Kirstie Alley. | REUTERS

US-Schauspielerin Kirstie Alley gestorben

Stand: 06.12.2022 08:11 Uhr

Nach kurzem Kampf gegen Krebs ist die US-Schauspielerin Kirstie Alley gestorben. Sie wurde 71 Jahre alt. Bekannt wurde Alley unter anderem durch die Serie "Cheers" und die Komödie "Kuck mal, wer da spricht".

Die US-Schauspielerin Kirstie Alley ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das teilten ihre Kinder True und Lillie Parker bei Twitter mit. Alleys Manager bestätigte ihren Tod auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP.

Alley spielte ab 1987 in der Serie "Cheers" die Figur Rebecca Howe. Die Serie war zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit, Hauptdarstellerin Shelley Long stieg damals aus. Für die Rolle in "Cheers" wurde Alley vier Jahre später mit einem Emmy für die beste weibliche Hauptrolle in einer Comedy-Serie ausgezeichnet.

Besondere Verbindung mit John Travolta

1989 spielte sie gemeinsam mit John Travolta die Hauptrolle in der Komödie "Kuck mal, wer da spricht". Alley verkörperte in dem Film die Mutter eines Babys, dessen innere Stimme immer wieder zu hören ist. Auch in den beiden Fortsetzungen 1990 und 1993 arbeiteten Alley und Travolta in der gleichen Besetzung mit.

In einem Instagram-Post würdigte Travolta Alley: "Mit Kirstie hatte ich eine der speziellsten Beziehungen, die ich je hatte. Ich liebe dich, Kirstie. Ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden."

1993 bekam Alley ihren zweiten Emmy als beste Hauptdarstellerin für den Fernsehfilm "David's Mother". Von 1997 bis 2000 hatte Alley eine eigene Sitcom mit dem Titel "Veronica's Closet".

Kirstie Alley. | AP

Kirstie Alley mit "Cheers"-Kollege Ted Danson bei der Golden-Globe-Verleihung 1991 Bild: AP

Gnadenlose Klatschpresse

In der Mini-Serie "Fat Actress" spielte Alley 2005 sich selbst, wie sie gemeinsam mit Agenten versucht, Rollen zu finden - aber immer wieder erfährt, dass sie dafür abnehmen muss.

Ihr Gewicht beschäftigte auch die Boulevardpresse. In der Reality-Show "Kirstie Alley's Big Life" aus dem Jahr 2010 nahm Alley diese Erfahrung auf. Sie wollte der Klatschpresse entgegentreten, sagte sie: "Alles Schlechte, was man über mich sagen kann, sagen sie. Ich bin noch nie kollabiert, nie umgekippt, nie ohnmächtig geworden. Praktisch alles, was sie sagen, habe ich nie gemacht. Einzig wahr ist nur, dass ich fett geworden bin."

Die Schauspielerin wurde in den vergangenen Jahren in Hollywood durch verschiedene Aussagen zu einer umstrittenen Persönlichkeit: Sie kritisierte die #metoo-Bewegung oder gab der Psychatrie die Schuld an Massenschießereien. Eine Ansicht, die wahrscheinlich durch ihre Mitgliedschaft in der Scientology-Sekte geprägt wurde.

Zweifach verheiratet

Alley kam 1951 in Wichita im US-Bundesstaat Kansas zur Welt. Sie brach ihr Studium ab, um nach Los Angeles zu ziehen. Dort schloss sie sich auch der Scientology-Sekte an, der sie - wie Travolta - verbunden blieb.

Von 1970 bis 1977 war sie mit ihrer High-School-Liebe Bob verheiratet. Mit ihrem zweiten Mann, dem Schauspieler Parker Stevenson, war sie von 1983 bis 1997 verheiratet. Die beiden adoptierten zwei Kinder.

Nach Angaben ihrer Kinder hatte Alley erst vor kurzem eine Krebsdiagnose erhalten.

Mit Informationen von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles