaandam" und dem Schwesterschiff "Rotterdam" nach langem Hin und Her die Erlaubnis zum Anlegen erteilt. Insgesamt befanden sich auf beiden Schiffen zuletzt rund 1250 Passagiere und etwa ebenso viele Besatzungsmitglieder. 107 Passagiere und 143 Besatzungsmitglieder litten während der Reise unter grippeähnlichen Symptomen, mehrere sind inzwischen wieder genesen. 14 Kranke wurden in Florida ins Krankenhaus gebracht. Der streng reglementierte Ausstieg und Weitertransport der rund 2500 Menschen auf beiden Schiffen dürfte noch mehrere Stunden dauern.

Medizinisches Personal holt Corona-Patienten von der "Zaandam" in Fort Lauderdale. | AFP

Medizinisches Personal holt Corona-Patienten von der "Zaandam" in Fort Lauderdale. Bild: AFP

3.4.2020 • 16:45 Uhr

Fast 200.000 Deutsche sind wieder zu Hause

Neuseeland, Indien und Südafrika: Die deutsche Regierung sammelt in der Corona-Krise weiter festsitzende Urlauber in aller Welt ein und bringt sie nach Hause. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgebracht worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. Jetzt geht es komplizierte Fälle, zum Beispiel "wo jemand im kolumbianischen Urwald ist oder auf den Philippinen auf einer Insel sitzt, wo aufgrund der Ausgangssperre keinerlei Fortkommen mehr möglich ist. Um diese Fälle kümmern wir uns auch." Es könne aber nicht garantiert werden, dass jeder Einzelfall gelöst werde. ARD-Korrespondent Markus Preiß zum Stand der Rückholaktion:

3.4.2020 • 16:38 Uhr

Wie funktionieren Antikörpertests?

Mit Tausenden Bluttests wollen Forscher in München der Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen auf die Spur kommen. Ab Sonntag sollen Mediziner und Wissenschaftler bei zufällig ausgewählten Menschen in München um Blutproben für eine breit angelegte Studie bitten. Das Blut wird dann auf Antikörper getestet. Hat ein Mensch Antikörper gegen Sars-CoV-2 im Blut, ist oder war er von einer Infektion betroffen.

3.4.2020 • 16:15 Uhr

Keine Rückkehr zur Normalität an Schulen in Sicht

Die Schulen in Deutschland sind nun seit drei Wochen geschlossen. Wie geht es weiter, wenn die Schutzmaßnahmen vielleicht wieder gelockert werden? Lehrerverbände sind sich sicher: Ein Schulbetrieb wie vor Corona ist erst einmal nicht in Sicht. Umso mehr Ideen gibt es, wie der Unterricht dann aussehen könnte.

3.4.2020 • 15:52 Uhr

US-Arbeitslosenquote steigt deutlich

Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Corona-Krise deutlich angestiegen - von 3,5 Prozent im Vormonat auf 4,4 Prozent im März, wie die US-Regierung mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten sei um 700.000 gesunken. Vor allem im Hotel- und Gastgewerbe machten sich die Auswirkungen der Epidemie demnach bemerkbar, allein dort fielen 460.000 Stellen weg. Aufgrund einer verzögerten Erhebung der Statistik vermitteln die neuen Daten jedoch ein zu rosiges Bild. Die jüngste Zuspitzung am Arbeitsmarkt ist hier nur begrenzt widergegeben: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind seit Mitte März auf rund zehn Millionen in die Höhe geschnellt. Experten gehen daher davon aus, dass die Arbeitslosenquote daher eigentlich bereits bei zehn Prozent oder sogar darüber liegen könnte.

3.4.2020 • 15:40 Uhr

Bundesregierung plant weitere Corona-Hilfen

Die Bundesregierung plant in der Corona-Krise ein zusätzliches riesiges Programm, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, geht es um Verbesserungen bei Laufzeiten und Haftungsfreistellung für Kredite. Im Gespräch ist demnach, Kredite für mittelständische Firmen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern. Die Höchstgrenze könnte bei 500.000 Euro pro Firma liegen. Der Staat könnte dafür Garantien in einem Gesamtvolumen von bis zu 300 Milliarden Euro übernehmen. Die EU-Kommission müsse noch zustimmen.

Aus der Wirtschaft waren wiederholt Klagen laut geworden, Gelder aus dem laufenden KfW-Sonderkreditprogramm kämen bei Unternehmen nicht an. Kreditprüfungen der Hausbanken seien zu aufwendig und Kredite würden nicht vergeben, weil Firmen in der derzeitigen Krise nicht kreditwürdig seien. Die staatliche Förderbank KfW trägt bisher bis zu 90 Prozent des Kreditrisikos. Wirtschaftsverbände hatten gefordert, die Bundesregierung solle die Hilfskredite für eine begrenzte Zeit zu 100 Prozent absichern.

3.4.2020 • 15:34 Uhr

Zahl der Corona-Toten in Großbritannien steigt weiter

In Großbritannien sind binnen eines Tages wieder 684 Menschen an der Krankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Totenzahl in dem Land auf 3605. Mehr als 38.000 Menschen sind als Corona-infiziert bestätigt - darunter ist auch Regierungschef Boris Johnson. Weil er weiterhin Fieber hat, bleibt er in Quarantäne. Queen Elizabeth II. kündigte für Sonntagabend eine landesweite Fernsehansprache an.

3.4.2020 • 15:08 Uhr

BVB-Stadion wird Corona-Behandlungszentrum

Das größte Fußball-Stadion in Deutschland wird ab morgen zum Behandlungszentrum gegen das Coronavirus. Die Nordtribüne des Dortmunder Signal-Iduna-Parks wurde nach Angaben von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund vom Verein und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) entsprechend umgebaut. Das Zentrum ist täglich von 12.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. "Unser Stadion ist der ideale Ort, um gerade jetzt Menschen aktiv zu helfen, die potenziell vom Coronavirus infiziert sind bzw. über entsprechende Beschwerden wie Atemwegserkrankungen und Fieber klagen", erklärten die Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Carsten Cramer in einer Mitteilung.

Der Rasen des Signal Iduna Parks in Dortmund | dpa

Fußball wird hier erstmal nicht mehr gespielt: Das BVB-Stadion wird nun bis auf Weiteres zum Corona-Behandlungszentrum. Bild: dpa

3.4.2020 • 14:54 Uhr

Singapur schließt nun doch Schulen und Firmen

Im Kampf gegen das Coronavirus greift nun auch Singapur, das sich lange dagegen gewehrt hatte, zu restriktiveren Maßnahmen. Alle Schulen und nicht lebensnotwendigen Geschäfte und Unternehmen sollten ab kommender Woche geschlossen bleiben, kündigte Regierungschef Lee Hsien Loong in einer Fernsehansprache an. Als Grund für die Maßnahmen nannte er den jüngsten Anstieg in den Infektionszahlen.

Singapurs Umgang mit der Pandemie galt bislang als beispielhaft. Der Stadtstaat hatte die ersten Infizierten sofort isoliert, Infektionsketten minutiös nachverfolgt und alle Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. So gelang es, die Fallzahlen trotz der Nähe zu China äußerst niedrig zu halten - obwohl Schulen und Geschäfte zunächst offen blieben. In den vergangenen Tagen gab es aber einen merklichen Anstieg bei der Zahl der Infektionen.

3.4.2020 • 14:52 Uhr

Woher die Johns-Hopkins-Zahlen stammen

Die Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bilden seit mehreren Wochen einen der Grundpfeiler der deutschen Berichterstattung in der Pandemie. Auch tagesschau.de und die 20-Uhr-Ausgabe der tagesschau verwenden diese Zahlen.  ZAPP-Recherchen zeigen, dass die deutschen Zahlen offenbar von drei Onlinemedien stammen, stimmig sind, aber Fragen aufwerfen.

3.4.2020 • 14:44 Uhr

USA leiten 200.000 Atemschutzmasken für Berlin um

Am Flughafen Bangkok wurden 200.000 für Berlin bestimmte Atemschutzmasken in die USA umgeleitet. Der "Tagesspiegel" hatte zuvor darüber berichtet. Nach Informationen von rbb24 Recherche soll es sich dabei um eine Bestellung der Berliner Polizei handeln. Die Masken waren bei der US-Firma 3M bestellt worden, die auch in China produziert. 3M ist einer der größten Anbieter von Atemschutzmasken für Industrie und Gesundheitswesen.

Die Lieferung sollte in Bangkok umgeladen und von dort per Luftfracht nach Deutschland transportiert werden. In Bangkok wurde die Lieferung dann in die USA "umgeleitet", bestätigte die Berliner Polizei. Innensenator Andreas Geisel kritisierte das Vorgehen der USA scharf. "Wir betrachten das als Akt moderner Piraterie." Auch in globalen Krisenzeiten sollten keine Wildwest-Methoden herrschen. Mehr dazu hier:

3.4.2020 • 14:37 Uhr

Ukraine verhängt Ausgangssperre für Senioren

Die Ukraine hat mit einer Ausgangssperre für über 60-Jährige die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus im Land verstärkt. Von Montag an dürfen Senioren das Haus nur dann noch für Besorgungen in einem Umkreis von zwei Kilometern verlassen, wenn sie allein leben, wie in einer Regierungsanordnung in Kiew heißt. Das Ausführen von Haustieren ist ebenfalls vom Verbot ausgenommen, wenn keine andere Person dies übernehmen kann. Für alle Ukrainer gilt zudem eine Mundschutzpflicht außer Haus, Parkbesuche und Gruppen über zwei Personen sind ebenfalls verboten. In dem osteuropäischen Land haben sich offiziell bislang 942 Menschen mit dem Virus infiziert. 23 starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

3.4.2020 • 14:28 Uhr

Corona-Prämien für Arbeitnehmer steuerfrei

Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise eine Prämie von ihrem Arbeitgeber bekommen, müssen darauf keine Steuern zahlen. Das gelte für Sonderzahlungen und Sachleistungen bis zu 1500 Euro, teilte das Finanzministerium mit. Voraussetzung ist, dass die Prämien zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 zusätzlich zum normalen Arbeitslohn ausgezahlt werden. Die Hilfen bleiben auch in der Sozialversicherung steuerfrei. "Freundliche Worte an der Ladentheke und Beifall für das medizinische Personal sind ein schöner Ausdruck unserer Verbundenheit in dieser schweren Zeit. Aber wir wollen mehr tun, um die Helferinnen und Helfer angemessen zu würdigen", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Mehrere Arbeitgeber hatten angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen - darunter die Einzelhändler Aldi, Real, Lidl, Rewe und Penny. Sie wollten dies aus steuerlichen Gründen allerdings in Form etwa von Warengutscheinen tun.

3.4.2020 • 13:35 Uhr

Hoffnung aus Heinsberg

Heinsberg war das erste Epizentrum der Corona-Pandemie in Deutschland. Jetzt will der Landkreis anderen Teilen des Landes Hoffnung machen - denn die schnelle Reaktion des Landrats auf das Virus zeigt Wirkung.

3.4.2020 • 13:24 Uhr

Scholz weiterhin gegen Euro-Bonds

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sperrt sich laut einem Bericht des "Spiegel" weiterhin gegen europäische Gemeinschaftsanleihen, sogenannte "Corona-Bonds". "Aus Sicht der Bundesregierung sollte sich die Diskussion auf die Nutzung von Instrumenten konzentrieren, bei denen Lösungen zügig umgesetzt werden können", zitierte das Magazin aus einem Papier des Finanzressorts. Eurobonds oder "Corona-Bonds" seien damit nicht gemeint, hieß es. Die Finanzminister der Eurogruppe wollen am Dienstag über die Lage in der Corona-Krise beraten. Das Bundesfinanzministerium setzt dabei laut "Spiegel" weiter auf den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

3.4.2020 • 13:04 Uhr

Weltweite Rekordzahl von Corona-Toten binnen eines Tages in den USA

Noch nie sind in einem Land innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen am Coronavirus gestorben wie in den USA: Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete von Mittwoch- bis Donnerstagabend 1169 neue Todesfälle. Bisher war der traurige weltweite Rekord von Italien mit 969 Corona-Toten am 27. März gehalten worden. Auch die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA steigt immer weiter. Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität in den USA bis Donnerstagabend 5926 Todesopfer. Laut den Prognosen der US-Regierung könnten insgesamt zwischen 100.000 und 240.000 Menschen in den Vereinigten Staaten an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

3.4.2020 • 12:52 Uhr

Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise

Die deutsche Automobilbranche ist im vergangenen Monat eingebrochen. Die Pkw-Neuzulassungen seien um 38 Prozent auf 215.100 Fahrzeuge gesunken, teilte der Verband der Automobilindustrie mit. Hauptgrund seien die wegen der Ausbreitung des Virus erlassenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die Schließung des Kfz-Handels und die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit der Zulassungsstellen. Produktion und Export von PKW seien ebenfalls zurückgegangen.

Auch die Lage im Reise- und Gastgewerbe spitzt sich aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags immer weiter zu: Rund 40 Prozent der Betriebe sehen sich akut von Insolvenz bedroht, wie eine DIHK-Umfrage ergab. Etwa zwei Drittel der Firmen könnten wegen fehlender Aufträge aktuell Mitarbeiter nicht mehr wie bislang beschäftigen.

3.4.2020 • 12:31 Uhr

Seehofer will mehr Kontrollen bei Einreise

Nach Berichten des "Spiegel" fordert Bundesinnenminister Horst Seehofer, die Kontrollen an den deutschen Grenzen zu erweitern und eine Quarantäneverpflichtung für alle Einreisenden über den Luftweg einzuführen. Seehofer wolle seine Ideen am Montag den anderen Ministern im Corona-Kabinett als Vorschlag unterbreiten. Seehofer überlegt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schon seit einigen Tagen, ob es sinnvoll sein könnte, auch an den restlichen Grenzen Kontrollen einzuführen. Bislang gibt es dazu allerdings noch keinen Konsens in der Bundesregierung.

3.4.2020 • 12:21 Uhr

Corona-Sterberate in Spanien fällt

Erstmals seit dem 26. März ist die Corona-Sterberate in Spanien innerhalb eines Tages gefallen. 932 Menschen starben in 24 Stunden. Am Vortag waren es noch 950 gewesen, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Die Infektionsrate stieg jedoch weiter an. Knapp 118.000 Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert.

Leerer Parkplatz vor einem Geschäft in Madrid | AFP

Wegen strikter Ausgangssperren bleiben Parkplätze und Geschäfte in Spanien leer. Bild: AFP

3.4.2020 • 12:13 Uhr

Kurzarbeitergeld in Glasindustrie wird aufgestockt

Die rund 50.000 Beschäftigten in der deutschen Glasindustrie sollen in der Corona-Krise ein aufgestocktes Kurzarbeitergeld bekommen - statt 60 beziehungsweise 67 (mit Kindern) Prozent des Nettolohns nun 80 Prozent. Darauf haben sich die Gewerkschaft IG BCE und der Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar geeinigt. Bisher habe es beim Thema Aufstockung lediglich Einzelregelungen auf regionaler oder auf Firmenebene gegeben, hieß es.

3.4.2020 • 11:15 Uhr

Merkel beendet Homeoffice

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit heute wieder im Kanzleramt tätig. Das sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Ihre 14-tägige häusliche Quarantäne, die das Robert Koch-Institut empfohlen hatte, sei damit beendet. Merkel hatte sich nach einem Kontakt mit einem infizierten Arzt, der sie geimpft hatte, in Quarantäne begeben. Merkel war dreimal auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet worden. Alle Tests waren negativ.

3.4.2020 • 11:31 Uhr

Die neuesten Entwicklungen in der Behandlung von Covid-19

Einige Medikamente, die bisher zur Behandlung anderer Krankheiten wie Malaria oder Ebola eingesetzt wurden, sollen nun auf ihre Wirksamkeit gegen Covid-19 getestet werden. Bei der Suche nach einem Impfstoff sei man noch ganz am Anfang, berichtet Markus Grill.

3.4.2020 • 11:24 Uhr

Forscher für schrittweisen Ausstieg aus Beschränkungen

Eine Gruppe renommierter Wissenschaftler plädiert für einen allmählichen Abbau der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Beschränkungen. Diese müssten differenziert und unter kontinuierlicher Abwägung der Risiken nach und nach gelockert werden, so die Forscher um Ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Priorität müssten dabei Beschränkungen haben, die hohe wirtschaftliche Kosten verursachen oder zu starken sozialen und gesundheitlichen Belastungen führen, heißt es in dem Vorschlag der 14 Experten aus deutschen Universitäten und Forschungsinstituten.

Die aktuellen Beschränkungen seien sinnvoll, könnten aber keine langfristige Lösung sein, so die Forscher. Man brauche "eine flexible, nach Risiken gestaffelte Strategie". Regionen mit niedrigen Infektionsraten und freien Kapazitäten im Gesundheitssystem etwa könnten vorangehen. Beginnen sollten zudem Sektoren mit niedriger Ansteckungsgefahr - wie hochautomatisierte Fabriken sowie Bereiche mit weniger gefährdeten Personen, etwa Schulen und Hochschulen.

3.4.2020 • 11:10 Uhr

Italienischer Zivilschutz rechnet mit Verlängerung von Corona-Maßnahmen

In Italien rechnet der Zivilschutz mit einer Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virusausbruchs über Anfang Mai hinaus. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich die Situation bis zum 1. Mai verändert haben werde, sagt Behördenchef Angelo Borrelli dem Sender RAI. "Wir müssen extrem streng sein." Erst in dieser Woche hatte die Regierung die Ausgangsbeschränkungen und die Schließung aller nicht absolut notwendigen Unternehmen bis zum 13. April ausgedehnt.

3.4.2020 • 11:01 Uhr

Bund befürchtet mehr rechte Gewalt wegen Corona-Krise

Die Bundesregierung befürchtet eine Zunahme rechter Gewalt im Zuge der Corona-Krise. Es gebe erhöhte Aktivitäten und Planungen rechter Gruppierungen, teilte das Bundesinnenministerium nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) dem Bundestag mit. Demnach bereiten sich Mitglieder sogenannter Prepper-Gruppen auf einen angeblichen Tag X vor, an dem die öffentliche Ordnung zusammenbrechen soll. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sollen laut den Behördenangaben Waffen und Munition aus Verstecken, sogenannten Safehouses, geholt worden sein. "Teile der extremen Rechten haben sich auf genau solche Situationen vorbereitet und könnten mit Anschlägen aktiv werden", sagte Linken-Innenexpertin Martina Renner dem RND. Es sei äußerste Aufmerksamkeit geboten.

3.4.2020 • 10:54 Uhr

Einzelhandel: Bitte keine Hamsterkäufe vor Ostern

Die deutschen Einzelhändler rufen zum Verzicht auf Hamsterkäufe für die Ostertage auf. "Gehen Sie vorausschauend einkaufen. Überlegen Sie bereits jetzt, was Sie für die Feiertage benötigen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth. Aufgrund der Abstandsregelungen und Zugangsbeschränkungen könnten in den Lebensmittelgeschäften aktuell nicht so viele Kunden pro Stunde bedient werden wie üblich. "Gehen Sie, wenn möglich, allein und zügig einkaufen", ergänzte der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelhandels-Verbands, Franz-Martin Rausch.

Einzelhandel Corona Supermarkt | dpa

Je weniger Menschen sich gleichzeitig im Markt aufhielten, desto besser, so Rausch. Bild: dpa

3.4.2020 • 10:47 Uhr

Bündnis fordert mehr Schutz für Arbeitsmigranten

Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Arbeitnehmer- und Menschenrechtsorganisationen fordert Schutzmaßnahmen für Arbeitsmigranten in der Corona-Krise. Die Migranten, die vor allem in der Fleischindustrie, der Landwirtschaft, der Logistik, im Baugewerbe und in der Pflege arbeiteten, seien von einer Ansteckung mit dem Coronavirus besonders gefährdet, warnte das Bündnis. Das liege an überbelegten Sammelunterkünften, Sammeltransporten zur Arbeit und fehlenden Schutzabständen bei der Arbeit.

Die Arbeitsmigranten seien aufgrund ihrer Wohn- und Arbeitsbedingungen eine Hochrisikogruppe in der Pandemie, erklärte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das Virus treffe auf erschöpfte Menschen, die bei Krankheitssymptomen weiterhin zur Arbeit gingen. Denn es sei völlig unklar, wovon sie in Quarantäne leben könnten. Es müsse eine Alternative für Massenunterkünfte geben. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) verlangte zudem Schutzabstände und Schutzausrüstungen für die Arbeitenden bei der Fleischzerlegung.

3.4.2020 • 10:31 Uhr

RKI hofft auf Nachlassen der Epidemie in den kommenden Tagen

Die Einschränkungen wirkten, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Es sei gelungen die Reproduktionsrate bei den Infektionen auf eins zu drücken. Das heißt, dass ein Infizierter nur jeweils einen wieder ansteckt. Er hoffe, dass die Zahl in den nächsten Tagen unter eins sinke. In dem Fall geht dann über die Zeit auch die Zahl der Erkrankungen zurück.

Wieler forderte außerdem eine Erhöhung der Taktung im öffentlichen Nahverkehr oder den Einsatz von mehr Waggons, damit Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln genug Abstand halten können. Wieler wies erneut daraufhin, dass das Tragen von Behelfsmasken nicht vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schütze. Eine solche Maske könne allenfalls helfen, eigene Tröpfchen zurückzuhalten und andere damit vor einer Infektion zu schützen, sagt Wieler. Wichtig sei, wenn jemand Symptome zeige, müsse diese Person unbedingt zu Hause bleiben.

Wie erwartet, so Wieler, sei die Sterberate in Deutschland gestiegen. Sie liege aktuell bei 1,2 Prozent. Er geht davon aus, dass die Rate noch weiter steigt. Die Zahl der Todesfälle liege insgesamt wahrscheinlich höher als die gemeldeten Zahlen, so der RKI-Chef. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass nicht in jedem Fall auf Corona getestet werde. Wieler unterstrich zugleich noch einmal, dass Ältere und chronisch Kranke ein höheres Risiko haben, schwer zu erkranken und zu sterben. "Aber auch Menschen, die jünger sind als 60 Jahre, können sterben." So seien 55 der bislang 1017 gemeldeten Verstorbenen unter 60 Jahre alt gewesen.

3.4.2020 • 10:29 Uhr

Söder kündigt Corona-Studie an

Eine wissenschaftliche Studie mit zufällig ausgewählten 3000 Haushalten in München soll Erkenntnisse zur Ausbreitung der Pandemie in Deutschland bringen. Das Forschungsprojekt sei auf ein Jahr angelegt und solle in wenigen Tagen erste Erkenntnisse liefern, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Die Studie mit regelmäßigen Blutabnahmen und Befragungen beginne am Sonntag.

Der CSU-Politiker sieht außerdem einen leicht positiven Trend bei der Entwicklung der Pandemie. "Die Zahlen steigen. Deswegen gibt es keinen Anlass zur Entwarnung. Aber es ist zum heutigen Tag ein leicht positiver Trend erkennbar", sagte Söder. "Durchhalten lohnt sich."

3.4.2020 • 10:19 Uhr

Google veröffentlicht anonymisierte Bewegungsdaten

Google veröffentlicht in der Coronavirus-Krise eine Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten. Das soll den Behörden zusätzliche Anhaltspunkte zum Verständnis der Verhaltenstrends liefern. In Deutschland wird auf Bundesland-Ebene gezeigt, wie sich die Zahl der Menschen etwa in Parks und Einkaufsläden sowie auf Bahnhöfen entwickelt hat. Dabei bekommt man nur eine prozentuale Veränderung insgesamt zu sehen, nicht aber die Entwicklung an einzelnen Orten.

Die Trends decken einen Zeitraum von mehreren Wochen ab, die jüngsten Daten sind 48 bis 72 Stunden alt. Die Daten sind für 131 Länder verfügbar. In Zukunft könnten mit den Daten möglicherweise auch Annahmen zur weiteren Entwicklung getroffen werden. Google greift für die Auswertung auf anonymisierte Daten von Nutzern zurück, die ihre Aufenthaltsorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen.

3.4.2020 • 09:50 Uhr

Geisel: Einschränkungen könnten das ganze Jahr andauern

Berlins Innensenator Andreas Geisel geht davon aus, dass die Abstandsregelungen wegen der Corona-Pandemie das ganze Jahr lang gelten könnten. Geisel sagte am Freitag im rbb, es gehe darum "die Infektionsgeschwindigkeit so zu verringern, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten und Zustände wie in Spanien oder Italien verhindern." Es sei nicht seriös zu sagen, am 19. April werde alles zu Ende sein, sagte der SPD-Politiker. Man werde den Lockdown im Laufe des April und Mai sicherlich lockern müssen. "Aber die Beschränkungen, Abstandsregelungen, die Veränderung unserer Lebensgewohnheiten - ich fürchte, das wird uns das ganze Jahr über begleiten", so Geisel.

3.4.2020 • 09:46 Uhr

Frankreich bemüht sich um knappe Medikamente

Die französische Regierung kämpft nach Angaben von Premierminister Édouard Philippe gegen einen Mangel an wichtigen Medikamenten zur Behandlung von Coronavirus-Patienten. Die weltweite Verwendung von wichtigen Arzneimitteln und Wegwerfausrüstung wie Mundstücken von Beatmungsgeräten auf Intensivstationen "explodiert in unvorstellbaren Ausmaßen", sagte Philippe. Die Nachfrage nehme um knapp 2000 Prozent zu. Frankreich habe ausreichend Vorrat an einigen der wichtigen Medikamente, aber "begrenztere" Mengen anderer, sagte Philippe dem Sender TF1. Das bereite Medizinern echte Sorge. Er, der französische Präsident Emmanuel Macron und Finanzminister Bruno Le Maire hätten Hersteller angerufen, um Lieferengpässe ausfindig zu machen und an weitere Medikamente zu kommen.

3.4.2020 • 09:43 Uhr

Pflegebeauftragter verteidigt Besuchsverbote in Heimen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat das strikte Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen während der Coronavirus-Krise verteidigt. Er sagte im Deutschlandfunk, ein Besuchsverbot sei der beste Weg, die Bewohner und das Personal vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, zumal man das Risiko einer Übertragung nicht vollständig beseitigen könne. Gleichzeitig plädierte er dafür, bei der Umsetzung dieses Verbots Augenmaß und Menschlichkeit walten zu lassen. Sterbende dürften in ihren letzten Lebensstunden nicht alleine gelassen werden. Angehörige sollten daher die Möglichkeit bekommen, ihnen die Hand zu halten und sie zu begleiten. In den vergangenen Tagen waren in mehreren Pflege- und Seniorenheimen vor allem in Bayern und Niedersachsen etliche Bewohner gestorben, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten.

3.4.2020 • 09:38 Uhr

Debatte über Termin der polnischen Präsidentenwahl

In der polnischen Regierungskoalition werden Stimmen für eine Verschiebung der für den 10. Mai geplanten Präsidentenwahl laut. Die Gefahr einer Verbreitung des Virus bei dem Votum sei zu groß, erklärt der Chef der Partei Porozumienie, Jaroslaw Gowin, in einem Zeitungsinterview. Er habe aber deshalb nicht mit einem Koalitionsbruch gedroht. Der Vorsitzende der in dem Regierungsbündnis führenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, hält an dem Termin fest, wie er im Rundfunk sagt. Noch am Freitag solle das polnische Unterhaus entscheiden, dass die Abstimmung per Briefwahl durchgeführt werden solle. Ohne den Junior-Partner hätte die PiS-Koalition keine Mehrheit mehr.

Offiziell sind die Corona-Zahlen in Polen niedrig. Doch Mediziner und Aktivisten gehen von deutlich mehr Fällen aus - auch weil wenig getestet wird.

3.4.2020 • 09:33 Uhr

Konzerne sollen Schutzausrüstung beschaffen

Den Beschaffungsämtern der Bundeswehr und des Innenministeriums ist es bisher nicht gelungen, medizinische Schutzkleidung zu besorgen. Nun sollen Firmen wie BASF, VW, Lufthansa und Otto für Gesundheitsminister Spahn in China einkaufen gehen.

3.4.2020 • 09:27 Uhr

Stärkster Einbruch der US-Wirtschaft seit 1946 prognostiziert

Die US-Wirtschaft wird nach Prognose der Großbank Morgan Stanley in diesem Jahr wegen der Corona-Krise so stark einbrechen wie seit 1946 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 5,5 Prozent schrumpfen, sagen die Analysten voraus. Im gerade begonnenen zweiten Quartal werde es sogar einen Einbruch um 38 Prozent geben, während das auf das Jahr hochgerechnete Minus im ersten Vierteljahr bei 3,4 Prozent liegen soll. Die Arbeitslosenquote soll im Frühjahr mit 15,7 Prozent ihren Höchststand erreichen. Etwa 21 Millionen Stellen sollen dabei wegfallen.

3.4.2020 • 09:14 Uhr

Noch 10.000 Beatmungsplätze in deutschen Krankenhäusern frei

Bei der Behandlung schwer erkrankter Coronavirus-Patienten in Deutschland hält der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, die Kapazitäten in den kommenden zwei Wochen für ausreichend. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die nächsten zehn, 14 Tage schaffen werden, dass es gelingen wird, jedem Patienten, der einen Beatmungsplatz braucht, einen solchen zu ermöglichen", sagte Gaß dem Fernsehsender n-tv. Gut 10.000 Beatmungsplätze seien im Augenblick noch frei. Derzeit würden in Deutschland 2500 Patienten mit der Lungenerkrankung Covid-19 an Beatmungsgeräten behandelt.

"Wir sind darauf eingerichtet, dass in den kommenden Tagen und in den kommenden Wochen noch deutlich mehr Patienten in den Krankenhäusern ankommen", sagte Gaß. Er räumte ein, dass es Krankenhäuser gebe, deren Beatmungskapazität ausgelastet sei. "Es gibt dann aber noch eine Reihe nahegelegener Häuser, die aufnehmen können."

Krankenhauszimmer mit Beatmungsgerät. | dpa

Die Krankenhäuser rüsten sich für einen Anstieg schwer kranker Coronavirus-Patienten. Bild: dpa

3.4.2020 • 09:04 Uhr

"Liebe Ursula": Conte fordert erneut europäische Bonds

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte beharrt in einer Antwort an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf gemeinsamen europäischen Bonds im Kampf gegen die Corona-Krise. Er forderte in einem Beitrag für die Zeitung "La Rebubblica" "Europäische Wiederaufbau-Anleihen". Er benutzte in dem italienischen Text das englische Wort "European Recovery Bonds", der Begriff «Corona-Bonds» fiel nicht. Deutschland und andere nordeuropäische Länder lehnen gemeinsame Anleihen der EU bisher ab. Frankreich, Spanien und Italien plädieren dagegen dafür.

Von der Leyen hatte am Vortag in derselben Zeitung Fehler der EU im Umgang mit dem besonders von der Virus-Welle betroffenen Italien eingeräumt. Inzwischen habe Europa das Tempo aber geändert. Die deutsche Kommissionspräsidentin versprach Hilfen in Milliardenhöhe für Kurzarbeiter.

Conte dankte in seinem Artikel, der mit der Anrede "Liebe Ursula" beginnt, für die Vorschläge der EU und besonders das Kurzarbeiter-Programm. Doch das reiche nicht, argumentierte er. "Wenn man einen Krieg führt, muss man alle Anstrengungen unterstützen, die zum Sieg führen, und sich mit allen Instrumenten ausstatten, die für den Beginn des Wiederaufbaus erforderlich sind", schrieb er. Sonst könnte Europa nach der Krise im globalen Wettbewerb abgehängt werden. Er betone erneut, dass es bei Anleihen nicht darum gehe, alte Schulden zu teilen.

3.4.2020 • 09:00 Uhr

Mehr Anrufe bei Hilfstelefon für Familien

Das Hilfetelefon "Nummer gegen Kummer" verzeichnet nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey einen Anstieg der Anrufe um mehr als 20 Prozent. Viele Familien seien durch die Corona-Krise besonders belastet und suchen verstärkt Beratung, sagte Giffey "Zeit-Online". Es riefen sowohl mehr Kinder als auch mehr Eltern an. Ein Teil des Zuwachses könne dadurch begründet sein, dass man dafür massiv geworben habe, so die Ministerin. Das vom Familienministerium geförderte Hilfstelefon ist nach eigenen Angaben das größte kostenfreie telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern in Deutschland.

3.4.2020 • 08:29 Uhr

Außenminister Maas plädiert für europäische Zusammenarbeit

Vor der Videokonferenz der EU-Außenminister plädierte Bundesaußenminister Heiko Maas im ARD-Morgenmagazin für eine Zusammenarbeit aller EU-Mitglieder in der Corona-Krise. Nationales und europäisches Handeln stehen für ihn in keinem Widerspruch zueinander. "Wir müssen national handlungsfähig bleiben, um uns international gegenseitig zu helfen", so der SPD-Politiker. Die Europäische Union werde an der Coronakrise nicht zerbrechen. Vielmehr werde man nach der Krise wissen, wie wertvoll die EU sei. Maas hofft auf eine rasche Einigung über gemeinsame Finanzhilfen für stark von der Krise betroffene EU-Staaten. Allein sei die Corona-Pandemie für einzelne Staaten nicht zu bewältigen.

3.4.2020 • 08:06 Uhr

Arbeitsminister Heil erwägt Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erwägt eine Ausweitung und Anhebung des Kurzarbeitergeldes in der Coronakrise. "Mein Appell an die Arbeitgeber in dieser Situation ist klar: Schmeißt die Leute nicht raus", sagte Heil der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Ihr habt die erleichterten Regeln für Kurzarbeit, mit denen wir Brücken über diese Krise bauen. Wenn es nötig ist, bauen wir die auch noch länger."

Mit Blick auf die Höhe der Hilfen sagte Heil, es gebe bereits viele tarifvertragliche oder betriebliche Vereinbarungen, das Kurzarbeitergeld auf 80, 90 oder 100 Prozent des Lohns aufzustocken. In einigen Branchen sei das aber schwierig oder umstritten. Der Staat übernehme jedoch auch 100 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge für Kurzarbeiter, unterstrich der Minister und kündigte an: "Ich werde mit Arbeitgebern und Gewerkschaften darüber reden, wie sie diesen Vorteil an die Beschäftigten weitergeben können, aber auch darüber, ob wir das Kurzarbeitergeld noch einmal anheben können."

Heil forderte außerdem eine Überprüfung des deutschen Gesundheitssystems nach der Corona-Krise. "Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann", so der Minister. Er verlangte, der öffentliche Bereich müsse gestärkt werden. "Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden."

3.4.2020 • 08:00 Uhr

Einnahmeverluste im Nahverkehr

Weniger Fahrgäste in Bus und Bahn helfen, das Coronavirus einzudämmen. Sie bedeuten aber auch: Den kommunalen Verkehrsunternemen brechen die Umsätze weg. Wie das aufgefangen werden könnte, ist unklar.

3.4.2020 • 07:53 Uhr

Touristen kehren aus Neuseeland zurück

Die Rückreise von feststeckenden Touristen aus Neuseeland hat begonnen. Der erste von mehreren Flügen, die von der Bundesregierung gechartert worden seien, um Deutsche nach Hause zu fliegen, sei am Freitagnachmittag (Ortszeit) in Auckland nach Frankfurt über Vancouver gestartet, teilte die Fluggesellschaft Air New Zealand mit. Die deutsche Botschaft in Wellington hatte vergangene Woche mitgeteilt, mehr als 12.000 Deutsche hätten sich für ihr Rückführungsprogramm registriert. In Neuseeland hatten vergangene Woche Ausgangsbeschränkungen begonnen, die weitere Coronavirus-Infektionen verhindern sollen. Viele Touristen durften zunächst keine Inlandsflüge nehmen, wodurch sie nicht zum wichtigen Flughafen in Auckland gelangen konnten, um internationale Flüge nach Hause zu nehmen.

3.4.2020 • 07:39 Uhr

Lehrerverband warnt vor langen Schulschließungen

Der Deutsche Lehrerverband warnt vor einer langen Schulschließung wegen der Corona-Pandemie. "Homeschooling ist definitiv kein Standardmodell, man darf das nicht zu lange durchziehen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Studien zeigten, dass digitaler Unterricht im Gegensatz zu Präsenzunterricht nur ein Viertel des Lernerfolgs bringe. Zudem würden viele Kinder dadurch "komplett abgehängt: Kinder aus Familien, die sich keinen PC leisten können, Kinder mit Förderbedarf, Kinder aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird". Sollten die Schulen nach der Osterpause wieder geöffnet werden, plädiert Meidinger für ein schrittweises Vorgehen, das ermögliche eine "räumliche Entzerrung".

3.4.2020 • 07:15 Uhr

Labore in Deutschland arbeiten rund um die Uhr

Damit so viele Menschen wie möglich auf das Coronavirus getestet werden können, arbeiten einige Labore in Deutschland rund um die Uhr. An sieben Tagen der Woche werden 24 Stunden am Tag Proben auf Sars-CoV-2 hin überprüft, heißt es etwa aus Laboren in Köln und im sächsischen Plauen. Einer deutschlandweiten Laborabfrage des Robert-Koch-Instituts zufolge testeten Mitte März mehr als 150 Labore in der Bundesrepublik Abstriche. Rund 300.000 Corona-Tests werden nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) in den Laboren wöchentlich durchgeführt. Dem RKI zufolge waren es in der vergangenen Woche sogar rund 350.000 Tests.

3.4.2020 • 07:10 Uhr

Kontaktsperre in Deutschland funktioniert weitgehend

Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen werden von den meisten Menschen eingehalten. Die Straßen sind leer, der ADAC meldet 90 Prozent weniger Stau und Spaziergänger halten Abstand zueinander, berichtet Claudia Drexel im ARD-Morgenmagazin.

3.4.2020 • 07:02 Uhr

Ärmste Länder am stärksten von Coronavirus betroffen

Die UNO-Vollversammlung ruft zu mehr internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen Corona auf. Vor allem die ärmsten Länder der Welt würden von den Folgen der Pandemie getroffen, heißt es in einer Entschließung der 193 Mitgliedstaaten. Die Corona-Pandemie sei die schlimmste globale Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, so UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. Sie könne politische Instabilität und Konflikte in der Welt verstärken. Politische Akteure müssten daher auf Machtspiele verzichten, denn das Schicksal der Menschheit stehe auf dem Spiel.

3.4.2020 • 06:39 Uhr

Robert Koch-Institut: Mehr als 1000 Corona-Tote in Deutschland

Das Robert Koch-Institut meldet insgesamt 79.696 Corona-Infizierte in Deutschland. Das sind 6174 mehr als gestern. 1017 Menschen sind seit Ausbruch der Epidemie am Coronavirus gestorben. Von gestern auf heute waren es 145.

3.4.2020 • 06:31 Uhr

Mexikanische Brauerei stellt Produktion von "Corona"-Bier vorläufig ein

Die mexikanische "Modelo"-Gruppe, die unter anderem das Bier der Marke "Corona" braut, setzt die Produktion dieser und anderer Biersorten ab Sonntag bis auf weiteres aus. Das teilte das Unternehmen mit. Die mexikanische Regierung hatte zuvor angeordnet, nicht unbedingt notwendige wirtschaftliche Aktivitäten einzustellen.

3.4.2020 • 06:21 Uhr

Mehr als 27.000 Menschen in Südkorea in Quarantäne

In Südkorea stehen mehr als 27.000 Menschen wegen des Coronavirus unter Quarantäne. Etwa 20.000 waren aus dem Ausland eingereist und müssten sich deshalb für 14 Tage isolieren, der Rest habe Kontakt mit Infizierten gehabt, teilte das Innenministerium mit. In Südkorea sind mittlerweile mehr als 10.000 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Dem Land ist es gelungen, das Virus nach zahlreichen Infektionen zu Beginn der Pandemie einzudämmen. Ähnlich wie in China sorgt man sich aber auch dort davor, dass es durch Reisende aus dem Ausland oder südkoreanische Rückkehrer zu einer zweiten Welle kommen könnte.

3.4.2020 • 05:40 Uhr

UN-Expertin befürchtet große Hungerkrise

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) rechnet mit einer großen Hungerkrise infolge der Corona-Pandemie. "Wir läuten richtig die Alarmglocken", sagte Bettina Lüscher, Sprecherin des Berliner WFP-Büros. "Wir befürchten, dass es eine ganz große Krise wird". Schon bisher müsse das WFP 87 Millionen Menschen in über 80 Ländern mit Nahrungsmitteln versorgen. Dies werde durch Kriege, Klimawandel, Dürren und Fluten immer schwieriger. Nun komme die Corona-Pandemie hinzu.

3.4.2020 • 05:20 Uhr

Serbiens Regierung zieht Dekret zur Berichterstattung über Corona zurück

Die Regierung in Serbien hat ein Dekret zurückgezogen, durch das die Freiheit der Medien in der Berichterstattung über die Coronavirus-Epidemie stark eingeschränkt worden war. Ministerpräsidentin Ana Brnabic räumte im staatlichen Fernsehsender RTS ein, dass sie mit dem Erlass einen "Fehler" begangen habe. Das Dekret hatte Kritik bei der Opposition und Nichtregierungsorganisationen ausgelöst, nachdem es zur Festnahme einer Journalistin geführt hatte. Der am Mittwoch in Kraft getretene und nun wieder zurückgezogene Erlass sah vor, dass nur der Corona-Krisenstab unter Leitung der Regierungschefin Zahlen zur Ausbreitung des neuartigen Virus im Land verbreiten und über die ergriffenen Gegenmaßnahmen informieren durfte.

3.4.2020 • 05:20 Uhr

Giffey plant anderen Berechnungsmodus bei Elterngeld

Werdende oder frischgebackene Eltern sollen wegen der Corona-Krise keine Abstriche beim Elterngeld hinnehmen müssen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) strebt dafür eine Änderung im Berechnungsmodus an. Grundlage für die Höhe des Elterngeldes ist normalerweise das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Bei Müttern und Vätern, die das Elterngeld jetzt oder demnächst beantragen und wegen der Krise Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, sollen die entsprechenden Monate nicht mit in die Berechnung einfließen, weil das die Elterngeldhöhe negativ beeinflussen würde.

Bundesfamilienministerin Giffey. | REUTERS

Bundesfamilienministerin Giffey. Bild: REUTERS

3.4.2020 • 04:17 Uhr

Bürger sollen über Ostern auch auf größere Tagesausflüge verzichten

Zur Eindämmung des Coronavirus sollen die Menschen in Deutschland über die Osterferien auch auf Tagesausflüge zu weiter entfernten touristischen Zielen verzichten. Das geht aus dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern hervor. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch dazu aufgefordert, auch zu Ostern private Reisen generell zu unterlassen. Dies gelte auch für "überregionale tagestouristische Ausflüge".

3.4.2020 • 02:27 Uhr

Peru begrenzt Ausgehzeit - Trennung nach Geschlecht

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen begrenzt Peru die Ausgehzeiten für Männer und Frauen. Wie der peruanische Präsident Martin Vizcarra sagte, dürfen Männer und Frauen ihre Häuser nur an bestimmten Tagen, getrennt nach Geschlecht, verlassen. So dürften Montags, Mittwochs und Freitags nur Männer nach draußen gehen, um sich zu versorgen. Frauen dürften dann Dienstag, Donnerstag und Samstag ausgehen. Sonntags dürfe niemand das Haus verlassen. "Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Menschen täglich auf der Straße sind", sagte Vizcarra.

3.4.2020 • 02:20 Uhr

Londoner Flughafen Heathrow schließt eine Startbahn

Angesichts der Coronavirus-Krise und des damit verbundenen geringeren Flugverkehrs schließt der Londoner Flughafen Heathrow ab Montag eine seiner beiden Startbahnen. Es gehe darum, die Belastbarkeit und Sicherheit für die Mitarbeiter, Passagiere und die Fracht während des Covid-19-Ausbruchs zu erhöhen, sagte ein Sprecher des größten Flughafens Europas. Die beiden Start- und Landebahnen würden wöchentlich abwechselnd genutzt.

Ein Flugzeug von British Airways landet auf der Nordbahn des Flughafen Heathrow.  | dpa

Ein Flugzeug von British Airways landet auf der Nordbahn des Flughafen Heathrow. Bild: dpa

3.4.2020 • 01:39 Uhr

Klopapier out - Spanier horten jetzt Wein, Bier und Schokolade

Toilettenpapier ist in Spanien out, die Regale in den Supermärkten sind voll. Dafür horten die Spanier jetzt allem Anschein nach Bier und Wein, Oliven, Kartoffelchips und Schokolade - oder sie konsumieren zur Bewältigung der strikten Ausgangssperre, die wegen der Corona-Krise seit dem 15. März im ganzen Land gilt, größere Mengen dieser Produkte. Viel, viel größere Mengen. Nach einer Studie der Fachzeitschrift "Inforetail" kauften die Spanier vorige Woche fast 80 Prozent mehr Bier sowie gut 60 Prozent mehr Wein als in der Vorwoche.

3.4.2020 • 01:08 Uhr

US-Regierung erwägt Direktzahlungen für unversicherte Amerikaner

Die US-Regierung erwägt, die Kosten für die Behandlung unversicherter Amerikaner bei einer Covid-19-Erkrankung über Direktzahlungen an die Krankenhäuser zu begleichen. Das sagte Vizepräsident Mike Pence am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. In den USA sind nach Schätzungen rund 28 Millionen Menschen nicht versichert.

ARD-Korrespondentin Katrin Brand aus dem ARD-Studio Washington berichtet, wie die Coronakrise bei den Amerikanern plötzlich das Streben nach ein bisschen Sozialstaat hervorruft.

3.4.2020 • 01:04 Uhr

Lehrerverband: Schulen auf absehbare Zeit nicht wie vor Corona

Der deutsche Lehrerverband rechnet angesichts der Coronakrise mit einer längeren Ausnahmesituation für die Schulen. "Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten - das alles wird es erstmal nicht mehr geben." Falls die Schulen nach den Osterferien wieder schrittweise geöffnet werden sollten, könnten laut Meidinger zunächst die Abschlussklassen wieder zurückkommen. "Dann wäre eine räumliche Entzerrung möglich. Nach und nach könnten dann je nach Entwicklung der Infektionsschutz-Regeln die anderen Klassenstufen wieder dazu kommen."

3.4.2020 • 00:50 Uhr

Özdemir fordert mehr Gesundheitschecks an Flughäfen

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat stärkere Gesundheitskontrollen an deutschen Flughäfen in der Corona-Krise gefordert. "Mechanismen, die in anderen Ländern selbstverständlich sind, greifen bei uns nicht", sagte der Vorsitzende des Bundestagsverkehrsausschusses der "Welt". "Die Körpertemperatur der Reisenden wird zum Beispiel nicht standardmäßig gemessen. Es ist unklar, ob kritische Fälle in den Flugzeugen getrennt von den anderen Passagieren untergebracht und versorgt werden."

3.4.2020 • 00:34 Uhr

Spahn hofft auf Wirksamkeit von Malaria-Medikament gegen Covid-19

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt zur Bekämpfung schwerer Corona-Erkrankungen auf das Malaria-Medikament Resochin des Pharmakonzerns Bayer. "Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Allerdings seien weitergehende Studien nötig, da jedes Pharmazeutikum Nebenwirkungen habe.

Es gebe noch weitere Arzneimittel, "wo es auch entsprechende Aussagen und Vermutungen gibt", so Spahn. Er rechne damit, dass deutlich früher ein wirksames Medikament gegen Covid-19 auf den Markt komme als ein Impfstoff. "Der Impfstoff ist eher eine Frage von mehreren Monaten als von wenigen Monaten."

3.4.2020 • 00:34 Uhr

Zweiter Trump-Test negativ

US-Präsident Donald Trump ist ein zweites Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Trump sagte bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus, er habe sich einem neuen Schnelltest "vor allem aus Neugier" unterzogen, um zu sehen, wie lange ein Ergebnis dauere. Das Resultat habe innerhalb von "14 oder 15 Minuten" vorgelegen. Der Test selbst habe "buchstäblich eine Minute" gedauert und sei deutlich angenehmer als die erste Untersuchung gewesen. Auch das Weiße Haus veröffentlichte das negative Testergebnis.

Bereits Mitte März hatte sich Trump auf das Coronavirus testen lassen, damals unter öffentlichem Druck. Trump war zuvor bei einem Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt gewesen, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.