Nicolas Roeg | Bildquelle: dpa

"Wenn die Gondeln Trauer tragen" Regisseur Nicolas Roeg ist tot

Stand: 24.11.2018 16:14 Uhr

"Wenn die Gondeln Trauer tragen" war sein bekanntester Film. Wie dieser, waren auch viele seiner anderen Werke provokant. Im Alter von 90 Jahren ist der britische Regisseur Nicolas Roeg nun gestorben.

Der britische Regisseur Nicolas Roeg ist tot. Er sei im Alter von 90 Jahren gestorben, teilte sein Sohn mit. Roegs bekanntestes Werk ist der Horrorfilm "Wenn die Gondeln Trauer tragen" aus dem Jahr 1973. Julie Christie und Donald Sutherland spielen darin trauernde Eltern, die denken, dass sie ihre tote Tochter auf einer Reise nach Venedig sehen. Auch wegen einer Sexszene bot der Film noch Jahre später Gesprächsstoff.

Viele von Roegs Filmen waren provokant. Wr arbeitete auch mit Rock-Stars wie Mick Jagger and David Bowie. Seine Karriere zog sich über sechs Jahrzehnte.

Beim Dreh von "Doktor Schiwago" gefeuert

Geboren 1928 in London, arbeitete sich Roeg in den Filmstudios gegenüber seinem Elternhaus vom Laufburschen zum Kameraassistenten hoch und drehte schließlich als Kameramann der Second Unit für den Oscar-gekrönten Film "Lawrence von Arabien" (1962). Doch er hatte immer schon seinen eigenen Kopf: Beim Dreh von "Doktor Schiwago" (1965) geriet er mit dem Regisseur aneinander und wurde gefeuert.

Daraufhin filmte er Klassiker wie Francois Truffauts "Fahrenheit 451" (1966) und John Schlesingers "Die Herrin von Thornhill" (1967). 1970 bekam Roeg die Chance, bei dem psychedelischen Gangsterfilm "Performance" Regie zu führen - mit Mick Jagger von den Rolling Stones in der Rolle eines zurückgezogenen Rockstars.

Am 15. August war Roeg 90 Jahre alt geworden. Weitere Einzelheiten zu seinem Tod teilte seine Familie nicht mit.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. November 2018 um 17:00 Uhr.

Darstellung: