Bildergalerie: Aung San Suu Kyi

Bilder

1/17

Aung San Suu Kyi: Vom Widerstand zum Wahlsieg

Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi am Tag nach der Wahl. Die Nationale Liga für Demokratie geht von einem Wahlsieg auf. Am 13. November ist es sicher: Die NLP hat die absolute Mehrheit im Parlament von Myanmar errungen.

Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi am Tag nach der Wahl. Die Nationale Liga für Demokratie geht von einem Wahlsieg auf. Am 13. November ist es sicher: Die NLP hat die absolute Mehrheit im Parlament von Myanmar errungen.

Anhänger von Suu Kyi feiern ihre Freiheit.

13. November 2010 - also genau vor fünf Jahren: Suu Kyi, die Ikone der Widerstandsbewegung in Myanmar, ist frei. Ihre Anhänger erwarten sie vor ihrem Haus in Rangun.

Aung San Suu Kyi

Seit 1988 stand Aung San Suu Kyi zusammengerechnet 15 Jahren unter Hausarrest. Menschen in aller Welt setzten sich für ihre Freilassung ein - hier eine Demonstration für die myanmarische Regimekritikerin in Bangkok.

Aung San Suu Kyi nach ihrer Freilassung

Als hätten ihr die Jahre der Isolation nichts anhaben können: Lächelnd zeigt sich Suu Kyi vor ihrem Haus ihren Anhängern ...

Aung San Suu Kyi nach ihrer Freilassung

... und ist offenbar überwältigt vom Anblick, der sich ihr vor dem Zaun bietet.

Aung San Suu Kyi vor Porträt ihres Vaters

Aung San Suu Kyi vor einem Porträt ihres Vaters Bogyoke Aung San. Die Ikone des Widerstands von Myanmar wurde am 19. Juni 1945 in Rangun geboren. Ihr Vater war ein linksnationaler Freiheitskämpfer. 1947 fiel er einem Mordkomplott zum Opfer. 1948 wurde das Land unabhängig und die Union Birma gegründet. Suu Kyi wuchs in Indien auf, wo ihre Mutter die erste Botschafterin ihres Heimatlandes war.

Aung San Suu Kyi im Jahr 1989

Aung San Suu Kyi begann 1964 ein Studium in Oxford. Ab 1969 arbeitete sie für die UN in New York. Nach ihrer Heirat mit dem britischen Historiker Michael Aris lebte sie zunächst in Bhutan, dann in Oxford und in Japan. Sie bekam zwei Söhne. 1988 kehrte sie wegen der Krankheit ihrer Mutter nach Myanmar zurück.

Aung San Suu Kyi am 26. August 1988

Im gleichen Jahr schloss sich Suu Kyi dort der studentischen Demokratiebewegung an. Deren friedlicher Volksaufstand wurde durch das myanmarische Militär kurz darauf niedergeschlagen. Das Foto zeigt Suu Kyi bei ihrer berühmten Rede am 26. August 1988, in der sie den "zweiten Kampf für die Unabhängigkeit" forderte. Im Juli 1989 gehörte sie zu den Gründern der National League of Democracy (NLD) und wurde deren erste Generalsekretärin. Am 20. Juli des gleichen Jahres stellte das Militärregime sie erstmals unter Hausarrest.

Aung San Suu Kyi Friedensnobelpreis

1991 wurde Aung San Suu Kyi der Friedensnobelpreis verliehen. Da sie selbst das Land nicht verlassen durfte, nahmen ihre Söhne die Auszeichnung entgegen. Zuvor hatten sich die Militärs in Myanmar aufgrund des wachsenden Drucks gezwungen gesehen, am 27. Mai 1990 freie Wahlen durchzuführen. Die mit Hausarrest belegte Suu Kyi durfte selber nicht wählen, führte aber einen engagierten Wahlkampf. Mit Erfolg: Ihre Partei NLD siegte mit 397 der 485 Parlamentssitze. Die Militärjunta weigerte sich jedoch, das demokratische Ergebnis der Wahlen anzuerkennen.

Aung San Suu Kyi

Im Jahr 2002 kam es nach den Besuchen verschiedener UN-Sondergesandter in Rangun zu Verbesserungen des politischen Klimas. Der Hausarrest Suu Kyis wurde aufgehoben. Schon 2003 wurde er aber erneut verhängt.

Suu Kyi mit Aung Kyi

Nach den Aufständen der Mönche und Studenten im Jahr 2007 änderte das Regime seine Haltung gegenüber Suu Kyi. Obwohl sie sich mit den Protestierenden solidarisiert hatte, kam es ab Oktober 2007 zu einer Reihe von medienwirksam inszenierten Gesprächen mit dem neu ernannten Verbindungsminister U Aung Kyi. Sie durfte auch erstmals wieder Vorstandsmitglieder der NLD treffen.

Anwesen von Suu Kyi

Das Haus von Aung San Suu Kyi, in dem sie so viele Jahre eingesperrt und streng bewacht verbringen musste. Kurz vor dem Ende des Hausarrestes am 27. Mai 2009 drang ein US-Amerikaner ungebeten in das Anwesen ein und blieb zwei Tage. Von einem Sondergericht wurde Suu Kyi daraufhin zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil wurde zu weiteren 18 Monaten Hausarrest umgewandelt.

US-Gesandter trifft Aung San Suu Kyi

Im Mai 2010 konnte der US-Gesandte Kurt Campell (rechts) bei seinem Besuch in Myanmar die Friedensnobelpreisträgerin in einem staatlichen Gästehaus besuchen. Campbell wollte die Junta zu einem Dialog mit allen Gesellschaftsgruppen bewegen - ohne Erfolg.

Aung San Suu Kyi bei ihrem Wahlkampfauftakt in Dawei

Wahlen in Myanmar: Mitte Januar 2012 entscheidet sich Aung San Suu Kyi, an der Parlamentswahl teilzunehmen. Hier ist sie bei ihrem Wahlkampfauftakt in Dawei zu sehen.

Myanmars Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und ihre Anhänger

Im Februar 2012 genehmigt die Wahlkommission die Teilnahme von Myanmars Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bei den Nachwahlen am 1. April.

Aung San Suu Kyi

Strahlende Siegerin: Bei der Nachwahl holt Aung San Suu Kyi mit ihrer oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie vermutlich 44 der 45 neu zu besetzenden Sitze im vom Militär dominierten Parlament.

Die Oppositionsführerin in Myanmar, Aung San Suu Kyi, im Wahlkampf

Im Wahlkampf 2015 tritt sie als Spitzenkandidatin ihrer Partei an. Präsidentin darf sie allerdings nicht werden, denn das schließt die Verfassung Myanmars aus.

Darstellung: