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Niki Lauda ist tot - ein Porträt in Bildern

Niki Lauda

Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot. Der dreifache Formel-1-Weltmeister starb am 20. Mai im Alter von 70 Jahren. | Bildquelle: dpa

Niki Lauda

Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot. Der dreifache Formel-1-Weltmeister starb am 20. Mai im Alter von 70 Jahren.

Niki Lauda im April 1971

Geboren wurde Andreas Nikolaus Lauda, genannt Niki, am 22. Februar 1949. Großvater und Vater waren wohlhabende Industrielle. Gegen die Widerstände seiner Eltern machte Lauda seine Leidenschaft zum Beruf und wurde Formel-1-Pilot. Im August 1971 startete er auf einem March zum ersten Mal in der Formel 1.

Niki Lauda im August 1971

Im Herbst 1971 wurde er Testfahrer im March-Team, nachdem Rennleiter Max Mosley Laudas Talent entdeckte, Rennwagen richtig abzustimmen und sie so schneller zu machen. Am 15. August 1971 ist es soweit: Lauda feiert beim Grand Prix von Österreich sein Debüt.

Niki Lauda im Jahr 1973

Trotz einiger Erfolge verlängerte March den Vertrag mit Lauda nicht. Daraufhin kaufte er sich 1973 in das Formel-1-Team von BRM ein.

Niki Lauda beim Preis von Belgien im Jahr 1973

Mit dem BRM-P-160 erkämpfte er beim Großen Preis von Belgien in Zolder 1973 seine ersten WM-Punkte.

Niki Lauda (li.) mit Teamchef Luca di Montezemolo und Firmenründer Enzo Ferrari

Beim Grand Prix von Monte Carlo hielt er lange den Platz drei, musste wegen eines Defekts das Rennen aber aufgeben. Enzo Ferrari (hier rechts im Bild) begeisterte sich für den Österreicher und verpflichtete ihn für über 200.000 DM Jahresgarantie.

Niki Lauda

Als Ferrari-Pilot begann Laudas sportlicher Aufstieg. 1974 feierte er beim spanischen Grand Prix in Jarama seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Neben ihm sein Teamkollege, der Schweizer Clay Regazzoni.

Niki Lauda

1975 wurde Lauda nach fünf Saisonsiegen Formel-1-Weltmeister. Er verhalf Ferrari zum dritten Titel in der Konstrukteurs-WM.

Unfall von Niki Lauda im Jahr 1976

1976 sah zunächst alles danach aus, als würde er den Titel verteidigen. Bis der Österreicher beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring am 1. August schwer verunglückte. Sein Wagen ging in Flammen auf.

Niki Lauda

Bei dem Unfall entkam er nur knapp dem Flammentod. Er erlitt schwere Verbrennungen, vor allem am Kopf, und Lungenverätzungen. Trotz der schweren Verletzungen saß Lauda nur fünf Wochen später wieder am Steuer seines Rennwagens und belegte am 12. September beim Großen Preis von Italien in Monza den vierten Platz.

Niki Lauda

Das entscheidende Rennen um den Weltmeister-Titel von 1976 fand in Japan statt. Lauda führte die Weltmeisterschaftswertung mit drei Punkten Vorsprung vor James Hunt an. Das verregnete Rennen am Fujiyama gab er dann aber aus Vorsicht vorzeitig auf. Weltmeister wurde James Hunt. Das Duell mit dem Briten war auch Vorlage für den Kinofilm "Rush", in dem Daniel Brühl Niki Lauda verkörpert.

Niki Lauda

1977 gewann Lauda dann zum zweiten Mal den Weltmeistertitel.

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Nach einer enttäuschenden Saison 1979 entschied er sich, mit dem Rennsport aufzuhören.

Fluggäste besteigen ein Flugzeug der Lauda Air

Nachdem Lauda den Rennsport mit den Worten "Ich will nicht mehr im Kreis fahren" vorübergehend an den Nagel hängte, widmete er sich seiner zweiten Leidenschaft, der Fliegerei. Seine erste eigene Fluglinie, Lauda Air, gründete er Ende der 70er-Jahre. Die Airline schrieb teils hohe Verluste. Lauda verkaufte sie daraufhin sukzessive an die damals staatliche Austrian Airlines.

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1982 zwang ihn dann eine finanzielle Krise zur Rückkehr in den Formel-1-Zirkus. Durch seinen Sieg beim Großen Preis von England konnte er eine Steuerschuld in Millionenhöhe begleichen.

Niki Lauda und Teamkollege Alain Prost

1984 holte sich Lauda seinen dritten WM-Titel - knapp vor seinem Teamkollegen Alain Prost.

Niki Lauda

1985 zog sich Lauda erneut aus dem Rennsport zurück und ließ sich als Berater von der BMW-Motorsport-Abteilung und später von Ferrari als Berater verpflichten.

Niki Lauda

Am 26. Mai 1991 ereignete sich erneut ein Unglück. In Thailand stürzte eine von Laudas Maschinen ab. Alle 223 Insassen der "Mozart" starben. Für Lauda war es nach eigener Aussage das schlimmste Ereignis in seinem bewegten Leben. "Ich war tief erschüttert", erzählte er. Lauda fühlte sich schuldig. Erst nach mehreren Monaten wurde herausgefunden, dass es sich um einen technischen Defekt handelte. 2001 trat Lauda von seinem Vorstandsvorsitz zurück. Die AUA übernahm alle Anteile an der Airline.

Niki Lauda

2003 gründete Lauda FlyNiki, die als "gehobener Billiganbieter" mit zwei Airbus-Maschinen den Flugbetrieb zu Zielen auf den Kanarischen Inseln und Ägypten aufnahm.

Niki Lauda

Seit 2012 konzentrierte sich Lauda auf sein Engagement als Aufsichtsratsvorsitzender des Formel-1-Rennstalls Mercedes, das mit Lewis Hamilton (Weltmeister 2014, 2015, 2017) und Nico Rosberg (Weltmeister 2016) große Erfolge feierte.

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