Bildergalerie: Die Protagonisten des Umbruchs

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Die Protagonisten des Umbruchs

Julia Timoschenko bei ihrer Rede auf dem Maidan

Im Zuge des Aufstands kam Julia Timoschenko, 53, nach zwei Jahren Haft frei. Ihr Wille zur Macht brachte ihr den Spitznamen "Eiserne Lady der Ukraine" ein. Trotz eines Rückenleidens, das sie in den Rollstuhl zwingt, ist sie schon wieder zurück auf der politischen Bühne. Zweimal war sie nach der Orangenen Revolution 2004 Ministerpräsidentin, verlor aber wegen ihres autoritären Führungsstils und ihrem unter undurchsichtigen Umständen in der Gasindustrie erworbenen Vermögens immer mehr an Ansehen in der Bevölkerung. Im Oktober 2011 wurde sie in einem international kritisierten Verfahren wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Nun ist sie zurück auf der politischen Bühne.

Julia Timoschenko bei ihrer Rede auf dem Maidan

Im Zuge des Aufstands kam Julia Timoschenko, 53, nach zwei Jahren Haft frei. Ihr Wille zur Macht brachte ihr den Spitznamen "Eiserne Lady der Ukraine" ein. Trotz eines Rückenleidens, das sie in den Rollstuhl zwingt, ist sie schon wieder zurück auf der politischen Bühne. Zweimal war sie nach der Orangenen Revolution 2004 Ministerpräsidentin, verlor aber wegen ihres autoritären Führungsstils und ihrem unter undurchsichtigen Umständen in der Gasindustrie erworbenen Vermögens immer mehr an Ansehen in der Bevölkerung. Im Oktober 2011 wurde sie in einem international kritisierten Verfahren wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Nun ist sie zurück auf der politischen Bühne.

Oppositionspolitiker Jazenjuk spricht zu Demonstranten in Kiew.

Arseni Jazenjuk, 39, war während der Proteste das Gesicht von Timoschenkos Vaterlandspartei. Der zuvor als eher blass geltende ehemalige Außen- und Wirtschaftsminister konnte sich während der Proteste gegen Janukowitsch profilieren. Die ukrainische Protestbewegung, der sogenannte Maidan-Rat, nominierte ihn als Chef der Übergangsregierung, das Parlament wählte ihn zum Ministerpräsidenten.

Parlamentssprecher Alexander Tirtschinow am 22.02.2014 in Kiew.

Ebenfalls zur Vaterlandspartei gehört Übergangspräsident Alexander Turtschinow, 49. Der evangelische Pfarrer und Science-Fiction-Autor gilt als rechte Hand Julia Timoschenkos. Ihr diente er bereits als stellvertretender Ministerpräsident und Geheimdienstchef. Während der Proteste überließ er das Rampenlicht aber häufig Jazenjuk.

Vitali Klitschko

Der ehemalige Profi-Boxer Vitali Klitschko, 42, war vor allem in den westlichen Medien das Gesicht der Proteste. In der Ukraine galt er in den Verhandlungen mit dem Präsidenten jedoch als zu nachgiebig, mehrfach buhten die Demonstranten auf dem Maidan den Vorsitzenden der kleinen Udar-Partei aus. Auch Klitschko will für das Präsidentenamt kandidieren, allzu groß sind seine Chancen aber wohl nicht.

Poroschenko

In der Ukraine kennt man den Oligarchen Petro Poroschenko als "Schokoladenbaron", weil er mit einem Nahrungsmittelkonzern Milliarden verdiente. Einst Wirtschaftsminister unter Janukowitsch, wurde er später einer der wichtigsten Finanziers der Opposition, die er auch mit seinem Fernsehsender "Kanal 5" unterstützte. Seine Kontakte zu Janukowitschs Partei der Regionen könnten helfen, das Land zusammenzuhalten.

Tjaknibok

Der Führer der rechtsnationalen Swoboda-Partei, Oleg Tjagnibok, brachte es 2012 mit einer Äußerung auf Platz 5 der Liste judenfeindlicher Verunglimpfungen, die das Simon-Wiesenthal-Zentrum ermittelt und veröffentlicht. Im Straßenkampf und als Ordner auf dem Maidan erarbeitete sich Tjagniboks Partei aber die Unterstützung der Bevölkerung. Der 45-jährige Chirurg stammt aus dem westukrainischen Lemberg.

Sergej Aksjonow, Regierungschef der Krim

Die autonome Halbinsel Krim gehört erst seit 1954 zur Ukraine, 60 Prozent ihrer Einwohner sind Russen - traditionell fühlt sich die Region Moskau zugehörig. Neuer Regierungschef der Krim ist Sergej Aksjonow. Er erklärte sich eigenmächtig zum Oberbefehlshaber aller Sicherheitskräfte der Region und bat Russland um Beistand gegen die neue ukrainische Regierung.

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