Karl Lauterbach | dpa
Liveblog

Corona-Pandemie ++ Lauterbach setzt auf Schnelltests ++

Stand: 16.02.2021 22:36 Uhr

Gesundheitsexperte Lauterbach sieht in den Schnelltests einen wichtigen Baustein, um die Pandemieketten zu unterbrechen. Altmaier verteidigt Öffnungsperspektive für Zeit nach dem Lockdown. Die Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Ärztechef gegen AstraZeneca-Vakzin für medizinisches Personal
  • Kostenlose Schnelltests für alle ab März geplant
  • Johnson & Johnson beantragt EU-Zulassung für Vakzin
  • Ungarn erhält chinesischen Impfstoff
  • RKI meldet 3856 Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle
16.2.2021 • 23:04 Uhr

Ende des Liveblogs

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16.2.2021 • 22:36 Uhr

Lauterbach: Schnelltests wichtiger Baustein

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht in den Corona-Schnelltests für zu Hause einen wichtigen Baustein im Kampf gegen das Virus. Die Selbsttests könnten einen massiven Beitrag leisten, die Pandemieketten in einer dritten Welle zu unterbrechen, sagte Lauterbach dem ARD-Nachtmagazin. Dennoch müsse beachtet werden, "dass diese Tests nur identifizieren, wer ansteckend ist, nicht ob man sich angesteckt hat." Deshalb sei das Ergebnis immer nur für wenige Stunden zuverlässig.

16.2.2021 • 21:51 Uhr

Ausgangssperre in den Niederlanden bleibt in Kraft

Die wegen der Corona-Pandemie verhängte nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden bleibt Medienberichten zufolge doch in Kraft. Nachdem ein Gericht in Den Haag am Dienstag die sofortige Aufhebung der Maßnahme angeordnet hatte, hob ein Berufungsgericht das Urteil am Abend wieder auf, wie der niederländische Fernsehsender NOS berichtete. Die Ausgangssperre von 21.00 Uhr an bleibe damit bestehen. 

In dem nun gekippten Urteil hatte der Richter erklärt, bei der Ausgangssperre handele es sich um eine "weitreichende Verletzung" der Bewegungsfreiheit und der Privatsphäre. Dieser ohne Einbeziehung des Parlaments verhängte Eingriff in die Grundrechte sei nicht gerechtfertigt.

Die niederländische Regierung hatte die seit 23. Januar geltende Ausgangssperre erst in der vergangenen Woche bis zum 2. März verlängert. Dabei verwies sie auf die Gefahr durch neue, ansteckendere Varianten des Coronavirus.

16.2.2021 • 21:50 Uhr

Zu wenig Investitionen in Medikamentenforschung

Die Bundesregierung investiert nach ARD-Recherchen und nach Ansicht von Forschern zu wenig in die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19. Demnach wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland von rund einer Milliarde Euro, die für die Forschung von Mitteln zur Bekämpfung von Covid19 vorgesehen sind, lediglich rund 17,5 Millionen für die Medikamentenforschung veranschlagt. Das geht aus Daten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor, die der ARD vorliegen. Der restliche Anteil der Förderungsgelder ist nach BMBF-Plänen für die Impfstoffentwicklung vorgesehen.

Forscher der Berliner Charité sehen sich in ihrer Forschungsarbeit durch die fehlende Unterstützung des Bundes ausgebremst. Die vom BMBF ausgeschriebenen Förderprogramme seien nicht ausreichend, kritisieren sie. "Wir hätten uns gewünscht, dass in der ersten Ausschreibung, die zu Beginn der ersten Welle gekommen ist, tatsächlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestanden hätten, dann wären wir einen Riesenschritt weiter, was die klinische Entwicklung von wirksamen Therapien angeht", so Gastroenterologe Frank Tacke, der an der Charité eine Medikamentenstudie mit dem Präparat Cenicriviroc leitet, das einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung verhindern soll.

International liegt Deutschland bei der Medikamentenforschung den Recherchen zufolge, anders als bei Impfstoffen, nicht im Spitzenfeld. Lediglich 102 interventionelle Studien zu neuen Medikamenten werden hierzulande durchgeführt. In Frankreich sind es dagegen 234, in den USA sogar 768 Studien.

Zwar hat das BMBF im Januar ein neues Programm für die Medikamentenforschung aufgelegt. Doch auch die dafür vorgesehenen 50 Millionen sind laut Forschern nicht ausreichend, unter anderem, weil die Entwicklung eines einzelnen Medikaments bereits das Doppelte der Fördersumme kosten kann.

16.2.2021 • 21:28 Uhr

Altmaier verteidigt Öffnungsstrategie

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat seine Öffnungsstrategie für die Zeit nach dem Lockdown verteidigt. "Als erstes die Schulen und die Kitas, dann die Frisöre, als drittes der Einzelhandel. Als viertes dann die körpernahen Dienstleistungen und dann die Gastronomie und die Hotels", erklärte Altmaier die Öffnungspläne bei ARD Extra.

Die Weichen für diese Öffnungsperspektive habe man bereits in der letzten Ministerpräsidentenkonferenz gestellt, sagte Altmaier und verteidigte sich gegen die Kritik, dass die Maßnahmen zu spät erarbeitet wurden.

Zudem wolle er in den nächsten Tagen mit 40 Wirtschaftsverbänden zusammensetzen, und darüber beraten, wie man die Öffnung des Handels konkret umsetzen könne. Ein entsprechendes Konzept solle dann bei den nächsten Beratungen von Bund und Ländern Anfang März vorgestellt werden.

Die Probleme hinsichtlich der stockenden Auszahlungen der Coronahilfen seien zudem inzwischen gelöst, ergänzte Altmaier. "Die Abschlagszahlungen kommen schnell."

16.2.2021 • 21:03 Uhr

Spanien plant Impfausweise für britischen Touristen

Spanien will einem Insider zufolge den Tourismus aus Großbritannien im Sommer mit Impfausweisen ermöglichen. Dies solle von weiteren Maßnahmen wie Covid-Tests vor der Abreise, ausreichendem Abstand und Masken flankiert werden, sagt ein Vertreter des Tourismusministeriums Reuters. Man hoffe darauf, dass es ein allgemeines Abkommen zwischen Europa und Großbritannien geben werde. Quarantänen seien nicht geplant.

Die Tourismusbranche machte vor der Pandemie 19 Prozent der spanischen Wirtschaftsleistung aus. Schätzungen zufolge fiel der Anteil im vergangenen Jahr auf vier bis fünf Prozent.

16.2.2021 • 19:58 Uhr

Scholz: Testen ohne finanzielle Hürden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Gesundheitsminister Jens Spahn Unterstützung zugesagt für das Vorhaben, mehr kostenlose Tests anzubieten. "Er weiß schon von mir seit letzter Woche, dass ich das positiv begleite", sagt der SPD-Kanzlerkandidat am Abend bei einem Pressetermin der Bayern-SPD. "Und das geht natürlich am besten, wenn es keine Hürden gibt, auch keine finanziellen. Das, glaube ich, können wir uns jetzt auch noch leisten." Das werde nicht ohne Folgen für die Bundeskasse bleiben, sagte Scholz: "Und wir werden das auch finanziell wuppen."

16.2.2021 • 19:38 Uhr

Unicef dringt auf Lufttransport von Impfstoff

Unicef will Fluggesellschaften für den vorrangigen Transport von Corona-Impfstoffen, Medizin und anderen wichtigen Gütern gewinnen. Mehr als zehn Airlines hätten schon Vereinbarungen für die Initiative für humanitäre Luftfracht unterschrieben, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Dienstag mit. Das Projekt bringt demnach Fluggesellschaften zusammen, deren Routen mehr als 100 Länder abdecken. Sie unterstützen das Covax genannte Beschaffungsprogramm der UN, das den Kauf und die Lieferung von Vakzinen für Hunderte Millionen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt vorsieht.

Nach vorläufigen Plänen sollen 145 Staaten Dosen für die Immunisierung von im Schnitt rund drei Prozent ihrer Bevölkerungen bekommen. Impfungen sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2021 starten.

16.2.2021 • 19:06 Uhr

EU will Virusmutationen erforschen

Die EU-Kommission will am Mittwoch Vorschläge zur besseren Bekämpfung von Pandemien vorstellen. Wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits im Vorfeld mitteilte, gehört dazu auch ein Programm zur Erforschung von Mutationen des Coronavirus. Ziel ist es demnach, Labore, Gesundheitsbehörden und Wissenschaftler zusammenzubringen, um Impfstoffe zu entwickeln, die auch gegen veränderte Viren helfen.

Mit ihren Vorschlägen zur "Bio-Verteidigung" will die Kommission die EU insgesamt besser beim Vorgehen gegen Gesundheitsgefahren aufstellen. Sie hatte schon im vergangenen Jahr eine neuen Behörde für Gesundheitsnotfälle (Hera) angekündigt. Diese soll eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor ermöglichen.

16.2.2021 • 18:28 Uhr

AstraZeneca-Impfungen an zwei Kliniken zeitweise gestoppt

Nach Klagen von Klinik-Angestellten über Nebenwirkungen sind in Niedersachsen Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca an zwei Orten gestoppt worden. Im Braunschweiger Herzogin-Elisabeth-Hospital traten von 88 Beschäftigten, die am Donnerstag geimpft wurden, 37 wegen "Impfreaktionen" vorübergehend nicht zur Arbeit an. Die weiteren Impfungen würden nun ausgesetzt - auch, um den Betrieb nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin. Zunächst hatte die "Braunschweiger Zeitung" berichtet.

Am Klinikum Emden galt zwischenzeitlich ebenfalls ein Stopp für Impfungen mit dem AstraZeneca-Mittel. Am Dienstagabend gab der Landkreis Leer dafür aber wieder grünes Licht. Auch dort hatten sich Beschäftigte nach Impfungen krank gemeldet. Daraufhin kündigte der Landkreis Leer zunächst ebenfalls an, das Mittel nicht mehr zu spritzen. "Denn unsere Impfdosen stammen vermutlich aus der gleichen Charge wie in Emden", hieß es. Nach Rücksprache mit dem Land wurde dies wieder aufgehoben. Der Leiter des Krisenstabs des Landes Niedersachsen, Heiger Scholz, schloss ein Chargenproblem nicht aus.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut wurde informiert. Eine Einschätzung zu den konkreten Fällen sei derzeit noch nicht möglich, sagte eine Sprecherin des Instituts der "Braunschweiger Zeitung". Aktuell werde untersucht, ob die Reaktionen über das hinausgingen, was in den klinischen Prüfungen beobachtet wurde. Der Hersteller sieht keinen Grund zu Sorge. "Derzeit sind die gemeldeten Reaktionen so, wie wir sie aufgrund der Erkenntnisse aus unserem klinischen Studienprogramm erwarten würden", teilte AstraZeneca auf Anfrage mit.

16.2.2021 • 18:07 Uhr

Mexiko prangert ungerechte Impfstoff-Verteilung an

Mexiko will den ungleichen Zugang zu Coronavirus-Impfstoffen auf der Welt im UN-Sicherheitsrat zur Sprache bringen. Länder, in denen Impfstoffe hergestellt werden, hätten hohe Impfraten, sagte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard. In Lateinamerika und der Karibik hingegen gebe es weit weniger Impfdosen. Das sei ungerecht. Mexiko, derzeit ein nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats, werde das Thema daher auf Anordnung von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador am Mittwoch dort einbringen.

Als erstes Land Lateinamerikas hatte Mexiko an Heiligabend seine Impfkampagne begonnen. Seitdem sind allerdings erst rund 750.000 Dosen verabreicht worden. Eingesetzt wurde lange nur das Vakzin des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer - die Liefermengen fielen wegen der Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs allerdings viel geringer aus als erwartet.

Vier weitere Impfstoffe sind in Mexiko inzwischen zugelassen - darunter zwei chinesische und das russische Präparat Sputnik V. Mexiko gehört auch zu den ärmeren Staaten, die im Rahmen der weltweiten Covax-Initiative Impfstoffe erhalten sollen.

16.2.2021 • 17:48 Uhr

Drosten: "AstraZeneca ist kein zweitrangiger Impfstoff"

Für den Virologen Christian Drosten ist klar, dass es keinen Grund gibt, den Impfstoff von AstraZeneca als zweitrangig zu betrachten. In der öffentlichen Diskussion in Deutschland sei vieles falsch verstanden worden, sagte Drosten in der neuen Folge des NDR-Info-Podcasts "Coronavirus-Update".

Deutschland müsse jetzt "alles daran setzen, so schnell wie möglich in der Breite zu impfen", so der Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité.

16.2.2021 • 16:46 Uhr

Johnson & Johnson beantragt EU-Zulassung

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung für seinen Impfstoff in der EU beantragt. Die EMA sagte, der "Janssen" genannte Impfstoff solle beschleunigt geprüft werden. Eine Entscheidung darüber könnte bis Mitte März getroffen werden.

Johnson & Johnson hatte vor knapp zwei Wochen bereits einen Antrag auf Notfallzulassung seines Impfstoffs in den USA gestellt.

Schafft das Vakzin die Zulassung, wird das die Impfkampagne nach Angaben von Experten deutlich vereinfachen: Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen ist bei Johnson & Johnson nur eine Injektion nötig.

Die Europäische Kommission hat 200 Millionen Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson bestellt, mit einer Option für 200 Millionen weitere. Demnach könnten bei einer Zulassung 100 Millionen Dosen bis Juni geliefert werden.

16.2.2021 • 16:41 Uhr

Tausende Amazon-Beschäftigte irrtümlich in Quarantäne

Wegen einer Panne im britischen Corona-Testsystem sind Tausende Amazon-Beschäftigte in Großbritannien zunächst fälschlicherweise in Quarantäne geschickt worden. Knapp 4000 Mitarbeiter seien nach Routinetests über ein positives Ergebnis benachrichtigt und zur Selbstisolation aufgefordert worden, obwohl sie eigentlich negativ auf das Coronavirus getestet worden seien, bestätigte das britische Gesundheitsministerium auf Nachfrage.

Zunächst hatte der "Guardian" über die Panne am Wochenende berichtet. Im Laufe des Tages sei der Fehler jedoch aufgefallen und alle Betroffenen benachrichtigt worden, hieß es vom Ministerium.

Das britische Test- und Nachverfolgungssystem - von der Regierung im vergangenen Jahr als "weltbestes" angekündigt - steht immer wieder in der Kritik. Zeitweise war es für Betroffene extrem schwierig, überhaupt an Tests zu kommen, außerdem haperte es an der Nachverfolgung und Benachrichtigung von Kontaktpersonen.

16.2.2021 • 16:27 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut prüft Impf-Nebenwirkungen

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) untersucht einem Medienbericht zufolge, ob es zu unerwartet starken Nebenwirkungen bei den Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Astrazeneca kommt. Das Referat Arzneimittelsicherheit prüfe, "ob die gemeldeten Reaktionen über das hinausgehen, was in den klinischen Prüfungen beobachtet wurde", zitiert die Funke Mediengruppe eine Sprecherin des PEI. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, werde geprüft, ob dafür Gründe erkennbar seien.

16.2.2021 • 16:26 Uhr

Geringe Nachfrage nach Astrazeneca-Vakzin

Bisang wurden nur ein kleiner Teil des verfügbaren AstraZeneca_BVakzins verimpft. Bundesweit wurden von 736.800 bislang gelieferten Impfdosen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lediglich 64.869 Dosen verimpft. Laut Bundesgesundheitsministerium sollen am Donnerstag noch einmal 736.800 AstraZeneca-Impfdosen geliefert werden, am 27. Februar dann weitere gut eine Million Impfdosen. Insgesamt werden demnach bis einschließlich 1. April rund 5,6 Millionen der Dosen erwartet.

Verunsicherung gibt es allerdings offensichtlich hinsichtlich der Wirksamkeit des Mittels. Diese liegt mit etwa 70 Prozent um gut 20 Prozentpunkte unter der Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna. Zudem soll der Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland wegen fehlender Daten zur Wirksamkeit bislang nur an unter 65-Jährige verimpft werden.  

16.2.2021 • 16:21 Uhr

Russischer Impfstoff soll vor britischer Mutation schützen

Die zwei bislang von Russland freigegebenen Corona-Impfstoffe schützen nach Darstellung der Behörden in Moskau auch vor der ansteckenderen Virusvariante aus Großbritannien. Bei einer Vergleichsstudie sei gezeigt worden, dass die Antikörper, die nach einer Impfung mit Sputnik V und EpiVacCorona gebildet werden, auch vor der britischen Variante schützen, teilte die Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor am Dienstag in Moskau mit. Nicht getestet wurde, ob die zwei russischen Impfstoffe auch vor der Corona-Variante aus Südafrika schützen

16.2.2021 • 16:16 Uhr

Israel: Vier Millionen Erstimpfungen

Die Zahl der Erstimpfungen gegen das Coronavirus hat nach Regierungsangaben am Dienstag in Israel die Marke von vier Millionen erreicht. Damit bekamen nun etwa 43 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis verabreicht, die zweite Dosis erhielten bislang mehr als 2,6 Millionen Menschen.

Rund 30 Prozent der Israelis sind jünger als 16 Jahre, diese Gruppe kann vorerst nicht geimpft werden. Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang etwa 2,8 Millionen Menschen eine erste und rund 1,5 Millionen auch eine zweite Impfung.

16.2.2021 • 16:14 Uhr

Ärztechef gegen AstraZeneca-Impfung bei medizinischem Personal

Medizinisches Personal und Pflegekräfte sollten nach Ansicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, nicht mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca geimpft werden. Der Impfstoff sei zwar genauso sicher wie die anderen. "Doch die geringere Wirksamkeit lässt sich nicht wegdiskutieren", sagte Montgomery der "Rheinischen Post".

"Daher halte ich es für geboten, Menschen mit hohem Infektionsrisiko, zu denen medizinisches Personal oder Pflegekräfte gehören, mit besser wirksamen Vakzinen zu impfen", so Montgomery. Er habe Verständnis für medizinisches Personal, dass sich nicht mit dem AstraZeneca-Impfstoff impfen lassen wolle. Jüngere Menschen mit wenigeren Kontakten und einem geringeren Risiko für schwere Verläufe könnten hingegen von AstraZeneca profitieren, sagte Montgomery weiter.

16.2.2021 • 16:13 Uhr

Sachsen erweitert Einreisemöglichkeit für Berufspendler

Sachsen erweitert die Einreisemöglichkeiten für Berufspendler aus Tschechien. Über eine entsprechende Änderung der Quarantäneverordnung informierte Sozialministerin Petra Köpping in Dresden. Während bislang Pendler in den Bereichen Medizin und Pflege sowie Nutztierhaltung und Güterverkehr trotz verschärfter Kontrollen einreisen konnten, betrifft das nun auch andere Branchen. Die Regelung soll bereits ab Mittwoch gelten.

Bedingung ist ein negativer Corona-Test bei Einreise, eine tägliche Testung und eine amtliche Bescheinigung, die von den Landkreisen und kreisfreien Städten ausgestellt wird. Von der Quarantänepflicht sind auch Menschen befreit, die aus humanitären Gründen nach Sachsen einreisen - das betrifft etwa Verwandte ersten Grades bei einem Todesfall.

16.2.2021 • 15:20 Uhr

Covid-19 greift die Leber an

Eine Covid-19-Erkrankung belastet einer neuen medizinischen Studie zufolge nicht nur die Lunge, sondern auch erheblich die Leber. Ein interdisziplinäres Forscherteam aus Bielefeld, Hamburg, Hannover und Boston in den USA hat anhand von Lebergewebeproben verstorbener Patienten nachgewiesen, dass die Leber bis in die Mikrogefäße geschädigt wird, wie das Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld mitteilte. Bei der Behandlung könnten blutverdünnende Medikamente bei Patienten mit schweren Covid-19 Verläufen helfen, die Leber zu schützen.

Die Forschergruppe um die Zellbiologin der Universität Bielefeld, Barbara Kaltschmidt, und Chefarzt Jan Schulte am Esch vom Evangelischen Klinikum hat für die Studie Leber-Gewebeschnitte von 73 verstorbenen Patienten aus der Rechtsmedizin der Universitätsklinik in Hamburg untersucht. Alle verstarben demnach an einer Lungenentzündung, aber 13 Patienten ohne Sars-CoV-2. "Damit hatten wir erstmals eine Kontrollgruppe", sagte Kaltschmidt. Bei der Laboruntersuchung habe sich ergeben: Die Erkrankung schädigt die Leber durch Mikrothrombosen.

16.2.2021 • 14:50 Uhr

Über 200 Infizierte in Osnabrücker Eiscremefabrik

In einer Eiscremefabrik in Osnabrück ist es zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. Von insgesamt rund 600 Beschäftigten seien 210 positiv getestet worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Seit dem Wochenende sei die Fabrik geschlossen, eine Spezialfirma habe das Unternehmen desinfiziert. Alle Beschäftigten einschließlich der Geschäftsführung seien in Quarantäne. Mindestens zwei Menschen haben sich demzufolge mit der britischen Mutante B.1.1.7 infiziert. Das Gesundheitsamt habe die Kontaktnachverfolgung aufgenommen, sagte der Sprecher.

Wie und warum es zum Ausbruch gekommen sei, stand zunächst nicht fest. Das müsse nun ermittelt werden. Nach Angaben des Betreibers Froneri handelt es sich beim Standort Osnabrück um eines der größten Eiscremewerke Europas.

16.2.2021 • 14:33 Uhr

Altmaier kündigt weitere Corona-Hilfen an

Von der Corona-Krise hart getroffene Soloselbstständige können jetzt einen einmaligen Zuschuss von bis zu 7500 Euro erhalten. Das Antragsportal dafür sei am Dienstag freigeschaltet worden, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Berechtigt sind Soloselbstständige, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 01. Januar bis 30. Juni 2021 coronabedingt eingeschränkt ist.

Altmaier kündigte zudem einen "Härtefallfonds" für Unternehmen an, die bislang durch das Raster fallen. Die Einzelheiten würden in den nächsten Tagen mit dem Bundesfinanzministerium und den Verbänden geklärt.  Auch große Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 750 Millionen Euro sollen außerdem künftig staatliche Überbrückungshilfen erhalten können, wie Altmaier weiter ankündigte.

16.2.2021 • 14:10 Uhr

Sterbefallzahlen fast bei Vorjahreswerten

Die Zahl der Sterbefälle nähert sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wieder den Vorjahreswerten an. Nach einer Hochrechnung der Wiesbadener Bundesbehörde sind vom 1. bis 7. Februar in Deutschland 20.908 Menschen gestorben - und damit ein Prozent mehr, als in den Jahren 2017 bis 2020 durchschnittlich in dieser Woche gestorben waren. In der letzten Januarwoche lagen die Sterbefallzahlen noch elf Prozent über dem Durchschnitt der vier Vorjahre.

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Covid-19-Todesfälle ist derzeit bis einschließlich der dritten Kalenderwoche 2021 (18. bis 24. Januar) möglich. In dieser Woche gab es laut dem RKI 4294 Covid-19-Todesfälle. Die Zahl ist damit gegenüber der Vorwoche um 386 Fälle gesunken. Auch die gesamten Sterbefallzahlen gingen in der dritten Kalenderwoche weiter zurück. Sie lagen aber mit 23.746 Toten den Angaben zufolge um 4.053 Fälle beziehungsweise 21 Prozent immer noch deutlich über dem Durchschnitt der vier Vorjahre.

16.2.2021 • 13:34 Uhr

Deutsche spenden 5,4 Milliarden Euro

Mit 5,4 Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr das zweithöchste Spendenergebnis seit 15 Jahren erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Spendenniveau um 5,1 Prozent, wie aus der jährlichen GfK-Analyse "Bilanz des Helfens" im Auftrag des Deutschen Spendenrats hervorgeht.

16.2.2021 • 13:25 Uhr

Einreisebeschränkungen für Mutationsgebiete werden verlängert

Die Bundesregierung verlängert die strengen Einreiseregeln für Menschen aus "Virusvariantengebieten" nach Deutschland bis zum 3. März. In der vom Kabinett beschlossenen Vorlage heißt es, die "deutlich leichtere Übertragbarkeit" der mutierten Viren sei dabei ebenso zu berücksichtigen wie mögliche, noch nicht sicher belegte "Eigenschaftsänderungen der Mutationen".

Die Regelung war zunächst bis diesen Mittwoch befristet. Sie betrifft Länder, in denen sich mutierte Varianten des Coronavirus bereits stark verbreitet haben. Von dort dürfen derzeit - von einigen Ausnahmen abgesehen - fast nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Nachdem zunächst unter anderem Großbritannien, Brasilien, Portugal und Südafrika so eingestuft wurden, kamen am vergangenen Sonntag auch Tschechien und weite Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol hinzu.

16.2.2021 • 13:17 Uhr

Altmaier kündigt Öffnungsstrategie an

Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Wirtschaft wollen zu den nächsten Beratungen von Bund und Ländern Anfang März Empfehlungen für eine Öffnungsstrategie erarbeiten. Das kündigte der CDU-Politiker nach dem "Wirtschaftsgipfel" an. Es sei von Verbänden "nachvollziehbar" beklagt worden, dass Ungewissheit mit das Schwierigste sei in der derzeitigen Lage.

Der Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 3. März beraten, wie es weitergeht. Altmaier sprach von einer "begründeten Hoffnung", dass es für viele Bereiche bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen eine Öffnungsperspektive geben könne. Er kündigte außerdem an, bei den Kriterien zu staatlichen Finanzhilfen über Anpassungen nachzudenken.

16.2.2021 • 12:58 Uhr

Psychotherapeuten klagen über Mehrbelastung

Das Deutsche Psychotherapeuten-Netzwerk verzeichnet wegen der Corona-Pandemie eine deutlich gestiegene Mehrbelastung in der Branche. Laut einer zwischen Mitte Dezember und Anfang Februar durchgeführten Umfrage sind im Durchschnitt pro Woche 2,5 neue Patienten in jede Praxis gekommen, wie der Berufsverband in Bonn mitteilte. Hochgerechnet auf die rund 30.000 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Deutschland entspreche dies einem Anstieg von 75.000 zusätzlichen Patienten pro Woche.

Die verstärkte Nachfrage führt laut dem Verband zu steigendem Stress bei den Ärzten. Mehr als die Hälfte aller Befragten (54,6 Prozent) fühlte sich sehr belastet oder "so belastet, dass ich bereits körperliche beziehungsweise psychische Symptome bekommen habe". Am häufigsten genannt wurden Symptome wie Überlastungsreaktionen oder Schlafstörungen. Zudem erwarteten fast 60 Prozent der Befragten, dass nach der Corona-Pandemie eine Welle mit psychischen Erkrankungen auf ihre Praxen zurollt.

An der Online-Umfrage des Verbandes hatten 527 Behandlerinnen und Behandler im Bereich Psychotherapie und Psychiatrie teilgenommen.

16.2.2021 • 12:49 Uhr

Herrmann: Inlandstourismus "durchaus vorstellbar"

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hält Osterurlaub trotz der Corona-Pandemie für realistisch. Inlandstourismus sei Anfang April "durchaus vorstellbar", sagte Herrmann bei einer Pressekonferenz des Tourismusverbands Franken in Nürnberg. "Unser Ziel muss es sein, dass an Ostern Gaststätten und Hotels wieder geöffnet sind." In zahlreichen bayerischen Regionen seien die Corona-Infektionszahlen schon deutlich gesunken, betonte der Innenminister. Bis zu Ostern in sechs Wochen könnten die Zahlen noch weiter zurückgehen.

Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, bei den nächsten Öffnungsschritten Gastronomie und Hotels mit in den Blick zu nehmen. Auch der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee fordert Perspektiven. "Wir werben mit fester Überzeugung und großem Nachdruck dafür, ernsthaft eine Lockerung aller Betriebe in der Beherbergung, Gastronomie und Freizeitwirtschaft zu Ostern 2021 zu prüfen", heißt es in einem offenen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Skulptur mit Mundschutz vor der leeren Fußgängerzone in Berchtesgaden | AP

Gastronomen und Hoteliers in Berchtesgaden hoffen, dass bald wieder Touristen kommen dürfen. Bild: AP

16.2.2021 • 12:41 Uhr

Kritik an Vatikanischen Museen nach Besucheransturm

Wegen eines hohen Besucheraufkommens und Gedränge in einzelnen Ausstellungsräumen sind die Vatikanischen Museen in die Kritik geraten. Die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete über teils "chaotische Zustände". So hätten sich am Samstagnachmittag "Menschenmassen" - unter Missachtung geltender Corona-Schutzvorschriften - gegenseitig blockiert. Das Aufsichtspersonal habe die Situation nicht unter Kontrolle gehabt, so der Vorwurf. Das Blatt beruft sich auf Aussagen von Besuchern sowie auf Fotos, die in den sozialen Netzwerken kursieren.

Die Museumsleitung äußerte sich bislang nicht zu den Vorfällen. Nach langer Schließung aufgrund der Pandemie hatten die Vatikanischen Museen ihre Tore zu Monatsbeginn wieder geöffnet. Die Resonanz in den ersten Tagen fiel gering aus. Der Besuch ist werktäglich von 8.30 bis 18.30 Uhr möglich. Um Gedränge zu vermeiden, ist eine Online-Registrierung obligatorisch.

16.2.2021 • 12:27 Uhr

Ungarn erhält Impfstoff-Lieferung aus China

Als erstes Land der EU ist Ungarn mit einem chinesischen Corona-Impfstoff beliefert worden. Ein Flugzeug mit 550.000 Dosen des Vakzins von Sinopharm ist aus Peking kommend in Budapest eingetroffen. Damit könnten 275.000 Menschen mit je zwei Dosen geimpft werden, sagte die Leiterin der epidemiologischen Abteilung des Nationalen Zentrums für öffentliche Gesundheit, Agnes Galgoczy. Insgesamt erwartet Ungarn im Laufe der kommenden vier Monate fünf Millionen Dosen des Sinopharm-Impfstoffs.

Das Land bemüht sich um Impfstoffkäufe außerhalb des gemeinschaftlichen EU-Programms. Bei diesem Programm auftretende Verzögerungen kosten nach Ansicht der ungarischen Regierung Leben. Das Vakzin des staatlichen chinesischen Herstellers Sinopharm hat nach dessen Angaben eine Wirksamkeit von fast 80 Prozent. Es wird bereits in Serbien eingesetzt. Ungarn hat zudem den Kauf von zwei Millionen Dosen des russischen Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V vereinbart. Er wird seit vergangener Woche in Krankenhäusern in Budapest verabreicht.

16.2.2021 • 11:41 Uhr

Wirtschaft in der Eurozone im Herbst geschrumpft

In der Eurozone ist die Wirtschaft in den Herbstmonaten wegen der zweiten Corona-Welle geschrumpft, aber nicht ganz so stark wie erwartet. Im vierten Quartal 2020 sei die Wirtschaftsleistung (BIP) im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung hatte Eurostat noch einen etwas stärkeren Rückgang um 0,7 Prozent für Oktober bis Dezember gemeldet.

Die konjunkturelle Schwäche im Herbst beendete die starke Erholung der Sommermonate, die auf den Corona-Einbruch im Frühjahr gefolgt war. Trotz der Erholung in den Sommermonaten schrumpfte das BIP im Gesamtjahr 2020 im Euroraum um 6,8 Prozent und damit so stark wie noch nie. Für das Gesamtjahr wurde die erste Schätzung von Eurostat bestätigt.

16.2.2021 • 11:33 Uhr

Kritik an Laschet wegen Distanzierung von Corona-Messzahlen

CDU-Chef Armin Laschet ist mit skeptischen Äußerungen zur Bedeutung von Corona-Inzidenzzahlen auf Kritik bei SPD und Grünen gestoßen. "Wer wie Laschet von 'erfundenen Grenzwerten' spricht, der zerstört Vertrauen in die Corona-Maßnahmen", schrieb die SPD-Fraktionsvize Katja Mast auf Twitter.

Der NRW-Ministerpräsident war mit seinen Äußerungen auf deutliche Distanz zum Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel gegangen. Laschet hatte am Rande einer Veranstaltung des baden-württembergischen CDU-Wirtschaftsrats gesagt: "Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet."

Damit wandte sich Laschet gegen die von Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vergangene Woche getroffene Entscheidung, statt des Inzidenzwerts von 50 den Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zur Messlatte für weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen zu machen.

16.2.2021 • 11:29 Uhr

Wirtschaft legt 20-Punkte-Papier vor

Die deutsche Industrie hat anlässlich des Corona-"Wirtschaftsgipfels" mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein 20-Punkte-Papier vorgelegt. Damit sollen die Weichen für eine dauerhafte Eindämmung der Pandemie gestellt werden. Das Papier enthält Anregungen zu den Themen Wirtschaftsstandort, Planbarkeit sowie Test- und Impfstoffstrategie. "Die deutsche Industrie benötigt einen evidenzbasierten Stufenplan mit einheitlich anwendbaren Kriterien für eine sichere und faire Öffnung der Wirtschaft, wo immer dies epidemiologisch verantwortbar ist", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang.

Der BDI fordert in seinem Papier unter anderem eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, um etwa Homeoffice möglich zu machen - und die Verbesserung der steuerlichen Verlustverrechnung. Zudem sollten laut BDI kurzfristig nötige Investitionen für etwa Klimaschutz stärker durch Anreize flankiert werden - zum Beispiel durch eine Ausweitung der steuerlichen Forschungsförderung und Sonderabschreibungen.

16.2.2021 • 11:23 Uhr

Selbstständige können neue Corona-Hilfen beantragen

Laut Bundesfinanzministerium können jetzt auch Selbstständige die zuletzt angehobenen Corona-Hilfen beantragen. Sie können im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfe III für mehrere Monate eine Kostenpauschale von bis zu 7500 Euro bekommen.

16.2.2021 • 11:20 Uhr

Gericht kippt Ausgangssperre in den Niederlanden

Ein niederländisches Verwaltungsgericht hat die Ausgangssperre als staatliche Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie für unrechtmäßig erklärt und die sofortige Aufhebung angeordnet. Das Gericht in Den Haag gab damit einer Klage der corona-skeptischen Protestgruppe "Viruswahrheit" recht. Seit dem 23. Januar gilt in den Niederlanden eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 4:30 Uhr. An den ersten Abenden nach Inkrafttreten hatte es in zahlreichen Städten heftige Krawalle deswegen gegeben.

Die Regierung hatte die Ausgangsperre auf Grundlage eines Notgesetzes verhängt, nach der sie Maßnahmen ergreifen kann auch ohne das Parlament einzubeziehen. Nach Auffassung des Gerichts handelte es sich aber nicht um eine akute Notsituation. Die Ausgangssperre ist nach Ansicht des Gerichts eine schwere Einschränkung der Bewegungsfreiheit und ein Eingriff in die persönlichen Lebensumstände der Bürger.

16.2.2021 • 11:10 Uhr

Russland registriert mehr als 13.200 Neuinfektionen

In Russland registrieren die Behörden 13.233 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit mehr als 4,09 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien die vierhöchste Infektionszahl weltweit. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt in Russland binnen 24 Stunden um 459 auf 80.979.

16.2.2021 • 10:39 Uhr

Spahn plant kostenlose Schnelltests für alle Bürger

Jeder Bürger in Deutschland soll von 1. März an das Anrecht auf kostenlose Corona-Schnelltests bekommen. Dies sehe eine Erweiterung der Nationalen Teststrategie vor, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dem Corona-Kabinett vorlegen wolle, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtete. Minister Spahn erläuterte den Vorschlag auch auf Twitter.

Zur Begründung schrieb Spahn, Antigen-Schnelltests seien mittlerweile in ausreichender Menge am Markt verfügbar. "Die Kommunen können ihre Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen", so Spahn.

16.2.2021 • 10:36 Uhr

Turn-Weltcup in Doha verschoben

Der Einzelgeräte-Weltcup der Turnerinnen und Turner in Doha wird wegen der Reiseeinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Wann der Wettbewerb nachgeholt werden soll, ist noch nicht bekannt. Das teilte der Weltverband FIG mit.

Das Turnier war vom 10. bis 13. März angesetzt - es sollte den Abschluss der Serie bilden, bei der an die Weltcup-Sieger weitere Olympia-Tickets für Tokio vergeben werden sollten. Wie sich die Sportler nun für Olympia qualifizieren und die Tickets erhalten können, ließ der Weltverband vorerst offen.

16.2.2021 • 10:29 Uhr

Seoul meldet nordkoreanischen Hackerangriff auf Pfizer

Hacker aus Nordkorea haben nach südkoreanischen Angaben einen Cyberangriff auf das US-Pharmaunternehmen Pfizer verübt. Sie hätten versucht, Informationen über den Impfstoff zu erbeuten, sagte der Abgeordnete Ha Tae Keung zu Reportern. Er berief sich auf Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes. Bei dem Angriff auf die Computersysteme Pfizers hätten es die Hacker auch auf Daten zur Behandlung einer Corona-Infektion abgesehen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Yonhap berief sich auf Abgeordnete, die vom staatlichen Aufklärungsdienst (NIS) unterrichtet worden waren.

Zuletzt hatte im Dezember der russische Sicherheitssoftware-Herstellers Kaspersky berichtet, nordkoreanischer Hacker hätten sich unter anderem Zugang zum Computersystem eines Pharmaunternehmens verschaffen wollen, das im Zusammenhang mit der Corona-Forschung stehe.

Der US-Pharmariese Pfizer hat zusammen mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech einen Corona-Impfstoff entwickelt, der seit Ende 2020 in der EU zugelassen ist. Der Impfstoff wird weltweit eingesetzt, auch in Deutschland. Derzeit gibt es noch zu wenig Impfstoff, weil die Produktionskapazitäten nicht ausreichen.

16.2.2021 • 10:14 Uhr

Corona-Pandemie beeinflusste Luftqualität nur leicht

Die Schadstoffbelastung in deutschen Städten ist im vergangenen Jahr gesunken - die Corona-Krise hat die Qualität der Luft dabei allerdings nur wenig beeinflusst. Wie das Umweltbundesamt (UBA) mitteilte, wurde im Jahr 2020 der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) voraussichtlich nur noch an etwa drei bis vier Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten. Im Jahr zuvor waren es noch 21 Prozent gewesen.

Während im Jahr 2019 noch 25 Städte von der Überschreitung des NO2-Grenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel betroffen waren, seien es 2020 "deutlich weniger als zehn", erklärte das UBA. Nach Auswertung der bereits jetzt vorliegenden Daten liegen demnach "auf jeden Fall" München und Hamburg über dem Grenzwert mit einem Jahresmittelwert von 54 beziehungsweise 41 Mikrogramm NO2. 

16.2.2021 • 10:11 Uhr

Corona lässt Geschäft mit Karneval einbrechen

Die Corona-Pandemie hat den Karneval in diesem Jahr kräftig getrübt - und damit auch das Geschäft damit. Von Januar bis November 2020 wurden Karnevals- und Unterhaltungsartikel im Wert von 71,3 Millionen Euro nach Deutschland importiert - fast ein Viertel (- 23,2 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Export von Artikeln wie etwa Luftschlangen oder Girlanden fiel zudem um fast 26 Prozent auf 33,2 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) bezifferte jüngst den Schaden durch den Ausfall der diesjährigen Session auf etwa 1,5 Milliarden Euro bundesweit. Die größten Einbußen sehen die Ökonomen in der Gastronomie, gefolgt vom Einzelhandel, Hotelgewerbe und dem Transportsektor.

16.2.2021 • 10:06 Uhr

Deutlich mehr Spenden in Deutschland in der Pandemie

Die Menschen in Deutschland haben während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 deutlich mehr Geld gespendet als zuvor: Das geht aus der Bilanz des Deutschen Spendenrats hervor. Mit 5,4 Milliarden Euro sei das Spendenniveau im Vergleich zu 2019 um etwa fünf Prozent gewachsen, teilte der Verband mit.

Dabei entwickelte sich das Spendenvolumen parallel zu den Lockdownmaßnahmen: Die stärksten Anstiege gab es mit dem ersten und zweiten harten Lockdown, wie die jährliche GfK-Studie "Bilanz des Helfens" im Auftrag des Deutschen Spendenrats ergab.

16.2.2021 • 10:01 Uhr

Weitere Lockerungen in Israel geplant

Das Corona-Kabinett in Israel hat weitere Lockerungen auf den Weg gebracht: Das Gremium verständigte sich im Grundsatz auf neue Öffnungsschritte aus dem Lockdown. So sollen Schüler der Klassen fünf und sechs sowie elf und zwölf in Orten mit niedrigen Infektionszahlen von Sonntag an wieder in die Schule gehen dürfen. Darüber hinaus dürfen demnach von dem Tag an Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Märkte wieder für Ungeimpfte öffnen. Geimpfte und Genesene sollen zudem Fitnessstudios, Kultur- und Sportveranstaltungen, Messen und Schwimmbäder besuchen dürfen.

In Israel erhielten nach offiziellen Angaben bislang knapp vier Millionen Menschen eine erste Impfung. Dies entspricht etwa 43 Prozent der Gesamtbevölkerung. Etwa 30 Prozent der israelischen Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, diese Gruppe wird vorerst nicht geimpft. Wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte, bekamen zudem etwa 2,6 Millionen Menschen eine Zweitimpfung. Die Impfkampagne hatte am 19. Dezember begonnen und zuletzt etwas an Schwung verloren.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden betrug 5138, von allen gemachten Tests fielen 7,5 Prozent positiv aus. Bei den Neuinfektionen war in den vergangenen Tagen ein Rückgang zu sehen. Aber zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Hier wurden zuletzt 3856 neue Fälle registriert.

16.2.2021 • 09:42 Uhr

Preise für tierische Erzeugnisse gesunken

Der sogenannte Schweinestau in der Corona-Krise hat für fallende Preise gesorgt: Wegen der Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie müssen die Schlachthöfe in Deutschland ihre Kapazitäten reduzieren. Das erhöhte Angebot an schlachtreifen Schweinen könne nicht abgenommen werden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch der fehlende Verkauf von Schweinefleisch an Restaurants oder bei Großereignissen wirkt sich demnach auf die Nachfrage aus. Zudem stocken wegen der Afrikanischen Schweinepest die Exporte in Drittstaaten.

Im Dezember gingen die Preise für Schlachtschweine so im Vergleich zum Vorjahr um knapp 40 Prozent zurück. Im November hatte der Rückgang im Vorjahresvergleich bereits 34,5 Prozent betragen. Insgesamt sanken die Preise für tierische Erzeugnisse im Dezember um 15,5 Prozent.

Teurer als im Vorjahr waren dagegen pflanzliche Erzeugnisse. Der Preis für Gemüse stieg im Dezember um zehn Prozent im Vorjahresvergleich, der für Obst sogar um etwa 34 Prozent. 

16.2.2021 • 09:35 Uhr

Ausbleiben der Influenza-Welle

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich in diesem Winter wesentlich mehr Menschen gegen die Grippe haben impfen lassen als sonst. Dies und die Corona-Maßnahmen sorgten dafür, dass eine Grippewelle ausblieb.

16.2.2021 • 09:26 Uhr

Kinderschutzbund: Politik vernachlässigt Kinder im Lockdown

Nach Ansicht des Kinderschutzbundes kümmert sich die Politik zu wenig darum, die durch den Lockdown beeinträchtigten Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. Das gesamte Bildungssystem habe sich nicht ausreichend auf den Herbst vorbereitet, sagte Präsident Heinz Hilgers der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies sei ein trauriges Ergebnis - "diese Versäumnisse sind nicht mehr aufzuholen", so Hilgers. Der Kinderschutzbund sieht im Bildungsbereich vor allem Kinder von der Situation betroffen, die in Armut leben.

Versäumnisse gebe es auch bei der Gewaltprävention und der psychologischen Betreuung. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer von Gewalttaten gegen Kinder ganz erheblich gestiegen sei. Die Kinder würden einfach nicht mehr gesehen, sagte Hilgers. "Sie verschwinden buchstäblich im Dunkeln."

16.2.2021 • 09:20 Uhr

Bericht: Spahn plant wohl längere Einreisebeschränkungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will einem Medienbericht zufolge die strengeren Regeln für Einreisen aus sogenannten Virusvariantengebieten bis Anfang März verlängern. Der CDU-Politiker habe laut "Spiegel" gestern Abend eine entsprechende Kabinettsvorlage an die anderen Regierungsmitglieder verschickt. Dies würde etwa Länder wie Großbritannien, Südafrika und Brasilien betreffen. In diesen Ländern wurden Corona-Mutationen entdeckt, die ansteckender sein sollen, als die bisher bekannten Virus-Formen.

Auch Tschechien und Tirol wären von den verlängerten Beschränkungen betroffen: An den Grenzen Deutschlands zu Tirol - und auch zu Tschechien - gelten seit Sonntag schärfere Einreiseregeln. Aus Angst vor den dort verbreiteten ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den Grenzübergängen streng kontrolliert. Derzeit dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gelten etwa für medizinisches Personal oder Lkw-Fahrer. Die verschärften Einreiseregeln sollten laut Innenministerium zunächst auf zehn Tage befristet sein.

16.2.2021 • 09:05 Uhr

Bundesärztekammer gegen Ausgrenzung von Ungetesteten

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat in der Debatte um Corona-Schnelltests vor sozialer Ausgrenzung von Menschen ohne einen solchen Test gewarnt. Einfach handhabbare und sichere Schnelltests für den Eigengebrauch könnten in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Erleichterungen schaffen, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er nannte beispielhaft eine erleichterte Rückkehr zum Regelbetrieb von Schulen und Kitas oder Öffnungen im Kulturbetrieb und Freizeitsport. Eine grundlegende Voraussetzung dafür sei aber, dass ausreichend Tests zur Verfügung stehen und dass sie für alle Menschen bezahlbar sind. "Keinesfalls darf es zum Beispiel bei Freizeitaktivitäten zu sozialer Ausgrenzung kommen, weil sich Einkommensschwache die Tests nicht leisten können."

Wichtig sei Reinhardt zufolge auch die Zuverlässigkeit dieser Tests. Entscheidendes Kriterium für die Zulassung müsse deshalb neben der Handhabbarkeit für medizinische Laien eine hohe Validität der Testergebnisse sein.

16.2.2021 • 08:59 Uhr

Branchenverband Dehoga erwartet Öffnungsperspektive

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erwartet von der Regierung bald konkrete Vereinbarungen in der Corona-Pandemie: Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges erklärte im ARD-Morgenmagazin: "Wir erwarten, dass es eine konkrete Öffnungsperspektive gibt, und dass man uns nicht, wie bei letzten Mal, totschweigt." Mit Blick auf sinkende Infektionszahlen sei dies für die unter der Situation leidenden Unternehmen wichtig. "Außerdem haben die das verabredet beim letzten Mal, dass am 10. Februar ein Konzept vorgelegt wird. Das ist ja jetzt vertagt auf den 3. März. Aber es sollte schon vorher vorgelegt werden", so Hartges.

Zudem sprach sie sich für mehr Tempo beim Impfen und einen verstärkten Einsatz von Corona-Schnelltests aus.

16.2.2021 • 08:51 Uhr

Fan-Verband kritisiert Profi-Fußball

Die Vorsitzende des Fan-Verbands "Unsere Kurve e.V.", Helen Breit, hat dem Profi-Fußball arrogantes Verhalten in der Corona-Krise vorgeworfen. "Ich erlebe das wie eine Ignoranz gegenüber allem, was sonst in der Welt passiert", sagte Breit im Interview mit Bayerischen Rundfunk in Hinblick auf die rege Reisetätigkeit der europäischen Top-Fußball-Clubs. Für die Reisen dieser Club fehle den Fans teilweise jedes Verständnis. "Für alle Bürgerinnen und Bürger ist das jetzt eine Ausnahmesituation, in der wir jetzt alle fast seit einem Jahr leben. Man hat das Gefühl der Profifußball lebt da in einer anderen Welt", kritisierte sie. Es gehe ihr nicht um das berechtigte Anliegen von Fußballclubs, mit Spielen ihre Existenz zu sichern. Bei den Spielen der Champions-League liege der Fall aber anders, sagte Breit.

16.2.2021 • 08:46 Uhr

Tirol: Kritik an schärferen Grenzkontrollen

Die Verkehrslandesrätin des österreichischen Bundeslandes Tirol hat die schärferen Regel für die Einreise nach Deutschland kritisiert. Sie glaube nicht, dass Grenzschließungen im gemeinsamen Europa die Lösung sind, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen, sagte Ingrid Felipe im Deutschlandfunk. Sie kritisierte vor allem die sehr kurzfristige Entscheidung der Bundesregierung, die Bestimmungen zu verschärfen. Besser wären gemeinsame Maßnahmen gewesen. So aber hätten die Verantwortlichen in Tirol nur wenig Zeit gehabt, Vorbereitungen zu treffen und einen Verkehrskollaps zu verhindern.

An den Grenzen Deutschlands zu Tirol - und auch zu Tschechien - gelten seit Sonntag schärfere Einreiseregeln. Aus Angst vor den dort verbreiteten ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den Grenzübergängen streng kontrolliert. Derzeit dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gab es zunächst für medizinisches Personal, Lastwagenfahrer und landwirtschaftliche Saisonkräfte. Die verschärften Einreiseregeln sind laut Innenministerium zunächst auf zehn Tage befristet.

16.2.2021 • 08:41 Uhr

Weniger Beschäftigte in der deutschen Industrie

Die Corona-Krise hat die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren schrumpfen lassen. Die Betriebe des verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Mitarbeitern beschäftigten im Jahresschnitt gut 5,5 Millionen Menschen. Das waren insgesamt 2,2 Prozent weniger als 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Einen Rückgang hatte es zuletzt 2010 infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise gegeben - dies war damals ein Minus von 2,4 Prozent.

16.2.2021 • 08:31 Uhr

Britische Virus-Mutation in Hamm nachgewiesen - Großeinsatz der Polizei

Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Eine Hundertschaft sei seit gestern Abend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender. Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne. Zunächst hatten die "Bild"-Zeitung berichtet.

16.2.2021 • 08:26 Uhr

Branchenverband Dehoga rechnet mit Umsatzeinbruch

Die Gaststätten und Hotels haben seit fast einem Jahr schwer mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu kämpfen. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) rechnet mit 37 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr - und sieht Existenzen bedroht.

16.2.2021 • 08:20 Uhr

Zahl der Kinobesucher stark gesunken

Die Besucherzahlen deutscher Kinos sind in der Pandemie drastisch eingebrochen: Im vergangenen Jahr wurden etwa 38,1 Millionen Tickets verkauft - etwa 80,5 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von etwa 68 Prozent, wie aus den Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) hervorgeht.

Im vergangenen Jahr machten die Kinos entsprechend weniger Umsatz. Sie nahmen laut Erhebung etwa 318 Millionen Euro ein - fast 69 Prozent weniger als noch im Jahr 2019. Damals hatten die Kinos mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt.

"Dass 2020 für die Kinos dramatisch sein würde, hat sich schon beim ersten Corona-Lockdown Mitte März angekündigt", heißt es in der Analyse, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Kinos waren bereits im Frühjahr 2020 mehrere Wochen geschlossen, wegen der Abstandsregeln durften auch im Sommer und Herbst nur deutlich weniger Besucher in die Kinosäle. Seit November sind Filmtheater und andere Einrichtungen bundesweit wieder dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

16.2.2021 • 08:14 Uhr

Frankreich: Arbeitslosigkeit sinkt trotz zweiter Corona-Welle

In Frankreich ist die Zahl der Arbeitslosen am Jahresende 2020 trotz zweiter Corona-Welle gesunken. Sie nahm von Oktober bis Dezember um 340.000 auf 2,4 Millionen ab, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte. Demnach sank die Arbeitslosenquote von 9,1 auf 8 Prozent und lag damit nur noch um 0,1 Punkte über dem Niveau des vierten Quartals 2019. Dieses war das letzte Quartal vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Trotz Anstieg der Beschäftigung am Jahresende nahm demnach zugleich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden wegen der Corona-Beschränkungen für viele Branchen wie das Gastgewerbe ab. Zudem konnten sich viele Franzosen im Lockdown nicht aktiv auf Jobsuche begeben, da viele Unternehmen geschlossen blieben. Diese wären normalerweise als arbeitslos gezählt worden, so die Behörde.

16.2.2021 • 08:04 Uhr

Schwierige Lage von Unternehmen in der Pandemie

Unternehmer berichten im ARD-Morgenmagazin, wie sich für sie die Lage in der Corona-Pandemie zunehmend zuspitzt. Sie wünschen sich einen Plan vonseiten der Regierung, wie es künftig weitergeht.

16.2.2021 • 07:38 Uhr

RKI meldet 3856 Neuinfektionen

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden binnen 24 Stunden 3856 Neuinfektionen gemeldet - das sind 477 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Vor einer Woche fehlten laut RKI jedoch knapp 600 Infektionsfälle aus Nordrhein-Westfalen, die erst am Tag darauf in die Statistik einflossen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, bleibt demnach mit 59 unverändert zu gestern. Insgesamt wurden laut RKI in Deutschland mehr als 2,342 Millionen Infektionen bestätigt.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus stieg laut RKI um 528 auf insgesamt 65.604. Vor einer Woche waren es 481 Todesfälle und damit im Vergleich zu den heutigen RKI-Zahlen 47 weniger.

16.2.2021 • 07:33 Uhr

Altmaier zu Corona-Hilfen für Unternehmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat vor dem Treffen mit Wirtschaftsverbänden vor den Folgen einer möglichen dritten Corona-Welle für Unternehmen gewarnt. "Die Wirtschaft kann nicht florieren, wenn wir eine dritte Welle von Infektionen bekommen", sagte Altmaier im ARD-Morgenmagazin. Daher müsse alles daraufhin abgestimmt sein, dass man die Wirtschaft öffne, aber gleichzeitig eine dramatische Situation wie in Nachbarländern vermeide. Selbsttests könnten dabei definitiv helfen, so Altmaier.

Bei dem heutigen digitalen Corona-"Wirtschaftsgipfel" soll es neben den Beschlüssen von Bund und Ländern vor allem um die schleppende Umsetzung der Wirtschaftshilfen gehen. Mehr als 40 Vertreter von Wirtschaftsverbänden wollen sich mit dem CDU-Politiker beraten.

16.2.2021 • 07:17 Uhr

Verkehrslage an sächsisch-tschechischer Grenze

Wegen der Kontrollen und Einreiseverbote kommt es an der tschechisch-deutschen Grenze teilweise noch zu Verkehrsbehinderungen: Im Vergleich zum Vortag entspannte sich die Lage aber deutlich. Vor dem Übergang Rozvadov-Waidhaus auf der Autobahn E50 Prag-Nürnberg bildete sich auf tschechischer Seite auf einer Spur ein mehr als sieben Kilometer langer Lkw-Rückstau, wie aus den Angaben der Autobahnverwaltung und des Verkehrsfunks hervorging.

Die Polizei des Nachbarlandes rief Lkw-Fahrer und Pendler eindringlich auf, sich nicht erst an der Grenze auf das Coronavirus testen zu lassen. Sie sollten zudem ausreichend Getränke und Essen mitführen und vorher volltanken. Keine Probleme gab es vor dem Grenzübergang Schirnding. Entspannt blieb die Situation auch auf der Autobahn E55 Prag-Dresden, wo es am Vortag einen mehr als 25 Kilometer langen Rückstau gegeben hatte. Dafür standen Lastwagen-Kolonnen auf der Staatsstraße 7, die von Chomutov durch das Erzgebirge nach Sachsen führt.

Aus Angst vor der britischen Corona-Variante hatte die Bundesregierung Tschechien zum Virusvariantengebiet erklärt und vorübergehend stationäre Grenzkontrollen eingeführt. Seit Sonntag dürfen aus dem Nachbarland nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Gesundheitspersonal und Pendler systemrelevanter Berufe. Sie müssen sich digital anmelden und an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

16.2.2021 • 07:08 Uhr

Peru: Zahlreiche Beamte vorzeitig geimpft

In Peru hat sich ein Skandal um vorzeitig gegen das Coronavirus geimpfte Regierungsvertreter ausgeweitet. Übergangspräsident Francisco Sagasti teilte mit, dass 487 Beamte - darunter die frühere Außenministerin Elizabeth Astete und die frühere Gesundheitsministerin Pilar Mazzetti - ihren Status ausgenutzt hätten, um heimlich geimpft zu werden, obwohl sie noch nicht dran waren. Ihre Namen würden der Staatsanwaltschaft übergeben. "Diese Leute, die Teil unserer Regierung waren, haben nicht ihre Pflicht als Beamte erfüllt", sagte Sagasti in einer im Fernsehansprache. Beide Regierungsvertreterinnen erklärten im Zuge des Skandals ihren Rücktritt.

Auch der frühere Präsident Martin Vizcarra bestätigte einen Zeitungsbericht, dass er und seine Frau bereits im vergangenen Oktober geimpft worden waren - im November wurde er wegen Korruptionsvorwürfen vom Kongress abgesetzt.

Oppositionsparteien setzten nun für heute ein Treffen an um über einen Untersuchungsausschuss wegen der heimlichen Impfungen zu entscheiden. Die peruanische Regierung hatte eine Million Dosen eines Impfstoffs des chinesischen Unternehmens Sinopharm gekauft. Zunächst sollten Ärzte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen geimpft werden.

16.2.2021 • 06:54 Uhr

Auswirkungen der Grenzkontrollen

Zur Eindämmung des Coronavirus und dessen Mutationen gibt es aktuell in mehreren Regionen Deutschlands wieder Grenzkontrollen. Ein Virologe erklärt, wie sich diese auf die Verbreitung der Varianten auswirken könnten.

16.2.2021 • 06:44 Uhr

USA: Fast 54.000 Neuinfektionen und 1019 weitere Todesfälle

In den USA ist die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden um mindestens 53.789 auf 27,77 Millionen gestiegen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Demnach erhöhte sich die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus um mindestens 1019 auf insgesamt 486.717. Bislang weisen die USA weltweit die meisten registrierten Ansteckungen und Todesfälle auf.

16.2.2021 • 06:22 Uhr

Südafrika will offenbar eine Million Impfdosen zurückgeben

Südafrika fordert einem Medienbericht zufolge das Serum Institute of India (SII) dazu auf, eine Million Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca zurückzunehmen. Dies berichtet die Zeitung "Economic Times". Das SII ist der weltgrößte Impfstoffhersteller und produziert das Vakzin.

Der südafrikanische Gesundheitsminister hatte vergangene Woche erklärt, dass das Land die Einführung des Impfstoffs nach einer klinischen Studie aussetze. Die Studie hatte ergeben, dass der Impfstoff bei der im Land momentan vorherrschenden Coronavirus-Variante nur minimalen Schutz gegen leichte bis mittelschwere Erkrankungen bietet.

16.2.2021 • 06:15 Uhr

Testlauf für Veranstaltungn unter Pandemie-Bedingungen in Utrecht

Etwa 500 Menschen haben sich in einem Theater im niederländischen Utrecht an einem Testlauf für Veranstaltungen unter Pandemie-Bedingungen beteiligt. Nach Angaben der Regierung sollen bei dem Test gewonnene Daten genutzt werden, um Wege zu sicheren Veranstaltungen trotz Corona aufzuzeigen.

Wirtschaftsministerin Mona Keijzer erklärte, jeder wolle zur Normalität zurückkehren. Sämtliche Teilnehmer wurden nach offiziellen Angaben vor der Untersuchung negativ auf das Virus getestet, zudem sei die Temperatur gemessen worden und auch nach dem Versuch werde erneut ein Corona-Test durchgeführt, hieß es. Die Niederlande befinden sich derzeit in einem strengen Lockdown.

Im Beatrix Theater im niederländischen Utrecht hat es eine Veranstaltung unter Corona-Bedingungen gegeben.  | ROBIN VAN LONKHUIJSEN/EPA-EFE/Sh

500 Freiwillige nahmen an dem Testlauf für Veranstaltungen unter Pandemie-Bedingungen im Beatrix Theater in Utrecht teil. Bild: ROBIN VAN LONKHUIJSEN/EPA-EFE/Sh

16.2.2021 • 05:53 Uhr

Auckland: Corona-Notstand bald beendet?

Neuseeland steht vor der Entscheidung über ein Ende des Corona-Lockdowns in Auckland. Nachdem nun den zweiten Tag in Folge keine neuen Ansteckungen festgestellt wurden, wächst die Hoffnungen, dass die Restriktionen morgen aufgehoben werden könnten.

Die Behörden hatten nach neuen Corona-Fällen in Auckland die Testkapazitäten hochgefahren. Allein gestern wurden 15.000 Tests durchgeführt. Die Behörden rätseln noch, wie es zu dem Ausbruch kam. Bei den drei Infizierten handelt es sich nach offiziellen Angaben um Mitglieder einer Familie: Mutter, Vater und Tochter. Alle drei hatten sich mit der zuerst in Großbritannien gefundenen Virusvariante angesteckt. Die Mutter arbeite für ein Catering-Unternehmen, das für Fluggesellschaften Wäscherei-Dienste übernehme, hieß es. Es werde untersucht, ob es eine Verbindung zu einem infizierten Passagier gebe. Alle Tests bei Kontaktpersonen seien negativ verlaufen.

Der dreitägige Lockdown in Auckland ist der erste im Land seit sechs Monaten. Neuseeland hat das Virus erfolgreich unter Kontrolle gebracht; Übertragungen innerhalb des Landes waren zuletzt nicht mehr bekannt geworden. Der Alltag der Menschen verläuft daher weitgehend normal, auf das Tragen von Masken und andere Vorsichtsmaßnahmen wird verzichtet.

16.2.2021 • 05:10 Uhr

Ein knappes Viertel arbeitet von zu Hause

Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet während des aktuellen Lockdowns zu Hause. Dies geht aus einer Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. 24 Prozent gaben an, Ende Januar vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice gearbeitet zu haben. Damit folgten sie der Empfehlung der Bundes- und Landesregierungen, in der Pandemie auch die beruflichen Kontakte aufs Nötigste zu beschränken.

Am Ende des vergangenen Jahres hatte es noch anders ausgesehen: Im November arbeiteten lediglich 14 Prozent und im Dezember 17 Prozent im Homeoffice. Die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Stiftung, Bettina Kohlrausch, sagte im Rückblick auf diese "irritierend niedrige Quote", dass erst der öffentliche Druck und schließlich die Verordnung zum Homeoffice zu mehr mobiler Arbeit geführt hätten.

Während des ersten Lockdowns im April 2020 hatte die Homeoffice-Quote bei 27 Prozent gelegen.

16.2.2021 • 04:29 Uhr

Dobrindt fordert Impfstoff-Produktion in Deutschland

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, fordert verbindliche Regelungen, damit heimische Pharma-Unternehmen "alle wichtige Komponenten in mindestens einer Variante in Europa produzieren". Der Aufbau einer starken Impfstoffproduktion und -entwicklung sei Grundlage dafür, dass Europa in anderen Regionen der Welt helfen könne, sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

In einem Strategiepapier der Landesgruppe, aus dem die Zeitung zitiert, wirft Dobrindt der EU-Kommission "Fehlleistungen und Fehleinschätzungen beim zeitlichen Zulauf der bestellten Impfdosen" vor und fordert mehr Anstrengungen zur Impfstoffbeschaffung. Es sei zwar richtig, die Beschaffung auch auf europäischer Ebene zu organisieren. Daneben müsse Deutschland aber die nationalen Anstrengungen ausweiten.

16.2.2021 • 03:27 Uhr

New Yorker Gouverneur räumt Fehler ein

Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo hat Fehler bei der Information über die Zahl von Corona-Toten in Pflegeheimen eingeräumt. "Wir hätten besser daran arbeiten müssen, so viele Informationen, wie wir konnten, so schnell bereitzustellen, wie es uns möglich war", sagte Cuomo. Dafür sei er verantwortlich.

In den vergangenen Wochen hatte die New Yorker Regierung eingeräumt, dass die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Langzeit-Pflegeheimbewohner bei etwa 15.000 gelegen habe, statt wie zuvor angegeben bei ungefähr 8500. Zunächst seien Pflegeheimbewohner nicht mitgezählt worden, die nach einer Infektion in Krankenhäuser gebracht worden und dort gestorben seien.

Cuomo versicherte, alle Todesfälle in Krankenhäusern und Pflegeheimen seien immer vollständig und korrekt veröffentlicht worden. Das Problem sei die Zuordnung gewesen. Der Staat New York habe die Toten den Einrichtungen zugerechnet, in denen sie gestorben seien.

16.2.2021 • 03:07 Uhr

AstraZeneca-Impfstoff in Australien vorerst zugelassen

Australien erteilt nach Angaben der Gesundheitsbehörde TGA dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca die vorläufige Zulassung. Es ist der zweite in Australien zugelassene Impfstoff. Die Aufsichtsbehörde hatte im vergangenen Monat das Vakzin von BioNTech/Pfizer genehmigt. Ab dem 22. Februar startet das Impfprogramm.

16.2.2021 • 03:02 Uhr

Altmaier empfängt Wirtschaftsvertreter

Angesichts großen Unmuts über schleppende staatliche Finanzhilfen will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit Vertretern zahlreicher Branchen beraten. Zu dem "Wirtschaftsgipfel" sind Vertreter von mehr als 40 Verbänden eingeladen. Themen sollen die aktuelle Krisenlage, die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern, die Hilfsprogramme und mögliche Öffnungsperspektiven etwa für Handel und Gastgewerbe sein.

16.2.2021 • 02:21 Uhr

Stiko-Chef: Lehrerinnen und Lehrer nicht bevorzugen

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht keinen Grund, Lehrkräfte bevorzugt gegen Corona zu impfen. "Die Stiko hat ihre Empfehlung auf die Auswertung internationaler Daten und auch die Meldedaten aus Deutschland gegründet. Daraus ergibt sich keine Notwendigkeit, die Lehrer jetzt abweichend von der Empfehlung vorzuziehen", sagte Mertens der "Rheinischen Post".

Lehrkräfte mit entsprechendem Alter und solche mit besonderen Vorerkrankungen würden bereits auf dieser Grundlage priorisiert. Die Stiko-Empfehlungen seien aber Empfehlungen, "und die politischen Entscheidungsträger können und dürfen von dieser Empfehlung abweichen", betonte Mertens. Die geänderte Vorgehensweise müssten dann aber auch diese Politiker begründen.

Bund und Länder forderten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, eine frühere Impfung von Lehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern zu prüfen. Lehrer wären dann zeitgleich mit Menschen über 70 Jahren oder Personen mit schweren Vorerkrankungen, Demenz oder schweren Behinderungen an der Reihe. Bund und Länder begründen ihr Plädoyer für eine frühere Impfung dieser Berufsgruppen mit dem Wunsch, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen möglichst schnell wieder zu öffnen.

16.2.2021 • 02:13 Uhr

Wieder Corona-Fälle auf US-Flugzeugträger

Drei Seeleute auf dem US-Flugzeugträger "Theodore Roosevelt" sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die US-Marine bekannt. Demnach haben die Seeleute keine Symptome. Sie seien - ebenso wie ihre Kontaktpersonen - isoliert worden.

Vor weniger als einem Jahr hatte es einen Massenausbruch auf dem Flugzeugträger gegeben: Mehr als 1000 Besatzungsmitglieder infizierten sich damals, ein Mensch starb. Schließlich wurde die komplette Besatzung nach Guam gebracht und dort isoliert. Der Streit über den richtigen Umgang mit der Krise führte zu einem Führungsstreit innerhalb der Marine.

16.2.2021 • 01:45 Uhr

BDI kritisiert Grenzschließungen

Der Industrieverband BDI warnt vor schwerwiegenden Folgen der Grenzschließungen zu Tschechien und Tirol. "Die Gefahr ist groß, dass in den nächsten Tagen überall in Europa Lieferketten abreißen", sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Lang den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Grenzschließungen und Reisebeschränkungen im nationalen Alleingang beeinträchtigten auch den internationalen Güterverkehr und schadeten der deutschen Industrie massiv. "Grenzübergänge sollten weiterhin für alle Frachtfahrzeuge mit Gütern offen bleiben", fordert er. Dafür müssten "praxistaugliche Testmöglichkeiten in ganz Europa" bereitgestellt werden.

Es nutze nichts "negative Tests bei Einreise von im Transportwesen und Güterverkehr tätigen Personal zu verlangen, ohne für ausreichende Testinfrastrukturen an den Grenzen zu sorgen".

16.2.2021 • 01:18 Uhr

Ärztepräsident: Selbsttest muss günstig sein

Ärztepräsident Klaus Reinhardt warnt vor Ausgrenzung ärmerer Menschen, falls Corona-Selbsttests zu teuer werden. Diese müssten nicht nur zuverlässig sein, sondern dürften auch nicht zu Ausgrenzung führen, etwa wenn sie bei der schrittweisen Öffnung von Kulturveranstaltungen und des Freizeitsports zum Einsatz kämen, sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Voraussetzung dafür ist, dass ausreichend Tests zur Verfügung stehen und dass sie für alle Menschen bezahlbar sind."

Reinhardt warnte zudem vor einer Scheinsicherheit negativer Testergebnisse, die zu einem sorglosen Umgang mit den Gefahren des Virus verleiten könnten.

Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hofft auf eine Zulassung erster Selbsttests im März. Sie sind insbesondere geeignet, eine hohe Virenlast nachzuweisen. Das bedeutet, dass Personen, die stark ansteckend sind, rasch erkennbar sind - aber auch, dass Infizierte mit geringer Virenlast möglicherweise nicht entdeckt werden.

Klaus Reinhardt | dpa

Reinhardt warnte auch vor einer Scheinsicherheit. Bild: dpa

16.2.2021 • 01:00 Uhr

Südkorea sichert sich mehr Corona-Impfstoff

Südkorea hat Impfstoff für weitere 23 Millionen Menschen gekauft. Das gab Regierungschef Chung Sye-kyun bekannt. Demnach wurde eine Einigung für Impfstoff des Herstellers Novavax für 20 Millionen Menschen und das BionTech/Pfizer-Präparat für drei Millionen Menschen erreicht.

16.2.2021 • 00:51 Uhr

Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen

Welche Entwicklungen gab es am Montag? Grenzkontrollen sorgten teils für lange Wartezeiten und Staus, in Großbritannien werden Lockerungen vorbereitet und Wirtschaftsminister Altmaier gerät auch in der eigenen Partei unter Druck:

Über dieses Thema berichtete das Erste im ARD-Morgenmagazin am 16. Februar 2021 um 07:12 Uhr und im "ARD Extra" um 20:15 Uhr.