Bildergalerie: Kanzlers Kunst: Die Sammlung Helmut und Loki Schmidt

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Kanzlers Kunst: Die Sammlung Helmut und Loki Schmidt

Helmut und Loki Schmidt zur Eröffnung der Ausstellung "Group of Seven. Kanadische Landschaftsmaler" im Ernst Barlach Haus Hamburg

Barlach-Bewunderung führte den Kanzler und seine Frau Loki regelmäßig in das Ernst Barlach Haus im Hamburger Jenischpark. Nun zeigt es in Zusammenarbeit mit der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung als erstes Museum die private Sammlung des prominenten Paars. | Bildquelle: Archiv Ernst Barlach Haus Hamburg

Helmut und Loki Schmidt zur Eröffnung der Ausstellung "Group of Seven. Kanadische Landschaftsmaler" im Ernst Barlach Haus Hamburg

Barlach-Bewunderung führte den Kanzler und seine Frau Loki regelmäßig in das Ernst Barlach Haus im Hamburger Jenischpark. Nun zeigt es in Zusammenarbeit mit der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung als erstes Museum die private Sammlung des prominenten Paars.

Otto Illies: Sonnenuntergang am Falkenstein

Die Ausstellung präsentiert rund 150 Gemälde, Plastiken und kunstgewerbliche Gegenstände - Hanseatisches, wie den "Sonnenuntergang am Falkenstein" von Otto Illies ....

Otto Dix: Mädchenhändler

....aber auch Bilder wie "Mädchenhändler" von Otto Dix.

Ernst Barlach: Der singende Mann

Im Zentrum stehen Ernst Barlach (hier die Skulptur "Der singende Mann"), ...

Emil Nolde: Dahlien (gelb violett) in einer Vase, undatiert

... Emil Nolde ("Dahlien (gelb violett) in einer Vase"), ...

Ernst Eitner: Das Uhlenhorster Fährhaus am Abend

... Hamburger Maler (hier "Das Uhlenhorster Fährhaus am Abend" von Ernst Eitner) und die Künstlerkolonie Worpswede - insgesamt sind Werke von rund 50 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen.

Helmut Schmidt neben Barlachs "Der Rächer" im Ernst Barlach Haus Hamburg

Die Exponate werden durch Fotografien ergänzt, die neben den kunstpolitischen Aktivitäten des Bundeskanzlers auch die langjährige Verbundenheit beider Schmidts mit dem Ernst Barlach Haus und seiner Sammlung dokumentieren. Dieses Foto zeigt Helmut Schmidt neben Barlachs Holzskulptur "Der Rächer" im September 1977 im Ernst Barlach Haus Hamburg.

Paula Modersohn-Becker: Sitzender Junge in Dünenlandschaft

Die ausgestellten Werke aus der Sammlung Schmidt gehören heute der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung, die das Ehepaar anlässlich seiner Goldenen Hochzeit im Jahr 1992 gegründet hatte. Auch das Gemälde "Sitzender Junge in Dünenlandschaft" von Paula Modersohn-Becker gehört zu der Sammlung.

Das Haus der Schmidts in Hamburg-Langenhorn: Treppenaufgang

"Die Begeisterung und das große Interesse für Kunst und Künstler zieht sich als roter Faden durch das Leben der Schmidts. Davon zeugt auch das Wohnhaus des Ehepaares. Dicht an dicht hängen dort die Gemälde, Grafiken und Aquarelle der von ihnen geschätzten Künstler. Wir dürfen davon ausgehen, dass jedes einzelne für sie eine besondere Bedeutung hatte", so Stefan Herms, geschäftsführender Vorstand der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung.

Henry Moore und Helmut Schmidt

Helmut Schmidt schätzte die Künste als Staats- und Privatmann. Die Aufstellung von Henry Moores "Large Two Forms" vor dem Bonner Kanzleramt war ein Bekenntnis zur Bedeutung von Kunst: "Für mich ist dieses Kunstwerk auf dem neuen Grün des Vorplatzes ein Zeichen für Leben, ein Symbol für menschliche Verbundenheit, auch ein Ausdruck für Menschlichkeit. Und diese Wirkung teilt sich - so meine ich - dem ganzen Platz mit."

Bundeskanzler Helmut Schmidt (l) besucht zum Abschluss seines dreitägigen DDR-Besuchs am 13.12.1981 den Dom von Güstrow,

Die Symbolik der Kunst galt auch der Besuch von Barlachs "Schwebenden" im Güstrower Dom während des DDR-Staatsbesuchs 1981. So hatte Schmidt über Ernst Barlach gesagt, dass er "ein Stück gemeinsamer Vergangenheit und Erinnerung" sei und hatte hinzugefügt, dass "Barlach auch unsere gemeinsame Zukunft sein könne. Dieser Satz weckte bei vielen DDR-Bürgern die Hoffnung auf ein gemeinsames Deutschland.

Bernhard Heisig: Porträt Helmut Schmidt (Studie zum Kanzlerbild), 1986

So, wie Schmidt mit dem gemeinsamen Besuch von Barlachs "Schwebenden" mit Erich Honecker im Dom in Güstrow und der Platzierung der Skulptur "Large Two Forms" von Henry Moore vor dem Bundeskanzleramt um die eminente politische Bedeutung und Wirkmächtigkeit von Kunst wusste, ging von seiner Entscheidung, sein Kanzlerporträt von dem in Leipzig ansässigen Maler Bernhard Heisig anfertigen zu lassen, ebenfalls ein starkes deutschlandpolitisches Signal aus. Die Ausstellung "Kanzlers Kunst - Die Sammlung Helmut und Loki Schmidt" zeigt die Studie zum Kanzlerbild. Die Ausstellung läuft vom 4. Oktober bis zum 31. Januar.

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