Bildergalerie: World Press Photo Award 2015

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World Press Photo Award 2015

Foto des dänischen Fotografen Mads Nissen

Ein deutliches Statement gegen die Verfolgung von Homosexuellen in Russland ist zum weltweit besten Pressefoto des Jahres gewählt worden. Die Jury des Wettbewerbs World Press Photo zeichnete in Amsterdam den dänischen Fotografen Mads Nissen mit dem mit 10.000 Euro dotierten renommierten Preis aus. Er fotografierte das schwule Paar Jon und Alex in einem intimen Moment in Sankt Petersburg. Das Foto ist Teil eines größeren Projekts des Fotografen zum Thema "Homophobie in Russland". Das Foto nehme auf eindrückliche Weise Stellung zu einem universalen Thema, begründete die Jury ihre Wahl. Für Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle und Transgender werde das Leben in Russland zunehmend schwieriger. "Sexuelle Minderheiten werden mit rechtlicher und sozialer Diskriminierung konfrontiert, Verfolgung und sogar gewalttätigen Hass-Verbrechen von konservativen religiösen und nationalistischen Gruppen", heißt es in dem Bericht der Jury.

Foto des dänischen Fotografen Mads Nissen

Ein deutliches Statement gegen die Verfolgung von Homosexuellen in Russland ist zum weltweit besten Pressefoto des Jahres gewählt worden. Die Jury des Wettbewerbs World Press Photo zeichnete in Amsterdam den dänischen Fotografen Mads Nissen mit dem mit 10.000 Euro dotierten renommierten Preis aus. Er fotografierte das schwule Paar Jon und Alex in einem intimen Moment in Sankt Petersburg. Das Foto ist Teil eines größeren Projekts des Fotografen zum Thema "Homophobie in Russland". Das Foto nehme auf eindrückliche Weise Stellung zu einem universalen Thema, begründete die Jury ihre Wahl. Für Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle und Transgender werde das Leben in Russland zunehmend schwieriger. "Sexuelle Minderheiten werden mit rechtlicher und sozialer Diskriminierung konfrontiert, Verfolgung und sogar gewalttätigen Hass-Verbrechen von konservativen religiösen und nationalistischen Gruppen", heißt es in dem Bericht der Jury.

Foto von Bulent Kilic

Die Jury wählte aus rund 98.000 Fotos aus 131 Ländern die Sieger aus. Das Foto von Bulent Kilic hat den ersten Preis in der Kategorie "Spot News Singles" gewonnen. Es zeigt ein junges Mädchen, das bei Ausschreitungen nach der Beisetzung von Berkin Elvan verletzt wurde. Der Jugendliche Berkin Elvan war im Sommer 2013 am Rande der Gezi-Proteste von einer Tränengaskartusche am Kopf getroffen worden und nach neun Monaten im Koma an den Verletzungen gestorben.

Foto von Jerome Sessini

Der zweite Preis in der Kategorie "Spot News Stories" ging an Jerome Sessini. Es zeigt einen Priester, der auf dem Maidan in Kiew die Demonstranten segnet. In der zweiten Februarhälfte 2014 eskalierten die Proteste. Es kam zu massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern. Dutzende Menschen wurden getötet, Hunderte verletzt.

Foto von Pete Muller

Preise wurden in insgesamt acht Kategorien an 42 Fotografen vergeben. Der US-amerikanische Fotograf Pete Muller ist Gewinner der Kategorie "General News Stories". Das Foto zeigt einen in Sierra Leone an Ebola erkrankten Mann, der versucht hat, aus der Isolationsstation zu fliehen. Mitarbeiter in Schutzanzügen bringen den Mann wieder zurück. Kurz nachdem das Foto aufgenommen wurde, ist der Mann verstorben. Seit dem Ausbruch der Epidemie vor mittlerweile über einem Jahr starben bereits über 9000 Menschen - praktisch alle Todesfälle gab es in den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone.

Foto von Glenna Gordon

Glenna Gordon - ebenfalls eine Fotografin aus den USA - wird mit dem zweiten Preis in dieser Kategorie ausgezeichnet. Zu sehen sind Schuluniformen von drei von der Terrorgruppe Boko Haram entführten Mädchen. Mit einem Schlag gerieten die radikalislamischen Kämpfer der Boko Haram im vergangenen Jahr in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit: Im nigerianischen Ort Chibok entführten sie mehr als 270 Mädchen aus einer Schule. Das Entsetzen und die Solidarität waren groß, die USA und andere Länder versprachen Hilfe, über Twitter wurden Anfang Mai mehr als 480.000 Kurznachrichten mit der Kennung #BringBackOurGirls (Bringt unsere Mädchen zurück) verschickt. Genutzt hat es wenig. Zehn Monate nach der Entführung sind die meisten Mädchen noch nicht wieder aufgetaucht. Die Terroristen feiern die Massenentführung als glänzendes Symbol ihres Erfolgs.

Foto von Sergei Ilnitsky

Der Russe Sergei Ilnitsky erhielt den ersten Preis in der Kategorie "General News Singles" mit diesem Foto. Es zeigt einen Küchentisch mit Trümmerteilen in der ostukrainischen Stadt Donezk. Gewöhnliche Arbeiter, Bergarbeiter, Lehrer, Rentner, Kinder und alte Frauen und Männer sind in der ostukrainischen Stadt zwischen die Fronten von prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee geraten.

Foto von Massimo Sestini

Der italienische Fotograf Massimo Sestini gewann mit diesem Foto den zweiten Preis in dieser Kategorie. Es zeigt Flüchtlinge auf einem Boot auf dem Mittelmeer. Mehr als 100.000 Migranten wurden nach offiziellen italienischen Angaben durch die Operation Mare Nostrum gerettet. Die Operation war im Oktober 2013 ins Leben gerufen worden, nachdem bei einer Schiffskatastrophe vor Lampedusa 366 Migranten ertrunken waren. Italien hat die Rettungsmission, bei der unter anderem große Schiffe der Kriegsmarine zum Einsatz kamen, Ende Oktober 2014 eingestellt. Unter anderem wegen der Kosten von monatlich fast zehn Millionen Euro und weil man die Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer als eine europäische Aufgabe ansieht.

Foto von Bao Tailiang

14. Juli 2014: Der argentinische Fußballstar Lionel Messi geht nach dem WM-Finalspiel im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro auf die Tribüne, um dort die Medaille für den zweiten Platz entgegenzunehmen. Dabei muss er vorbei am Pokal des Weltmeisters. Deutschland besiegte die Argentinier mit einem Tor von Mario Götze mit 1:0 nach Verlängerung. Das Foto gewann den ersten Preis in der Kategorie "Sports Singles" und stammt von Bao Tailiang aus China.

Foto von Yongzhi Chu

Den ersten Preis in der Kategorie "Nature Singles" ging an den chinesischen Fotografen Yongzhi Chu. Ein Affe kauert während eines Trainings für eine Zirkusaufführung an einer Wand.

Foto von Ami Vitale

Zum ersten Mal in ihrem Leben begegnen diese Samburu-Kämpfer einem Nashorn. Zahlreiche Menschen in Kenia bekommen nie die Möglichkeit, wilde Tiere zu Gesicht zu bekommen, obwohl sie buchstäblich in ihren Hinterhöfen wohnen. Ami Vitale - Fotografin aus den USA - gewann den zweiten Preis in der Kategorie "Nature Singles".

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