Bildergalerie: UNICEF-Foto des Jahres 2018

Bilder

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UNICEF-Foto des Jahres 2018

Fotografie von Antonio Aragón Renuncio

Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres 2018" zeigt einen Jungen mit einer Orthese, den der in Nicaragua lebende spanische Fotograf Antonio Aragón Renuncio porträtiert hat. Aus Unwissenheit sind in Teilen Westafrikas furchtbare Mythen über geistig und körperlich behinderte Kinder verbreitet. Oft werden sie aus ihren Familien verstoßen. Das "Saint Louis Orione-Zentrum" in Bombouaka (Togo) bietet ihnen Unterschlupf. Etwa 70 Jungen und Mädchen haben in diesem Waisenhaus ein neues Zuhause gefunden. | Bildquelle: Antonio Aragón Renuncio

Fotografie von Antonio Aragón Renuncio

Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres 2018" zeigt einen Jungen mit einer Orthese, den der in Nicaragua lebende spanische Fotograf Antonio Aragón Renuncio porträtiert hat. Aus Unwissenheit sind in Teilen Westafrikas furchtbare Mythen über geistig und körperlich behinderte Kinder verbreitet. Oft werden sie aus ihren Familien verstoßen. Das "Saint Louis Orione-Zentrum" in Bombouaka (Togo) bietet ihnen Unterschlupf. Etwa 70 Jungen und Mädchen haben in diesem Waisenhaus ein neues Zuhause gefunden.

Fotografie von Turjoy Chowdhury

Der Zweite Platz geht an den Fotografen Turjoy Chowdhury. Sein Thema: Menschen ohne Geburtsurkunde und Nationalität. Die muslimischen Rohingya werden im buddhistisch dominierten Myanmar seit langem verfolgt und unterdrückt. Nach einer Militäroffensive im August 2017 sind mehr als 700.000 von ihnen nach Bangladesch geflohen. Auf der Flucht wurden zahlreiche staatenlose Kinder geboren, ohne Geburtsurkunde. Weder Myanmar noch das Aufnahmeland erkennen die Kinder als Bürger an. Chowdhury hat diesen Jungen fotografiert, als er 18 Tage alt war. Ihn erwarten aufgrund seiner Staatenlosigkeit ein erschwerter Zugang zu Bildung, die Teilnahme an Wahlen oder die Eröffnung eines Bankkontos.

Fotografie von Rina Castelnuovo

Der neunjährige Muhi aus dem Gaza-Streifen leidet an einer seltenen Autoimmunkrankheit. Da die Krankheit in Gaza nicht zu behandeln war, gab ihn seine Mutter im Alter von nur drei Monaten in die Hände israelischer Ärzte. Seine Mutter durfte Muhi nicht begleiten - sie darf nur alle paar Jahre über die Grenze -, daher fuhr der Großvater Abu Naim (links) mit dem Jungen mit. Durch die jahrelange Behandlung, bei der dem Jungen Unterarme und Unterschenkel amputiert werden mussten, haben sie einen gemeinsamen Freund in Buma Inbar, ein friedensbewegter Israeli (auf dem Foto rechts neben Muhi), gefunden. Die israelische Fotografin und Dokumentarin Rina Castelnuovo, die seit 2013 Muhis Leben begleitet, gewann den dritten Platz.

Fotografie von Ana Palacios

Zehn weitere Bilder erhielten ehrenvolle Erwähnungen - wie die spanische Fotografin Ana Palacios mit ihrem Foto aus der Reportage "The Black Door" über Auffangstationen für versklavte Kinder, etwa in Cotonou (Benin).

Fotografie von Veronique de Viguerie

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Bürgerkrieg bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der UN zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit. Millionen Kinder leiden an Hunger und Krankheiten. Die Fotografin Veronique de Viguerie hält das Leiden der Kinder in ihren Fotos fest.

Fotografie von Tariq Zaidi

Der britische Fotograf Tariq Zaidi fotografiert das Leben der Menschen in Haitis größtem Slum. Ohne fließendes Wasser, ohne Müllabfuhr und nur mit gelegentlicher Stromversorgung müssen die Bewohner des Slums zurechtkommen. Aber trotz der schlechten Lebensbedingungen hat Zaidi Hoffnung und Ehrgeiz bei den Kinder gefunden und in seinen Bildern eingefangen.

Fotografie von Shayan Hajinajaf

Der iranisch-irakische Krieg zwischen September 1980 und August 1988 hat auf beiden Seiten Hunderttausende zivile Opfer gefordert. Die Freiwilligenmiliz Basidsch-e Mostaz'afin rekrutierte im Ersten Golfkrieg auch Kinder und Jugendliche, die teilweise als menschliche "Minenräumer" eingesetzt wurden. Den Kindern hängte man Plastikschlüssel um den Hals, die die Pforte zum Paradies aufschließen sollten. Mit seinen Fotos gedenkt der Fotograf Shayan Hajinajaf der Kindersoldaten und der Hinterbliebenen.

Fotografie von Marlena Waldthausen

Mohamad ist neun Jahre alt und mit dem "Cutis-Laxa-Syndrom" zur Welt gekommen - einer Erkrankung des Bindegewebes mit faltiger, hängender und schlaffer unelastischer Haut. Zusammen mit seiner Familie floh er aus Syrien, lebte ein paar Jahre in der Türkei und nun in Österreich. Die große Hoffnung der Mutter, dass die Ärzte in Westeuropa ihrem Sohn zu einem kindlichen Aussehen verhelfen können hat sich leider nicht erfüllt. Die Fotografin Marlena Waldthausen hat das Leben der Flüchtlingsfamilie eine Zeit lang begleitet.

Fotografie von Jesco Denzel

Makoko ist eine hauptsächlich aus Pfahlbauten bestehende Gemeinde in der Millionenstadt Lagos in Nigeria. Die Einwohner leben in der Mehrzahl vom Fischfang. Durch das rapide Wachstum der Metropole gilt die Gemeinde immer mehr als Störfaktor. Der Fotograf Jesco Denzel hat den Alltag der Anwohner - besonders der Kinder - in seinen Fotografien dokumentiert. Den Bewohnern der Pfahlbauten drohen Verteibung und Obdachlosigkeit.

Fotografie von Camilo Leon-Quijano

Sarcelles ist eines der ärmsten und berüchtigtsten Banlieues Frankreichs. Ein Großteil der Einwohner bzw. deren Eltern stammen aus Schwarz- und Nordafrika sowie aus der französischen Karibik. Die Abbrecherquote an den Schulen ist sehr hoch. In einem Projekt lehrt die Chantereine-Schule jungen benachteiligten Mädchen Ehrgeiz, Selbstdisziplin und Durchsetzungswillen. Selbstbewusstein lernen sie in dem 2015 gegründeten Rugby-Team. der Fotograf Camilo Leon-Quijano hat den Aufstieg des Teams mit seiner Kamera begleitet. Alle Mädchen haben inzwischen einen Schulabschluss, einigen gelingt vielleicht sogar der Aufstieg in professionelle Clubs .

Fotografie von Karolina Jonderko

Babys aus Vinyl: Die Fotografin Karolina Jonderko ist fasziniert von Frauen, die sich Babys aus Plastik wünschen. Die Babys werden in einem Karton mit Geburtsurkunde, Gewichts- und Größenangaben angeliefert. Die Frauen behandeln die Kunst-Babys wie ihre eigenen. Jonderko sieht darin eine "therapeutische Wirkung", die über den unerfüllten Kinderwunsch oder dem Tod des eigenen Kindes hinwegtrösten können.

Fotografie von Hashem Shakeri

Der Hamun-See in Iran bedeckte in seiner größten Ausdehnung etwa 4000 Quadratkilometer. Aufgrund von fehlenden Niederschlägen und Staudammprojekten ist die Seenlandschaft inzwischen zeitweise völlig ausgetrocknet. Die Boote der Fischer werden bald auf Grund liegen. Dies führt wiederum zu Hunger, Trinkwasserknappheit und Landflucht. Der Fotograf Hashem Shakeri hat in seinen Fotos eine Landschaft im Bild festgehalten, die einst bewaldet war.

Fotografie von Brian Sokol

Der US-amerikanische Fotograf Brian Sokol hat sich ebenfalls mit dem Schicksal der Rohingya auseinandergesetzt. Er fotografiert die jungen Mädchen und Frauen, die von Soldaten in Myanmar vergewaltigt wurden und nun die Kinder ihrer Peiniger in ihrem Leib tragen.

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