Der niederländische Ministerpräsident Rutte (links) und Gesundheitsminister Kuipers bei einer Pressekonferenz zu Corona-Maßnahmen | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Niederlande lockern trotz hoher Zahlen ++

Stand: 14.01.2022 21:31 Uhr

Der niederländische Ministerpräsident Rutte kündigt trotz hoher Infektionszahlen eine Lockerung der Beschränkungen an. Mit einer Mahnwache haben in Hannover rund 2400 Menschen gegen Verschwörungsmythen protestiert. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

14.1.2022 • 22:47 Uhr

Ende des Liveblogs

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14.1.2022 • 21:31 Uhr

KBV-Chef Gassen: "Wir unterliegen einer gewissen Kontroll-Illusion"

Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV,) ist überzeugt, dass es im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beim Testgeschehen deutliche Änderungen geben muss und man sich auf symptomatische Fälle konzentrieren sollte. "Es wird einen Schwerpunkt geben, die Menschen mit PCR-Tests zu versehen, die gegebenenfalls aus der Quarantäne freigetestet werden sollen", so Gassen im Fernsehsender Phoenix. Schon jetzt lägen die Infektionszahlen "deutlich höher", als die vom RKI kommunizierte Zahl, weil viele Ansteckungen gar nicht mehr bemerkt würden. "Wir unterliegen seit Monaten einer gewissen Kontroll-Illusion", ergänzte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Den kompletten Überblick über die Pandemie habe man nur in wenigen Bereichen, etwa bei den Krankenhauseinweisungen und bei Menschen, die auf Intensivstationen behandelt werden müssten.

14.1.2022 • 21:18 Uhr

US-Haushalte können vier kostenlose Tests bestellen

US-Haushalte können ab 19. Januar online vier kostenlose Corona-Selbsttests bestellen. Wie das Präsidialamt mitteilt, soll die Auslieferung sieben bis zwölf Tage nach der Bestellung dauern. US-Präsident Jo Biden hatte versprochen, der amerikanischen Bevölkerung eine Milliarde kostenlose Tests zur Verfügung zu stellen. Tests waren zuletzt teilweise ausverkauft oder nur sehr teuer zu haben. Die USA haben rund 330 Millionen Einwohner.

14.1.2022 • 21:17 Uhr

Corona grassierte 2020 bei US-Fleischverarbeitern

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie sind in fast 90 Prozent der Fleisch verarbeitenden Betriebe fünf großer US-Konzerne Corona-Infektionen aufgetreten. Das geht aus einer Reuters-Analyse öffentlicher Daten hervor. Ein Ausschuss des US-Kongresses untersucht, wie die Fleischverarbeiter mit der Corona-Krise umgegangen sind. Daten von Tyson Foods, JBS, Cargill, Smithfield Foods und National Beef vom Oktober zeigen, dass es 59.000 Covid-19-Fälle und 269 Todesfälle unter den Mitarbeitern von März 2020 bis Februar 2021 gegeben hat. Die Zahlen waren dreimal so hoch wie ursprünglich geschätzt.

14.1.2022 • 21:15 Uhr

Söder für "breiteren Ansatz" in der Corona-Politik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der Corona-Politik künftig einen "breiteren Ansatz" verfolgen. "Ich habe über den Jahreswechsel lange nachgedacht, viele Gespräche geführt - privat und politisch - und aus diesen zwei Corona-Jahren auch tiefe Lehren gezogen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". "Wir brauchen jetzt, gerade bei Omikron, einen breiteren Ansatz. Es wird nicht mehr ausreichen, die Lage nur medizinisch und virologisch zu betrachten. Wir müssen auch auf die gesellschaftliche und soziale Komponente stärker achten." Die Gesellschaft sei nicht in zwei gleiche Teile gespalten, aber sie sei geteilt. "Omikron ist nicht Delta. Das heißt: Wir müssen genau justieren, welche Regeln zwingend nötig, aber auch verhältnismäßig sind. Wir wollen 'Team Vorsicht' und 'Team Augenmaß' zusammenbringen."

Bayerns Ministerpräsident hat sich bislang als Verfechter besonders strenger Corona-Maßnahmen positioniert.

14.1.2022 • 19:38 Uhr

Brasilien: Indigener Junge bekommt als erstes Kind Corona-Impfung

Ein indigener Junge ist das erste offiziell gegen das Coronavirus geimpfte Kind in Brasilien. Der achtjährige Davi vom Volk der Xavante bekam das Vakzin von BioNTech in dem Hospital das Clinicas in Sao Paulo in einer feierlichen Veranstaltung unter den Augen des Gouverneurs Joao Doria gespritzt.

Der allgemeine Auftakt zur Impfkampagne für Kinder zwischen fünf und elf Jahren im mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesstaat Brasiliens soll am Montag erfolgen. In 24 Stunden seien 230.000 Kinder zum Impfen online eingeschrieben worden, hieß es in einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates Sao Paulo. In Brasilien, wo im Januar 2021 ebenfalls in Sao Paulo die erste Bürgerin geimpft wurde, haben sich nach offiziellen Angaben fast 23 Millionen der 210 Millionen Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. 620.500 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - eine der höchsten Todeszahlen weltweit.

Der achtjährige Davi vom Volk der Xavante bekommt das Vakzin von BioNTech in dem Hospital das Clínicas in São Paulo in einer feierlichen Veranstaltung unter den Augen des Gouverneurs João Doria gespritzt. | AP

Der achtjährige Davi vom Volk der Xavante hat als erstes Kind offiziell in Brasilien eine Corona-Schutzimpfung bekommen. Bild: AP

14.1.2022 • 19:31 Uhr

Rutte kündigt Lockerungen in Niederlanden an

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte kündigt trotz rekordhoher Infektionszahlen eine Lockerung der Corona-Beschränkungen an. Von Samstag an dürften Geschäfte jenseits des Grundbedarfs sowie Friseursalons und Kosmetikstudios erstmals wieder seit Mitte Dezember öffnen - allerdings unter strengen Auflagen und nur bis 17.00 Uhr.

Bars, Restaurants und Museen würden bis mindestens 25. Januar geschlossen bleiben. Gastwirte und der Kultursektor sind empört. Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen könnten nicht mehr Sektoren zugleich geöffnet werden, sagte Rutte. "Alles zugleich geht nicht, das Risiko ist zu groß." Ende des Monats werde es möglicherweise neue Lockerungen geben.

14.1.2022 • 19:04 Uhr

US-Regierung streitet mit Arizona über Masken für Schüler

Die US-Regierung droht dem Staat Arizona mit der Rückforderung von Corona-Hilfen. Das Finanzministerium kritisierte, dass Arizona die Beihilfen Programmen vorenthalte, die Schulkinder mit Gesichtsmasken versorgen sollen. Washington forderte Arizona auf, diese Regelung binnen 60 Tagen aufzuheben. Andernfalls werde die Regierung das Geld zurückverlangen. Außerdem könne sie die nächste Tranche stoppen.

14.1.2022 • 18:59 Uhr

NRW: Gericht bestätigt Maskenpflicht bei Versammlungen

Die Maskenpflicht bei Versammlungen im Freien in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 750 Teilnehmern ist rechtens. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes entschieden und damit den Eilantrag eines Mannes aus Lohmar abgelehnt. Die Schutzmaßnahmen seien verhältnismäßig, teilte das OVG zur Begründung mit.

14.1.2022 • 18:52 Uhr

Krisenstabschef hält Omikron-Welle für beherrschbar

Der Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass ein Bollwerk gegen die Omikron-Welle errichtet werden kann - auch mit mehr Impfungen. "Die Welle - man muss inzwischen eigentlich eher von einer Wand reden, auf die wir uns einstellen - ist beherrschbar", sagte er. "Sie wird uns vermutlich für zwei bis fünf Wochen treffen, wir können es nicht im Moment genauer vorhersagen, wir kennen auch die Wucht nicht. (...) Wir können uns aber darauf einstellen und wir können uns darauf vorbereiten - jeder von uns. Eine der Vorbereitungen ist nach wie vor das Impfen."

14.1.2022 • 18:47 Uhr

Rückläufige Zahlen in mehreren US-Großstädten

In mehreren US-Großstädten scheint die Omikron-Welle wieder abzuflauen. Die Zahl der registrierten Ansteckungen war laut aktuellen Zahlen in Städten wie New York oder Washington, die als erste von der neuen Variante des Coronavirus betroffen waren, zuletzt rückläufig. Auf nationaler Ebene nahmen die Infektionen hingegen weiter zu. New York verzeichnete zuletzt im Durchschnitt 28.500 Neuinfektionen pro Tag, nachdem es zwei Wochen zuvor noch durchschnittlich 42.000 Ansteckungen waren. Experten warnen jedoch davor, anhand der Zahlen voreilige Schlüsse zu ziehen.

14.1.2022 • 18:44 Uhr

Keine Regierungsdelegation aus Niederlanden bei Olympia

Die Niederlande werden keine Regierungsdelegation zu den Olympischen Winterspielen nach Peking schicken. Das sagte ein Sprecher des Außenministeriums der Nachrichtenagentur ANP. Dies habe das Kabinett entschieden. Grund sei, dass wegen der Corona-Maßnahmen auch keine Zuschauer aus dem Land zugelassen seien.

14.1.2022 • 18:28 Uhr

Italien meldet zunehmende Neuinfektionen

In Italien steigt die Zahl der registrierten Neuinfektionen auf 186.253 nach 184.615 am Donnerstag. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöht sich auf 360 von zuvor 316. Italien verzeichnet damit etwa doppelt so viele tägliche Neuinfektionen wie Deutschland, während die Einwohnerzahl mit knapp 60 Millionen rund ein Viertel niedriger ist als in der Bundesrepublik.

14.1.2022 • 18:24 Uhr

In Großbritannien sinkt Neuinfektionszahl binnen sieben Tagen

In Großbritannien verzeichnen die Behörden 99.652 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit sinkt die Summe der Neuinfektionen der jeweils zurückliegenden sieben Tage um 29,5 Prozent. 270 Menschen starben, die innerhalb der vergangenen 28 Tage positiv auf das Virus getestet worden waren. Die Summe der Todesfälle der zurückliegenden sieben Tage steigt nach den grassierenden Neuinfektionen der vergangenen Wochen um 67 Prozent.

14.1.2022 • 18:21 Uhr

Schwedische Regierungschefin positiv auf Corona getestet

Die schwedische Regierungschefin Magdalena Andersson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ihr Sprecher Johan Ekström mit. Andersson befolge die medizinischen Ratschläge und setze ihre Arbeit von zu Hause aus fort. Andersson gehe es "den Umständen entsprechend" gut, sagte Ekström. Die Corona-Infektion sei durch einen Schnelltest festgestellt worden.

Am Mittwoch hatte eine Versammlung der schwedischen Parteichefs stattgefunden. Danach waren auch der Ko-Vorsitzende der Grünen, Per Bolund, und die Vorsitzende der Zentrumspartei, Annie Lööf, positiv auf das Coronavirus getestet worden und begaben sich in Isolation. In Schweden mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern wurde am Donnerstag mit 25.567 Neuinfektionen ein neuer Höchststand registriert.

14.1.2022 • 18:15 Uhr

Rund 2400 Menschen protestieren gegen Verschwörungsmythen

Mit einer Mahnwache haben in Hannover nach Polizeiangaben rund 2400 Menschen an die Opfer der Corona-Pandemie erinnert und gegen Verschwörungsmythen protestiert. Die Teilnehmenden verteilten sich mit Masken und Abstand auf dem gesamten Opernplatz. Viele Parteien und Verbände erhoben bei der Kundgebung ihre Flaggen.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil besuchte die Mahnwache. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sagte, dass die Gesellschaft sich ernsthaft Sorgen machen müsse, wenn Menschen den Bezug zur Realität verlören und sogenannten alternativen Fakten mehr Glauben schenkten als der Wissenschaft. Kritik an Corona sei legitim, müsse aber auf Fakten beruhen: "Meinungen müssen und können wir aushalten, falsche Fakten allerdings nicht." Hannovers evangelische Regionalbischöfin Petra Bahr betonte: "Diese Gesellschaft ist nicht gespalten. Es gibt Spalter am Rand."

Stephan Weil steht bei einer Mahnwache als Zeichen gegen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen. | picture alliance/dpa

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (Mitte) war bei der Mahnwache dabei. Bild: picture alliance/dpa

14.1.2022 • 17:25 Uhr

Polen: Fast alle Corona-Regierungsberater treten aus Protest zurück

Weil ihre Empfehlungen in der Corona-Krise von der polnischen Regierung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien, ist ein Großteil der Regierungsberater für die Pandemie zurückgetreten. 13 der insgesamt 17 Mitglieder des Corona-Beratungsausschusses erklärten aufgrund des "mangelnden Einflusses" ihrer Empfehlungen auf die Regierung ihren Rücktritt. Die Ankündigung wurde von der polnischen Nachrichtenagentur PAP veröffentlicht.

Die medizinischen Berater warfen Warschau vor, "zunehmend das Verhalten von Teilen der Gesellschaft zu tolerieren, welche die von Covid-19 ausgehende Bedrohung und die Bedeutung der Impfung zur Bekämpfung der Pandemie leugnen". Auch Regierungsmitglieder und weitere hochrangige Mitarbeiter hätten die Risiken einer Corona-Infektion geleugnet.

14.1.2022 • 17:19 Uhr

Niedersachsen verlängert "Winterruhe" bis Anfang Februar

Niedersachsen verlängert die Mitte Dezember angeordnete "Winterruhe" bis zum 2. Februar. Das sei Teil der neuen Corona-Verordnung, die am Sonnabend in Kraft trete, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen in Hannover. Damit bleiben wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus unter anderem Diskotheken und Clubs weiter geschlossen und Tanzveranstaltungen verboten.

Niedersachsen hatte die Regelung am 10. Dezember als "Weihnachtsruhe" als erstes Bundesland eingeführt und später als "Neujahrsruhe" bis Mitte Januar verlängert. Somit gilt in Niedersachsen weiterhin unabhängig von den Inzidenz-Zahlen die Warnstufe 3 mit verschärften Kontaktbeschränkungen.

14.1.2022 • 16:16 Uhr

Österreich besorgt um Tourismus

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich wegen der erneuten Einstufung ihres Landes als Corona-Hochrisikogebiet besorgt über die Auswirkungen auf die Wintersaison geäußert. Die konservative Politikerin kritisierte, dass nach der deutschen Regelung ungeimpfte Kinder unter 12 Jahren bei der Rückkehr aus Österreich künftig mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben müssen. Für Geimpfte gilt dies bei der Rückkehr nicht. "Wer geimpft ist, kann jederzeit einen sicheren und erholsamen Urlaub in Österreich verbringen", meinte Köstinger.

14.1.2022 • 16:16 Uhr

Bund gibt 2,5 Milliarden Euro Hilfen für Krankenhäuser

Deutschlands Krankenhäuser bekommen 2,5 Milliarden Euro an Corona-Hilfen vom Bund. Das geht aus einem Schreiben von Finanzstaatssekretär Florian Toncar an den Haushaltsausschuss hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor berichtete darüber am Freitag das Nachrichtenportal "The Pioneer". Im Ausschuss wurde das Thema bereits am Mittwoch behandelt. Die Krankenhäuser bekommen das Geld als Ausgleich dafür, dass sie planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe verschieben, um Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten zu schaffen. Die jetzt gewährten Hilfen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen Mitte November und Ende Januar.

14.1.2022 • 16:04 Uhr

Auch Bremen kündigt Luca-App - nur wenige Abfragen

Nach Schleswig-Holstein hat auch Bremen entschieden, die Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie zu kündigen. Das teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard mit. "Der Einsatz der Luca-App hat im vergangenen Jahr bei der Kontaktnachverfolgung keinen großen Mehrwert gezeigt", sagte sie. "In Bremen wurden nur wenige Abfragen durch das Gesundheitsamt vorgenommen, und somit hat sich das System für uns nicht bewährt." Im kleinsten Bundesland hat das Gesundheitsamt den Angaben zufolge nur zehn Mal Daten abgefragt. Auch andere Länder überlegen einen Ausstieg aus der App, Schleswig-Holstein hat dies bereits entschieden.

14.1.2022 • 16:02 Uhr

Impfgegner scheitern mit Eilantrag gegen Demonstrationsverbot

Die Organisatoren der Impfgegner-Demonstrationen in Hamburg sind mit ihrem Eilantrag gegen das Verbot einer Versammlung an diesem Samstag gescheitert. Das Hamburgische Verwaltungsgericht habe den Antrag abgewiesen, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Das Gericht teilte demnach die Einschätzung der Polizei, die die Demonstration aus Infektionsschutzgründen verboten hatte. Es bestünden "hinreichende konkrete und belastbare Anhaltspunkte, dass - wie bei vorangegangenen, von der Antragstellerin angemeldeten Versammlungen - auch bei Durchführung dieser Versammlung eine Vielzahl von Teilnehmenden die Maskenpflicht sowie Mindestabstände nicht einhalten würden", hieß es vom Gericht. Der Anmelderin der Demonstration bleibt nun noch der Weg vor das Oberverwaltungsgericht.

14.1.2022 • 15:17 Uhr

Russland verschiebt Gesetzverabschiedung zu Beschränkungen

Die russische Regierung hat die Verabschiedung eines unpopulären Gesetzes zur Beschränkung des Zugangs Ungeimpfter zu öffentlichen Einrichtungen verschoben. Gleichzeitig ist die Zahl der Corona-Fälle sprunghaft angestiegen und hochrangige Beamte warnten vor der Ausbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante. Russland meldete 23.820 Neuinfektionen, was einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht, und 739 Todesfälle. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa erklärte, die Verabschiedung des Gesetzes sei aufgrund großer Unsicherheit verschoben worden, da der Gesetzentwurf ursprünglich als Reaktion auf die Delta-Variante ausgearbeitet worden sei. Nun hätten sich aber "neue Herausforderungen" ergeben.

Der Entwurf sah vor, dass Russen, die bestimmte öffentliche Einrichtungen betreten wollen, einen QR-Code vorweisen müssen, der entweder eine Impfung, eine kürzlich erfolgte Genesung oder eine medizinische Befreiung von der Impfung bestätigt. Die Initiative stieß zusammen mit einem weiteren Gesetzentwurf, der ein ähnliches System für inländische und internationale Flugzeuge und Züge vorsieht, auf großen Widerstand in der Bevölkerung.

14.1.2022 • 15:12 Uhr

Auch Bremen kündigt Luca-App - nur wenige Abfragen

Nach Schleswig-Holstein hat auch das Bundesland Bremen entschieden, die Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie zu kündigen. Das teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) mit. "Der Einsatz der Luca-App hat im vergangenen Jahr bei der Kontaktnachverfolgung keinen großen Mehrwert gezeigt", sagte sie. "In Bremen wurden nur wenige Abfragen durch das Gesundheitsamt vorgenommen, und somit hat sich das System für uns nicht bewährt."

Im kleinsten Bundesland hat das Gesundheitsamt den Angaben zufolge nur zehn Mal Daten abgefragt. Auch andere Länder überlegen einen Ausstieg aus der App, Schleswig-Holstein hat dies bereits entschieden.

14.1.2022 • 15:08 Uhr

Österreich wird wieder Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut mit.

Damit werden dann alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste stehen. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen. Neben Österreich kommen mehr als 30 andere Länder auf die Liste, viele davon in Afrika und in der Karibik. Die Zahl der Hochrisikogebiete erhöht sich zum zweiten Mal innerhalb eine Woche auf einen Schlag weltweit um mehr als 30 Länder. Insgesamt werden damit fast 140 der rund 200 Länder auf der Welt auf der Risikoliste stehen. Kein Land wird von der Liste gestrichen.

14.1.2022 • 14:42 Uhr

Lauterbach: Novavax-Impfstoff wohl ab 21. Februar verfügbar

Der Impfstoff von Novavax wird nach Angaben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach am 21. Februar in Deutschland verfügbar sein. Die Firma habe am Donnerstag zunächst die Lieferung von 1,75 Millionen Impfdosen zugesagt, sagt Lauterbach. Weitere 3,25 Millionen seien gekauft. "Ich kann nicht sagen, wann sie geliefert werden." Er hoffe aber, dass dies noch im Februar der Fall sein werde.

14.1.2022 • 14:34 Uhr

Drosten warnt vor zu früher Durchseuchung

Der Virologe Christian Drosten warnt angesichts der sich rasch verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus vor einer zu frühen Durchseuchung in Deutschland. Die Virusvariante sei zwar nach derzeitigem Kenntnisstand milder im Verlauf, weil es aber zu viele Fälle seien, werde dieser Gewinn"«wieder ausgelöscht", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité in Berlin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Chef Lothar Wieler. Noch gebe es deutlich zu viele ungeimpfte Menschen in Deutschland, besonders auch in der Gruppe der Über-60-Jährigen. Viele Menschen hätten zudem noch keine Auffrischimpfung erhalten, die aber das wirkungsvollste Mittel im Kampf gegen Omikron sei, so Drosten.

Der Virologe sprach von mehreren "schwierigen Doppelbotschaften" in der derzeitigen Diskussion. So gelte als sicher, dass das Virus selbst die Immunität der Bevölkerung immer wieder "updaten" und irgendwann "laufen" müsse. "Wir wissen aber im Moment nicht, ob wir uns das in Deutschland leisten können angesichts der Impflücken", warnte Drosten. Er ging davon aus, dass die endemische Lage bis Jahresende weitgehend erreicht sei. Er stellte in Aussicht, dass gegen die Omikron-Variante wahrscheinlich noch einmal bei der Impfung nachgesteuert werden müsse.

14.1.2022 • 14:34 Uhr

Island beschränkt Versammlungen weiter

Die verschlechterte Corona-Lage sorgt auf Island dafür, dass die Beschränkungen nochmals verschärft werden. Nur noch maximal zehn Menschen dürfen sich am selben Ort versammeln, zuvor hatte diese Zahl bei 20 gelegen. Veranstaltungsorte, die keine Restaurants sind, werden geschlossen. Events, auf denen Teilnehmer mit vorab gemachten Schnelltests eingelassen werden, sind nicht länger erlaubt. Gelten wird all das zunächst bis zum 2. Februar, wie die isländische Regierung nach Beratungen am Freitag bekannt gab. Das Gesundheitssystem sei so stark belastet, dass man keine andere Wahl habe, sagte Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir.

Erst in dieser Woche waren die seit kurz vor Weihnachten geltenden Corona-Beschränkungen auf der Insel um drei Wochen verlängert worden. Dazu zählte unter anderem auch, dass Restaurants um 22.00 Uhr schließen müssen. Island mit seinen rund 360.000 Einwohnern muss derzeit mit rekordhohen Neuinfektionszahlen fertig werden. Fast 10.000 Menschen befinden sich nach Infektionen in Isolation, über 11.000 weitere in Quarantäne.

Touristen wandern zum isländischen Wasserfall Gullfoss (Archivbild 2019) | dpa

Wegen steigender Corona-Zahlen verschärft Island erneut die Maßnahmen. Bild: dpa

14.1.2022 • 14:16 Uhr

Britische Regierung entschuldigt sich bei Queen

Das Büro des britischen Premierministers Boris Johnson hat sich beim Buckingham-Palast für zwei Lockdown-Partys am Vorabend der Beisetzung von Prinz Philip entschuldigt. "Es ist zutiefst bedauerlich, dass dies zur Zeit nationaler Trauer stattgefunden hat", sagte Johnsons Sprecher.

Johnson habe diese Woche bereits betont, dass das Verhalten im Regierungssitz den höchsten Standards entsprechen müsse. Die Downing Street übernehme auch die Verantwortung, "für Dinge, die wir nicht richtig gemacht haben". Sie habe sich auf offiziellem Weg beim Palast entschuldigt.

14.1.2022 • 14:06 Uhr

Impfstoffhersteller BioNTech schiebt Bruttoinlandsprodukt an

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wäre 2021 ohne den geschäftlichen Erfolg von BioNTech mit seinem Covid-19-Impfstoff eine Nummer kleiner ausgefallen. Etwa 0,5 Prozent dürfte das mittlerweile weltbekannte Mainzer Unternehmen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beigetragen haben, schätzen sowohl das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) als auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). "Es gibt einen deutlichen BioNTech-Effekt", sagte der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien, der Nachrichtenagentur Reuters.

Europas größte Volkswirtschaft ist dem Statistischen Bundesamt zufolge 2021 um 2,7 Prozent gewachsen. Ohne den BioNTech-Erfolg hätte es nur zu 2,2 Prozent gereicht, denn auch zum Wachstum habe das Unternehmen einen halben Prozentpunkt beigesteuert.

14.1.2022 • 14:02 Uhr

Schulze: Noch weiter Weg zur globalen Impfgerechtigkeit

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will sich bei den westlichen Industriestaaten für mehr Impfgerechtigkeit weltweit einsetzen. Dafür wolle sie die derzeitige deutsche G7-Präsidentschaft nutzen, sagte sie im Bundestag in Berlin. Sie räumte ein: "Es ist noch ein weiter Weg bis zu einer globalen Impfgerechtigkeit." In Afrika sei sogar das nach unten korrigierte Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis Jahresende 2021 zehn Prozent der Menschen zu impfen, verfehlt worden.

Schulze betonte, das internationale Impfprogramm Covax benötige nicht nur Impfdosen, sondern auch Unterstützung bei der Logistik, bei Kühltransporten, Spritzen und Handschuhen. Es müsse aber auch mehr Informations- und Aufklärungskampagnen geben, "denn Impfskeptiker gibt es leider in vielen Ländern". Schulze sagte weiter, gerade für ärmere Länder sei die Corona-Pandemie zu einer Poly-Pandemie geworden, mit gesundheitlichen, aber auch mit wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Den meisten Entwicklungsländern fehlten die Strukturen und die finanziellen Mittel, um auf Folgen der Pandemie reagieren zu können. Insgesamt müsse man leider sagen: "Vieles Schlechte, was wir auf der Welt bekämpfen, ist durch die Pandemie noch schlechter geworden."

14.1.2022 • 13:54 Uhr

Anhörung im Fall Djokovic am Sonntag

Der Fall Novak Djokovic geht in die nächste Runde. Nach dem angekündigten Einspruch seiner Anwälte gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien soll nun eine Anhörung vor dem Bundesgericht am Sonntag Klarheit über eine Teilnahme des serbischen Tennisstars bei den am Montag beginnenden Australian Open bringen. Das entschied Richter Anthony Kelly bei einer Anhörung am Freitag. Bis dahin darf Djokovic nicht abgeschoben werden.

Für den Weltranglistenersten ist zudem am Samstag um 8.00 Uhr Ortszeit eine Anhörung bei der Einwanderungsbehörde anberaumt. Anschließend kann er von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr mit seinen Anwälten den Gerichtstermin am Sonntag vorbereiten. Bis dahin muss er nicht in Abschiebehaft.

Novak Djokovic während eines Spiels bei den Australian Open 2021. | AFP

Nach der Annullierung des Visums: Eine Anhörung im Fall Djokovic findet am Sonntag statt. Bild: AFP

14.1.2022 • 13:54 Uhr

Strengere Maskenpflicht in beliebten Tiroler Skiorten

Wegen hoher Corona-Inzidenzen ist in den beliebten Tiroler Skiorten Kitzbühel, Ischgl und St. Anton in Österreich eine verschärfte Maskenpflicht im Freien eingeführt worden. Im Zentrum von Kitzbühel müssen seit Freitag FFP2-Masken getragen werden. Die Regelung gilt bis zum 23. Januar.

In Ischgl und St. Anton gilt eine ähnliche Regelung seit Donnerstag. Die beiden Orte liegen im Bezirk Landeck, wo die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner zuletzt bei rund 2900 stand. Im Bezirk Kitzbühel stand sie bei ungefähr 3400. Damit liegen diese Regionen weit über dem österreichischen Gesamtwert, der sich wegen der sich stark ausbreitenden Omikron-Variante zuletzt auf die Marke von 1000 zubewegte.

14.1.2022 • 13:46 Uhr

Niedersachsen kündigt FFP2-Maskenpflicht für Demos an

In Niedersachsen soll künftig landesweit eine FFP2-Maskenpflicht bei Demonstrationen gelten. Die Regelung für Versammlungen unter freiem Himmel solle mit der neuen Corona-Verordnung am Samstag in Kraft treten und auch für die unangemeldeten Corona-Proteste gelten, die als Spaziergänge bekannt geworden sind, kündigte eine Regierungssprecherin an.

14.1.2022 • 13:36 Uhr

Priorisierung von medizinischem Personal bei PCR-Tests

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ordnet eine Priorisierung bei den PCR-Tests an. Vorrang soll das Personal in medizinischen Einrichtungen haben, sagte der SPD-Politiker.

14.1.2022 • 13:21 Uhr

Wieler: Omikron wird Delta in wenigen Tagen verdrängt haben

Bei den Corona-Infektionsfällen wird die Omikron-Variante die Delta-Variante nach Worten des Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in wenigen Tagen vollständig verdrängt haben. Durch die Masse an Infektionen müsse man sich darauf einstellen, dass die Zahlen der Krankenhauseinweisungen und der Todesfälle wieder steigen würden, sagte Wieler. Bisher hätten die Todesfälle noch nicht wieder zugenommen: "Das wird sich aber ändern."

RKI-Chef Lothar Wieler | EPA

RKI-Chef Wieler geht von steigenden Todesfällen aus. Bild: EPA

14.1.2022 • 13:17 Uhr

Lauterbach: Maßnahmen verlangsamen Anstieg der Infektionsfälle

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlangsamen nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach den Anstieg der Infektionsfälle mit der Omikron-Variante. Deutschland habe nicht die kurze Verdoppelungszeit der Ansteckungen wie andere Länder, sagt der SPD-Politiker. Der Verdoppelungszeitraum habe vor einigen Wochen noch bei etwa 4,5 Tagen gelegen. Derzeit bewege man sich auf 6,5 Tage zu. Durch die Anti-Corona-Maßnahmen seien die Kontakte in Deutschland auf etwa 50 Prozent des "vorpandemischen Zeitalters" reduziert, sagte Lauterbach. "Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung."

14.1.2022 • 13:00 Uhr

Regierung hält an Impfziel fest

Die Bundesregierung hält nach Angaben der stellvertretenden Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Ziel fest, bis Ende Januar eine Quote an Erstimpfungen von 80 Prozent zu erreichen. Dies sei ein sehr ehrgeiziges Ziel, an dem man mit Hochdruck arbeite, sagt Hoffmann.

Zuvor hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach Zweifel geäußert, ob das Ziel noch erreichbar sein. Am Donnerstag ließen sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts 734.061 Menschen impfen. Darunter waren 50.604 Erstimpfungen. Insgesamt haben 74,9 Prozent mindestens eine Impfung erhalten.

14.1.2022 • 12:44 Uhr

Hongkong verbietet Transitflüge aus über 150 Ländern

Der internationale Flughafen Hongkong wird Passagieren aus mehr als 150 Ländern und Gebieten einen Monat lang den Transit verbieten. Fluggästen, die sich in den letzten 21 Tagen an Orten aufgehalten haben, die als hochriskant eingestuft würden, darunter die USA und Großbritannien, werde die Durchreise in Hongkong vom 16. Januar bis zum 15. Februar untersagt, hieß es in einem am Freitag vom Flughafen veröffentlichten Hinweis.

Hongkong hat derzeit mit einem Ausbruch von Omikron zu kämpfen. Die meisten Fälle werden auf zwei Besatzungsmitglieder der Fluglinie Cathay Pacific zurückgeführt, die gegen die Isolationsvorschriften verstoßen und in Restaurants und Bars in der Stadt gegessen hatten, bevor sie positiv getestet wurden. Seit Ende 2021 wurden mehr als 50 lokale Infektionen gemeldet. Davor gab es in Hongkong drei Monate lang keine Übertragungen in der Bevölkerung und es wurden Gespräche mit dem Festland geführt, um den Reiseverkehr mit dem übrigen China wieder aufzunehmen.

14.1.2022 • 12:32 Uhr

Niedersachsen verlängert Regelstudienzeit um ein Semester

Studierende in Niedersachsen dürfen ein Semester länger lernen. Um pandemiebedingte Nachteile zu verhindern, wird die individuelle Regelstudienzeit um ein Semester verlängert. Das kündigte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler in Hannover an. Die rasant steigenden Omikron-Fallzahlen seien eine Herausforderung für die Gestaltung und Abnahme von Prüfungen, so der CDU-Politiker. Schon in den vergangenen drei Semestern, sei die Regelstudienzeit in Niedersachsen Corona-bedingt um jeweils ein Semester verlängert worden.

14.1.2022 • 12:25 Uhr

China verschärft landesweit Corona-Maßnahmen

China hat seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter verschärft. Kinder an internationalen Schulen müssen ab der kommenden Woche auf das Virus getestet werden, und Flugpassagiere, die über ein Drittland einreisen wollen, werden nicht mehr ins Land gelassen. Die Einwohner werden aufgefordert, nur dann zu reisen, wenn es unbedingt notwendig ist, ohne Garantie, dass sie zurückkehren dürfen, wenn sie eine Stadt oder Region besucht haben, in der ein Ausbruch aufgetreten ist. Flüge und Busverbindungen zwischen Peking und mehreren Städten wurden eingestellt.

Die 14 Millionen-Metropole Tianjin hat eine dritte Runde von Massentests angeordnet, die am Samstagmorgen beginnen und innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein sollen. Tianjin ist eine von einem halben Dutzend Städten, in denen die Regierung Abriegelungen und andere Beschränkungen verhängt hat, um jeden Virusfall aufzuspüren. In den vergangenen Tagen wurden dort 126 Fälle entdeckt, die offenbar auf die hochansteckende Omikron-Variante zurückgingen. Die Behörden haben alle Reiseverbindungen zwischen Tianjin und Peking unterbrochen. Mehr als 20 Millionen Menschen befinden sich insgesamt in einem Lockdown, viele von ihnen müssen in ihren Häusern bleiben.

14.1.2022 • 12:20 Uhr

Zehntausende Hindus baden im Ganges

Zehntausende Hindus haben in Nordindien trotz steigender Corona-Zahlen an einem heiligen Bad im eiskalten Wasser des Ganges teilgenommen. Angeführt von Klostervorstehern und ascheverschmierten Asketen versammelten sich die Pilger am Sangam, dem Zusammenfluss der drei Flüsse Ganges, Yamuna und dem mythischen Saraswati, um am Magh-Mela-Festival teilzunehmen, einer der wichtigsten Pilgerfahrten im Hinduismus. Sie badeten im Ganges, ein Ritual, von dem die Hindus glauben, dass es ihre Sünden abwäscht und sie vom Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt befreit.

Eine ähnliche Zusammenkunft bei einem Hindufest im vergangenen Jahr in der Himalaya-Stadt Haridwar im Unionsstaat Uttarakhand trug zur verheerenden Verbreitung der Delta-Variante bei, die Indien zu einem der am schlimmsten betroffenen Länder der Welt machte. Epidemiologen bezeichneten das Festival als "Superspreader-Ereignis". Es wird erwartet, dass Millionen Hindus das Fest in den kommenden 47 Tagen besuchen würden.

Zehntausende Hindus nehmen ein Bad im Ganges | AFP

Weder das eisige Wasser noch Corona kann Zehntausende gläubige Hindus von einem Bad im Ganges abhalten. Bild: AFP

14.1.2022 • 11:25 Uhr

Bundesrat stimmt Quarantäneregeln zu

Die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen können in Kraft treten. Nach dem Bundestag stimmte auch der Bundesrat der Verordnung zu.

14.1.2022 • 11:07 Uhr

Italien: Inzidenz steigt auf 1988

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Italien ist auf 1988 gestiegen. Das teilte das Oberste Gesundheitsinstitut ISS mit. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 1669. Seit Weihnachten zeigt der Trend, dass immer mehr Covid-19-Patienten Betten in den Krankenhäusern belegen. Für die Intensivstationen gab das ISS den landesweiten Anteil mit 17,5 Prozent an.

Unscharf ist eine medizinische Mitarbeiterin zu erkennen, die eine Spritze mit dem Corona-Vakzin von BioNTech und Pfizer aufzieht. | REUTERS

In Italien gilt inzwischen eine Impfpflicht für Menschen ab 50 Jahren. Bild: REUTERS

Die Behörden meldeten zudem den Rekordwert von 184.600 Neuinfektionen und 316 Toten binnen eines Tages. Die Regierung verschärft seit Monaten Schritt für Schritt die Corona-Regeln.

14.1.2022 • 10:57 Uhr

Lauterbach sieht Ende der Pandemie kommen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sieht ein Ende der Pandemie kommen. Es gebe die Möglichkeit, die Pandemie in Deutschland in diesem Jahr zu beenden, sagt er in einer Sondersitzung des Bundesrats. Die Pandemie sei an einer "Schnittstelle" angekommen. Man gehe in das dritte Jahr. In diesem stelle sich die Frage, ob es gelinge, die Pandemie so zu entschärfen, dass man in eine endemische Lage mit nur noch sporadischen Ausbrüchen und wenigen Todeszahlen komme - oder ob man diese Gelegenheit ungenutzt passieren lasse. "Wir müssen diese Gelegenheit ergreifen und wir haben die Mittel dafür. Wir haben die Mittel dafür, die Pandemie in Deutschland in diesem Jahr weitestgehend zu beenden."

14.1.2022 • 10:46 Uhr

Deutsche Wirtschaft wächst nach Corona-Einbruch wieder

Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenn auch weniger deutlich als erwartet. Laut der ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,7 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Plus von rund vier Prozent, die Bundesregierung hatte mit 3,5 Prozent Wachstum gerechnet.

14.1.2022 • 10:38 Uhr

Pflegeheimbetreiber fordern Impfpflicht-Entscheidung

Private Pflegeheimbetreiber fordern eine schnelle Entscheidung über eine allgemeine Corona-Impfpflicht innerhalb der nächsten vier Wochen. Wenn es allein bei der Impfpflicht für das Personal in der Gesundheits- und Pflegebranche bleibe, die ab Mitte März gilt, sei Personalverlust und eine Gefährdung der pflegerischen Versorgung zu befürchten, sagte der Präsident des Verbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer.

Für die meisten Pflegekräfte sei es eine Selbstverständlichkeit, sich impfen zu lassen. Sie fühlten sich daher durch die einrichtungsbezogene Impfpflicht stigmatisiert und wenig wertgeschätzt, sagte Meurer. Das erhöhe die Gefahr, dass sie dem Beruf den Rücken kehrten. Zudem laufe die Absicht ins Leere, pflegebedürftige Menschen vor schweren Erkrankungen zu schützen, wenn Bewohner oder Besucher ungeimpft bleiben könnten.

14.1.2022 • 10:22 Uhr

Studie: Booster von Johnson & Johnson schützt vor schwerem Verlauf

Eine Booster-Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson schützt einer Studie zufolge vor einem schweren Verlauf bei einer Infektion mit der Omikron-Variante. Die Auffrischungsimpfung habe eine Wirksamkeit von 85 Prozent bei der Verhinderung einer Einweisung ins Krankenhaus für eine Dauer von ein bis zwei Monaten, heißt es in einer Studie der südafrikanischen Forschungsorganisation SAMRC. Für die Studie habe man medizinisches Fachpersonal untersucht, dass sich in der vierten Corona-Welle in Südafrika mit Omikron angesteckt habe.

14.1.2022 • 09:41 Uhr

Griechenland: Älteren Ungeimpften droht Geldstrafe

Ungeimpften über 60 Jahren droht in Griechenland von Montag an eine Geldstrafe von monatlich 100 Euro. Das bestätigte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. Die Maßnahme war bereits im November angekündigt worden. Seither seien fast 90 Prozent der über 60-Jährigen geimpft, sagte Mitsotakis. Von Montag an werde die staatliche Sozialversicherung die Daten Ungeimpfter an das Finanzamt weiterleiten, das die Strafzahlungen einziehen soll. Das Geld soll Krankenhäusern zukommen.

14.1.2022 • 09:19 Uhr

GEW: Lehrer sollen aus Quarantäne unterrichten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante vor weiteren Lernlücken in den Schulen gewarnt. Betroffene Lehrer sollten auch aus der Quarantäne heraus unterrichten, um den "Unterrichtsausfall möglichst gering zu halten", sagte GEW-Chefin Maike Finnern der "Wirtschaftswoche". Es sei aber fraglich, ob dafür die technischen Voraussetzungen in der Schule vorhanden seien.

Finnern forderte zudem Millioneninvestitionen für die Bereitstellung von Masken. Viele Kinder würden die Masken teils tagelang tragen. "Sicher wird das Millionen kosten, aber sicherer Unterricht sollte Bund und Ländern das wert sein."

Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz  | picture alliance/dpa

Gerade jetzt sei das regelmäßige Wechseln von Masken im Unterricht wichtig, sagt GEW-Chefin Finnern. Bild: picture alliance/dpa

14.1.2022 • 09:10 Uhr

Gastronomie: Fast jeder vierte Job weg

In der Gastronomiebranche in Deutschland ist während der Pandemie fast jeder vierte Job verloren gegangen. Das ergibt sich aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Danach arbeiteten in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 23,4 Prozent weniger Menschen in der Branche als im gleichen Zeitraum 2019.

Besonders traf es die Beschäftigten von Bars und Kneipen, wo seit 2019 fast die Hälfte (44,7 Prozent) der Belegschaft gehen musste. Bei Betrieben mit Essensangebot belief sich der Rückgang auf 22,5 Prozent, bei Caterern auf 17,1 Prozent.

14.1.2022 • 09:03 Uhr

Günther: Regierung soll Impfpflicht vorbereiten

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat die Bundesregierung aufgefordert, bei der Einführung der allgemeine Impfpflicht voranzugehen. Es sei die Verantwortung der Regierung, das entsprechend vorzubereiten, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Wir brauchen eine Impfpflicht dauerhaft in Deutschland." Die Impfpflicht sei ein "milderer" Grundrechtseingriff als etwa ein Lockdown oder einige andere Corona-Maßnahmen - die Union werde am Ende zustimmen.

Daniel Günther

Die Union werde einer Impfpflicht am Ende zustimmen, sagt Daniel Günther.

14.1.2022 • 08:58 Uhr

Neue Regeln: Marburger Bund befürchtet mehr Infektionen

Die Ärzteorganisation Marburger Bund befürchtet, dass die neuen Ausnahmen von der Quarantäne zu mehr Corona-Infektionen führen werden. "Wir fürchten, dass dann Infektionen weitergetragen werden", sagte die Verbandsvorsitzende der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte, Susanne Johna, im ZDF-Morgenmagazin. Kontaktpersonen von Infizierten müssten dann künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischimpfung haben oder innerhalb des letzten Vierteljahrs entweder ihre zweite Impfung bekommen haben oder genesen sind. Das gelte selbst dann, wenn sie sehr enge Kontaktpersonen seien. Generell sei es aber richtig, die Quarantäne und Isolationszeiten zu verkürzen, sagte Johna, da bei der inzwischen vorherrschende Corona-Variante Omikron die Viruslast zwar schneller steige, aber auch schneller wieder sinke.

14.1.2022 • 08:37 Uhr

DRK-Präsidentin für allgemeine Impfpflicht

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, hat ihren Ruf nach einer Impfpflicht für alle bekräftigt. "Besonders die immer noch bestehenden Impflücken bereiten uns in dieser Phase der Pandemie große Sorge", schrieb sie in einem Gastbeitrag für die "Neue Osnabrücker Zeitung". Daher sei sie "dafür, der allgemeinen Impfpflicht näherzutreten".

14.1.2022 • 08:37 Uhr

Verfahren gegen Gegendemonstranten in Dresden

Die Dresdner Polizei hat 22 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Personen eingeleitet, die am Donnerstag einen Corona-Protest am Universitätsklinikum verhindern wollten. Dabei gehe es um Verstöße gegen die zu diesem Zeitpunkt geltende sächsische Corona-Verordnung, sagte ein Polizeisprecher. Demnach waren am Donnerstag nur zehn Teilnehmer bei Versammlungen erlaubt. Medizinstudenten hatten sich in weißen Kitteln und mit Schildern wie "Impfen statt Schimpfen" vor das Gelände des Klinikums gestellt.

14.1.2022 • 08:09 Uhr

Australien: Djokovic-Visum erneut annulliert

Australien hat das Visum für den ungeimpften Tennisprofi Novak Djokovic erneut für ungültig erklärt. Der Serbe kann gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen. Er will an den Australian Open teilnehmen, die am Montag beginnen. Djokovic ist Weltranglistenerster und Titelverteidiger.

14.1.2022 • 07:36 Uhr

Fauci macht Hoffnung auf Abklingen der Pandemie

Der Immunologe Anthony Fauci, Berater von US-Präsident Joe Biden, hat Hoffnung auf ein Abklingen der Pandemie gemacht, zugleich aber davor gewarnt, das Coronavirus zu unterschätzen. "Ich denke, wir erleben die Entwicklung zu einer viel häufigeren, aber weniger schweren Infektion", sagte Fauci dem "Spiegel". Wenn ausreichend viele Menschen geimpft oder genesen seien, könne die Krankheit schon bald zu einer weiteren Atemwegserkrankung werden, die für den größten Teil der Bevölkerung kein Problem mehr darstelle.

Anthony Fauci | REUTERS

Besorgt über das Infektionsgeschehen in Ländern mit niedriger Impfquote: US-Immunologe Fauci. Bild: REUTERS

Es gebe aber immer noch viele Länder - insbesondere solche mit niedrigem und mittlerem Einkommen - in denen die Impfrate sehr niedrig sei, sagte Fauci. Es werde also weiter ein schwelendes Infektionsgeschehen geben. "Damit geben wir dem Virus die Möglichkeit zu mutieren - und es ist denkbar, dass die nächste Variante nicht nur ansteckender ist, sondern auch schwerere Krankheitsverläufe verursacht."

14.1.2022 • 06:31 Uhr

Virologe Stöhr: Kontaktnachverfolgung nicht angemessen

Die Kontaktnachverfolgung nach Corona-Infektionen ist aus Sicht des Virologen Klaus Stöhr nicht mehr angemessen. "Von der Inzidenz her ist es von den Gesundheitsämtern nicht mehr zu stemmen", sagte er im Podcast "Die Wochentester" des "Kölner Stadt-Anzeigers" und des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Wenn ein Großteil der Bevölkerung mild und asymptomatisch infiziert sei und Antikörper habe, werde eine sogenannte Kontaktnachverfolgungs-Quarantäne sinnlos, so der frühere Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation. Der beste Weg aus der Pandemie wäre nach Stöhrs Worten hingegen, wenn sich Geimpfte infizierten. "Im Paket wird es dann einen langanhaltenden Immunschutz geben."

14.1.2022 • 06:14 Uhr

Pfizer beantragt in Japan Zulassung für Corona-Tablette

Der Pharmakonzern Pfizer hat nach eigenen Angaben die Zulassung für seine Pillen zur Behandlung von Covid-19 in Japan beantragt. Wie der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida bestätigte, habe er bereits im vergangenen Monat mit Pfizer-CEO Albert Bourla gesprochen, um zwei Millionen Dosen der Tablette für Japan zu sichern.

14.1.2022 • 06:12 Uhr

Lockdown-Partys in Downing Street vor Beisetzung von Philip

Dutzende Beschäftigte des britischen Premierministers Boris Johnson haben am Vorabend der Beisetzung von Queen-Gemahl Prinz Philip im April 2021 Lockdown-Partys in der Downing Street gefeiert. Es habe sich um die Verabschiedung von zwei Vertrauten des Regierungschefs gehandelt, berichtete die Zeitung "Daily Telegraph" unter Berufung auf Augenzeugen. Johnson selbst war demnach nicht anwesend. Die Zeitung schrieb, die Berichte seien von Downing Street nicht dementiert worden.

14.1.2022 • 05:39 Uhr

Amtsärzte warnen vor Schnelltests zum Freitesten

Die deutschen Amtsärzte warnen davor, Schnelltests als Mittel zum Freitesten für Infizierte in Isolation anzuwenden: "So lange offen ist, welche Schnelltests zuverlässig die Omikron-Variante erkennen, ist es problematisch, beim Freitesten von Infizierten auf Schnelltests als Alternative zu PCR-Tests zu setzen", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

"Sollten die PCR-Tests wie erwartet knapp werden, steuern wir auf eine schwierige Lage zu." Nach den neuen Quarantäneregeln, auf die sich Bund und Länder geeinigt hatten, können sich Infizierte und Kontaktpersonen in der Regel nach sieben Tagen mittels PCR-Test oder zertifiziertem Schnelltest freitesten und die Frist damit um drei Tage verkürzen.

14.1.2022 • 05:35 Uhr

Bildungsministerin begrüßt STIKO-Empfehlung

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat die STIKO-Empfehlung zur Booster-Impfung für 12- bis 17-Jährige mit Blick auf den Schulbetrieb im Land begrüßt. Es sei gut, dass die Ständige Impfkommission in dieser Frage Klarheit geschaffen habe, sagte die FDP-Politikerin.

"Das Boostern von 12- bis 17-Jährigen erhöht den Schutz vor Omikron. Es ist damit auch ein Beitrag zur Offenhaltung der Schulen. Dort brauchen wir jetzt mehr niedrigschwellige Impfangebote." Die Ständige Impfkommission hatte sich für eine Corona-Auffrischimpfung auch bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen.

14.1.2022 • 04:10 Uhr

RKI meldet 92.223 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet mit 92.223 Corona-Neuinfektionen wieder einen neuen Höchstwert. Das sind 35.888 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 56.335 Positiv-Tests gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 470,6 von 427,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 286 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 115.337.

14.1.2022 • 03:00 Uhr

KBV empört über Steinmeiers Impfpflicht-Diskussion

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ist empört über die Impfpflicht-Diskussion von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Bürgerinnen und Bürgern. "Dass der Bundespräsident zum Dialog lädt und die Ärzte nicht dabei hat, war clownesker Höhepunkt der Debatte", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Stephan Hofmeister, der "Ärzte Zeitung".

Stattdessen seien Impfgegner zu Wort gekommen mit ihren "an den Haaren herbeigezogenen" Einwänden, monierte Hofmeister. "Die können nun sagen, sie hätten das beim Präsidenten vorgetragen und sie seien nicht widerlegt worden. Eine Groteske."

Steinmeier hatte am Mittwoch mit mehreren Bürgerinnen und Bürgern über das Für und Wider einer allgemeinen Corona-Impfpflicht diskutiert. An der Veranstaltung nahmen zwei Impfskeptiker teil, außerdem Wissenschaftler, ein Lehrer und eine Krankenschwester. 

14.1.2022 • 01:32 Uhr

Zahl der Intensivpatienten noch rückläufig

Die anrollende Omikron-Welle in Deutschland schlägt sich bisher noch nicht auf den Intensivstationen nieder. Die Zahl der dort behandelten Corona-Infizierten ist erstmals seit Mitte November wieder knapp unter die 3000er-Marke gesunken, wie aus Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht. Seit dem Höhepunkt der vierten Welle im Dezember mit rund 5000 Corona-Intensivpatienten gleichzeitig ist die Zahl stetig zurückgegangen. Auch bei den gemeldeten Erstaufnahmen ist der Trend rückläufig. 

Experten sehen aber noch keinen Grund zur Entwarnung für die nächsten Wochen, unter anderem wegen offener Fragen zu Omikron und einer erwarteten weiteren Zunahme der Ansteckungen. Generell gibt es einen Zeitverzug, bis ein Infizierter - im schlimmsten Fall - auf der Intensivstation landet. Die Dauer kann je nach Variante variieren, von gut einer Woche bis mehr als zwei; in Bezug auf Omikron gibt es noch keine Gewissheit.

"Einen Wiederanstieg der Zahl der Intensivpatienten in Deutschland dürften wir noch nicht ganz so schnell sehen", erwartet Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters. Er warnte jedoch davor, Omikron als mild abzutun - auch wenn die Variante per se tatsächlich weniger krankmachend sei als Delta. "Es besteht ein Risiko auch bei Omikron, insbesondere für Menschen ohne Impfung", sagte Karagiannidis.

Laut RKI hat sich Omikron in Deutschland zuletzt weiter stark ausgebreitet, es habe Fälle in fast allen Landkreisen gegeben. In den nächsten Wochen werde mit einer starken Zunahme der Ansteckungen gerechnet. Omikron sei auch bei Geimpften und Genesenen leichter übertragbar.

14.1.2022 • 01:32 Uhr

Kliniken: Rechtsunsicherheit bei Teil-Impfpflicht

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Gewerkschaft ver.di sehen eine große Rechtsunsicherheit bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Kliniken und Pflegeheimen. "Wir müssen ab 15. März den Gesundheitsämtern melden, von wem wir keinen Nachweis über eine Impfung bekommen haben", sagte DKG-Chef Gerald Gaß den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Dann müsste das Gesundheitsamt nach seinen Worten auf diese Menschen zugehen, ihnen eine Frist setzen, bis zu der sie den Nachweis erbringen müssten und die Krankenhäuser dann über den aktuellen Stand informieren. "Unklar ist aber, was das für uns bedeutet, wenn die Mitarbeiter ab 15. März keinen Impfnachweis vorlegen", sagt Gaß. "Stellen wir die Mitarbeiter dann frei? Und ist das arbeitsrechtlich eindeutig geklärt?" Nach Einschätzung der DKG-Juristen sei es das nicht.

Die Gesundheitsexpertin im ver.di-Bundesvorstand, Sylvia Bühler, sagte den Zeitungen: "Aus unserer Sicht darf wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht niemandem gekündigt werden." Niemand dürfe dem Gesundheitswesen ganz verloren gehen, man brauche alle Arbeitskräfte. "Daher: Kündigungen dürfen nicht ausgesprochen werden. Das ist unsere politische und juristische Auffassung."

14.1.2022 • 01:32 Uhr

DKG: Normalstationen bald stark belastet

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, befürchtet angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine starke Belastung der Normalstationen in den Kliniken. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte Gaß: "Dies bedeutet aber auch, dass der ambulante Sektor vor einer neuen Herausforderung stehen wird."

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssten ihre Patientinnen und Patienten verstärkt ambulant behandeln, um zu vermeiden, dass Krankenhäuser überfordert werden, meinte Gaß. "Dazu gehören mehr Hausbesuche in Altenheimen und bei allein lebenden Menschen", sagte Gaß. "Wir müssen die Krankenhäuser vor Überlastung schützen, denn wir dürfen nicht vergessen, dass noch immer über 3000 Covid-Patienten auf den Intensivstationen liegen."

14.1.2022 • 01:32 Uhr

Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundestag

Der Bundestag hat den Weg für die zwischen Bund und Ländern verabredeten neuen Quarantäneregeln in der Corona-Pandemie freigemacht. Die Verordnung, die am Donnerstagabend gebilligt wurde, schafft unter anderem den rechtlichen Rahmen dafür, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr isolieren müssen. Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern. Bevor die Verordnung in Kraft treten kann, muss heute noch der Bundesrat zustimmen.

14.1.2022 • 01:32 Uhr

WHO empfiehlt zwei weitere Medikamente

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zwei weitere Arzneimittel für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Es handelt sich dabei um den Wirkstoff Baricitinib, der zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt wurde, und Sotrovimab, einen eigens für Covid-19-Patienten entwickelten monoklonalen Antikörper.

Die neue Empfehlung basiert auf sieben Studien mit mehr als 4000 Patienten, berichteten die WHO-Experten im Fachmagazin "The BMJ". Schwerkranke Covid-19-Patientinnen und -Patienten hätten mit Baricitinib bessere Überlebenschancen und die Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung werde reduziert, heißt es in der neuen Richtlinie. Es seien keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Das Arzneimittel solle in Kombination mit Kortikosteroiden verabreicht werden.

Covid-19-Patienten mit weniger schwerem Krankheitsverlauf, aber hohem Risiko einer Krankenhauseinweisung könnten vom Einsatz des monoklonalen Antikörpers Sotrovimab profitieren, schreibt die WHO. Das Mittel mit dem Markennamen Xevudy ist auch in der EU zugelassen.

14.1.2022 • 01:30 Uhr

Der Liveblog von Donnerstag zum Nachlesen

Der Bundestag ermöglicht Ermittlungen gegen den AfD-Abgeordneten Hilse. Er soll auf einer Querdenker-Demonstration Widerstand gegen die Polizei geleistet haben. Familienministerin Spiegel will ein "Zukunftspaket" für Kinder schnüren. Die Entwicklungen von Donnerstag zum Nachlesen.