Hinweisschilder stehen vor dem Schlachthof Geestland Putenspezialitäten in Wildeshausen | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ 45 Fälle in Wiesenhof-Schlachtbetrieb ++

Stand: 25.06.2020 22:03 Uhr

Reihentests in einem Putenschlachthof im niedersächsischen Wildeshausen haben 45 Corona-Infektionen zutage gefördert. Norwegen erlaubt die Einreise aus Staaten des Europäischen Wirtschafts- und des Schengenraums ab 15. Juli. Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.


  • Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu
  • EU-Agentur macht Weg frei für Remdesivir in Europa
  • Weitere Infektionen in Fleischbetrieben in NRW und Niedersachsen
  • Deutschland stockt Hilfe für WHO auf mehr als 500 Millionen Euro auf
  • RKI: 630 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
25.6.2020 • 22:02 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

25.6.2020 • 21:07 Uhr

US-Gesundheitsbehörde: Deutlich mehr Infektionen als bekannt

In den USA haben sich nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC wohl rund zehnmal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als bislang bekannt. "Für jeden Fall, den wir verzeichnet haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen", sagte CDC-Direktor Robert Redfield. Das sei vor allem auf asymptomatische Infektionen zurückzuführen und darauf, dass in den USA in den ersten Monaten des Ausbruchs deutlich weniger getestet worden sei als jetzt. "Mit den Methoden, die wir im April und Mai benutzt haben, haben wir wahrscheinlich rund zehn Prozent der Infektionen verzeichnet." Die steigende Zahl der Neuinfektionen vor allem in südlichen Bundesstaaten besorge ihn sehr, sagte Redfield. Die Behörde gibt derzeit für die USA mehr als 2,3 Millionen bekannte Corona-Infektionen an - mehr nachgewiesene Fälle als jedes andere Land der Welt.

25.6.2020 • 20:53 Uhr

Großraum Lissabon: Zurück in den Lockdown

Wegen einer Zunahme der Corona-Infektionen müssen weite Teile des Großraums Lissabon am 1. Juli zwei Wochen lang wieder in den Lockdown. Das gab der portugiesische Ministerpräsident António Costa bekannt. Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Großraum der Hauptstadt werden demnach nur noch aus dem Haus gehen dürfen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. In dieser Zeit werden dort nur Versammlungen von maximal fünf Personen zulässig sein. Die Bezirke im Zentrum Lissabons sind nicht betroffen. Die Region Lissabon ist seit gestern mit knapp 18.000 Infektionsfällen erstmals seit Ausbruch der Pandemie der von Corona am schwersten betroffene Teil des Landes. Bisher war es der Norden gewesen.

Eine Frau mit Mundschutz steht neben einer Straßenbahn in Lissabon. | MARIO CRUZ/EPA-EFE/Shutterstock

Wer im Zentrum Lissabons lebt, hat Glück - hier werden die Beschränkungen nicht verschärft. Bild: MARIO CRUZ/EPA-EFE/Shutterstock

25.6.2020 • 20:25 Uhr

FIFA kündigt weitere Corona-Hilfen für Fußball-Verbände an

Der Fußball-Weltverband FIFA will den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar (1,34 Milliarden Euro) an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung stellen. Das beschloss das FIFA-Council laut Präsident Gianni Infantino in einer Videokonferenz. Die Gelder sollen einer Mitteilung zufolge auf drei Säulen beruhen und bis Januar 2021 an die 211 Mitgliedsverbände fließen. Es solle zentral geprüft werden, ob die Gelder zweckmäßig genutzt werden, sagte Infantino.

25.6.2020 • 20:12 Uhr

Corona-Podcast mit Christian Drosten gewinnt Grimme Online Award

Der Podcast "Das Coronavirus-Update" mit dem Berliner Virologen Christian Drosten hat den Grimme Online Award gewonnen. Die NDR-Produktion wurde von der Grimme-Jury in der Kategorie "Information" mit dem Preis für herausragende Netz-Angebote ausgezeichnet. "Das Coronavirus-Update" demonstriere, dass auch ausführlicher Wissenschaftsjournalismus das Publikum fesseln könne, hieß es in der Begründung. Der NDR hatte den Podcast im Februar gestartet, seitdem hat er sich zu einem großen Erfolg entwickelt. Aktuell befindet sich der Podcast in der Sommerpause.

25.6.2020 • 20:01 Uhr

Entwarnung nach Absage von Landtagssitzung in Rheinland-Pfalz

Nach der kurzfristigen Absage einer Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags wegen eines Corona-Verdachts hat die Pressestelle des Landtags Entwarnung gegeben. Die SPD-Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Astrid Schmitt sei negativ auf Corona getestet worden, teilte ein Sprecher mit. Die Abgeordnete hatte zuvor Kontakt mit einem bestätigten Corona-Infizierten gehabt, sich aber umgehend in häusliche Quarantäne begeben und den Landtag informiert.

25.6.2020 • 19:53 Uhr

USA: 1,4 Milliarden Dollar Soforthilfe gingen an Tote

Die US-Regierung hat versehentlich Corona-Soforthilfe in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) an Verstorbene gezahlt. Das geht aus einem Bericht der Rechnungsprüfer des US-Kongresses (GAO) hervor. Grund war offenbar, dass der Tod von Steuerzahlern oft erst mit Verspätung beim Finanzamt bekannt wird. Fast 1,1 Millionen der mehr als 130 Millionen Soforthilfe-Empfänger waren bereits verstorben. Die Einmalzahlungen waren Teil des 2,4 Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspakets aus dem März, mit dem die US-Regierung die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abfedern wollte.

25.6.2020 • 19:40 Uhr

79 infizierte Mitarbeiter bei Dönerfleischproduzent in Moers

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktion in Moers bei Duisburg hat sich auf 79 erhöht. Nachdem zunächst 17 Beschäftigte positiv getestet worden waren, kamen bei weiteren Tests nun 62 hinzu, wie der Kreis Wesel mitteilte. 120 Testergebnisse stehen noch aus. Der Dönerfleischproduzent hat 275 Mitarbeiter. Morgen soll die Verarbeitung des noch vorhandenen Rohfleischs abgeschlossen werden. "Danach wird der Betrieb zunächst komplett geschlossen", erklärte der Kreis.

25.6.2020 • 19:30 Uhr

Quarantäne für Göttinger Wohnkomplex läuft aus

Die Stadt Göttingen hebt die coronabedingte Quarantäne für einen ganzen Wohnkomplex um Mitternacht auf. Das teilte die Stadt mit. Oberstes Ziel der Quarantäne sei es gewesen, den Infektionsausbruch lokal zu begrenzen, die Gesamtbevölkerung zu schützen und auch eine Ausbreitung über das Stadtgebiet hinaus zu verhindern. Die verfügten Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, so Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. Aus diesem Grund könne die Gebäudequarantäne wie geplant aufgehoben werden. Weiter bestehen bleiben aber verfügte Einzelquarantänen etwa von Infizierten oder Kontaktpersonen 1. Grades.

25.6.2020 • 19:08 Uhr

Berlin: Knapp 900 mutmaßliche Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen

Die Häufung an Betrugsfällen bei Corona-Soforthilfen in Berlin ist offenbar auch eine Folge fahrlässiger Bewilligungen. Nach Kontraste-Recherchen wurde in keinem anderen Bundesland ähnlich sorglos gearbeitet - trotz Warnungen.

25.6.2020 • 19:01 Uhr

WHO-Chef lobt Rolle der EU im Kampf gegen Corona

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die Rolle der EU im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie gelobt. "Die WHO schätzt die Führungsqualitäten der EU in diesen beispiellosen Zeiten sehr", sagte Tedros vor dem Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments. Er hoffe, dass seine Organisation in Brüssel weiterhin einen wichtigen Partner und Unterstützer habe. Den Ländern der EU legte der Äthiopier in der jetzigen Phase der Pandemie nahe, rigoros vorzugehen. Für die Zukunft müsse zudem sichergestellt werden, "dass die Lehren aus der Pandemie gezogen werden", sagte Tedros weiter. Dabei gehe es nicht nur um die Vorbereitung auf künftige Ausbrüche von Krankheiten, sondern um die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Man müsse seinen Lebensstil hinterfragen und beispielsweise entschieden gegen den Klimawandel vorgehen, so der WHO-Chef.

25.6.2020 • 18:52 Uhr

Neue Corona-Fälle auf den Seychellen

Nach zwei Monaten ohne neue Corona-Fälle zählt das Urlaubsparadies der Seychellen nun wieder zu den von Sars-CoV-2 betroffenen Ländern. Der Grund sind fünf Matrosen einer spanischen Fischfangflotte, wie die Behörden bekanntgaben. Sie hatten das Virus in ihrem Kreislauf, allerdings ohne Symptome zu zeigen. Die Männer wurden unter Quarantäne gestellt.

Der Strand Beau Vallon auf der Seychellen-Insel Mahe | dpa

Die Regierung des Inselstaats im Indischen Ozean hatte Anfang Mai eine strenge Corona-Ausgangssperre gelockert, nachdem seit dem 5. April kein neuer Fall verzeichnet worden war. Bild: dpa

25.6.2020 • 18:28 Uhr

Tests in Wiesenhof-Schlachthof abgeschlossen: 45 Corona-Fälle

Die Reihentests in einem Putenschlachthof im niedersächsischen Wildeshausen haben 45 Corona-Infektionen zutage gefördert. Das teilten der Landkreis Oldenburg und die betroffene Firma Geestland Putenspezialitäten (GPS) mit, die zur Wiesenhof-Gruppe gehört.

Mit 1115 Tests sei die gesamte Belegschaft bis auf wenige Ausnahmen erfasst worden. Seit Mittwoch kamen noch einmal zehn bestätigte Infektionen dazu. Betroffen seien fünf Festangestellte und 40 Werkvertragsarbeiter, teilte Geestland mit. Nur einer dieser 45 Mitarbeiter wohne in einer Gemeinschaftsunterkunft, alle anderen in Privatunterkünften.

25.6.2020 • 18:17 Uhr

Lufthansa-Aktionäre stimmen staatlichem Rettungspaket zu

Die Aktionäre der Lufthansa haben bei der außerordentlichen Hauptversammlung für das Rettungspaket des Bundes gestimmt. Der Staat steigt damit als Anteilseigner bei der Fluggesellschaft ein. Damit fest verbunden sind staatliche Hilfen in Höhe von neun Milliarden Euro.

25.6.2020 • 18:03 Uhr

Dänemark lässt die meisten EU-Bürger wieder ins Land

Dänemark öffnet seine coronabedingt geschlossenen Grenzen ab Samstag wieder für die meisten Menschen aus der EU. Aus allen Ländern der Europäischen Union mit Ausnahme Portugals und des Großteils von Schweden dürfen Touristen dann wieder einreisen, wie aus einer heute aktualisierten Auflistung des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorgeht. Voraussetzung für die Einreise ist, sechs Übernachtungen in Dänemark gebucht zu haben. Generell darf außerdem nach Dänemark reisen, wer einen triftigen Einreisegrund hat. Für Reisende aus Deutschland verändert sich durch den Schritt nichts.

25.6.2020 • 17:52 Uhr

Zusammenhang zwischen Ausbruch bei Tönnies und Gottesdienst?

Der Corona-Ausbruch bei der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück steht offenbar auch im Zusammenhang mit einem Gottesdienst. Im Rahmen der Recherche bei Infizierten sei ein Ausbruchsgeschehen auf den Besuch einer Kirche in Herzebrock-Clarholz zurückzuführen gewesen, teilte der Kreis Gütersloh mit. Danach besuchten mehrere Infizierte, die einen direkten Bezug zum Unternehmen Tönnies hätten, einen Gottesdienst am 17. Mai.

Eine genaue Ursache für den Eintrag des Coronavirus in die Firma Tönnies lasse sich aber nicht exakt und zweifelsfrei benennen, betonte der Kreis. Die Gemeinde habe ein sehr großes Einzugsgebiet und es sei nicht klar, von welchem Patienten die Ausbreitung der Krankheit ihren Ausgang genommen habe. Einen Bericht des Portals "t-online.de", wonach der Gottesdienst "ein entscheidender Moment" für das Infektionsgeschehen im Schlachthof gewesen sein könnte, bestätigte der Kreis Gütersloh nicht. Auch das NRW-Gesundheitsministerium wies entsprechende Darstellungen auf Anfrage der Nachrichtenagentur KNA zurück.

25.6.2020 • 17:33 Uhr

Großbritannien: Sonnenbaden trotz Corona

In Großbritannien haben trotz Corona-Pandemie die Menschen dicht an dicht an den Stränden gelegen. Besonders beliebt waren am bisher heißesten Tag des Jahres die südenglische Badeorte wie Bournemouth und Brighton. In Bournemouth mussten die Einsatzkräfte sogar einen "ernsten Zwischenfall" auslösen, weil die Lage nicht mehr beherrschbar war. Das gibt den Einsatzkräften mehr Rechte. Vertreter der Stadt teilten mit, solche Menschenmengen habe es sonst nur an Feiertagen gegeben. Man sei "absolut entsetzt" über die Szenen, die an den Stränden zu sehen gewesen seien. Einsatzkräfte klagten unter anderem über illegales Parken, Verkehrskollaps, Müllverschmutzungen, aggressives Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen.

Menschen liegen am Strand in Brighton in der Sonne | ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

In Großbritannien gilt eine Abstandsregel von zwei Metern. Am Strand in Brighton war sie nicht leicht einzuhalten. Bild: ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

25.6.2020 • 17:13 Uhr

Hans: Reisen für Menschen aus Corona-Hotspots bundesweit verbieten

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich für ein Verbot von Reisen für Menschen aus Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen ausgesprochen. Eine bundesweit einheitliche Verfahrensweise gegenüber Reisenden aus betroffenen Gebieten sei nötig, teilte er mit. "Damit lokal begrenzte Lockdowns funktionieren, sollten Reisen aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen nicht möglich sein." Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Hans habe dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Markus Söder (CSU), in einem Schreiben vorgeschlagen, "dass Bund und Länder gemeinsam Kriterien und daraus abzuleitende Maßnahmen festlegen". Damit solle "ein Flickenteppich verschiedener Regelungen" vermieden werden.

Bund und Länder haben vereinbart, dass ab einer Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage wieder strengere Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Der Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen liegt derzeit deutlich über dieser Marke. Mehrere Bundesländer haben nun Einschränkungen, etwa Beherbergungsverbote, für Menschen aus Corona-Hotspots erlassen.

25.6.2020 • 17:00 Uhr

Norwegen will Grenzen für Europäer öffnen

Reisende aus Deutschland und weiteren Staaten des Europäischen Wirtschafts- und des Schengenraums können bald wieder nach Norwegen reisen, sofern dies die Corona-Zahlen des jeweiligen Landes erlauben. Ihre Regierung beabsichtige, Reisen aus diesen Ländern ab dem 15. Juli wieder quarantänefrei zu ermöglichen, gab Ministerpräsidentin Erna Solberg bekannt.

Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Der Coronavirus-Ausbruch muss in dem jeweiligen Land unter Kontrolle, die Infektionszahlen dementsprechend niedrig sein. Die norwegische Gesundheitsbehörde soll bis zum 15. Juli eine Liste mit Ländern und Regionen ausarbeiten, für die aufgrund von deren Infektionszahlen weiter Reisebeschränkungen gelten werden. Norweger, die ins mit recht hohen Corona-Zahlen kämpfende Schweden reisen, müssen nach ihrer Rückkehr jedoch weiter für zehn Tage in Quarantäne, machte Solbergs Regierung bereits klar. Dazu zählt auch wieder die Insel Gotland, die die Regierung zuletzt davon ausgenommen hatte.

Norwegen hatte seine Grenzen aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mitte März mit der Ausnahme für heimkehrende Norweger und weitere Menschen mit triftigem Einreisegrund geschlossen. Seit dem 15. Juni sind Reisen von und nach Skandinavien mit Ausnahme des schwedischen Festlandes wieder erlaubt.

25.6.2020 • 16:45 Uhr

Robert Koch-Institut lässt viele Anfragen unbeantwortet

Beim Robert Koch-Institut häufen sich Anfragen von Journalisten und Bürgern zur Corona-Pandemie. Doch das Institut kommt mit der Beantwortung nicht mehr hinterher. Offenbar mangelt es an Personal.

25.6.2020 • 16:33 Uhr

Tunesien öffnet seine Grenzen für Urlauber aus Deutschland

Touristen aus Deutschland können von diesem Samstag an wieder ohne Beschränkungen oder vorherige Corona-Tests nach Tunesien reisen. Die tunesische Regierung setzte die Bundesrepublik auf eine Liste mit Staaten, in denen die Gefahr einer Infizierung mit dem Coronavirus gering ist, wie das Gesundheitsministerium in Tunis mitteilte. Das gelte auch für Österreich und die Schweiz.

Tunesiens Regierung hatte das Coronavirus Mitte Juni für besiegt erklärt. Sie hofft nun auf eine Belebung des Tourismussektors, der für die tunesische Wirtschaft zentral ist. Das Land setzt dabei insbesondere auf deutsche Urlauber. Die Bundesregierung hat Tunesien als einziges Land in Nordafrika nicht als Risikogebiet eingestuft. Bislang hat Tunesien fast 1200 Corona-Fälle und 50 Tote gemeldet. Die Zahlen sind deutlich kleiner als in anderen Ländern der Region. Die Regierung hatte zu Beginn der Pandemie strikte Maßnahmen erlassen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

25.6.2020 • 16:22 Uhr

Israel: Einreiseverbot für Ausländer bis 1. August verlängert

Das in der Corona-Krise ausgesprochene Einreiseverbot nach Israel ist um vier Wochen verlängert worden. Die Flughafenbehörde des Landes informierte die Fluglinien darüber, dass es allen ausländischen Besuchern bis zum 1. August untersagt ist, Israel zu betreten. Ausnahmen gelten demnach nur mit entsprechenden Genehmigungen der Einwanderungsbehörde. Die Fluglinien wurden darauf hingewiesen, dass sie dafür verantwortlich sind, Passagiere, denen die Einreise verweigert wurde, zurück an ihren Abflugort zu bringen. Das Verbot gilt nicht für israelische Staatsbürger oder Menschen, die nachweisen können, dass sie in Israel ihren Lebensschwerpunkt haben. Israel hatte das Einreiseverbot am 18. März verhängt, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

25.6.2020 • 15:37 Uhr

58.000 Studierende beantragen staatliche Corona-Nothilfe

Zehntausende Studierende haben bislang in der Corona-Krise Nothilfen beantragt. Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks gingen 58.000 Anträge ein. Würden alle bewilligt, käme eine Summe von 24,5 Millionen Euro zusammen. Insgesamt stehen für die Monate Juni, Juli und August 100 Millionen Euro Überbrückungshilfe vom Bund zur Verfügung. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" über die Zahlen berichtet.

"Wir gehen nicht von einem progressiven, linearen weiteren Verlauf der Antragsstellung aus", sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde, der Nachrichtenagentur dpa. Durch die Lockerungen der Pandemiemaßnahmen könnten Studierende möglicherweise wieder klassische Sommersemester-Nebenjobs finden.

Insgesamt sind an Hochschulen nach Angaben des Deutschen Studentenwerks 2,7 Millionen Studierende eingeschrieben, die theoretisch Anspruch auf die staatliche Nothilfen hätten. Betroffene können je nach Kontostand 100 bis 500 Euro pro Monat bekommen. Das Geld müssen sie nicht zurückzahlen. Gezahlt wird die Hilfe für maximal drei Monate (Juni, Juli, August).

25.6.2020 • 15:09 Uhr

SPD lehnt Immunitätsausweis weiterhin ab

Die SPD ist weiter gegen einen Immunitätsausweis im Sinne eines Passierscheins. Das stellte SPD-Fraktionsvize Bas klar. Zuvor hatten mehrere Nachrichtenagenturen gemeldet, dass sie Zustimmung signalisiere. Doch ihr Statement sei falsch wiedergegeben worden.

25.6.2020 • 14:36 Uhr

EU-Agentur macht Weg frei für Remdesivir in Europa

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen, wie die EMA mitteilte. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt. Remdesivir wurde bisher als Ebola-Medikament eingesetzt.

25.6.2020 • 14:18 Uhr

Corona-Verdacht: Landtagssitzung in Rheinland-Pfalz fällt aus

Der rheinland-pfälzische Landtag hat seine für heute Vormittag geplante Plenarsitzung wenige Minuten vor Beginn wegen eines Corona-Verdachts abgesagt. Hintergrund sei, dass eine SPD-Abgeordnete als Kontaktperson eines bestätigten Covid-19-Falls gelte, teilte die SPD-Fraktion mit. Die Parlamentarierin wurde am Morgen auf das Coronavirus getestet, ein Ergebnis wird für den Abend erwartet. Die Frau befand sich in häuslicher Quarantäne.

Laut SPD-Fraktion handelt es sich um die Abgeordnete Astrid Schmitt. Bereits gestern hatte sie in Mainz an der Plenarsitzung teilgenommen. Nach der Sitzung habe Schmitt erfahren, "dass sie im Rahmen eines dienstlichen Gesprächs Kontakt mit einer Person hatte, die später positiv auf Covid-19 getestet wurde", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Martin Haller. Schmitt habe sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben und das Landtagspräsidium informiert. Es gehe ihr gut. Die Landtagssitzung wird nachgeholt.

25.6.2020 • 13:42 Uhr

Deutschland stockt Hilfe für WHO auf

Deutschland wird in der Coronakrise seine finanzielle Unterstützung für die Weltgesundheitsorganisation in diesem Jahr auf mehr als 500 Millionen Euro aufstocken. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn bei einem Besuch in Genf an.

"Das ist der höchste Betrag, den Deutschland je in einem Jahr an die WHO gezahlt hat", sagte Spahn. Zusätzlich zu den von Deutschland zur Eindämmung des Coronavirus bereits zugesagten rund 110 Millionen Euro würden der WHO 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese Unterstützung müsse vom Parlament noch genehmigt werden, aber die Regierung sei sehr zuversichtlich, dass das Anfang Juli passiere, erklärte Spahn.

Außerdem würden weitere 41 Millionen Euro für die Hauptaufgaben der WHO gezahlt. Auch würden Masken und medizinisches Gerät wie Beatmungsgeräte zur Verfügung gestellt. Das sei als ein starkes Zeichen der internationalen Solidarität zu verstehen. "Wir stehen zusammen, um globale Gesundheitsprobleme zu bekämpfen", sagte Spahn.

25.6.2020 • 12:48 Uhr

UNO rechnet mit Zunahme des weltweiten Drogenkonsums

Die Vereinten Nationen rechnen wegen der Corona-Krise mit einer Zunahme des weltweiten Drogenkonsums. Gründe dafür seien steigende Arbeitslosenzahlen, Einsparungen bei Präventionsprogrammen und weniger Drogenrazzien, prognostiziert das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung im Weltdrogenbericht 2020.

"Die Covid-19-Krise und der wirtschaftliche Abschwung drohen, die Drogen-Gefahren noch weiter zunehmen zu lassen", warnte UNODC-Chefin Ghada Waly. Schließlich habe die Corona-Pandemie die Gesundheits- und Sozialsysteme "an den Rand" ihrer Belastbarkeit gebracht. Alle Regierungen müssten daher nun "größere Solidarität zeigen und Unterstützung leisten, insbesondere Entwicklungsländern, um illegalen Drogenhandel zu bekämpfen".

25.6.2020 • 12:39 Uhr

Lufthansa-Rettung: Ryanair klagt gegen Genehmigung der EU-Kommission

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair klagt gegen die gebilligten Staatshilfen der EU-Kommission für die Lufthansa. Ryanair werde wie in allen Fällen von genehmigten Corona-Hilfen für Airlines auch gegen die aktuelle Lufthansa-Entscheidung Rechtsmittel einlegen, sagte der Leiter der Rechtsabteilung des Unternehmens, Juliusz Komorek. Covid-19 könne keine Ausrede sein, das Wettbewerbsrecht zu ignorieren.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten zuvor grünes Licht für das neun Milliarden umfassendes Stützungsprogramm der Bundesregierung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa gegeben. Die Hilfen sind demnach an eine Reihe von Bedingungen geknüpft, darunter die Abgabe von Start- und Landerechten an Konkurrenten in Frankfurt und München, ein Verbot der Zahlung von Dividenden und die Beschränkung der Übernahme von Wettbewerbern. Ryanair geht bereits gegen die Staatshilfen für Air France und die skandinavische Airline SAS vor.

25.6.2020 • 12:32 Uhr

Steinmeier: "Bewegen uns noch auf sehr dünnem Eis"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten gewarnt. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte er bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue. "Die Entwicklung in den Hotspots zeigt, dass wir uns immer noch auf sehr, sehr dünnem Eis bewegen."

Erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie hatten der Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender zu einer Veranstaltung in der Reihe "Kaffeetafel" eingeladen. Diese fand aus Sicherheitsgründen im Park von Schloss Bellevue statt. Steinmeier und Büdenbender diskutierten mit ihren Gästen über "Beschränkungen in der Corona-Krise: Schattenseiten und Lichtblicke".

Kaffetafel mit Bundespräsident Steinmeier | dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender sitzen zusammen mit den Teilnehmern einer Kaffeetafel im Garten von Schloss Bellevue. Seit 2018 lädt er Bürgerinnen und Bürger ein, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und deren Meinungen und Perspektiven kennenzulernen. Bild: dpa

25.6.2020 • 12:18 Uhr

Secret Service schickt Dutzende Mitarbeiter in Quarantäne

Nach der Wahlkampfkundgebung von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Oklahoma am Wochenende hat der Secret Service Medienberichten zufolge für Dutzende daran beteiligte Angestellte Selbstisolation angeordnet. Zuvor seien zwei Mitarbeiter, die in Tulsa zugegen gewesen seien, positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtete der Sender CNN.

Zum Schutz der Privatsphäre und der "operativen Sicherheit" werde der Secret Service keine Zahlen bekannt geben, zitierte die "Washington Post" eine Sprecherin. Die Behörde, die unter anderem für den Schutz des Präsidenten zuständig ist, sei weiterhin in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen, hieß es weiter.

US-Präsident Donald Trump reckt auf der Wahlkampfbühne in Tulsa die Faust in die Höhe. | AP

US-Präsident Donald Trump reckt auf der Wahlkampfbühne in Tulsa die Faust in die Höhe. Bild: AP

25.6.2020 • 11:55 Uhr

Russland meldet mehr als 7000 Neuinfektionen

In Russland ist die Zahl der Infektionsfälle auf 613.994 gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden nach Behördenangaben 7113 Neuinfektionen nachgewiesen - etwas weniger als am Tag zuvor mit 7176 neuen Fällen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 92 auf insgesamt 8605. Am Vortag waren noch 154 weitere Todesfälle registriert worden.

25.6.2020 • 11:32 Uhr

Antikörper-Studie: Viele Bürger Ischgls waren infiziert

Im österreichischen Ischgl war ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der in einer umfassenden Studie untersuchten Bürger Antikörper auf das Coronavirus entwickelt. Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer, in Innsbruck.

Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion. Ischgl mit seinen Après-Skibars gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas. Rund 80 Prozent der Ischgler Bevölkerung nahmen an der Studie teil. 1473 Probanden waren zwischen 21. und 27. April untersucht worden.

25.6.2020 • 11:21 Uhr

Mehrere NBA-Profis positiv auf Corona getestet

Einen Monat vor dem geplanten Wiederbeginn der Saison gibt es mehrere Coronafälle in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Drei Profis teilten selbst oder über ihre Clubs mit, dass sie positiv getestet worden seien. Malcolm Brogdon von den Indiana Pacers sowie Jabari Parker und Alex Len von den Sacramento Kings betonten jedoch, dass sie davon ausgehen, im Juli bei der Fortsetzung der Saison auf dem Disney-Komplex in Orlando dabei zu sein.

25.6.2020 • 10:35 Uhr

Laumann: Nur ein Test von 2000 positiv im Kreis Gütersloh

Von 2000 aktuell durchgeführten Corona-Tests im Kreis Gütersloh ist nur einer positiv ausgefallen. Das sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses.

25.6.2020 • 10:16 Uhr

Eiffelturm wieder geöffnet

Nach mehr als dreimonatiger Schließung in der Corona-Krise hat der Pariser Eiffelturm erstmals wieder geöffnet. Vor der Sehenswürdigkeit bildeten sich nicht die sonst üblichen langen Schlangen, denn das Ticket-Kontingent ist begrenzt.

Für den Besuch gelten strenge Gesundheitsauflagen. So brauchen Touristen einen langen Atem: Wegen der Corona-Pandemie fahren die Aufzüge nicht. Deshalb müssen Besucher die 765 Stufen bis zur Aussichtsplattform in der 2. Etage zu Fuß erklimmen. Die Spitze des Eiffelturms bleibt vorerst geschlossen. Zudem gilt eine Maskenpflicht.

Die Zahl der täglichen Besucher ist nach Angaben der Betreibergesellschaft begrenzt. Interessierte müssen ihr Ticket vorab im Internet reservieren. Der Aufstieg erfolgt über eine andere Treppe als der Abstieg, um einen Mindestabstand zwischen den Besuchern sicherzustellen. 

Eiffelturm in Paris | REUTERS

Abstand halten gilt für alle, die den Eiffelturm besteigen wollen. Bild: REUTERS

25.6.2020 • 09:48 Uhr

Baden-Württemberg beschließt Beherbergungsverbot

Auch Baden-Württemberg will Reisende aus dem nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebiet nicht mehr im Land übernachten lassen. Das Beherbergungsverbot für Besucher aus einem Kreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen soll schnell in Kraft treten. Es gelte, sobald die Verordnung vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet werde, teilte das Staatsministerium in Stuttgart mit.

Hintergrund ist der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh. In dessen Folge hatten Bayern und Niedersachsen bereits Beherbergungsverbote beschlossen, Schleswig-Holstein erließ eine Quarantäneregelung. Maßgeblich sei, ob die Zahl der Neuinfektionen in dem Heimatkreis der Betreffenden in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise pro 100.000 Einwohner höher als 50 war, teilte die Corona-Lenkungsgruppe des Landes mit.

Das Verbot beziehe sich dann auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und vergleichbare Einrichtungen. Ausnahmen gelten laut Lenkungsgruppe für Personen, die mit einem ärztlichem Attest belegen können, nicht infiziert zu sein. Ebenso sollen Ausnahmen möglich sein, wenn der Infektionsausbruch in einem Landkreis räumlich klar eingegrenzt werden kann.

25.6.2020 • 09:04 Uhr

Indien meldet die meisten Corona-Fälle an einem Tag

In Indien ist die bislang höchste tägliche Zahl neuer Fälle mit dem Coronavirus festgestellt worden. In den vergangenen 24 Stunden wurden 16.922 Fälle registriert, wodurch die Gesamtzahl auf 473.105 stieg. Das Gesundheitsministerium meldete zudem 418 weitere Todesfälle. Die Zahl der Gesamttodesfälle erhöhte sich auf 14.894.

Neu Delhi ist in Indien am schwersten betroffenen. Dort gibt es 70.390 Fälle. Die Behörden kündigten an, in den kommenden zwei Wochen von Tür zu Tür zu gehen, um den Gesundheitszustand jedes Bewohners festzuhalten und diejenigen zu testen, die Symptome des Virus zeigen.

Die Regierung von Neu Delhi hat prognostiziert, dass die Zahl der Fälle in der Hauptstadtregion bis Ende Juli auf mehr als eine halbe Million zunehmen könnte. Sie erwägt, Luxushotels und Stadien in Feldlazarette zu verwandeln.

25.6.2020 • 09:00 Uhr

Laumann: Einige Tönnies-Arbeiter eventuell nicht erfasst

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kann nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass manche Tönnies-Mitarbeiter nicht auf Corona getestet worden sind. Es könne sein, dass "uns 20, 30 durch die Lappen gegangen sind", sagte Laumann in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses.

Er verteidigte aber das Vorgehen der Behörden: Es sei "sorgfältig durch die öffentliche Hand getestet" worden. Laumanns Staatssekretär Edmund Heller verdeutlichte in der Sitzung, dass eine komplette Erfassung der Menschen auf dem Tönnies-Gelände rückwirkend zunächst kaum möglich gewesen sei.

25.6.2020 • 08:57 Uhr

Weil verteidigt Beschränkungen für Urlauber

Nach dem Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus dieser Region verteidigt.

"Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich", sagte er über die hohen Infektionszahlen in den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf.

In Niedersachsen dürfen Touristen aus diesen Kreisen bald nur noch mit ärztlichem Attest in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen übernachten. Sowohl in Gütersloh als auch in Warendorf wird der von Bund und Ländern vereinbarte Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner klar überschritten.

25.6.2020 • 08:53 Uhr

Coronavirus breitet sich in Brasilien rasant aus

Das Gesundheitsministerium meldet 42.725 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 1,188 Millionen. Die Zahl der Todesfälle nahm binnen 24 Stunden um 1185 auf 53.830 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

25.6.2020 • 08:40 Uhr

Schäuble würdigt große Entbehrungen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die sozialen Folgen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gewürdigt. "Denken Sie daran, wie viele schwere menschliche Einschränkungen in Kauf genommen wurden", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Denken Sie an die vielen Menschen, die ihre alten Angehörigen, die vielleicht sterben mussten, nicht einmal mehr besuchen konnten, die ihre Trauerfeier nicht mehr in der Gemeinschaft verbringen konnten."

Dieses Leid sei furchtbar gewesen, aber die Einschränkungen seien in der Situation richtig gewesen. Es habe ihn zu Beginn der Krise beeindruckt, dass die Menschen nicht mit Panik reagiert und viele Schutzmaßnahmen der Regierung mit großer Bereitschaft akzeptiert hätten, sagte Schäuble weiter.

25.6.2020 • 08:40 Uhr

GFK: Verbraucher kaufen wieder mehr

Die Verbraucher in Deutschland erwachen zunehmend aus der Corona-Schockstarre. Wie das Marktforschungsinstitut GfK in Nürnberg mitteilte, legten sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung spürbar zu.

Für Juli prognostizierten die Forscher beim Konsumklima einen Wert von minus 9,6 Punkten - neun Punkte mehr als im Juni. Allerdings bleibe die Lage fragil. Wegen der Pandemie war das Konsumklima für Mai auf einen historischen Tiefpunkt abgestürzt, zuletzt hatten die GfK-Forscher aber schon für Juni wieder einen Aufwärtstrend verzeichnet.

Die Marktforscher werteten für die aktuelle Erhebung die Angaben von rund 2000 Verbrauchern in Deutschland aus, die vom 3. bis 15. Juni zu Konjunktur, Einkommen und Anschaffungsneigung befragt wurden.

25.6.2020 • 07:06 Uhr

Nobelpreisträger warnen vor Gefahren für Demokratie

Zahlreiche Nobelpreisträger und prodemokratische Organisationen aus aller Welt haben vor den Gefahren der Corona-Krise für die Demokratie gewarnt. Die Coronavirus-Pandemie bedrohe nicht nur das Leben und die Existenzgrundlage von Menschen weltweit, sondern sei auch eine politische Krise, die die Zukunft der freiheitlichen Demokratie gefährde, schrieben sie in einem offenen Brief: "Die Covid-19-Krise ist ein alarmierender Weckruf und eine dringende Warnung, dass die von uns wertgeschätzten Freiheiten in Gefahr sind und wir sie nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen."

Initiiert wurde das Schreiben vom in Stockholm ansässigen zwischenstaatlichen Demokratie-Institut IDEA und der US-Organisation National Endowment for Democracy. Zu den mehr als 500 Unterzeichnern zählen neben rund 70 Organisationen außerdem 13 Nobelpreisträger wie die Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk, Juan Manuel Santos und Lech Walesa sowie knapp 60 frühere Staats- und Regierungschefs. Auch der Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong, Schauspieler und Tibet-Aktivist Richard Gere und der ehemalige EU-Parlamentsabgeordnete Elmar Brok finden sich auf der Liste.

25.6.2020 • 06:47 Uhr

SPD signalisiert Zustimmung zum Immunitätsausweis

Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt dieses Liveblog-Eintrags hatten mehrere Agenturen gemeldet, dass SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas Zustimmung zu einem Immunitätsausweis signalisiere. Diese Darstellung wurde mittlerweile korrigiert. Die aktualisierte Meldung finden Sie im Liveblog-Eintrag von 15:09 Uhr.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Bärbel Bas, hat sich positiv zu einem Corona-Immunitätsausweis geäußert. "Wie bei jedem anderen medizinischen Testbefund hat man auch bei einem Corona-Test einen Anspruch auf die Dokumentation des Ergebnisses", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Entscheidend sei, "dass aus dem Immunitätsstatus keine Stigmatisierung entstehen darf. Wir werden darauf zu achten haben, dass für diese Personen keine anderen Freiheits- oder Persönlichkeitsrechte gelten", sagte die Gesundheitspolitikerin. Über einen Immunitätsausweis berät laut der Zeitung der Deutsche Ethikrat heute erstmals.

Nach massivem Widerstand vom Koalitionspartner SPD hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn seine Pläne für einen Immunitätsausweis Anfang Mai zunächst auf Eis gelegt. Damals hatte etwa SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil über ein "völlig falsches Signal" geklagt, weil durch die Bescheinigung Menschen belohnt werden sollten, die sich nicht vor Ansteckung schützen würden. Spahn hatte daraufhin den Deutschen Ethikrat angerufen.

25.6.2020 • 06:29 Uhr

Neuinfektionen in den USA nahe Rekordhoch

Die Corona-Krise in den USA verschärft sich erneut dramatisch. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden binnen 24 Stunden 34.700 neue Infektionsfälle verzeichnet - fast so viele wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise im April. Besonders deutlich ist der Anstieg der Zahlen im Süden des Landes.

Die Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut ordneten deshalb an, dass aus mehreren Südstaaten kommende Reisende in Quarantäne müssen. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen in den USA liegt nach Angaben der Universität bei knapp 2,4 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg um weitere 756 Fälle auf mehr als 120.000. Die Vereinigten Staaten sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Seit zwei Wochen verzeichnen sie in rund der Hälfte ihrer 50 Bundesstaaten deutlich steigende Ansteckungsraten. 

25.6.2020 • 06:22 Uhr

Lufthansa-Aktionäre entscheiden über Staatshilfe

Die Aktionäre der Lufthansa stimmen heute Mittag bei einer außerordentlichen Hauptversammlung über das geplante Rettungspaket mit bis zu neun Milliarden Euro Staatshilfe ab. In der Nacht haben Konzern und Gewerkschaft Ufo noch eine Einigung über ein Sparprogramm bei den Flugbegleitern verkündet. Außerdem wurde gestern Abend bekannt, dass Großaktionär Heinz Hermann Thiele den Staatshilfen jetzt doch zustimmen will.

25.6.2020 • 05:16 Uhr

630 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 630 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.079 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8927 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 13 im Vergleich zum Vortag. Etwa 176.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

25.6.2020 • 04:49 Uhr

Disney verschiebt Öffnung von Vergnügungsparks in Kalifornien

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat die für Mitte Juli geplante Wiedereröffnung seiner pandemiebedingt geschlossenen Vergnügungsparks in Kalifornien verschoben. Der Staat Kalifornien habe noch keine Richtlinien für die Inbetriebnahme von Themenparks vorgelegt, hieß es in einer Mitteilung. Sie benötigten Vorlaufzeit, um Tausende von Mitarbeitern zurückzubringen. Daher blieben die Themenparks und Hotels in der Anlage in Anaheim vorerst geschlossen. Ein neues Datum für die Eröffnung wurde nicht genannt.

25.6.2020 • 04:37 Uhr

China meldet 19 Neuinfektionen - 13 davon in Peking

Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet binnen 24 Stunden 19 neue Coronavirus-Fälle, gegenüber zwölf tags zuvor. Von den Neuinfektionen sind 13 in Peking, erklärt die nationale Gesundheitskommission, verglichen mit sieben Fällen am Vortag. Insgesamt sind in China nach offiziellen Angaben 83.449 Fälle bestätigt.

25.6.2020 • 03:39 Uhr

Prognose: 388.300 Todesfälle in Lateinamerika bis Oktober

Die jüngste Hochrechnung des medizinischen Instituts IHME an der Universität in Washington geht davon aus, dass die Zahl der Todesopfer in Lateinamerika bis Oktober auf 388.300 steigt. Laut der Prognose wird Brasilien voraussichtlich 166.000 und Mexiko 88.000 Tote verzeichnen. Ohne Maßnamen wie das Tragen von Gesichtsmasken könnte sich im schlimmsten Fall die Zahl der Todesopfer in Brasilien auf 340.476 und in Mexiko auf 151.433 erhöhen, heißt es in dem Bericht. Lateinamerika hat sich zu einem Hotspot der Pandemie entwickelt: Große Armut, dichte Siedlungen und mangelnde Gesundheitsversorgung haben zu einer Verdreifachung der Fälle von 690.000 innerhalb eines Monats auf zwei Millionen geführt.

25.6.2020 • 03:29 Uhr

Kanzleramtsminister: Nicht zu sorglos werden

Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen etwa im Kreis Gütersloh hat Kanzleramtsminister Helge Braun zur Vorsicht gemahnt. "Diese größeren Ausbrüche haben jetzt gezeigt: In dem Moment, wo man dem Virus eine Chance gibt, schlägt es auch wieder zu", sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". "Wir haben nur dann eine Chance auf eine gute wirtschaftliche Erholung, auch auf eine soziale Entspannung (...), wenn die Infektionszahlen sehr, sehr niedrig sind", sagte Braun. "Deshalb glaube ich, ist die Aufgabe jetzt wirklich, jeden lokalen Ausbruch sehr, sehr genau und sehr schnell zu beantworten, aber auch nicht zu sorglos zu werden."

25.6.2020 • 03:29 Uhr

Qantas streicht wegen Corona-Krise 6000 Stellen

Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways plant infolge der der Coronavirus-Krise mindestens 20 Prozent ihrer Belegschaft abzubauen und über Abschreibungen rund 1,3 Milliarden Dollar Liquidität aufzubringen. "Wir müssen uns für mehrere Jahre positionieren, wenn der Umsatz viel niedriger ausfällt", sagte Qantas-Chef Alan Joyce bei der Vorstellung eines Drei-Jahres-Plans. "Und das bedeutet, kurzfristig eine viel kleinere Fluggesellschaft zu werden." Qantas kündigte an, mindestens 6000 Stellen unter den 29.000 Mitarbeiter zu streichen, weitere 15.000 Mitarbeiter blieben vorübergehend freigestellt, bis vor allem der internationale Flugverkehr wieder zunehme.

25.6.2020 • 03:29 Uhr

Dobrindt will Kurzarbeiter-Regelung über 2020 hinaus verlängern

Wegen der düsteren Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt schlägt der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, eine Verlängerung der aktuellen Regelung für das Kurzarbeitergeld über das Jahr 2020 hinaus vor. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte Dobrindt: "Die Prognose der Bundesagentur für Arbeit zeigt die Gefahr der Corona-Krise für den Arbeitsmarkt. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, ist das ein deutliches Zeichen, dass die Konjunktur langsamer anspringt als erhofft. Hält das an, brauchen wir eine Verlängerung für das Kurzarbeitergeld, um dem Anstieg der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken." In der jüngsten Prognose der Bundesagentur wurde für den Sommer 2020 ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf drei Millionen Arbeitslose erwartet.