Kugelschreiber liegen auf einem Antragsformular für das Kurzarbeitergeld | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Koalition uneins über Hilfen ++

Stand: 23.04.2020 00:43 Uhr

Die Verhandlungen der Koalition zu finanziellen Entlastungen in der Corona-Krise gestalten sich wohl schwieriger als gedacht. Die WHO sieht positive Entwicklungen im Kampf gegen die Pandemie in Westeuropa. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Koalitionsverhandlungen über finanzielle Entlastungen stocken
  • WHO macht Westeuropa Hoffnung
  • Maskenpflicht bald in allen Bundesländern
  • Drosten warnt vor neuen Infektionsketten
  • UN rechnen mit Emissionsrückgang von sechs Prozent
23.4.2020 • 00:43 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Sobald es neue Informationen zum Treffen des Koalitionsausschusses in Berlin gibt, erfahren Sie dies natürlich hier auf tagesschau.de.

22.4.2020 • 22:54 Uhr

Türkei: Ausbreitung des Virus unter Kontrolle

Trotz Tausender neu gemeldeter Corona-Fälle wähnt die türkische Regierung die Pandemie im eigenen Land unter Kontrolle.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilte mit, dass mit knapp 3100 neuen Fällen so wenige neue Ansteckungen binnen 24 Stunden gemeldet worden seien wie seit Anfang April nicht. Noch am Vortag seien rund 4600 neue Infektionen registriert worden.

"Die Daten zeigen, dass der Ausbruch unter Kontrolle ist", sagte Koca. Die Gesamtzahl der Ansteckungen liege bei mehr als 98.600, die der Toten bei 2376.

22.4.2020 • 22:44 Uhr

UN-Sicherheitsrat strebt Corona-Resolution an

Der UN-Sicherheitsrat hat die Arbeit an einem von Tunesien und Frankreich gemeinsam verfassten Resolutionsentwurf zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgenommen.

Beide Länder fordern einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge unter anderem eine verstärkte Koordination zwischen Staaten und die "Einstellung der Feindseligkeiten in allen Ländern".

Nun sollen die 15 Mitglieder des UN-Gremiums den Entwurf diskutieren. Ein Ergebnis wird aber Diplomaten zufolge erst in der kommenden Woche erwartet.

22.4.2020 • 22:31 Uhr

Dänemark gewährt Einreise von Familienangehörigen

Seit dem 14. März hat Dänemark seine Grenzen für Einreisende nahezu komplett abgeriegelt. Nun hat die Regierung des Landes beschlossen, dass Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder und Eltern von Dänen wieder einreisen dürfen, auch wenn sie keine Aufenthaltsberechtigung haben. "Menschen mit Symptomen werden jedoch weiterhin an der Grenze zurückgewiesen", betonte Außen- und Integrationsminister Mattias Tesfaye.

22.4.2020 • 22:16 Uhr

Verhandlungen in Berlin haken

In der Debatte um ein Plus beim Kurzarbeitergeld und eine Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie-Betriebe stoßen Union und SPD offenbar auf Differenzen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete, gerieten die Verhandlungen zwischen beiden Koalitionspartnern am Abend ins Stocken und drohen sich hinzuziehen.

Im Kernpunkt steht eine mögliche Anhebung des Kurzarbeitergeldes und die generelle Absenkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen und das Hotelgewerbe auf sieben Prozent.

Derzeit zahlt die Bundesagentur für Arbeit beim Kurzarbeitergeld einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens: Bei kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent. Im Gespräch sind befristete Erhöhungen auf bis zu 80 beziehungsweise 87 Prozent.

22.4.2020 • 21:33 Uhr

Bouffier für Geisterspiele

Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier (CDU), ist von einer Wiederaufnahme der Spiele in der Fußball-Bundesliga überzeugt. "Ich halte es grundsätzlich für vertretbar. Entscheiden tun nur die Länder, die sind zuständig. Klug ist es, beieinander zu bleiben, die Beurteilung durch Bundesgesundheitsministerium und das RKI wird eine Rolle spielen", sagte er dem "F.A.Z.-Podcast für Deutschland".

"Mein Eindruck ist, dass die meisten Ministerpräsidenten mitziehen", sagte Bouffier weiter. Zuvor hatten auch die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), eine Aufnahme von Geisterspielen im Mai in Aussicht gestellt.

22.4.2020 • 21:20 Uhr

Die Entwicklungen des Tages im Überblick

Die Maskenpflicht kommt, die Wirtschaft steht nach wie vor unter immensen Belastungen. Das ARD extra zur Corona-Krise fasst die Schwerpunkte der aktuellen Debatten zusammen.

22.4.2020 • 21:15 Uhr

Notstand in Spanien erneut verlängert

Das spanische Parlament hat der von Regierungschef Pedro Sánchez vorgeschlagenen dritten Verlängerung des Notstandes wegen der Corona-Krise zugestimmt. Er gilt nun bis zum 9. Mai.

Allerdings stellte Sánchez auch schrittweise Lockerungen der strikten Auflagen ab Mitte Mai in Aussicht. Bereits ab Sonntag sollen Kinder erstmals seit mehr als sechs Wochen wieder das Haus verlassen dürfen. Zudem erhielt Gesundheitsminister Salvador Illa weitreichende Vollmachten, um flexibler auf die Entwicklung der Pandemie in den verschiedenen Regionen des Landes reagieren zu können.

22.4.2020 • 21:05 Uhr

Maas: Lockerung der Reisebeschränkungen nicht in Sicht

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht derzeit "keinen einzigen Hinweis", dass die aktuell geltende weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in absehbarer Zeit wieder aufgehoben werden könnte. Der Flugverkehr liege am Boden, die Grenzen seien dicht, in vielen Ländern würden Ausgangssperren gelten, führte der SPD-Politiker im ARD extra-Interview auf. "Solange das so bleibt, muss man davon ausgehen, dass die Reisewarnung aufrecht erhalten werden muss."

Derzeit werde sich jeder fragen, wann er in den Urlaub fahren kann, wohin - "und ob sich das überhaupt wie Urlaub anfühlt", betonte Maas und verwies auf geschlossene Restaurants und gesperrte Strände. "Einen normalen Urlaub, wie wir ihn kennen, wird es in diesem Jahr nicht geben - weder in Europa, noch in einer anderen Region auf der Welt."

Die Bundesregierung habe gerade erst Tausende Deutsche aus Urlaubsgebieten zurückgeholt. Eine solche Rückholaktion werde es nicht mehr geben. Die Leute müssten sicher aus dem Urlaub zurückkommen können und dafür brauche es den internationalen Flugverkehr. Der sei derzeit nicht gewährleistet.

22.4.2020 • 20:43 Uhr

Habeck befürwortet notfalls auch Impfpflicht

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, hat im Interview mit dem "Spiegel" eine Impfpflicht zum Schutz gegen das Coronavirus nicht ausgeschlossen. Es sei zwar immer besser, wenn die Menschen sich freiwillig impfen ließen. "Doch sollte das unter der Erwartung bleiben, müsste man eine Impfpflicht an dieser Stelle durchsetzen", sagte er.

Diese Position ist für Habeck heikel. Teile der grünen Parteibasis lehnen eine Impfpflicht entschieden ab.

22.4.2020 • 20:38 Uhr

Bulgarien erhebt Exportverbot für medizinische Ausstattung in Drittländer

Die bulgarische Regierung hat einen Exportstopp für Desinfektionsmittel und Schutzkleidung in Drittstaaten verhängt. Dazu zählen unter anderem auch medizinische und chirurgische Einwegmasken, Einmalhandschuhe und Schutzoveralls.

Zudem werden die staatlichen Lieferanten von Medikamenten, medizinischen Erzeugnissen und Schutzausrüstung von Zollabgaben und der Mehrwertsteuer befreit.

22.4.2020 • 20:21 Uhr

Lage in französischen Krankenhäusern entspannt sich

Die Zahl der Patienten, die in Frankreichs Kliniken wegen einer Corona-Erkrankung auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist weiter rückläufig. Das sagte der französische Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon. Demnach lägen derzeit 5218 Intensivpatienten auf den Stationen und damit rund 2000 weniger als noch vor zwei Wochen.

Trotzdem nehmen die Todesfälle offiziellen Angaben zufolge weiter zu: In Frankreich kamen bislang mehr als 21.300 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 ums Leben - davon mehr als 13.200 in Krankenhäusern und knapp 8100 in Altersheimen. Innerhalb von 24 Stunden sind in beiden Einrichtungen insgesamt 544 neue Todesfälle gemeldet worden.

22.4.2020 • 20:14 Uhr

Ostukraine meldet erste Todesfälle

In der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ostukraine gibt es die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Behörden von Donezk teilten mit, dass heute ein 60-Jähriger gestorben sei, der bereits im kritischen Gesundheitszustand in ein Krankenhaus eingeliefert worden sei.

Auch in der benachbarten Luhansker Region starb demnach ein 74 Jahre alter Mann, der positiv auf das Virus getestet worden war.

Es sind die ersten offiziell gemeldeten Corona-Toten. Die Behörden in der Ostukraine sprechen bislang von mehr als 100 gemeldeten Infektionen. Internationale Hilfsorganisationen befürchten durch die Corona-Krise eine humanitäre Katastrophe in dem Konfliktgebiet.

22.4.2020 • 20:08 Uhr

Baerbock wirbt für Solidarität

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Barbock, hat vor dem morgigen EU-Gipfel zur Corona-Krise für mehr Zusammenhalt zwischen den EU-Staaten geworben.

22.4.2020 • 20:00 Uhr

Lockerungen in weiteren Ländern

In Litauen dürfen ab morgen wieder Geschäfte öffnen, anschließend sollen weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen folgen. So dürfen Freiluft-Restaurants, Museen und Friseure ab kommenden Montag öffnen. Es dürfen sich aber nur eine bestimmte Anzahl an Kunden oder Besuchern zeitgleich in den Betrieben oder Einrichtungen aufhalten.

Kitas, Schulen und Universitäten bleiben weiterhin geschlossen, ebenso bleibt das Verbot großer Veranstaltungen in Kraft. Landesweit gilt zudem die Pflicht, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen.

Auch Estland erwägt den schrittweisen Ausstieg aus den Beschränkungen. Dafür entwickelte der Corona-Krisenstab des Landes eine Strategie, die sich etwa an den gemeldeten Fallzahlen oder der wirtschaftlichen Belastung orientiert. Dem Plan muss die Regierung noch zustimmen. Er sieht vor, dass als erstes Museen wieder öffnen und außerschulische Bildungsaktivitäten sowie Sport im Freien wieder erlaubt sind.

Als zweiten Schritt sieht der Krisenstab vor, dass Geschäfte wieder öffnen können, aber unter Auflagen. Ab Mitte Mai sollen auch Schulen ihren Betrieb eingeschränkt wieder aufnehmen können.

22.4.2020 • 19:49 Uhr

Kanzlerin Merkel will sich im Bundestag äußern

In der morgigen Sitzung des Bundestages (ab 9 Uhr) will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Regierungserklärung ihre Politik zur Bewältigung der Corona-Krise erläutern. Anschließend folgt die Debatte zwischen den Abgeordneten, bei der vor allem mögliche und bereits zugelassene Lockerungen das zentrale Thema sein dürften.

22.4.2020 • 19:46 Uhr

Rettung für die Volksfeste?

Volksfeste und Abstand halten - das passt aus Sicht der Politik nicht zusammen. Darum werden sie reihenweise abgesagt, zuletzt auch das Oktoberfest in München. In den Niederlanden versuchen Schausteller per Testversuch, eine Rettung für die Kirmes zu finden.

22.4.2020 • 19:38 Uhr

UN: Emissionen könnten durch Corona um sechs Prozent zurückgehen

Die Corona-Pandemie hat laut den Vereinten Nationen nur einen vorübergehenden Einfluss auf den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. 2020 könnten die Emissionen von Kohlenstoffdioxid um rund sechs Prozent fallen, erklärte der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Petteri Taalas. Der Rückgang sei mit dem Stillstand vieler Wirtschaftszweige und dem stark geschrumpften Verkehr zu erklären.

"Wir müssen gegen den Klimawandel die gleiche Entschlossenheit und den gleichen Zusammenhalt zeigen wie gegen Covid-19", forderte Taalas. Die Staaten dürften nicht nur kurzfristig handeln, sondern mit Blick auf "viele kommende Generationen". Nach früheren Wirtschaftkrisen sei es häufig zu einem starken Anstieg der Emissionen gekommen.

22.4.2020 • 19:29 Uhr

DER Touristik sagt Reisen bis 15. Mai ab

In Deutschland gilt eine weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 3. Mai. Dass die danach aufgehoben wird, erwartet offenbar der Reiseverstalter DER Touristik nicht. Das Unternehmen strich "vorsorglich" alle Reisen mit Reisezeitraum bis einschließlich 15. Mai 2020 - und verlängert damit die derzeit geltende Praxis.

Kunden mit Reisebuchungen für den Zeitraum vom 16. Mai bis zum 30. Juni hätten die Möglichkeit zur kostenlosen Stornierung gegen Erhalt eines entsprechenden Gutscheins inklusive eines Preisnachlasses für die nächste Reisebuchung, hieß es weiter. Zu DER Touristik Deutschland zählen die Veranstalter Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen.

22.4.2020 • 19:24 Uhr

Hollywood-Star Charlize Theron spendet für #TogetherForHer

Durch die Ausgangsbeschränkungen sind viele Menschen in der Corona-Krise häufiger zuhause als sonst. Das führt zu mehr häuslicher Gewalt, wie Familienministerin Giffey jüngst bestätigte. Die Kampagne #TogetherForHer sammelt Spenden zur Unterstützung von Frauen, die unter Gewalt in den eigenen vier Wänden leiden. Hollywood-Schauspielerin Charlize Theron beteiligt sich mit einer Million US-Dollar an der Aktion:

22.4.2020 • 19:14 Uhr

Spahn offen für Fußball-Geisterspiele

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Fußballfans Hoffnung auf einen baldigen Neustart der Bundesliga gemacht - mit Geisterspielen. "Wenn das gelingen kann bei minimiertem und so gut wie möglich ausgeschlossenem Infektionsrisiko, dann kann das sicherlich gehen", sagte der CDU-Politiker. Dies sei nun zu bewerten.

Er verwies darauf, dass es für Millionen Fans in Deutschland wichtig und auch ein Stück Normalität wäre, wenn man am Fernsehen Spiele miteinander zu Hause in der Familie verfolgen könnte - allerdings nicht in größeren Gruppen. Dies könne für Fußball gelten, aber auch für andere Sportarten.

22.4.2020 • 19:10 Uhr

Pompeo fordert Aufklärung von China

US-Außenminister Mike Pompeo wirft China vor, Virusproben nicht mit der Welt zu teilen. Die USA riefen die Volksrepublik weiter zu Transparenz auf, sagte er. China habe beim Ausbruch des Coronavirus einen Monat lang nicht von der Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch berichtet.

22.4.2020 • 19:07 Uhr

WHO: Absteigender Trend in Westeuropa

Westeuropa könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Coronavirus-Ausbreitung über den Berg sein. "Bei den Epidemien in Westeuropa sehen wir Stabilität oder einen absteigenden Trend", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesuseine. Allerdings sei Vorsicht geboten. Eine Epidemie könne schnell wieder stärker werden.

Die Lage in Osteuropa, in Afrika, Zentral- und Südamerika schätzt die WHO als "besorgniserregend" ein. "Die meisten Länder sind bei der Epidemie weiterhin im frühen Stadium."

Der WHO-Chef stellte klar: "Das Virus wird uns noch eine lange Zeit beschäftigen."

22.4.2020 • 18:43 Uhr

"Palacio De Hielo" wird wieder zur Eishalle

In kleinen Schritten versucht auch Spanien, in die Normalität zurückzukehren. In Madrid war die Eishalle "Palacio De Hielo" fast einen Monat lang genutzt worden, um die Leichen von Corona-Todesopfern gekühlt aufzubahren.

Nun wird die Eishalle wieder zur richtigen Eishalle. Die Todeszahlen seien inzwischen soweit zurückgegangen, dass die 1800 Quadratmeter große Eisfläche nicht mehr für diesen Zweck benötigt werde, sagte die Regierungschefin der Autonomen Region Madrid, Isabel Dìaz Ayuso.

Vor der Eishalle "Palacio De Hielo" in Madrid findet im April 2020 eine Schweigeminute für die Todesopfer der Corona-Pandemie statt. | dpa

Mit einer Schweigeminute wurde heute vor der Eishalle der bislang mehr als 21.700 Corona-Toten in Spanien gedacht. Bild: dpa

22.4.2020 • 18:32 Uhr

Hamburger Gericht gegen weitere Schließung größerer Geschäfte

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat einem Eilantrag eines Sportgeschäftbetreibers stattgegeben und sich damit gegen die Regelung ausgesprochen, dass Läden mit einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern weiterhin geschlossen bleiben müssen.

Diese Regelung verstößt aus Sicht des Gerichts gegen das Recht auf Berufsfreiheit. Zudem führten die Richter an, der Schutz vor weiteren Ansteckungen sei in großen Geschäften "ebenso gut wie oder sogar besser als in kleineren Einrichtungen" zu gewährleisten.

Der Hamburger Senat hat gegen die Entscheidung bereits Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eingelegt.

22.4.2020 • 18:25 Uhr

New York: Niedrigster Anstieg der Todeszahlen seit Anfang April

Im US-Bundesstaat New York wurden in den vergangenen 24 Stunden 474 neue Corona-Todesopfer gemeldet. Das sei die niedrigste Zahl seit dem 1. April, sagte der Gouverneur des Bundesstaats, Andrew Cuomo.

Die Zahl der wegen einer Corona-Ansteckung in Krankenhäusern stationierten Patienten sei seit dem Vortag um knapp 50 auf weniger als 16.000 Fälle gesunken.

22.4.2020 • 18:21 Uhr

Keine Corona-Staatshilfen für Steuersünder

Dänemark und Polen wollen Firmen mit Sitz in Steueroasen keine Corona-Staatshilfen auszahlen. Ein Vorbild auch für Deutschland?

22.4.2020 • 18:17 Uhr

Nibelungen-Festspiele und Ruhrtriennale gestrichen

Zwei weitere Höhepunkte in der Kulturwelt fallen in diesem Jahr aus: Die Veranstalter der Nibelungen-Festspiele kündigten an, dass die diesjährige Inszenierung vor dem Wormser Kaiserdom ausfallen und in das jahr 2022 verschoben werden müsse. Die für das kommende Jahr geplanten Festspiele zum Luther-Jubiläum sollen jedoch stattfinden.

Auch die Ruhrtriennale in Nordrhein-Westfalen fällt in diesem Jahr aus. Das Musiktheater- und Kunstfestival sollte eigentlich vom 14. bis zum 20. September stattfinden.

22.4.2020 • 18:11 Uhr

Podcast mit Virologen Drosten für Grimme Online Award nominiert

Der NDR-Podcast, in dem der Virologe Christian Drosten über die Corona-Pandemie informiert, ist für den Grimme Online Award in der Kategorie "Information" nominiert worden.

Der Podcast gebe dem Wissenschaftler viel Raum, um über die aktuelle wissenschaftliche Lage und die Forschung zu sprechen - und, um sich aufgrund neuer Entwicklungen auch mal zu korrigieren, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Der Grimme Online Award gilt als wichtigste deutsche Auszeichnung für herausragende Online-Publizistik und wird seit 2001 verliehen. Am 25. Juni soll bekanntgegeben werden, wer sie gewinnt.

22.4.2020 • 18:07 Uhr

Italien: Mehr als 25.000 Corona-Tote

Binnen 24 Stunden ist die Zahl der Todesopfer in Italien Behördenangaben zufolge um 437 auf 25.085 angestiegen. Landesweit seien derzeit 187.327 Corona-Fälle bekannt - ein Plus gegenüber dem Vortag um 3370 gemeldete Infektionen.

In den vergangenen zwei Wochen hatte sich die Infektionskurve insgesamt deutlich abgeflacht. Aus den Krankenhäusern im stark betroffenen Norden kamen positive Signale der Entlastung.

22.4.2020 • 18:03 Uhr

Vorerst keine Gottesdienste in Hamburg und Sachsen-Anhalt

Während Thüringen bereits ab morgen Gottesdienste in kleinem Rahmen zulassen will, warten andere Bundesländer ab.

Im Erzbistum Hamburg bleiben öffentliche Gottesdienste wegen der Corona-Pandemie vorerst weiter ausgesetzt. Generalvikar Ansgar Thim erklärte, dass seiner Einschätzung nach frühestens ab dem 10. Mai Gottesdienste stattfinden könnten, "sofern die Vorgaben der Gesundheitsämter und Behörden eingehalten werden".

Auch Sachsen-Anhalt will vorerst die Gespräche auf Bundesebene abwarten, deren Ergebnisse ab dem 4. Mai in Kraft treten könnten, teilte Regierungssprecher Matthias Schuppe mit.

22.4.2020 • 17:56 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut zu klinischer Impfstoff-Studie

Erstmals wird in Deutschland ein möglicher Corona-Impfstoff in einer klinischen Studie getestet. Der Präsident des Paul-Ehrlich-Institutes, Klaus Cichutek, zu den Details des Tests und den damit verbundenen Anforderungen.

22.4.2020 • 17:51 Uhr

Nächster Streit unter EU-Staaten zeichnet sich ab

Vor dem morgen beginnenden EU-Gipfel über finanzielle Hilfen zur Entlastung der Wirtschaft in der Corona-Krise deutet sich bereits an, dass erneut eine schwierige Debatte zwischen den Mitgliedsstaaten anstehen könnte.

Nach Berichten der Nachrichtenagentur dpa zweifeln Mitglieder der französischen Regierung, dass es eine schnelle Einigung über den sogenannten Wiederaufbaufonds geben wird. Auf einen solchen hatten sich die EU-Länder bereits verständigt, allerdings stehen noch keine Details fest.

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte bereits betont, in den Fonds müssten mindestens 1000 Milliarden Euro fließen.

Bundesaußenminister Maas und Europa-Staatsminister Michael Roth signalisierten der EU, Deutschland sei bereit, mehr Geld für die Bekämpfung der Krise zur Verfügung zu stellen. Konkrete Zahlen nannten beide aber nicht.

22.4.2020 • 17:38 Uhr

Online-Festival am Wochenende

Das Musiklabel Warner Music veranstaltet gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Online-Festival mit Ausschnitten früherer Konzerte von Stars wie Coldplay, Ed Sheeran oder Bruno Mars.

Das "Play On Fest" mit Auftritten von mehr als 65 Musikern und Bands soll vom 24. bis zum 26. April im Internet zu sehen sein. Alle Einnahmen - etwa über Spenden oder den Kauf von Merchandise-Artikeln - sollen der WHO im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu Gute kommen.

22.4.2020 • 17:31 Uhr

Italien: Migranten als Erntehelfer?

In der Erntesaison mangelt es auch in Italien an den nötigen Hilfskräften. Laut dem Agrarverband Coldiretti fehlen den Landwirten bis zu 200.000 Saisonarbeiter.

Darum erwägt die italienische Regierung nun, illegale Migranten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen, damit sie offiziell auf den Feldern helfen dürfen, wie Innenministerin Luciana Lamorgese mitteilte.

22.4.2020 • 17:21 Uhr

Magdeburger Zoo öffnet seine Pforten

Der Zoo in Magdeburg will ab morgen wieder für Besucher öffnen - allerdings mit Einschränkungen. Maximal 1000 Gäste dürften sich zeitgleich auf den Gelände aufhalten, kündigte Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke an. Auch Fütterungen vor Publikum oder Führungen bleiben vorerst gestrichen. Der Zoo hatte wegen der Corona-Pandemie fünf Wochen schließen müssen.

Das Eingangsschild vom Magdeburger Zoo | dpa

Nach fünf Wochen andauernder Schließung will der Zoo in Magdeburg wieder für Besucher öffnen. Bild: dpa

22.4.2020 • 17:15 Uhr

Maas unterstützt Hilfe für EU-Nachbarländer

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich dafür ausgesprochen die "schwächeren Gesundheitssysteme" in Nachbarländern der EU zu unterstützen. Das liege "im ureigensten Interesse" Deutschlands, da Probleme "direkt vor unserer Haustür" auch die Bekämpfung der Pandemie in Deutschland erschwere.

Die EU-Kommission hatte zuvor vorgeschlagen, zehn Nicht-EU-Staaten mit insgesamt drei Milliarden Euro im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zu unterstützen.

22.4.2020 • 17:02 Uhr

Virologe Drosten: "Bisherige Erfolge könnten verspielt werden"

Mit den Lockerungen der Einschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus läuft Deutschland aus Sicht des Virologen Christian Drosten Gefahr, bereits erreichte Erfolge zur Eindämmungen der Pandemie wieder zu verspielen.

Im NDR-Podcast kritisierte Drosten, dass nun teilweise komplette Shoppingcenter wieder geöffnet seien, weil die einzelnen Geschäfte eine Fläche bis zu 800 Quadratmeter besitzen würden. Der Virologe warnte vor neuen Infektionsketten und dass bereits im Mai oder Juni eine Situation drohe, "die wir nicht mehr kontrollieren können". Und das, obwohl Deutschland im internationalen Vergleich bisher zu den Ländern gehört, die die Pandemie am erfolgreichsten bekämpft hätten.

22.4.2020 • 16:34 Uhr

Bericht: Doppelt so viele Corona-Tote in Großbritannien?

Die Zeitung "Financial Times" geht auf der Grundlage eigener Schätzungen davon aus, dass in Großbritannien bisher etwa doppelt so viele Menschen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ums Leben gekommen sein könnten als von offiziellen Behörden angegeben.

Dem britischen Gesundheitsministerium zufolge starben durch die Pandemie bisher 18.100 Menschen. Die "Financial Times" spricht nun von bis zu 41.000 Todesopfern.

Die Schätzung begründet sich auf Zahlen des britischen Statistikamtes zur sogenannten Übersterblichkeit. Anfang des Monats starben demnach innerhalb einer Woche im gesamten Land rund 8000 Menschen mehr als im Durchschnitt der vorherigen Jahre. Das Statistikamt geht davon aus, dass diese Todesfälle der Pandemie zuzurechnen sind, beispielsweise durch nicht entdeckte Infektionen.

Das Statistikamt hat diese über dem Durchschnitt liegenden Todeszahlen hochgerechnet und dadurch die mögliche Zahl an Todesopfern von rund 41.000 erreicht.

22.4.2020 • 16:21 Uhr

Fluggesellschaften blicken pessimistisch auf laufendes Quartal

Nachdem die Passagierzahlen auf deutschen Flughäfen bereits im ersten Jahresquartal auf nur noch rund fünf Prozent des Vorjahresniveaus gesunken waren, rechnet der Flughafenverband ADV im laufenden Quartal mit dem Tiefpunkt des Reiseverkehrs. Allein in der vergangenen Woche sei die Zahl der Fluggäste im Vergleich zu 2019 noch weiter - auf nun nur noch 1,2 Prozent - zurückgegangen.

22.4.2020 • 16:11 Uhr

New York - von der Krise überrollt

Zuerst hatte New York das Corona-Virus unterschätzt, dann brachte die Krise das Gesundheitssystem des US-Bundesstaates zum Kollabieren. Peter Mücke wirft einen Blick zurück auf den verheerenden Verlauf der Pandemie.

22.4.2020 • 16:04 Uhr

Mehr als 18.000 Todesopfer in Großbritannien

Angaben des britischen Gesundheitsministeriums zufolge sind in den vergangenen 24 Stunden landesweit 763 Menschen infolge einer Corona-Erkrankung gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 18.100 an.

22.4.2020 • 15:59 Uhr

EU debattiert über Lockerungen im Flugverkehr

Die EU-Kommission will im Mai Vorschläge für eine Öffnung des Flugverkehrs präsentieren. Dazu sollen Abstandsregeln für Passagiere gehören, sagt EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Diskutiert würden ferner Schutzmasken- und Desinfektionsvorgaben.

22.4.2020 • 15:55 Uhr

VW fährt Produktion schrittweise hoch

Der Autobauer VW will die Produktion von Autos in Deutschland wieder aufnehmen. Bereits morgen sollen im Werk im sächsischen Zwickau wieder Autos gefertigt werden, kündigte das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes an.

Ebenso soll die erste von insgesamt sieben Schichten im Motorenwerk Chemnitz wieder mit der Arbeit starten. Der Konzern hat strenge Hygiene- und Abstandsregeln für die Belegschaft angekündigt.

22.4.2020 • 15:48 Uhr

Müller fordert Finanzplus

Angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Krise spricht sich Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) dafür aus, die Mittel für sein eigenes Ministerium im Zuge eines Nachtragshaushalts um drei Milliarden Euro aufzustocken. Das berichteten die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung".

Müller begründete seinen Vorstoß unter anderem damit, dass die Pandemiebekämpfung in Entwicklungs- und Schwellenländern ein stärkeres Engagement erfordere, Flüchtlings- und Krisenregionen müssten stabilisiert und Unternehmen in Schlüsselsektoren wie Textil und Tourismus abgesichert werden.

22.4.2020 • 15:43 Uhr

Vatikan plant ab Mai Lockerungen

Der Vatikan will ab Mai schrittweise zum normalen Betrieb zurückkehren. Das kündigte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin nach Beratungen mit Leitern der Kurienabteilungen und Einrichtungen des Heiligen Stuhls in einem schriftlichen Statement an.

Wegen der Corona-Pandemie hatte auch der Vatikan Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen erlassen und teilweise Heimarbeit eingeführt.

22.4.2020 • 15:40 Uhr

Tipps rund um die Schutzmaske

Waschen, bügeln oder gar in die Mikrowelle legen? Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt Tipps, wie man die eigene Schutzmaske richtig reinigt.

22.4.2020 • 15:30 Uhr

Überblick über Masken-Regelungen der Länder

Mit Bremen hat auch das letzte deutsche Bundesland angekündigt, eine Maskenpflicht einführen zu wollen. Doch die Regelungen unterscheiden sich von Land zu Land. Ab wann wo ein Schutz getragen werden muss - ein Überblick:

22.4.2020 • 15:22 Uhr

UN: Kein Ersatz für nachhaltigen Klimaschutz

Die Corona-Pandemie hat laut den Vereinten Nationen nur einen vorübergehenden Einfluss auf den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Im laufenden Jahr könnten die Emissionen von Kohlenstoffdioxid um rund sechs Prozent fallen, erklärte der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Petteri Taalas. Das sei aber kein Ersatz für einen nachhaltigen Klimaschutz. Zudem könnte nach dem Ende der Pandemie ein starker Schub an Treibhausgasen kommen, wenn dann die Weltwirtschaft wieder stark hochgefahren werde. Kurzfristige Schwankungen in der Verschmutzung mit Treibhausgasen hätten kaum einen Einfluss auf das Klima.

22.4.2020 • 15:14 Uhr

Schwesig für einheitliche Maskenregelungen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich für ein deutschlandweit gemeinsames Vorgehen bei der Maskenpflicht ausgesprochen. "Es wäre gut, wenn wir die Maskenpflicht in allen Bundesländern einheitlich regeln", sagte die SPD-Politikerin der "Bild". Sie verstehe die Skepsis im Kanzleramt nicht. "Der Mundschutz ist eine kleine Einschränkung für mehr Freiheit."

22.4.2020 • 15:11 Uhr

UKE befürchtet zweite Infektionswelle im Herbst

Der Vorstandschef des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) in Hamburg, Burkhard Göke, befürchtet eine zweite Corona-Infektionswelle im Herbst dieses Jahres. Sie könnte nach den Sommermonaten, "wenn die Erkältungsjahreszeit kommt", ausbrechen, sagte er. "Wir machen uns sehr große Sorgen zur Logistik der Diagnostik." Ihn sorge auch, dass im Herbst die Influenza-Welle losgehe. Die Vorstellung, dass sich eine - durchaus belastende - Influenza-A-Infektion dann paare mit einer Covid-19-Infektion, bereite ihm Kopfzerbrechen.

22.4.2020 • 15:07 Uhr

DIW-Chef für baldige Hilfen für erwerbstätige Eltern

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, fordert, erwerbstätige Eltern in der Krise zu entlasten. Eltern sollten ihre Arbeitszeit verringern können und dafür einen finanziellen Ausgleich erhalten - nach dem Vorbild der Elternzeit-Regelung, sagte er dem rbb. Auf diese Weise ließen sich Arbeit und Kindererziehung besser unter einen Hut bringen, so lange Schulen und Kitas geschlossen seien. Fratzscher sagte, es gehe um über vier Millionen Familien mit kleinen Kindern. Er sei zuversichtlich, dass es hier vom Staat bald Hilfe geben werde.

22.4.2020 • 15:04 Uhr

Finanzhilfen für Moscheen gefordert

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat Finanzhilfen des Staates für während der Krise in Not geratene Moscheen gefordert. "Viele Moscheen stehen vor dem Bankrott, weil sie von der Kollekte zum Freitagsgebet gelebt haben. Sie können bald ihre Mieten, die Kreditraten der Immobilien oder ihr Personal nicht mehr bezahlen", sagte er dem "Spiegel". Wegen des eingeschränkten Ramadans würde sich die Lage noch verschärfen.

22.4.2020 • 14:57 Uhr

Maskenpflicht stellt Gehörlose vor Probleme

Die Maskenpflicht stellt aus Sicht von Fachleuten hörgeschädigte und taube Menschen vor große Probleme. "Um Gebärdensprache gut verstehen zu können, benötigen wir die Sicht auf das Gesicht", sagte die Sprecherin des Gehörlosenverbandes Niedersachsen, Sandra Gogol. Eine entspannte Kommunikation gelinge für Gehörlose nur mit einem Blick etwa auf den Mund. Gogol zufolge solle die Politik verstärkt auf Masken mit Sichtfenstern setzen.    

22.4.2020 • 14:53 Uhr

NRW erlaubt großen Kaufhäusern unter Auflagen Öffnung

Nordrhein-Westfalen erlaubt auch großen Kaufhäusern ab Montag unter Auflagen die Öffnung. Die Verkaufsfläche müsse auf 800 Quadratmeter begrenzt werden, sagt Agrarminister Andreas Pinkwart. Damit könnten beispielsweise Galeria Karstadt Kaufhof, Media Markt Saturn oder Peek & Cloppenburg wieder ihre Türen öffnen. Möbelhäuser dürfen in NRW ohne Flächenbegrenzung öffnen.

22.4.2020 • 14:51 Uhr

Erste Corona-Todesfälle in USA früher als bislang bekannt

In den USA ist es offenbar bereits früher zu ersten Todesopfern im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gekommen als bislang bekannt. Die Gesundheitsbehörden des Bezirks Santa Clara teilten mit, Gerichtsmediziner hätten bei zwei Toten Autopsien ausgeführt, die am 6. und 17. Februar gestorben seien. Die US-Gesundheitsbehörde CDC habe nun bestätigt, dass in Gewebeproben das Sars-CoV-2-Virus festgestellt worden sei. Die US-Behörden hatten am 29. Februar im Bundesstaat Washington das erste Todesopfer infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

22.4.2020 • 14:48 Uhr

Thüringen: Versammlungen und Gottesdienste ab Donnerstag möglich

In Thüringen sind schneller als geplant wieder Versammlungen und Gottesdienste möglich. Bereits ab Donnerstag (23. April) dürfen sie demnach wieder mit bis zu 30 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmern unter freiem Himmel abgehalten werden, wie die Staatskanzlei in Erfurt mitteilte.

Ursprünglich sollten die Lockerungen erst ab dem 3. Mai gelten. Zur Begründung für diesen Schritt wurde auf die jüngste Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts erwiesen. So hatten die Karlsruher Richter dem Eilantrag eines Klägers gegen das Verbot einer Demonstration in Stuttgart stattgegeben.

22.4.2020 • 14:33 Uhr

Koordinierungsrat der Muslime gegen schnelle Öffnung von Moscheen

Der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) will trotz des beginnenden Fastenmonats Ramadan die Moscheen mindestens bis Ende April geschlossen halten. Eine Neubewertung solle es nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern am 30. April geben, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ob und in welchem Umfang es danach Gottesdienste gibt, ist aus heutiger Zeit nicht abzuschätzen", heiße es in einem Beschluss des Rats.

22.4.2020 • 14:24 Uhr

Steinmeier mahnt erneut zu Solidarität

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat erneut zu gegenseitiger Hilfe und Unterstützung aufgerufen. "Die Solidarität, die wir jetzt erleben, brauchen wir nicht nur während der Krise, wir brauchen sie in Zukunft umso mehr", sagte er in einer Videobotschaft. "Wir brauchen die Solidarität auch, wenn es um die Bewältigung der Folgen von Corona geht."

Die Krise treffe die Gesellschaft hart, und sie werde noch eine ganze Weile dauern, fügte Steinmeier hinzu. Es sei jetzt weder die Situation, um die Lage schönzureden, noch sei es Zeit für schwärzeste Katastrophenszenarien. Wörtlich sagte der Bundespräsident: "Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben." Aber "so wie wir das Virus besiegen werden, so werden wir uns gemeinsam mit Fleiß und Klugheit auch aus dem wirtschaftlichen Tal gemeinsam wieder herausarbeiten".

22.4.2020 • 14:18 Uhr

Auch Bremen will Maskenpflicht einführen

Auch in Bremen soll nach Informationen von Radio Bremen voraussichtlich ab Montag eine Maskenpflicht gelten. Das bestätigte der Sprecher des Senats, Christian Dohle, dem Sender. Der Senat werde das am Freitag beschließen. Die Maskenpflicht soll für den Nahverkehr und Geschäfte gelten.

Damit kommt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bald in allen Bundesländern.

22.4.2020 • 13:58 Uhr

Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz und Saarland

Nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen führen nun auch Rheinland-Pfalz und das Saarland die Maskenpflicht zum Schutz vor einer Übertragung des Coronavirus ein. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss in den Bundesländern vom kommenden Montag an beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden, wie die Landesregierungen mitteilten. Erlaubt sind sogenannte Alltagsmasken oder auch ein Schal oder Tuch.

22.4.2020 • 13:49 Uhr

Scheuer empfiehlt Schutzmasken in Bahnen und Nahverkehr

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) empfiehlt für die Deutsche Bahn und den öffentlichen Nahverkehr das Tragen von Schutzmasken. Es könnten aber auch "Volksmasken" eingesetzt werden, es müssten keine Profi-Masken sein, sagt der CSU-Politiker im Bundestag.

22.4.2020 • 13:49 Uhr

Spahn will Corona-Tests ausweiten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Testkapazitäten in Deutschland weiter ausbauen. Derzeit könnten 350.000 bis 400.000 Tests pro Woche durchführen, berichtete er im Bundestag. Doch die Kapazitäten seien nicht voll ausgeschöpft worden. Spahn sagte, man hätte mehr Tests durchführen können.

22.4.2020 • 13:16 Uhr

Spahn bezeichnet klinische Tests als "gutes Signal"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Genehmigung einer ersten klinischen Prüfung mit einem möglichen Covid-19-Impfstoff in Deutschland als "gutes Signal" bezeichnet. Wirkungen und Nebenwirkungen müssten allerdings noch getestet werden. Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte zuvor dem in Mainz ansässigen Biotechnologieunternehmen BioNTech erlaubt, vier Varianten eines vom ihm entwickelten Impfstoffkandidaten in einer ersten klinischen Prüfung an 200 Freiwilligen zu testen. Es geht dabei zunächst um generelle Erkenntnisse, etwa zu Nebenwirkungen.

22.4.2020 • 12:55 Uhr

Bundeskabinett beschließt neue Pflegemindestlöhne

Das Bundeskabinett hat die neuen Mindestlöhne für die Altenpflege beschlossen, die von Juli an gezahlt werden sollen. Sie waren bereits Ende Januar von der 4. Pflegekommission beschlossen worden und sehen erstmals unterschiedliche Mindeststundenlöhne für Hilfskräfte, Pflegehilfskräfte mit Ausbildung und Pflegefachkräfte vor sowie eine stufenweise Anhebung und Angleichung von West- und Ostlöhnen. Außerdem sollen die Pflegekräfte zusätzlich zum gesetzlichen Urlaub in diesem Jahr fünf Tage mehr bezahlten Urlaub erhalten und in den kommenden beiden Jahren sechs Tage mehr.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärten dazu, viele zigtausende Pflegekräfte - gerade in den östlichen Bundesländern - würden künftig deutlich besser bezahlt als bisher. Es sei auch klar, dass Pflegekräfte für die Corona-Krise einen Bonus verdient hätten.

22.4.2020 • 12:39 Uhr

Verjährung dank Corona: WM-Prozess beendet

Im Sommermärchen-Prozess in der Schweiz gegen drei frühere DFB-Funktionäre wird es definitiv kein Urteil geben. "Die Verjährung wird am 27. April 2020 eintreten. An den materiellrechtlichen Verjährungsfristen wurde notrechtlich nichts geändert", teilte der Anwalt des angeklagten Ex-DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach mit. Am Montagabend hatte das Bundesstrafgericht in Bellinzona entschieden, das seit Mitte März unterbrochene Verfahren wegen der Corona-Krise bis zum 27. April weiter auszusetzen. "Im Ergebnis ist die Einstellung des Verfahrens die einzig mögliche Konsequenz", sagte Isenring. Neben Niersbach waren der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger, der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Ex-FIFA-Generalsekretär Urs Linsi wegen Betruges angeklagt worden. Alle Beschuldigten hatten die Vorwürfe stets bestritten. Im Kern ging es in dem Prozess um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im April 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die FIFA an den inzwischen gestorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus.

Horst Schmidt (l.) Theo Zwanziger (m.) und Wolfgang Niersbach (r.) | imago/Moritz Müller

Horst Schmidt (l.), Theo Zwanziger (m.) und Wolfgang Niersbach (r.) profitieren vom Corona-Shutdown. Der Prozess gegen sie wurde erneut ausgesetzt - somit verjähren die Vorwürde gegen die früheren DFB-Funktionäre. Bild: imago/Moritz Müller

22.4.2020 • 12:32 Uhr

Mögliche Langzeitschäden im Nervensystem

Auch wenn es bislang nur wenige belastbare Informationen zu Langzeitfolgen von Covid-19 gibt - es mehren sich die Berichte über mögliche körperliche und psychische Folgen. So wurde von anhaltender Einschränkung der Lungenfunktion, Störungen des Geruchs- und Geschmacksinns und geminderter physischer Leistungsfähigkeit ebenso berichtet wie über Angststörungen, Panikattacken und Depressionen. Nach einer Studie chinesischer Wissenschaftler kann sogar das Nervensystem geschädigt werden. Eine mögliche Folge könnte plötzlicher Atemstillstand sein. Am häufigsten beobachteten die Mediziner Schwindel und Kopfschmerzen. Rund drei Prozent der Patienten erlitten einen Schlaganfall. Auch aus Italien und den USA gibt es entsprechende medizinische Berichte.

22.4.2020 • 12:24 Uhr

SPD-Fraktion für weitere Soforthilfen an Gastronomie

Die SPD-Fraktion hat vor dem Koalitionsgipfel neue Soforthilfen für die Gastronomie ins Spiel gebracht. Die direkten Zuschüsse für Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige sollten um drei Monate verlängert werden, um eine Pleitewelle in der Branche zu verhindern, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Carsten Schneider. Den Vorstoß vor allem aus der CSU, die Mehrwertsteuer für die Gastronomie zu senken, sieht die SPD dagegen skeptisch. Das helfe den Restaurants und Cafés nur, wenn sie auch Umsatz machten - was derzeit kaum der Fall sei. In der Partei gibt es zudem Befürchtungen, die eigentlich vorübergehend geplante Reduzierung könne später schwierig wieder zurückgenommen werden. Zudem helfe sie auch großen Ketten, die gar keine Unterstützung brauchten.

22.4.2020 • 12:13 Uhr

Auch Maskenpflicht in NRW

Auch in Nordrhein-Westfalen soll es ab kommenden Montag die Plicht geben, in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Nach Informationen des WDR bemüht sich die Landesregierung derzeit um eine Abstimmung mit anderen Bundesländern. Eine offizielle Bestätigung für die NRW-Maskenpflicht soll es im Laufe des Tages geben.

22.4.2020 • 12:00 Uhr

Corona-Angst: Migranten demonstrieren vor Flüchtlingscamp

Aus Angst vor einem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie haben Hunderte Migranten den Eingang des Flüchtlingscamps von Moria auf der griechischen Insel Lesbos blockiert. Sie trugen Transparente mit dem Spruch: "Freiheit für alle. Wir sind Covid-19 ausgesetzt", berichteten griechische Medien. In den vergangenen Tagen waren in drei Camps auf dem griechischen Festland zahlreiche Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Diese Lager wurden unter Quarantäne gestellt.

Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und wilde Zelte (Archiv) | dpa

Das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos ist hoffnungslos überfüllt (Archivbild) Bild: dpa

Bislang sind in den Flüchtlingslagern auf den Inseln keine Corona-Infektionen registriert worden. Es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis dieser Fall eintrete, befürchten Ärzte. Athen hat die Gesundheitskontrollen rund um die Lager auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos mit zusätzlichem Personal und Container-Isolierstationen verstärkt. Zudem dürfen Migranten die Lager nur begrenzt und mit Genehmigung der Polizei verlassen. Aktuell halten sich rund 38.500 Migranten und Flüchtlinge auf den griechischen Ägäis-Inseln auf.

22.4.2020 • 11:30 Uhr

USA: Erste Corona-Toten schon Wochen vor erstem bekannten Fall

In den USA sind bereits Wochen vor der offiziellen Registrierung des landesweit ersten Corona-Toten Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Bei der Autopsie von zwei am 6. und am 17. Februar verstorbenen Menschen seien durch das Coronavirus hervorgerufene Covid-19-Erkrankungen nachgewiesen worden, teilte die Rechtsmedizin des kalifornischen Bezirks Santa Clara nach einer Bestätigung durch die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Auch ein Todesfall in Santa Clara vom 6. März ist demnach auf das Coronavirus zurückzuführen.

22.4.2020 • 11:23 Uhr

Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen Corona erteilt. Wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel mitteilte, erhält das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

22.4.2020 • 11:08 Uhr

Auch Niedersachsen und Brandenburg führen Maskenpflicht ein

Auch in Niedersachsen und Brandenburg soll nun eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt werden. Vom kommenden Montag an soll das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht werden, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, nachdem zuvor mehrere Medien darüber berichtet hatten.

In Brandenburg kündigte Innenminister Michael Stübgen (CDU) im Innenausschuss des Landtags an, dass eine Maskenpflicht in S-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen vom kommenden Montag an gelten soll. Dies werde das Kabinett am Donnerstag beschließen. Zuvor hatten bereits 10 der 16 Länder eine Maskenpflicht angekündigt oder wie im Vorreiter Sachsen bereits eingeführt.

Stephan Weil trägt Mundschutz | dpa

Auch in Niedersachsen gilt ab kommenden Montag eine landesweite Maskenpflicht, um den Coronavirus einzudämmen. Ministerpräsident Stephan Weil hatte zuvor das unterschiedliche Vorgehen der einzelnen Bundesländer kritisiert. Bild: dpa

22.4.2020 • 10:05 Uhr

Spanien will Einschränkungen ab Mitte Mai lockern

Spaniens Regierung will in der zweiten Maihälfte die Restriktionen zur Eindämmung des Coronavirus lockern. Dabei solle langsam und schrittweise vorgegangen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten, sagt Regierungschef Pedro Sanchez. Der Ausnahmezustand Spaniens solle bis zum 9. Mai verlängert werden.

22.4.2020 • 10:04 Uhr

Arbeitsministerium gegen Sonntagszustellung

Das Bundesarbeitsministerium lehnt die von der Deutschen Post angestrebte Zulassung einer Sonntagszustellung von Paketen ab. Ein Sprecher von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dies werde vom Ministerium nicht befürwortet. "Wie bereits das Verwaltungsgericht Berlin in mehreren Eilverfahren entschieden hat, liegt keine Versorgungskrise vor, die die Versorgung der Bevölkerung durch eine Sonntagszustellung von Paketen dringend nötig machen würde."

Ein wegen der Ostertage, der Kontaktbeschränkungen und der Schließung vieler Verkaufsgeschäfte vorübergehend auftretendes erhöhtes Paketaufkommen sei kein Grund, um in das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf Sonntagsruhe einzugreifen, sagte der Sprecher.

22.4.2020 • 09:58 Uhr

Laschet plädiert für weitere Lockerungen bei Kindern

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) strebt im Mai weitere Lockerungen an: Bund und Länder sollten sich bei ihrem nächsten Treffen am 30. April darauf einigen, sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zwar wisse man dann noch nicht, wie sich bisherige Lockerungen auswirkten. "Ich glaube trotzdem, dass man noch einmal über ein paar weitere Maßnahmen nachdenken muss", sagte Laschet. Der Ministerpräsident nannte Sportangebote für Jugendliche. "Wenn die Jugendlichen jetzt alle in Shopping-Malls gehen oder sich in Parks treffen, statt auf den Sportplatz zu gehen, ist das ja auch nicht Sinn der Sache", sagte er. Weitere Öffnungen müssten auch Kindertagesstätten, Spielplätze und Schulen betreffen.

Armin Laschet (CDU) | dpa

NRW-Ministerpärisdent Armin Laschet kritisiert, dass die Lebenswirklichkeit vieler Kinder durch die Corona-Politik aus dem Blick geraten sei. Bild: dpa

22.4.2020 • 09:05 Uhr

Bürgermeister Müller: Berliner Kitas zurück zum Regelbetrieb vor dem 1. August

Die Kitas in Berlin sollen deutlich vor dem zuletzt anvisierten 1. August wieder für alle Kinder öffnen. Das hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller dem RBB bestätigt. Ein genaues Datum gebe es allerdings noch nicht. "Die Schrittfolge wird jetzt von der Bildungsverwaltung formuliert. Das war uns sehr wichtig. Auch dass es vor dem August wieder ein flächendeckendes Angebot gibt." Zur Gastronomie in Berlin äußerte sich Müller zurückhaltend. Ob es Lockerungen zum Beispiel für Restaurants und Cafés im Mai gebe, könne er noch nicht sagen. "Ich glaube, in der zweiten, dritten Phase müssen wir auch für die etwas möglich machen", sagte er.

22.4.2020 • 08:45 Uhr

Peking verschärft erneut Quarantänemaßnahmen

Die chinesische Hauptstadt Peking hat ihre Maßnahmen gegen eine Einschleppung des Coronavirus erneut verschärft. Wie die Behörden mitteilten, müssen sich Menschen, die in die Stadt kommen, nach einer zweiwöchigen Quarantäne nun zusätzliche eine Woche in "häusliche Beobachtung" begeben. Damit dürfen Rückkehrer für insgesamt drei Wochen nicht am öffentlichen Leben teilnehmen. China hat das Virus den eigenen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle, ist aber besorgt über den Zustrom von Reisenden, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

22.4.2020 • 08:45 Uhr

Ministerin Karliczek sträubt sich gegen BAföG-Öffnung

Vor dem Treffen des Koalitionsausschusses an diesem Mittwoch bleibt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei ihrer Absage an eine Öffnung des BAföG wegen der Corona-Krise. Dabei geht es um Studenten, die eigentlich keinen BAföG-Anspruch haben, aber ihren Nebenjob verlieren und finanziell in Not geraten. "Wir können im Moment nicht gebrauchen, dass wir jetzt in ein langwieriges Gesetzgebungsverfahren gehen", sagte Karliczek im Deutschlandfunk. Man sei aktuell "in guten Gesprächen" für schnelle Überbrückungsmöglichkeiten. "Ich denke, dass das in dieser Woche jetzt was wird."

Karliczek hatte wiederholt angekündigt, an Stelle einer BAföG-Öffnung zinslose Darlehen für Studierende bereitstellen zu wollen. Die SPD und die Opposition - außer der AfD - pochen jedoch auf eine Öffnung. Auch bei der Förderungshöchstdauer werden Lockerungen gefordert.

22.4.2020 • 08:19 Uhr

Kinderhilfswerk: Spielplätze schrittweise öffnen

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Länder und Kommunen aufgerufen, die öffentlichen Spielplätze schrittweise wieder zu öffnen. Dabei sollte in enger Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut vorgegangen werden, was die Gefahr von Infektionen über Oberflächen von Spielgeräten angehe, erklärte die Organisation. Aufgrund der derzeitigen Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise mangele es vielen Kindern inzwischen an Bewegung und Begegnung mit anderen Kindern.

22.4.2020 • 08:17 Uhr

Altmaier will Hilfspaket für Autoindustrie nicht ausschließen

Bei möglichen Hilfen für die Autoindustrie wegen der Corona-Krise soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der Klimaschutz nicht aus dem Blick geraten. "Wir müssen auch der Automobilindustrie helfen, die weltweiten Konjunktureinbrüche zu überstehen", sagte der CDU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Das geht nur mit neuen innovativen Lösungen, die dazu führen, dass wir am Ende auch die Klimaziele der Bundesregierung schneller und besser erreichen."

Auf die Frage, ob Kaufprämien für Neufahrzeuge der richtige Weg wären, sagte Altmaier: "Eine Eins-zu-Eins-Wiederholung früherer Maßnahmen wird es nicht geben. Wir sollten den Kauf von Autos mit geringen CO2-Werten fördern." Um die in der Corona-Krise abgestürzte Nachfrage anzukurbeln, fordert die deutsche Autoindustrie staatliche Prämien für den Neuwagen-Kauf.

22.4.2020 • 07:52 Uhr

BDI warnt vor "Dominoeffekt" bei Exportstopps

Der Industrieverband BDI hat Beschränkungen beim Export von medizinischen Produkten und Schutzausrüstung kritisiert. Wenn jedes Land seine Waren zurückhalte, hätte am Ende kein Land alle nötigen Materialien, um die Corona-Pandemie zu bewältigen, heißt es in einem Papier, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. "Nationale Exportrestriktionen machen uns nicht krisenfester", zitiert die Zeitung Verbandschef Dieter Kempf. "Sie verursachen Dominoeffekte anderswo mit dramatischen Folgen."

Fehlende Schutzausrüstung könnte auch die nationale Produktion von wichtigen Gütern wie etwa Arzneimitteln gefährden. "Ohne Schutz keine Produktion", zitiert die Zeitung den Industrieverband. Bei der Welthandelsorganisation WTO hätten 25 Länder Ausfuhrbeschränkungen angemeldet. Weil nicht alle Länder dies anzeigten, könnten geschätzt bis zu 50 ihren Export gedrosselt oder gestoppt haben.

22.4.2020 • 07:21 Uhr

Reinigungsfirmen leiden unter weniger Aufträgen

Reinigungsfirmen beklagen in der Corona-Krise große Einbußen. Laut dem Bundesverband des Gebäudereiniger-Handwerks ist etwa ein Drittel der Aufträge verloren gegangen. Ein Lichtblick für die professionellen Reinigungskräfte: Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge nehmen die Bürger die Arbeit der Firmen wahr und schätzen sie. 96 Prozent der Bürger halten die Arbeit der Reinigungskräfte demnach für sehr wichtig oder wichtig. Jeder Vierte finde die Arbeit wichtiger als vor der Krise, ergab eine Umfrage, die der Branchenverband initiiert hatte.

Gut 700.000 Menschen arbeiten in Deutschland als Gebäudereiniger laut dem Branchenverband ist es das beschäftigungsstärkste Handwerk in Deutschland.

22.4.2020 • 07:11 Uhr

Bundesregierung plant keine Kürzungen bei Ministergehältern

Die Bundesregierung lehnt einem Medienbericht zufolge eine Spende der Ministergehälter in der Corona-Krise nach dem Vorbild des österreichischen Kabinetts ab. "In der Bundesregierung gibt es derzeit kein solches Vorhaben", teilte ein Regierungssprecher der "Bild"-Zeitung auf Anfrage mit. Am Montag hatte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigt, dass die Minister seiner Regierungskoalition jeweils einen Netto-Monatslohn für wohltätige Zwecke spenden werden. Kanzler Kurz wollte mit seinem Vorstoß nach eigener Aussage ein "Zeichen des Zusammenhalts" setzen.

22.4.2020 • 07:03 Uhr

Lindner fordert Überprüfung von Corona-Maßnahmen im Wochentakt

FDP-Chef Christian Lindner hat vorgeschlagen, die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten könnten die Wirkung der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einmal wöchentlich überprüfen - und nicht wie bisher nur alle zwei Wochen. "Wir müssen immer wieder prüfen, ob sie durch mildere Mittel ersetzt werden können. Wir müssen dies auch zügig tun - im Wochen- statt im Zweiwochenrhythmus", sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zur besseren Planung müssten klare Kriterien entwickelt werden, "wann Beschränkungen eingeführt und wann sie wieder aufgehoben werden", forderte der FDP-Chef.

22.4.2020 • 06:58 Uhr

45.000 Todesfälle in den USA

Die Zahl der Todesfälle in den USA ist am Dienstag nach einer Reuters-Zählung auf über 45.000 gestiegen und hat sich damit in etwas mehr als einer Woche verdoppelt. Die Vereinigten Staaten haben mit Abstand die weltweit größte Zahl von bestätigten Coronavirus-Fällen, fast viermal so hoch wie Spanien, das Land mit der zweitgrößten Zahl an Infektionen.

22.4.2020 • 06:51 Uhr

Trump will Einwanderung für mindestens 60 Tage stoppen

US-Präsident Donald Trump will wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie die Einwanderung in die Vereinigten Staaten für mindestens 60 Tage großteils aussetzen. Er begründete dies am Dienstag damit, dass US-Bürger auf dem von der Krise schwer getroffenen heimischen Arbeitsmarkt bevorzugt zu behandeln seien.  Vorläufig gestoppt wird die Ausstellung von permanenten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, die als Green Cards bezeichnet werden.

Visa für das nur vorübergehende Wohnen und Arbeiten in den USA - also etwa die Saisonarbeit - können hingegen grundsätzlich weiterhin ausgestellt werden. Das entsprechende Dekret will Trump nach eigenen Worten "wahrscheinlich" noch am Mittwoch unterzeichnen.

22.4.2020 • 06:43 Uhr

Ministerium: Zahl der Anrufe wegen häuslicher Gewalt gestiegen

Beim deutschlandweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat die Nachfrage nach Beratung zu häuslicher Gewalt zuletzt zugenommen. Vergangene Woche habe man eine Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet, sagte eine Sprecherin von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Bis dahin sei die Entwicklung der Beratungskontakte vergleichbar zum Vorjahr 2019 verlaufen - also ohne Auffälligkeiten. Ein Trend sei feststellbar. Giffey hatte Anfang der Woche die gestiegene Nachfrage in Zusammenhang mit der Corona-Krise gestellt, Familien stünden auf engem Raum unter besonderem Stress.

22.4.2020 • 06:38 Uhr

281 weitere Todesfälle in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts binnen eines Tages um 2237 auf 145.694 gestiegen. Zudem seien 281 weitere Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 4879. Etwa 99.400 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von 4200 im Vergleich zum Vortag.

22.4.2020 • 05:53 Uhr

USA distanzieren sich wegen Rolle der WHO von UN-Resolution

Die USA haben bei den Vereinten Nationen zuerst eine Resolution zur Bekämpfung des Coronavirus angenommen - und sich danach von einer Formulierung zur Rolle der Weltgesundheitsorganisation wieder distanziert. Der Beschluss der Vollversammlung zur internationalen Zusammenarbeit bei Arzneien, Impfungen und medizinischer Ausrüstung in der Pandemie enthielt die Formulierung, dass die WHO eine "entscheidende Führungsrolle" in der Krise spiele. In einer Mitteilung der amerikanischen UN-Mission hieß es, man distanziere sich von dem entsprechenden Paragrafen. "Wir sind weiterhin ernsthaft besorgt über die mangelnde Unabhängigkeit, die die WHO seit Beginn dieser Pandemie gezeigt hat."

22.4.2020 • 05:45 Uhr

Trumps Firma bemüht sich bei US-Regierung um Mietnachlass

Das Familienunternehmen von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge wegen der Corona-Krise bei der von Trump geführten Regierung um einen Mietnachlass oder einen Aufschub bemüht. Es geht dabei um die rund 260.000 US-Dollar (240.000 Euro) Monatsmiete für das Trump International Hotel, das die Firma langfristig von der Regierung angemietet hat, wie die "New York Times" und die "Washington Post" übereinstimmend berichten.

US-Präsident Trump. | REUTERS

US-Präsident Donald Trump besitzt Hotels in Florida und Washington. Sie mussten wegen der Corona-Krise bereits Mitarbeiter entlassen. Bild: REUTERS

22.4.2020 • 04:31 Uhr

Koalitionsspitzen beraten über Lage in Corona-Krise

Die Spitzen der Großen Koalition beraten am Nachmittag im Kanzleramt über die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie. Die Partei- und Fraktionschefs der drei Koalitionsparteien CDU, SPD und CSU wollen im Koalitionsausschuss mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Bilanz der bisherigen Corona-Maßnahmen ziehen und über weitere Schritte beraten. Konkrete Beschlüsse zu dem Thema werden nicht erwartet. Zu den weiteren Themen dürfte die Diskussion über eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds zählen.

22.4.2020 • 04:14 Uhr

Grüne fordern "Corona-Elterngeld" wegen Kita- und Schulschließungen

Die Grünen fordern ein "Corona-Elterngeld" für Väter und Mütter, die von Kita- oder Schulschließungen betroffen sind. Die Lohnersatzleistung solle während der gesamten Zeit des Betreuungsnotstands gezahlt werden, heißt es laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" in einem Antrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Derzeit können Eltern maximal sechs Wochen lang in Höhe von maximal 67 Prozent ihres Einkommens entschädigt werden, wenn sie die Betreuung nicht anderweitig organisieren können. Die Regelung gilt für Eltern von Kindern im Alter von bis zu zwölf Jahren.

22.4.2020 • 04:14 Uhr

Trotz partieller Ladenöffnungen hält sich Kauflaune der Bundesbürger in Grenzen

Trotz der Wiedereröffnung eines Teils der Geschäfte ist die Kauflaune der Bundesbürger derzeit offenbar gering. In einer Umfrage des Insa-Instituts für die "Bild"-Zeitung sagten 57 Prozent, trotz der Lockerungen bei den Ladenöffnungen in der Corona-Krise wollten sie in den nächsten Wochen kein Produkt kaufen, das mehr als 250 Euro kostet.  Nur 17 Prozent wollen demnach Anschaffungen machen, die mehr als 250 Euro kosten.