Touristen und eine Polizisten - alle mit Gesichtsmasken -  vor dem Trevi-Brunnen in Rom | ANGELO CARCONI/EPA-EFE/Shutterst
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Italien erwägt Maskenpflicht im Freien ++

Stand: 05.10.2020 00:11 Uhr

Die italienische Regierung denkt über eine landesweite Maskenpflicht im Freien nach. Bis Juli 2021 will Indien sich 400 bis 500 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffes sichern. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Island beschließt Verschärfung der Corona-Auflagen
  • RKI: 2279 Neuinfektionen in Deutschland
  • 28 Corona-Infizierte in Pflegeheim bei Karlsruhe
  • Italien erwägt Maskenpflicht im Freien
  • Russland: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder auf mehr als 10.000
  • US-Präsident Trump könnte womöglich schon morgen ins Weiße Haus zurückkehren
  • Frankreich meldet wieder sinkende Neuinfektionen
5.10.2020 • 00:05 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit beenden wir unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

4.10.2020 • 23:52 Uhr

Irische Behörde empfiehlt Rückkehr zu Lockdown

Die Gesundheitsbehörden in Irland empfehlen der Regierung einem Medienbericht zufolge eine Rückkehr zu einem kompletten "Lockdown". Die Behörde (NPHET) empfehle die Anhebung von Beschränkungen auf das Level 5, berichtete der Sender RTE. Fast alle Bezirke sind derzeit noch auf Level 2.

Bei Level 5 werden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. Sie dürfen sich dann nur noch im einem Radius von 5 Kilometern von dort wegbewegen. Ansammlungen sind nur noch bei Beerdigungen oder Hochzeiten erlaubt - und auch dort nur mit wenigen Menschen.

4.10.2020 • 23:45 Uhr

Corona-Patient Trump lässt sich an Anhängern vorbeifahren

Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump hat seinen Anhängern außerhalb des Krankenhauses einen Überraschungsbesuch abgestattet.

Aus einem schwarzen SUV heraus winkte Trump seinen Fans in Bethesda nördlich von Washington zu, wie auf einem Video auf Twitter zu sehen war. Trump trug im Inneren des Wagens, in dem mindestens zwei weitere Personen saßen, eine Maske

4.10.2020 • 23:09 Uhr

Zahl der Infizierten in Großbritannien steigt deutlich

Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien ist sprunghaft von 12.872 auf 22.961gestiegen. Der Zuwachs sei zum Teil aber dadurch verursacht worden, dass zuletzt die Übertragung von mehr als 15.000 Tests in die Computersysteme durch ein technisches Problem verzögert worden sei.

4.10.2020 • 22:48 Uhr

Neue Beschränkungen für Paris kommen

Angesichts steigender Infektionszahlen wurden für die französische Hauptstadt Paris und die Region noch schärfere Beschränkungen angekündigt. Die Warnstufe werde auf die höchste Stufe angehoben, wie das Büro des Ministerpräsidenten mitteilte.

Mit welchen zusätzlichen Einschränkungen das einhergehe, soll demnach morgen in einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Die Maßnahmen sollten dann ab Dienstag für die Dauer von 15 Tagen gelten.

4.10.2020 • 22:31 Uhr

Knapp 50.000 Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA bleibt hoch. Die US-Seuchenzentren CDC gaben 49.327 neue Fälle bekannt, nach 50.160 am Samstag. Damit sind in den USA insgesamt knapp 7,36 Millionen Infektionen amtlich. Die Zahl der Toten stieg um 703 auf 208.821.

4.10.2020 • 22:29 Uhr

"Querdenken"-Demos in Leipzig und Berlin geplant

Die nächsten beiden größeren Demonstrationen der Stuttgarter Initiative "Querdenken" gegen die Corona-Politik der Bundesregierung sollen in Leipzig und Berlin stattfinden. In der Hauptstadt soll an Silvester demonstriert werden, kündigte "Querdenken 711"-Gründer Michael Ballweg auf einer Kundgebung in Konstanz an.

Angemeldet sei die Veranstaltung schon. In Leipzig wollen die "Querdenker" am 7. November auf die Straße gehen. Am Bodensee hatte ein lokaler Ableger der Initiative gestern und heute ein Protestwochenende mit einer Menschenkette organisiert, zu der mehrere Tausend Teilnehmer gekommen waren. Erwartet wurden Zehntausende. Zeitgleich hatten sich auch Gegendemonstrationen für Maskenpflicht und Abstandsregeln formiert.

4.10.2020 • 22:21 Uhr

Trumps Gesundheitszustand: Weißes Haus verspricht Transparenz

Nach widersprüchlichen Angaben zum Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat das Weiße Haus Transparenz zugesagt. "Das ist eine dynamische Lage, wie Sie wissen. Wir bemühen uns, so transparent wie möglich für die amerikanische Öffentlichkeit zu sein", sagte Sprecherin Alyssa Farah dem Sender Fox News. Trumps Leibarzt Sean Conley und sein Ärzteteam hatten am Samstag vor Journalisten ein rosiges Bild vom Zustand des 74-Jährigen gezeichnet.

Wenige Minuten nach der Pressekonferenz erfuhren Reporter von einer anonymen Quelle, dass die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden "sehr besorgniserregend" gewesen seien und die nächsten 48 Stunden entscheidend sein würden. Später wurde als Quelle dieser Aussagen Trumps Stabschef Mark Meadows identifiziert. Farah sagte am Sonntag, das Weiße Haus habe die Informationen der Ärzte ergänzen wollen, damit die Öffentlichkeit alle Fakten kenne.

4.10.2020 • 21:35 Uhr

28 Corona-Infizierte in Pflegeheim bei Karlsruhe

In einem Senioren- und Pflegeheim in Marxzell im Kreis Karlsruhe haben sich mindestens 18 Bewohner und zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Einer der Bewohner starb. Nun sollen nach Angaben der Kreisverwaltung alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter gestestet werden. Das Infektionsgeschehen beschränke sich derzeit auf einen Wohnbereich, in dem 20 Seniorinnen und Senioren leben.

4.10.2020 • 21:35 Uhr

Frankreich meldet wieder sinkende Neuinfektionen

Nach dem Rekordhoch gestern ist die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich wieder gesunken. Die Behörden meldeten 12.565 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Gestern waren es noch fast 17.000 gewesen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 32 auf 32.230.

4.10.2020 • 21:18 Uhr

Italien erwägt Maskenpflicht im Freien

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza hat mitgeteilt, die Regierung denke über eine landesweite Maskenpflicht im Freien nach. Dem Fernsehsender Rai 3 sagte er, Ziel sei es, ein unkontrolliertes Ansteigen der Corona-Infektionszahlen zu verhindern, da die Schulen wieder geöffnet hätten. Allein in der vergangenen Woche wurden 900 Fälle mit Schulen in Verbindung gebracht, außerdem gab es dort 14 sogenannte Cluster.

4.10.2020 • 19:32 Uhr

Corona-Kabinett tagt morgen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt morgen mit den zuständigen Fachministern zu Beratungen im Corona-Kabinett zusammen. In der Runde im Kanzleramt soll es um die aktuelle Pandemielage in Deutschland gehen. Konkret wollen die Kanzlerin und ihre Minister über die Umsetzung der Beschlüsse des jüngsten Bund-Länder-Gipfels zur Eindämmung der Pandemie beraten.

Unter anderem soll es dabei um die Einreiseregelungen gehen. Bund und Länder hatten an die Bürger appelliert, in Risikogebiete keinen Urlaub zu machen. Für Rückkehrer aus diesen Ländern soll ab Mitte Oktober eine neue Quarantäneregelung gelten. Die Details müssen noch festgelegt werden. Bislang ist geplant, dass die Quarantäne durch einen Test erst ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beendet werden kann.

4.10.2020 • 19:09 Uhr

Modeschöpfer Kenzo gestorben

Der Modeschöpfer Kenzo Takada ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Neuilly bei Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Kenzo-Sprecher berichtete. Takada stammte aus Japan, machte aber fast seine gesamte Designer-Karriere in der glamourösen Modemetropole Paris. Sein Vorname wurde dabei zu einer weltweit bekannten Marke.

4.10.2020 • 18:16 Uhr

Zustand von Trump verbessert

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner Corona-Infektion verbessert. Er habe weiterhin kein Fieber, sagte einer der behandelnden Ärzte, Sean Dooley. Der Lungenspezialist Brian Garibaldi sagte, Trump habe eine weitere Dosis des Medikaments Remdesivir erhalten und erstmals auch das Mittel Dexamethason; Nebenwirkungen seien zunächst nicht erkennbar.

Wenn es Trump weiter so gut gehe wie bisher, könne er womöglich schon am morgigen Montag entlassen werden. Auch dort solle denn seine auf fünf Tage angesetzte Behandlung mit Remdesivir fortgesetzt werden, sagten Garibaldi und Trumps Leibarzt, Sean Conley.

4.10.2020 • 17:53 Uhr

Italienischer Bischof stirbt nach Corona-Infektion

In Italien ist erstmals ein amtierender Diözesanbischof nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie die Italienische Bischofskonferenz mitteilte, erlitt Giovanni D'Alise, Bischof in der Stadt Caserta, infolge seiner Erkrankung einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Der 72-Jährige starb den Angaben zufolge im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Kampaniens.

Wenige Tage zuvor war der Geistliche aufgrund einer Corona-Infektion mit Fieber in die Klinik gebracht worden. "Keine Angst, wir werden auch dieser Prüfung gelassen entgegensehen", sagte er kurz nach dem positiven Testergebnis. Medienberichten zufolge hängt die Ansteckung wahrscheinlich mit seinem Einsatz als Seelsorger zusammen.

4.10.2020 • 17:45 Uhr

Kirgistan wählt mitten in Pandemie neues Parlament

In der zentralasiatischen Republik Kirgistan ist trotz der Corona-Pandemie ein neues Parlament gewählt worden. Rund 3,5 Millionen Menschen in dem Land an der Grenze zu China waren heute zur Stimmabgabe aufgerufen. Den Ausgang der Abstimmung sahen Beobachter mit Spannung entgegen, weil die Wähler die Regierung für ihren Umgang mit dem Coronavirus abstrafen könnten. Mit aussagekräftigen Ergebnissen wurde in der Nacht zum Montag gerechnet.

Mehr als 47.000 Menschen haben sich offiziellen Angaben zufolge mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen war zuletzt stark gestiegen, weshalb umstritten war, die Menschen überhaupt zum Urnengang aufzurufen. In den Wahllokalen galten kirgisischen Medienberichten zufolge Hygienevorschriften. Den Wählern sei auch die Körpertemperatur gemessen worden.

Eine Frau mit Gesichtsmaske wirft ihren Stimmzettel in eine Wahlurne in einem Wahllokal in Kirgistan. | AP

Rund 3,5 Millionen Menschen waren heute in Kirgistan zur Stimmabgabe aufgerufen. Bild: AP

4.10.2020 • 16:42 Uhr

Deutlich weniger Krankmeldungen während der Corona-Pandemie

Im laufenden Jahr haben sich bislang deutlich weniger Arbeitnehmer krankgemeldet, als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Krankmeldungen sank auf den niedrigsten Neun-Monats-Wert seit 2017.

4.10.2020 • 16:09 Uhr

Rekordwert in der Slowakei

Die Slowakei hat zum dritten Mal in drei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle lag bei 818, wie das Nationale Gesundheits-Informationszentrum mitteilte. Dies war der höchste Wert sei dem Ausbruch der Pandemie im März.

Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft.

Slowakische Eishockeyspieler protestieren gegen die Corona-Maßnahmen | dpa

Slowakische Eishockeyspieler protestieren gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Bild: dpa

4.10.2020 • 13:56 Uhr

DFB vergibt Freikarten für Länderspiel

Der Deutsche Fußball-Bund will beim nächstmöglichen Heimspiel der Nationalmannschaft mit Zuschauern ausschließlich Freikarten verteilen. Diese sollen an Menschen gehen, die sich "in der Corona-Pandemie für andere eingesetzt" haben. Das teilte der DFB mit. Ob die Aktion beim Testspiel gegen die Türkei am Mittwoch in Köln umgesetzt wird, hängt davon ab, ob die Gesundheitsbehörden der Stadt für die Partie Fans zulassen.

4.10.2020 • 13:47 Uhr

Nach Infektionen: Zweitligaspiel HSV gegen Erzgebirge Aue abgesagt

Das für heute angesetzte Spiel der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Erzgebirge Aue ist offiziell abgesagt worden. Das teilte die Deutsche Fußball Liga mit. "Nach der heute ergangenen Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts, dass sich alle Spieler und Betreuer des FC Erzgebirge Aue vorläufig in sofortige häusliche Quarantäne begeben müssen, wird das Spiel abgesetzt", hieß es in der DFL-Mitteilung. Die Auer hatten am Samstagabend über zwei Coronafälle informiert, die im Rahmen der in der laufenden Saison 2020/21 vor jedem Spiel obligatorischen Testung festgestellt wurden. Über eine Neuansetzung werde zeitnah entschieden, teilte die DFL mit.

4.10.2020 • 13:41 Uhr

Island beschließt Verschärfung der Corona-Auflagen

Island hat nach einem Anstieg der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus strikte Auflagen beschlossen. Von Montag an sollen die meisten Sportanlagen, Bars und Restaurants geschlossen bleiben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In den Supermärkten dürfen sich nicht mehr als Hundert Kunden gleichzeitig aufhalten, Schwimmbäder dürfen nur halb so viele Besucher aufnehmen wie gewöhnlich. Es dürfen sich nunmehr nur noch Gruppen von maximal 20 Menschen treffen. Die Einschränkungen sollen dem Ministerium zufolge zwei bis drei Wochen lang gelten.

Der Inselstaat war bisher vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Die jüngsten Schritte zur Verschärfung der Auflagen erfolgten nach Ausbrüchen des Coronavirus in zwei Pflegeheimen in Reykjavik und einer starken Zunahme an Krankenhauseinweisungen. In den vergangenen 19 Tagen hat Island 663 neue Fälle gemeldet, vor allem in der Hauptstadt Reykjavik und Umgebung. Seit Beginn der Pandemie Anfang dieses Jahres wurden in Island 2872 Fälle und 10 Todesfälle registriert. Das Land hat 365.000 Einwohner.

4.10.2020 • 13:27 Uhr

Indien will sich eine halbe Milliarde Impfstoff-Dosen sichern

Indien will sich bis Juli 2021 bis einer halben Milliarde Dosen eines Corona-Impfstoffes sichern. Damit sollen etwa 250 Millionen Menschen geimpft werden können, erklärte Gesundheitsminister Harsh Vardhan. "Es gibt ein hochrangiges Expertengremium, das sich mit allen Aspekten von Impfstoffen befasst", schrieb Vardhan auf Twitter. "Unsere grobe Schätzung und das Ziel wäre es, bis Juli 2021 400 bis 500 Millionen Dosen zu erhalten und einzusetzen."

Staatliche Institute und private Unternehmen haben sich mit Organisationen von der Bill & Melinda Gates Foundation bis hin zum US-Arzneimittelhersteller Novavax zusammengetan, um Impfstoffe für das Land mit seinen rund 1,3 Milliarden Einwohnern zu beschaffen. Indien hat Ausschüsse eingerichtet, die sich mit verschiedenen Aspekten der Impfstoff-Lieferkette befassen, darunter mit Zeitplänen für die Verfügbarkeit verschiedener Impfstoffe. Gleichzeitig werden von den Herstellern Zusagen eingeholt, wie Vardhan betonte. Die Regierung wolle eine "faire und gerechte" Verteilung der Impfstoffe gewährleisten, sobald diese erhältlich seien.

4.10.2020 • 12:27 Uhr

Dritter Berliner Bezirk ist für Schleswig-Holstein nun Risikogebiet

Schleswig-Holstein hat als dritten Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wegen der hohen Corona-Infektionszahlen als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Auch die Bezirke Berlin-Mitte und Berlin-Neukölln gelten weiter als Risikogebiet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa sagte. Für Urlauber aus diesen Bezirken oder schleswig-holsteinische Rückkehrer von dort hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssten.

Neben den drei Berliner Bezirken gelten im nördlichsten Bundesland auch die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - als Risikogebiete. Als Grundlage für die Einstufung als ein solches Gebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung lag sie am Samstag für Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg bei 59,2, in Mitte bei 61,7 und in Neukölln bei 56,7. Für die Stadt Hamm lag der Wert am Sonntag laut Robert Koch-Institut bei 99,4, in Remscheid bei 58,6. Seit Ende Juni weist das nördliche Bundesland auch Regionen innerhalb Deutschlands als Risikogebiete aus.

4.10.2020 • 12:23 Uhr

Ökonom sieht Bewusstsein für Sozialstaat gestärkt

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht des Berliner Ökonomen Marcel Fratzscher zu einem neuen Bewusstsein für Solidarität und Sozialstaat geführt. Den Menschen sei bewusst geworden, dass Deutschland durch den starken Sozialstaat im Vergleich zu den Nachbarn relativ gut durch die Krise gekommen sei, sagte der Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Deutschlandfunk. Natürlich gebe es auch andere Meinungen, auch Verschwörungsmythen. "Das ist Teil einer Demokratie", sagte Fratzscher. Die Feindlichkeit gegenüber staatlichen Institutionen sei in dieser Krise in Deutschland aber sehr gering. "Wir reden über eine ganz, ganz kleine Minderheit. Und das kann und das wird unsere Demokratie auch aushalten."

Entgegen der landläufigen Meinung sei Deutschland "in vielerlei Hinsicht nicht besser durch diese Krise gekommen" als andere Länder, erläuterte der Ökonom. "Bei der Gesundheit haben wir eine größere Anzahl von Infizierten relativ zur Bevölkerung als die meisten anderen Länder der Welt." Es gebe viele Länder, die "es deutlich besser gemacht haben als wir". Wirtschaftlich gesehen erlebe Deutschland eine deutlich tiefere Wirtschaftskrise und größere Einkommensverluste für Menschen, als die meisten anderen Länder der Welt. Auch bei der Abwägung zwischen Gesundheit, Wirtschaft und Grundrechten habe die Bundesrepublik im Frühjahr mehr Restriktionen gehabt, als die meisten anderen Länder der Welt.

4.10.2020 • 12:11 Uhr

Johnson erwartet kein rasches Pandemie-Ende

Der britische Premierminister Boris Johnson stellt seine Landsleute wegen der Corona-Pandemie auf weitere schwierige Monate ein. "Ich muss in aller Offenheit sagen, dass es bis Weihnachten weiterhin unruhig sein wird, vielleicht sogar darüber hinaus", sagte Johnson in einem Interview im BBC-Fernsehen. Er verstehe, dass viele Bürger verärgert seien angesichts der Einschränkungen im Kampf gegen die Pandemie. "Aber wir müssen zusammenstehen", sagte Johnson.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen erstmals über die Marke von 10.000 gestiegen war. Am Samstag wurden 12.872 Fälle bekannt, fast doppelt so viele wie die 6968 vom Vortag. Johnson macht technische Probleme für den sprunghaften Anstieg verantwortlich. Hintergrund sollen der Regierung zufolge verzögerte Meldungen zwischen dem 24. September und 1. Oktober sein, die nun und in den kommenden Tagen einliefen.

4.10.2020 • 11:16 Uhr

Mitglieder der Ständigen Impfkommission dämpfen Erwartungen

Mitglieder der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts haben vor zu großen Erwartungen an Corona-Impfungen gewarnt und dabei Geduld angemahnt. Das Stiko-Mitglied Klaus Überla äußerte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" die Einschätzung, dass zunächst nur wenige Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen werden. "Eine Zahl, die unter Fachleuten genannt wird, ist fünf Millionen Dosen", sagte der Virologe an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Das Stiko-Mitglied Fred Zepp verwies im Gespräch mit der "FAS" darauf, dass mehr als eine Dosis pro Geimpftem benötigt werde. "Die meisten Impfstoffe, die im Moment in der Entwicklung sind, brauchen zwei Dosen, damit sie wirken. Um alle Menschen in Deutschland zu impfen, brauchen wir dann mehr als 160 Millionen Dosen", sagte der Epidemiologe der Universität Mainz. Mitgliedern der Impfkommission zufolge wird es zudem viele Monate dauern, bis genügend Bürger geimpft sind, um Corona-Einschränkungen wie die Maskenpflicht oder das Distanzgebot aufzuheben.

4.10.2020 • 11:13 Uhr

Fehler bei Zählung der Infektionen in Großbritannien

Bei der Zählung der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen hat es der britischen Regierung zufolge Fehler gegeben. Die zuständige Regierungsbehörde meldete am Samstagabend 12.872 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, was einen drastischen Sprung und den höchsten bisherigen Wert seit Beginn der Pandemie darstellt. In den Tagen zuvor hatte die Zahl der Neuinfektionen jeweils um rund 7000 gelegen.

In einer Erklärung zu den Zahlen hieß es jedoch, es habe in den Vortagen Verzögerungen bei der Übermittlung von Fallzahlen in England gegeben. Der Fehler sei nun behoben, führe allerdings dazu, dass die Fallzahlen der kommenden Tage noch Fälle enthalten dürften, die eigentlich schon aus der Zeit vom 24. September bis zum 1. Oktober stammten. Welchen Anteil diese Fälle an der hohen Gesamtzahl ausmachen, blieb jedoch völlig unklar.

4.10.2020 • 11:10 Uhr

Polen: Mehr als 100.000 Infektionen seit Beginn der Pandemie

Die Zahl der Corona-Infektionen in Polen hat die Marke von 100.000 überschritten. In den vergangenen 24 Stunden kamen 1934 neue Fälle hinzu, wie die Behörden mitteilten. Dadurch erhöht sich die Gesamtzahl auf 100.074. Bislang gibt es 2630 Todesopfer in dem etwa 38 Millionen Einwohner zählenden Land.

4.10.2020 • 10:43 Uhr

Biden macht Ergebnisse von Corona-Tests öffentlich

Als Zeichen der Transparenz will der Herausforderer bei der US-Wahl, Joe Biden, die Ergebnisse seiner Corona-Tests künftig veröffentlichen. Der ehemalige Vizepräsident reagierte damit auf widersprüchliche Angaben zum Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump, der wegen einer Corona-Infektion seit Freitag in einem Militärkrankenhaus behandelt wird. "Vizepräsident Biden wird regelmäßig getestet, und er wird das Ergebnis eines jeden Tests veröffentlichen", erklärte ein Sprecher von Bidens Wahlkampfteam, Andrew Bates. Der 77-jährige Biden war zuletzt am Freitag negativ getestet worden.

4.10.2020 • 10:42 Uhr

Russland: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder auf mehr als 10.000

Russland meldet 10.499 Neuinfektionen an einem Tag. Das ist der höchste Wert seit Mitte Mai, als die Pandemie ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Zudem habe es 107 neue Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden gegeben.

4.10.2020 • 10:10 Uhr

Pilger dürfen nach Lockerung wieder nach Mekka

Nach monatelanger Sperre wegen der Coronavirus-Pandemie ist die heiligste Stätte des Islam wieder für Pilger geöffnet. In einer ersten Phase erlaubte die Regierung Saudi-Arabiens ab Sonntag bis zu 6000 Gläubige täglich in die Große Moschee in Mekka, wo die quaderförmige Kaaba steht. Zunächst galt das nur für Staatsbürger Saudi-Arabiens und Ausländer mit Wohnsitz dort. Die Umra, die kleine Pilgerfahrt, kann im Gegensatz zur großen Pilgerfahrt, dem Hadsch, jederzeit im Jahr durchgeführt werden. Jedes Jahr nutzen Millionen Muslime diese Möglichkeit. Saudi-Arabien verbot die Umra aber im März und auch für den Hadsch durften in diesem Juli keine Ausländer nach Saudi-Arabien kommen.

Hunderte von muslimischen Pilgern umkreisen mit Abstand die Kaaba, das kubische Gebäude der Großen Moschee. (Archivbild, 29.07.2020) | dpa

Der Hadsch war in diesem Jahr nur mit Sicherheitsabstand möglich. Bild: dpa

4.10.2020 • 09:55 Uhr

Weltärztechef mahnt zur Einhaltung von Corona-Regeln

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery mahnt weiter zur strikten Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln. Die Gesellschaft habe die Entwicklung der Infektionszahlen selbst in der Hand, sagte er am Sonntag auf NDR Info. "Wenn wir die Menschen in ihrer Beteiligung verlieren, kann es so schlimm kommen wie prognostiziert", betonte der Vorstandschef des Weltärztebundes in Anspielung auf Hochrechnungen von Bundeskanzlerin Merkel für das Jahresende. Würde die Bevölkerung nachlässig, drohe ein eiskalter Winter. Neben den bestehenden Regeln sei es auch wichtig, zu Hause zu bleiben und sich impfen zu lassen, sobald dies möglich sei, ergänzte Montgomery. "Niemand will den Lockdown, wir dürfen ihn aber nicht ausschließen, sollten die Infektionszahlen drastisch steigen."

4.10.2020 • 06:03 Uhr

Wenige Covid-Tote in Afrika: Wissenschaftler erforschen Gründe

Die junge Bevölkerung in Afrika ist Wissenschaftlern zufolge ein Grund für den bislang relativ milden Verlauf der Corona-Pandemie auf dem Kontinent. "Ich glaube, die Demografie ist sehr wichtig und ein großer Faktor", sagte Maria Yazdanbakhsh von der Universität Leiden (Niederlande) der Nachrichtenagentur dpa. Auf dem Kontinent liegt das Durchschnittsalter bei etwas über 19 Jahren. Afrika hat bisher rund 1,48 Millionen Corona-Fälle verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein, dennoch hat das Coronavirus den Kontinent mit bislang rund 36.200 Todesfällen weniger schwer getroffen als zuvor befürchtet.

Neben der jungen Bevölkerung könnte dies Forschern zufolge auch an genetischen Faktoren, der Mobilität der Bevölkerung und den Immunsystemen der Menschen liegen. Diese seien in Afrika sehr anders als in Europa oder den USA, weil die Menschen ganz anderen Mikroorganismen und Parasiten ausgesetzt seien, sagte Yazdanbakhsh.

4.10.2020 • 05:33 Uhr

Noch mehr als 29.000 Ausbildungsplätze im Handwerk

Angesichts der Corona-Krise hat Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer zu verstärkten Anstrengungen bei der Ausbildung aufgerufen. Derzeit seien noch mehr als 29.000 Ausbildungsplätze im Handwerk frei, "die wir sofort besetzen könnten", sagte Wollseifer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Er appellierte an die Betriebe, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. An die Jugendlichen gehe die Botschaft: "Ihr könnt immer noch eine Ausbildung beginnen, auch wenn das Ausbildungsjahr bereits gestartet ist."  Im Mai habe das Minus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bei 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gelegen, Ende August seien es noch 10,1 Prozent gewesen. "Das Feedback der Handwerkskammern macht Hoffnung, dass sich die Lage weiter bessert", sagte Wollseifer.  

Eine Hand feilt an einem Werkstück. | dpa

Betriebe sollen verstärkt junge Menschen zu einer Ausbildung motivieren. Bild: dpa

4.10.2020 • 05:13 Uhr

2279 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut meldet 2279 Neuinfektionen in Deutschland. Die Gesamtzahl der positiv auf Covid-19 Getesteten liegt laut RKI jetzt bei 299.237. Die Zahl der Toten steigt demnach um zwei auf nunmehr 9529. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

4.10.2020 • 02:44 Uhr

Neuinfektionen in Mexiko steigen um 4863

In Mexiko sind mittlerweile fast 79.000 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Daten des Gesundheitsministeriums um 388 auf 78.880. Die Zahl der Positiv-Tests in Mexiko legte um 4863 auf 757.953 zu.

4.10.2020 • 02:30 Uhr

Trump: In den nächsten Tagen kommt die "wahre Prüfung"

US-Präsident Donald Trump hat sich in einer Videobotschaft aus dem Militärkrankenhaus zu seinem Gesundheitszustand geäußert. Er betonte, dass die kommenden Tage entscheidend für den Verlauf der Corona-Virusinfektion sein dürften. "Ich fange an, mich wieder gut zu fühlen", sagte Trump. In den nächsten Tagen komme aber "die wahre Prüfung". "Wir werden sehen, was passiert", sagte der Präsident. Das Weiße Haus hatte am Freitag noch betont, dass Trump nur leichte Erkrankungssymptome habe und nur als Vorsichtsmaßnahme in die Klinik gebracht worden sei.

"Als ich hierher kam, fühlte ich mich nicht so gut. Jetzt fühle ich mich viel besser", sagte Trump in dem veröffentlichten Video. Seine Stimme klang etwas belegt und er wirkte leicht kurzatmig. "Ich muss zurückkommen, weil wir immer noch Amerika wieder groß machen müssen", sagte der Präsident in Anspielung auf sein Wahlkampf-Motto.

4.10.2020 • 02:30 Uhr

Gouverneur von Jersey begibt sich in Klinik

Der frühere Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hat sich nach seinem positiven Corona-Test in eine Klinik begeben. Die Einweisung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme wegen seines Asthmas gewesen, teilte Christie auf Twitter mit. Er fühle sich gut und habe nur milde Symptome. Christie fungiert als Berater von US-Präsident Donald Trump, der ebenfalls mit Corona infiziert ist und im Krankenhaus behandelt wird.

4.10.2020 • 02:30 Uhr

AOK: Zahl der Krankmeldungen gesunken

Die Zahl der Krankmeldungen ist in den vergangenen Monaten gesunken. "Während der Corona-Pandemie haben sich weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krank gemeldet als in den Vorjahren", sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands, gegenüber "Welt am Sonntag". Die Krankenstände seien von Mai bis August teilweise deutlich zurückgegangen.

Eine Ursache sieht Litsch darin, dass die Menschen seltener unterwegs seien und vermehrt im Homeoffice arbeiten würden. Dadurch falle beispielsweise die Zahl der Krankmeldungen wegen Erkältung seit Mai 2020 im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich geringer aus. Ein weiterer Aspekt sei, dass viele Beschäftigte Arztpraxen aus Angst vor Ansteckung meiden würden.

4.10.2020 • 02:30 Uhr

Brasilien meldet 26.310 Neuinfektionen

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 26.310 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4.906.000. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 599 auf 145.987 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

4.10.2020 • 02:30 Uhr

Verstoß gegen Corona-Maßnahmen: 35.000 Bußgeldverfahren

Die sieben einwohnerreichsten deutschen Städte haben seit April insgesamt mehr als 35.000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Maßnahmen eingeleitet. Dies geht aus einer Umfrage der "Welt am Sonntag" unter den zuständigen Behörden hervor. Die bisherigen Einnahmen aus den Verfahren beliefen sich demnach auf rund drei Millionen Euro.

Besonders offensiv gegen Corona-Sünder gehen demnach die Münchener vor: Die bayerische Landeshauptstadt leitete zwischen April und Ende September etwas mehr als 9100 Bußgeldverfahren ein und kassierte dadurch knapp 1,2 Millionen Euro, wie ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats der Zeitung sagte. 

Hamburg blieb dem Blatt zufolge knapp unter der Millionenmarke. Bislang brachten in der Hansestadt fast 11.000 Bußgeldverfahren rund 998.000 Euro ein. Frankfurt am Main leitete dem Bericht zufolge rund 3100 Verfahren ein und nahm bislang 275.000 Euro ein, Düsseldorf kam auf rund 1200 Verfahren und 112.000 Euro. Allerdings führten nicht alle eingeleiteten Verfahren zu einem Bußgeldbescheid. Auch seien zahlreiche Bescheide noch nicht rechtskräftig, heißt es in dem Bericht. Die Summe der Einnahmen dürfte sich also noch erhöhen.