Bildergalerie: Hosni Mubarak

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Hosni Mubarak: Bilder aus dem Leben des früheren ägyptischen Präsidenten

Hosni Mubarak

Ägyptens früherer Präsident Hosni Mubarak hat für einen Offizier aus der Provinz eine beeindruckende Karriere hingelegt, bevor ihn sein Volk nach fast 30 Jahren an der Macht aus dem Amt jagte. Der am 4. Mai 1928 geborene Sohn eines Gerichtsschreibers wird nach dem Besuch der ägyptischen Militärakademie im Alter von 29 Jahren von Präsident Nasser zum Studium in die Sowjetunion geschickt. Nach seiner Rückkehr macht er Karriere beim Militär und steigt 1972 schließlich zum stellvertretenden Verteidigungsminister und Oberbefehlshaber der ägyptischen Luftwaffe auf. | Bildquelle: AFP

Hosni Mubarak

Ägyptens früherer Präsident Hosni Mubarak hat für einen Offizier aus der Provinz eine beeindruckende Karriere hingelegt, bevor ihn sein Volk nach fast 30 Jahren an der Macht aus dem Amt jagte. Der am 4. Mai 1928 geborene Sohn eines Gerichtsschreibers wird nach dem Besuch der ägyptischen Militärakademie im Alter von 29 Jahren von Präsident Nasser zum Studium in die Sowjetunion geschickt. Nach seiner Rückkehr macht er Karriere beim Militär und steigt 1972 schließlich zum stellvertretenden Verteidigungsminister und Oberbefehlshaber der ägyptischen Luftwaffe auf.

Hosni Mubarak und Anwar al Sadat

Wie seine Vorgänger Gamal Abdel Nasser und Anwar el Sadat (rechts) gelangte auch Mubarak (Mitte), der im Krieg gegen Israel 1973 die Luftwaffe befehligte, über eine militärische Karriere an die Spitze des Staates. 1975 ernannte ihn Sadat zum Vizepräsidenten.

Hosni Mubarak

1981 fiel Mubarak schließlich das höchste Staatsamt zu. Mubarak, der die Staatsgeschäfte nach der Ermordung Sadats übernommen hatte, wurde in einer Volksabstimmung am 13. Oktober 1981 mit überwältigender Mehrheit bestätigt.

Hosni Mubarak

Für eine "historische" Aussöhnung zwischen Israel und der arabischen Welt spricht sich der neue ägyptische Präsident Mubarak im November 1981 in seiner ersten Rede vor dem Parlament in Kairo aus.

Hosni Mubarak und Ronald Reagan

Die USA akzeptieren Mubarak in den 80er-Jahren zunehmend als vermittelnde Instanz bei der Lösung der Nahost-Frage. (Archiv Februar 1984)

Hosni Mubarak und Mummar al Gaddafi

1989 beginnen Mubarak und der lybische Machthaber Mummar al Gaddafi eine neue Ära in den Beziehungen der lange verfeindeten Staaten.

Hosni Mubarak

Am 2. Februar 1995 lädt Mubarak zu einem arabisch-israelischen Vierergipfel in Kairo ein. Israels Ministerpräsident Izchak Rabin, der jordanische König Hussein und PLO-Chef Jassir Arafat vereinbaren einen Fahrplan für die Fortsetzung der Friedensverhandlungen.

Hosni Mubarak

Das Archivbild vom 12.07.1999 zeigt Mubarak, der vor der Eröffnung der 35. Gipfelkonferenz der OAU (Organisation der Afrikanischen Einheit ) in Algier posiert. Seit dem versuchten Attentat auf ihn in Addis Abeba 1995 und dem mysteriösen Messer-Angriff eines angeblichen verrückten Ägypters 1999 sind die Sicherheitsmaßnahmen für Mubarak so streng, dass es für einfache Ägypter so gut wie unmöglich ist, an ihn heranzukommen.

Hosni Mubarak

Auf der internationalen Bühne ist Mubarak lange Zeit ein gern gesehener Gast: Er schüttelte die Hände von zahlreichen Mächtigen. Dieses Foto zeigt ihn 1998 zu Gast bei Frankreichs Präsident Jacques Chirac.

Hosni Mubarak und Gerhard Schröder

2004 begrüßt Bundeskanzler Schröder Präsident Mubarak in Bonn zur Eröffnung der Ausstellung "Tutanchamun - Das goldene Jenseits".

Hosni Mubarak und George W. Bush

Nach den Terroranschlägen auf die USA im Jahr 2001 zeigt sich Mubarak als Verbündeter der USA und entschlossener Kämpfer gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida (Archivfoto Mai 2008). Im Gegenzug kann er auf großzügige Militärhilfe aus Washington zählen.

Straßenszene in Ägypten

In Ägypten sieht es dagegen düster aus: Unter Mubarak wuchern Bürokratie und Korruption im Staatsapparat, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, Menschen- und Bürgerrechte werden mit Füßen getreten, willkürliche Polizeigewalt ist üblich.

Plakat von Hosni Mubarak

Die Wut über die fehlenden Perspektiven, den wirtschaftlichen Stillstand und die politische Unterdrückung entladen sich schließlich Anfang 2011 im Arabischen Frühling, angeheizt durch die Revolte in Tunesien.

Demonstration in Kairo

Am 25. Januar 2011 gehen in Ägypten die Menschen für mehr Demokratie auf die Straße - Tausende ziehen zum Tahrir-Platz ("Platz der Befreiung") in Kairo. Vorbild für die Proteste ist Tunesien. Dort hatte sich im Dezember der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi aus Verzweiflung über Behördenwillkür selbst verbrannt. Zwei Tage nach der Verzweiflungstat fordern Tausende auf einer Kundgebung Reformen und bilden den Keim zur tunesischen "Jasmin-Revolution".

Demontsration in Kairo

Ägyptens Polizei geht gegen die Demonstranten oft mit brutaler Gewalt vor. Wer für seine Rechte auf die Straße ging, musste mit harten Schlägen rechnen. Bei den Ausschreitungen gab es zahlreiche Verletzte und Tote.

Im Staatsfernsehen gibt der ägyptische Vizepräsident Suleiman den Rücktritt von Präsident Mubarak bekannt.

Am Nachmittag des 11. Februar dann die Überraschung: der ägyptische Vizepräsident Suleiman gibt den Rücktritt von Präsident Mubarak bekannt.

Hosni Mubarak (Archivbild)

Hosni Mubarak setzt sich nach 30 Jahren im Präsidentenamt in den Badeort Scharm el Scheich ab, das Militär übernimmt die Macht. Der Ex-Herrscher landet in Untersuchungshaft.

Ex-Präsident Mubarak auf einem Krankenbett vor Gericht.

Am 3. August beginnt in Kairo ein Prozess gegen Mubarak wegen Amtsmissbrauchs und Korruption. Er verfolgt das Verfahren von einem Krankenbett im Gerichtssaal aus.

Dritte Runde der Parlamentswahl in Ägyten: Wählerinnen geben ihre Stimme ab.

Im November 2011 werden die Ägypter an die Urnen gerufen, um ein neues Parlament zu wählen. Es ist die erste Etappe auf dem Weg zur Demokratie.

Hosni Mubarak

Anfang Juni 2012 wurde Mubarak in einem beispiellosen Prozess wegen des Befehls zur Tötung von Demonstranten während des Volksaufstands zu lebenslanger Haft verurteilt.

Hosni Mubarak

2017 wurde er aus der Haft entlassen, nachdem er in den meisten Anklagepunkten freigesprochen worden war. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Mubarak zu großen Teilen in einem Militärkrankenhaus in Kairo.

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