Passanten gehen durch die Innenstadt Braunschweigs. | dpa
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Corona-Pandemie ++ Länderminister für Verlängerung der "epidemischen Lage" ++

Stand: 09.08.2021 22:10 Uhr

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich für eine Verlängerung der "epidemischen Lage" ausgesprochen. BioNTech plädiert für Auffrischungen mit dem aktuellen Impfstoff. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 23,1
  • Bericht: Länder-Gesundheitsminister für längere "epidemische Lage"
  • Experten: Vierter Lockdown würde zehn Milliarden Euro kosten
  • BioNTech für Auffrischung mit aktuellem Impfstoff
  • Schottland streicht fast alle Corona-Regeln
9.8.2021 • 22:10 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit beenden wird den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

9.8.2021 • 21:34 Uhr

Bericht: Kostenlose Tests könnten im Oktober enden

Die kostenlosen Corona-Tests für Bürgerinnen und Bürger könnten einem Medienbericht zufolge im Oktober enden. Das berichtet das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) unter Berufung auf einen Beschlussentwurf für die morgige Ministerpräsidentenkonferenz.

Darin heiße es: "Die kostenlosen Bürgertests haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die dritte Welle der SARS-CoV2-Pandemie in Deutschland zu unterbrechen. (…) Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden kann, ist allerdings eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht angezeigt." Daher werde der Bund das Angebot kostenloser Bürgertests für alle beenden. Ein genaues Datum stehe nicht in dem Beschlussvorschlag. Es werde lediglich "mit Wirkung vom X. Oktober 2021" gesprochen.

9.8.2021 • 20:46 Uhr

USA: Immer mehr Corona-Patienten in Krankenhäusern

Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters müssen in den USA immer mehr Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Zahl der Einweisungen sei im Wochenvergleich um 40 Prozent auf den höchsten Stand seit sechs Monaten geklettert. Betroffen seien auch zunehmend Kinder. Grund sei die ansteckerende Delta-Variante, die sich vor allem in Louisiana, Florida und Arkansas ausbreitet.

9.8.2021 • 20:38 Uhr

Berlin: Großer Andrang bei "Langer Nacht des Impfens"

Bei der ersten "Langen Nacht des Impfens" in einem Berliner Impfzentrum hat es schon kurz vor Einlass eine lange Schlange gegeben. Zu entspannter Techno-Musik wollten sich unter anderem viele junge Menschen in der Arena Berlin im Ortsteil Treptow gegen das Coronavirus impfen lassen. Bis Mitternacht ist dort eine Impfung mit den Impfstoffen von BioNTech sowie von Johnson&Johnson möglich - eine Anmeldung braucht es nicht. Ins Leben gerufen wurde die Impfaktion vom Senat, der Clubcommission und dem Deutschen Roten Kreuz.

Die Arena in Treptow ist ein ehemaliges Bus-Depot. Vor der Pandemie wurde die Multifunktions-Halle nahe der Spree unter anderem für Konzerte genutzt und war ein beliebter Szene-Treffpunkt. Im Moment ist sie eines der fünf Berliner Impfzentren. In dieser Woche soll es noch zwei Impftermine in den Abendstunden geben - am Mittwoch (11. August) und Freitag (13. August).

9.8.2021 • 20:02 Uhr

US-Militär führt Impfpflicht für Soldaten ein

Für die Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte soll spätestens ab 15. September eine Impfpflicht gegen das Coronavirus gelten. Das geht aus einem Schreiben des Verteidigungsministers Lloyd Austin hervor. Falls die Impfungen schon vorher eine reguläre Zulassung der zuständigen US-Behörde FDA bekämen, könnte die Impfpflicht schon früher eingeführt werden, erklärte Austin.

In den US-Streitkräften dienen mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten, von denen rund 1,05 Millionen bereits vollständig geimpft sind. Präsident Joe Biden muss der Anordnung noch zustimmen - das gilt aber als reine Formsache. Biden erklärte in einer Stellungnahme umgehend, dass er Austins Vorgehen voll unterstütze. "Diese Impfungen werden Leben retten. Punkt. Sie sind sicher. Sie sind wirksam", so Biden.

9.8.2021 • 19:52 Uhr

Russland: Tote nach Defekt an Sauerstoff-Rohr

Wegen einer Unterbrechung bei der Sauerstoff-Versorgung sind in einem Krankenhaus in Russland neun Menschen gestorben. Das meldeten mehrere Agenturen unter Berufung auf die Regierung der Republik Nordossetien-Alanien im Kaukasus. Es sei ein unterirdisches Rohr gebrochen, sagte demnach der amtierende Regierungschef der Republik, Sergej Menjajlo. Dadurch hätten mehrere schwerkranke Corona-Patienten in der Klinik in der Hauptstadt Wladikawkas vorübergehend nicht mehr über ihre Beatmungsgeräte versorgt werden können. Das Krankenhauspersonal habe nun damit begonnen, die Überlebenden über Sauerstoffflaschen zu beatmen. Angaben des regionalen Gesundheitsministeriums zufolge sollen zum Zeitpunkt des Unglücks rund 70 Menschen an Beatmungsgeräte angeschlossen gewesen sein.

9.8.2021 • 19:33 Uhr

Zielgruppe für Start der Auffrischungsimpfungen präzisiert

Nach einer Mitteilung des bayerischen Gesundheitsministeriums haben die Gesundheitsminister der Länder die Zielgruppe für den Start der Auffrischungsimpfungen präzisiert. Es solle diese zunächst geben in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen sowie für Menschen mit Immunschwäche oder Immunsuppression und Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit sowie Höchstbetagte (ab 80 Jahren). Voraussetzung sei, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Eine Auffrischung können auch alle diejenigen bekommen, die seit mindestens sechs Monaten vollständig mit einem Vektorimpfstoff geimpft sind - also mit den Impfstoffen von AstraZeneca oder Johnson&Johnson.

9.8.2021 • 18:30 Uhr

Nepal startet Zweitimpfungen nach Verzögerung

Mit monatelanger Verzögerung haben in Nepal die Corona-Zweitimpfungen begonnen. Menschen über 65 Jahre, die im März ihre erste Spritze erhalten hätten, könnten sich nun die zweite Impfstoffdosis verabreichen lassen, sagte der Chef des nepalesischen Gesundheitsnotfallzentrums, Samir Kumar Adhikari, der Nachrichtenagentur AFP. Nepal hatte sein Impfprogramm nach einem vom Nachbarland Indien verhängten Exportstopp für Impfstoffe unterbrechen müssen. Vor den Impfzentren bildeten sich lange Schlangen.

In Kathmandu erhält ein Mann die zweite Impfung gegen das Coronavirus | AP

In Nepal mit seinen 30 Millionen Einwohnern wurden seit Pandemiebeginn mehr als 710.000 Corona-Infektionen und rund 10.000 Todesfälle durch Covid-19 verzeichnet. Bild: AP

9.8.2021 • 18:15 Uhr

Länder-Gesundheitsminister für längere "epidemische Lage"

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, dass der Bundestag die vorerst bis 11. September bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängert. Hintergrund sei, dass eine Fortführung von Infektionsschutzmaßnahmen auch danach absehbar sei, heißt es in einem einstimmigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bestätigte den Beschluss später.

Der Bundestag hatte zuletzt am 11. Juni festgestellt, dass die Sonderlage wegen der Corona-Pandemie fortbesteht - ohne eine erneute Bestätigung des Parlaments würde sie nach drei Monaten auslaufen. Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Zudem beziehen sich konkrete Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen, die die Länder festlegen können, laut Infektionsschutzgesetz auf die Feststellung dieser "epidemischen Lage".

9.8.2021 • 17:43 Uhr

Italien: Polizei zerschlägt Netzwerk hinter gefälschten Gesundheitsnachweisen

Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk aus Betrügern zerschlagen, das gefälschte Nachweise über Corona-Impfungen, Tests oder Genesungen zum Verkauf anbot. Zwei der vier Verdächtigen seien minderjährig, erklärte die Polizei. Angeboten wurden die gefälschten "Grünen Pässe" demnach auf Online-Plattformen. Um anonym zu bleiben, hätten Kunden die Möglichkeit gehabt, mit Kryptowährungen oder Gutscheinen für Online-Shops zu bezahlen. Für die gefälschten Grünen Pässe gaben Kunden nach Polizeiangaben zwischen 150 und 500 Euro aus. Ermittelt wird demnach nun auch zu den Käufern der gefälschten Zertifikate. Den sogenannten Grünen Pass erhält man in Italien nach mindestens einer Corona-Impfung, einem aktuellen negativen Testergebnis oder nach Genesung von einer Covid-19-Erkrankung.

9.8.2021 • 17:25 Uhr

Steinmeier gibt Gartenfest für Engagierte

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender laden Menschen, die sich in der Corona-Krise besonders engagiert haben, zu einer Gartenparty ins Schloss Bellevue ein. Das Dankesfest für Bürgerinnen und Bürger, die sich während der Pandemie in Beruf oder Ehrenamt hervorgetan haben, soll am 20. August im Schlosspark stattfinden, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

"Mit dem Gartenfest bedanken sich der Bundespräsident und Elke Büdenbender stellvertretend bei Millionen weiteren Engagierten in Deutschland", hieß es weiter. Eingeladen seien unter anderem Pflegerinnen, Ärztinnen, Erzieher, Forscherinnen, Lehrer, Auszubildende, Studierende, Frisöre, Hebammen, Müllwerker, Bestatter und Einzelhändler. "Sie sind es, die unsere Gesellschaft durch ihr Engagement, ihren Ideenreichtum und mit ihrer Tatkraft in dieser herausfordernden Zeit zusammenhalten und unseren Alltag möglich machen."

9.8.2021 • 17:02 Uhr

Gastgewerbe: Jede dritte Firma bangt um Existenz

Die Lage im Gastgewerbe bleibt angespannt: 23,6 Prozent aller Hotels und Restaurants sehen sich laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) konkret vor einer Betriebsaufgabe. Mit Blick auf die morgige Ministerpräsidentenkonferenz forderte der Verband deshalb, die "Grundlage für eine dauerhafte Öffnung aller Betriebe" zu schaffen. An der Dehoga-Blitzumfrage beteiligten sich fast 5500 Betriebe.

Dehoga-Präsident Guido Zöllick forderte niedrigschwellige Impfangebote und neue Indikatoren für die Bewertung der Pandemielage. Neben dem Inzidenzwert sollten auch Impfquote und Hospitalisierungsrate berücksichtigt werden. Laut Zöllick wird das Gastgewerbe noch lange auf staatliche Hilfen angewiesen sein. Der Branchenverband plädierte daher für eine Verlängerung der Überbrückungshilfe und des Kurzarbeitergeldes bis mindestens zum Jahresende.

9.8.2021 • 16:37 Uhr

BioNTech für Auffrischung mit aktuellem Impfstoff

Das Biopharma-Unternehmen BioNTech spricht sich für eine möglich Auffrischungsimpfung mit seinem vorhandenen Vakzin aus. "Wir denken, dass es im Moment am besten ist, mit einer Auffrischungsdosis für den bestehenden Virusstamm fortzufahren, um die Situation in den Griff zu bekommen", sagte Firmenchef Ugur Sahin. Patienten, die einen dritte Dosis desselben Impfstoffs bekommen hätten, zeigten deutlich höhere Antikörperwerte als nach der zweiten Dosis. Es sei nicht klar, welche Virusvarianten in den kommenden Monaten auftauchen könnten, erklärte Sahin. Von daher sei es nicht sinnvoll, das Vakzin jetzt anzupassen.

9.8.2021 • 16:05 Uhr

Günther will Sonderrechte für Geimpfte

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat auch bei weiter steigenden Corona-Zahlen einen Lockdown erneut ausgeschlossen - nicht aber strengere Hygieneregeln. Als Beispiel nannte der CDU-Politiker Testverpflichtungen für Ungeimpfte und eine mögliche Ausdehnung der Pflicht zum Tragen einer Maske. "Aber es wird nicht mehr das geben, war wir einmal unter einem Lockdown verstanden haben", sagte Günther. Diese Botschaft sollte auch von der Konferenz der Ministerpräsidenten am Dienstag ausgehen. Es gebe derzeit überhaupt keinen Grund, irgendwelche weitergehenden Eingriffe in Grundrechte zu machen - gerade für Menschen, die geimpft sind, betonte der Regierungschef.

Günther forderte dauerhafte Sonderrechte für Geimpfte. Diese müssten auf jeden Fall von der Testpflicht befreit werden. Für Geimpfte sollte auch keine Quarantäne angeordnet werden. Wer sich allerdings nicht impfen lassen könne, dürfe daraus keine Nachteile haben, so Günther.

9.8.2021 • 15:37 Uhr

AfD macht Impfungen zum Wahlkampfthema

Die AfD will den Umgang mit Ungeimpften zu einem zentralen Thema ihres Wahlkampfs machen. Die beiden Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl, Alice Weidel und Tino Chrupalla, stellten heute die Schwerpunkte der AfD-Wahlkampagne vor. Weidel warf der Bundesregierung vor, Druck auf Ungeimpfte auszuüben, obwohl eine Impfpflicht gegen das Grundgesetz verstoße. Sie warnte vor einer "Zweiklassengesellschaft" und einem "Lockdown für Ungeimpfte" nach der Bundestagswahl.

9.8.2021 • 15:12 Uhr

4. Lockdown würde zehn Milliarden Euro kosten

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat angesichts drohender Milliardenschäden für die Wirtschaft vor einem vierten Corona-Lockdown gewarnt. Obwohl sich weite Teile der Wirtschaft nach Aufhebung wichtiger Corona-Einschränkungen aktuell erholen, liege der Wertschöpfungsverlust in der zweiten Jahreshälfte 2021 bei rund 30 Milliarden Euro, erklärte das IW. Ein neuerlicher Lockdown würde diesen Verlust im vierten Quartal um weitere zehn Milliarden Euro steigen lassen.

Insgesamt bezifferte das Institut die Schäden der Pandemie inklusive des zweiten Quartals 2021 mit 300 Milliarden Euro. Ein vierter Lockdown würde diese Bilanz weiter verschlimmern.

Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante mahnte das IW mehr Tempo bei der Impfkampagne an. "Sowohl gesundheitlich als auch volkswirtschaftlich bleibt der Impffortschritt langfristig der einzige Ausweg", erklärte IW-Direktor Michael Hüther.  Ein erneuter Lockdown sei angesichts der aktuellen Lage nicht begründbar.

9.8.2021 • 14:10 Uhr

CDU will kostenpflichtige Tests für Ungeimpfte ab Oktober

Die CDU hat sich für kostenpflichtige Corona-Tests ab Oktober ausgesprochen. Die Tests sollten zahlungspflichtig für diejenigen sein, für die auch eine Impfung bereitstehen würde, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nach einer Sitzung des Parteipräsidiums. "Also sollen, so ist unsere feste Überzeugung, die kostenlosen Tests in zwei Monaten auslaufen", sagte er. Das solle aber nicht für Menschen gelten, für die eine Impfung nicht generell empfohlen werde.

"Bitte lassen Sie sich impfen", appellierte Ziemiak an die Bevölkerung. Die Impfkampagne in Deutschland hatte sich zuletzt deutlich verlangsamt; laut Bundesgesundheitsministerium sind derzeit 54,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Ziemiak forderte außerdem, der Bundestag müsse die epidemische Lage von nationaler Tragweite verlängern, damit die Bundesländer mit ihren Corona-Schutzverordnungen ihre Maßnahmen fortsetzen könnten. Laut einem Medienbericht hatte sich sein Parteikollege und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch vor wenigen Tagen im Gesundheitsausschuss dagegen ausgesprochen.

9.8.2021 • 13:40 Uhr

Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

Im Iran verschärft sich die Corona-Krise wegen einer rasanten Ausbreitung der Delta-Variante. Das Gesundheitsministerium registrierte am Montag mit 588 Toten und fast 41.000 Neuinfektionen an nur einem Tag einen Höchstwert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Iran liegt nun bei 94.603, die der Infektionen bei fast 4,2 Millionen. Wegen der Delta-Variante sind in vielen Städten die Notaufnahmen mit neuen Corona-Patienten überfüllt. Auch die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Iraner kommt wegen der Wirtschaftskrise nur schleppend voran.

9.8.2021 • 13:33 Uhr

Schweiz lässt Moderna für Jugendliche zu

Die Schweiz lässt den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Moderna für Jugendliche zu. Das Vakzin Spikevax sei auch für Personen im Alter von zwölf bis 17 Jahren freigegeben, teilte die Zulassungsbehörde Swissmedic mit. Der Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer wurde in der Schweiz bereits im Juni zum Einsatz bei unter 16-Jährigen zugelassen.

9.8.2021 • 12:55 Uhr

Tourismusbranche gegen Lockdowns und für mehr Hilfe

Die Tourismuswirtschaft fordert die Ministerpräsidentenkonferenz auf, einen neuen Lockdown für die Branche unbedingt zu verhindern. Zudem müsse die Verlängerung der Überbrückungshilfe und der Kurzarbeitsregelungen bis mindestens Jahresende beschlossen werden, erklären mehrere Organisationen wie der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), der Dehoga, der Deutsche Reise-Verband (DRV), der Deutsche Tourismusverband (DTV), der Hotelverband Deutschland (IHA) und der Internationale Bustouristik Verband (RDA). Bund und Länder müssten die Basis für dauerhafte Öffnungen schaffen und der Branche wieder verlässliche Perspektiven geben.

9.8.2021 • 12:54 Uhr

Kliniken auf Philippinen nähern sich Belastungsgrenze

In den Philippinen geraten angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Varianten des Coronavirus immer mehr Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen. Die Kapazitäten von fast einem Fünftel aller Kliniken seien nahezu ausgeschöpft, teilt das Gesundheitsministerium mit. Von den insgesamt 1291 Krankenhäusern hätten 236 mit einer Belegung von mehr als 85 Prozent "kritische Niveaus" erreicht. In den vergangenen Wochen erhöhte sich die Zahl der Infektionen nach offiziellen Angaben täglich um 8000 bis 10.000 neue Fälle.

9.8.2021 • 12:20 Uhr

Deutschland gibt erste Impfdosen an fünf Länder ab

Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen des Herstellers AstraZeneca an fünf andere Länder mit akutem Bedarf ab. Wie die Bundesregierung mitteilte, sollen in einer ersten Tranche 213.600 Dosen nach Afghanistan gehen, 271.200 nach Äthiopien, 357.600 in den Sudan, 100.800 nach Tadschikistan und 355.200 nach Usbekistan. Die Impfstoffe sollen über die internationale Hilfsinitiative Covax verteilt werden. Die Staaten hätten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besonders hohen Bedarf und könnten die Dosen auch unmittelbar in ihren Impfkampagnen einsetzen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Deutschland leiste damit einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Pandemiebekämpfung. Dies könne zudem das Entstehen neuer Virusvarianten verhindern, "die das Potenzial haben, auch uns zu bedrohen".

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Davon sollen 80 Prozent Covax zur Verfügung gestellt werden und 20 Prozent direkt an andere Länder gehen.

9.8.2021 • 11:52 Uhr

Experten: Corona-Proteste nicht verharmlosen

Das American Jewish Committee (AJC) warnt davor, die Teilnehmer von Corona-Demonstrationen und die Proteste selbst zu unterschätzen. Der Direktor des AJC Berlin Ramer Institute, Remko Leemhuis, schreibt in einer heute vorgestellten und vom AJC in Auftrag gegebenen Studie über Verschwörungsmythen: "Zweifellos waren einige der auf diesen Demonstrationen geäußerten Verschwörungsmythen derart grotesk, dass sie bei der Betrachterin und dem Betrachter eher Schmunzeln als Sorge ausgelöst haben." Allerdings hätten etwa auch die Attentäter von Halle und Hanau solchen Erzählungen, die schon vor der Pandemie im Internet verbreitet wurden, angehangen.

Zwischen 17. März 2020 und 17. März 2021 erfasste der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias), der die Studie erstellt hat, 561 antisemitische Vorfälle mit Bezug zu Corona. Bei 57,7 Prozent sei es um antisemitische Äußerungen auf Demos und Versammlungen gegangen. 22,8 Prozent der Vorfälle seien online passiert. Die polizeiliche Kriminalstatistik weise im Kontext mit Corona-Protesten 225 antisemitisch motivierte Straftaten aus. Dass an Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen neben Rechtsextremen auch Menschen jenseits dieses Spektrums teilgenommen und sich "am offensichtlichen Antisemitismus nicht gestört oder diesen sogar geteilt" hätten, unterstreiche, dass Judenfeindschaft ein Problem der gesamten Gesellschaft sei und sich nicht auf "antidemokratische Strömungen" reduzieren lasse, schreibt Leemhuis.

9.8.2021 • 11:45 Uhr

Bericht: Arbeitsministerium erwägt Homeoffice-Pflicht ab Inzidenz von 50

Bei der morgigen Bund-Länder-Runde soll nach Vorstellungen des Bundesarbeitsministeriums offenbar auch über eine erneute Homeoffice-Verpflichtung für Betriebe beraten werden. Das Ministerium habe vorgeschlagen, dass ab einer bundesweiten Corona-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen Homeoffice wieder verpflichtend angeboten werden müsse, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen. Mobiles Arbeiten sei eine bewährte und besonders effektive Maßnahme zur Reduzierung von Infektionsrisiken. Angesichts der Vorbehalte in der Wirtschaft sei aber fraglich, dass die Bundesregierung und die Ministerpräsidentenkonferenz den Vorschlag übernähmen.

9.8.2021 • 11:07 Uhr

Lambrecht plädiert für kostenpflichtige Corona-Tests

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich für ein Ende der kostenlosen Corona-Tests ausgesprochen. Jeder, der sich impfen lassen könne, habe ein Impfangebot, sagte sie im rbb-Inforadio. "Aber wenn ich mich selbst entscheide, dieses Angebot nicht anzunehmen, dann muss ich auch die Konsequenzen tragen und kann nicht erwarten, dass dann die Allgemeinheit diese Tests zahlt", sagte die SPD-Politikerin.

Damit schließt sich Lambrecht der Meinung mehrerer Mitglieder der Bundesregierung an, etwa Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sowie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

9.8.2021 • 10:14 Uhr

Handel lehnt weitere Lockdowns ab

Vom Bund-Länder-Treffen am Dienstag erwartet der Handelsverband HDE neben einem Plan zur Beschleunigung der Impfungen eine langfristig angelegte Präventionsstrategie zur Verhinderung eines neuen Lockdowns. "Mit den Lehren und Erkenntnissen aus dem bisherigen Pandemiemanagement lässt sich ein erneuter monatelanger Lockdown ohne Perspektive und Planungssicherheit verhindern", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Genth vom Branchenverband HDE.

Zudem dürfe sich die Politik im Kampf gegen die Corona-Krise nicht nur auf die Inzidenz-Werte fixieren. Mit einer Impfkampagne will der Handel mehr Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen.

9.8.2021 • 09:19 Uhr

Schottland streicht fast alle Corona-Regeln

Drei Wochen nach dem Ende fast aller Corona-Regeln in England hat auch der britische Landesteil Schottland die meisten Vorschriften aufgehoben. Seit Montag sind - mit wenigen Ausnahmen - die Abstandsregeln aufgehoben. Für Pubs und Restaurants sowie Veranstaltungen gelten keine Kapazitätsgrenzen mehr. Nachtclubs dürfen öffnen.

In Behörden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen allerdings weiterhin Masken getragen werden. Auch in Schulen gilt zunächst noch Maskenpflicht. Allerdings muss bei einem Corona-Fall nicht mehr die gesamte Klasse nach Hause in Isolation. Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach vom "bisher vielleicht bedeutendsten Datum" in der Pandemie. Zugleich rief sie alle auf, vorsichtig zu bleiben. Die Pandemie sei noch nicht vorbei.

Bereits seit Samstag sind auch in Wales so gut wie alle Corona-Maßnahmen bis auf die Maskenpflicht beendet. In England gibt es bereits seit dem 19. Juli keine gesetzlichen Vorgaben mehr zum Maskentragen. Am schärfsten sind die Regeln noch in der Provinz Nordirland. Hier will die Regierung in wenigen Tagen entscheiden, ob gelockert wird.

Besucher sitzen vor dem Restaurant "Scotts" in Edinburgh. | picture alliance / Ger Harley /

Für Pubs und Restaurants sowie Veranstaltungen gelten keine Kapazitätsgrenzen mehr. Nachtclubs dürfen öffnen. Bild: picture alliance / Ger Harley /

9.8.2021 • 09:11 Uhr

Indien meldet 35.499 Neuinfektionen

Die indischen Behörden haben binnen eines Tages 35.499 neue Corona-Fälle registriert. Damit sinken die Zahlen wieder leicht. Am Wochenende wurden noch 38.628 Neuinfektionen gemeldet.

Zwei Männer in Schutzanzügen stehen vor ihren Tuktuks | REUTERS

Zwei Männer in Schutzanzügen stehen vor ihren Tuktuks Bild: REUTERS

9.8.2021 • 07:53 Uhr

China bestraft 30 Funktionäre

Mehr als 30 Funktionäre in China sind für mutmaßliche Versäumnisse im Umgang mit einem aktuellen Corona-Ausbruch gefeuert oder anderweitig bestraft worden. Entlassen wurden unter anderem ein Vize-Bürgermeister, Leiter von Stadtbezirken und Gesundheitsgremien sowie Personal im Krankenhaus- und Flughafenmanagement und in der Tourismusbranche.

Die nationale Gesundheitskommission meldete am Montag 95 neue Corona-Fälle nach lokalen Übertragungen binnen 24 Stunden. Der Ausbruch nahm nach Behördenangaben am Airport im ostchinesischen Nanjing seinen Anfang. Die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus breitete sich unter Airport-Angestellten aus und wurde nun schon in der Provinz Hainan im Süden Chinas und in der an Russland grenzenden Inneren Mongolei nachgewiesen.

In der Folge verhängte die Regierung etliche Reisebeschränkungen und Lockdowns, die Stadt Zhangjiajie mit rund 1,5 Millionen Einwohnern wurde komplett abgeriegelt.

9.8.2021 • 07:47 Uhr

Japans Regierung in der Kritik

Nach Abschluss der Olympischen Spiele in Tokio haben Tausende Teilnehmer die Heimreise angetreten, während sich die Regierung des Gastgeberlandes weiter vor gewaltigen Herausforderungen sieht. Die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun", eine der Sponsoren der Spiele, verwies am Montag in einem Leitartikel auf die andauernde kritische Corona-Lage in Japan. Managementfehler der Regierung von Premier Yoshihide Suga und die "erzwungene Abhaltung der Olympischen Spiele markierten ein tiefes Misstrauen und eine Spaltung in der Gesellschaft", schrieb das Blatt.

Dies zu beheben, sei «die größte Herausforderung, der sich die Politik stellen sollte». Während die japanischen Athletinnen und Athleten eine Rekordzahl an Gold-Medaillen eingefahren und für eine feierliche Stimmung angesichts der Pandemie gesorgt hätten, sei Ministerpräsident Suga weit von Gold entfernt, meinte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Sugas politisches Schicksal stehe «auf dem Spiel».

9.8.2021 • 06:40 Uhr

Schmidt-Chanasit: Entwicklung in Großbritannien macht Hoffnung

Für den Hamburger Virologen Jonas Schmidt-Chanasit macht die Entwicklung in Großbritannien nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen trotz hoher Inzidenz Hoffnung. "Die Entwicklung in Großbritannien zeigt, dass man nicht einfach behaupten kann: 'Wenn wir fast alle Maßnahmen aufheben, läuft alles aus dem Ruder'. Wir sehen jetzt genau das Gegenteil", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Lage dort sei zwar nicht eins zu eins auf andere Länder übertragbar. "Aber das macht doch Hoffnung, dass man durch die Impfungen so etwas erreichen kann, dass man trotz Aufhebung fast aller Maßnahmen auch sinkende Fallzahlen sieht und keine Überlastung des Gesundheitssystem."

9.8.2021 • 06:38 Uhr

Eurostar kündigt wieder mehr Zugverbindungen an

Der Eurotunnel-Zugbetreiber Eurostar will dank gelockerter Reisebeschränkungen zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent bald wieder mehr Züge fahren lassen. In der zweiten Augusthälfte werde man an den Wochenenden wieder einige weitere Züge zwischen London und Paris einsetzen, wie eine Sprecherin des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

"Wir werden die Nachfrage beobachten und die Verbindungen im August darüber hinaus aufstocken, wenn das benötigt wird." Das Unternehmen hatte sein Angebot in der Corona-Krise wegen strenger Reisebeschränkungen und Lockdown-Maßnahmen drastisch reduziert - von insgesamt 56 Zügen täglich auf zeitweise je nur eine Verbindung zwischen London und Paris sowie zwischen London und Amsterdam via Brüssel. Die Passagierzahlen brachen um 95 Prozent ein.

Eurostar-Zug | REUTERS

Eurostar hatte sein Angebot wegen Reiseauflagen von 56 Züge täglich auf zeitweise nur einige wenige reduziert. Bild: REUTERS

9.8.2021 • 06:37 Uhr

KfW: Mittelstand befürchtet Nachfrageflaute

Das in der Corona-Krise veränderte Konsumverhalten wird nach Einschätzung der KfW den Wandel in der mittelständischen Wirtschaft in der Deutschland beschleunigen. Nach einer Umfrage der staatlichen Förderbank befürchten rund 650.000 kleinere und mittlere Firmen (17 Prozent), dass die Nachfrage nach ihren Produkten oder Dienstleistungen dauerhaft unter dem Vorkrisenniveau bleibt.

Vor allem Handelsunternehmen (20 Prozent) machen sich Sorgen, aber auch fast jedes fünfte mittelständische Industrieunternehmen (19 Prozent). Firmen, die besonders stark von den Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie betroffen sind, blicken den Angaben zufolge eher pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet einen dauerhaften Nachfragerückgang.

9.8.2021 • 04:19 Uhr

Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 23,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 23,1. Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1183 Neuinfektionen sowie zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 17,8 gelegen. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Der Wert steigt seit Wochen in Deutschland wieder kontinuierlich an. Am Dienstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer über die Corona-Lage beraten.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs nach den jüngsten Angaben des RKI auf 3.791.949. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 91.784. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gab das RKI mit rund 3.667.400 an.

9.8.2021 • 04:18 Uhr

Linken-Chefin gegen Vorteile für Geimpfte

Vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag über den Corona-Kurs spricht sich die Linken-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow gegen Privilegien für Geimpfte aus. "Ich möchte nichts von Sonderrechten für Geimpfte hören", sagt Hennig-Wellsow der Zeitung "Augsburger Allgemeine". Die Gesellschaft müsse solidarisch zusammenstehen und Rücksicht aufeinander nehmen.

Susanne Hennig-Wellsow steht hinter einem Rednerpult | dpa

"Ich möchte nichts von Sonderrechten für Geimpfte hören", sagte die Linken-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow. Bild: dpa

9.8.2021 • 03:32 Uhr

Patientenschützer kritisieren Fronten in Impfdebatte

Patientenschützer sehen die Debatte über mögliche Nachteile für Ungeimpfte in der nächsten Corona-Welle mit Sorge. "Die Debatte um Impfungen polarisiert. Mittlerweile geht ein Riss durch die Gesellschaft", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur dpa. Die "Frontstellung" sei mittlerweile am Arbeitsplatz angekommen, selbst Freunde und Familien seien von den Konflikten betroffen.

"Deshalb muss Schluss damit sein, eine Impfpflicht oder die Benachteiligung von Ungeimpften öffentlich herbeizureden", forderte Brysch. "Gegen vergiftende Polemik haben Bund und Länder auf Fakten und Information zu setzen", fügte er hinzu. Bund und Länder beraten am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Im Fokus der politischen Debatte steht die Frage, wie mehr Menschen zum Impfen bewegt werden können - und ob es für Nicht-Geimpfte Einschränkungen geben soll.

9.8.2021 • 01:56 Uhr

Tunesien impft mehr als eine halbe Million Menschen pro Tag

In Tunesien nimmt die Impfkampagne Fahrt auf. Das Gesundheitsministerium meldet 551.000 Impfungen binnen 24 Stunden. Das Land kämpft infolge des Virus mit überfüllten Intensivstationen und Notaufnahmen. Bislang verzeichnet Tunesien mehr als 20.000 Todesfälle und über 610.000 Coronavirus-Infektionen.

Das langsame Tempo der Impfungen und der Umgang mit der Pandemie hatten Proteste gegen die Regierung von Premierminister Hichem Mechichi ausgelöst, infolgedessen er vor zwei Wochen von Präsident Kais Saied abgesetzt wurde. Bis Mitte Oktober sollen nach Angaben des Ministeriums nun 50 Prozent der 11,6 Millionen Einwohner geimpft sein.

9.8.2021 • 00:09 Uhr

Blume fordert neue Corona-Regeln - Ungeimpfte im Blick

CSU-Generalsekretär Markus Blume ist optimistisch, dass die Ministerpräsidenten sich bei ihrer Konferenz mit der Kanzlerin am Dienstag auf ein neues Corona-Regelwerk mit neuen Inzidenzen verständigen können. "Es ist wichtig - und zwar unabhängig von jedem Wahlkampf -, dass man sich auf das weitere Regelwerk verständigt", sagt Blume im Polit-Talk der Zeitung "Bild". Er sei zuversichtlich, dass dies gelingen werde.

Bei "drastisch steigenden Neuinfektionen" könne es dazu kommen, dass es bei Getesteten Einschränkungen geben müsse. Blume widerspricht damit dem CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet, in der Frage der Gleichbehandlung von Geimpften mit Getesteten. "Wer geimpft, genesen oder getestet ist, den darf der Staat nicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausschließen", sagte Laschet.

9.8.2021 • 00:04 Uhr

Restaurants und Cafés in Frankreich nur noch mit Gesundheitspass

In Frankreich sind ab diesem Montag Restaurantbesuche und Zugreisen nur noch mit einem Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test erlaubt. Die verschärften Gesundheitsregeln sollen für Personen über 18 Jahre bis Mitte November gelten. Gegen die umstrittenen Maßnahmen, mit denen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gegen die steigenden Corona-Neuinfektionen kämpfen will, haben erst wieder am Wochenende über 200.000 Menschen landesweit demonstriert.

Der Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder negativen Test wird nun in Restaurants, Cafés, Zügen, Fernreisebussen, Flugzeugen, auf Messen und in Gesundheitseinrichtungen Pflicht. Der negative Test darf maximal 72 Stunden zurückliegen. Für Gesundheitspersonal tritt ab Montag eine Impfpflicht in Kraft. Der digitale Gesundheitspass wird bereits seit Mitte Juli in Kinos, Museen oder bei Großveranstaltungen verlangt. 

8.8.2021 • 23:49 Uhr

Sechs Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer

Auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer sind mehrere Corona-Fälle entdeckt worden. Wie die Reederei Costa Crociere mitteilte, wurden auf dem Schiff "Costa Smeralda", das am Sonntag in Marseille anlegte, sechs Mitglieder zweier Familien positiv getestet. Die Infizierten und sechs weitere Kontaktpersonen wurden demnach bis zum Ausstieg in der französischen Hafenstadt von den anderen Passagieren isoliert.

Die infizierten Passagiere gehörten den Angaben zufolge zu einer Gruppe von 180 Urlaubern, die an einer einwöchigen Mittelmeer-Kreuzfahrt mit Stopps in Spanien und Italien teilgenommen hatten. Alle Teilnehmer mussten demnach einen negativen Corona-Test vorlegen, als sie vor einer Woche in Marseille an Bord gingen. Ein zweiter Test wurde zur Mitte der Reise vorgenommen. Danach meldete sich aber ein Fahrgast mit Fieber bei der Besatzung, wie Costa Crociere mitteilte.

Alle Begleitpersonen wurden demnach umgehend getestet. Weil die Betroffenen nicht in Italien von Bord gehen wollten, wurden sie bis zur Rückkehr nach Marseille auf dem Schiff isoliert und nach dem Ausstieg in Krankenwagen nach Hause gebracht. Die regionale französische Gesundheitsbehörde bestätigte das "sichere Ausschiffen" der betroffenen Passagiere.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. August 2021 um 08:00 Uhr.