Bildergalerie: Daten und Fakten zum Suchtverhalten der Deutschen

Infografiken

1/8

Daten und Fakten zum Suchtverhalten der Deutschen

Infografik: Bier, Wein, Spirituosen

Zwar sank der Gesamtverbrauch von alkoholischen Getränken im Jahr 2017 leicht gegenüber dem Vorjahr. Mit 131,1 Liter pro Kopf (2016: 134,3 l) ist Alkohol jedoch nach wie vor Volksdroge Nummer Eins in Deutschland. Bier ist seit jeher das verbreitetste alkoholische Getränk, auch wenn der Verbrauch seit den 1980er-Jahren zurückgeht. Die Beliebtheit von Wein hingegen ist seitdem gleichbleibend hoch.
Zu diesen Ergebnissen kommen die Forscher der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in ihrem Jahrbuch 2019. Darin tragen sie - wie jedes Jahr - die aktuellsten Zahlen, Fakten und Trends aus unterschiedlichen Studien zum Konsum legaler und illegaler Drogen zusammen.

Infografik: Bier, Wein, Spirituosen

Zwar sank der Gesamtverbrauch von alkoholischen Getränken im Jahr 2017 leicht gegenüber dem Vorjahr. Mit 131,1 Liter pro Kopf (2016: 134,3 l) ist Alkohol jedoch nach wie vor Volksdroge Nummer Eins in Deutschland. Bier ist seit jeher das verbreitetste alkoholische Getränk, auch wenn der Verbrauch seit den 1980er-Jahren zurückgeht. Die Beliebtheit von Wein hingegen ist seitdem gleichbleibend hoch.
Zu diesen Ergebnissen kommen die Forscher der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in ihrem Jahrbuch 2019. Darin tragen sie - wie jedes Jahr - die aktuellsten Zahlen, Fakten und Trends aus unterschiedlichen Studien zum Konsum legaler und illegaler Drogen zusammen.

Infografik: Alkoholkonsum im internationalen Vergleich

Dass Deutschland ein "Hochkonsumland" für Alkohol ist, wie die DHS-Forscher es nennen, zeigt sich auch im internationalen Vergleich. Hier liegt Deutschland auf Platz Acht im Vergleich der europäischen OECD-Länder und damit deutlich über dem OECD-Schnitt. Hierzulande trank ein Erwachsener (ab 15 Jahren) statistisch gesehen elf Liter reinen Alkohols im Jahr 2015. Am meisten Alkohol wird in Litauen getrunken (15,2 l), am wenigsten in Norwegen (6,0 l).

In Deutschland werden jährlich 74.000 Todesfälle durch Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Alkohol und Zigaretten verursacht. Auch schon der regelmäßige Konsum geringer Mengen Alkohols geht mit erheblichen Gesundheitsrisiken einher, warnen die DHS-Forscher.

Infografik: Stationäre Behandlungen wegen Alkohols

Die Zahl der Menschen, die aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt werden mussten, bleibt auch 2017 auf hohem Niveau. Während die Gesamtzahl aller Altersgruppen im Jahr 2000 noch bei 54.041 Fällen pro Jahr lag, waren es 2017 111.839 Fälle. Damit sind psychische Störungen und Verhaltensstörungen wegen Alkohols der zweithäufigste Grund für Krankenhausaufenthalte. An Platz Eins stehen Geburten. Besorgniserregend ist für die DHS-Forscher vor allem der Konsum der 15 bis 20-Jährigen: Im Vergleich zu den Vorjahren gehen die Fallzahlen stationärer Behandlungen zwar leicht zurück, liegen aber mit 18.957 im Jahr 2017 dennoch recht hoch.

Infografik: Tabakkonsum

Auf dem zweiten Platz der beliebtesten Suchtmittel steht ebenfalls eine legale Droge: die Zigarette. Zwar geht der Konsum seit Jahren zurück - seit 2000 von 139.625 Millionen Zigaretten auf 74.360 Millionen im Jahr 2018. Noch immer sind elf Prozent der Erwachsenen (ab 18) regelmäßig in geschlossenen Räumen dem Passivrauchen ausgesetzt. An den Folgen des Rauchens starben im Jahr 2013 jedoch etwa 121.000 Menschen, aktuellere Erhebungen gibt es dazu noch nicht.
Einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr gibt es bei Zigarren und Zigarillos (+ 6,5 Prozent) auf 3.007 Millionen Stück im Jahr 2018. Auch der Gebrauch von Pfeifentabak nahm im gleichen Zeitraum zu (+ 2,7 Prozent).

Medikamente liegen in einem Schrank in einer Apotheke

Der Missbrauch und die Abhängigkeit von Arzneimitteln ist unverändert: Es wird geschätzt, dass durch Langzeitanwendung in Deutschland etwa 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen abhängig von Schlafmitteln und Tranquilizern sind. Das betrifft vor allem ältere Menschen und Frauen. Die Abhängigkeit tritt bereits nach mehreren Wochen ununterbrochenen Gebrauchs ein. Weitere 300.000 bis 400.000 sind abhängig von anderen Medikamenten.

Infografik: Illegale Drogen

Cannabis ist sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen die mit Abstand beliebteste illegale Droge. Neue psychoaktive Drogen spielen eine untergeordnete Rolle. 7,3 Prozent aller 12 bis 17-Jährigen konsumierten in den zwölf Monaten vor der Erhebung Cannabis, 1,2 Prozent nahmen andere illegale Drogen (Daten aus 2015). Bei den 18 bis 64-Jährigen konsumierten 6,1 Prozent Cannabis und 2,3 Prozent andere Drogen.
Der Handel mit Rauschgift im Internet (Darknet/Deepweb/Clearnet) hat sich laut DHS-Jahrbuch als fester Vertriebsweg für Drogen in Deutschland etabliert.

Ein Mann mit einer Heroinspritze

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 1276 Rauschgifttote registriert. Im Vorjahr waren es vier Personen weniger. Das Durchschnittsalter der registrierten Drogentoten lag 2017 bei 39 Jahren. Seit Jahren gibt es den Trend eines ansteigenden Durchschnittsalters bei Drogentoten. Er geht mit einer zunehmenden Anzahl von Drogentoten durch Langzeitschädigungen einher.

Infografik: Glücksspiel

Während fast alle anderen Suchtmittel einen - wenn auch zum Teil nur leichten - Rückgang verzeichnen, ist das Glücksspiel auf dem Vormarsch. Auf dem legalen deutschen Glücksspiel-Markt wurde 2017 ein Umsatz (gleichbedeutend mit Spieleinsätzen) von 46,3 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten sind mit Abstand am beliebtesten und machen einen Anteil von 58 Prozent am Gesamtmarkt aus. Zudem wird das Internet, gerade mit Onlinecasinos, zu einem immer attraktiveren Glücksspielmarkt. Das Verbot von Casinos, Rubellos- und Pokerspielen im Netz wird von den Akteuren weitgehend ignoriert, sagen die DHS-Forscher.

Darstellung: