Bildergalerie: Beate Klarsfeld - von der Nazijägerin zur Bundespräsidentenkandidatin

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Beate Klarsfeld - von der Nazijägerin zur Bundespräsidentenkandidatin

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld wurde berühmt für ihre Aktionen gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Hier beschimpft sie ihn von der Tribüne des Bundestages in Bonn aus als Nazi und Verbrecher. (April 1968) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld wurde berühmt für ihre Aktionen gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Hier beschimpft sie ihn von der Tribüne des Bundestages in Bonn aus als Nazi und Verbrecher. (April 1968)

Beate Klarsfeld

Beate und Serge Klarsfeld mit ihrem kleinen Sohn Arno vor dem Landgericht Moabit, das ihre Strafe auf vier Monate mit Bewährung reduzierte. 1960 ging sie als Au-Pair-Mädchen nach Paris. Dort lernte sie ihren späteren Mann kennen. Die Aufdeckung von Naziverbrechen wurde ihre gemeinsame Lebensaufgabe. Serge Klarsfelds Vater wurde von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet.

Beate Klarsfeld

Am 27. November des gleichen Jahres ohrfeigt sie Kiesinger auf dem Bundesparteitag der CDU in Berlin. (rechts im Bild: Ludwig Erhard).

Beate Klarsfeld

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte sie in einem Schnellverfahren zu einer einjährigen Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung und Beleidigung. 1969 wurde die Strafe auf vier Monate mit Bewährung reduziert. Ihr Verteidiger war Horst Mahler (rechts).

Beate Klarsfeld

Klarsfeld demonstriert im Jahr 1969 in Stuttgart gegen die NPD.

Beate Klarsfeld

Ab 1971 bemühte sich Klarsfeld um die Auslieferung des in Bolivien lebenden ehemaligen Gestapo-Chefs von Lyon, Klaus Barbie alias Klaus Altmann. Hier sieht man sie bei einer Demonstration vor dem Justizgebäude in München gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Barbie. Neben Klarsfeld steht die Französin Fortube Benguigui, die ein Bild ihrer aus Lyon nach Auschwitz deportierten Kinder zeigt.

Klarsfeld beim Schweigemarsch in Köln

In Begleitung von zwei Männern in KZ-Kleidung geht Beate Klarsfeld am 31.01.1980 an der Spitze eines Schweigemarsches französischer Juden anlässlich des Lischka-Prozesses durch die Innenstadt von Köln.

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld vor der Verhandlung gegen Barbie vor dem Justizpalast in Lyon im Mai 1987. Dass sie die Auslieferung Barbies aus Bolivien erzwingen konnte, bezeichnet sie als einen ihrer größten Erfolge.

Beate Klarsfeld

Das Ehepaar Klarsfeld bei der Eröffnung der Wanderausstellung "Sonderzüge in den Tod - Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn" im Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin. Die von der Deutschen Bahn in Zusammenarbeit mit Beate und Serge Klarsfeld gemeinsam mit einer Bürgerinitiative konzipierte Ausstellung integriert Elemente aus der Ausstellung "Enfants juifs déportés de France", die über drei Jahre auf Bahnhöfen in Frankreich gezeigt wurde.

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld im Jahr 2007 in der Shoah-Gedenkstätte in Paris. Bereits 1979 hatte sie gemeinsam mit ihrem Mann in New York die Beate-Klarsfeld-Stiftung gegründet, die sich der Dokumentation des Holocaust widmet. Außerdem riefen die beiden die "Fils et Filles des Déportés Juifs de France" (Söhne und Töchter der aus Frankreich deportierten Juden), eine Organisation der Nachkommen von Holocaust-Opfern, ins Leben. Während sie in Deutschland oft als Nestbeschmutzerin angesehen wurde, bekam Klarsfeld in ihrer französischen Wahlheimat zahlreiche Auszeichnungen verliehen.

Beate Klarsfeld

Die Linkspartei hat Beate Klarsfeld als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl aufgestellt. Sie wurde 1939 in Berlin geboren.

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