Künstler Kurt Barnert (Tom Schilling) in einer Szene des Films "Werk ohne Autor"  | Bildquelle: dpa

"Werk ohne Autor" Donnersmarck-Film für Oscar nominiert

Stand: 22.01.2019 20:10 Uhr

Der deutsche Film "Werk ohne Autor" des Regisseurs Henckel von Donnersmarck ist für zwei Oscars nominiert. Die ARD-Koproduktion geht Ende Februar in das Rennen um den bekanntesten Filmpreis der Welt.

Der deutsche Beitrag "Werk ohne Autor" geht für Deutschland ins Rennen um den Oscar. Das Künstlerdrama von Florian Henckel von Donnersmarck ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film", wie die Oscar-Akademie bekannt gab.

Außerdem hat die ARD-Koproduktion auch in der Sparte "Beste Kamera" Chancen auf eine Ehrung. Für die Kameraarbeit erhielt Caleb Deschanel eine offizielle Nominierung.

Florian Henckel von Donnersmarck | Bildquelle: dpa
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Mit "Das Leben der Anderen" gewann Henckel von Donnersmarck schon 2007 einen Oscar.

Bei Golden Globes leer ausgegangen

Konkurrenten von "Werk ohne Autor" in der Kategorie ausländische Filme sind unter anderem "Roma" (Mexiko) und "Cold War" (Polen).

Der letzte für den Auslands-Oscar nominierte deutsche Film war 2017 "Toni Erdmann" von Maren Ade. Im vorigen Jahr hatte es "Aus dem Nichts" von Fatih Akin nicht in die Endrunde geschafft.

Bei der Golden-Globe-Verleihung Anfang Januar war "Werk ohne Autor" leer ausgegangen, das mexikanische Drama "Roma" hatte gewonnen.

Zweiter Oscar für Henckel von Donnersmarck?

Dies ist die zweite Oscar-Chance für Henckel von Donnersmarck. Mit dem Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" holte er 2007 bereits den Auslands-Oscar nach Deutschland. In "Werk ohne Autor" mit den Schauspielern Tom Schilling, Paula Beer und Sebastian Koch geht es um den Findungs- und Schaffensprozess eines Künstlers.

Koch sagte, bei ihm herrsche "großer Jubel und Freude", nach "Das Leben der Anderen" vor zwölf Jahren wieder bei der Oscarverleihung dabei zu sein "und diesem unendlich spannenden Moment - and the Oscar goes to - entgegenzufiebern".

Inspiriert ist der Film von dem Leben des deutschen Malers Gerhard Richter. Der 86-jährige Künstler ist inzwischen zu Donnersmarck auf Distanz gegangen und hat den Film als Verzerrung seiner Biografie kritisiert.

Oscar-Anwärter "A Star is Born" mit Lady Gaga

Große Chancen auf mindestens einen Preis hat "A Star is Born" mit Sängerin Lady Gaga in der Hauptrolle. Der Film ist insgesamt acht Mal nominiert, unter anderem in den Kategorien "Beste Hauptdarstellerin" und "Bester Song".

Noch mehr Nominierungen konnte "Roma" sammeln: In zehn Kategorien darf das Schwarz-Weiß-Drama über eine Familie in Mexiko in den 1970ern auf eine Auszeichnung hoffen. Weitere aussichtsreiche Kandidaten sind "Bohemian Rhapsody", die Verfilmung des Lebens von Queen-Sänger Freddy Mercury mit Rami Malek, "BlacKkKlansman" über einen afroamerikanischen Detektiv, der sich für Ermittlungen undercover dem Ku-Klux-Klan anschließt, und "Vice" über das Leben des US-amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Januar 2019 um 15:00 Uhr.

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