Bildergalerie: Die Geschichte der EU

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Die Geschichte der EU

Geschichte EU: Montanunion

18. April 1951: die Kernzelle der Europäischen Union, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, besser bekannt als "Montanunion", wird gegründet. Die Gründerstaaten sind Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien Luxemburg und die Niederlande. Die Idee stammte vom französischen Außenminister Robert Schuman, der auf diesem Foto den Vertrag in Händen hält. Für Deutschland unterzeichnete Bundeskanzler Adenauer, der zugleich das Amt des Außenministers inne hatte.

Geschichte EU: Montanunion

18. April 1951: die Kernzelle der Europäischen Union, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, besser bekannt als "Montanunion", wird gegründet. Die Gründerstaaten sind Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien Luxemburg und die Niederlande. Die Idee stammte vom französischen Außenminister Robert Schuman, der auf diesem Foto den Vertrag in Händen hält. Für Deutschland unterzeichnete Bundeskanzler Adenauer, der zugleich das Amt des Außenministers inne hatte.

Unterschreibung der Römischen Verträge im Jahr 1957

Nachdem die Europäische Verteidigungsgemeinschaft 1954 in der französischen Nationalversammlung scheiterte, konzentrierten sich die Mitgliedsstaaten auf die wirtschaftliche Integration. Am 25. März 1957 unterzeichneten die Regierungschefs der sechs Staaten die Römischen Verträge. Mit dem Inkrafttreten am 1. Januar 1958 bildete sich die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWG und die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM.

Geschichte EU: Walter Hallstein

Der Deutsche Walter Hallstein war von 1958 bis 1967 der erster Präsident der EWG-Kommission.

Geschichte EU: Proteste gegen DeGaulle-Veto

Bald schon gibt es die ersten Auseinandersetzung über die Erweiterung: 1963 legt der französische Präsident de Gaulle ein Veto gegen den Beitritt Großbritanniens ein. Vor der französischen Botschaft in Bonn demonstrieren daraufhin ca. 150 Jugendliche.

Geschichte EU: Beitrittserklärungen Großbritannien, Irland, Norwegen und Dänemark

Erst 1973 kommt es zu einer ersten Erweiterung um drei neue Mitgliedsländer. Im Jahr davor unterzeichnen die Vertreter Großbritanniens, Irlands und Dänemarks die Beitrittsurkunden. Das Foto zeigt den britischen Premierminister Edward Heath bei der Unterschrift am 22. Januar 1972. In den Jahren zuvor hat sich die Gemeinschaft bereits weiterentwickelt: 1967 tritt der Fusionsvertrag von Montanunion, EWG und EURATOM zur Europäischen Gemeinschaft EG in Kraft. 1968 wird die EWG-Zollunion zur Abschaffung der Binnenzölle und der Mansholt-Plan zur Reform der Landwirtschaft vereinbart.

Geschichte EU: 1972 stimmen Norweger gegen Beitritt

Kundgebung von EG-Gegnern in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Am 25. September 1972 stimmt die Bevölkerung Norwegens gegen den Beitritt, nachdem die Regierung des Landes im Januar zuvor die Beitrittsurkunde unterzeichnet hat. 20 Jahre später stellt Norwegen erneut einen Beitrittsantrag. Doch 1994 votiert die Bevölkerung abermals mit knapper Mehrheit gegen den Beitritt.

Valéry Giscard d'Estaing und Helmut Schmidt im Jahr 1977

Der französische Präsident Valéry Giscard d'Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt im Jahr 1977 im Bundeskanzleramt in Bonn. Die beiden Staatsmänner arbeiten das Konzept des Europäischen Währungssystems aus. Der Europäische Rat einigt sich im Dezember 1978 auf die Schaffung des EWS. Am 13. März 1979 tritt es rückwirkend zum 1. Januar in Kraft. Hauptziel des EWS ist es, in Europa durch die Einführung fester, jedoch anpassungsfähiger Wechselkurse eine Zone der Währungsstabilität zwischen den Währungen der teilnehmenden Länder zu schaffen.

Geschichte EU: Direktwahl Europawahl 1979

Vom 7. bis 10. Juni 1979 können die Bürger der EG-Staaten zum ersten Mal ihre Abgeordneten für das Europäische Parlament direkt wählen. Das Foto zeigt eine Plakatwand während des Wahlkampfs in der italienischen Hauptstadt Rom. Bis 1979 bestand das Europaparlament aus Abgeordneten der nationalen Parlamente, die von ihren Heimatstaaten entsandt worden waren und dann beide Aufgaben in Personalunion wahrnahmen.

Geschichte EU: direktwahl 1979 Italienische Gastarbeiter in Frankfurt am Main

Italienische Gastarbeiter freuen sich darüber, ihre Stimme in einem Wahllokal in Frankfurt am Main abzugeben.

Geschichte EU: Direktwahl Europaparlament 1979

In Deutschland werben 1979 die Spitzenpolitiker der großen Parteien - Helmut Kohl, Willy Brandt und Helmut Schmidt - für Europa.

Geschichte EU: Thatcher 1984

In den 80er-Jahren kommt wieder Schwung in die europäische Integration. 1981 tritt Griechenland als zehntes Mitglied der EU bei. Im Jahr 1986 folgen Portugal und Spanien. Im Mittelpunkt steht aber auch das Ringen der EG mit Großbritannien, das zahlreiche Entscheidungen blockiert auf Zugeständnisse bei den Beitragszahlungen drängt. Der britischen Premierministerin Margaret Thatcher - hier während des Europäischen Wirtschaftsgipfels 1984 - gelingt es mit ihrem beharrlichen Druck, eine Senkung der Beitragszahlungen für ihr Land durchzusetzen. Legendär ist ihr Satz "We want our money back". Faktisch bedeutet die Rabattregelung, dass die Briten als Nettozahler nur zwei Drittel des Betrags überweisen müssen, der sich als Nettozahlung aus der Differenz zwischen dem regulären Beitrag und den Rückflüssen aus Subventionen ergibt. Thatcher begründet dies damals damit, dass die britische Landwirtschaft relativ klein ist und deutlich weniger als andere Länder von den Direktzahlungen aus Brüssel profitiert.

Geschichte EU: 1993 Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

1987 tritt die Einheitliche Europäische Akte EEA in Kraft. Die sogenannten vier Freiheiten (freier Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr) sollen die Voraussetzung für einen gemeinsamen Binnenmarkt sein, der am 1. Januar 1993 in Kraft tritt.

Geschichte EU: Vertrag von Maastricht

7. Februar 1992: Außenminister Genscher und Finanzminister Waigel unterzeichnen für Deutschland in Maastricht den Vertrag zur Gründung der Europäischen Union EU. Im Vertrag von Maastricht wurde eine engere Koordinierung der Außen- und Sicherheitspolitik und im Bereich Inneres und Justiz beschlossen. Ein zentrales Element sind die Bestimmungen zur stufenweisen Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion. Damit wird der Weg zur Einführung des Euro geebnet und die Bedingungen für die Gemeinschaftswährung festgelegt.

Geschichte EU: Schengener Abkommen

Am 1. Januar 1995 treten Österreich, Schweden und Finnland nach Volksabstimmungen der EU bei. Im März 1995 Jahres tritt das Schengener Abkommen in Kraft. Die Personenkontrollen zwischen Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten, Portugal und Spanien enden. Die Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze enden am 1. April 1998. Dieser österreichische Beamte räumt seinen Posten pünktlich um Mitternacht.

Geschichte EU: Schengener Abkommen

Die andere Seite der Freizügigkeit: An den Außengrenzen schottet sich Europa immer stärker ab. Das Foto zeigt einen Grenzzaun an der griechisch-türkischen Grenze. Dort sind neben griechischen Grenzbeamten auch Frontex-Soldaten der EU im Einsatz, um illegale Zuwanderung zu verhindern.

Geschichte EU: 1993 Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Am 1. Januar 1998 nimmt die europäische Zentralbank die Arbeit auf. 1999 führen zunächst elf Länder den Euro als Buchwährung ein. Noch wird aber kein Bargeld der neuen Gemeinschaftswährung in Umlauf gebracht.

Geschichte EU: Euroeinführung Duisenberg

Der Niederländer Wim Duisenberg (rechts) wird der erste Präsident der Europäischen Zentralbank, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat. Im Dezember 2001 präsentiert er die neuen Euro-Geldscheine.

Geschichte EU: EZB Euro

Großes Feuerwerk an Silvester vor der EZB: Am 1. Januar 2002 führen die ersten zwölf europäische Staaten auch real eine gemeinsame Währung ein. Die Euro-Banknoten und Münzen ersetzen die bisherigen nationalen Währungen. Zum Start des Euro sind dabei: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.

Geschichte EU: Karte in Brüssel

2004 ist das Jahr der großen Erweiterung der EU. Am 1. Mai treten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern bei. Eine große Karte im Gebäude der EU-Kommission in Brüssel zeigt die neue EU.

Geschichte EU:

Freude in den Beitrittsländern: Nach erfolgreicher Volksabstimmung wird in der ungarischen Hauptstadt Budapest am 12. April 2003 ein Freudenfeuerwerk abgeschossen. Ein kleines Mädchen feiert auf einer Pontonbrücke im Dreiländereck von Tschechien, Polen und Deutschland das Europafest.

Geschichte EU:

Im Dreiländereck haben sich auch der tschechische Ministerpräsident Spidla, der deutsche Kanzler Schröder, der polnische Ministerpräsident Miller und der EU-Erweiterungkommissar Verheugen zur Feier eingefunden. Die EU umfasst nach dieser Erweiterungsrunde 25 Mitgliedsländer. 2007 folgen als 26. und 27. Mitglied Bulgarien und Rumänien.

Geschichte EU:

Das Ziel der Staats- und Regierungschef im Jahr 2004, eine europäische Verfassung zu schaffen, scheitert an den Referenden in Frankreich und den Niederlanden. Im Juni 2007 einigen sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder auf einen Reformvertrag, der die bisherigen EU-Verträge neu formuliert und einige wichtige Neuerungen aus der gescheiterten Verfassung aufgreift. Am 13. Dezember wird der Vertrag in Lissabon unterzeichnet und mit einem Feuerwerk gefeiert.

Geschichte EU:

Widerstände gibt es auch gegen den Vertrag von Lissabon, vor allem in Irland, wo erst ein zweites Referendum die notwendige Zustimmung erbringt, und in Tschechien. Erst am 3. November 2009 unterzeichnet Präsident Vaclav Klaus als letztes der 27. Staatsoberhäupter den Vertrag.

Geschichte EU:

Am 1. Dezember 2009 tritt der Lissabon-Vertrag in Kraft.

Geschichte EU: Rompuy

Als Teil der institutionellen Reformen des Vertrags von Lissabon gibt es nun einen ständigen EU-Ratspräsidenten, der für zwei Jahre gewählt wird. Erster Amtsinhaber wird der Belgier Herman Van Rompuy.

Geschichte EU: Ashton

Eine weitere Neuerung ist die Einführung des Hohen Vertreters für die Außen- und Sicherheitspolitik. Dieses Amt übernimmt im Februar 2010 die Britin Catherine Ashton. Sie ist zugleich Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und stellt sich hier - wie alle Mitglieder der neuen Kommission - drei Stunden lang den Fragen der Europa-Parlamentarier in Straßburg.

Proteste in Griechenland

Die Schuldenkrise stürzt nicht nur mehrere südeuropäischer Mitgliedsstaaten in die Krise, sondern stellt auch die Euro-Staaten und die gesamte EU vor große Herausforderungen: Am 23. April 2010 bittet der damalige griechische Ministerpräsident Papandreou in einer Pressekonferenz auf der Insel Kastelorizo um Hilfe durch die EU und den IWF.

Proteste in Griechenland

Am 2. Mai 2010 beschließen die Finanzminister der 16 Eurostaaten ein beispielloses Hilfspaket von 110 Milliarden Euro für Griechenland. Aufgrund des beschlossenen Sparpakets kommt es zum Generalstreik und zu Massenprotesten in dem Land.

Euro-Finanzminister beim Start des ESM

Nach Griechenland müssen auch Irland, Portugal, Spanien und Zypern mit milliardenschweren Hilfspaketen gestützt werden. Zunächst laufen die Hilfen über einen vorläufigen Rettungsschirm EFSF. 2012 startet dann der dauerhaft angelegte Europäische Stabilitätsmechenanismus ESM. Im Bild sind die Euro-Finanzminister beim Start des ESM zu sehen.

Satellitenbild von Nordeuropa bei Nacht

Die Idee Europa als Projekt der Versöhnung und der friedlichen Zusammenarbeit ist eine Kernidee der EU. 2012 wird diese jahrzehntelange Entwicklung der EU mit den Friedensnobelpreis gewürdigt. Das Bild zeigt Teile Europas bei Nacht.

Flaggen der EU und Kroatiens

Als 28. Land wird im Juli 2013 Kroatien in die EU aufgenommen. Über 500 Millionen Menschen leben nun in der Europäischen Union.

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