Veterinäre rücken auf einer Nerzfarm im Norden Dänemarks an, um Tiere zu schlachten. | AP
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Corona-Liveblog zum Nachlesen Mutation bei Nerzen - Lockdown in Norddänemark

Stand: 05.11.2020 21:56 Uhr

Dänemark kündigt einen harten Lockdown für sieben Gemeinden im Norden an, nachdem offenbar eine Virusmutation vom Nerz auf den Menschen übergegangen ist. Die UN einigen sich auf einen Sondergipfel im Dezember.

Die Ereignisse des Donnerstags zum Nachlesen.

  • WHO besorgt über "Explosion" der Neuinfektionen in Europa
  • Griechische Regierung ordnet Lockdown an
  • DeutschlandTrend: Mehrheit stimmt Corona-Regeln zu
  • Ver.di klagt gegen verkaufsoffene Sonntage in NRW
  • Milliardenhilfen für britische Wirtschaft
  • Lufthansa mit Milliardenverlust
  • 19.990 Neuinfektionen in Deutschland
  • Mehrere Länder mit neuen Höchstwerten
5.11.2020 • 21:56 Uhr

Ende des Corona-Liveblogs für heute

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

5.11.2020 • 21:32 Uhr

Britischer Außenminister in Selbstisolation

Der britische Außenminister Dominic Raab begibt sich seinem Büro zufolge in Selbstisolation. Er habe erfahren, dass jemand, mit dem er kürzlich engen Kontakt hatte, positiv getestet wurde.

Raab werde seine Arbeit in seiner Quarantäne fortsetzen.

5.11.2020 • 20:54 Uhr

Johnson sieht "Licht am Ende des Tunnels"

Zum Auftakt des Teil-Lockdowns in England hat der britische Premierminister Boris Johnson versucht, der Bevölkerung Mut zu machen. "Es gibt Licht am Ende des Tunnels", sagte Johnson am frühen Abend. Die Maßnahmen sollen Anfang Dezember aufgehoben werden, versprach er.

Während des Teil-Lockdowns sind in England Pubs, Restaurants, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen bis zum 2. Dezember geschlossen. Der Handel ist eingeschränkt: Nur Supermärkte und andere als notwendig eingestufte Geschäfte dürfen öffnen.

Die neuen Kontaktbeschränkungen sind allerdings nicht mit dem Lockdown im Frühjahr zu vergleichen. So ist beispielsweise Sport im Freien erlaubt und die Schulen bleiben geöffnet.

Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Pandemie-Regeln. Dort fuhr man bereits früher zeitlich begrenzt das öffentliche Leben weitgehend herunter.

5.11.2020 • 20:20 Uhr

Münchner Studie entdeckt verdeckte Infektionen

In München sind die Ergebnisse einer großen Corona-Antikörper-Studie vorgestellt worden. Demnach hatten bis Anfang Juni rund 1,8 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen das Virus entwickelt. Das sei viermal mehr als der Anteil der damals nachgewiesenen Infektionen, teilten die Forscher der Infektions- und Tropenmedizin der Uniklinik München mit.

Für die Studie waren 25 Teams waren rund zwei Monate unterwegs gewesen, und hatten etwa 5300 Freiwilligen ab 14 Jahren in rund 3000 Münchner Haushalten abgenommen. Die Haushalte waren zufällig ausgewählt worden.

Die Sterblichkeit der Infizierten lag demnach bei 0,76 Prozent - und damit um ein Vielfaches über der für saisonale Grippeinfektionen, wie die Wissenschaftler um Studienleiter Michael Hölscher erläuterten. Die Münchner Studie habe für Deutschland eine höhere Bedeutung als Untersuchungen lokaler Ausbrüche, sagte Hölscher am Abend bei der Vorstellung der Ergebnisse.

5.11.2020 • 20:07 Uhr

363 Corona-Tote in Frankreich

Frankreich meldet 58.046 neuen Corona-Ansteckungen innerhalb eines Tages. Insgesamt wurden damit in Frankreich mehr als 1,6 Millionen Infektionen registriert.

Innerhalb von 24 Stunden seien fast 450 Menschen auf Intensivstationen eingewiesen worden, sagte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Jerôme Salomon. "Einer von vier Patienten, die auf die Intensivstation kommen, wird die kommenden Wochen nicht überleben."

Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen erhöhte sich um 363 auf 39.037, wie die Behörden mitteilen.

5.11.2020 • 19:43 Uhr

Dänemark kündigt harten Lockdown im Norden an

Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen hat angekündigt, dass in sieben Gemeinden im Norden Dänemarks ein harter Lockdown verhängt wird, nachdem eine Mutation des Coronavirus, das im Nerz gefunden wurde, auf den Menschen übergegangen ist. In der betroffenen Region Nordjütland leben etwa 280.000 Menschen.

Bars, Restaurants, alle öffentlichen Indoor-Sportaktivitäten und öffentlichen Verkehrsmittel werden in den betroffenen Gemeinden ab Samstag geschlossen. Die Menschen werden ermutigt, nicht in die und aus der Region zu reisen, sagte Frederiksen auf einer Pressekonferenz.

Ein Beamter der Weltgesundheitsorganisation teilte mit, dass ein mutierter Stamm Infektionen bei einem Dutzend Menschen in Dänemark verursacht habe.

Dänemark ist der weltweit größte Produzent von Nerzfellen. Mehrere Millionen Tiere werden nun getötet.

5.11.2020 • 18:39 Uhr

DeutschlandTrend: Mehrheit stimmt Maßnahmen zu

Seit Montag sind die neuen Corona-Beschränkungen in Kraft, die Bund und Länder zur Eindämmung der Pandemie vereinbart hatten. Bei der Mehrheit der Bürger stoßen die Maßnahmen auf große Zustimmung, wie der ARD-DeutschlandTrend zeigt.

Knapp ein Drittel der Befragten beklagt aber die psychologischen Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen.

5.11.2020 • 18:29 Uhr

Französische Schüler blockieren Schulen

Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen in Frankreich haben Gymnasiasten mehrere Schulen im Westen des Landes vorübergehend blockiert. Sie protestierten damit nach eigenen Angaben gegen Überfüllung und den aus ihrer Sicht unzureichenden Schutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus. 

In Nantes beteiligten sich nach Polizeiangaben mehrere hundert Schüler an einer Blockadeaktion und zündeten zum Teil Mülleimer an. In Saint-Nazaire und Tours gab es ähnliche Proteste mit mehreren Dutzend Teilnehmern. 

5.11.2020 • 18:24 Uhr

UN planen Sondergipfel zur Corona-Pandemie

Die Vereinten Nationen haben einen Sondergipfel zur Corona-Pandemie einberufen, um die internationale Zusammenarbeit in der Krise zu stärken. 150 der 193 UN-Mitgliedstaaten stimmten in New York für eine Resolution, welche Beratungen der Staats- und Regierungschefs am 3. und 4. Dezember vorsieht. Wegen der strengen Quarantäne-Vorschriften für Ausländer in New York soll der Gipfel teilweise virtuell stattfinden.

Bei der Abstimmung enthielten sich die Vertreter der USA, Israels und Armeniens. Nein-Stimmen gab es nicht. Die Organisation eines Corona-Sondergipfels war bereits seit Juni diskutiert worden. Thema soll die internationale Zusammenarbeit in der Corona-Krise sein. Deutschland kritisierte die Ziele als "sehr vage". Großbritannien forderte, auch Vertreter der Zivilgesellschaft an dem Gipfel zu beteiligen.

5.11.2020 • 18:06 Uhr

Dobrindt: Weiter fünf Prozent Mehrwertsteuersatz für Gastronomie

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt fordert, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie dauerhaft beizubehalten. "Ich will, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie, der aktuell bis 30. Juni 2021 befristet ist, unbefristet verlängert wird", sagte Dobrindt der "Welt".

Für die Gastronomie und Hotellerie werden derzeit nur fünf statt der üblichen sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Diese Regelung ist seit Juli in Kraft und ist Teil des zeitlich begrenzten Corona-Hilfspakets. Generell äußerte sich Dobrindt unzufrieden über die Auszahlung der Corona-Hilfen für Gastronomen. Das Bundesfinanzministerium müsse schneller und besser unterstützen. "Es darf nicht passieren, dass Betriebe aufgeben, weil ihnen die Bürokratie die Luft nimmt."

5.11.2020 • 17:50 Uhr

Neuer Höchststand: 34.505 Neuinfektionen in Italien

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien ist binnen eines Tages um 34.505 gestiegen. Das teilten die Behörden mit. Der Wert markiert einen neuen Höchststand. Die Zahl der registrierten aktiven Fälle stieg auf mehr als 472.000. Landesweit starben seit gestern 445 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie verzeichnete Italien 40.192 Todesopfer.

5.11.2020 • 17:20 Uhr

Neuinfektionen: Rekordwert in Lettland

In Lettland hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden 367 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte.

Der bisherige Höchstwert vom Vortag lag bei 313. Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 7 119 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 85 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen will die Regierung in Riga über einen möglichen Corona-Notstand entscheiden.

5.11.2020 • 16:32 Uhr

Merkel: Klimaschutz ist Wachstumstreiber

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bedenken gegen neue Klimaziele in der Corona-Krise zurückgewiesen. "Ich verstehe den Klimaschutz nicht als Wachstumshindernis, sondern als Wachstumstreiber", sagte die CDU-Politikerin bei einer Online-Konferenz der Stiftung 2°, einer Initiative von Unternehmern.

Neue Marktchancen gebe es etwa bei erneuerbaren Energien und Effizienztechnologien, sagte Merkel. Deutschland unterstütze daher das von der EU-Kommission vorgeschlagene Ziel, den Treibhausgas-Ausstoß der EU bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. "Diesen Weg einzuschlagen, ist schwierig, aber auch lohnend", sagte die Kanzlerin. Den Klimaschutz nannte sie eine Menschheitsaufgabe.

5.11.2020 • 16:26 Uhr

WHO besorgt über "Explosion" der Fallzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt über die massiv beschleunigte Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa geäußert. "Wir erleben eine Explosion" der Fallzahlen auf dem Kontinent, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in Kopenhagen der Nachrichtenagentur AFP. Auch die Sterberate bei den Corona-Infizierten steige "allmählich". 

Kluge rief die europäischen Staaten zu "gezielten und angemessenen" Gegenmaßnahmen auf, um die Pandemie einzudämmen. Die Schulen sollten allerdings "bis zum Schluss" offen bleiben und nur im äußersten Fall den Präsenzunterricht einstellen.  Europa ist mittlerweile die Weltregion mit den meisten nachgewiesenen Corona-Infektionen.

WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge | via REUTERS

Der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, fordert angemessene Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Bild: via REUTERS

5.11.2020 • 15:12 Uhr

China verschärft Einreiseregelungen

Angesichts steigender Corona-Infektionen in vielen Ländern hat China seine Einreisebestimmungen auch für Deutschland verschärft. Es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme, die China wegen der Pandemie ergreifen müsse, sagte der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin.

Von Freitag an müssen Reisende aus Deutschland sowie aus weiteren von der Pandemie besonders betroffenen Ländern Behördenangaben zufolge vor einem Flugantritt nach China zunächst einen negativen Corona- sowie Antikörper-Test vorweisen. Sie würden von der jeweiligen Botschaft oder dem jeweiligen Konsulat einen sogenannten "grünen Gesundheitscode" erhalten, wie es unter anderem in einer Mitteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland hieß.

5.11.2020 • 15:01 Uhr

Verd.di klagt gegen verkaufsoffene Sonntage in NRW

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di klagt gegen gegen die in der nordrhein-westfälischen Coronaschutzverordnung genehmigten verkaufsoffenen Sonntage. Sie reichte nach eigenen Angaben beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen in Münster eine Normenkontrollklage ein.

Die Sonntagsöffnungen seien bei "steigenden Infektionszahlen völlig verantwortungslos", erklärte Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt. Sie führten zudem nicht zu einer Entzerrung, sondern zu einer Konzentration der Kundenströme auf die Sonntage.

Wie die Vorläuferversion ermöglicht auch die neue Coronaschutzverordnung vom 30. Oktober, dass Geschäfte an allen vier Adventssonntagen sowie am 3. Januar öffnen können, um das Weihnachtsgeschäft zu entzerren. Das OVG hat die Landesregierung Anfang Oktober wegen dieser Regelung scharf kritisiert; sie stehe "in offenem Normwiderspruch" zum NRW-Ladenöffnungsgesetz.

5.11.2020 • 14:54 Uhr

Ministerium in NRW warnt vor Maskengegnern auf Schulweg

Die nordrhein-westfälische Landesregierung ist alarmiert wegen einer angeblich für den 9. November geplanten Aktion der Initiative "Querdenken". Das Schulministerium in Düsseldorf erklärte, es gebe Hinweise darauf, dass die Initiative deutschlandweit vor Schulgebäuden gegen die Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen demonstrieren wolle.

Presseberichten zufolge sei geplant, Kinder und Eltern anzusprechen und – "unwirksame" Masken mit dem "Querdenken"-Logo anzubieten. Die Initiative hat dazu auf ihrer Internetseite keine Informationen veröffentlicht. "Querdenken" protestiert seit Monaten gegen staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

5.11.2020 • 14:51 Uhr

EU-Konjunkturprognose: Wirtschaft wächst nur langsam

Die Corona-Wirtschaftskrise wird sich nach der neuen EU-Prognose länger hinziehen als gedacht. Nach dem historischen Absturz dieses Jahr soll die Wirtschaft in der Europäischen Union ab 2021 zwar wieder wachsen, aber vergleichsweise langsam. Auch 2022 wird demnach die alte Stärke meist noch nicht wieder erreicht.

Die Prognosezahlen für 2020 fallen nach einem starken dritten Quartal etwas besser aus als im Sommer, und Deutschland steht etwas besser da als andere Staaten. Gleichwohl ist die Rezession beispiellos.

Demnach wird die Wirtschaftsleistung in den 19 Staaten der Eurozone dieses Jahr im Schnitt um 7,8 Prozent einbrechen, in den 27 Staaten der Europäischen Union insgesamt um 7,4 Prozent. Für nächstes Jahr werden 4,2 Prozent Wachstum für die 19 Staaten der Eurozone und 4,1 Prozent für die EU-27 vorausgesagt, für 2022 dann jeweils 3 Prozent.

5.11.2020 • 14:38 Uhr

Deutlich mehr Schüler werden infiziert

Deutlich mehr Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben sich zuletzt mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigen Zahlen aus mehreren Bundesländern. Zuständige Ministerien betonen aber, dass es relativ wenig Fälle seien. Doch diese Angabe ist fragwürdig.

5.11.2020 • 14:35 Uhr

Russland: Per QR-Code in die Clubs und Bars

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen in Russland Rekordwerte erreichen, will Moskau seine Clubs, Bars und Diskotheken offen halten. Um einen zweiten Lockdown abzuwenden, werden Infektionen per QR-Code nachverfolgt. Clubbetreiber sind begeistert, Datenschützer alarmiert.

5.11.2020 • 14:17 Uhr

Verwaltungsgerichtshof: Eilantrag gegen Maßnahmen abgelehnt

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die Schließung von Gaststätten und das Beherbergungsverbot für Touristen in der Corona-Krise abgelehnt. Die Regelungen seien "nicht offensichtlich rechtswidrig", erklärte das Gericht. Eine Hotelkette hatte gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen geklagt. Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass das Gericht den Maßnahmen insgesamt zustimmt. Vielmehr wiederholte der Senat auch Zweifel an der Grundlage für die jetzt beschlossenen Maßnahmen.

Bei einem Eilverfahren müsse aber eine Folgenabwägung getroffen werden und dabei überwiege "im Hinblick auf die enorm steigenden Infektionszahlen das Schutzgut Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen die betroffene freie wirtschaftliche Betätigung."

5.11.2020 • 13:59 Uhr

Neuer Höchstwert an Positiv-Tests in Österreich

In Österreich steigen die Neuinfektionszahlen weiter nach oben. Laut Innenministerium wurden 7416 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden gezählt, was einem Rekordwert entspricht. 2737 Personen befinden sich aufgrund des Corona-Virus im Krankenhaus, davon 407 auf Intensivstationen.

In der Hauptstadt Wien sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt worden. Die meisten Fälle wurden aus Oberösterreich gemeldet mit 1540 Positiv-Tests. In Österreich sind bisher insgesamt 1268 Menschen an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

5.11.2020 • 13:22 Uhr

Norwegen verschärft Einreisebestimmungen

Angesicht steigender Corona-Zahlen hat die norwegische Regierung weitere Einschränkungen angekündigt. Einreisende aus Ländern mit hohen Infektionsraten müssen ab Montag einen negativen Corona-Test vorweisen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Das gelte auch für Verwandtenbesuche, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Ausgenommen sei, wer aus den Nachbarländern Schweden und Finnland zur Arbeit nach Norwegen pendelt. In den vergangenen drei Wochen seien 6000 neue Corona-Fälle registriert worden, sagte Solberg. Die Gesundheitsbehörden rechneten damit, dass 60 Prozent der Fälle unentdeckt blieben.

5.11.2020 • 13:03 Uhr

Schutzmasken über Plattform des Bundeswirtschaftsministeriums

Eine neue Plattform des Bundeswirtschaftsministeriums soll Unternehmen und öffentlichen Stellen dabei helfen, leichter gute Schutzmasken gegen das Coronavirus zu finden. Auf der Internetseite werden Angebote von Masken und dem zur Maskenproduktion benötigten Vlies aufgelistet, die den EU-Vorgaben entsprechen, wie das Ministerium mitteilte. Zum Start heute wurden zunächst knapp 30 Angebote auf der Plattform angezeigt.

5.11.2020 • 12:47 Uhr

Thalys stoppt Hochgeschwindigkeitszüge nach Deutschland

Die Zuggesellschaft Thalys stellt wegen der Corona-Beschränkungen in Frankreich und Belgien ihre Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Deutschland ein: Ab Samstag verkehren vorerst keine Züge mehr zwischen Brüssel und westdeutschen Städten wie Köln und Dortmund, wie Thalys mitteilte.

Zwischen Paris und Brüssel gibt es dann nur noch zwei Hin- und Rückfahrten täglich, zwischen Brüssel und Amsterdam nur noch eine.  Bereits während der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatte Thalys seine Verbindungen zwischen Paris und Deutschland wochenlang eingestellt.

5.11.2020 • 12:43 Uhr

HDE-Prognose: Weihnachtsgeschäft findet eher online statt

Trotz Corona rechnet der Einzelhandel auch in diesem Jahr mit einem florierenden Weihnachtsgeschäft. Insgesamt würden die Verbraucher in den Monaten November und Dezember voraussichtlich rund 104 Milliarden Euro ausgeben, prognostizierte der Handelsverband Deutschland (HDE). Das entspräche einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Profitieren dürfte davon aber vor allem der Onlinehandel. Für die Händler in den Innenstädten sieht es dagegen nach Einschätzung des Branchenverbandes eher düster aus. "Die Kunden kaufen auch in der Corona-Krise Geschenke, sie shoppen, aber deutlich mehr online und gehen seltener in die Innenstädte", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

5.11.2020 • 12:36 Uhr

Paris verschärft Maßnahmen im Lockdown

Knapp eine Woche nach Inkrafttreten des neuen Corona-Lockdowns in Frankreich verschärft die Hauptstadt Paris ihre Maßnahmen: Bürgermeisterin Anne Hidalgo kündigte an, eine Reihe von Kiosken oder Restaurants dürften ab 22.00 Uhr keinen Alkohol oder keine Gerichte zum Mitnehmen mehr verkaufen. Sie begründete dies mit zu großen "Menschenansammlungen". Einer abendlichen Ausgangssperre komme die Regelung nicht gleich, da sie nicht überall gelte, betonte Hidalgo.

5.11.2020 • 12:26 Uhr

EEA: Mehr Plastikverbrauch durch Pandemie

Die Corona-Pandemie hat einem Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA zufolge nur kurzfristig positive Auswirkungen auf die Umwelt. Zwar sei in vielen europäischen Ländern die Luftqualität besser geworden, weil unter anderem weniger Auto gefahren wurde. Auf der anderen Seite sei aber der Verbrauch von Einwegkunststoff gestiegen, hieß es.

"Die Pandemie führte zu einem plötzlichen Anstieg der weltweiten Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wie Masken, Handschuhen, Roben und Desinfektionsmitteln in Flaschen", so die EEA weiter. Zudem hätten sich viele Restaurants in Europa auf Take-Away- und Lieferservices mit Einweg-Plastikbehältern umgestellt. Auch viele Produkte, die über den zunehmenden Online-Versandhandel verschickt würden, seien in Plastik verpackt.

5.11.2020 • 11:37 Uhr

Griechenland ordnet Lockdown an

Um die Corona-Fälle einzudämmen, hat die griechische Regierung einen landesweiten Lockdown angeordnet, der ab Samstag in Kraft treten soll. Der Lockdown soll zunächst für drei Wochen gelten. "Ich habe beschlossen, eher früher als später drastische Maßnahmen zu ergreifen", sagte Premierminister Kyriakos Mitsotakis.

Geschäfte müssen schließen, mit Ausnahme von Supermärkten und Apotheken. Wer das Haus verlassen will, muss sich dafür eine Zeitspanne genehmigen lassen

Griechenland meldete am Mittwoch 2646 Infektionen, die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie-Beginn. Die Gesamtzahl der Fälle im Land erhöhte sich damit auf 46.892. Bisher sind 673 Menschen an der Krankheit gestorben.

Syntagmaplatz in Athen mit Parlament | REUTERS

Der Syntagmaplatz in Athen mit dem Parlament im Hintergrund - die griechische Regierung hofft mit den neuen Maßnahmen die Verbreitung des Virus einzudämmen. Bild: REUTERS

5.11.2020 • 11:23 Uhr

IWH: Mehr Firmeninsolvenzen im Oktober

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist nach Angaben des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Oktober erstmals seit Monaten wieder gestiegen. Im Oktober lasse sich bei den Verfahren ein Anstieg von 700 auf 750 feststellen, sagte IWH-Forscher Steffen Müller. Er gehe davon aus, dass damit eine Trendwende eingeleitet sei und die Zahlen ab jetzt wüchsen. "Nach unserer Einschätzung steigen die Zahlen in Richtung Normal und nicht in Richtung Katastrophe."

Laut dem heute veröffentlichten IWH-Insolvenztrend ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im langjährigen Vergleich weiter niedrig. Eine Insolvenzwelle sei bislang ausgeblieben. Als einen Grund für den Anstieg und die prognostizierte Trendwende nennt Müller die teilweise Rückkehr zu den strengen Regeln, ab denen Unternehmen Insolvenz anmelden müssen.

Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung die Meldepflichten monatelang außer Kraft gesetzt. Seit Oktober müssen wieder all jene Betriebe den Weg zum Amtsgericht gehen, die zahlungsunfähig sind. Nur für Überschuldung bleibt die Pflicht ausgesetzt.

5.11.2020 • 11:18 Uhr

Bundeswehr vergrößert Corona-Kontingent

Die Bundeswehr wird weitere 1000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Krise bereithalten. Das Gesamtkontingent wachse damit bis spätestens Ende November auf 16.000 Männer und Frauen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Geprüft werde derzeit auch, weitere Soldaten für den Notfall als Reserve - wohl einige Tausend mehr - einzuplanen.

Inzwischen seien 5600 Soldaten in der Corona-Hilfe gebunden, davon 4366 in den Hilfseinsätzen direkt im Einsatz. Amtshilfe werde in allen Bundesländern geleistet, derzeit vor allem in 255 von bundesweit 375 Gesundheitsämtern, aber auch mit mobilen Abstrichteams. In Alten- und Pflegeheimen seien 88 Soldaten im Einsatz.

5.11.2020 • 11:03 Uhr

Drastische Regeln für drei Zonen in Italien

Italiens Regierung hat die Aufteilung des Landes in drei Covid-19-Gefahrenzonen beschlossen. Vor allem Norditalien ist von besonders strengen Schutzmaßnahmen betroffen.

5.11.2020 • 10:40 Uhr

Auch Polen mit neuem Höchstwert

Polen meldet mit 27.143 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. 367 weitere Personen seien in Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Über 19.000 Corona-Patienten lägen im Krankenhaus, davon bräuchten 1615 ein Beatmungsgerät.

Das Land hatte am Mittwoch weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Pandemie angekündigt.

5.11.2020 • 10:06 Uhr

Bank of England legt im Corona-Kampf nach

Die britische Notenbank hat ihre Geldpolitik inmitten der Corona-Krise weiter gelockert. Zur Konjunkturstützung will sie zusätzliche Staatsanleihen im Wert von 150 Milliarden Pfund (rund 166 Mrd. Euro) erwerben, teilte die Bank of England in London mit.

Die Notenbank begründete ihren Schritt mit der sich zuspitzenden Corona-Lage. Es sei ihre Aufgabe, auf die ökonomischen und finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zu reagieren. Im zweiten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um ein Fünftel geschrumpft.

5.11.2020 • 09:33 Uhr

Maas-Quarantäne ohne Auswirkungen auf Kabinett

Der Kontakt von Bundesaußenminister Heiko Maas zu einem Corona-Infizierten hat keine Auswirkungen auf andere Mitglieder der Bundesregierung. "Das Bundeskabinett tagt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Eine Quarantäne anderer Teilnehmer ist nicht erforderlich", teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage mit.

Maas hatte sich am Mittwoch zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen in Quarantäne begeben. Der Kontakt erfolgte bereits am Montagabend mit einem "ausländischen Delegationsteilnehmer".

Heiko Maas | Adam Berry/POOL/EPA-EFE/Shutters

Zum zweiten Mal in Quarantäne: Außenminister Maas (Archiv) Bild: Adam Berry/POOL/EPA-EFE/Shutters

Am Mittwoch hatte der SPD-Politiker noch an einer Kabinettssitzung teilgenommen, erst anschließend wurde er über den positiven Test der Kontaktperson informiert. Ein erster Test des Außenministers fiel negativ aus.

Maas hatte sich erst Ende September für elf Tage in Quarantäne begeben, weil sich einer seiner Leibwächter infiziert hatte.

5.11.2020 • 09:06 Uhr

England im Teil-Lockdown

In England gilt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie seit heute ein Teil-Lockdown mit weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, Schulen und Universitäten bleiben aber geöffnet. Anders als in Deutschland wird auch der Handel für einen Monat lang zu bleiben - abgesehen von Supermärkten und anderen als notwendig eingestuften Geschäften.

Die Engländer sollen ihre Wohnungen bis zum 2. Dezember nur noch aus triftigem Grund verlassen - etwa zur Arbeit, zum Sport, zur Erholung oder zur Pflege Angehöriger.

Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln zur Virus-Bekämpfung. Dort fuhr man bereits früher zeitlich begrenzt das öffentliche Leben weitgehend herunter.

5.11.2020 • 08:49 Uhr

Corona-Höchstwert in den USA

Einen Tag nach der Präsidentenwahl haben die USA erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Am Mittwoch gab es 102.831 bekannte Neuinfektionen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Zuvor hatte Reuters von Zahlen über 100.000 berichtet. Die Zahl der Toten binnen einen 24 Stunden blieb relativ stabil bei 1097.

Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 99.000 Ansteckungen gemeldet wurden. Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 233.000 Menschen starben bislang an den Folgen einer Infektion - mehr als in jedem anderen Land der Welt

5.11.2020 • 08:03 Uhr

15.729 neue Fälle in Tschechien

Tschechien berichtet von 15.729 neuen Fällen binnen 24 Stunden. Das ist ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Damit haben sich bislang 378.716 Menschen infiziert. Das Gesundheitsministerium vermeldet außerdem 220 neue Todesfälle, bislang sind 4133 Menschen in Tschechien an den Folgen der Pandemie gestorben.

Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern verzeichnet eine der am steilsten steigenden Infektionsraten innerhalb der zweiten Pandemiewelle.

Ein Mann mit Maske überquert die Karlsbrücke in Prag. | dpa

In Tschechien steigt die Zahl der Neuinfektionen stark an. (Archiv) Bild: dpa

5.11.2020 • 07:35 Uhr

Neuer Höchstwert in der Ukraine

Die Ukraine verzeichnet einen Höchstwert von 9850 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Erst gestern hatte es mit 9524 neuen Fällen einen Höchststand gegeben. Bislang haben sich in dem Land 430.467 Menschen mit Corona infiziert, 7924 Menschen sind an den Folgen der Krankheit bislang gestorben.

5.11.2020 • 07:19 Uhr

Lufthansa erneut mit Milliardenverlust

Die Lufthansa ist im dritten Quartal wegen der Corona-Krise noch tiefer in die roten Zahlen geflogen. Von Juli bis September fiel unter dem Strich ein Verlust von zwei Milliarden Euro im Vergleich zu 1,15 Milliarden Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum an, teilte die Airline mit. Der Umsatz brach wegen der Reisebeschränkungen um 74 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ein. Im Gesamtjahr wuchs der Fehlbetrag damit auf 5,6 Milliarden Euro.

Das Unternehmen musste in der Krise mit neun Milliarden Euro Finanzhilfen von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien vor einer Insolvenz bewahrt werden. Der Konzern stemmt sich mit Kurzarbeit und Kostensenkungen durch Personalabbau gegen die Krise.

5.11.2020 • 06:44 Uhr

Australien will weiteren Impfstoff kaufen

Australien sichert sich eine Belieferung mit zwei weiteren Covid-19-Impfstoffen - unter anderem vom Mainzer Unternehmen BioNTech. Der Staat werde im Fall einer Zulassung 40 Millionen Dosen von der US-Biotechfirma Novavax und zehn Millionen Dosen von BioNTech und seinem US-Partner Pfizer kaufen, teilt Ministerpräsident Scott Morrison mit. Die Vereinbarungen haben ein Volumen von umgerechnet rund 917 Millionen Euro.

Erst im September hatte Australien den Kauf von 85 Millionen Impfstoffdosen mit dem heimischen Biotech-Unternehmen und dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca im Wert von etwa einer Milliarde Euro beschlossen, sollten sich deren Versuche als erfolgreich erweisen.

5.11.2020 • 05:51 Uhr

RKI meldet fast 20.000 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 19.990 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das ist ein neuer Höchststand. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16 774.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 118 auf insgesamt 10.930.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 597.583 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 05. 11., 00.00 Uhr). Das RKI schätzt, dass rund 391.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht am Mittwoch bei 0,81 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

5.11.2020 • 05:49 Uhr

AfD will Bundesparteitag notfalls vor Gericht durchsetzen

Die AfD will verhindern, dass ihr für Ende November geplanter Bundesparteitag ausfällt. "Es ist in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen, deshalb würden wir notfalls auch den Rechtsweg beschreiten", sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen.

Der Parteitag ist für das letzte November-Wochenende im nordrhein-westfälischen Kalkar geplant. Einen Online-Parteitag als Ersatz schließt die Parteispitze bislang aus.

Sitzungen von Parteigremien sind laut der derzeit geltenden NRW-Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen, beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Zulassung durch die zuständigen Behörden erlaubt.

5.11.2020 • 05:44 Uhr

Deutlich größerer Anteil an Corona-Tests fällt positiv aus

Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (26.10. bis 1.11.) etwa 7,3 Prozent der Tests an, teilte das Robert Koch-Institut schreibt. In Kalenderwoche 35 (24.8. bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent. Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests kletterte in den vergangenen zwei Monaten deutlich um mehr als 400.000. 191 Labore meldeten zuletzt rund 1,6 Millionen solcher Laboruntersuchungen in einer Woche.

Die Entwicklung bei Positivenrate und Test-Anzahl spiegelt sich im über Wochen starken Anstieg bei den gemeldeten Neuinfektionen wieder.

5.11.2020 • 05:38 Uhr

Lehrerverband zu Schulanfangszeiten

Versetzte Schulzeiten zur Entzerrung des Schülerverkehrs und damit zur Senkung der Infektionsgefahr beurteilt der Deutsche Lehrerverband skeptisch. Eine entsprechende Forderung hatte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erhoben. "Das stößt sehr schnell an Grenzen", sagte hingegen Lehrerverband-Präsident Heinz-Peter Meidinger der dpa. Das Hauptargument sei: "Da ist dann zwar vielleicht ein bisschen weniger los in den Bussen und in den Pausen, aber am Grundproblem ändert sich nichts. Und das Grundproblem ist die volle Klasse. In der Schule haben sie trotzdem die vollen Klassenzimmer."

Auch auf einer ganz praktischen Ebene sei der Vorschlag, die Anfangszeiten des Unterrichts zu staffeln, vielerorts nicht umsetzbar. Zum einen beförderten die Schulbusse in vielen Landkreisen zugleich Berufspendler. Doch selbst wo es reine Schulbusse gebe, würden die Fahrzeuge außerhalb der Standard-Zeiten bereits zu anderen Zwecken eingesetzt. Auch würden versetzte Zeiten neue Probleme etwa bei der Mittagsverpflegung bereiten, die dann ebenfalls zeitlich ausgedehnt werden müsste.

5.11.2020 • 05:30 Uhr

Zypern verhängt nächtliche Ausgangssperre

Wie andere europäische Staaten verhängt nun auch Zypern im Kampf gegen das Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Die Sperre gilt zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr. Außerdem müssen alle Restaurants, Bars und Cafés um 22.30 schließen. Die Maßnahmen gelten zunächst bis Ende des Monats.

Nächtliche Ausgangssperren waren zuvor bereits unter anderem in Griechenland, Italien, Österreich und Ungarn verhängt worden. Auch in Frankreich gilt für einen Großteil des Landes eine nächtliche Ausgangssperre. 

5.11.2020 • 05:25 Uhr

Neuer Höchstwert in den USA

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mit mindestens 102.591 Neuinfektionen einen Tag nach der Präsidentschaftswahl einen neuen Höchstwert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Ansteckungen binnen 24 Stunden auf grob 9,5 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten.

Der bisherige US-Rekord wurde am 30. Oktober mit 100.233 Neuinfektionen registriert, dem bislang höchsten Wert weltweit. Zudem wurden zuletzt erstmals seit drei Monaten wieder mehr als 50.000 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt.