Bildergalerie: FDP - die Geschichte der Partei

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FDP - die Geschichte der Partei (1948 bis 2018)

FDP

Vor 70 Jahren, am 11. und 12. Dezember 1948, wurde die FDP in Heppenheim an der Bergstraße gegründet. Die 13 liberalen Landesverbände der drei westlichen Besatzungszonen schlossen sich zusammen. Theodor Heuss (links, auf einer Wahlveranstaltung 1948 in Berlin) war der erste Bundesvorsitzende der Partei. Bei der ersten Bundestagswahl am 14. August 1949 (rechts ein Foto vom Wahlabend) errang die FDP einen Stimmenanteil von 11,9 Prozent. Seitdem war die FDP bis 2013 in jedem Bundestag vertreten.

FDP

Vor 70 Jahren, am 11. und 12. Dezember 1948, wurde die FDP in Heppenheim an der Bergstraße gegründet. Die 13 liberalen Landesverbände der drei westlichen Besatzungszonen schlossen sich zusammen. Theodor Heuss (links, auf einer Wahlveranstaltung 1948 in Berlin) war der erste Bundesvorsitzende der Partei. Bei der ersten Bundestagswahl am 14. August 1949 (rechts ein Foto vom Wahlabend) errang die FDP einen Stimmenanteil von 11,9 Prozent. Seitdem war die FDP bis 2013 in jedem Bundestag vertreten.

Theodor Heuss und Franz Blücher (2. von rechts) 1948 bei der Versammlung in Heppenheim.

Theodor Heuss und Franz Blücher (2. von rechts) 1948 bei der Versammlung in Heppenheim, auf der das Gründungsdokument der FDP, die Heppenheimer Proklamation, verabschiedet wurde. Seit 1949 war die FDP - bis auf die Legislaturperiode 2013 bis 2017 - in jedem Bundestag vertreten.

FDP

Im ersten Kabinett Adenauer 1949 war die FDP Koalitionspartner. Eberhard Wildermuth (2. Reihe, rechts) hatte das Amt des Wiederaufbauministers inne. Seitdem war die FDP von 1949 bis 1956, von 1961 bis 1966, von 1969 bis 1998 und von 2009 bis 2013 als kleiner Koalitionspartner an Bundesregierungen beteiligt.

FDP

Im September 1949 wurde der FDP-Vorsitzende Theodor Heuss zum ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

FDP-Parteitag in Lübeck 1953- Redner. Franz Blücher

Parteitag der FDP am 27. Juni 1953 in Lübeck. Es spricht der Parteivorsitzende Franz Blücher.

FDP 1956: Austritt aus Koalition

1956 kam es zum ersten Mal zu einem Koalitionsbruch. Streitpunkt war unter anderem die Einführung eines Mehrheitswahlsystems, das die FDP ablehnte. Im Februar beschloss die FDP schließlich, die Koalition im Bund zu verlassen. Eine Gruppe von 16 Abgeordneten, darunter die vier Bundesminister und der Bundestags-Vizerpräsident Schneider, traten daraufhin aus der Fraktion aus. Die ehemaligen FDP-Minister blieben aber in der Regierung. Das Foto zeigt ein Treffen der Ausgetretenen im Büro des Bundestagsvizepräsidenten Ludwig Schneider.

Mende und Adenauer

Zunächst versuchte sich die FDP in der Opposition unter dem Vorsitzenden Erich Mende (links) gegenüber der Union zu profilieren. Nach der Bundestagswahl 1961 ging Mende jedoch wieder eine konservativ-liberale Koalition unter Adenauer ein, obwohl die FDP zuvor eine Ablösung Adenauers durch Erhard zur Vorbedingung für den Eintritt in die Koalition gemacht hatte. 1966 kam es wegen eines Streits um die Steuerpolitik zum Koalitionsbruch.

Kurt Georg Kiesinger

Kurt Georg Kiesinger, der Ludwig Erhard als Bundeskanzler ablöste, und Willy Brandt (SPD) beschlossen 1966 eine Große Koalition. Die FDP ging in die Opposition.

Walter Scheel und Erich Mende

Im Dezember 1966 bildeten CDU/CSU und SPD eine große Koalition. Die FDP ging in die Opposition. Im Januar 1968 wurde Walter Scheel mit großer Mehrheit zum Parteivorsitzenden der FDP gewählt. Während der Oppositionszeit entwickelte die FDP die personellen und programmatischen Grundlagen für den Eintritt in eine Koalition mit der SPD.

Brandt Scheel Genscher Mischnik

Bei der Bundestagswahl am 28. September 1969 erhielten SPD und FDP zusammen die absolute Mehrheit. Der 21. Oktober 1969 ist der Beginn der sozial-liberalen Koalition. Walter Scheel wird Stellverteter des Bundeskanzlers und Außenminister, Hans-Dietrich Genscher Innenminister. Willy Brandt nimmt hier unmittelbar nach seiner Wahl zum Bundeskanzler im Bundestag in Bonn die Glückwünsche seiner Koalitionspartner entgegen: Vorn Wolfgang Mischnik, rechts, und Walter Scheel, 2. von rechts, dahinter Hans-Dietrich Genscher, links daneben Werner Mertes.

Walter Scheel und Erich Mende

Am 15. Mai 1974 wählte die Bundesversammlung Walter Scheel zum Bundespräsidenten.

Genscher und Schmidt

Nach dem Rücktritt Brandts wählte der Bundestag am 16. Mai 1974 Helmut Schmidt zum Bundeskanzler. Im Kabinett von Helmut Schmidt wird Hans-Dietrich Genscher Vizekanzler und Außenminister. Diese Ämter hatte er bis 1992 ununterbrochen inne, auch nachdem die FDP 1982 wieder eine Koalition mit der CDU/CSU einging. Von 1974 bis 1985 war Genscher auch Parteivorsitzender.

1982: ende der sozial-liberalen Koalition

Nach der Bundestagswahl 1980 wurde die sozial-liberale Koalition fortgesetzt. Im Herbst 1982 traten dann jedoch die vier FDP-Minister zurück und führten so den Koalitionsbruch herbei. Das Foto zeigt die FDP-Minister Josef Ertl, Otto Graf Lambsdorff, Gerhart Baum und Hans-Dietrich Genscher (von rechts), wie sie die Entlassungurkunde von Bundespräsident Karl Carstens entgegennehmen. Links im Bild: Bundeskanzler Helmut Schmidt.

Hildegard Hamm-Brücher

Sie gilt bis heute als die große liberale Dame der FDP: Hildegard Hamm-Brücher. 1982 war sie Staatssekretärin im Außenministerium Genschers. Hamm-Brücher sprach sich vehement gegen die Aufkündigung der Koalition mit der SPD aus und forderte Neuwahlen. Dennoch blieb sie in der Partei. Andere prominente Mitglieder, wie Ingrid Matthäus-Maier und Günter Verheugen, traten aus und wechselten zur SPD.

Helmut Kohl wird 1982 Bundeskanzler

Am 1. Oktober 1982 wurde Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt, nachdem vorher ein konstruktives Misstrauensvotum gegen die Regierung Schmidt erfolgreich war.

Genscher

Höhepunkt im politischen Leben Genschers: Der Außenminister kommt am 30. September 1989 in der deutschen Botschaft in Prag an. Dorthin hatten sich tausende DDR-Bürger geflüchtet. Vom Balkon aus wird Genscher später bekanntgeben, dass die DDR-Bürger in die Bundesrepublik ausreisen können.

Vereinigungsparteitag

Vereinigungsparteitag der bundesdeutschen FDP und der drei liberalen ostdeutschen Parteien: Der bundesdeutsche FDP-Vorsitzende Otto Graf Lambsdorff, Bruno Menzel von der Ost-FDP, Lothar Ramin von der DFP, Rainer Ortleb vom Bund Freier Demokraten, und die FDP-Politiker Walter Scheel und Werner Baum bei einem Treffen des FDP-Präsidiums am 10.08.1990 in Hannover zur Vorbereitung des am Tag darauf beginnenden Vereinigungsparteitags.

Genscher

Irgendwann während seiner Zeit als FDP-Vorsitzender (bis 1985) und Außenminister hat Genscher die Gewohnheit angenommen, gelbe Pullunder zu tragen. 1992 gab er sein Amt als Außenminister auf. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei gewählt.

Klaus Kinkel und Helmut Kohl

Der FDP-Politiker Klaus Kinkel mit Bundeskanzler Kohl auf der 59. EU-Konferenz im Juni 1995 in Cannes. Kinkel folgte Hans-Dietrich Genscher als Außenminister und Vizekanzler nach. Von 1993 bis 1995 war er auch FDP-Vorsitzender. Seine Zeit als Vorsitzender war geprägt von schweren Krisen: Ende 1993 setzte eine die FDP in ihrer Existenz bedrohende Serie von Niederlagen ein. Mit Ausnahme der Bundestagswahl 1994 verfehlte die Partei bei elf aufeinander folgenden Wahlen die Fünf-Prozent-Hürde.

Guido Westerwelle

12. Dezember 1994: FDP-Chef Klaus Kinkel schlägt Guido Westerwelle auf dem Sonderparteitag in Gera als Generalsekretär vor. Westerwelle wird gewählt.

Westerwelle und Gerhardt 1995

Nach fortgesetzt schwachen Landtagswahlergebnissen wurde Klaus Kinkel 1995 als Vorsitzender von Wolfgang Gerhardt abgelöst. Guido Westerwelle blieb Generalsekretär. 1996 rückte Westerwelle in den Bundestag nach.

Guido Westerwelle

Nach einem kurzen Höhenflug der FDP bei drei erfolgreichen Landtagswahlen im Jahr 1996 setzte sich der negative Trend bei Wahlen für die FDP 1997 fort und mündete schließlich im September 1998 bei den Bundestagswahlen in die Niederlage der CDU/CSU-FDP-Koalition und der Übernahme der Regierungsverantwortung durch eine rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder (SPD). Am 5. Mai 2001 wurde Guido Westerwelle zum Parteivorsitzenden gewählt. Sein Ziel war das Projekt 18: 18 Prozent bei der Bundestagswahl im Jahr 2002.

Guido Westerwelle

Den Wahlkampf 2002 bestritt Westerwelle in einem komfortablen Wohnmobil, dem "Guidomobil". Nach der Bundestagswahl 2002, bei der die FDP lediglich 7,4 Prozent der Stimmen errang, blieb man in der Opposition und rückte vom Projekt 18 ab.

Guido Westerwelle Merkel Seehofer: Koalitionsvertrag

Bundestagswahl 2009: Die Zeit der Opposition ist vorbei. Die FDP erreichte 14,6 Prozent, Westerwelle, Merkel und Seehofer unterschreiben am 26. September 2009 den schwarz-gelben Koalitionsvertrag.

Westerwelle Rösler Lindner

Die Umfragewerte der FDP sanken seit 2009 stetig. Die Ergebnisse bei den Landtagswahlen wurden immer schlechter. In Rheinland-Pfalz erreichte die FDP am 27. März 2011 lediglich 4,2 Prozent und scheiterte an der Fünf-Prozentklausel. Auf dem Bundesparteitag am 13. Mai 2011 kam es zu einem Machtwechsel bei der FDP. Guido Westerwelle kandidierte nicht mehr für den Parteivorsitz. Sein Nachfolger wurde Philipp Rösler.

Zum Rücktritt Lindners

Die FDP setzte auf die "Boygroup" Christian Lindner, Philipp Rösler (rechts) und Daniel Bahr. Lindner zog sich jedoch bereits im Dezember 2011 aus der Bundespolitik zurück.

Rainer Brüderle

Doch auch Philipp Rösler geriet als neuer FDP-Vorsitzender massiv unter Druck. Nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 drängte er auf eine Personalentscheidung und bot Rainer Brüderle an, den Parteivorsitz und die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl zu übernehmen. Letztlich behielt zwar Rösler den FDP-Vorsitz. Doch Brüderle wurde Spitzenkandidat. Auf dem 64. ordentlichen Bundesparteitag der FDP wurde die Nominierung Brüderles per Akklamation bestätigt.

Rösler und Brüderle

Die großen Verlierer der Bundestagswahl 2013, Philipp Rösler und Rainer Brüderle, am Tag nach der Wahl. Philipp Rösler hat seinen Rücktritt erklärt.

FDP

Wahlabend 22. September 2013: die Parteispitze der FDP muss erfahren, dass ihre Partei zum ersten Mal seit Beginn der Bundesrepublik nicht im Bundestag vertreten sein wird.

Die Jamaika-Verhandler

Mit ihrem Spitzenkandidaten Lindner zog die FDP wieder in den Bundestag ein. Sie erreichte bei der Bundestagswahl am 24. September 10,7 Prozent. Aus den Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition stiegen die FDP-Verhandler am 19. November 2017 aus und gingen in die Opposition.

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