Bildergalerie: Gelungener Mix oder Murks?

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Reaktionen auf das Konjunkturpaket II in Zitaten

Bundeskanzlerin Merkel mit Vizekanzler und Außenminister Steinmeier auf der Pressekonferenz

Die Spitzen der Großen Koalition zeigten sich zufrieden mit dem, was sie miteinander ausgehandelt haben: Das Paket sei die "größte Maßnahme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland", sagte Kanzlerin Merkel. Außenminister Steinmeier forderte Länder und Kommunen dazu auf, sich an der Kraftanstrengung zu beteiligen.

Bundeskanzlerin Merkel mit Vizekanzler und Außenminister Steinmeier auf der Pressekonferenz

Die Spitzen der Großen Koalition zeigten sich zufrieden mit dem, was sie miteinander ausgehandelt haben: Das Paket sei die "größte Maßnahme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland", sagte Kanzlerin Merkel. Außenminister Steinmeier forderte Länder und Kommunen dazu auf, sich an der Kraftanstrengung zu beteiligen.

Angela Merkel

"Wir werden alles dafür tun, dass Deutschland diese Krise nicht einfach nur überwindet, sondern dass Deutschland aus dieser Krise gestärkt hervorgeht", versprach die CDU-Vorsitzende.

Horst Seehofer

"Ja, meine Damen und Herren, auch der CSU-Vorsitzende ist zufrieden", teilte Horst Seehofer für den kleinsten Partner in der Großen Koalition mit.

Frank-Walter Steinmeier

"Ein gelungener Mix von Maßnahmen": SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier war zufrieden mit der Arbeit der Großen Koalition.

Guido Westerwelle

Für FDP-Chef Westerwelle war hingegen klar: "So wie es bisher angelegt ist, kann dieses Paket nicht ausreichend wirken." Westerwelle vergleicht: "Das ist wie Currywurst mit Mayo ohne Pommes."

FDP-Vize Rainer Brüderle

"Erst steigt der Staat bei der Commerzbank ein, dann werden Steuermilliarden für absurde Maßnahmen verschleudert: Das ist maßlos, wahllos und verantwortungslos", sagt FDP-Vize Rainer Brüderle. Er droht mit einer Blockade des Pakets durch die Liberalen im Bundesrat.

Oskar Lafontaine

"Es ist sozial unausgewogen, es kommt zu spät, es ist zu klein bemessen und es ist falsch strukturiert", meinte Oskar Lafontaine, Fraktionschef der Partei Die Linke. Die Bundesregierung stelle für die Banken "hunderte Milliarden Euro" zur Verfügung. Für die am meisten betroffenen Bürger und Unternehmen aber "nur ein paar Milliarden".

Fritz Kuhn

Der Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn sieht die geringen Erwartungen seiner Partei an die Arbeit der Regierung erfüllt: "Es ist das Sammelsurium, das wir erwartet hatten. Die Wirkungen sind sehr fragwürdig."

IG-Metall-Chef Berthold Huber

"Die Richtung stimmt, die Reichweite nicht", befindet Berthold Huber, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Metall.

DIW-Präsident Klaus Zimmermann

"Sinnvoll sind die längerfristigen Projekte, wie die Investitionen in die Infrastruktur, der Ausbau von Schulen und Straßen", meint Klaus Zimmernann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Interview mit tagesschau.de. "Ich halte dagegen nichts von einem Rettungsschirm für Unternehmen und von den Maßnahmen, die auf Konsumförderung aus sind, wie zum Beispiel die Abwrackprämien", sagte Zimmermann.

Martin Wansleben

"Es werden viele kleine Impulse gesetzt: Überall ein bisschen, aber nichts richtig", kritisiert Martin Wansleben vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. "Der Staat überhebt sich völlig, wenn er glaubt, den Finanzmarkt ersetzen zu können."

Stefan Kirschsieper

Stefan Kirschsieper, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, wundert sich über die Relationen im Konjunkturpaket: "Für ein Kind gibt es 100 Euro, für ein altes Auto 2500. Das zeigt, wie zukunftsorientiert und sozial in unserem Land gedacht wird."

Jürgen Rüttgers

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) lobt das Paket. Er hält es für einen "Riesenerfolg", dass die Grundprinzipien des "Deutschlandfonds" nun umgesetzt werden sollen.

Hannelore Kraft

Rüttgers Konkurrentin, die sozialdemokratische Landeschefin Hannelore Kraft, sagt dagegen: "Es ist ein Akt wirtschaftspolitischer Vernunft, dass die Große Koalition den Verstaatlichungsideen von Ministerpräsident Rüttgers eine klare Absage erteilt hat".

Franz Müntefering

Auch SPD-Chef Franz Müntefering hält nichts davon, Meinungsverschiedenheiten in der Koalition beim Zustandekommen des Konjunkturpakets schönzufärben: "Das war schon eine ziemliche Eierei, was da stattgefunden hat, ganz besonders verursacht durch die CSU." Auch von Angela Merkel habe er mehr erwartet, sagte er im HR: "Meine Ansicht, was die Aufgabe eines Kanzlers ist, ist schon ein bisschen eine andere: Ab und zu sollte er schon mal auf den Tisch kloppen - oder sie auch."

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