Kommentar

Bundeswehr Warme Worte und Kleingeld reichen nicht

Stand: 20.02.2018 20:47 Uhr

Wer sagt, dass Deutschland militärisch mehr Verantwortung übernehmen soll, kann das nicht mit Kleingeld und warmen Worten untermauern. Die Bundeswehr muss ordentlich finanziert werden.

Ein Kommentar von Christian Thiels, SWR

250 Panzer - keine hundert davon einsatzbereit, kein U-Boot funktioniert, und bei Hubschraubern und Flugzeugen sieht es nicht viel besser aus. Die Bundeswehr ist ein Sanierungsfall. Und das seit Jahren. Nun wäre es leicht, der Verteidigungsministerin dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben. Leicht aber läppisch.

Christian Thiels, ARD Berlin, kommentiert den Bundeswehrbericht
tagesthemen 22.15 Uhr, 20.02.2018

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Ursula von der Leyen hat das Amt erst seit vier Jahren inne. In dieser Zeit kann man einen zwei Jahrzehnte dauernden, ruinösen Sparkurs und politische Ignoranz gegenüber den Streitkräften nicht einfach so wieder in Ordnung bringen. Aber wahr ist auch, dass die Ministerin sehr zögerlich ins Amt startete und Entscheidungen über heikle Rüstungsprojekte lieber aufgeschoben hat. Kein Wunder, denn jede Entscheidung kann sich zum handfesten Beschaffungsskandal ausweiten - mit den entsprechenden Gefahren für die eigene Karriere.

Der ungeliebte Wanderpokal

Das Verteidigungsministerium ist so etwas wie der ungeliebte Wanderpokal unter den Ressorts, der Ministersessel - im Grunde ein Schleudersitz. Unter dem ständigen Wechsel an der Spitze leidet die Truppe. Und vielleicht wäre es für die Bundeswehr deshalb gar nicht so schlecht, wenn Ursula von der Leyen bleibt. Denn dann kann - und muss - sie beweisen, dass ihre vollmundig als "Trendwenden" angestoßenen Reformen bei Rüstung, Finanzen und Personal auch tatsächlich wirken.

Der Truppe könnte eine weitere Amtszeit Verlässlichkeit und Kontinuität bescheren. Doch das allein wird nicht reichen. Die Bundeswehr muss endlich auch angemessen finanziert werden. Das hat nichts mit Aufrüstung zu tun, von der jetzt so mancher schwadroniert, sondern damit, dass die Streitkräfte wieder in der Lage sein müssen, ihre Aufgaben zu erfüllen. Wer verkündet, dass Europa und mithin auch Deutschland auch militärisch mehr Verantwortung in der Welt übernehmen sollen, der kann diesen Anspruch nicht mit Kleingeld und warmen Worten untermauern.

Redaktioneller Hinweis

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 20. Februar 2018 um 22:15 Uhr.

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