Kommentar

Bekenntnis zur E-Plattform VW öffnet sich - ein wenig

Stand: 04.03.2019 23:22 Uhr

VW hat sich lange für das Maß aller Dinge gehalten und, auf diese Weise den Anschluss und viel Vertrauen Kunden verloren. Die Ankündigung, sich für andere Firmen zu öffnen, signalisiert ein Umdenken.

Ein Kommentar von Thorsten Hapke, NDR

Sieht so Revolution aus? Jahrzehntelang saß Volkswagen auf hohem Ross. Die eigene Technik war das Maß aller Dinge, die gab man nicht her. Unter Firmenpatriarch Ferdinand Piech wäre undenkbar gewesen, was Konzernchef Herbert Diess in Genf verkündet hat: Mitbewerber dürfen die früher so heilige VW-Technik nutzen. 

Volkswagen will jetzt quasi ein elektro-automobiles Betriebssystem bereitstellen. Die Frage ist, wer von diesem Angebot Gebrauch machen soll. Denn jeder weiß: Bei Elektrofahrzeugen liegt die Wertschöpfung in der Batterietechnologie, hier wird das Geld verdient.

Thorsten Hapke, NDR, kommentiert die E-Strategie von Volkswagen
tagesthemen 23:30 Uhr, 04.03.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Wer diese Technologie bei VW einkauft, verzichtet also auf die Möglichkeit, selbst diese Gewinne zu erzielen. Er hat aber einen Vorteil: Er muss nicht viel Geld in die Eigenentwicklung stecken. Ein Elektrofahrzeug zu entwickeln, bedeutet eben nicht nur Verbrennungsmotor mit Tank raus, Elektromotor mit Batterien rein. Der Aufwand ist wesentlich größer.

Leisten können ihn sich nur die größten Autohersteller. Die anderen dürfen künftig bei Volkswagen anklopfen. Ford haben die Wolfsburger schon konkret im Auge.

Deutschlands Schlüsselindustrie, die Autobranche, steckt im Umbruch, das zeigt der heutige Schritt von VW. Das Gebot der Stunde sind Kooperationen: BMW und Daimler haben es auch gerade gezeigt, sie entwickeln autonome Fahrzeuge gemeinsam - ebenfalls eine Zukunftstechnologie, die mehr Geld kostet, als ein einziger Weltkonzern hat.

Allerdings: Eine solche Kooperation auf Augenhöhe bietet VW noch nicht an. Man verkauft eigene Technik, man entwickelt nicht gemeinsam. Von seinem sprichwörtlich hohen Ross ist Volkswagen also noch nicht ganz heruntergekommen. Immerhin hat man sich schon aus dem Sattel geschwungen und steht mit einem Fuß im Steigbügel, zum Absteigen bereit.

Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 04. März 2019 um 23:30 Uhr.

Darstellung: