Bildergalerie: Olympia politisch - ein Rückblick in Bildern

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Olympia politisch - ein Rückblick in Bildern

Die Eröffnungsfeier der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit

Eröffnungsfeier der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen. Seit dem letzten Mal waren 1500 Jahre vergangen. Damals, 393, hatte der römische Kaiser Theodosius I. die Olympischen Spiele der Antike verboten. Frauen durften 1896 nur als Zuschauerinnen dabei sein. Vier Jahre später war ihre Teilnahme an den Wettbewerben schließlich erlaubt. Über die Anzahl der Nationen, die bei den Wettbewerben von 1896 mit von der Partie waren, gibt es unterschiedliche Angaben: Es sollen zwischen zehn und 15 gewesen sein. Der jüngste Teilnehmer war der 10-jährige griechische Turner Dimitrios Loundras. Bis heute ist er der jüngste bekannte Olympionike der modernen Geschichte.

Die Eröffnungsfeier der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit

Eröffnungsfeier der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen. Seit dem letzten Mal waren 1500 Jahre vergangen. Damals, 393, hatte der römische Kaiser Theodosius I. die Olympischen Spiele der Antike verboten. Frauen durften 1896 nur als Zuschauerinnen dabei sein. Vier Jahre später war ihre Teilnahme an den Wettbewerben schließlich erlaubt. Über die Anzahl der Nationen, die bei den Wettbewerben von 1896 mit von der Partie waren, gibt es unterschiedliche Angaben: Es sollen zwischen zehn und 15 gewesen sein. Der jüngste Teilnehmer war der 10-jährige griechische Turner Dimitrios Loundras. Bis heute ist er der jüngste bekannte Olympionike der modernen Geschichte.

Weltausstellung in Paris

1900 war in Paris vor allem das Jahr der Weltausstellung. Die "Esplanade des Invalides" bot einen prächtigen Anblick. Die zum gleichen Zeitpunkt stattfindenden zweiten Olympischen Spiele der Neuzeit wurden materiell wie finanziell "stiefmütterlich" behandelt, denn sie galten als ein eher unbedeutender Programmpunkt der Weltausstellung. Sie verteilten sich über fünf Monate und gingen deshalb als "Chaos von 162 Tagen" in die Geschichte ein.

Emil Rausch bei den Olympischen Sommerspielen 1904 in St. Louis

Auch 1904 in St. Louis (USA) waren die Olympischen Sommerspiele nur ein Anhängsel der Weltausstellung. Wegen der langen Anreise und der hohen Reisekosten nahmen nur wenige Staaten an den Wettkämpfen teil. Für das Deutsche Reich hatten sich 21 Athleten auf den beschwerlichen Weg in die USA gemacht. Mit fünf Gold-, vier Silber- und sechs Bronzemedaillen war das Team sehr erfolgreich. Emil Rausch (hier im Bild) aus Berlin gewann im Freistilschwimmen über 880 Yards und eine englische Meile.

Olympische Zwischenspiele 1906 in Athen

Nur zwei Jahre später fanden zum 10-jährigen Jubiläum die sogenannten Olympischen Zwischenspiele in Athen statt. Im Gegensatz zu den Spielen in Paris und St. Louis handelte es sich hier wieder um ein rein sportliches Fest, welches nicht in eine Weltausstellung eingebettet war. Der Einmarsch der teilnehmenden Nationen ins Stadion fand hier zum ersten Mal statt. Diese Zeremonie hat bis heute Bestand.

Einzug der Nationen bei den Olympischen Spiele 1908 in London (Archivbild vom 13.07.1908)

Zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1908 in London zogen dann die insgesamt 1500 Teilnehmer in die Wettkampfarena ein (Archivbild vom 13.07.1908). In alphabetischer Reihenfolge, angeführt von einem Sportler mit dem jeweiligen Landesnamen und einem Fahnenträger, marschierten die Mannschaften ins Stadion ein. Als die britische Nationalhymne gespielt wurde, sollten sich die Fahnen vor dem König senken. Der US-Amerikaner Ralph Rose senkte seine aber nicht, weil er bemerkt hatte, dass unter den rund um das Stadion gehissten Flaggen die US-Flagge fehlte. Sie war von den Organisatoren vergessen worden.

Wettkampf im Tauziehen bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm

1912 wurden bei den Olympischen Spielen in Stockholm zum ersten Mal elektronische Zeitmessung und Zielfotografie eingesetzt. Hier kämpfen die Athleten um Medaillen im Tauziehen. Dieser Sport war von 1900 bis 1920 olympisch.

Das offizielle Plakat der siebten Olympischen Spiele der Neuzeit in Antwerpen 1920

Wegen des Ersten Weltkriegs fanden die nächsten Olympischen Sommerspiele erst im Jahr 1920 in Antwerpen statt - und nicht wie geplant 1916 in Berlin. Deutsche Athleten durften aufgrund der Rolle Deutschlands im Ersten Weltkrieg nicht an den Wettkämpfen teilnehmen.

Johnny Weissmuller und Duke Kahanamoku

1924 gewann der US-amerikanische Schwimmer Johnny Weissmüller drei Goldmedaillen bei den Olympischen Sommerspielen in Paris. Später startete er eine Karriere als Schauspieler und stellte in "Tarzan"-Filmen die Rolle des Urwaldmenschen dar. Dieses Foto zeigt die Olympioniken Johnny Weissmüller (links) und Duke Kahanamoku.

Lina Radke-Batschauer

Die Deutsche Lina Radke-Batschauer (l.) wurde bei den IX. Olympischen Spielen in Amsterdam 1928 Olympiasiegerin mit dem ersten offiziellen Weltrekord über 800 Meter (2:16,8 Minuten). Sie errang damit die erste Goldmedaille in der Leichtathletik für Deutschland in der Geschichte der Spiele. Die vom 17. Mai bis 12. August dauernden Wettbewerbe markierten mit der Aufnahme von fünf Disziplinen der Leichtathletik den Durchbruch des Frauen-Sports.

Mildred "Babe" Didrikson

1932 fanden zum zweiten Mal Olympische Sommerspiele in den USA statt. Da viele aufgrund der Weltwirtschaftskrise die Reisekosten nicht bezahlen konnten, nahmen nur halb so viele Sportler an den Spielen teil wie noch vier Jahre zuvor in Amsterdam. Eine herausragende Sportlerin war die 21-jährige Amerikanerin Mildred "Babe" Didrikson (2.v.r.). Sie gewann Gold in den Disziplinen Speerwurf, Hochsprung und 80-Meter-Hürdenlauf - die letzten beiden sogar mit Weltrekord.

Luz Long und Jesse Owens bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin

Jesse Owens (rechts) war der Star der Olympischen Spiele in Berlin 1936. Zum Missfallen der Nazis holte er gleich vier Goldmedaillen für die USA und freundete sich mit seinem deutschen Konkurrenten Luz Long (links) an. Angeblich soll Long Owens nach zwei Fehlversuchen in der Qualifikation beim Weitsprung sogar noch Tipps für den letzten Sprung gegeben haben.

John Mark trägt am 29. Juli 1948 die Olympische Flamme ins Wembley-Stadion.

Wegen des Zweiten Weltkriegs fanden erst im Jahr 1948 wieder Olympische Sommerspiele statt. Wegen ihrer Taten im Zweiten Weltkrieg wurden Deutschland und Japan nicht eingeladen. Auch wenn nachkriegszeitliche Not herrschte, nahmen mehr Sportler und Nationen an den Spielen teil als bei allen vorausgegangenen.

Emil Zatopek

Sein Rekord bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki ist noch heute gültig: Nach Emil Zatopek - auch die "tschechische Lokomotive" genannt - gelang es keinem anderen sowohl über 5000 und 10.000 Meter als auch im Marathon eine Goldmedaille bei denselben Olympischen Sommerspielen zu erringen.

Carlo Pedersoli

1956 wurden die Olympischen Spiele zum ersten Mal auf der Südhalbkugel ausgetragen - vom 22. November bis zum 8. Dezember 1956 im australischen Melbourne. An den Wettkämpfen nahm auch Carlo Pedersoli teil - später auch bekannt als Schauspieler Bud Spencer.

Carl Kaufmann und der US-Amerikaner Otis Davis

Der deutsche 400-m-Läufer Carl Kaufmann (r) und der US-Amerikaner Otis Davis lieferten sich bei den Leichtathletik-Wettbewerben der Olympischen Sommerspiele in Rom 1960 im Olympiastadion ein packendes Finish im Finale über die Stadionrunde. Beide Läufer stürzten ins Ziel und erzielten mit 44,9 s einen neuen Weltrekord, aber Davis wurde nach einem Zielfotoentscheid auf Platz eins gesetzt und gewann die Goldmedaille vor Kaufmann.

Der Japaner Yukio Endo turnt an den Ringen

Olympische Spiele 1964 in Tokio: Der Japaner Yukio Endo wurde überlegener Sieger im Zwölfkampf, gewann noch Gold mit der Mannschaft sowie am Barren und Silber im Bodenturnen. Mit seinen Leistungen trug er nicht unwesentlich zum hervorragenden Abschneiden der Gastgeber bei. Japan belegte mit 16 Siegen Platz drei im Medaillenspiegel hinter den USA und der Sowjetunion.

Tommie Smith und John Carlos bei der Siegerehrung

"Black Power"-Geste bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt: Das US-amerikanische Sprinter-Duo sorgte nach einem Triumph über 200 Meter für eine der bekanntesten Protestaktionen des 20. Jahrhunderts. Bei der Siegerehrung senkten Tommie Smith (Gold) und John Carlos (Bronze) ihre Köpfe und hoben jeweils eine mit einem schwarzen Handschuh bekleidete Faust. Olympiasieger Smith sagte später: "Wenn ich siege, bin ich Amerikaner, kein schwarzer Amerikaner. Aber wenn ich etwas Schlechtes mache, sagen sie, ich sei ein Neger. Wir sind schwarz und wir sind stolz darauf." Auf dem Podium in Mexiko-Stadt wurden sie vom Publikum ausgebuht.

Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 in München

Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 in München: Arabische Terroristen drangen am frühen Morgen in das Olympische Dorf ein, brachten neun israelische Athleten in ihre Gewalt und erschossen zwei. Ihr Ultimatum: Freilassung von 200 gefangenen Palästinensern und freier Abzug mit den Geiseln. Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (3.v.l) wollte sich als Austauschgeisel zur Verfügung stellen, doch die palästinensischen Geiselnehmer lehnten dies ab. Am Abend flogen die Terroristen mit ihren Geiseln in zwei Hubschraubern zum Militärflugplatz Fürstenfeldbruck. Stunden später misslang eine Befreiungsaktion. Alle neun Geiseln sowie fünf Terroristen und ein Münchner Polizist wurden getötet, drei Terroristen verletzt und überwältigt.

Olympische Spiele 1976 in Montreal

Die Olympischen Spiele 1976 in Montreal waren auch politische Spiele, denn der Boykott von über 20 Staaten ging als Protest gegen Apartheid in die Geschichte ein. Die meisten afrikanischen Länder zogen ihre Teilnahme als Auflehnung gegen die Teilnahme Neuseelands kurz vor dem Beginn der Spiele zurück, da das Land immer noch sportliche Verbindungen zum Apartheid-Regime in Südafrika unterhielt.

Olympische Spiele 1980 in Moskau

Die USA und andere westliche Staaten boykottierten 1980 aus politischen Gründen die Olympischen Spiele in Moskau. Anlass war der sowjetische Einmarsch in Afghanistan ein Jahr zuvor. Die kommunistischen Staaten Europas - mit Ausnahme Rumäniens - fehlten dann vier Jahre später bei den Olympischen Spielen von Los Angeles.

Michael Groß bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles

Für den Deutschen Michael Groß, auch "Albatros" genannt, waren die Olympischen Spiele 1984 ein großer Erfolg: In Weltrekordzeit wurde er Olympiasieger über 200 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling. Über 200 Meter Schmetterling und mit der 4x200-Meter-Freistilstaffel gewann er Silber.

Steffi Graf bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul

Im Laufe der Jahrzehnte wurden immer wieder Sportarten bei den Olympischen Spielen hinzugefügt oder entfernt. So war Tennis beispielsweise von 1896 bis 1924 olympisch. 1988 nahm man es in Seoul wieder ins Programm der Spiele.
Im Einzel der Frauen gewann damals Steffi Graf die Goldmedaille. Im selben Jahr holte Graf auch die Titel bei den vier wichtigsten Tennisturnieren. Mit diesen vier Siegen und dem Olympiagold sicherte sie sich den Golden Slam - als bisher einzige Tennisspielerin.

Kerstin Kielgaß und Franziska van Almsick

Nach der Deutschen Wiedervereinigung startete 1992 in Barcelona wieder eine gesamtdeutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen. In der traten auch Kerstin Kielgaß und Franziska van Almsick (rechts) an.

Muhammad Ali

Unvergessen ist der Auftritt Muhammad Alis 1996 bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Atlanta. Seit zwölf Jahren hat er Parkinson, ist von der Krankheit bereits gezeichnet. In Atlanta entzündet Ali das Olympische Feuer. Bei den Spielen von 1960 in Rom hatte er noch selbst im Halbschwergewicht Gold geholt, damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Cassius Marcellus Clay. Er war damals gerade 18 Jahre alt.

Juan Antonio Samaranch

"Die Olympischen Spiele 2000 in Sydney sind die besten Spiele aller Zeiten", lobt IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch. Für ihn sind es die letzten seiner Amtszeit. Für das deutsche Team sind die Spiele von Sydney eher durchwachsen: Enttäuschung bei den Schwimmern, den Schützen und Turnern und eine unglückliche Halbfinalniederlage der Fußballerinnen.

Michael Phelps bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen schwimmt sich Michael Phelps schon mal "warm": er ist für acht Wettbewerbe gemeldet, wovon er vier gewinnt. 2008 wird er dann achtmal starten und mit acht Goldmedaillen aus dem Becken steigen. Damit ist er der erfolgreichste Teilnehmer der Spiele und stellte die Bestmarke des russischen Kunstturners Alexander Ditjatin von Moskau 1980 ein.

Usain Bolt beim 100-Meter-Lauf 2008 in Peking

Drei Starts, drei Goldmedaillen, drei Weltrekorde: Usain Bolt wird 2008 zum großen Star der Spiele in Peking. Der Jamaikaner gewinnt die 100 Meter in 9,69 Sekunden und jubelt bei der Königsdisziplin schon vor dem Zieleinlauf. Nur vier Tage später fällt über die 200 Meter der Fabel-Weltrekord von Michael Johnson (19,32), den Bolt knapp unterbietet (19,30). Staffel-Gold mit Jamaika wird zur Formsache, auch mit seinen Kollegen stellt Bolt eine neue Bestmarke auf.

Ein als Königin Elizabeth II. verkleideter Fallschirmspringer

Besonderer Höhepunkt bei den 30. Olympischen Sommerspiele 2012 in London: In einem eingespielten Film bei der Eröffnungsfeier wurde gezeigt, wie Königin Elizabeth II. von ihrem Geheimagenten James Bond (gespielt von Daniel Craig) aus dem Buckingham Palast abgeholt wird. Danach kreiste ein Hubschrauber über London, der dann auch tatsächlich über dem Stadion zu sehen war. Im Film sprangen die Queen und Bond mit Fallschirmen ausgerüstet aus dem Hubschrauber. Im selben Moment flogen in der Realität wirklich zwei Fallschirmspringer ins Stadion hinab - einer davon als Queen verkleidet. Kurze Zeit später betrat die echte Queen die Ehrentribüne und wurde frenetisch vom Publikum bejubelt.

Am Strand von Rio stehen die Olympischen Ringe

2016 finden die Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August in Rio de Janeiro statt. Überschattet werden die Spiele von den Doping-Vorwürfen gegen Russland und der Sperre vieler russischer Athleten.

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