Vaclav Vorlicek | Bildquelle: dpa

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" Regisseur Vaclav Vorlicek ist tot

Stand: 06.02.2019 16:09 Uhr

Er drehte Kinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand", doch vor allem wurde er mit dem Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" bekannt. Nun ist der Regisseur Vaclav Vorlicek gestorben.

Der Regisseur des tschechischen Kult-Märchenfilms "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", Vaclav Vorlicek, ist tot. Der Tscheche sei am Dienstag im Alter von 88 Jahren in Prag nach einer Krebserkrankung gestorben, berichtete die Agentur CTK unter Berufung auf Kollegen des Filmemachers.

Vorlicek zählte zu den wichtigsten Regisseuren von Kinder- und Märchenfilmen in der Tschechoslowakei und später in Tschechien. 1973 gelang ihm mit "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auch in Ost- und Westdeutschland der Durchbruch.

Über seinen erfolgreichsten Film mit Pavel Travnicek und Libuse Safrankova in den Hauptrollen sagte er einmal: "Entscheidend war die Idee, dass sich die Aschenbrödel-Geschichte im Winter abspielen sollte." Auch viele weitere Märchenfilme wie "Der Prinz und der Abendstern" und "Wie man Dornröschen wachküsst" trugen seine Handschrift.

Szene aus ''Drei Haselnüsse für Aschenbrödel'' | Bildquelle: picture alliance / -/WDR/Degeto/
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Vorlicek schuf in seinem Streifen ein modernes Aschenbrödel, das mit der Armbrust schießen und gut reiten kann.

Auszeichnung fürs Lebenswerk 2017

In den 1980er-Jahren drehte Vorlicek dann beliebte Fantasy-Kinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand". Für sein Lebenswerk wurde Vorlicek 2017 mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary) ausgezeichnet.

Gleich nach dem Studium an der renommierten Filmhochschule FAMU hatte er seine Karriere in den Barrandov-Filmstudios begonnen und 1960 seinen ersten eigenen Kinderfilm gedreht. Viele weitere folgten. Zu seinem 88. Geburtstag im vorigen Juni wurde ein Kino auf Schloss Horsovsky Tyn (Bischofteinitz) in Westböhmen nach dem Regisseur benannt.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 06. Februar 2019 um 17:00 Uhr in den Nachrichten.

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