Ein Mann mit Maske vor dem Berlaymont-Gebäude der EU in Brüssel (Archivbild) | OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/Shutterst
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Schuldenregeln in der EU bleiben ausgesetzt ++

Stand: 05.10.2020 22:49 Uhr

Die Schulden- und Defizitregeln in der EU bleiben auch 2021 außer Kraft. In Spanien werden weitere Städte abgeriegelt. Aktuelle Entwicklungen im Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Schuldenregeln in der EU bleiben außer Kraft
  • US-Präsident will Krankenhaus verlassen
  • Weitere spanische Städte abgeriegelt
  • Trump-Sprecherin mit Coronavirus infiziert
  • Maskenpflicht im Bundestag
5.10.2020 • 22:48 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Danke für Ihr Interesse und gute Nacht.

5.10.2020 • 21:50 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister erwägt Sperrstunde

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, fordert Konsequenzen aus der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen. Wenn wir jetzt nicht handeln, landen wir wieder im Lockdown, sagte der SPD-Politiker der rbb-Abendschau. Das müsse verhindert werden.

Müller schlägt vor, dass die Ordnungsämter etwa Bußgelder von Gastronomen sofort kassieren dürfen und nicht erst nach längeren Verfahren. Auch müsse über eine Sperrstunde oder ein Alkoholverbot nachgedacht werden, damit einige wenige die Erfolge der letzten Monate nicht kaputt machten.

5.10.2020 • 21:25 Uhr

Trump will Klinik verlassen

US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Montag (Ortszeit) das Krankenhaus verlassen, wo er wegen Covid-19 behandelt wurde. Er fühle sich sehr gut, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Er werde sich von seiner Infektion mit dem Coronavirus weiter im Weißen Haus erholen. "Habt keine Angst vor Covid", twitterte der US-Präsident.

Auch Trumps Ärzte gaben wenig später bekannt, dass der Präsident die Kriterien für eine Entlassung erfülle und das Militärkrankenhaus im Laufe des Tages verlassen werde. Er sei jedoch "noch nicht vollständig über den Berg", sagten sie vor Journalisten. Trump habe in mehr als 72 Stunden kein Fieber gehabt und weise normale Sauerstoffwerte auf. Die Behandlung könne im Weißen Haus genauso gut fortgesetzt werden wie im Krankenhaus.

5.10.2020 • 20:23 Uhr

16.000 Fälle nicht gemeldet: London veranlasst Untersuchung

Die britische Regierung hat eine Ermittlung zu der technischen Panne eingeleitet, durch die fast 16.000 neue Corona-Fälle nicht gemeldet worden sind. Das Geschehen müsse umfassend untersucht werden und nun sei wichtig, zusammenzuarbeiten, damit so etwas nicht noch einmal passiere, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. 51 Prozent der durchgegangenen Fälle seien inzwischen kontaktiert worden, sagte er vor Abgeordneten im Unterhaus.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass 15.841 Virus-Fälle vom 25. September bis zum 2. Oktober nicht in Tabellen erfasst wurden. Die britische Gesundheitsbehörde sagte dazu, zwar seien die positiv getesteten Patienten über ihren Zustand informiert worden. Man habe aber ihre Kontakte nicht zurückverfolgt. Der Fehler könnte zu einer weiteren Ausbreitung des Virus beigetragen haben. Die "technische Panne" ist möglicherweise durch eine Begrenzung von Datenmengen im Excel-Programm entstanden, das die Regierung für die Tests und Rückverfolgung nutzt.

5.10.2020 • 19:35 Uhr

EU-Kommission: Schuldenregeln bleiben auch 2021 ausgesetzt

Die EU-Staaten sollen wegen der Corona-Krise auch im nächsten Jahr freie Hand beim Schuldenmachen haben. "Die allgemeine Ausweichklausel wird auch im Jahr 2021 aktiv bleiben", sagte EU-Kommissar Paolo Gentiloni nach einer Sitzung der Eurogruppe. Das bedeutet, dass die Schulden- und Defizitregeln in der EU vorerst ausgesetzt bleiben.

Gentiloni sagte, der Nutzen der eingesetzten Instrumente müsse immer wieder überprüft werden. Natürlich gebe es Unterschiede zwischen der ersten Notfallphase und der längerfristigen Erholung. Doch werde der Übergang wahrscheinlich fließend sein, sagte Gentiloni.

Die EU-Staaten hatten die sogenannte Ausweichklausel - auf Englisch General Escape Clause - des Stabilitäts- und Wachstumspakts im Frühjahr erstmals in der Geschichte aktiviert, um den EU-Staaten freie Hand im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu geben.

5.10.2020 • 18:51 Uhr

New York schließt Schulen an Hotspots

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, hat angeordnet, von Dienstag an Schulen an mehreren Hotspots in dem Bundesstaat zu schließen, darunter in Teilen der New Yorker Stadtteile Brooklyn und Queens.

New York gehörte im Frühling zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Städte weltweit. Fast 24.000 Menschen starben in der Ostküsten-Metropole an den Folgen ihrer Infektion. Wochenlang galten strenge Ausgangsbeschränkungen. 

5.10.2020 • 18:34 Uhr

Weitere spanische Städte werden abgeriegelt

Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124.000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palenca mit 78.000 Einwohnern. Die Maßnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

In beiden Städten lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei über 500. Das ist ein sehr hoher Wert, in Deutschland liegt er auf sieben Tage gerechnet bei nur 15,3. Spanien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Besonders die sogenannte zweite Welle ist dort heftiger als in den meisten anderen Ländern Westeuropas. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 800.000 Infektionen und 32.000 Tote mit Covid-19 registriert.

5.10.2020 • 18:07 Uhr

Ab Dienstag gilt Maskenpflicht im Bundestag

Im Deutschen Bundestag gilt von Dienstag an eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Das habe Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mit Blick auf die ernstzunehmende Entwicklung der Coronavirus-Pandemie entschieden, teilte die Parlamentsverwaltung mit. "Der Bundestagspräsident hat sich entschieden, eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist", hieß es in der Mitteilung. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet. Bislang galt für den Bundestag nur eine Empfehlung zum Maskentragen.

5.10.2020 • 17:42 Uhr

Auch Trump-Sprecherin infiziert

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, ist mit dem Coronavirus infiziert. Auf ihrem Twitter-Account schrieb die 32-Jährige, ein Test am Morgen sei positiv ausgefallen, sie habe jedoch bislang keine Symptome. Sie erklärte, sich in Quarantäne zu begeben und von zu Hause aus zu arbeiten. Sie ist nach Angaben von CNN die elfte Person im Umfeld des US-Präsidenten, die positiv getestet wurde.

5.10.2020 • 17:18 Uhr

Bericht: Irland lehnt Lockdown-Empfehlung ab

Die irische Regierung will einem Medienbericht zufolge nicht auf die Empfehlung einer Experten-Gruppe hören, einen neuen Lockdown auszurufen. Stattdessen dürfte das Kabinett im Laufe des Tages die Maßnahmen von Stufe 2 auf Stufe 3 verschärfen, berichtet der öffentliche Sender RTE. Das National Public Health Emergency Team empfahl zuvor eine drastische Anhebung auf Stufe 5.

5.10.2020 • 15:49 Uhr

Mitarbeiter aus Umfeld von Österreichs Kanzler positiv getestet

Ein Mitarbeiter von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef sowie Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) seien am vergangenen Mittwoch das letzte Mal mit dem Mitarbeiter in Kontakt gewesen, teilte das Kanzleramt mit. Der betroffene Mitarbeiter sei am vergangenen Dienstagabend noch negativ getestet worden. Bis zum Vorliegen ihres eigenen Testergebnisses hätten Kurz und Kogler alle Termine abgesagt. Das Ergebnis wird am späten Abend erwartet. Als Vorsichtsmaßnahme würden nun auch alle Kollegen aus dem Umfeld des Mitarbeiters umgehend getestet. Der Bundeskanzler sei aber nicht in Quarantäne.

5.10.2020 • 15:25 Uhr

Niedersachsen führt Ampelsystem ein

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie setzt auch Niedersachsen künftig auf eine Warnampel. Dabei richten sich eventuelle schärfere Einschränkungen etwa für öffentliche Veranstaltungen oder private Kontakte nach der Zahl der laborbestätigten Infizierten innerhalb von sieben Tagen pro Hunderttausend Einwohner, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die örtlichen Behörden erhielten damit einen differenzierten Orientierungsrahmen für mögliche weitere Eskalationsstufen, sagte Pistorius.

Abgebildet werden vier Szenarien von örtlich geringen Ausbrüchen (grün) bis zu einem massiven und landesweit eskalierendem Infektionsgeschehen (rot). Bei bis zu 20 Infizierten auf Hunderttausend Einwohnern gilt den Angaben zufolge die Warnstufe 1. Aktuell sei dies in Niedersachsen landesweit der Fall. Bei steigenden Infektionsraten würden weitere Kontaktbeschränkungen und Restriktionen geprüft. Bei einem sehr starkem oder gar eskalierendem Infektionsgeschehen ab 50 Infizierten je Hunderttausend Einwohnern innerhalb von sieben Tagen könnten weitere örtliche, regionale oder gar landesweite Einschränkungen greifen.

5.10.2020 • 15:15 Uhr

Quarantänezeit für Rückkehrer soll verkürzt werden

Für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland soll die Quarantäne bald kürzer ausfallen. Einreisende sollen ab dem 15. Oktober nur noch für zehn Tage in Quarantäne, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Derzeit liegt die Dauer bei 14 Tagen. Am Vormittag hatte in Berlin das sogenannte Corona-Kabinett getagt. Die Runde beriet über die Umsetzung von Beschlüssen der Regierungschefs von Bund und Ländern zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Entscheidungen könnte es am 15. Oktober geben, so Seibert.

Die Bund-Länder-Runde hatte Ende August auch verabredet, dass Rückkehrer aus Risikogebieten die Quarantäne beenden können, wenn sie frühestens fünf Tage nach Rückkehr einen negativen Corona-Test vorweisen können. Auch dies soll Seibert zufolge in der Musterquarantäneverordnung entsprechend geändert werden. Die Regelung gilt für Einreisende aus dem Ausland. Die Bundesländer, die vereinzelt inzwischen auch eine Quarantänepflicht für Besucher aus innerdeutschen Risikogebieten erlassen haben, würden über landeseigene Regelungen selbst entscheiden, erläuterte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Zweites Thema war Seibert zufolge die Teststrategie. Bereits am Wochenende war bekanntgeworden, dass es etwa in Alten- und Pflegeheimen künftig flächendeckend stärker Corona-Tests geben soll, um Personal, Besucher und Bewohner besser vor Ansteckungen zu schützen. Seibert sagte, derzeit gebe es insgesamt mehr als eine Million Tests pro Woche. Der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte erneut, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Es sei nicht auszuschließen, dass die Infektionszahlen weiter steigen, sagte er.

5.10.2020 • 14:35 Uhr

Stabschef: Trump könnte noch heute Krankenhaus verlassen

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben von dessen Stabschef Mark Meadows weiter verbessert. "Wir sind weiterhin optimistisch, dass er im Laufe des Tages ins Weiße Haus zurückkehren kann", erklärte Meadows gegenüber dem Sender Fox News. "Er hat sich über Nacht weiter gebessert und ist bereit, zu einem normalen Arbeitsplan zurückzukehren." Am Morgen (Ortszeit) stünden Besprechungen mit den Ärzten an, um weitere Beurteilungen vorzunehmen. Über eine mögliche Entlassung soll noch heute entschieden werden.

Trump war am Freitagabend in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington gebracht worden, nachdem die Sauerstoffsättigung seines Blutes abgefallen war. Ein Arzt hatte gestern die Möglichkeit aufgeworfen, dass Trump heute ins Weiße Haus zurückkehren und dort weiter behandelt werden könnte, wenn sich sein Zustand weiter verbessert.

5.10.2020 • 14:22 Uhr

WHO: Zehn Prozent der Weltbevölkerung bislang infiziert

Das Coronavirus Sars-CoV-2 könnte nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation bislang etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung infiziert haben. Die von WHO-Notfalldirektor Michael Ryan genannte Zahl entspricht etwa 760 Millionen Menschen und damit dem mehr als 20-fachen der nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bislang offiziell festgestellten Fälle von gut 35 Millionen. Experten sind bisher schon davon ausgegangen, dass die offiziell registrierten Fälle weit unter der tatsächlichen Zahl der Infektionen liegen. Ryan sagte, die Zahlen variierten stark zwischen verschiedenen Gruppen und Regionen, etwa zwischen Stadt und Land. Insgesamt bedeuteten sie jedoch, dass der größte Teil der Weltbevölkerung immer noch gefährdet sei.

5.10.2020 • 13:38 Uhr

Studie: Angestellte wollen nach Corona-Krise teilweise im Homeoffice arbeiten

Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer wollen einer Befragung zufolge auch nach der Coronavirus-Krise einige Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten. Ähnlich viele plädieren für einen Rechtsanspruch darauf. Das geht aus einer Studie hervor, die vom Bundesarbeitsministerium bei den Forschungsinstituten IAQ, ZEW und IZA in Auftrag gegeben und im Juli und August durchgeführt wurde.

Als Vorteil nannten die Befragten insbesondere die Zeitersparnis, weil der Weg zur Arbeit wegfällt. Außerdem könnten so Privatleben und Arbeit besser miteinander vereinbart werden. Allerdings wird der Kontakt zu den Kollegen in vielen Fällen vermisst, weswegen die meisten Befragten nach der Pandemie weniger häufig das Homeoffice nutzen wollen.

5.10.2020 • 13:31 Uhr

Iran meldet mit 3902 Neuinfektionen so viele wie nie zuvor

Das iranische Gesundheitsministerium meldet 3902 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. In diesem Zeitraum seien zudem 235 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, sagte eine Sprecherin des Ministeriums im staatlichen Fernsehen. Auch dies sei ein neuer Höchstwert nach dem Rekord Ende Juli. Insgesamt steige die Zahl der bestätigten Infektionen auf 475.674. Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land im Nahen Osten.

5.10.2020 • 13:20 Uhr

Infektion von Trump und drei Senatoren droht US-Hilfspaket zu verzögern

Die Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump und drei republikanischen Senatoren droht die Verabschiedung neuer Hilfen für die von der Pandemie gebeutelte Wirtschaft zu verzögern. Der Mehrheitsführer im Senat, der Republikaner Mitch McConnell, kündigte eine Tagungspause bis zum 19. Oktober an.

Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, und Finanzminister Steven Mnuchin hatten in der vergangenen Woche täglich über ein neues parteiübergreifendes Hilfspaket verhandelt. "Wir machen Fortschritte", sagte Pelosi in der NBC-Sendung "Face the Nation".

Die Demokraten haben vorgeschlagen, rund 2,2 Billionen Dollar auszugeben. Die Trump-Regierung hat dies als "unseriös" bezeichnet, aber ihr Angebot zuletzt auf fast 1,6 Billionen Dollar erhöht. Vorgesehen ist unter anderem eine wöchentliche Arbeitslosenunterstützung von 400 Dollar. Die Demokraten wollen 600 Dollar pro Woche durchsetzen.

5.10.2020 • 13:11 Uhr

Polens Bildungsminister hat Corona - Kabinettsvereidigung verschoben

In Polen ist nach einer Kabinettsreform die Vereidigung der neuen Minister abgesagt worden, weil der künftige Bildungsminister Przemyslaw Czarnek positiv auf Corona getestet wurde. Regierungschef Mateusz Morawiecki habe Präsident Andrzej Duda um einen neuen Termin für die Vereidigung gebeten, schrieb der Regierungssprecher auf Twitter.

Kurz zuvor hatte Czarnek auf Twitter mitgeteilt, er habe sich mit Kopfschmerzen zu einer Untersuchung begeben, ein Coronatest sei positiv ausgefallen. Da er weder den Präsidenten noch andere Kabinettsmitglieder anstecken wolle, werde er der Vereidigung fernbleiben. Daraufhin tauchten in sozialen Netzwerken Bilder auf, die Czarnek bei einer politischen Veranstaltung unter freiem Himmel in Lublin zeigen, wo er in direkter Nähe zu Vize-Regierungschef Jacek Sasin und einem engen Mitarbeiter von PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski steht.

Auf den Bildern trägt niemand der Anwesenden eine Maske. Die Ernennung des 43 Jahre alten Juraprofessors Czarnek zum Bildungs- und Wissenschaftsminister ist in Polen umstritten. Der erzkonservative Politiker hat sich mit Hetzkampagnen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen (LGBT) hervorgetan. "Diese Leute sind nicht gleich mit normalen Menschen", sagte er im Juni als Mitglied des Wahlkampfstabs von Präsident Andrzej Duda. Am Sonntag hatten mehrere Dutzend Menschen vor dem Bildungsministerium in Warschau gegen Czarneks Ernennung protestiert.

5.10.2020 • 13:08 Uhr

Spanische Wissenschaftler kritisieren Streit um Corona-Schutz

Spanische Wissenschaftler haben im politischen Streit um Corona-Schutzmaßnahmen eine Besinnung auf Forschungsergebnisse verlangt. "Entscheidungen müssen auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Beweisen beruhen, völlig getrennt von der fortgesetzten politischen Konfrontation", hieß es in einem Zehn-Punkte-Manifest von 55 Wissenschaftsverbänden zum Streit zwischen der Mitte-links-Regierung und der konservativen Regionalverwaltung in Madrid.

Sie repräsentieren mehr als 170.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Madrid stark gestiegen und lag in den vergangenen beiden Wochen bei 647 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Zentralregierung, Stadt und Regionalverwaltung streiten darüber, wie weit Schutzmaßnahmen gehen sollen.

Die Wissenschaftler schrieben in ihrer in allen großen Tageszeitungen veröffentlichten Erklärung an die Adresse der Politik: Die Behörden in den 19 spanischen Regionen sollten aufhören, sich in medizinische Entscheidungen einzumischen. Vielmehr sollten sie sich auf einheitliche wissenschaftliche Standards einigen, die dann entsprechend der Lage in einem Gebiet zwingend angewendet werden müssten. Das Manifest fand bis Montagmittag mehr als 20.000 Unterstützer im Internet.

5.10.2020 • 12:53 Uhr

Indonesien: Corona-Impfstoff muss doch nicht halal sein

Überraschende Kehrtwende: Ein künftiger Covid-19-Impfstoff muss nach Worten von Indonesiens Vizepräsident Ma'ruf Amin nicht den islamischen Halal-Vorschriften entsprechen. Angesichts der Notlage wäre das "kein Problem", ließ sich der muslimische Kleriker laut südostasiatischen Medien von seinem Sprecher zitieren.

Noch vor wenigen Monaten hatte Ma'ruf Amin die indonesische Firma Bio Farma aufgefordert, bei der Entwicklung eines Impfstoffs die Halal-Kriterien einzuhalten. 2018 erließ der Rat der Islamweisen als höchstes theologisches Gremium des indonesischen Islam eine Fatwa gegen Masernimpfstoffe, die nicht den Halal-Bedingungen genügen. Ma'ruf Amin war damals Vorsitzender des Rates.

Mit aktuell 307.000 Corona-Infektionen gehört das 270 Millionen Einwohner zählende Indonesien zu den am stärksten betroffenen Ländern Südostasiens. 233.000 Infizierte gelten als genesen; offiziell 11.253 Indonesier sind an den Folgen der Viruserkrankung gestorben.

5.10.2020 • 12:36 Uhr

Ausbruch in Schlachthof in Niedersachsen

In einem Schlachthof in Sögel in Niedersachsen haben sich Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. 81 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Schlachthof der Weidemark Fleischwaren positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Sprecher des Landkreises Emsland.

Der Schlachtbetrieb Weidemark gehört zur Tönnies-Gruppe. Dort hatten sich im Juni in Rheda-Wiedenbrück über 1500 Mitarbeiter infiziert. Ein Tönnies-Sprecher erklärte, in den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 81 Weidemark-Mitarbeiter positiv getestet worden. Seit vergangener Woche würden alle rund 1500 Mitarbeiter täglich getestet. Aktuell arbeite der Schlachthof in einem reduzierten Umfang von rund 50 Prozent.

5.10.2020 • 12:30 Uhr

Spahn fordert von Städten Umsetzung von Corona-Regeln

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Städte Berlin und Bremen angesichts stark steigender Neuinfektionen aufgefordert, die bestehenden Corona-Beschränkungen strikter umzusetzen. Es sei in Ordnung, eine Maskenpflicht in Büroräumen anzuordnen, sagte der CDU-Politiker.

Er kritisierte scharf, dass etwa die Maskenpflicht in Restaurants teilweise nicht eingehalten werde und weiter illegale Partys stattfänden. "Das passt nicht zu einer Infektionslage einer Stadt wie Berlin." Man müsse diejenigen, die sich an Regeln hielten, vor denen schützen, die dies nicht täten. "Ich halte gar nichts davon, dass wir ständig über neue Regeln und Maßnahmen reden. Ich wäre schon sehr froh, wenn es gelänge, überall die bestehenden Regeln durchzusetzen."

Zugleich äußerte Spahn Unverständnis für Regelungen wie in Schleswig-Holstein, wo sich Besucher aus mittlerweile vier Berliner Bezirken nach der Ankunft in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen. Es sei sinnvoll, die Stadt als Ganzes zu sehen und nicht nach Bezirken zu beurteilen.

5.10.2020 • 12:23 Uhr

Bars in Paris schließen für zwei Wochen

Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars von Dienstag an für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygieneregeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement heute. Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt.

In Paris gilt nun die "maximale Alarmstufe", wie bereits in Marseille. "Die Epidemie schreitet zu schnell voran. Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, bevor das Gesundheitssystem überfordert wird", mahnte Lallement. Mehr als 250 von 100.000 Menschen haben sich in Paris in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. Auch unter den über 65-Jährigen ist die Zahl besorgniserregend hoch.

5.10.2020 • 12:16 Uhr

Rheinland-Pfalz wertet Berliner Bezirke als Risikogebiete

Auch Rheinland-Pfalz betrachtet einzelne Berliner Bezirke als Risikogebiet, wenn die Corona-Neuinfektionen die Zahl von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche übersteigen. Damit sind bisher vier Stadtbezirke mit zusammen mehr als eine Million Einwohnern betroffen.

Zuvor hatte Schleswig-Holstein mit Tempelhof-Schöneberg den vierten Berliner Bezirk als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelten auch weiter als Risikogebiet.

"Es gelten die gleichen Regelungen, egal ob Luxemburg aktuell Risikogebiet ist, oder beispielsweise Wiesbaden oder ein Berliner Bezirk als Risikogebiet nach den Kriterien eingestuft werden würde", hieß es im Mainzer Ministerium. Die Landesregierung werde die Rechtslage jedoch nach der für heute erwarteten Entscheidung des Bundeskabinetts zur neuen Musterverordnung und der Test- und Quarantänestrategie für Reiserückkehrer überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

5.10.2020 • 12:07 Uhr

Bericht: Ministerin in Israel brach vor Infektion Corona-Regeln

Israels Umweltschutzministerin Gila Gamliel hat einem Medienbericht zufolge vor ihrer Corona-Infektion gegen Lockdown-Vorschriften verstoßen. Wie die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, soll die Politikerin vor einer Woche am Feiertag Jom Kippur in einer Synagoge etwa 150 Kilometer von ihrem Tel Aviver Wohnort gewesen sein. Während des derzeit geltenden Lockdowns darf jedoch nur in Synagogen gebetet werden, die im Umkreis von einem Kilometer des Zuhauses liegen.

Gamliel soll dem Bericht zufolge vor Behördenmitarbeitern versucht haben, den Synagogenbesuch zu verheimlichen. Wie "Haaretz" berichtete, äußerte sich die Ministerin vorerst nicht zu dem Bericht. Aus ihrem Büro hieß es demnach, der Bericht sei ein erneuter Versuch, Likud-Mitglieder durch Lügen zu schädigen. Ein Sprecher Gamliels antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Gamliel hatte ihre Infektion in der Nacht auf Sonntag publik gemacht. Sie gehört der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an.

5.10.2020 • 12:00 Uhr

Tschechischer Gesundheitsminister droht mit härteren Maßnahmen

Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula hat mit einer Verschärfung der Corona-Beschränkungen gedroht. Sollten die aktuellen, milderen Maßnahmen von einem Drittel der Bevölkerung nicht eingehalten werden, müsse man zu härteren Mitteln greifen, sagte der 56-Jährige nach einer Kabinettssitzung. Er gehe indes im Moment nicht von einem zweiten Lockdown wie in Israel oder Madrid aus. "Wir können es uns nicht mehr erlauben, die Wirtschaft zu beschädigen", betonte auch Ministerpräsident Andrej Babis.

In Tschechien trat erneut der Notstand in Kraft. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken und Maßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Für Veranstaltungen und Versammlungen gilt eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen in Innenräumen und 20 im Freien. Der Sport muss ohne Zuschauer auskommen. Firmen und Geschäfte sind nicht betroffen. Die Grenzen bleiben offen.

Am Sonntag verzeichneten die Behörden 1841 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Das war der höchste Zuwachs an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie.

5.10.2020 • 11:55 Uhr

Wieder strengere Corona-Regeln in Russland

Angesichts der rasant wachsenden Zahl der Neuinfektionen in Russland verschärft die Hauptstadt Moskau die Regeln zur Eindämmung der Pandemie. Von diesem Montag an müssen Unternehmen mindestens ein Drittel ihrer Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten lassen. Das gelte auch für alle Beschäftigten, die älter als 65 Jahre oder chronisch krank sind, teilte die Stadtverwaltung weiter mit.

Ausgenommen davon sind demnach diejenigen, die nicht zu Hause arbeiten können, weil sie etwa in Betrieben Maschinen bedienen. Zudem wurden die Schüler in Moskau in verlängerte Herbstferien geschickt. Sie sollen nun zwei Wochen frei haben und dazu beitragen, dass es weniger Neuinfektionen im flächenmäßig größten Land der Erde gibt. Nach den Ferien sollen Schüler in Moskau und einigen anderen Regionen wie bereits im Frühjahr wieder zu Hause lernen.

5.10.2020 • 11:43 Uhr

Luxus-Quarantäne für Langzeiturlauber in Thailand

Thailand will in den kommenden Wochen erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen - allerdings nur Langzeiturlauber, die gleich mehrere Monate im Land bleiben. Verpflichtend ist nach der Ankunft eine zweiwöchige Corona-Quarantäne, die manche Hotels den ausländischen Besuchern so angenehm wie möglich gestalten wollen. Im "The Senses Resort" auf der Insel Phuket seien etwa 16 Villen für die Quarantäne-Gäste vorbereitet worden, samt Infinity Pool, Gourmet-Abendessen und zwei Mal täglichem Fiebermessen, wie die Zeitung "Bangkok Post" berichtete.

Die Hotelmitarbeiter hätten zuvor ein spezielles Training absolvieren müssen, um sich etwa beim Servieren der Speisen zu schützen und mögliche Infektionen eines Gastes zu erkennen. An den Eingängen der Villen seien zudem Überwachungskameras angebracht worden: Sollte ein Gast während der Isolation seine Unterkunft verlassen, werde innerhalb von 15 Minuten die Polizei gerufen, hieß es. Beobachter sprachen von einem "goldenen Käfig" für wohlhabende Urlauber.

Zunächst sollen rund 300 Touristen aus China und Skandinavien einreisen. Sie bekommen ein Langzeit-Visum für 90 Tage, das zwei Mal verlängert werden kann.

5.10.2020 • 11:35 Uhr

Vier Berliner Bezirke gelten in Schleswig-Holstein als Risikogebiet

Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein mit Tempelhof-Schöneberg jetzt den vierten Berliner Bezirk als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Das geht aus einer im Internet veröffentlichten Mitteilung der Landesregierung in Kiel hervor. Die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelten auch weiter als Risikogebiet.

Zudem sind im Norden die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - als Risikogebiete ausgewiesen. Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssen. Als Grundlage für die Einstufung als ein solches Gebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

5.10.2020 • 10:57 Uhr

Ärzte in Pakistan warnen vor zweiter Welle

In Pakistan haben Ärzte im Zuge steigender Corona-Infektionszahlen vor einer zweiten Welle gewarnt. "Es müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen in Grundschulen und Kindergärten getroffen werden", forderte die Pakistanische Ärztevereinigung.

Bildungseinrichtungen sind in Pakistan seit zwei Wochen wieder geöffnet. Beschränkungen wurden in Pakistan im August weitestgehend aufgehoben, nachdem die Zahl der Neuinfektionen stark gesunken war. In der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa im Nordwesten wurden 16 Schulen geschlossen, nachdem Infektionen mit dem Coronavirus bekannt wurden. In der Hauptstadt Islamabad wurde die Arbeit an zwei Universitäten und mehreren Schulen wieder eingestellt.

5.10.2020 • 10:45 Uhr

Fast 11.000 Neuinfektionen in Russland

In Russland haben die Gesundheitsbehörden 10.888 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - das ist der höchste Wert seit dem 12. Mai. Allein 3537 Fälle wurden in Moskau registriert. Insgesamt sind mehr als 1,22 Millionen Infektionen bekannt, weltweit liegt Russland hinter den USA, Indien und Brasilien auf Platz vier.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg nach offiziellen Angaben um 117 auf 21.475. Damit hat Russland im Vergleich zu anderen Ländern mit hohen Infektionszahlen deutlich weniger Todesfälle registriert.

5.10.2020 • 10:29 Uhr

Corona-Krise drückt laut DIHK Zahl der Firmengründungen

In der Virus-Krise wagen weniger Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Das geht aus dem Gründerbericht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Mehr als die Hälfte der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland rechne demnach in diesem Jahr mit weniger oder deutlich weniger Unternehmensgründungen.

Den etwa 350 IHK-Gründungsexperten zufolge machen Stilllegungen oder Einschränkungen der geschäftlichen Aktivitäten und Nachfragerückgänge mögliche Firmengründungen in Gastgewerbe, Tourismus, Verkehr und anderen Dienstleistungsbranchen derzeit äußerst schwierig.

5.10.2020 • 10:16 Uhr

45.000 Kino-Mitarbeiter ohne Job durch Cineworld-Schließungen

Die Corona-Pandemie führt zu einem Kahlschlag in der Kinobranche: Die vorübergehende Schließung aller Cineworld-Kinos in Großbritannien und den USA kostet rund 45.000 Mitarbeiter ihre Jobs. Ab Donnerstag zieht der weltweit zweitgrößte Kinobetreiber nach AMC die Vorhänge in 536 Lichtspielhäusern in den USA und 127 in Großbritannien zu. Es gehe darum, Kosten zu sparen und das noch vorhandene Geld zusammenzuhalten, teilte das Unternehmen mit. Der Schritt hatte sich am Wochenende angedeutet.

Zu Beginn der Corona-Krise blieben die meisten Kinos weltweit zunächst geschlossen. Seit der langsamen Wiedereröffnung im Sommer können die Häuser aufgrund der Hygiene- und Abstandsauflagen deutlich weniger Besucher empfangen, was es schwer macht, überhaupt kostendeckend zu operieren. Hinzu kommt, dass Premieren wie der neue James-Bond-Film "No time to die" oder Marvels "Black Widow" auf die lange Bank geschoben werden und damit Kassenschlager fehlen, die besonders viele Zuschauer anziehen.

5.10.2020 • 10:00 Uhr

Pandemie verkürzt Wartezeiten auf Handwerkertermin

Die Wartezeiten für einen Handwerkertermin haben sich nach Angaben von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer in der Corona-Krise verkürzt. "Jetzt liegen wir ungefähr bei acht bis neun Wochen im Gesamthandwerk", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Wollseifer sprach von einer Normalisierung: Vorübergehend hätten Bau- und Ausbaubetriebe "einen wahnsinnig hohen Vorlauf bei den Aufträgen" gehabt - teilweise seien es vierzehn oder mehr Wochen gewesen.  Steigende Preise wollte er nicht ausschließen - allerdings nicht wegen Corona, sondern wegen der Lohnzuwächse nach den Tarifverhandlungen.

5.10.2020 • 09:47 Uhr

Berichte: Italien plant landesweite Maskenpflicht im Freien

Italiens Regierung plant nach Medienangaben zum Corona-Schutz die Einführung einer nationalen Maskenpflicht auch im Freien. Nach Berichten vom Montag sollte die vorgesehene Verschärfung der Regeln in Kürze von der Regierung in Rom veröffentlicht werden.

Die Pflicht, überall und zu jeder Zeit in dem Mittelmeerland einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte demnach schon ab Mittwoch gelten. Einzelne Gebiete, zuletzt die Region Latium, hatten solche Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon erlassen.

Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgezogen werden.

5.10.2020 • 09:33 Uhr

Ifo: Metallindustrie Spitzenreiter bei Kurzarbeit

Trotz eines Rückgangs bleibt der Anteil der Kurzarbeit vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und bei Gastwirten hoch. Laut einer Schätzung des Ifo-Instituts befanden sich im September 31 Prozent der Beschäftigten in der Metallindustrie in Kurzarbeit, 29 Prozent im Maschinenbau, 26 Prozent im Gastgewerbe, 24 Prozent im Fahrzeugbau sowie 23 Prozent in der Elektrobranche.

"Die Zahlen sind auch in diesen Branchen im September durchgängig gesunken" sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Jedoch lägen sie immer noch sehr deutlich über dem Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von etwa elf Prozent.

Unterdurchschnittlich in Anspruch genommen wurde die Kurzarbeit von Autohändlern und -Werkstätten, Informations- und Kommunikationsdienstleistern, im Einzelhandel, Baugewerbe, in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, im Finanz- und Versicherungsgewerbe sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen.

5.10.2020 • 09:30 Uhr

Festnahmen nach Steinwürfen bei Corona-Kontrollen in Jerusalem

Nach Auseinandersetzungen bei Corona-Kontrollen in Jerusalem hat die israelische Polizei 18 Menschen festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden Beamte mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen. Zwei Polizisten seien leicht verletzt und Fahrzeuge beschädigt worden.

Schwerpunkt des Einsatzes war demnach das vornehmlich von Ultraorthodoxen bewohnte Viertel Mea Schearim. Auseinandersetzungen bei der Durchsetzung von Corona-Maßnahmen hatte es am Sonntagabend auch in Bnei Brak nahe Tel Aviv gegeben.

Auslöser war ein Versuch der Polizei, eine Versammlung in einer Synagoge mit Hunderten Ultraorthodoxen aufzulösen. Nach Angaben der Polizei wurden 17 Menschen festgenommen.

5.10.2020 • 09:26 Uhr

Lauterbach gegen innerdeutsche Reisebeschränkungen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich gegen innerdeutsche Reisebeschränkungen für Menschen aus inländischen Corona-Hotspots ausgesprochen. "Ich bin persönlich nicht davon überzeugt, dass uns dies weiterbringt", sagte Lauterbach im ZDF-Morgenmagazin zum Vorgehen Schleswig-Holsteins, das Reisebeschränkungen für Menschen aus deutschen Landkreisen mit erhöhter Infektionszahl erlassen hat.

Lauterbach sagte, "demnächst" werde es sehr viele Kreise geben, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über 50 liegt. "Ich glaube, dass es dann sehr unübersichtlich wird." Die Regel werde dann kaum noch sinnvoll anzuwenden sein.

Schleswig-Holstein verlangt eine 14-tägige Quarantäne oder binnen fünf Tagen zwei negative Corona-Tests von Einreisenden aus ausländischen wie inländischen Risikogebieten. Innerhalb Deutschlands fallen derzeit die Städte Hamm und Remscheid sowie die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg unter diese Vorschrift.

5.10.2020 • 09:20 Uhr

Von der Leyen in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen auf Twitter.

"Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren", kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Dort war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

5.10.2020 • 09:12 Uhr

Krise der Warenhäuser verschärft - Online-Handel profitiert

Die Krise der klassischen Warenhäuser hat sich durch die Pandemie verschärft. Ihre preisbereinigten (realen) Umsätze fielen im August um 2,4 Prozent niedriger aus als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von April bis Juni 2020 lag das Minus sogar bei 21,3 Prozent.

Klarer Gewinner der Corona-Krise ist hingegen der Online- und Versandhandel. Im August steigerte die Branche ihre realen Umsätze um 22,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum, von April bis Juni sogar um 32,0 Prozent. Die Onlinehändler setzten im August zudem kalender- und saisonbereinigt 19,6 Prozent mehr um als im Februar 2020, bevor coronabedingt viele Geschäfte für Wochen schließen mussten oder seltener besucht wurden.

5.10.2020 • 09:06 Uhr

Altmaier: "Keine Steuererhöhungen in der Pandemie"

Angesichts des Tags der Industrie hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Branche Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. Es sei klar, "dass in dieser Pandemie keine Steuern erhöht werden dürfen", sagte Altmaier im ZDF-Morgenmagazin mit Blick auf die Corona-Krise. Vielmehr müssten die Steuern "in einigen Bereichen gesenkt werden", etwa für gut ausgebildete Facharbeiter. 

Alle in der Bundesregierung arbeiteten darauf hin, dass die Arbeitsplätze in der Industrie erhalten blieben, versicherte der Minister. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass gerade in der Corona-Krise asiatische Unternehmen Betriebe hierzulande übernehmen wollten.

5.10.2020 • 08:42 Uhr

New Jersey kontaktiert 200 Personen wegen Treffen mit Trump

Wegen der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump läuft im US-Bundesstaat New Jersey eine aufwendige Rückverfolgung seiner Kontakte. Das Weiße Haus habe den Behörden mehr als 200 Namen von Personen mitgeteilt, die an zwei Veranstaltungen des Präsidenten am vergangenen Donnerstag teilgenommen hätten, schrieb das Gesundheitsministerium des Staates auf Twitter.

Die Teilnehmer seien kontaktiert worden. Die Kontaktrückverfolgung sei im Gange. Trump war am Donnerstagnachmittag zu zwei Veranstaltungen mit Unterstützern in Bedminster gereist, nachdem im Weißen Haus bereits das positive Testergebnis von Trumps Beraterin Hope Hicks bekanntgeworden war.

Laut Medienberichten fand ein Treffen in Trumps Golfclub in Bedminster unter freiem Himmel statt, doch gab es laut Teilnehmern auch ein Treffen im engeren Kreis mit besonders großzügigen Spendern, das nicht draußen stattfand. Am Freitag kurz nach Mitternacht hatte Trump bekanntgegeben, positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein.

5.10.2020 • 07:39 Uhr

Kritik an Trumps Ausflug aus dem Krankenhaus

Trotz seiner Covid-19-Erkrankung hat US-Präsident Donald Trump in einem gepanzerten Fahrzeug kurzzeitig das Krankenhaus verlassen. Winkend grüßte er seine Unterstützer aus einem schwarzen SUV heraus, bevor er in das Krankenhaus zurückkehrte. Seine Ausfahrt sorgt nun für Kritik.

Trump wird seit Freitag im Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington behandelt. Nach Angaben der Ärzte des Präsidenten könnte er jedoch womöglich schon bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sein Gesundheitszustand habe sich "weiter verbessert".

5.10.2020 • 06:44 Uhr

New York steht vor neuen Beschränkungen

In etlichen Vierteln New Yorks sollen wegen massiv steigender Corona-Fallzahlen wieder Schulen geschlossen und der Betrieb von nicht zwingend notwendigen Geschäften beschränkt werden. Bürgermeister Bill de Blasio teilte mit, er habe den Staat New York um Erlaubnis für die geplanten Maßnahmen in neun Stadtvierteln gebeten.

Sollte es grünes Licht geben, wäre dies ein herber Rückschlag für die US-Metropole, die einen Sommer mit weniger Ausbrüchen als in anderen Teilen des Landes erlebt hatte. Erst vor kurzem waren Schüler in der ganzen Stadt zudem wieder in die Klassenzimmer zurückgekehrt.

New York gehörte im Frühling zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Städte weltweit. Fast 24.000 Menschen starben in der Ostküsten-Metropole an den Folgen ihrer Infektion. Wochenlang galten strenge Ausgangsbeschränkungen. 

5.10.2020 • 06:20 Uhr

Paris ruft "maximale Alarmstufe" aus

Wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen wird in Paris die höchste Warnstufe verhängt. Damit treten verschärfte Maßnahmen in Kraft, wie das Büro von Ministerpräsident Jean Castex mitteilte. Bars und Cafés in der Hauptstadt und einigen Vororten müssen geschlossen werden, Restaurants dürfen hingegen bei Einhaltung verschärfter Hygiene-Regeln geöffnet bleiben. Die Maßnahmen sollen zunächst ab Dienstag für zwei Wochen gelten.

5.10.2020 • 05:08 Uhr

Mehr als 300.000 Infektionen in Deutschland

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300.000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen betrug laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen 300.619 (Datenstand 5.10., 0.00 Uhr).

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des RKI 1382 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben vom Montagmorgen bei 9534. Seit dem Vortag wurden 5 neue Todesfälle gemeldet. Bis Montagmorgen hatten rund 263.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland am Sonntag bei 1,08 (Vortag: 1,14).

5.10.2020 • 04:23 Uhr

Großbritannien überschreitet Schwelle von 500.000 Infektionen

Großbritannien hat die Schwelle von einer halben Million nachgewiesenen Corona-Infektionen überschritten. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Sonntag einen Anstieg der Infektionen um fast 23.000 Fälle - mehr als 10.000 mehr als am Vortag. Grund dafür ist den Behörden zufolge die Behebung eines technischen Fehlers, durch den Ende September mehrere tausend Corona-Fälle nicht veröffentlicht worden waren.

Die zwischen dem 24. September und 1. Oktober aufgetretenen Corona-Infektionen würden in den Statistiken der kommenden Tage mit aufgeführt, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Dadurch werde die Darstellung des tatsächlichen Infektionsgeschehens verzerrt.  Den Angaben zufolge starben in den vergangenen 24 Stunden 33 Menschen an den Folge ihrer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 42.350 - der höchsten Todesfallzahl in Europa. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle lag bei genau 502.978. Premierminister Boris Johnson schwor die Menschen in einem BBC-Interview am Sonntag erneut auf einen "sehr harten" Winter ein. Es bestehe jedoch die "Hoffnung", dass sich die Lage bis Weihnachten verbessere.

Mann mit Maske vor Telefonzellen in London | dpa

Bild: dpa

5.10.2020 • 03:23 Uhr

Neuseeland beendet Maßnahmen für Auckland

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern kündigt die Aufhebung aller Coronavirus-Beschränkungen in der Stadt Auckland ab Mitternacht am Mittwoch an. Damit kehrt auch die größte Stadt Neuseelands formell zur niedrigsten Alarmstufe 1 zurück, die im restlichen Land bereits gilt.

5.10.2020 • 02:09 Uhr

103-jährige Mexikanerin überwindet Corona-Infektion

In Mexiko soll eine 103-Jährige eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus überwunden haben. Die Frau mit dem Vornamen Dona María habe die Corona-Infektion überstanden, obwohl sie bereits zuvor an einer chronischen Lungenkrankheit gelitten habe, teilte das zum mexikanischen Gesundheitssystem gehörende Institut für soziale Sicherheit (IMSS) mit. Den Angaben zufolge war die 103-Jährige am 22. September in ein Krankenhaus in Guadalajara gekommen. Sie habe Fieber und Schnupfen sowie Probleme beim Atmen gehabt, erklärte IMSS.

Eine künstliche Beatmung sei jedoch nicht nötig gewesen.  Dona María sei während des gesamten Krankenhausaufenthalts guter Laune und bei Verstand gewesen, sagte der Klinikdirektor David Sánchez. Nach elf Tagen seien ihre Symptome verschwunden. Am Freitag sei sie aus der Klinik entlassen worden.

5.10.2020 • 01:32 Uhr

Großbritannien plant neue Beschränkungen

Die Regierung in London plant einem Zeitungsbericht zufolge neue dreistufige Beschränkungen zur Eindämmung des Virus. Der Maßnahmenkatalog umfasse auch die Schließung von Pubs und ein Verbot aller sozialen Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts, schreibt "The Guardian" unter Berufung auf Regierungsdokumente. Der Plan solle die bestehenden lokalen Einschränkungen ablösen und vereinfachen.

5.10.2020 • 01:25 Uhr

Weltweit mehr als 35 Millionen Corona-Fälle

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 35,02 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und über 1,033 Millionen sind gestorben. Die USA bleiben mit mehr als 7,4 Millionen bestätigten Fällen und mehr als 209.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.