Bildergalerie: Der Maler Georg Baselitz wird 80

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Zum 80. Geburtstag des Malers Georg Baselitz

Baselitz

Georg Baselitz, einer der bedeutendsten bildenden Künstler der Gegenwart, wird 80. Am 23. Januar 1938 wurde er in dem sächsischen Ort Deutschbaselitz als Hans-Georg Kern geboren. Er benannte sich später nach seinem Geburtsort. Aus Anlass seines Geburtstags gibt es mehrere große Ausstellungen, wie hier die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel. | Bildquelle: dpa

Baselitz

Georg Baselitz, einer der bedeutendsten bildenden Künstler der Gegenwart, wird 80. Am 23. Januar 1938 wurde er in dem sächsischen Ort Deutschbaselitz als Hans-Georg Kern geboren. Er benannte sich später nach seinem Geburtsort. Aus Anlass seines Geburtstags gibt es mehrere große Ausstellungen, wie hier die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel.

Baselitz steht zwischen gelben Holzplastiken

Lange habe er gedacht, mit kleinen Formaten könne man nichts werden, sagt er rückblickend. Er schuf mächtige Skulpturen, wie diese gelben grob gehauenen Holzköpfe, und großformatige Gemälde. Als 17-Jähriger hatte er sich das erste Mal an einer Kunstakademie beworben. Mit dem DDR-Kunstbetrieb bekam er seine Schwierigkeiten. Er brüskierte seine Lehrer und flog schließlich mit der Begründung der "gesellschaftlichen Unreife" von der Kunsthochschule in Ost-Berlin. Daraufhin ging Baselitz 1957 nach West-Berlin und setzte dort sein Studium fort.

Elke und Georg Baselitz

Schon damals war seine Frau Elke an seiner Seite. Seit 1962 ist das Paar verheiratet. Sie haben zwei Söhne. Hier überwachen sie die Hängung von Baselitz' Werken in einer Ausstellung 1999 in der Stuttgarter Staatsgalerie.

Baselitz vor "Große Nacht im Eimer"

Mit dem Bild "Große Nacht im Eimer", das er 1963 in einer Berliner Galerie zeigte, löste Baselitz einen Skandal aus. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte es zusammen mit dem Gemälde "Der nackte Mann" wegen Unsittlichkeit. Erst 1965 endete der Strafprozess mit der Rückgabe der Bilder.

Baselitz: P.D. Füße, 1960-1963

"P.D. Füße, 1960-63" in der aktuellen Ausstellung in der Fondation Beyerler. Die Kunst Baselitz' bezieht sich immer auch auf die Gewalt des Krieges, den er als Kind erlebte.

Baselitz in seinem Atelier in Derneburg

Baselitz suchte einen eigenständigen künstlerischen Weg des im Osten gelehrten Realismus und der informell-abstrakten Malerei des Westens. Er selbst spricht von einem dritten Weg zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. 1969 entstand das erste seiner Umkehrbilder, für die er seither weltberühmt ist. Hier sitzt er in seinem Atelier in der Burg Derneburg bei Hildesheim, im Hintergrund links eines dieser Bilder, das ihn und seine Frau Elke zeigt.

Baselitz

"Elke, 2012": Immer wieder malt Baselitz Umkehrbilder von seiner Frau Elke. "Ich habe Spaß daran gefunden, mein Alter und das Alter meiner Frau darzustellen", sagt er.

Baselitz: Gemälde Elke 1

"Elke 1" ist eines der ersten auf dem Kopf gemalten Bilder aus dem Jahr 1969.

Das Gemälde "Dystopische Glocken" in der Ausstellung "Wir fahren aus" in der Galerie The White Cube in London im Jahr 2015.

Das Gemälde "Dystopische Glocken" in der Ausstellung "Wir fahren aus" in der Galerie The White Cube in London im Jahr 2015.

Baselitz: Die Bronzeskulptur "Ohne Titel" aufgestellt vor dem Victoria and Albert Museum in London.

Die Bronzeskulptur "Ohne Titel" - aufgestellt vor dem Victoria and Albert Museum in London.

Kunstgut: Baselitz Dresden

Im Jahr 2015 machte Baselitz von sich reden, als er seine Leihgaben in deutschen Museen abhängen ließ, auch aus der Dresdner Galerie Neue Meister im neuen Albertinum. Er protestierte damit gegen das Kulturschutzgesetz, mit dem die Ausfuhr von Werken mit nationaler Bedeutung erschwert werden sollte. Seitdem hat Baselitz auch die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen.

Baselitz mit seiner Frau Elke bei der Ausstellungseröffnung in der Fondation Beyeler

Auch mit 80 komme Aufhören für ihn nicht infrage, sagte er bei der Ausstellungseröffnung kurz vor seinem Geburtstag in der Fondation Beyeler. Die Bildformate sind heute zwar kleiner als noch vor einigen Jahren, aber: "So lange ich noch malen kann, findet noch etwas statt."

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