Bildergalerie: Kramp-Karrenbauers Amtszeit

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Kramp-Karrenbauers Amtszeit

Annegret Kramp-Karrenbauer

Ihr vielleicht größter Triumph: Am 7. Dezember 2018 wird die bisherige Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin gewählt. Sie setzt sich damit auch gegen ihren Rivalen Friedrich Merz durch. In Umfragen legt die Saarländerin zunächst deutlich zu. | Bildquelle: imago/Manngold

Annegret Kramp-Karrenbauer

Ihr vielleicht größter Triumph: Am 7. Dezember 2018 wird die bisherige Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin gewählt. Sie setzt sich damit auch gegen ihren Rivalen Friedrich Merz durch. In Umfragen legt die Saarländerin zunächst deutlich zu.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Bereits zwei Monate später versucht Kramp-Karrenbauer, eigene Akzente zu setzen. Am 10. Februar 2019 lädt sie zu einem "Werkstattgespräch" zur Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Damit will sie einen Beitrag zur Aufarbeitung des CDU-internen Streits um das Reizthema Migration setzen - eine Geste der Versöhnung an die gegnerischen Lager.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Im März löst sie mit einem "Toiletten-Witz" Empörung aus. Bei einer Fastnachtsveranstaltung spottet sie über Toiletten für intergeschlechtliche Menschen - viele finden das nicht lustig.

Kanzlerin Merkel spricht mit CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer

Mitte Mai kam Rezo: Ein Video des YouTubers schreckt die Partei auf: Das Internetvideo mit dem Titel "Die Zerstörung der CDU" wird millionenfach geklickt. Doch die Parteizentrale verkennt die Tragweite des Clips. Später räumt Kramp-Karrenbauer Fehler ein. 

Annegret Kramp-Karrenbauer

Die Situation wird nicht besser: Am 26. Mai fährt die CDU bei der Europawahl unter Kramp-Karrenbauers Führung ein miserables Ergebnis ein. Interne Schuldzuweisungen aus ihrem Umfeld an konservative Kräfte in der Jungen Union (JU) sorgen in der Partei für Ärger.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Im Sommer sorgt die CDU-Chefin für große Überraschung: Trotz früherer Beteuerungen, sie strebe kein Ministeramt an, wird Kramp-Karrenbauer am 17. Juli als Verteidigungsministerin vereidigt. In Umfragen missbilligt eine große Mehrheit der Befragten die Entscheidung. Ihre Umfragewerte sinken weiter.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Anschließend gibt es weitere Irritationen: Am 17. August gibt Kramp-Karrenbauer ein Interview, das auch den umstrittenen Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen betrifft. Teilweise wird sie so interpretiert, als wolle sie ein Parteiausschlussverfahren gegen Maaßen anstrengen. Erneut sieht sie sich zu einer Klarstellung gezwungen.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Im Oktober düpiert die Junge Union die CDU-Chefin: Die Nachwuchsorganisation beschließt, der nächste Unions-Kanzlerkandidat solle per Urwahl bestimmt werden. Das ist ein klares Misstrauensvotum gegen die CDU-Chefin, der eigentlich das Zugriffsrecht zusteht.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Nach erheblichen Verlusten bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen schneidet die CDU Ende Oktober auch in Thüringen schlecht ab. In der Partei werden zunehmend Fragen nach Kramp-Karrenbauers Eignung laut. Daraufhin geht sie in die Offensive und fordert ihre innerparteilichen Kritiker auf, beim Bundesparteitag aus der Deckung zu kommen.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Auf dem CDU-Parteitag in Leipzig am 22. November stellt Kramp-Karrenbauer zum Ende ihrer langen Rede überraschend die Machtfrage: Sollte die Partei ihr nicht folgen wollen, "dann lasst es uns heute auch beenden, hier und jetzt und heute", sagt sie. Ihre internen Kritiker sind überrumpelt, niemand fordert die Vorsitzende heraus. Auch Rivale Merz sichert ihr Loyalität zu.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Am 5. Februar 2020 wird im thüringischen Landtag überraschend der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt - mit den Stimmen von CDU und AfD. Kramp-Karrenbauer wirft den thüringischen Parteikollegen vor, sich damit gegen die Beschlusslage der Partei und gegen Vorgaben der Parteispitze hinweggesetzt zu haben.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Kramp-Karrenbauer fährt am 6. Februar nach Erfurt, um die thüringische CDU-Fraktion dazu zu bewegen, Neuwahlen zuzustimmen. Dem Landeschef Mike Mohring legt sie den Rücktritt nahe. Die Parteichefin kann sich in stundenlangen Verhandlungen aber nicht durchsetzen.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Am 10. Februar zieht die 57-Jährige die Konsequenzen: Im Präsidium erklärt sie, dass sie nicht Kanzlerkandidatin werden und auch den Parteivorsitz abgeben wolle, sobald der Prozess zur Kür des Kanzlerkandidaten organisiert sei. Merkel bittet Kramp-Karrenbauer in der Sitzung, als Verteidigungsministerin im Kabinett zu bleiben.

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