Österreichische Politiker gedenken der Opfer des Anschlags von Wien mit einer Schweigeminute.  | dpa
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Liveblog zu Angriffen in Wien ++ Gedenkminute in ganz Österreich ++

Stand: 03.11.2020 13:22 Uhr

Mindestens vier getötete Passanten, ein toter Attentäter, mehrere Verletzte, sechs Tatorte. Landesweit wird der Opfer des Anschlags in Wien gedacht. Der ehemalige Anwalt des Angreifers äußert sich zu dem 20-Jährigen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag in Wien hat es Tote und Verletzte gegeben.
  • Die Polizei spricht von mehreren Tätern an sechs Tatorten.
  • Ein Tatverdächtiger wurde von der Polizei erschossen.
  • Einer der Tatorte befindet sich in der Nähe einer Synagoge. Ob sie Ziel des Angriffs war, ist noch unklar.
  • Der mutmaßliche Täter war einschlägig vorbestraft.
3.11.2020 • 15:13 Uhr

Liveblog beendet

Wir beenden den Liveblog zu den Anschlägen von Wien.

3.11.2020 • 15:11 Uhr

Österreichischer Innenminister: 14 Festnahmen nach Anschlag in Wien

Nach dem Terroranschlag von Wien sind im Umfeld des mutmaßlichen Attentäters 14 Personen festgenommen worden. Das erklärte der österreichische Innenminister Nehammer bei einer Pressekonferenz. Polizeikräfte hätten 18 Wohnungen und Häuser durchsucht. Bei dem Anschlag wurden nach neuesten Erkenntnisse vier Menschen getötet und 22 verletzt. Die inzwischen gestiegene Zahl der Verletzten ergebe sich aus dem Umstand, dass Rettungskräfte Opfer nach den ersten Angriffen in verschiedene Krankenhäuser gebracht hätten. So seien nicht alle sofort registriert worden.

Der Täter war vorbestraft. Er sei zu 22 Monaten Haft verurteilt worden, weil er sich dem IS habe anschließen wollen. Allerdings sei er vorzeitig aus der Haft entlassen worden. "Der Terrorist hat es geschafft, die Justiz zu täuschen," sagte Nehammer. Der 20-Jährige hat demnach an einem Deradikalisierungsprogramm teilgenommen und konnte die Verantwortlichen davon überzeugen, keine Gefahr mehr darzustellen.

3.11.2020 • 15:11 Uhr

NDR, WDR und "SZ": Ex-Anwalt spricht über 20-Jährigen

Der mutmaßliche Attentäter war 2019 wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Sein damaliger Anwalt, Nikolaus Rast, sagte im Gespräch mit NDR, WDR und "SZ", sein Mandant sei ihm damals nicht radikal vorgekommen. "Er hatte blöde Ideen gehabt und hat es dann verstanden - so kam er zumindest rüber." Er habe seinen Platz im Leben gesucht und sei offensichtlich an die falschen Leute geraten, so Rast.

3.11.2020 • 12:54 Uhr

"Minute des stillen Gedenkens"

Mit einer landesweiten Gedenkminute haben die Österreicher der Opfer des Anschlags gedacht. In Wien erinnerten unter anderem Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundespräsident Alexander Van der Bellen an die vier getöteten Passanten.

3.11.2020 • 12:44 Uhr

IMK-Chef Maier: Neue Welle islamistischen Terrors zu befürchten

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Innenminister Georg Maier, fürchtet angesichts des Anschlags eine neue Welle des islamistischen Terrorismus. "Ich bin besorgt, dass dies erst der Anfang einer neuen Welle sein könnte", sagte Maier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Auch die jüngsten Anschläge in Frankreich und Deutschland machten "auf schreckliche Art und Weise deutlich, dass die Aktivitäten der Islamisten wieder zunehmen." Das Muster sei dabei ähnlich, so Maier: "Wahllos werden Passanten angegriffen, um in der durch die Pandemie verunsicherten Bevölkerung Angst und Schrecken zu verbreiten." Der SPD-Politiker forderte, die Aktivitäten zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus weiter zu verstärken.

3.11.2020 • 12:19 Uhr

Steinmeier kondoliert Bundespräsident van der Bellen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen nach dem Anschlag in Wien sein Beileid ausgesprochen: "Die erschreckenden Nachrichten über die nächtlichen Anschläge in der Wiener Innenstadt mit mehreren Toten und vielen Verletzten sind in Deutschland mit Bestürzung und großer Anteilnahme aufgenommen worden", teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit. "Wir hoffen mit Ihnen, dass es der Polizei rasch gelingen möge, alle Täter alsbald zu fassen und weitere Gewalttaten zu verhindern."

"Im Namen meiner Landsleute spreche ich Ihnen und den Menschen in Wien und ganz Österreich mein tief empfundenes Beileid aus. Unsere Gedanken gelten ganz besonders den Angehörigen und Freunden der Opfer und den Verletzten", schrieb Steinmeier. Deutschland verurteile diese abscheuliche Gewalt. "Wir werden vor ihr und vor dem Hass, der sie treibt, nicht zurückweichen." Deutschland stehe im Kampf gegen islamistisch motivierten Extremismus und Terrorismus fest an der Seite Österreichs.

3.11.2020 • 12:12 Uhr

Islam-Verband Ditib verurteilt Terroranschlag scharf

Die bundesweit größte Islam-Organisation Ditib hat den Terroranschlag von Wien scharf verurteilt. "Der brutale Terrorakt in Wien hat uns auch in Deutschland bis ins Mark getroffen", teilte die türkische Ditib in Köln mit. "Wir stehen in voller Überzeugung an der Seite der Österreicherinnen und Österreicher." Die Terroristen und ihre Sympathisanten seien eine "verachtenswerte Gruppe gescheiterter Individuen". Terroristen handelten aus Hass und wollten Hass verbreiten. "Wir gewähren ihnen keinen Millimeter", so die Ditib.

3.11.2020 • 12:04 Uhr

Bischof Bätzing: "Wir brauchen ein Ende des Hasses"

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat nach dem Anschlag in Wien zum Ende des Hasses aufgerufen. "Keinerlei Form von Terror, kein islamistischer, kein rechts- und kein linksextremer, darf einen Platz haben in unserer Gesellschaft und Kultur. Terror im Namen der Religion pervertiert den Namen Gottes. Wir brauchen ein Ende der Gewalt", erklärte der Limburger Bischof. Er sei zutiefst erschüttert von den nahezu wöchentlichen Nachrichten von Terror in Europa. "Wir brauchen ein Ende des Hasses. Wir brauchen Religionen, die das verwirklichen, was sie versprechen: Frieden zu stiften", fügte Bätzing hinzu.

3.11.2020 • 11:57 Uhr

Schäuble: EU-Zusammenarbeit bei Sicherheit intensivieren

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble dringt auf eine "weitere Intensivierung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in der Europäischen Union". Es gehe darum, "den fanatischen Feinden unserer Art zu leben" gemeinschaftlich und noch entschiedener entgegenzutreten, schrieb Schäuble dem Präsidenten des österreichischen Nationalrats, Wolfgang Sobotka.

3.11.2020 • 11:50 Uhr

Schweigeminute vor Bayern-Spiel in Salzburg

Nach dem Terror-Anschlag von Wien wird es vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern München am heutigen Dienstag (21.00 Uhr) bei Red Bull Salzburg eine Schweigeminute geben. Der österreichische Fußball-Meister trägt im Gedenken an die Opfer zudem Trauerflor. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Apa. Von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen rund um das Stadion sei vorerst nicht die Rede gewesen. Die Salzburger Polizei habe indes angekündigt, unter anderem auf öffentlichen Plätzen, Verkehrsknotenpunkten und in der Salzburger Altstadt erhöhte Präsenz zu zeigen.

3.11.2020 • 11:48 Uhr

Maas: Werden Reaktionen der islamischen Welt beobachten

Außenminister Heiko Maas hat erklärt, dass man die Reaktionen der islamischen Länder auf die Anschläge in Wien und zuvor in Nizza aufmerksam beobachten werde. Er habe mit seinen Kollegen in Pakistan und Abu Dhabi telefoniert. Man sei sich einig, dass alle zur Deeskalation beitragen müssten. Europa werde "keinen Millimeter weit" von den eigenen Werten abrücken. "Wir werden nichts davon opfern", sagte er zu Werten wie etwa Meinungsfreiheit. Es gebe für den Terror "Null Toleranz"

3.11.2020 • 11:38 Uhr

Flaggen auf Halbmast

Die österreichische und europäische Flagge hängen vor der österreichischen Botschaft in Berlin auf Halbmast. | dpa

Zeichen der Solidarität in Berlin: Vor der österreichischen Botschaft hängen die österreichische und die europäische Flagge auf Halbmast. Bild: dpa

3.11.2020 • 11:26 Uhr

Maas: Hass gemeinsam entgegenstellen

Bundesaußenminister Heiko Maas fordert einen internationalen Kampf gegen islamistischen Extremismus. "Wir müssen uns gemeinsam diesem Hass entgegenstellen", sagt Maas in Berlin. Er sei schockiert über die Ereignisse, aber: "Er wird unsere Gesellschaften nicht spalten, davon bin ich überzeugt", fügt der SPD-Politiker hinzu. Der islamistische Terrorismus sei "ein Feind unserer freien Gesellschaften".

3.11.2020 • 11:14 Uhr

Zentralrat der Juden bestürzt über Anschlag

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit großer Bestürzung auf den Anschlag reagiert. "Nach den jüngsten Attentaten in Frankreich haben jetzt in Wien erneut Islamisten einen Angriff auf unsere freiheitlichen Demokratien und unsere Werte verübt, dem unschuldige Menschen zum Opfer fielen", erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster. 

Ob auch die Synagoge eines der Anschlagsziele war, sei zwar derzeit noch unklar. Unabhängig davon stehe aber fest, "dass Islamisten religiöse Toleranz und unsere pluralen Gesellschaften verachten". Gerade jetzt "müssen wir gemeinsam in Europa noch stärker für unsere demokratischen Werte einstehen und diesem Hass entgegenwirken".

3.11.2020 • 11:00 Uhr

Mutmaßlicher Attentäter vorzeitig aus Haft entlassen

Der getötete Angreifer von Wien wollte in der Vergangenheit nach Syrien ausreisen, um sich dort der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) anzuschließen. Er sei daran gehindert und stattdessen am 25. April 2019 wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 22 Monaten Haft verurteilt worden, sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer der Nachrichtenagentur APA. Der Mann, der einen österreichischen und einen nordmazedonischen Pass hatte, sei am 5. Dezember "vorzeitig bedingt entlassen" worden. Demnach galt er als junger Erwachsener und fiel damit unter die Privilegien des Jugendgerichtsgesetzes.

3.11.2020 • 10:45 Uhr

Kurz: Anschlag eindeutig islamistisch motiviert

Der Anschlag in Wien war nach Worten von Bundeskanzler Sebastian Kurz eindeutig islamistisch motiviert. Vier Menschen seien kaltblütig von dem Attentäter getötet worden, sagt Kurz in einer Rede an die Bevölkerung. 14 Menschen seien schwer verletzt worden - einige von ihnen kämpften noch um ihr Leben.

Österreich sei "Ziel eines brutalen Terroranschlags" geworden. Es gehe nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen oder zwischen Österreichern und Migranten. Es gehe um einen Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei. "Und diesen Kampf werden wir mit aller Entschiedenheit führen." Für 12:00 Uhr kündigte Kurz eine landesweite Gedenkminute für die Opfer des Anschlags an.

3.11.2020 • 10:39 Uhr

Kanzler Kurz wendet sich an die Bevölkerung

Verfolgen Sie die Rede von Bundeskanzler Sebastian Kurz hier live.

3.11.2020 • 10:30 Uhr

Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Niederösterreich

Spezialeinheiten der Polizei haben laut Tageszeitung "Kurier" am Morgen Kontaktadressen des mutmaßlichen Attentäters durchsucht. Sie waren der Zeitung zufolge in mehreren Wohnungen in der niederösterreichischen Stadt St. Pölten im Einsatz. Zwei Menschen sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur APA festgenommen worden sein. Laut "Kurier" werden auch Zugriffe an anderen Adressen in Niederösterreich vorbereitet. Die Polizei wollte sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht dazu äußern.

3.11.2020 • 10:22 Uhr

Innenminister: Täter einschlägig vorbestraft

Der österreichische Innenminister Karl Nehammer bestätigt: Der getötete Attentäter war 20 Jahre alt, hatte nordmazedonische Wurzeln und war einschlägig wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorbestraft.

3.11.2020 • 10:05 Uhr

Regierung ruft dreitägige Staatstrauer aus

Österreich will der Opfer des Anschlags mit einer dreitägigen Staatstrauer gedenken. Das beschloss der Sonder-Ministerrat in Wien. "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, den Verletzten und den Angehörigen in diesen besonders schweren Stunden für die Republik Österreich", sagte Kanzler Sebastian Kurz vor dem Kabinett. Die Staatstrauer gilt bis einschließlich Donnerstag. Die Ereignisse hätten das Land schwer erschüttert und betroffen gemacht. Es handele sich bei der Attacke um eine "abscheuliche Tat" und "einen Anschlag auf die Freiheit und Demokratie der Republik Österreich", so der Regierungschef.

3.11.2020 • 09:22 Uhr

Chefredakteur "Falter": Mutmaßlicher Täter war bekannter Islamist

Bei dem getöteten mutmaßlichen Attentäter handelt es sich nach Angaben des Wiener Journalisten Florian Klenk um einen 20-jährigen gebürtigen Wiener mit albanischen Wurzeln. Er sei vom Verfassungsschutz beobachtet und an einer Ausreise nach Syrien gehindert worden, schreibt der Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung "Falter" auf Twitter.

3.11.2020 • 09:08 Uhr

Rivlin und Netanyahu verurteilen Anschlag

Israels Staats- und Regierungsspitze verurteilt den Anschlag: "Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Österreichern, während wir die verabscheuungswürdige Terrorattacke aus der vergangenen Nacht in Wien mit Sorge verfolgen", schrieb Präsident Reuven Rivlin auf Twitter. Premierminister Benjamin Netanyahu sagte Österreich volle Solidarität zu. Zivilisierte Menschen müssten überall zusammenstehen, um die Grausamkeit des wieder aufgelebten islamistischen Terrorismus zu besiegen, schrieb er auf Twitter.

3.11.2020 • 08:51 Uhr

Erhöhte Wachsamkeit an deutsch-österreichischer Grenze

Die Bundespolizei kontrolliert die deutsch-österreichische Grenze mit erhöhter Wachsamkeit. "Unsere Kräfte sind entsprechend sensibilisiert", sagte ein Sprecher in Potsdam. Die Kontrolle der Grenze sei nun ein "taktischer Schwerpunkt". Die Grenzbeamten beobachteten genau, ob es Auffälligkeiten "aus dem entsprechenden Spektrum" gebe.

3.11.2020 • 08:15 Uhr

Bundesjustizministerium: Islamistischer Terror akute Gefahr in Europa

Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht äußert sich erschüttert über den Anschlag und sichert Österreich jede Unterstützung zu. Die Ermittlungsbehörden arbeiteten sehr eng zusammen. "Wenn sich die ersten Ermittlungen bestätigen, sehen wir erneut: Der islamistische Terror ist eine akute, sehr ernste Gefahr in Europa. Dem Hass und der Gewalt müssen wir mit aller Kraft entgegentreten. Unsere Lebensweise und den Zusammenhalt unserer europäischen Gesellschaften verteidigen wir gemeinsam", erklärt Lambrecht in Berlin.

3.11.2020 • 07:58 Uhr

Weiteres Opfer erliegt Verletzungen

Wie der österreichische Innenminister Karl Nehammer bestätigt, ist ein weiteres Opfer seinen Verletzungen erlegen. Damit wurden bei dem Anschlag insgesamt vier Passanten getötet - zwei Männer und zwei Frauen.

3.11.2020 • 07:49 Uhr

Merkel: "Islamistischer Terror ist unser gemeinsamer Feind"

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich erschüttert über den Anschlag. Sie sei in diesen schrecklichen Stunden in Gedanken bei den Menschen in Wien und den Sicherheitskräften, die der Gefahr entgegenträten, erklärt die Kanzlerin auf Twitter.

3.11.2020 • 07:19 Uhr

Fahndung läuft weiter

Schwerbewaffnete Polizisten in der Wiener Innenstadt   | AP

Mit einem Großaufgebot fahndet die Politzei weiter nach mindestens einem flüchtigen Täter. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, wenn möglich zu Hause zu bleiben und die Innenstadt zu meiden. Bild: AP

3.11.2020 • 07:01 Uhr

Kurz beruft Sondersitzung ein

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat nach Angaben der Nachrichtenagentur APA für heute früh eine Sondersitzung des Kabinetts per Videoschalte einberufen. Im Anschluss werde er sich mit einer Rede an die Bevölkerung wenden.

3.11.2020 • 06:50 Uhr

Polizei: Drei Passanten getötet

Nach Angaben der österreichischen Polizei sind bei dem Anschlag drei Passanten getötet worden - zwei Männer und eine Frau. Dazu komme der von den Einsatzkräften erschossene mutmaßliche Täter. Mindestens 15 Menschen seien schwer verletzt worden.

3.11.2020 • 06:32 Uhr

US-Präsident Trump: "Abscheulicher Terrorakt"

US-Präsident Donald Trump spricht auf Twitter seine Anteilnahme aus. "Unsere Gebete sind bei den Wienern nach einem weiteren abscheulichen Terrorakt in Europa. Diese bösen Angriffe gegen unschuldige Menschen müssen aufhören. Die USA stehen mit Österreich, Frankreich und ganz Europa im Kampf gegen Terroristen, einschließlich radikaler islamischer Terroristen."

3.11.2020 • 06:19 Uhr

Nehammer: "Gehen von mehreren Tätern aus"

"Wir gehen davon aus, dass es mehrere Täter gegeben hat", sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer zu dem Anschlag in Wien. Er gehe von einem islamistischen Motiv aus. Der getötete Täter sei ein IS-Sympathisant gewesen. Nähere Details könne man nicht geben.

3.11.2020 • 04:11 Uhr

US-Regierung verurteilt Angriff - "Es gibt keine Rechtfertigung"

Auch der US-Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brian erklärt zu dem Angriff: "Es gibt keine Rechtfertigung für derartigen Hass und Gewalt".

3.11.2020 • 04:05 Uhr

Biden: Wir müssen zusammenstehen gegen Hass und Gewalt

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden spricht von einem "schrecklichen Terrorangriff" in Wien. "Wir müssen alle gegen Hass und Gewalt zusammenstehen", sagt er.

3.11.2020 • 03:19 Uhr

Johnson zeigt sich entsetzt

Der britische Premierminister Boris Johnson zeigt sich auf Twitter entsetzt. An die Österreicher gerichtet schreibt er: "Wir stehen geeint mit Ihnen gegen den Terror."

3.11.2020 • 02:27 Uhr

Wiens Bürgermeister: Täter trug auch Pistole und Machete

Der getötete mutmaßliche Attentäter war nach Angaben von Bürgermeister Ludwig schwer bewaffnet. Er habe eine Langwaffe, eine Pistole und eine Machete bei sich geführt, sagt Ludwig dem Sender ORF. Bei einem Sprengstoffgürtel habe es sich möglicherweise um eine Attrappe gehandelt. Dies wie auch die Identität des Täters werde geprüft.

3.11.2020 • 02:17 Uhr

Bürgermeister: Weiteres Opfer des Angriffs gestorben

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig zufolge ist ein weiteres Opfer des Angriffs gestorben. Ludwig sagt dem Sender ORF, die Suche nach etwaigen zusätzlichen Tätern laufe weiter. Der Objektschutz sei verstärkt worden.

3.11.2020 • 01:39 Uhr

Grenzkontrollen werden verstärkt

Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, kündigte an, dass die Kontrollen an den österreichischen Grenzen verstärkt würden. Innerhalb Wiens sollten nach seinen Angaben Straßensperren errichtet werden. 

3.11.2020 • 01:33 Uhr

UN-Chef Guterres verurteilt Terrorangriff in Wien

UN-Generalsekretär António Guterres hat den Terrorangriff in der Wiener Innenstadt scharf verurteilt. Er verfolge die Situation mit "äußerster Sorge", sagte der UN-Chef laut einer Mitteilung in der Nacht. Der Familie des Opfers drückte Guterres sein Beileid aus, den Verletzten wünschte er eine rasche Genesung. Die Vereinten Nationen stünden an der Seite des österreichischen Volkes und seiner Regierung.

3.11.2020 • 01:12 Uhr

Innenminister: Mindestens noch ein Täter auf der Flucht

Innenminister Karl Nehammer berichtet bei einer Pressekonferenz von mehreren Toten. Mindestens ein Täter sei noch auf der Flucht. Nehammer zufolge wird die Schulpflicht heute ausgesetzt. Er ruft die Bevölkerung auf, das Stadtzentrum von Wien weiter zu meiden.

3.11.2020 • 00:23 Uhr

Kurz: Rückkehr zum normalen Leben am Morgen unklar

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt dem ORF, es sei noch unklar, ob das öffentliche Leben am Morgen normal wieder aufgenommen werden könne. Dies hänge von der Entwicklung in der Nacht ab. Es seien weiter Verdächtige auf der Flucht.

3.11.2020 • 00:07 Uhr

Innenminister: "Sind nach wie vor im Kampf"

Die Polizei sucht nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Wien weiterhin nach Tatverdächtigen. "Wir sind nach wie vor im Kampf gegen die mutmaßlichen Terroristen", sagte Innenminister Karl Nehammer im ORF. Er gehe von mehreren schwer bewaffneten Tätern aus.

Der Minister appellierte erneut an die Bürgerinnen und Bürger, öffentliche Plätze zu meiden. Nach einer vorläufigen Bilanz wurden bei den Schusswechseln in der Wiener Innenstadt ein Angreifer und ein Passant getötet. Außerdem wurden nach Angaben der Rettungsdienste 15 Menschen teils schwer verletzt. Die Polizei sprach von sechs Tatorten.

3.11.2020 • 00:00 Uhr

Präsident: Werden Freiheit und Demokratie verteidigen

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat den mutmaßlichen Terroranschlag in Wien scharf verurteilt und den Opfern seinen Beistand zugesichert. "Wir alle sind tief betroffen", teilte das Staatsoberhaupt über Twitter mit.

Gedanken und Mitgefühl seien bei den Opfern, Verletzten und deren Angehörigen, twitterte er. Der Bundespräsident betonte: "Wir werden unsere Freiheit und Demokratie gemeinsam und entschlossen mit allen gebotenen Mitteln verteidigen." Er stehe mit der Regierung im Austausch. Zugleich bedankte sich Van der Bellen für den Beistand anderer Staats- und Regierungschefs.

2.11.2020 • 23:55 Uhr

Live-Sondersendung des ORF zu Angriffen

Der ORF berichtet in einer Sonder-ZIB auf ORF2 und im Livestream über die Angriffe:

2.11.2020 • 23:50 Uhr

Bürgermeister: Attentäter hatte womöglich Sprengstoffgürtel um

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat nach den Angriffen in der österreichischen Hauptstadt erklärt, dass einer der Angreifer womöglich einen Sprengstoffgürtel getragen hat. Es gebe diese Vermutung, sagte er im ORF. "Wir werden bald mehr wissen, ob es sich um einen solchen Sprengstoffgürtel gehandelt hat", erklärte der Politiker.

2.11.2020 • 23:45 Uhr

"Mit Langwaffen auf Passanten geschossen"

"Es ist die Rede von mehreren Tätern, die mit Langwaffen wohl wahllos auf Passanten geschossen haben", berichtet ARD-Korrespondent Christian Limpert. Der erste Bezirk der österreichischen Hauptstadt sei abgeriegelt.

2.11.2020 • 23:35 Uhr

Kurz: "Widerwärtiger Terroranschlag"

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Angriffe in Wien als "widerwärtigen Terroranschlag" verurteilt. "Unsere Polizei wird entschlossen gegen die Täter dieses widerwärtigen Terroranschlags vorgehen", schrieb der österreichische Regierungschef auf Twitter.

Das österreichische Bundesheer werde ab sofort den bisher durch die Polizei vorgenommenen Objektschutz in Wien übernehmen, damit sich die Polizei auf die Terrorismusbekämpfung konzentrieren könne. "Wir erleben gerade schwere Stunden in unserer Republik. Ich möchte allen Einsatzkräften danken, die insbesondere heute für unsere Sicherheit ihr Leben riskieren", schrieb Kurz weiter. "Das ganze Land ist in Gedanken bei den Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen, denen ich mein tiefes Mitgefühl ausdrücke."

Kurz dankte auch der EU-Spitze und anderen Staatschefs, die nach dem Anschlag bereits ihr Mitgefühl ausgedrückt hatten.

2.11.2020 • 23:24 Uhr

Zwei Tote und mehrere Verletzte in Wien

Im Zentrum von Wien sind Schüsse gefallen. Die Polizei bestätigte zwei Todesopfer und mehrere Schwerverletzte. Der Innenminister sprach von einem "augenscheinlichen Terroranschlag". Der Angriff laufe noch.