Oliver Köhr |

Bericht aus Berlin Rassismus auf dem Wohnungsmarkt

Stand: 31.01.2020 14:00 Uhr

Ausländer sind auf dem ohnehin schon überlaufenen Wohnungsmarkt oft Diskriminierungen ausgesetzt - Wie wappnen sich die Betroffenen? Außerdem Thema: Zäher Start für das neue SPD-Führungsduo - Oliver Köhr im Gespräch mit dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Kevin Kühnert.

Ausländischer Name? – Leidenswege bei der Wohnungssuche

Wohnungssuche bedeutet heute in vielen Ballungsräumen große Mühe, hohe Kosten und manchmal regelrechte Leidenswege. Doch nur wenige können sich vorstellen, wie schwer es für Bundesbürger mit ausländischen Namen oder für Migranten ist, in dem überhitzten Markt eine Unterkunft zu finden. Im „Bericht aus Berlin“ sprechen Betroffene über ihre teilweise empörenden und demütigenden Erfahrungen – und wie sie sich erfolgreich gegen Diskriminierung gewehrt haben. Die Politik diskutiert jetzt für Wohnungssuchende – ähnlich wie schon bei Arbeitsplatzbewerbungen – ein spezielles Diskriminierungsverbot. Doch angesichts der grundsätzlichen Vertragsfreiheit zwischen Mieter und Vermieter ist das ein heikles Thema.

Wohnungssuche:  | picture alliance/dpa

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Schwierige Kommunikation: Die neue SPD-Parteispitze

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die neuen SPD-Bundesvorsitzenden, machen ernst: Mit immer wieder neuen Vorschlägen und Forderungen wollen sie die bedrängten Sozialdemokraten neben der großen Koalition als eigenständige politische Kraft sichtbarer machen und das der früheren Volkspartei SPD eigene Profil zurückgewinnen. Doch das Medieninteresse hält sich in Grenzen und an SPD-Machtzentren wie der Bundestagsfraktion und den Kabinettsmitgliedern prallen viele Initiativen des Führungsduos folgenlos ab. Es zeigt sich zudem, dass es für Parteichefs ohne ein herausgehobenes Staatsamt schwierig ist, öffentlich breit wahrgenommen zu werden. Das ist eine Erfahrung, die schon die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer machen musste, bevor sie zusätzlich Bundesverteidigungsministerin wurde.

Studiogast: Kevin Kühnert, SPD

SPD-Parteichefin Saskia Esken umarmt Juso-Chef Kevin Kühnert zur Begrüßung. | OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX

Auf gute Zusammenarbeit: SPD-Parteichefin Saskia Esken gratuliert Juso-Chef Kevin Kühnert zur Wahl als stellvertretender Parteivorsitzender. Bild: OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX

Oliver Köhr spricht mit dem stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden und Juso-Chef Kevin Kühnert über die vermeintlichen Startschwierigkeiten der neuen Parteispitze.

Mehr zu diesen Themen am Sonntag um 18.30 Uhr im Bericht aus Berlin.

Über dieses Thema berichtet die Sendung "Bericht aus Berlin" am 02. Februar 2020 um 18:30 Uhr.