Fahrzeuge überqueren die deutsch-tschechische Grenze in Bayern | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Bayern will Grenzkontrollen verstärken ++

Stand: 07.02.2021 23:01 Uhr

Wegen der Pandemie-Lage in Österreich und Tschechien will Bayern die Grenzkontrollen zu den beiden Nachbarländern verschärfen. Gesundheitsminister Spahn will Impfungen beschleunigen und flexibler machen. Alle Entwicklungen im Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Bayerns Innenminister kündigt schärfere Grenzkontrollen an
  • Halles Oberbürgermeister Wiegand verteidigt seine Corona-Impfung
  • Britische Betriebe bekommen Schnelltests von der Regierung
  • Australien Open trotz massiver Kritik kurz vor Start
  • In Dänemark gelten seit heute strengere Einreiseregeln
  • RKI meldet erneut leicht fallende Sieben-Tages-Inzidenz
7.2.2021 • 23:01 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

7.2.2021 • 22:15 Uhr

Wintereinbruch: Corona-Impfungen in Sangerhausen fallen aus

Der Wintereinbruch in Teilen Deutschlands hat auch die Arbeit in einem Corona-Impfzentrum in Sachsen-Anhalt gestoppt. Es könne nicht sichergestellt werden, dass angesichts der Wetterverhältnisse genügend Personal für die Impfungen gegen das Coronavirus ins Impfzentrum Sangerhausen kommen könne, teilte der Landkreis Mansfeld-Südharz am Abend mit. Wer für diesen Montag einen Termin vereinbart habe, solle sich für einen neuen Termin in dieser Woche beim Impfzentrum melden.

7.2.2021 • 22:14 Uhr

Bericht: Leitfaden soll sichere Schulöffnungen ermöglichen

Schulen können einem vom Bundesbildungsministerium geförderten Leitfaden zufolge auch in Zeiten der Corona-Pandemie sicher geöffnet werden. Voraussetzung sei allerdings, dass alle im Leitfaden genannten Hygieneregeln streng befolgt würden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", der die Handlungsempfehlungen vorab vorlagen. Sie sollen am Montag veröffentlicht werden.

Wie die Zeitung schreibt, sollen Kontakte bei einem mäßigen Infektionsgeschehen auf eine festgelegte Gruppe beschränkt sein, die Interaktion mit weiteren Gruppen soll ausgeschlossen bleiben. Bei einem hohen Infektionsgeschehen soll der Unterricht zudem gestaffelt beginnen, Schüler und Lehrer sollen eine OP-Maske tragen. Ist das Infektionsgeschehen sehr hoch, soll Wechselunterricht stattfinden, die Klassen sollen halbiert werden. Zudem gibt es Empfehlungen zum Lüften von Räumen, Maßnahmen im Musikunterricht sowie einen klaren Umgang mit erkälteten Schülern und Verdachtsfällen. Sportunterricht wird demnach befürwortet, weil die positiven gesundheitlichen Wirkungen zumindest unter bestimmten Voraussetzungen überwiegen. Der Leitfaden wurde unter Mitwirkung von 36 Fachgesellschaften erarbeitet und vom Bildungsministerium gefördert. 40 Studien wurden demnach ausgewertet.

7.2.2021 • 20:40 Uhr

Südafrika setzt Einsatz von AstraZeneca-Vakzin vorerst aus

Südafrika wird den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca aussetzen, solange Wissenschaftler über die beste Verwendung der Arznei beraten. Das kündigte Gesundheitsminister Zweli Mkhize an. Zuvor hatte AstraZeneca eingeräumt, der Impfstoff biete nur begrenzten Schutz bei einer mild verlaufenden Infektion mit der südafrikanischen Variante des Virus.

7.2.2021 • 19:53 Uhr

Meidinger: Schulen "behutsam und vorsichtig" öffnen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Hans-Peter Meidinger, hat vor einer schnellen Wiedereröffnung der Schulen gewarnt. Eine Öffnung sei nur "sehr behutsam und vorsichtig, auf keinen Fall flächendeckend in allen Regionen möglich", sagte Meidinger der "Welt". Auch in Städten und Landkreisen mit geringem Infektionsgeschehen sollten Bildungseinrichtungen nur stufenweise in den Wechselbetrieb zurückkehren und die Klassen in kleineren Gruppen mit Mindestabstand unterrichten. Zudem wünscht sich Meidinger eine FFP2-Maskenpflicht für Lehrkräfte und mindestens eine OP-Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler.

Die Hauptforderung sei ein an regionalen Inzidenzen orientierter Hygienestufenplan, der klar regele, welcher Schulbetrieb möglich sei, sagte Meidinger. Er erneuerte seine Forderung, dass Lehrerinnen und Lehrer früher geimpft werden müssten. Dafür plädieren unter anderem auch der Deutsche Städtetag, der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

7.2.2021 • 19:49 Uhr

Kretschmer befürwortet vorsichtige Lockerungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält eine vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen für vertretbar. "Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen zunächst die Kindergärten öffnen und die Grundschulkinder wieder in die Schulen gehen können. So werden wir es in Sachsen organisieren und so halte ich es auch für ganz Deutschland für richtig", sagte der CDU-Politiker der "Leipziger Volkszeitung". "Ich teile nicht die Meinung, dass wir überhaupt nichts lockern können." Er halte Öffnungen durchaus für "verantwortbar, wenn die Schritte überschaubar sind".

7.2.2021 • 19:32 Uhr

Österreich lockert Corona-Beschränkungen ab Montag

Österreich lockert ab Montag seine Corona-Einschränkungen. Schulen, Museen und Geschäfte dürfen dann wieder öffnen. Besucher und Kunden müssen aber medizinische Masken tragen. Für Besuche bei Friseuren muss zusätzlich ein negativer Corona-Tests vorgewiesen werden. Auch Treffen von Menschen aus mehr als zwei Haushalten sind ab Montag wieder erlaubt. Zugleich will Österreich die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern verschärfen, um eine Verbreitung des Coronavirus durch Reisende einzudämmen. Die Reisebewegungen sollen nach Angaben des Innenministeriums auf ein Minimum reduziert werden.

7.2.2021 • 19:07 Uhr

Söder: Wir werden den Lockdown verlängern müssen

Aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist ein detaillierter Stufenplan mit Corona-Öffnungsschritten nur schwer umsetzbar. "Ich warne aber jetzt schon ein bisschen davor, dass wir sozusagen durchexerzierte Stufenpläne mit acht, neun, oder zehn Stufen haben, die dann möglicherweise auf den Tag terminiert sind und dann nicht zu halten sind", sagte Söder am Sonntag im Bericht aus Berlin. "Das Auf-Sicht-fahren nervt. Aber das Auf-Sicht-fahren ist das einzige, was wirklich hilft. Denn der Herausforderer, vor dem wir stehen, - Corona - hält sich null an Termine, die wir setzen."

Über eine Perspektive werde aber bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch gesprochen, sagte Söder. Die werde es sicher geben. "Wie und wielange und in welchem Umfang, das muss man noch diskutieren."

7.2.2021 • 18:13 Uhr

Tschentscher gegen automatische Lockerung bei Inzidenzwert 50

Der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher spricht sich gegen automatische Lockerungen der Corona-Beschränkungen bei einem Inzidenzwert unter 50 aus. "Es darf keinen Automatismus geben", sagt der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir brauchen eine Einschätzung der Gesamtlage und müssen sehr vorsichtig bleiben." Er erwarte eine Fortsetzung des Lockdown nach dem Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch.

7.2.2021 • 17:54 Uhr

Bayern will Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien verstärken

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, dehnt Bayern die Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien aus. Er habe eine verstärkte Schleierfahndung bei Grenzpendlern, Grenzgängern und Reiserückkehrern angeordnet, sagte Innenminister Joachim Herrmann dem "Münchner Merkur". Auch werde Bayerns Grenzpolizei verstärkt durch zusätzliche Einheiten der Bereitschaftspolizei. "Die Corona-Lage ist immer noch sehr brenzlig, gerade mit Blick auf die hochansteckenden Corona-Mutationen", betonte Herrmann. "Daher müssen wir sehr genau die Einhaltung der strengen Corona-Einreiseregeln überwachen, vor allem an den Grenzen zu Tschechien und Österreich sowie auch an den Flughäfen."

Auch Österreich hatte bereits angekündigt, Grenzkontrollen zu Deutschland und den weiteren Nachbarländern von morgen an massiv zu verschärfen. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden, teilte das österreichische Innenministerium mit.

7.2.2021 • 17:43 Uhr

Großbritannien: Zwölf Millionen Menschen bereits geimpft

In Großbritannien haben mehr als zwölf Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus aktuellen Zahlen der Regierung hervor. Bis Mitte Februar will die britische Regierung den gefährdetesten Gruppen - darunter Über-70-Jährige, Menschen mit Vorerkrankungen sowie medizinisches und Pflege-Personal - und damit 15 Millionen Menschen eine Impfung angeboten haben. Derzeit ist man zuversichtlich, dieses Etappenziel auch zu erreichen. Bis Mai sollen dann alle Über-50-Jährigen eine Impfung erhalten.

Wegen des frühzeitigen und umfangreichen Einkaufs bei verschiedenen Herstellern ist Großbritannien weniger stark von Lieferengpässen bei Impfstoffen betroffen als etwa die EU-Länder. Die WHO rief das Land bereits dazu auf, Impfdosen abzugeben, sobald die gefährdetesten Gruppen der britischen Bevölkerung geimpft sind. Sollten alle Impfstoff-Hersteller, mit denen Großbritannien Verträge geschlossen hat, Zulassungen für ihre Mittel bekommen, hätte das Land genug Dosen bestellt, um seine Bevölkerung dreimal durchzuimpfen.

Die Zahl der Neuinfektionen, die nach der Ausbreitung der Variante B.1.1.7 im Dezember zeitweise bei mehr als 70.000 Fällen pro Tag lag, ist in den vergangenen Wochen dank eines harten Lockdowns stark gesunken. In den vergangenen sieben Tagen zählte das Land 218 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner.

7.2.2021 • 17:34 Uhr

Ungarn genehmigt russischen Impfstoff Sputnik V

Ungarn lässt erwartungsgemäß den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu. Das teilte der Minister für Humanressourcen, Miklos Kasler, auf seiner Facebook-Seite mit. Das Zentrum für Nationale Volksgesundheit (NNK) habe nach Ende der notwendigen Prüfung die Genehmigung erteilt, sagte Kasler, zu dessen Ressort auch das Gesundheitswesen gehört.

Ministerpräsident Viktor Orban hatte bereits vergangenen Freitag angekündigt, dass die Zulassung von Sputnik V bevorstehe. Ungarn nutzt damit erstmals einen Impfstoff gegen das Coronavirus, der noch nicht EU-weit zugelassen ist. Im Genehmigungsverfahren befindet sich in Ungarn zudem das von der chinesischen Firma Sinopharm produzierte Anti-Corona-Vakzin. Das Land verimpft zudem die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna sowie AstraZeneca.

7.2.2021 • 17:27 Uhr

Finanzminister Scholz bei Schuldenabbau optimistisch

Mit Milliardenhilfen kämpft der Bund gegen die Folgen der Corona-Krise. Trotzdem rechnet Finanzminister Scholz mit einer Bewältigung der Schuldenlast binnen zehn Jahren. Dabei könne auch eine Vermögenssteuer helfen, wie er im Bericht aus Berlin erklärte.

7.2.2021 • 16:31 Uhr

Super Bowl unter Corona-Bedingungen

Heute Nacht steht eines der größten Sportereignisse der Welt an: der Super Bowl. Beim NFL-Endspiel treten die Tampa Bay Buccaneers gegen Titelverteidiger Kansas City Chiefs an. Trotz Covid-19 werden Tausende Zuschauer erwartet.

7.2.2021 • 16:26 Uhr

Landkreis Osnabrück: 14 Heimbewohner trotz Impfung infiziert

In einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück hat es trotz Impfung einen Ausbruch der britischen Corona-Variante gegeben. Bei 14 Senioren sei das Virus B.1.1.7. nachgewiesen worden - obwohl alle Bewohner am 25. Januar zum zweiten Mal geimpft worden seien, teilte der Landkreis mit. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt. Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz forderte das Gesundheitsministerium zu engmaschiger Überwachung in Pflegeheimen nach der zweiten Impfung auf. Andernfalls gäbe es keine verlässlichen Daten dazu, welche Gefahr die Mutation für die Hochrisikogruppe bedeute.

Bisher gebe es nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern, was eine positive Wirkung der Impfung sein könne, sagte der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff, mit Verweis auf Angaben des zuständigen Amtsarztes. Geimpft worden sei mit dem Produkt von BioNTech/Pfizer. Wann sich die Bewohner genau infiziert haben, sei unklar. Es zeichne sich immer mehr ab, dass geimpfte Menschen nicht immun gegen das Coronavirus seien und es auch weitergeben könnten, sagte Brysch.

7.2.2021 • 16:15 Uhr

Tourismusbeauftragter rechnet mit Boom in Deutschland

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, rechnet damit, dass die meisten deutschen Urlauber in diesem Jahr im eigenen Land verreisen werden. "Die meisten werden in Deutschland bleiben", sagte Bareiß dem Wirtschaftsmagazin "Business Insider". Auslandsreisen würden allerdings schrittweise auch wieder möglich sein - auch wenn die große Fernreise wegen unsicherer Infektionsdaten und Verzögerung beim Impfen eher nicht drin sei.

"Die klassische Pauschalreise in Griechenland, der Türkei, Mallorca, das wird unter entsprechenden Hygiene- und Infektionsschutzvorkehrungen sicher sein können. Das gleiche gilt möglicherweise auch für Fernreisen wie in die USA", sagte Bareiß. In Regionen mit stark unterschiedlicher Infektionslage wie Ägypten könnten einzelne Regionen für Urlauber freigegeben und dann von Fluggesellschaften punktuell angeflogen werden. 

7.2.2021 • 15:51 Uhr

Spahn: "Ältere können schneller als geplant geimpft werden"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Corona-Impfungen mit einer neuen Verordnung beschleunigen und flexibler machen. "So kann die Impfkampagne weiter an Fahrt aufnehmen", sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Impfverordnung, die morgen in Kraft treten soll, sieht einige Änderungen bei der Einstufung der Bevölkerung in drei vorrangig zu impfende Gruppen vor. Anders als bisher sollen zum Beispiel Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten schneller berücksichtigt werden.

Außerdem steht nach Informationen der dpa darin, dass künftig von der Reihenfolge in Einzelfällen abgewichen werden kann, etwa wenn dies "zur kurzfristigen Vermeidung des Verwurfs von Impfstoffen notwendig ist". Spahn sagte, dass Impfdosen aus angebrochenen Fläschchen zum Beispiel an Gesundheitspersonal verimpft werden sollen statt sie wegzuwerfen.

"Mit der Impfverordnung folgen wir den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission», sagte Spahn. "Und wir reagieren auf erste Erfahrungen mit der Impfkampagne in der Praxis. Ältere können so schneller als geplant geimpft werden."

7.2.2021 • 15:34 Uhr

Österreich verschärft Grenzkontrollen

Österreich will aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus Grenzkontrollen zu Deutschland und den weiteren Nachbarländern ab morgen massiv verschärfen. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden, teilte das Innenministerium mit.

"Die Grenzkontrollen dienen als Wellenbrecher für Infektionsketten, die gerade durch neue Virusmutationen immer gefährlicher werden", sagte Innenminister Karl Nehammer. Zu dem Thema habe Nehammer auch ein positives Gespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Horst Seehofer geführt.

Anfang der vergangenen Woche waren bereits striktere Regeln für Einreisende nach Österreich verkündet worden. Jeder Reisende muss künftig beim Grenzübertritt einen negativen Corona-Test vorlegen. Ausnahmen gibt es nicht mehr. Jetzt soll auch das Netz der Kontrollen an den Grenzen deutlich dichter werden.

7.2.2021 • 15:25 Uhr

Halles Oberbürgermeister steht zu seiner Impfung

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat nach seiner Erstimpfung und der daraus resultierenden öffentlichen Empörung Fehler bei der Kommunikation eingeräumt. "Das hätte man transparenter machen müssen", sagte Wiegand. Das grundsätzliche Vorgehen bei seiner Impfung verteidigte er dagegen erneut: "Wir im Katastrophenschutzstab stehen zu dem Vorgehen."

Gestern hatte Wiegand angegeben, dass er und zehn seiner Stadträte bereits eine Impfung bekommen hatten, obwohl sie nicht zur ersten Prioritätsgruppe gehören. Er begründete das mit einem Verfahren, das die Stadt für den Umgang mit Impfdosen entwickelt hatte, die am Ende des Tages übrig bleiben und nicht bis zum nächsten Tag haltbar sind. Demnach werden bei solchen Resten zunächst Menschen der ersten Prioritätsgruppe angerufen.

Bernd Wiegand | dpa

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand und zehn Stadträte sind entgegen der in der Impfverordnung festgelegten Reihenfolge gegen Corona geimpft worden. Bild: dpa

Sollten die nicht für eine spontane Impfung zur Verfügung stehen, werde mit einem Zufallsgenerator ein Kandidat aus einem Pool aus Rettungsdiensten, Fachärzten, Stadträten und Angehörigen des Katastrophenstabes gezogen. Im Rahmen dieses Verfahrens sei er am 17. Januar angerufen worden und habe sich impfen lassen, nachdem er sich vergewissert habe, dass keine anderen Kandidaten zur Verfügung stehen, sagte Wiegand. In Folge der Kritik sei das Verfahren nun aber gestoppt worden.

7.2.2021 • 14:57 Uhr

Thüringen für bundesweit einheitliches Lockerungskonzept

Thüringens rot-rot-grüne Landesregierung plädiert für ein bundesweit einheitliches Szenario für einen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown. Drei Tage vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schickte die Regierung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ihre Vorschläge an die anderen Bundesländer.

Darin ist die Rede von "möglichst bundesweit einheitlich festzulegenden Kriterien für einen Stufenplan", zitiert die Deutsche Presse-Agentur in Erfurt aus dem Papier, das ihr vorliegt.

Neben der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sollen bei der Öffnung von Schulen und Kitas, Friseursalons, Einzelhandelsgeschäften oder Gaststätten auch Kriterien wie die Dynamik des Infektionsgeschehens, die erreichte Impfquote oder die Auslastung von Intensivbetten eine Rolle spielen. Einige Länder, darunter Bayern, sehen einen Stufenplan allerdings skeptisch.

7.2.2021 • 13:08 Uhr

Polizei löst illegale Techno-Party in Köln auf

41 Menschen haben in der Nacht in einem leer stehenden Gebäude in Köln gefeiert - den geltenden Corona-Regeln zum Trotz. Anwohner meldeten die illegale Party, die Polizei löste sie dann auf. Beim Eintreffen der Beamten zog sich eine 21-Jährige leichte Verletzungen zu, als sie mit einem Sprung aus vier Metern Höhe fliehen wollte.

Erste Ermittlungen ergaben, dass das Haus einsturzgefährdet ist. Die Einsatzkräfte stellten Musikboxen, Mischpulte, ein Stromaggregat sowie einen Benzinkanister sicher. Die Teilnehmer erhielten einen Platzverweis, sie erwarten nun Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

7.2.2021 • 12:48 Uhr

Britische Regierung stellt Betrieben Schnelltests zur Verfügung

Arbeitnehmer in Großbritannien, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, sollen von der Regierung regelmäßige Schnelltests zur Verfügung gestellt bekommen. Das betrifft Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten. Zuvor war das Angebot auf Unternehmen und Organisationen mit mehr als 250 Mitarbeitern beschränkt gewesen - darunter auch Grenzbeamte, Feuerwehrleute und Polizisten.

"Arbeitgeber sollten ihre Beschäftigten regelmäßig testen lassen, und diese Offensive der Regierung soll Aufmerksamkeit dafür schaffen und mehr Unternehmen dazu ermutigen, Schnelltests einzuführen", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Nach Berichten des "Telegraph" könnten Arbeitnehmer im Frühjahr an ihren Arbeitsplätzen auch gegen das Coronavirus geimpft werden.

7.2.2021 • 12:39 Uhr

"Absage der Australian Open wäre katastrophal gewesen"

Turnierdirektor Craig Tiley hat kurz vor Beginn der Australian Open die Austragung des ersten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison in Corona-Zeiten noch einmal vehement verteidigt. Eine Absage wäre "katastrophal" gewesen, sagte er. In diesem Fall hätte der Verlust des Turniers für Melbourne gedroht.

Tiley hatte viel Kritik dafür einstecken müssen, dass die Australian Open mitten in der Coronavirus-Pandemie ausgetragen werden. Die Organisatoren hatten große Mühen und viel Geld aufgewendet, um Tennisprofis aus der ganzen Welt nach Australien fliegen zu lassen und sie dort für zwei Wochen in Hotels in Quarantäne zu stecken. Trotz aller Vorkehrungen hatte es auf einigen Flügen Corona-Fälle gegeben, zuletzt infizierte sich ein Hotel-Mitarbeiter. Allen Schwierigkeiten zum Trotz sollen die Australian Open morgen beginnen.

7.2.2021 • 12:08 Uhr

Strengere Einreiseregeln für Dänemark

In Dänemark sind verschärfte Einreiseregeln in Kraft getreten. Reisende, die über den Landweg oder Häfen einreisen, müssen sich seit heute binnen 24 Stunden nach Ankunft einem Corona-Test unterziehen. Nach dem Test müssen sie in eine zehntägige häusliche Quarantäne.

Von Ausländern, die in Dänemark nicht gemeldet sind, kann außerdem verlangt werden, bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Flugreisende dürfen seit Januar nur mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, einreisen. Wer die Regeln nicht einhält, dem droht eine Geldbuße von umgerechnet 470 Euro.

Die dänische Regierung begründet die Maßnahmen mit dem Auftreten von neuen, ansteckenderen Varianten des Coronavirus vor allem im Großbritannien. Ausnahmen gelten für Menschen, die wichtige Güter transportieren, in Grenzgegenden in Norddeutschland oder Südschweden leben sowie für Berufspendler.

Autos fahren über die dänische Grenze, Archivbild | dpa

Reisende, die über den Landweg oder Häfen nach Dänemark einreisen, müssen sich seit heute binnen 24 Stunden nach Ankunft einem Corona-Test unterziehen. Bild: dpa

7.2.2021 • 11:13 Uhr

Schneeballschlacht mit der Polizei

Mitten in Amsterdam haben sich heute früh gegen 5 Uhr Spaziergänger eine Schneeballschlacht mit der Polizei geliefert. Umstehende filmten die ungewöhnliche Szene: In Amsterdam liegt selten Schnee.

Sowohl die Bürger als auch die Polizisten verstießen damit gegen die Corona-Regeln für das Winterwetter. Die niederländische Regierung hatte erst gestern neue Schnee-Regeln erlassen: Danach sind Schneeballschlachten nur mit dem eigenen Haushalt erlaubt.

7.2.2021 • 10:13 Uhr

Lagarde: "Corona-Krise hat EU gestärkt"

Für die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ist 2021 ein Jahr der wirtschaftlichen Erholung. Sie habe sich zwar verzögert, sei aber nicht aufgehalten, sagte Lagarde der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Man gehe von einem Aufschwung Mitte des Jahres aus, auch wenn weiterhin noch viele Unsicherheiten bestünden.

Man sei vor noch unbekannten Risiken allerdings nicht sicher, warnte sie. "Um es klar zu sagen: Wir werden nicht vor Mitte 2022 zu den wirtschaftlichen Aktivitäten vor der Pandemie zurückkehren", so Lagarde. Lagarde ist außerdem überzeugt, dass die Coronakrise die Europäische Union gestärkt hat.

"Die Entscheidung der Mitgliedsstaaten, zum ersten Mal gemeinsam Kredite aufzunehmen, war ein außergewöhnlicher Moment des Zusammenhalts in der Geschichte der europäischen Integration", sagte sie dem Blatt. Nun müsse das Tempo aber unbedingt beibehalten werden.

7.2.2021 • 08:23 Uhr

Israel lockert trotz hoher Infektionszahlen

Die israelische Regierung hat damit begonnen, den dritten Corona-Lockdown zu lockern. Beschäftigte, die keinen Kontakt zu Kunden haben, dürfen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Besuche im privaten Kreis sind wieder erlaubt, ebenso wie Ausflüge in die Natur und Übernachtungen von Kernfamilien in Ferienwohnungen.

Kindergärten und Schulen sollen von Dienstag an in eingeschränktem Umfang wieder geöffnet werden. Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv bleibt aber grundsätzlich geschlossen. Israel hatte Ende Dezember einen Teil-Lockdown verhängt und vor einem Monat verschärft. Trotz einer massiven Impfkampagne bleiben die Infektionsfälle dort auf hohem Niveau. Die Regierung macht dafür vor allem eine Mutation verantwortlich.

7.2.2021 • 05:58 Uhr

RKI meldet 8616 Neuinfektionen und 231 Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 8616 auf insgesamt 2.284.010. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut zudem binnen 24 Stunden 231 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt starben damit seit Beginn der Pandemie 61.517.

Die Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 75,6. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich binnen sieben Tagen nachweislich angesteckt haben. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Am Wochenende sind die Zahlen allerdings oft niedriger, da weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Daten weiterleiten.

7.2.2021 • 04:17 Uhr

Ärzte wollen früher gegen Corona geimpft werden

Deutschlands Kassenärzte fordern, dass sie schneller als geplant bei der Corona-Impfung zum Zug kommen. "Diejenigen, die andere jeden Tag behandeln, medizinisch versorgen und schützen, müssen auch selbst geschützt sein", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Natürlich muss wegen des knappen Impfstoffes priorisiert werden", sagte Gassen. "Aber die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen mit ihren Teams gehören unbedingt zum Kreis der vorrangig zu Impfenden." In der geltenden Impfverordnung zählen Ärzte zur zweiten von drei prioritär zu impfenden Gruppen in Deutschland.

Nach einem Entwurf soll auch eine für kommende Woche erwartete Neufassung der Verordnung daran nichts ändern. Noch bis Ende März herum sollen die Impfungen der ersten Gruppe dauern.

7.2.2021 • 04:05 Uhr

Studie: AstraZenca-Impfstoff offenbar begrenzt wirksam bei Südafrika-Mutation

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca bietet laut dem Pharmakonzern nur begrenzten Schutz bei einer mild verlaufenden Infektion mit der südafrikanischen Variante des Virus. Dies hätten erste Ergebnisse einer Studie der südafrikanischen Universität Witwatersrand und der Universität Oxford, mit der AstraZeneca den Impfstoff zusammen entwickelte, ergeben, teilte das britisch-schwedische Unternehmen mit.

AstraZeneca reagierte damit auf einen Bericht der Zeitung "Financial Times", die zuvor über den womöglich geringeren Impfschutz bei der Mutation berichtet hatte. 2026 Personen hatten an der laut der Zeitung noch nicht durch Experten begutachteten Studie teilgenommen, die Hälfte erhielt ein Placebo. Keiner der Teilnehmer habe demnach einen schweren Verlauf gehabt oder sei gestorben. AstraZeneca geht davon aus, dass der Impfstoff auch Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bietet. Allerdings gebe es noch nicht genügend Erkenntnisse darüber, da es sich bei den Studienteilnehmern überwiegend um junge, gesunde Erwachsene gehandelt habe.

7.2.2021 • 04:00 Uhr

STIKO-Mitglied: Impfungen für Kinder erst 2022

Einige Hersteller haben damit begonnen, ihre Covid-19-Impfstoffe an Minderjährigen zu testen. Experten erwarten aber frühestens Ende dieses Jahres ihren Einsatz. Der Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Mainz und Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO), Fred Zepp, rechnet "frühestens Ende des Jahres, eher Anfang nächsten Jahres" damit, dass Kinder in Deutschland geimpft werden könnten. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist derzeit ab 16 Jahre zugelassen. Geplant ist jedoch bereits, die Impfstoffe an Kindern zwischen 0 und 15 Jahren zu testen.

Astrazeneca will "in den kommenden Monaten" 6- bis 18-Jährige in seine Studien einbeziehen, wie eine Sprecherin der dpa sagte. Moderna hat schon im Dezember eine Studie mit 3000 Minderjährigen in den USA begonnen. Studien mit Kindern unter zwölf Jahren gehören nach Angaben des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller zu den Auflagen der EMA, die an die Bedingte Zulassungen für Erwachsene geknüpft sind. Spätester Abgabetermin der Ergebnisse sei Juli beziehungsweise Dezember 2024.

7.2.2021 • 02:14 Uhr

Mehr als 550.000 Impfungen in Chile binnen drei Tagen

In Chile sind innerhalb von drei Tagen mehr als 550.000 Bürger gegen das neuartige Coronavirus geimpft worden. Alleine am Freitag seien gut 112.000 Impfdosen an Senioren im Alter von über 85 Jahren verabreicht worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Impfzentren in dem südamerikanischen Land waren am Mittwoch eröffnet worden. Die Regierung gab als Ziel aus, bis Ende März fünf Millionen Menschen zu impfen.

Bis Juli sollen 15 Millionen der insgesamt 18 Millionen Einwohner eine Impfung erhalten haben.  Die ersten Impfdosen waren bereits im Dezember an das Gesundheitspersonal in Chile verabreicht worden. Neben dem Vakzin des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer setzt das Land auch den Impfstoff des chinesischen Unternehmens Sinovac ein. Zudem schloss Chile Lieferverträge mit den Pharmakonzernen Johnson & Johnson und Astrazeneca.

7.2.2021 • 02:10 Uhr

Kontaktverfolgung in Großstädten auch bei Inzidenz von über 50 möglich

Mehrere Bürgermeister deutscher Großstädte versichern, dass ihre Gesundheitsämter sehr wohl in der Lage sind, auch bei Inzidenzwerten von über 50 Kontakte nachzuverfolgen. In Köln etwa seien die Behörden trotz Werten von über 50 seit Monaten in der Lage, sowohl die positiv Getesteten als auch die Kontaktpersonen "innerhalb von 24 Stunden zu kontaktieren und Quarantäneanordnungen zu verhängen", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker der "Welt am Sonntag".

Auch Bremens Stadtoberhaupt Andreas Bovenschulte sagte der Zeitung, in seiner Stadt, wo die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zurzeit bei 71,2 liegt, könnten alle Kontakte nachverfolgt werden. Ähnliche Angaben machten laut "Welt am Sonntag" Rathäuser in München, Leipzig und Düsseldorf.

7.2.2021 • 01:51 Uhr

Proteste in Dänemark gegen Pandemie-Maßnahmen

In Dänemark sind hunderte Menschen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Straße gegangen. Unter den rund 600 Demonstranten, die sich bei klirrender Kälte mit Fackeln vor dem Parlament in Kopenhagen versammelten, waren auch Kinder. Sie protestierten insbesondere gegen einen geplanten Corona-Impfpass, mit dem Geimpfte die Möglichkeit zum Reisen und möglicherweise auch Zugang zu Restaurants, Kultur- oder Sportveranstaltungen bekommen sollen.

Die Demonstranten bezeichneten den in Dänemark gelten Teil-Lockdown als Corona-"Diktatur" und riefen in Sprechchören "Wir haben genug" und "Freiheit für Dänemark". Auf einem Plakat war Regierungschefin Mette Frederiksen als Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un dargestellt. Anders als vor zwei Wochen, als Demonstranten eine Puppe mit dem Gesicht der Regierungschefin verbrannt und sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert hatten, blieb die Demonstration aber weitgehend friedlich.

7.2.2021 • 01:47 Uhr

Karliczek: Öffnung der Schulen vorerst nur in Ausnahmefällen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hält eine Öffnung von Schulen vorerst nur in Ausnahmefällen für möglich. Eine flächendeckende Rückkehr zum Präsenzunterricht "dürfte momentan wegen der allgemeinen Infektionslage vermutlich noch verfrüht sein", sagte die Ministerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Nur in Regionen, in denen über eine längere Zeit ein geringeres Infektionsniveau zu verzeichnen sei, "könnte Präsenzunterricht mit reduzierten Klassen und angepasster Stundenzahl zu verantworten sein". Voraussetzung wäre, dass in den Schulen "ganz strenge Präventionsmaßnahmen" beachtet würden. Bei den Öffnungen denke sie vor allem "an die Abschlussklassen und an die ersten Grundschulklassen in Regionen mit sehr niedrigem Infektionsgeschehen", sagte Karliczek. "Zudem sollten dort Angebote für Kinder und Jugendliche möglich sein, die den Lehrerinnen und Lehrern gerade besondere Sorgen machen."

Die Ministerin rief zu Geduld auf. "Die Lage sollte nach dem 14. Februar zumindest noch ein bis zwei weitere Wochen beobachtet und danach wieder neu bewertet werden", sagte sie. "Wenn dann die Infektionszahlen dann weiter gesunken sind, wird es neue Spielräume für Lockerungen bei den Schulen und Kindergärten geben."

7.2.2021 • 01:47 Uhr

Altmaier warnt vor Überbietungswettbewerb bei Lockerungen

Vor den Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor zu großen Lockerungen gewarnt und allenfalls regionale Erleichterungen in Aussicht gestellt. "Wir dürfen uns nicht öffentlich mit Lockerungs-Fahrplänen überbieten", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

"Die Zahl der Neuinfektionen ist derzeit kaum niedriger als Ende Oktober, als der Lockdown begann. Erst seit gut zwei Wochen sinkt sie kräftig, die Todeszahlen sind immer noch sehr hoch." Er sehe mit großer Sorge, dass die Mutationen des Virus inzwischen fast in ganz Deutschland nachgewiesen würden. Er begrüße die Konzepte aus den Ländern zu regionalen Lösungen.

7.2.2021 • 01:47 Uhr

Kretschmann räumt Fehler in der Corona-Politik ein

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Fehler im Krisenmanagement in der Corona-Pandemie eingeräumt. "Der Lockdown light im November war falsch, die Einschränkungen gingen nicht weit genug", sagte Kretschmann dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Von Teilen der Wissenschaft hatten wir die Ansage, dass das genügen könnte. Das war aber ein Irrtum." Man habe in der Situation unter Druck handeln müssen. "Dabei passieren Fehler, das ist leider so."

Auch bei den Planungen zu den Impfungen gegen das Coronavirus habe es Fehler gegeben. "Die EU hat sich offenbar nicht hinreichend auf die Anforderung einer Massenproduktion konzentriert. Das hängt uns jetzt in den Kleidern." Tatsache sei, "dass wir durch keinerlei Maßnahmen im ersten Quartal den Mangel an Impfstoff beseitigen können". Da fehle es derzeit schlicht noch an Produktionskapazitäten.